{"id":16194,"date":"2026-03-30T11:20:39","date_gmt":"2026-03-30T09:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16194"},"modified":"2026-03-30T11:20:41","modified_gmt":"2026-03-30T09:20:41","slug":"40-jahre-us-amerikanischer-desinformation-ueber-den-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16194","title":{"rendered":"40 Jahre US-amerikanischer Desinformation \u00fcber den\u00a0 Iran"},"content":{"rendered":"<p><em>Interview mit Jacques Baud. <strong>Zeitgeschehen im Fokus: <\/strong>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Angriff Israels und der USA auf den Iran reichen von \u00abden Bau der Atombombe verhindern\u00bb, bis zu einem \u00abRegime Change\u00bb. Was wollen Israel und die USA tats\u00e4chlich erreichen?<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Es gibt viele Gr\u00fcnde, die auf komplexe Weise miteinander verbunden sind. Um dies zu verstehen, muss man wahrscheinlich zwischen den tieferen Gr\u00fcnden und den Vorw\u00e4nden unterscheiden.&nbsp;<\/p>\n<p>In den USA gibt es eindeutig eine Obsession gegen\u00fcber dem Iran, die sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten zu finden ist und die mit der islamischen Revolution von Ayatollah Khomeini im Jahr 1979 begann. Die Amerikaner haben den Sturz des Schahs und \u2013 vor allem \u2013 die Besetzung ihrer Botschaft in Teheran durch iranische Studenten und den darauf folgenden katastrophalen Rettungsversuch durch Spezialeinheiten im April 1980 (Operation EAGLE CLAW) nicht verziehen.<\/p>\n<p>Bei Israel ist dieses Ph\u00e4nomen j\u00fcngeren Datums und geht auf die fr\u00fchen 2000er Jahre zur\u00fcck, als die USA 2003 in den Irak einmarschierten. Die israelische Sicherheitspolitik wird von dem 1982 von Oded Yinon ausgearbeiteten Plan beeinflusst, der darauf abzielte, die grossen sunnitischen Nachbarl\u00e4nder Israels zu spalten, damit sie durch interne Konflikte gel\u00e4hmt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In den 1980er- und 1990er-Jahren war der Feind Israels der Irak, der enge Beziehungen zur PLO von Yassir Arafat unterhielt. Zu dieser Zeit war der Iran nicht Teil dieses Plans, da Israel ihn eher als Verb\u00fcndeten betrachtete. Der Iran ist das grosse schiitische Land der Region, und Israel betrachtete ihn daher eher als Verb\u00fcndeten, der geografisch gesehen im \u00abR\u00fccken\u00bb seiner sunnitischen Gegner liegt.<\/p>\n<p>Israel ist f\u00fcr sein \u00dcberleben stark vom Westen abh\u00e4ngig. Es ist ihm nie wirklich gelungen, sich in sein regionales Umfeld zu integrieren. Seine wiederholten Milit\u00e4roperationen gegen alle seine Nachbarn sowie seine illegalen Gebietserwerbungen im Libanon, in Syrien und Jordanien haben zusammen mit der Missachtung internationaler Konventionen in Bezug auf das pal\u00e4stinensische Volk dazu gef\u00fchrt, dass Israel von seinem nat\u00fcrlichen Umfeld abgekoppelt ist.<\/p>\n<p>Andererseits braucht Israel Feinde, um seine sehr vielf\u00e4ltige nationale Einheit und die internationale Finanzhilfe aufrechtzuerhalten. Nachdem der Irak zerst\u00f6rt worden war, w\u00e4hlte Israel denselben \u00abbesten Feind\u00bb wie die USA: den Iran.<\/p>\n<p>Seitdem spricht Israel von der nuklearen Bedrohung durch den Iran. Historisch gesehen gibt es jedoch keine Streitigkeiten zwischen dem Iran und Israel: Es gibt keine territorialen Anspr\u00fcche, keine wirtschaftlichen Rivalit\u00e4ten und die j\u00fcdische Minderheit wird im Iran gut behandelt.&nbsp; Es gibt also keinen objektiven Konflikt zwischen den beiden L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>In Europa begann man ebenfalls Anfang der 2000er Jahre unter dem Einfluss der USA, den Iran als Gegner zu betrachten, insbesondere aufgrund der Ger\u00fcchte \u00fcber Atomwaffen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, welche Entscheidungen der Iran trifft, werden die USA und Israel immer einen Vorwand finden, um dieses Land anzugreifen. Die Israelis sind \u00fcberzeugt, dass der Iran ihr Land zerst\u00f6ren will. Daf\u00fcr gibt es keine rationale Erkl\u00e4rung, denn der Iran hat nie etwas Derartiges gesagt.<\/p>\n<p>Zwischen den beiden L\u00e4ndern gibt es weder Konflikte noch politische oder territoriale Anspr\u00fcche noch Probleme im Zusammenhang mit der Versorgung oder F\u00f6rderung von \u00d6l oder bez\u00fcglich der j\u00fcdischen Minderheit im Iran. Der einzige Streitpunkt k\u00f6nnte das Schicksal der Pal\u00e4stinenser sein, doch man muss bedenken, dass diese Araber und Sunniten sind, w\u00e4hrend der Iran persisch und schiitisch ist.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Geh\u00f6rte der arabische Fr\u00fchling in den Oded Yinon-Plan ?<\/em><\/p>\n<p>Jawohl, besonders in Libyen und Syrien. Und die Idee war, das Gleiche im Iran zu erreichen. Das stimmte mit der Absicht der USA \u00fcberein. Beide Regierungen haben direkt nach dem Irak-Krieg 2003 begonnen, in die Innenpolitik des Iran einzugreifen. Es gab Bewegungen im Iran wie die Mojahedin-e-Khalq (MeK), die bis 2012 als terroristische Bewegung gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Nach 2012 nahmen die USA sie von der Liste der terroristischen Organisationen. So konnten die USA diese Organisation f\u00fcr den Kampf gegen die Regierung im Iran bewaffnen. Das Gleiche geschah auch mit dem Volksstamm der Belutschen im S\u00fcden des Iran an der Grenze zu Pakistan. Die USA haben dort St\u00e4mme unterst\u00fctzt, um im Iran gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen zu provozieren, um letztlich die Regierung zu st\u00fcrzen.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hat sich dieses Vorgehen in der letzten Zeit verst\u00e4rkt?<\/em><\/p>\n<p>Wenn man betrachtet, was in den letzten drei Jahren im Iran geschehen ist, kann man sehen, dass USA und Israel mehrmals Unruhe stifteten, aber auch konkret ranghohe Politiker und Milit\u00e4rs beseitigten. Letztes Jahr gab es vor dem 12 Tage-Krieg bereits milit\u00e4rische Angriffe der Israelis, bei denen sie neben Iranern auch Vertreter der Hamas t\u00f6teten.<\/p>\n<p>Als Resultat dieses Vorgehens muss man den aktuellen Angriff Israels und der USA verstehen. Erst haben sie die Demonstrationen und die Proteste im Januar provoziert und nachher das Regime beschuldigt, es sei mit Gewalt vorgegangen. Trump drohte sogar mit milit\u00e4rischer Intervention. Beide Staaten infiltrierten gewaltt\u00e4tige Gruppen und lieferten Waffen. Auch hatten sie zuvor wirtschaftlich \u2013 das wurde von Scott Bessent best\u00e4tigt \u2013 den Iran \u00abattackiert\u00bb.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dezember manipulierte man die iranische W\u00e4hrung, was einen grossen Wertverlust des Rial nach sich zog. Damit wollten die USA eine Inflation ausl\u00f6sen. Gleichzeitig schmuggelten sie und Israel Tausende von Starlinks-Empf\u00e4ngern in das Land, um die Proteste zu koordinieren. Alle diese Proteste, die wir im Januar gesehen haben, waren vollst\u00e4ndig von den USA gesteuert worden. Es ist gut m\u00f6glich, dass Frankreich und Grossbritannien auch daran teilgenommen haben.<\/p>\n<p>Diese Proteste sahen wir im Januar, und nat\u00fcrlich gab es vom iranischen Staat Repressionen gegen die Aufst\u00e4ndischen. Bez\u00fcglich der Anzahl Opfer, \u00fcber die unsere Medien berichtet haben, muss man gewisse Fragezeichen setzen. Man darf nicht vergessen: Es war nicht an allen Orten ein bewaffneter Aufstand, aber dort, wo die Gewalt eskalierte, waren immer Waffen im Spiel. Dass 30\u2009000 gestorben sein sollen, ist zu hoch gegriffen. Offiziell spricht man von 3000 Toten, und das scheint eine realistische Angabe zu sein.<\/p>\n<p>Wenn man von friedlichen Demonstrationen spricht, sind 3000 Tote sehr viel. Aber wenn man weiss, dass es bewaffnete Aufst\u00e4nde gewesen sind, kann man sich so eine Zahl vorstellen. Um das Ganze zu beurteilen, muss man die gr\u00f6sseren Umst\u00e4nde betrachten. Bekannt ist:&nbsp; Die ganze Aktion war sorgf\u00e4ltig vorbereitet, und unsere Medien berichten nur \u00fcber das, was die bestehenden Vorurteile und Fehleinsch\u00e4tzungen zementiert. Letztlich ist es wie in der Ukraine: Man opfert Menschen f\u00fcr den eigenen Plan.<\/p>\n<p><em>Welche Rolle spielt die Hisbollah im aktuellen Konflikt?&nbsp; Ist sie, wie so oft behauptet, eine Kreation des Iran?<\/em><\/p>\n<p>Hisbollah ist eine Organisation, die nach der israelischen Invasion im Libanon 1982 entstanden ist. Israel marschierte in den Libanon ein, um die Pal\u00e4stinenser, die PLO, zu zerschlagen. Die PLO war in Beirut stationiert. Zu diesem Zeitpunkt lebten 1,5\u2009Millionen pal\u00e4stinensische Fl\u00fcchtlinge im S\u00fcd-Libanon.<\/p>\n<p>Libanon ist ein kleines Land, und die Pal\u00e4stinenser haben das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben herausgefordert. Es war ein Problem f\u00fcr die libanesische Bev\u00f6lkerung. Aus diesen Gr\u00fcnden waren die Pal\u00e4stinenser im Libanon nicht wirklich willkommen. Sie wurden zwar als Fl\u00fcchtlinge aufgenommen, doch ihre Sache war nicht die des libanesischen Volkes. Hinzu kam, dass die Bewohner des S\u00fcd-Libanon Schiiten waren. Als die Israelis 1982 einmarschierten, wurden sie daher von der libanesischen Bev\u00f6lkerung eher positiv empfangen.&nbsp;<\/p>\n<p>Doch die Israelis haben das nicht verstanden und begannen, auch gegen die Schiiten zu k\u00e4mpfen, anstatt sich mit ihnen zu verb\u00fcnden. Damit schufen sich die Israelis einen zweiten Feind.&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der einen Seite standen die Pal\u00e4stinenser mit der PLO und ihren verschiedenen Gruppen, auf der anderen Seite schlecht organisierte schiitische Milizen, die den Israelis Widerstand leisteten. Erst 1985 (und nicht 1982, wie oft behauptet wird) wurde die Hisbollah aus diesen Widerstandsgruppen gegr\u00fcndet. Die Hisbollah ist vor allem eine politische Partei. Hisbollah heisst auf Deutsch \u00fcbersetzt \u00abPartei Gottes\u00bb.<\/p>\n<p>Heute ist die Hisbollah im libanesischen Parlament vertreten. Sie besteht aus einem zivilen Zweig, der Dienstleistungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung erbringt, und einem bewaffneten Zweig. Gem\u00e4ss den Vereinbarungen von Taif aus dem Jahr 1979, die die Aufl\u00f6sung der libanesischen bewaffneten Gruppen vorschrieben, wurde der bewaffnete Zweig der Hisbollah beibehalten, da seine Aufgabe darin besteht, die Bev\u00f6lkerung vor einer Bedrohung von aussen (Israel) zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Hisbollah strebt nicht die Eroberung Israels an, sondern lediglich die R\u00fcckeroberung der libanesischen Gebiete, die seit 1985 illegal von Israel besetzt sind. Entgegen den Behauptungen der Israelis haben sie sich 1985 und dann im Jahr 2000 nie vollst\u00e4ndig aus dem Libanon zur\u00fcckgezogen. Das Ziel der Hisbollah besteht darin, jeden Quadratmeter, den die Israelis im Libanon besetzt halten, zur\u00fcckzuholen. Die Israelis halten immer noch ein Gebiet im S\u00fcd-Libanon besetzt. Das bekannteste sind die Shebaa-Farmen, die an Syrien, Golan und Libanon angrenzen. Israel betrachtet dieses Gebiet als strategisch wichtig f\u00fcr nachrichtendienstliche Aufgaben.<\/p>\n<p>Aber das Territorium geh\u00f6rt zum Libanon. Insgesamt sind es etwa 13 Orte, die zum Teil ganz kleine Gebiete umfassen, die sie besetzt halten. F\u00fcr die Hisbollah ist es einerlei, ob das Gebiet gross oder klein ist, die Israelis haben dort nichts zu suchen. Sie wird so lange bestehen und Widerstand leisten, bis die Israelis verschwunden sind.<\/p>\n<p>Wenn das erreicht ist, wird sie sich als milit\u00e4rische Organisation aufl\u00f6sen. Die USA behaupteten, dass die Hisbollah f\u00fcr den Bombenanschlag in Beirut im Oktober 1983 auf das Hauptquartier der US- amerikanischen und franz\u00f6sischen Streitkr\u00e4fte im Libanon verantwortlich gewesen sei. In Wirklichkeit ist bis heute nicht bekannt, wer f\u00fcr diesen Anschlag verantwortlich ist.<\/p>\n<p>Man weiss, dass mehrere Organisationen, die nie identi\u00adfiziert wurden, die Verantwortung f\u00fcr die Anschl\u00e4ge von 1983 \u00fcbernommen haben. Ausserdem gab es den Namen \u00abHisbollah\u00bb damals im Libanon noch nicht. Auch die Klassifizierung der Hisbollah als terroristische Organisation ist v\u00f6llig falsch. Eine Konsequenz daraus ist, dass man mit der Hisbollah nicht mehr spricht. Das gleiche Schicksal ereilte die Hamas, und dadurch bleibt der Gespr\u00e4chskanal geschlossen. Man verliert eine diplomatische M\u00f6glichkeit, um einen Konflikt mit Verhandlungen zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Es ist tragisch, dass die Schweiz in Bezug auf die Hamas ohne Not diesen Schritt vollzogen hat. Das ist ein strategischer Fehler, dadurch ist eine Verhandlungsl\u00f6sung nicht mehr m\u00f6glich. Die Schweiz beraubt sich hiermit ihrer traditionellen Rolle als Vermittlerin.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Oktober 2023 unterst\u00fctzte die Hisbollah die Pal\u00e4stinenser, indem sie einen Teil der israelischen Armee an die libanesische Grenze lockte und so den Druck auf den Gaza-Streifen verringerte. Diese Aktion erfolgte im Sinne des Prinzips der Schutzverantwortung (R2P).<\/p>\n<p><em>Man sagt, die Hisbollah sei vom Iran unterst\u00fctzt und unterst\u00fctze jetzt ihrerseits den Iran gegen Israel. Was leistet sie im Libanon?<\/em><\/p>\n<p>Die Hisbollah wird vom Iran unterst\u00fctzt. Dem hat der Iran auch nie widersprochen. Es gibt zwei Bereiche, in denen die Hisbollah wie auch die Hamas t\u00e4tig sind. Zum einen hat sie einen milit\u00e4rischen und zum andern einen zivilen Arm. Sie betreibt die besten Spit\u00e4ler im Libanon, unterh\u00e4lt das Strassennetz, k\u00fcmmert sich um die Wasser- und Stromversorgung.<\/p>\n<p>Im S\u00fcd-Libanon wird die gesamte Infrastruktur und die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln von der Hisbollah organisiert. Dabei werden sie auch vom Iran unterst\u00fctzt. Der Iran unterst\u00fctzt die schiitischen Minderheiten im Nahen Osten, um zu verhindern, dass sie in interethnischen Konflikten oder durch Israel ausgerottet werden.<\/p>\n<p><em>Begann die Hisbollah nicht direkt nach dem Krieg 2006, als Israel den Libanon angegriffen hatte, die zerst\u00f6rten Strassen, Br\u00fccken und H\u00e4user wieder aufzubauen?<\/em><\/p>\n<p>Ja, das war so. W\u00e4hrend des Kriegs 2006 wurde ein grosser Teil der Infrastruktur, die von der Hisbollah aufgebaut worden war, zerst\u00f6rt. Es gab f\u00fcnf Spit\u00e4ler im S\u00fcd-Libanon, die alle von der Hisbollah betrieben wurden. Es waren die besten Spit\u00e4ler, die alle von Israel zerst\u00f6rt wurden. Nach dem Krieg baute sie alles wieder auf.<\/p>\n<p>Wenn man von Hisbollah spricht, muss man sich bewusst sein, dass es nicht nur ein paar Leute mit einer Kalaschnikow sind. Es ist eine Widerstandsorganisation zu Gunsten der lokalen Bev\u00f6lkerung. Sie haben auch ein Netz von Bunkern und Tunneln als Verteidigungsstruktur aufgebaut. Die Vorstellung im Westen, die Hisbollah tr\u00e4ume von einer Invasion in Israel, ist v\u00f6lliger Unsinn.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was hat es mit dem seit Jahren vom Westen beschworenen Atomprogramm des Iran auf sich? Wenn man nach den Erkl\u00e4rungen Israels geht, dann steht der Iran seit 20 Jahren kurz vor der Produktion der ersten Atombombe. Gab und gibt es irgendwelche Anzeichen daf\u00fcr?&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Das ist Desinformation aus unseren Medien, die ihren Ursprung in Israel hat. Dazu muss man Folgendes beachten. Im Jahr 1988 beschloss der Iran vor dem Hintergrund des Kriegs, den der Irak mit Unterst\u00fctzung Frankreichs und der USA gegen das Land f\u00fchrte, die Machbarkeit einer Atombombe als Abschreckungsmittel zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Es handelte sich um das AMAD-Projekt. Im Jahr 2003 hat der Iran den Schluss gezogen, dass der Nutzen einer Atombombe kleiner w\u00e4re als die Probleme, die daraus entstehen k\u00f6nnten. Sie gaben das Projekt also auf.&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Einsch\u00e4tzung des Nationalen Nachrichtendienstes (National Intelligence Estimates) der CIA aus dem Jahr 2007 best\u00e4tigt, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm aufgegeben hat. In den Jahren 2024 und 2025 haben die amerikanischen Nachrichtendienste erneut best\u00e4tigt, dass der Iran seit der Einstellung des Programms im Jahr 2003 kein neues Atomwaffenprogramm gestartet hat. Es gab sogar eine Information des Mossad, die geleakt wurde, die besagte, dass der Iran kein Atomwaffenprogramm f\u00fchre.<\/p>\n<p>Die Politiker in Israel wie diejenigen in den USA behaupten nach wie vor, der Iran besitze ein Atomwaffenprogramm, obwohl die eigenen Geheimdienste das Gegenteil herausgefunden haben. Daran sieht man, was ich anfangs gesagt habe: Es ist eine Obsession, eine Zwangsvorstellung.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Oktober 2003 erliess Ayatollah Khamenei, der jetzt gleich zu Beginn des Kriegs get\u00f6tet wurde, eine m\u00fcndliche Fatwa, die die Herstellung und den Einsatz jeglicher Art von Massenvernichtungswaffen untersagte.<\/p>\n<p>Es gab auch Inspektionen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA), die gezeigt hatten, dass die Iraner \u00fcber kein Atomprogramm verf\u00fcgen. Man hat verl\u00e4ssliche Quellen, aber die US-amerikanischen und israelischen Politiker lassen das Ganze immer am Kochen. Das ist ein reines obsessives Vorgehen. Das alles hat mit der Realit\u00e4t nichts zu tun, es ist ein Wahn.<\/p>\n<p><em>Wie sehen Sie das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis der beiden Kriegsparteien?<\/em><\/p>\n<p>Die USA haben eine \u00dcberlegenheit, aber nur f\u00fcr eine begrenzte Zeit. Sie sind nicht in der Lage, auf Dauer zu k\u00e4mpfen. Sie m\u00fcssen einen raschen Erfolg haben. Die Frage ist, wie man den Feind betrachtet. Das ist genau die gleiche Situation wie mit Russland. Die USA und die Mehrheit der Europ\u00e4er hassen Putin, die Israelis Khamenei und andere.<\/p>\n<p>Ein Schweizer Journalist hatte letztes Jahr behauptet, 80\u2009Prozent der iranischen Bev\u00f6lkerung im Iran seien gegen das Regime. Das ist das gleiche Narrativ wie bei Russland. Es br\u00e4uchte nur einen kurzen Impuls, zum Beispiel massive Luftschl\u00e4ge, und die jeweilige Regierung werde kollabieren. Bei Russland ist das nicht der Fall gewesen, und beim Iran wird das auch nicht geschehen. Die Demonstrationen im Januar haben zwar die Regierung in Frage gestellt, aber nach den ersten Tagen des Angriffs auf den Iran sieht man, dass die Bev\u00f6lkerung die Regierung deutlich unterst\u00fctzt, und zwar mit grosser Mehrheit.<\/p>\n<p>Unsere Wahrnehmung dieser L\u00e4nder ist v\u00f6llig falsch und \u00f6ffnet die T\u00fcr zu solchen unreflektierten milit\u00e4rischen Aktionen. Es ist immer das Gleiche. Aber die US-amerikanischen Geheimdienste und wahrscheinlich auch der Mossad wissen, dass die Lage im Iran nicht so instabil ist und dass die Bev\u00f6lkerung trotz der Opposition und der Unzufriedenheit gewisser Gesellschaftsgruppen die Regierung unterst\u00fctzt. Das h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass das Land st\u00e4ndig unter israelischer oder US-amerikanischer Bedrohung steht.<\/p>\n<p>Es ist ein Paradoxon, weil die Israelis glauben, dass der Iran eine so grosse Bedrohung darstelle, und sie deshalb immer wieder gewaltt\u00e4tige Aktionen lancieren. Das f\u00fchrt dazu, dass die Iraner grosse Antipathien gegen\u00fcber Israel und den USA hegen, obwohl die iranische Kultur gegen\u00fcber dem Westen sehr offen ist. Der Westen hat die T\u00fcr zugeschlagen, nicht die Iraner. Der Westen macht immer die gleichen Fehler, immer wieder.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das ist vergleichbar mit dem Verhalten gegen\u00fcber Russland.<\/em><\/p>\n<p>Es ist genau dasselbe Prinzip. Wir haben v\u00f6llig falsche Vorstellungen. Wir verstehen diese L\u00e4nder schlecht, oder genauer gesagt, wir wollen sie nicht verstehen. Auf dieser Grundlage sowie auf Vorurteilen beruhen unsere Entscheidungen. All das hat nichts mit der Realit\u00e4t zu tun. Der Iran ist ein Land mit hochgebildeten Menschen und Intellektuellen von grossem Wert. Es gibt dort eine betr\u00e4chtliche Anzahl hochqualifizierter Ingenieure.<\/p>\n<p>Es ist ein Land, das von einer bemerkenswerten, jahrtausendealten Kultur gepr\u00e4gt ist. Unser Bild vom Iran ist das Ergebnis von \u00fcber 40 Jahren amerikanischer Desinformation, um einen Krieg zu rechtfertigen. Ich kann nicht beurteilen, ob das Regime wirklich so brutal ist, wie es bei uns dargestellt wird. Ich stehe in Kontakt mit Iranern, die in Br\u00fcssel leben und regelm\u00e4ssig in ihr Land reisen. Sie sagen, dass die Realit\u00e4t anders aussieht als das, was unsere Medien vermitteln. Diese Iraner sind weder f\u00fcr noch gegen die Regierung, aber was bei uns \u00fcber das Regime gesagt wird, erscheint mir \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p>Doch h\u00e4ufig werden Zahlen angef\u00fchrt, um die anti-iranische Stimmung weiter anzuheizen. Unsere Wahrnehmung wird dadurch beeinflusst, dass wir in unseren Fernsehsendungen nur Mitglieder der gewaltt\u00e4tigen Opposition sehen. K\u00fcrzlich erkl\u00e4rte eine iranische Aktivistin im Westschweizer Sender <em>RTS<\/em>, die iranische Bev\u00f6lkerung leide so sehr, dass sie \u00abdarum b\u00e4te, bombardiert zu werden\u00bb!&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bilder von Pr\u00e4sident Peseschkian und dem nationalen Sicherheitsberater Ali Larijani, wie sie mit nur drei oder vier Leibw\u00e4chtern durch die Strassen von Teheran spazieren und Selfies mit den Menschen machen, denen sie auf dem B\u00fcrgersteig begegnen, sowie die massiven Demonstrationen zugunsten der Regierung, an denen auch Gegnerinnen des \u00abRegimes\u00bb teilnehmen, zeigen, dass unsere Aktivisten hier versuchen, uns zu manipulieren und zum Hass anzustacheln. Die Medien, die dies zulassen, sollten als kriminell angesehen werden.<\/p>\n<p><em>Ich m\u00f6chte nochmals auf die milit\u00e4rische Lage zur\u00fcckkommen. Bis jetzt scheint sich der Iran weiterhin wehren zu k\u00f6nnen. Wie kann sich das iranische Milit\u00e4r behaupten?<\/em><\/p>\n<p>Der Iran hat auch aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt und alle F\u00fchrungsstrukturen verdoppelt. Jede Person hat ein \u00abDoppel\u00bb mit der gleichen milit\u00e4rischen Funktion. Wenn einer get\u00f6tet wird, kann der andere mit gleichem Know-how den Platz \u00fcbernehmen. Man hat die Organisation der Verteidigung umstrukturiert.<\/p>\n<p>Die milit\u00e4rische Abwehr besteht aus einer \u00abMosaikverteidigung\u00bb. Diese mosaikartige Struktur bedeutet, dass die F\u00fchrung nicht pyramidenf\u00f6rmig aufgebaut ist, sondern aus einer dezentralen F\u00fchrungsstruktur besteht. Jeder Baustein des Mosaiks funktioniert mehr oder weniger autonom. Man k\u00f6nnte das als eine High-Tech-Guerilla-Armee bezeichnen, wenn man das mit der Kommandostruktur im Westen vergleicht. Hier besteht ein R\u00fcckgrat, und das ist mit allen Untereinheiten vernetzt.<\/p>\n<p>Bei der iranischen Armee besteht auch eine Art Zentralstruktur, aber wenn sie kollabiert, k\u00f6nnen die \u00abMosaiksteine\u00bb die Sache \u00fcbernehmen. Die \u00abdezentralisierte Kommandostruktur\u00bb ist flexibel. Wenn grosse Anschl\u00e4ge von Israel oder den USA k\u00e4men, w\u00fcrde das die Verteidigung des Landes nicht wesentlich schw\u00e4chen. Die USA haben zu wenig Luftabwehrraketen, sie haben sehr limitierte offensive Kapazit\u00e4ten. Die Iraner k\u00f6nnen viel l\u00e4nger k\u00e4mpfen. Das ist f\u00fcr die USA jetzt ein Problem. In den USA ist der Krieg sehr unpopul\u00e4r. Deshalb war der Plan, dass Israel zuerst angreift.<\/p>\n<p>Man wusste, dass der Iran darauf reagieren wird, und zwar nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen Milit\u00e4rbasen der USA in der Region, und das w\u00fcrde rechtfertigen, dass sie den Iran angreifen d\u00fcrften, es w\u00e4re dann ein Akt der Selbstverteidigung. So geschah es auch. Die ersten Angriffe am Samstag kamen von den Israelis. Dabei haben sie Khamenei get\u00f6tet, und die Amerikaner trafen eine Schule, in der sich rund 160 Kinder befanden. Das ist f\u00fcr die Israelis und die Amerikaner nichts Ungew\u00f6hnliches: Seit Beginn ihrer Offensive wurden 13 Krankenh\u00e4user und fast 65 Schulen bombardiert.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Warum gelingt es Israel h\u00e4ufig, die F\u00fchrungspersonen bei der Hisbollah, dem Iran oder bei der Hamas zu finden und zu eliminieren?&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Das ist die St\u00e4rke der Israelis. Sie haben ausgezeichnete Spionagenetzwerke. Als ich im Nachrichtendienst gearbeitet habe, und ich gehe davon aus, dass es heute sicher immer noch so ist, hat man gesagt, dass der Mossad ein riesiges Netzwerk auch \u00fcber zivile Organisation mit j\u00fcdischen B\u00fcrgern hat.<\/p>\n<p>Man muss das genau verstehen. Das heisst nicht, dass die Leute f\u00fcr den Mossad arbeiten, sie werden auch nicht von ihm bezahlt, aber sie geh\u00f6ren zu anderen Netzwerken, die dann den Mossad oder andere israelische Nachrichtendienste mit Informationen versorgen. Das Spionagenetzwerk der Israelis ist sehr umfangreich.<\/p>\n<p>Aber der Iran hat daraus gelernt. Seit letztem Jahr wurden durch Gegenspionage sehr viele Agenten von den Iranern entlarvt. Das gilt auch f\u00fcr US-amerikanische, franz\u00f6sische und britische Agenten. Vor allem Engl\u00e4nder, Franzosen, US-Amerikaner und Israelis arbeiten seit Jahrzehnten auf die Destabilisierung des Iran hin. Es ist die \u00abTradition\u00bb der westlichen Alliierten des Zweiten Weltkriegs.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ist der Krieg eine Etappe auf dem Weg, ein Gross-Israel zu errichten, indem man einen Gegner ausschaltet?&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt wahrscheinlich zu Netanjahus Mentalit\u00e4t. Israel hat seine Grenzen nicht definiert und das wohl aufgrund dieser Option. Ob tats\u00e4chlich Gross-Israel entstehen wird, ist offen, aber es ist klar, dass Leute wie Ben-Gvir und Smotrich, die in der Regierung sitzen, daf\u00fcr sind, dass es ein Gross-Israel gibt. Die Vorstellungen sind unterschiedlich.<\/p>\n<p>Es gibt diejenigen, die sehr religi\u00f6s sind, die meinen, Israel sollte vom Nil bis zum Euphrat reichen, den ganzen Nahen Osten umfassen. Andere Leute, die zur ideologischen Ausrichtung von Netanjahu geh\u00f6ren, haben eine andere Vorstellung von Gross-Israel: Israel und S\u00fcd-Libanon, Teile von Syrien und Jordanien. Das ist eine kleinere Variante von Gross-Israel. Sie werden jedoch feststellen, dass der Begriff \u00abGross-Israel\u00bb (Eretz Israel) den Iran nicht umfasst.<\/p>\n<p><em>Die BRICS-Gruppe, zu denen auch der Iran geh\u00f6rt, will das \u00d6l nicht mehr in Dollar abrechnen. Der Iran ist ein grosser Erd\u00f6llieferant zum Beispiel an China. Sehen Sie hier einen Zusammenhang zum aktuellen Konflikt?<\/em><\/p>\n<p>Das spielt h\u00f6chstwahrscheinlich eine Rolle, aber ich glaube nicht, dass es entscheidend ist. Alles deutet darauf hin, dass das Vorgehen Israels und der USA eher das Ergebnis einer impulsiven Entscheidung mit einem kurzfristigen Ziel ist als eine sorgf\u00e4ltig kalkulierte Aktion. Man sieht, dass sich die Amerikaner heute in einer Situation befinden, die vorhersehbar gewesen ist, die sie aber nicht vorhergesehen haben.<\/p>\n<p>Selbst die Israelis haben diese Operation gestartet, ohne ihren Bestand an Abwehrraketen, der 2025 aufgebraucht wurde, vollst\u00e4ndig wieder aufgef\u00fcllt zu haben. Allein die Tatsache, dass Donald Trump am 9.\u2009M\u00e4rz Wladimir Putin anruft, um ihn zu bitten, einzugreifen und den Iran zu bremsen, zeigt, dass der US-Pr\u00e4sident von seinen eigenen Entscheidungen \u00fcberfordert ist.&nbsp;<\/p>\n<p>China ist f\u00fcr seinen Energiebedarf nur zu 2 bis 3\u2009Prozent vom Iran abh\u00e4ngig. Die \u00d6lfrage steht eindeutig nicht im Mittelpunkt des amerikanischen Vorhabens, den Iran anzugreifen. Wie immer glauben die Kommentatoren, dass unsere Staats- und Regierungschefs strategische Denker sind. Das ist falsch. Es sind impulsive Menschen, die mehr ihrem Bauchgef\u00fchl als ihrem Verstand folgen.&nbsp;<\/p>\n<p>Der israelisch-amerikanische Angriff wurde sowohl von k\u00fcnstlicher Intelligenz als auch von nat\u00fcrlicher Dummheit geleitet.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Herr Baud, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n<p><em>Interview Thomas Kaiser<\/em><\/p>\n<p><em>* <strong>Jacques Baud<\/strong> hat einen Master in \u00d6konometrie und ein Nachdiplomstudium in internationaler Sicherheit am Hochschul\u00adinstitut f\u00fcr internationale Beziehungen in Genf absolviert und war Oberst der Schweizer Armee. Er arbeitete f\u00fcr den Schweizerischen Strategischen Nachrichtendienst und war Berater f\u00fcr die Sicherheit der Fl\u00fcchtlingslager in Ost-Zaire w\u00e4hrend des Ruanda-Krieges, arbeitete unter anderem f\u00fcr die Nato in der Ukraine und ist Autor mehrerer B\u00fccher \u00fcber Nachrichtendienste, asymmetrische Kriegsf\u00fchrung, Terrorismus und Desinformation.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/zgif.ch\/2026\/03\/17\/unser-bild-vom-iran-ist-das-ergebnisvon-ueber-40-jahren-us-amerikanischer-desinformation\/\"><em>gif.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 30. M\u00e4rz 2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Jacques Baud. Zeitgeschehen im Fokus: Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Angriff Israels und der USA auf den Iran reichen von \u00abden Bau der Atombombe verhindern\u00bb, bis zu einem \u00abRegime Change\u00bb. 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