{"id":16393,"date":"2026-07-02T11:52:45","date_gmt":"2026-07-02T09:52:45","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16393"},"modified":"2026-07-02T11:52:48","modified_gmt":"2026-07-02T09:52:48","slug":"maerchen-ueber-den-sieg-der-ukraine-propaganda-und-wirklichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16393","title":{"rendered":"M\u00e4rchen \u00fcber den \u201eSieg\u201c der Ukraine. Propaganda und Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Michael Silnizki.\u201e\u041e\u0434\u043d\u0430 \u0438 \u0446\u0435\u043d\u0442\u0440\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0445 \u0433\u043b\u0430\u0432\u043d\u044b\u0445 \u043d\u0430\u0446\u0438\u043e\u043d\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0445 \u0438\u0434\u0435\u0439 \u0423\u043a\u0440\u0430\u0438\u043d\u044b \u2014 \u043a\u0430\u043a \u043c\u043e\u0436\u043d\u043e \u0431\u043e\u043b\u044c\u0448\u0435 \u0432\u0440\u0430\u0442\u044c \u0441\u0435\u0431\u0435 \u0438 \u043b\u044e\u0434\u044f\u043c. \u041f\u043e\u0442\u043e\u043c\u0443 \u0447\u0442\u043e \u0435\u0441\u043b\u0438 \u043d\u0435 \u0432\u0440\u0430\u0442\u044c \u2014 \u0442\u043e \u0440\u0443\u0445\u043d\u0435\u0442 \u0432\u0441\u0451.\u201c (Eine der zentralen nationalen Ideen der Ukraine ist es, sich selbst und die Menschen so viel wie m\u00f6glich zu bel\u00fcgen. Denn wenn wir nicht l\u00fcgen, wird alles zusammenbrechen.) \u2013 <\/em>Oleksij Arestowytsch, Ex-Berater des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskij, 20.04.2022<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Allgemeine Situation<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Tagen und Wochen verbreiten die ukrainischen und transatlantischen Mainstream-Medien die Siegesmeldungen der ukrainischen Armee am Boden und in der Luft. Neulich schrieb der bekannte US-amerikanische Milit\u00e4rexperte, <em>Michael Kofman<\/em>, am 23. Juni in seinem in <em>Foreign Affairs<\/em> erschienenen Beitrag \u201e<a href=\"https:\/\/link.foreignaffairs.com\/click\/46315240.100247\/aHR0cHM6Ly93d3cuZm9yZWlnbmFmZmFpcnMuY29tL3J1c3NpYS9uZXh0LXJ1c3NpYS10aHJlYXQtbWljaGFlbC1rb2ZtYW4_dXRtX21lZGl1bT1uZXdzbGV0dGVycyZ1dG1fc291cmNlPWZhdG9kYXkmdXRtX2NhbXBhaWduPSZ1dG1fY29udGVudD0yMDI2MDYyNSZ1dG1fdGVybT1BJnV0bV9pZD1B\/63cd06dcad7dd0502f06f50aC96522dcc\">The Next Russia Threat<\/a>. <a href=\"https:\/\/link.foreignaffairs.com\/click\/46315240.100247\/aHR0cHM6Ly93d3cuZm9yZWlnbmFmZmFpcnMuY29tL3J1c3NpYS9uZXh0LXJ1c3NpYS10aHJlYXQtbWljaGFlbC1rb2ZtYW4_dXRtX21lZGl1bT1uZXdzbGV0dGVycyZ1dG1fc291cmNlPWZhdG9kYXkmdXRtX2NhbXBhaWduPSZ1dG1fY29udGVudD0yMDI2MDYyNSZ1dG1fdGVybT1BJnV0bV9pZD1B\/63cd06dcad7dd0502f06f50aD96522dcc\">Moscow\u2019s Military Power After Ukraine<\/a>\u201c: \u201eDer Krieg in der Ukraine hat einen weiteren Wendepunkt erreicht. Die russischen Streitkr\u00e4fte haben sichtlich Schwierigkeiten auf dem Schlachtfeld, da Kiews Strategie, den Krieg f\u00fcr Russland sinnlos zu machen, aufgeht. Selbst im Falle einer Niederlage wird Russland auf Jahre hinaus die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr Europa bleiben. Trotz seiner stagnierenden Wirtschaft, der ung\u00fcnstigen demografischen Entwicklung und des verkrusteten autorit\u00e4ren Regimes ist Russland nach wie vor eine Gro\u00dfmacht, die in der Lage ist und ein Interesse daran hat, die Sicherheitsarchitektur des Kontinents zu untergraben.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesen zitierten wenigen S\u00e4tzen werden konzentriert in einem Atemzug der Eindruck von milit\u00e4rstrategischen Erfolgen der Ukraine und einer wahrscheinlichen Niederlage Russlands ebenso erweckt, wie alle g\u00e4ngigen Klischees von Russland als \u201everkrustetem autorit\u00e4rem Regime\u201c und Schwarzmalerei \u00fcber die daniederliegende russische \u00d6konomie, der bald das Geld f\u00fcr den Krieg ausgeht, wiederholt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses st\u00e4ndig wiederholte propagandistische Get\u00f6se \u00fcber einen baldigen \u00f6konomischen Niedergang, politischen Untergang und eine baldige milit\u00e4rische Niederlage Russlands spiegelt eher das Wunschdenken der Propagandisten als die realpolitischen Entwicklungen wider.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All jenen Propheten des russischen Niedergangs hat <em>Putin<\/em> Anfang Juni 2026 alles N\u00f6tige gesagt. Bei einem Treffen mit den Leitern internationaler Nachrichtenagenturen im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg (SPIEF) antwortete <em>Putin<\/em> am 4. Juni 2026 auf die Frage eines franz\u00f6sischen Journalisten, der auf Schwierigkeiten in der russischen Wirtschaft hingewiesen hat, mit einem Zitat von <em>Mark Twain<\/em>: \u201eWas die Wirtschaft betrifft, so sind, wie <em>Mark Twain<\/em> sagte, die Ger\u00fcchte \u00fcber meinen Tod \u00fcbertrieben. Und so ist es auch jetzt. Was also haben sie vorhergesagt? Eine Niederlage auf dem Schlachtfeld. Der ehemalige&nbsp;<a href=\"https:\/\/news.mail.ru\/card\/1405\/\">US-<\/a>Pr\u00e4sident sagte, die russische Wirtschaft liege in Tr\u00fcmmern.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMan darf Wunschdenken mit der Realit\u00e4t nicht verwechseln\u201c, f\u00fcgte <em>Putin<\/em> gleich hinzu. Russland besitzt nach Angaben des russischen Finanzministeriums Geldreserven im Wert von einer halben Billion Dollar und die russische Staatsverschuldung betr\u00e4gt keine 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Davon k\u00f6nnen die EU-L\u00e4nder nur tr\u00e4umen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch an der Front ist die Lage alles andere, als die transatlantische Kriegspropaganda uns weismachen will. Ausgerechnet die ehem. Pressesprecherin von <em>Wolodymyr Selenskij, Julia Mendel<\/em>, warf dem Staathalter von Kiew am 17. Juni auf der Social-Media-Plattform X vor, dem \u201eWesten\u201c \u201eM\u00e4rchen\u201c \u00fcber den Sieg der Ukraine aufzutischen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eW\u00e4hrend Selenskyj dem Westen M\u00e4rchen vom \u201aSieg\u2018 der Ukraine erz\u00e4hlt, f\u00e4llt Kostjantyniwka gerade. Russische Truppen haben die Au\u00dfenbezirke der Stadt aus mehreren Richtungen erreicht und dringen ins Innere vor. Sobald die Stadt f\u00e4llt, ist der Weg in den gesamten Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk frei. Nach Kostjantyniwka folgt Druschkowka (ein wichtiger Logistikknotenpunkt), dann Kramatorsk. Die ukrainische Logistik k\u00f6nnte zusammenbrechen\u201c,&nbsp;schreibt sie.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&nbsp;&nbsp; <\/em>Zur Best\u00e4tigung dieses Berichts ist auf einen gerade am 30. Juni 2026 erschienenen Handelsblatt-Artikel verwiesen, dessen Verfasser direkt aus Kramatorsk berichtet und entr\u00fcstet feststellt: \u201eRussland erobert St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck weitere Teile von Kostjantyniwka. In der Ostukraine sind die Folgen der intensivierten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland bislang nicht zu sp\u00fcren.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&nbsp;&nbsp; Mendels <\/em>Lagebeurteilung best\u00e4tigt aber auch <em>Putin<\/em>. <a href=\"http:\/\/www.kremlin.ru\/events\/president\/news\/79910\">In einer Pressekonferenz<\/a> \u00e4u\u00dferte er sich&nbsp;am 29. Mai zuversichtlich \u00fcber einen baldigen und siegreichen Abschluss der \u201eSpeziellen Milit\u00e4roperation\u201c (SVO).&nbsp;\u201eDie Lage auf dem Schlachtfeld entwickelt sich so, dass Russland von einem raschen Ende des Konflikts sprechen kann\u201c,<a href=\"https:\/\/regnum.ru\/news\/4040419\">betonte<\/a>&nbsp;<em>Putin<\/em>.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklungen an der Front belegen, \u201edass die russische Armee die strategische Initiative beh\u00e4lt; unsere Truppen r\u00fccken vor und befreien immer mehr&nbsp;<a href=\"https:\/\/regnum.ru\/news\/4039810\">Siedlungen<\/a>&nbsp;und Gebiete. Die Schw\u00e4chung des Gegners ist ein Trend, der weder durch europ\u00e4ische Kredite \u2026 noch <a href=\"https:\/\/regnum.ru\/article\/4031791\">durch die Lieferungen<\/a>&nbsp;der westlichen Drohnen aufgehalten werden kann\u201c.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tatsache, dass westliche L\u00e4nder das Kiewer Regime weiterhin mit Drohnen f\u00fcr Angriffe gegen Russland beliefern, bedeutet nur eines: Wir m\u00fcssen unser Luftverteidigungssystem st\u00e4rken. \u201eUnd das tun wir und werden es auch weiterhin tun\u201c,&nbsp;sagte <em>Putin<\/em> im Gespr\u00e4ch mit Journalisten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berichte entlang der Kontaktlinie&nbsp;best\u00e4tigen <em>Putins<\/em> Vortrag. Sie <a href=\"https:\/\/mil.ru\/news\/411366f6-d4a7-4a0f-aca4-d18647ba3eaa\">deuten darauf hin<\/a>, dass die russischen Streitkr\u00e4fte neue Stellungen im Donbas und in Noworossija besetzen und die sog. \u201eSicherheitszonen\u201c in den Regionen Sumy, Charkow und Dnipropetrowsk ausweiten. Das von der Ukraine kontrollierte Gebiet schrumpft t\u00e4glich.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 24. Juni berichteten die russischen Medien zudem \u00fcber einen russischen Hackerangriff auf die Datenbanken des Generalstabs der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, ukrainischer Leichenhallen, medizinischer Einrichtungen und des Transports- und Kommunikationszentrums. Die Ukraine verlor laut den Berichten 2,4 Millionen Soldaten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Zahlen stimmen oder nicht, k\u00f6nnen wir von unserer Warte nat\u00fcrlich nicht verifizieren, obschon selbst manche US-amerikanischen Milit\u00e4rexperten seit Langen von \u00e4hnlichen Opferzahlen ausgehen. Die EU-europ\u00e4ischen Massenmedien sprechen hingegen lieber von Millionen Verlusten der Russen, wohingegen die ukrainischen Verluste weitgehend totgeschwiegen werden, und erwecken dadurch den Eindruck, als w\u00fcrde die ukrainische Armee kaum Verluste erleiden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie dem auch sei, den vorliegenden Informationen zufolge verloren die ukrainischen Streitkr\u00e4fte allein im Jahr 2026 \u00fcber 400.000 Soldaten. \u00c4hnliche Zahlen wurden bereits 2023 verzeichnet. Bis August 2025 hatte die ukrainische Armee 1,7 Millionen Soldaten verloren, im Dezember desselben Jahres waren es bereits 2 Millionen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Opfer wurden in den Sektoren Saporischschja, Kupjansk, Pokrowsk, Liman und Konstantinowka verzeichnet. Berichten zufolge verlieren die ukrainischen Streitkr\u00e4fte in jedem dieser Sektoren t\u00e4glich bis zu 500 Soldaten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGefallene ausl\u00e4ndische S\u00f6ldner werden nicht mehr als Opfer gez\u00e4hlt \u2013 sie werden alle als Unf\u00e4lle verbucht. Unseren Informationen zufolge liegt die Zahl der im Einsatz f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte gefallenen Ausl\u00e4nder bei etwa 5000.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.m24.ru\/news\/24062026\/913853\">Unterdessen k\u00fcndigten<\/a>&nbsp;die Beh\u00f6rden in der ukrainischen Oblast Tschernihiw&nbsp;die Zwangsevakuierung von zw\u00f6lf Siedlungen an. Diese beginnt am 1. Juli. Bewohner der Oblast Dnipropetrowsk&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.m24.ru\/news\/17062026\/911534\">hatten<\/a>&nbsp;zuvor \u00e4hnliche Warnungen erhalten. Der Leiter der regionalen Milit\u00e4rverwaltung, <em>Oleksandr Ganzha<\/em>, stellte klar, dass dies f\u00fcr die Bewohner von 23 Siedlungen im Bezirk Synelnykiwskyj gilt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das deutet auf den Vormarsch der russischen Truppen auf der ganzen Frontlinie hin. Die BBC hat demgegen\u00fcber gemeinsam mit Mediazona die Namen von 226.055 russischen Soldaten identifiziert, die w\u00e4hrend des Ukrainekrieges get\u00f6tet wurden. Mehr als 200 dieser M\u00e4nner sind 18 Jahre alt (Stand 12. Juni 2026).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie tats\u00e4chliche Zahl der Gefallenen an der Front w\u00e4hrend des mehr als vier Jahre andauernden Krieges \u00fcbersteigt die Daten, die wir aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen erhalten haben. Milit\u00e4rexperten sch\u00e4tzen, dass unsere Analyse russischer Friedh\u00f6fe, Kriegsdenkm\u00e4ler und Nachrufe zwischen 45 % und 65 % der wahren Opferzahlen ausmacht\u201c, spekulieren die BBC und Mediazona und res\u00fcmieren am Schluss ihres Berichts: \u201eAuf Grundlage dieser Sch\u00e4tzungen k\u00f6nnte die tats\u00e4chliche Zahl der Todesopfer unter Russen bis Mitte Juni (2026) zwischen 347.776 und 502.344 Menschen liegen.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie man sieht: Viel Spekulation, wenig Gewissheit. Nichts Genaues wei\u00df man nicht! Nur eines ist gewiss: Der Krieg geht weiter und ver\u00e4ndert erneut sein Gesicht. Er verlagert sich zunehmend in die Luft und die Ukraine verspricht sich mit Hilfe ihrer transatlantischen Kriegskameraden einen baldigen Sieg \u00fcber Russland. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>2. <\/em><\/strong><strong>Drohnenkrieg<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;\u201eEs w\u00e4re nicht \u00fcberraschend, wenn Russland innerhalb des n\u00e4chsten Jahres zu dem Schluss k\u00e4me, dass seine Position auf der Krim unhaltbar sei, und mit dem Truppenabzug beginnen w\u00fcrde, wie es dies bereits mit der Schwarzmeerflotte getan hat. Dies w\u00e4re eine gewaltige politische Niederlage f\u00fcr Putin\u201c, frohlockte der bekannte US-Politikwissenschaftler, <em>Francis Fukuyama<\/em>, am 31. Mai 2026.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seiner \u00dcberzeugung zufolge wenden&nbsp;die <a href=\"https:\/\/t.me\/Pravda_Gerashchenko\/136509\">ukrainischen Angriffe<\/a>&nbsp;auf \u00d6l- und Gasanlagen tief im Hinterland, Tausende von Kilometern von der ukrainischen Grenze entfernt, das Blatt im Krieg. Bereits zu Beginn des Krieges behauptete er in einem NZZ-Beitrag vom 16. M\u00e4rz 2022: \u201ePutin wird die Niederlage seiner Armee nicht \u00fcberleben.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle seine Prophezeiungen seit dem Ende des \u201eKalten Krieges\u201c erwiesen sich bisher als Flop.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russland sieht sich freilich in der letzten Zeit mit den Herausforderungen eines \u201eDrohnenkriegs\u201c konfrontiert. Kiew lobt seinerseits die \u201eukrainische Drohne, die amerikanische Hornet\u201c, ausgestattet mit KI und setzt auf diese \u201eWunderwaffe\u201c im Krieg gegen Russland. All das hat es schon einmal im Einsatz von HIMARS oder Storm Shadow gegeben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch diese \u201eWunderwaffen\u201c erzeugten einst eine Zeitlang den \u201eNebel des Krieges\u201c, bis sie dann irgendwann neutralisiert wurden.&nbsp; Ein realistisches Bild des \u201eDrohnenkriegs\u201c wird neuerdings vom polnischen \u201eInstytut Wschodniej Flanki\u201c in einem von Oberstleutnant <em>Maciej Korowai<\/em> verfassten Bericht \u201eWer sagt, dass Russland den Drohnenkrieg verliert?\u201c&nbsp;vom 2. Juni 2026 gezeichnet.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eInnerhalb von vier Jahren hat die russische Drohnentechnologie einen qualitativen Sprung gemacht\u201c, schreibt <em>Korowai<\/em>. Anders als einige polnische Experten glaubt er nicht, dass die Ukraine Russland im Drohnenkrieg bezwingt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hauptpunkt seines Berichts ist nicht, dass Russland gelernt hat, Millionen von Drohnen zu produzieren. Der Autor dokumentiert einen weitaus wichtigeren Prozess:&nbsp;Drohnen h\u00f6ren auf, eine eigenst\u00e4ndige Waffe zu sein, und entwickeln sich zu einem System f\u00fcr die kontinuierliche \u00dcberwachung des Luftraumes.&nbsp;Fr\u00fcher bildete die Front eine Kontaktlinie, hinter der sich ein relativ sicheres Hinterland befand; nun entsteht eine Zone kontinuierlicher \u00dcberwachung und Kampfhandlungen, die sich bis zu 30\u201335 Kilometer erstreckt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&nbsp;&nbsp; Korowai<\/em> bezeichnete die Bem\u00fchungen der russischen Streitkr\u00e4fte als \u201eRussische Drohnenlinie\u201c. Dabei geht es nicht um eine neue Teilstreitkraft, sondern um die Verteilung unbemannter Systeme entlang der gesamten Frontlinie. Beispielsweise wurde im vom Experten untersuchten 32 Kilometer langen Abschnitt der 2. Armee ein dreistufiges System geschaffen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis zu 5 Kilometer von der Frontlinie entfernt befindet sich eine Zone vollst\u00e4ndiger Kontrolle mit einem Limit von bis zu 560 Drohnen pro Tag. In einer Tiefe von 5 bis 10 Kilometern operieren Aufkl\u00e4rungssysteme und Lancet-Kampfdrohnen, die nach Nachschub und Artillerie suchen. Jenseits von 10 Kilometern gibt es eine Isolationszone, in der spezialisierte Einheiten bis zu 4.000 FPV-Drohnen pro Tag einsetzen k\u00f6nnen. Im Wesentlichen, so <em>Korowai<\/em>, handelt es sich um einen kontinuierlichen Kreislauf zur Erkennung und Zerst\u00f6rung von Zielen in der gesamten taktischen Tiefe.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Autor ist der Ansicht, dass Russlands wichtigster Erfolg nicht in neuen Drohnenmodellen, sondern in der organisatorischen Anpassung liegt.&nbsp;Die Russen haben keine separaten unbemannten Streitkr\u00e4fte nach ukrainischem Vorbild geschaffen, sondern Drohnen in bestehende Aufkl\u00e4rungs-, Artillerie-, Spezialkr\u00e4fte- und elektronische Kampff\u00fchrungsstrukturen integriert. Genau dies erm\u00f6glicht die rasche Ausweitung des Systems auf gro\u00dfe Teile der Front. Polnischen Sch\u00e4tzungen zufolge waren im Herbst 2025 allein in der Zentralen Streitkr\u00e4ftegruppe rund 1.700 UAV-Besatzungen im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht dokumentiert auch den \u00dcbergang der unbemannten Kriegsf\u00fchrung in eine industrielle Phase. Der Autor nennt Pl\u00e4ne, in Russland 2026 bis zu sieben Millionen FPV-Drohnen zu produzieren, darunter etwa 62.000 Geranium- und rund 6.000 Lancet-Drohnen, und bezeichnet dieses Ausma\u00df als \u201ebeispiellos\u201c.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut <em>Korowai<\/em> spielen die wirtschaftlichen Aspekte der Kriegsf\u00fchrung Russland zumindest vorerst in die H\u00e4nde.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht konzentriert&nbsp;sich jedoch nicht prim\u00e4r auf die Beschreibung einer \u201eDrohnenrevolution\u201c, sondern vielmehr auf die Erkenntnis einer Revolution im Gefechtsmanagement. FPV-, Lancet- und Geranium-Systeme sind allein nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist die F\u00e4higkeit, Aufkl\u00e4rung, Kommunikation, Datenverarbeitung, Entscheidungsfindung und Angriff in einen einzigen, kontinuierlichen Zyklus zu integrieren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Wesentlichen entsteht ein automatisiertes System zur Zielbek\u00e4mpfung, in dem die Drohne lediglich eine Verbrauchskomponente darstellt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht die beste Drohne entscheidet auf dem Schlachtfeld, sondern das beste System zur gleichzeitigen Steuerung tausender Drohnen. Und Russland ist, entgegen mancher Annahmen, in diesem Bereich alles andere als im Nachteil.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte verfolgen ihrerseits, wie bereits im M\u00e4rz deutlich wurde, die Strategie, Probleme im Energie- und Treibstoff-Sektor in S\u00fcdrussland und im ganzen Land zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher wurden Angriffe auf \u00d6lraffinerien und \u00d6llager in der Region Krasnodar durchgef\u00fchrt, um eine Treibstoffblockade auf der Krim zu errichten. Diese wurde anschlie\u00dfend auf \u00d6lraffinerien und \u00d6llager in anderen Regionen ausgeweitet. Der letzte Schritt waren gezielte Terroranschl\u00e4ge auf zivile Ziele (eine Hochschule in Starobelsk, Busse in der DVR und LVR sowie auf der Landroute zur Krim bei der Autobahn Mariupol-Dzhankoy).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Plan Kiews und seiner westlichen Kriegskameraden besteht darin, die Treibstoffversorgung im S\u00fcden zu st\u00f6ren und dadurch sozio\u00f6konomische Spannungen in den Regionen sowie Treibstoffknappheit w\u00e4hrend der Ferientage, insbesondere auf der Krim, zu erzeugen. Nach dem Plan des Kiewer Regimes sollen dadurch materielle und organisatorische Ressourcen f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme im S\u00fcden des Landes freigesetzt und folglich die Angriffe der russischen Armee teilweise abgeschw\u00e4cht werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 30. Mai f\u00fchrten die ukrainischen Streitkr\u00e4fte beispielsweise einen Drohnenangriff auf das Kernkraftwerk Saporischschja durch. Die Drohne traf die Wand der Turbinenhalle von Block 6. Laut Rosatom-Chef <em>Alexej Lichatschow<\/em> handelte es sich bei dem Angriff der ukrainischen Streitkr\u00e4fte auf das KKW Saporischschja um einen gezielten Angriff.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Drohne wurde \u00fcber Glasfaser gesteuert, was einen versehentlichen Treffer ausschlie\u00dft: \u201eWir k\u00f6nnen sozusagen der gesamten internationalen Gemeinschaft gratulieren: Dies ist der erste gezielte Angriff auf die Hauptausr\u00fcstung eines Kernkraftwerks, der zur Explosion und Besch\u00e4digung des Turbinenhallengeb\u00e4udes f\u00fchrte.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), <em>Rafael Grossi<\/em>, \u00e4u\u00dferte sich besorgt \u00fcber den ukrainischen Drohnenangriff auf die Turbinenhalle von Block 6 des KKW Saporischschja. Ein solcher Angriff gef\u00e4hrdet die Prinzipien der nuklearen Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seltsamerweise tappt die IAEA jedoch, wie so oft, weiterhin im Dunkeln, was den Ursprung der Bedrohung des Kernkraftwerks Saporischschja betrifft. Sie registriert Angriffe und erkl\u00e4rt diese ab 2022 f\u00fcr inakzeptabel, ohne die Quelle der Bedrohung zu benennen. Das zur Frage nach der Glaubw\u00fcrdigkeit und Unparteilichkeit der vom \u201eWesten\u201c gesteuerten IAEA.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies erm\u00f6glicht es westlichen Medien, u. a. Theorien \u00fcber \u201erussische Provokationen in einem von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerk\u201c zu verbreiten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter dem massiven Medienrummel um den angeblichen \u201eSieg\u201c der Ukraine verbirgt sich eine altbekannte ukrainische Strategie des nicht enden wollenden Informationskrieges: Die Angriffe sind ein Versuch, die eigene Verhandlungsposition zu st\u00e4rken und die schweren R\u00fcckschl\u00e4ge der Ukraine an der Front, einen Mangel an Humanressourcen und Luftverteidigungssystemen sowie Probleme mit Energie, Infrastruktur und Wirtschaft durch spektakul\u00e4re Fernangriffe zu vertuschen und dadurch den Eindruck der erfolgreich k\u00e4mpfenden ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu erwecken.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kiew scheint zudem zu der \u00dcberzeugung gelangt zu sein, dass es vor den US-Kongresswahlen im November ein Zeitfenster gibt, in dem Druck auf die Trump-Administration ausge\u00fcbt werden kann und muss. Ziel ist, den Druck zu erh\u00f6hen, damit die US-Republikaner den Kongress verlieren und die US-Hilfe zur Weiterf\u00fchrung des Krieges dank der dann gewonnenen Mehrheit der US-Demokraten im Kongress wiederaufgenommen bzw. erh\u00f6ht wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurzum: Es ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt, und man darf sich von einer massiven proukrainischen Kriegspropaganda der Mainstream-Medien nicht blenden lassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>3. <\/em><\/strong><strong>Angriffe auf Moskau<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&nbsp;<\/em>Zum ersten Mal seit Beginn der SVO gelang es Kiew, Moskau einen bedeutenden und wirksamen Schlag zu versetzen, indem es einen Treibstofftank in der \u00d6lraffinerie Kopotnja sprengte. Am Morgen des 18. Juni erlitten Moskau und die Moskauer Region den schwersten ukrainischen Drohnenangriff seit Beginn der Milit\u00e4roperation. Laut Moskaus B\u00fcrgermeister&nbsp;<em>Sergei Sobjanin<\/em>&nbsp;wurden 194 Kampfdrohnen abgeschossen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere Drohnen durchbrachen jedoch das Luftverteidigungssystem und trafen die \u00d6lraffinerie in Kapotnja sowie den Gro\u00dfmarkt Sadowod, wo der Absturz einer Drohne einen Gro\u00dfbrand ausl\u00f6ste. Das Videomaterial des Drohnenangriffs auf Moskau deutet darauf hin, dass Kiew f\u00fcr diesen Angriff alle verf\u00fcgbaren Mittel mobilisierte. Die Aufnahmen zeigen den umfassenden Einsatz von strahlgetriebenen und eher seltenen Kampfdrohnen, die an die Bars-Rakete erinnern, sowie von Morok-Drohnen, die der Gegner typischerweise f\u00fcr pr\u00e4zise Angriffe und Verteidigungsman\u00f6ver einsetzt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Tatsache, dass der Feind gleichzeitig mehrere verschiedene Arten strategischer Drohnenreserven eingesetzt hat, beweist indirekt, dass der Angriff weder systematisch noch milit\u00e4risch, sondern rein politisch motiviert war. Kiew hat seine knappen Drohnenbest\u00e4nde bewusst aufgebraucht, um am Tag des G7-Gipfels die Luftverteidigung der Hauptstadt zu durchbrechen\u201c, kommentierte der Telegram-Kanal \u201eMilit\u00e4rchronik\u201c die Situation.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel der \u201eDrohnenkampagne\u201c 2026 besteht weniger darin, den russischen milit\u00e4risch-industriellen Komplex, die Armee oder die Wirtschaft zu sch\u00e4digen, sondern vielmehr die Moral der Bev\u00f6lkerung im Hinterland zu untergraben, indem eine Bedrohung f\u00fcr das Leben und lokale finanzielle Schwierigkeiten geschaffen werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Benzinrationierung, \u201edie infolge eines Gro\u00dfbrandes in Moskau\u201c erfolgte, ist genau der Zweck solcher Angriffe. Und die Verbreitung dieser Darstellung ist das eigentliche Ziel.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kiew und der \u201eWesten\u201c m\u00fcssen nach g\u00e4ngiger Meinung in Moskau so viele Menschen in Russland und auf der ganzen Welt davon \u00fcberzeugen, dass die ukrainischen Angriffe nicht einfach nur systematisch sind, sondern eine vollwertige Milit\u00e4rkampagne darstellen, die planm\u00e4\u00dfig und gem\u00e4\u00df den festgelegten Punkten abl\u00e4uft, und dass innerhalb von sechs Monaten etwa \u201edie Krim eine Insel sein wird\u201c.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs sieht so aus, als w\u00fcrde die Krim in naher Zukunft zu einer Insel werden\u201c, sagte der ukrainische Verteidigungsminister&nbsp;<em>Mychajlo Fjodorow<\/em>. In Anbetracht einer solchen Mission ist die These, dass Russland nicht einmal seine Hauptstadt verteidigen kann, von gr\u00f6\u00dfter propagandistischer Bedeutung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die transatlantischen Mainstream-Medien aber verschweigen, sind massive russische Gegenangriffe. Wie <em>Putin<\/em> am 28. Juni 2026 in einem Interview erkl\u00e4rte, sind russische Angriffe auf Ziele tief im Inneren der Ukraine wesentlich st\u00e4rker und zerst\u00f6rerischer als ukrainische Angriffe auf russisches Territorium. Laut seinen Angaben sind die russischen Vergeltungsschl\u00e4ge \u201everheerend\u201c und verursachen enorme Sch\u00e4den an der ukrainischen Infrastruktur.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Putin<\/em> bezeichnete zudem die Angriffe der ukrainischen Streitkr\u00e4fte auf russisches Territorium als Versuch, von den Erfolgen der russischen Streitkr\u00e4fte an der Front abzulenken und mediale Aufmerksamkeit zu erregen. Das russische Milit\u00e4r wiederum, so betonte er, f\u00fchre Angriffe als Reaktion auf feindliche Aktionen durch.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Realit\u00e4t an der Front hat sich in der Tat strategisch nichts ge\u00e4ndert. Denn wenn die ukrainischen Angriffe tats\u00e4chlich so erfolgreich w\u00e4ren, warum fordern <em>Merz, Macron<\/em> und Co. so penetrant eine sofortige Feuerpause, das Einfrieren der Front und nicht zuletzt eine unverz\u00fcgliche Aufnahme von Verhandlungen? Hat die EU sich nicht jahrelang kategorisch geweigert, mit dem \u201eAggressor\u201c <em>Putin <\/em>zu verhandeln?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woher kommt auf einmal die Eile? W\u00e4re die EU-F\u00fchrungsspitze tats\u00e4chlich an den Verhandlungen interessiert, dann w\u00e4re der Ukrainekrieg bereits im M\u00e4rz\/April 2022 beendet, Kiew h\u00e4tte Moskaus l\u00e4cherlichen Forderungen nachgegeben, und damit w\u00e4re die Sache erledigt. Seit \u00fcber vier Jahren dauert der Krieg jedoch unvermindert an und entgegen den eigenen europ\u00e4ischen nationalen Interessen. Und was das Kiewer Regime angeht, so steuert es unaufhaltsam auf eine Niederlage zu.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn die Realit\u00e4t an der Front ist unbarmherzig. Sie zeigt, dass Kiew, nachdem es den gesamten Winter und Fr\u00fchling \u00fcber in isolierten Frontabschnitten Gegenangriffe erfolglos unternommen und behauptet hat, dass die Offensive der russischen Streitkr\u00e4fte angeblich ins Stocken geraten sein sollte, pl\u00f6tzlich eingestehen muss, dass Krasny Liman (ein altes befestigtes Gebiet), so gut wie verloren sei.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kostjantyniwka ist von russischen Truppen zu mehr als 90 % besetzt und der Vormarsch der russischen Armee gewinnt wieder an Dynamik. Unterdessen ist die Lage der Kiewer Infanterie nicht nur schlechter als 2023\/24, sondern sogar schlechter als vor einem Jahr.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus haben die Russen den Berichten zufolge einen Weg gefunden, dem Starlink-Satellitensystem entgegenzuwirken, und bringen nach und nach, wenn auch nicht so schnell, wie sie es sich w\u00fcnschen w\u00fcrden, ein russisches \u00c4quivalent in Betrieb.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russlands Wirtschaft l\u00e4uft trotz zahlreichen Beschr\u00e4nkungen, Verboten und sogar Piraterie auf See ungebremst weiter. Und wenn <em>Merz&nbsp;<\/em>verk\u00fcndet, dass sich ein Zeitfenster f\u00fcr Verhandlungen ge\u00f6ffnet habe, weil er glaubt, dass die Ukraine aus der \u201ePosition der St\u00e4rke\u201c verhandeln kann, dann ist er auf dem Holzweg. Entweder kennt er die realen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse an der Front nicht oder macht der deutschen \u00d6ffentlichkeit wider besseres Wissen etwas vor.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse bleiben ungeachtet der fortgesetzten Drohnenangriffen zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur weitgehend unver\u00e4ndert bestehen, sondern verschieben sich langsam, aber unaufhaltsam in Richtung Russland.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Anmerkungen<\/em><\/strong><\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Pabst, V., Im Donbass droht der n\u00e4chste Festungsring zu brechen, Handelsblatt, 30. Juni 2026, S. 12.<\/li>\n<li>Zum Nachfolgenden siehe auch Silnizki, M., <a href=\"https:\/\/ontopraxiologie.de\/der-krieg-des-21-jahrhunderts\/\">Der Krieg des 21. Jahrhunderts<\/a>. Zwischen nuklearer und digitaler Kriegsf\u00fchrung. 2. Juni 2026, <a href=\"http:\/\/www.ontopraxiologie.de\">www.ontopraxiologie.de<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>#Titelbild: Der ukrainische Generalstab berichtet von einem Angriff auf die \u00d6lraffinerie \u201eSlawjanski\u201c in Krasnodar in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni. Bild: facebook.com\/GeneralStaff.ua\/<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/maerchen-ueber-den-sieg-der-ukraine\/\"><em>overton-magazin.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 2. Juli 2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael Silnizki.\u201e\u041e\u0434\u043d\u0430 \u0438 \u0446\u0435\u043d\u0442\u0440\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0445 \u0433\u043b\u0430\u0432\u043d\u044b\u0445 \u043d\u0430\u0446\u0438\u043e\u043d\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0445 \u0438\u0434\u0435\u0439 \u0423\u043a\u0440\u0430\u0438\u043d\u044b \u2014 \u043a\u0430\u043a \u043c\u043e\u0436\u043d\u043e \u0431\u043e\u043b\u044c\u0448\u0435 \u0432\u0440\u0430\u0442\u044c \u0441\u0435\u0431\u0435 \u0438 \u043b\u044e\u0434\u044f\u043c. \u041f\u043e\u0442\u043e\u043c\u0443 \u0447\u0442\u043e \u0435\u0441\u043b\u0438 \u043d\u0435 \u0432\u0440\u0430\u0442\u044c \u2014 \u0442\u043e \u0440\u0443\u0445\u043d\u0435\u0442 \u0432\u0441\u0451.\u201c (Eine der zentralen nationalen Ideen der Ukraine ist es, sich &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16394,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,7],"tags":[50,41,18,22,27,19,46],"class_list":["post-16393","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-international","tag-china","tag-europa","tag-imperialismus","tag-politische-oekonomie","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16393"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16395,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16393\/revisions\/16395"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/16394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}