{"id":16477,"date":"2026-08-18T10:05:28","date_gmt":"2026-08-18T08:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16477"},"modified":"2026-08-18T10:05:29","modified_gmt":"2026-08-18T08:05:29","slug":"antisemitismusvorwuerfe-und-die-toetung-von-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16477","title":{"rendered":"Antisemitismusvorw\u00fcrfe und die T\u00f6tung von Kindern"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00bbDer Antiantisemitismus, von einer wachsenden Zahl von Beauftragten exekutiert, erscheint als geschlossenes System, das mal drastisch mit Verboten, mal mit Drohungen das Sagbare definiert. Und die \u2026 einst viel gelobte deutsche Erinnerungskultur wird als Mittel verwandt, um sich die Kriegsverbrechen in Gaza mit st\u00e4hlern gutem Gewissen vom Leib zu halten.\u00ab (taz 8. Dezember 2025)<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Brutkastenl\u00fcge<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 10. Oktober 1990 sagte ein 15-j\u00e4hriges M\u00e4dchen namens \u00bbNayirah\u00ab unter Tr\u00e4nen vor dem US-Kongress, sie habe als freiwillige Krankenschwester in Kuwait-Stadt gearbeitet, als irakische Soldaten in das Krankenhaus eindrangen und neugeborene Babys aus ihren Brutk\u00e4sten rissen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte verbreitete sich rasant. Der damalige US-Pr\u00e4sident George H. W. Bush wiederholte sie mehrfach \u00f6ffentlich und verglich Saddam Hussein mit Adolf Hitler. Die Resolution f\u00fcr den Milit\u00e4reinsatz (Operation Desert Storm) ging im Januar 1991 mit knapper Mehrheit durch den US-Senat. Sp\u00e4ter kam raus: Der emotionale Auftritt war von der US-PR-Agentur Hill &amp; Knowlton inszeniert worden. Das M\u00e4dchen hie\u00df anders und war die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA. Sie hatte nie als Krankenschwester gearbeitet. Finanziert wurde die Kampagne von einer kuwaitischen Lobby-Organisation namens \u00bbCitizens for a Free Kuwait\u00ab.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Krieg untersuchten Amnesty International und Journalisten die Vorw\u00fcrfe vor Ort und fanden keine Belege f\u00fcr Morde an S\u00e4uglingen. \u00c4rzte im betroffenen Krankenhaus best\u00e4tigten, dass die Geschichte erfunden war. Da waren allerdings schon mehr als 200.000 irakische Soldaten abgeschlachtet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir besprechen in der neuen Wildcat das Ende 2025 erschienene Buch Das System Netanjahu von Joseph Croitoru. Dieses System besteht aus drei Kernelementen: durch Krieg gewonnenes Territorium darf grunds\u00e4tzlich nicht aufgegeben werden; Gegner werden als Antisemiten und Nazis diffamiert; und drittens \u00bbHasbara\u00ab: Beeinflussung und Manipulation der Medien in Israel und den USA. So fasst Croitoru in der Einleitung seine historische Recherche zusammen. Das Buch und die neue Wildcat k\u00f6nnen nur w\u00e4rmstens zur Lekt\u00fcre empfohlen werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Folgenden wollen wir auf die Konsequenzen der Verschr\u00e4nkung des \u00bbSystems Netanjahu\u00ab mit der \u00bbdeutschen Staatsr\u00e4son\u00ab eingehen. Denn Hasbara funktioniert! \u2013 und hat weit \u00fcber die Antideutschen hinaus hierzulande ihre unbewussten Sprecher unter anerkannten \u00bbAntisemitismusexperten\u00ab: \u00bbKlaus Holz beispielsweise erw\u00e4hnte in einem Interview die Demonstrationsparole \u203aKinderm\u00f6rder Israel\u2039. Er f\u00fchrt diese Parole auf eine tief antisemitisch gepr\u00e4gte iranische Fernsehsendung zur\u00fcck. Das mag sein. Allerdings: Die Demonstrationsparole wurde auf einer Antikriegskundgebung w\u00e4hrend des Gaza-Kriegs &#8230; gerufen. Wir wissen, dass Frauen und Kinder Hauptopfer dieses Krieges waren und noch sind.\u00ab (<a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/linker-antisemitismus-ein-kampfbegriff-um-kritik-an-israel-zu-verhindern-im-gespraech-mit-gerhard-hanloser\/\">Gerhard Hanloser: Linker Antisemitismus, ein Kampfbegriff um Kritik an Israel zu verhindern<\/a>)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hasbara<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der hebr\u00e4ische Begriff \u00bbHasbara\u00ab bedeutet w\u00f6rtlich \u00bbErkl\u00e4rung\u00ab. Er bezeichnet die internationale \u00d6ffentlichkeitsarbeit und strategische Diplomatie Israels. Das hat nicht Netanjahu erfunden. 1974 wurde unter Shimon Peres erstmals ein offizielles \u00bbHasbara-Ministerium\u00ab gegr\u00fcndet \u2013 1975 aber wieder aufgel\u00f6st. Im Libanonkrieg (1982) und mit der ersten Intifada (1987) geriet das Image Israels durch Bilder von zivilen Opfern weltweit massiv in die Defensive. Nun wurde \u00bbHasbara\u00ab zum permanenten Krisen- und Rechtfertigungsmanagement umgebaut, der Vorwurf des \u00bbAntisemitismus\u00ab wurde inflation\u00e4r. In der zweiten Intifada (2000) wurde Hasbara zielgruppenspezifisch und man setzte auf \u00bbNation Branding\u00ab. Kampagnen wie \u00bbStartup Nation\u00ab oder die Bewerbung von Tel Aviv als LGBTQ+-Metropole (\u00bbPinkwashing\u00ab) sollten Israel als modern, liberal und innovativ pr\u00e4sentieren. Unter der Regierung von Netanjahu wurde das Hasbara-Ministerium 2009 neu formiert, die Budgets drastisch erh\u00f6ht, um die Deutungshoheit im Netz zu sichern. Einheiten der IDF und des Au\u00dfenministeriums wurden zu professionellen Medienredaktionen ausgebaut. Man setzt verst\u00e4rkt auf bezahlte Content-Kampagnen, Influencer-Kooperationen und Delegitimierung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die IDF t\u00f6ten gezielt Kinder<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Dezember 2025 skandierten die Fans von Maccabi Tel Aviv vor dem Spiel gegen Stuttgart unter anderem die Parole \u00bbEs gibt keine Schulen in Gaza, weil es keine Kinder mehr gibt\u00ab.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 23. Juni 2026 ver\u00f6ffentlichte eine unabh\u00e4ngige Untersuchungskommission der UNO einen der vernichtendsten Berichte zu Israels Vorgehen im Gazastreifen unter der \u00dcberschrift \u00bbDas Wesen der Kindheit wurde zerst\u00f6rt\u00ab. Die Kommission dokumentiert mit Zeugenaussagen, forensischen Beweisen, Satellitenbildern, milit\u00e4rischen Analysen und medizinischen Unterlagen, dass israelische Beh\u00f6rden und Sicherheitskr\u00e4fte pal\u00e4stinensische Kinder gezielt ins Visier genommen haben. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das T\u00f6ten, die Verst\u00fcmmelung, die Aushungerung, die Inhaftierung und die psychische Zerst\u00f6rung pal\u00e4stinensischer Kinder nicht als Kollateralsch\u00e4den erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Vielmehr seien gezielt Kinder angegriffen worden. Seit Oktober 2023 seien mindestens 20.179 pal\u00e4stinensische Kinder get\u00f6tet und mehr als 44.000 verletzt worden. Etwa drei\u00dfig Prozent aller get\u00f6teten Pal\u00e4stinenser waren Kinder. Der Bericht dokumentiert wiederholt F\u00e4lle, in denen Kinder von Scharfsch\u00fctzen erschossen, von Drohnen angegriffen, auf der Suche nach Nahrung oder Wasser getroffen oder get\u00f6tet wurden, obwohl sie offensichtlich keine milit\u00e4rische Bedrohung darstellten. Er beschreibt detailliert Angriffe auf Entbindungskliniken, Neugeborenenstationen, Schulen, Waisenh\u00e4user und Notunterk\u00fcnfte. Er untersucht zudem die Blockade von Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten und zeigt auf, wie Hunger, Krankheit und der Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu Kriegsinstrumenten geworden sind.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kampagne gegen das UNRWA<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 6. Juli ver\u00f6ffentlichte die Rosa-Luxemburg-Stiftung den Text \u00bbDie Kampagne gegen das UNRWA und das pal\u00e4stinensische R\u00fcckkehrrecht in Deutschland\u00ab des deutsch-israelischen Forschers Alon Sahar. Er kommt darin zum Schluss, dass seit 2014 ein transnationales Netzwerk aus rechtsgerichteten, israelnahen Akteuren darauf hinarbeitet, das Pal\u00e4stinenserhilfswerk UNRWA zu delegitimieren und dessen Finanzierung zu beenden. Organisationen wie UN Watch, NGO Monitor und IMPACT-SE liefern Vorw\u00fcrfe; die Deutsch-Israelische Gesellschaft, das \u00bbNahost-Friedensforum\u00ab u.a. \u00fcbertragen diese in deutsche Politiksprache, indem sie es mit Debatten \u00fcber Antisemitismus und historische Verantwortung verkn\u00fcpfen, flankiert von der Amadeu Antonio Stiftung und\/oder dem Zentralrat der Juden; und schlie\u00dflich die medialen Brandbeschleuniger bei Springer und Nius. Damit werden drei zentrale Vorw\u00fcrfe verbreitet: UNRWA-Schulen seien antisemitisch; UNRWA sei mit Hamas verflochten; das pal\u00e4stinensische R\u00fcckkehrrecht stelle eine demographische Bedrohung f\u00fcr Israel dar.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kampagne war sehr erfolgreich. Ende Juni sagte der UNO-Generalsekret\u00e4r Guterres in New York bei einer Geberkonferenz, die Einschnitte beim UNRWA gef\u00e4hrdeten die Existenzgrundlage von Millionen Menschen. Er \u00e4u\u00dferte sich entsetzt von \u00bbanhaltenden Bem\u00fchungen, das UNRWA zu verdr\u00e4ngen und zu untergraben\u00ab und warf Israel vor, mit Verleumdungskampagnen, Desinformation und gezielten Behinderungen die Organisation systematisch zu zerm\u00fcrben. Zahlreiche Restriktionen Israels gegen das Hilfswerk seien eklatante Verst\u00f6\u00dfe gegen das V\u00f6lkerrecht, etwa die Beschlagnahmung des UNRWA-Hauptquartiers in Jerusalem Anfang des Jahres. Seit fast 18 Monaten erlaubten israelische Beh\u00f6rden keinem internationalen Mitarbeiter mehr die Einreise in die besetzten Gebiete. Seit Oktober 2023 seien mehr als 390 UN-Mitarbeiter im Gazastreifen get\u00f6tet worden; keine einzige UN-Einrichtung sei unbesch\u00e4digt geblieben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Ausrufung eines Waffenstillstands im Oktober kamen laut Guterres mehr als 1.000 Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen durch israelische Angriffe ums Leben. (dlf 1.7.2026)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00bbDie Siedler kennen keine Grenzen mehr\u00ab<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die seit Ende 2022 amtierende Regierung von Netanjahu hat den Siedlungsbau im Westjordanland beschleunigt, intensiviert und radikalisiert. Von 2023 bis 2025 wurden 185 neue Au\u00dfenposten gegr\u00fcndet. Ihre Zahl hat sich in drei Jahren fast verdoppelt, sie kontrollieren mittlerweile 18 Prozent der Fl\u00e4che des Westjordanlands. Zwei Drittel der Neugr\u00fcndungen sind kleinste Siedlungen. Oft wohnen in ihnen nur eine Handvoll Bewohner, die Ziegen und Schafe h\u00fcten. Gerade diese Siedlungen haben aber den gr\u00f6\u00dften Anteil am Landraub im Westjordanland: Durch systematische Angriffe und Drohungen erreichen die Bewohner, dass pal\u00e4stinensische Hirten immer weiteres Land nicht mehr betreten. Etwa 5900 Pal\u00e4stinenser seien seit 2023 vertrieben worden, teilten die Vereinten Nationen am 9. Juli mit.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zust\u00e4ndige Minister Bezalel Smotrich ist selbst ein religi\u00f6s-zionistischer Siedler. Er hat das Ziel ausgegeben, die Zahl der Siedler im Westjordanland zu verdoppeln, auf eine Million Menschen. Siedlerorganisationen werden mit Hunderten Millionen Schekel unterst\u00fctzt. Zugleich wird auf pal\u00e4stinensischer Seite mehr Land enteignet, mehr H\u00e4user werden zerst\u00f6rt, und das Leben wird durch weitere Siedlerstra\u00dfen, Z\u00e4une, Barrieren und Checkpoints erschwert. Smotrich sagte im April bei der Einweihungsfeier eines neuen Au\u00dfenpostens, dieser zerst\u00f6re \u00bbkomplett die Idee eines pal\u00e4stinensischen Staates\u00ab. Der ebenfalls anwesende Knesset-Pr\u00e4sident Amir Ohana lobte die \u00bbsch\u00f6ne biblische Aussicht\u00ab und bekr\u00e4ftigte, alles Land hier geh\u00f6re dem j\u00fcdischen Volk. Viele Beobachter sind inzwischen der Ansicht, dass das Westjordanland faktisch von Israel annektiert worden ist. (alle Infos nach einem Artikel in der FAZ von 11. Juli: \u00bbWestjordanland \u2013 Die Siedler kennen keine Grenzen mehr\u00ab)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00bbDie israelische Politik wird sich nur durch \u00e4u\u00dferen Druck \u00e4ndern.\u00ab<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Omer Bartov ist einer der f\u00fchrenden Genozid- und Holocaustforscher. In seinem neuen Buch Israel: What Went Wrong? untersucht er die Entwicklung des Zionismus. Die gegenw\u00e4rtige Krise Israels sei nicht nur auf j\u00fcngste politische Entwicklungen zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern auch auf grundlegende Entscheidungen bei der Gr\u00fcndung des Staates.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Interview mit dem Freitag am 6. Juli sagte er unter anderem: \u00bbIch glaube nicht, dass der Zionismus repariert oder wiederbelebt werden kann.\u00ab Er sei von einer Bewegung zur Staatsideologie geworden. \u00bbSie ist zunehmend militaristisch, expansionistisch und rassistisch geworden. Nach dem 7. Oktober wurde sie au\u00dferdem dazu benutzt, einen V\u00f6lkermord zu rechtfertigen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heutige Zionismus \u00e4hnele in einigen Elementen \u00bbder Ideologie des iranischen Regimes und bestimmter Hamas-Ideologen. Es gibt eine seltsame Konvergenz (mit) Formen des islamischen Fundamentalismus.\u00ab \u00bbIsrael hat in vielerlei Hinsicht bereits theokratische Gesetze \u2013 Zivilehe etwa existiert nicht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Israel hat seine Grenzen nie formal definiert und keine Verfassung verabschiedet. \u00bbDadurch fehlten dem Staat sowohl ein verfassungsrechtlicher Rahmen als auch ein klar definierter territorialer Rahmen.\u00ab \u00bbEine Verfassung h\u00e4tte m\u00f6glicherweise die Grenzen des Staates festgelegt, was David Ben-Gurion entschieden abgelehnt hat. Stattdessen hat Israel nur Waffenstillstandslinien gehabt, die de facto akzeptiert werden, aber keine wirklichen Grenzen im verfassungsrechtlichen Sinn sind.\u00ab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbDie israelische Politik wird sich nur durch \u00e4u\u00dferen Druck \u00e4ndern, und der m\u00fcsste in Form von Sanktionen erfolgen.\u00ab Ein solches Fazit ist immer sehr bitter. Zum Schluss zu kommen, dass in dem Land aus dem man stammt, keine Ver\u00e4nderungen von innen mehr zu erhoffen sind und deshalb auf \u00e4u\u00dferen Druck wie Boykott oder Sanktionen zu setzen\u2026<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bundesrat will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 10. Juli beschloss der Bundesrat, dass Menschen, die \u00bb\u00f6ffentlich oder in einer Versammlung das Existenzrecht des Staates Israel leugnen oder zu dessen Beseitigung aufrufen\u00ab, mit einer Freiheitsstrafe von bis zu f\u00fcnf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden sollen. Der Bundestag muss dem noch zustimmen. Bisher sieht das Recht keine Strafbarkeit f\u00fcr die Leugnung des Existenzrechts des Staates Israel oder eines anderen Staates vor. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Ende Mai ausgef\u00fchrt, ein entsprechender Gesetzentwurf sei grunds\u00e4tzlich nicht mit der Meinungsfreiheit aus Artikel 5 des Grundgesetzes vereinbar.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P.S. Meldung vom 16. Juli: In Israel wird eine neue Medienbeh\u00f6rde geschaffen, mit der die Regierung die israelische Medienlandschaft umkrempeln will. Es ist eines von mehreren umstrittenen Vorhaben der Regierung Netanjahu, die diese derzeit im Eilverfahren vor den anstehenden Neuwahlen beschlie\u00dft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fu\u00dfnote<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Geschichte des Zionismus haben wir 1990 den Artikel <a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5401\">\u00bbDer Zionismus, Mi\u00dfgeburt der Arbeiterbewegung\u00ab<\/a> aus der franz\u00f6sischen Zeitschrift <em>Le Brice-glace<\/em>, Fr\u00fchjahr 1989, \u00fcbersetzt und in Thekla 14: \u00bb\u00d6lwechsel\u00ab \u2013 Klassenkampf und neue Weltordnung ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>#Titelbild: Pal\u00e4stinenser klettern auf eine Lieferung von Hilfsg\u00fctern, um an Mehl zu gelangen beim Grenz\u00fcbergang Zikim; dies w\u00e4hrend einer &#8222;taktischen Kampfunterbrechung&#8220;, wie es das israelische Milit\u00e4r nannte.<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/116\/w116_edi3.html\"><em>wildcat.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 18- August 2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbDer Antiantisemitismus, von einer wachsenden Zahl von Beauftragten exekutiert, erscheint als geschlossenes System, das mal drastisch mit Verboten, mal mit Drohungen das Sagbare definiert. 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