{"id":1674,"date":"2016-11-27T12:29:20","date_gmt":"2016-11-27T10:29:20","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1674"},"modified":"2018-09-05T16:14:07","modified_gmt":"2018-09-05T14:14:07","slug":"die-ungarische-revolution-1956-als-mahnmal-fuer-die-arbeiterklasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1674","title":{"rendered":"Die Ungarische Revolution 1956 als Mahnmal f\u00fcr die Arbeiterklasse"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Hovhannes Gevorkian.<\/em> <strong>60 Jahre nach dem Aufstand kamen alte Debatten hoch: War dies ein nationaler Volksaufstand des unterdr<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>ckten ungarischen Volkes gegen die sowjetische Besatzungsmacht? <\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>War es gar eine faschistische Konterrevolution? Oder war es die von Leo Trotzki vorhergesagte politische Revolution in einem degenerierten Arbeiter*innenstaat? Die Analyse eines Ereignisses, welches bis heute seine Schatten wirft.<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0\u201eStellen wir uns vor, die Sowjetb\u00fcrokratie sei gest\u00fcrzt von einer revolution\u00e4ren Partei, die alle Eigenschaften des alten Bolschewismus besitzt, zugleich aber auch um die Welterfahrung der letzten Periode reicher ist. Eine derartige Partei w\u00fcrde zun\u00e4chst die Demokratie in Gewerkschaften und Sowjets wiederherstellen. Sie k\u00f6nnte und m\u00fcsste den Sowjetparteien die Freiheit wiedergeben. Gemeinsam mit den Massen und an ihrer Spitze w\u00fcrde sie schonungslos den Staatsapparat s\u00e4ubern.\u201c \u2013 Leo Trotzki<\/em><\/p>\n<p>Nikita Chruschtschow h\u00e4tte sich seine am 25. Februar gehaltene \u201cGeheimrede\u201d vor hohen Sowjetfunktion\u00e4r*innen wohl lieber erspart, wenn er gewusst h\u00e4tte, was ihm acht Monate sp\u00e4ter bl\u00fchen w\u00fcrde. Die im Fr\u00fchling jenes Jahres begonnene Tauwetterperiode sollte innerhalb weniger Monate die vereisten Verh\u00e4ltnisse in den Ostblock-Staaten zum Schmelzen bringen und revolution\u00e4re Prozesse in Polen und vor allem in Ungarn hervorbringen. Doch es war nicht nur diese Rede, welche die Wut des ungarischen Volkes zum Explodieren brachte, sondern auch und vor allem eine \u00fcber zehn Jahre andauernde Unterdr\u00fcckung, die unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges angefangen hatte.<\/p>\n<p>Das Ende des weltweiten Gemetzels brachte widerspr\u00fcchliche Ergebnisse hervor, die Leo Trotzki sogar teilweise vorhergesehen hatte. F\u00fcr Trotzki war der Zweite Weltkrieg analog zum Ersten Weltkrieg zu begreifen, wobei er keinerlei Illusionen hatte: Nazideutschland w\u00fcrde die Sowjetunion fr\u00fcher oder sp\u00e4ter angreifen. Am Ende dieses weitaus brutaleren Krieges sei jedoch die M\u00f6glichkeit gegeben, dass, vergleichbar zum Ende des Ersten Weltkrieges, revolution\u00e4re Prozesse entstehen k\u00f6nnten, die die Macht der Bourgeoisie brechen und so unter anderem die Isolation der Sowjetunion beenden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Eine solche Situation trat ein: Von Griechenland \u00fcber Italien und Jugoslawien bis nach Frankreich lag die Macht de facto in den H\u00e4nden des Proletariats, das sich heroisch und erfolgreich gegen den Faschismus verteidigt hatte. Fabriken waren besetzt und in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung war das Scheitern des Kapitalismus offensichtlich geworden. Allerdings kroch genauso wie bei der Spanischen Revolution die Konterrevolution von zwei Seiten hervor: Vonseiten des Imperialismus mit der neuen F\u00fchrungsmacht der USA sowie des Stalinismus der UdSSR. Der trotzkistische Historiker Pierre Brou\u00e9 nannte dies passenderweise die \u201cHeilige Allianz zwischen B\u00fcrokratie und Imperialismus\u201d.<\/p>\n<p><strong><em>Alles flie<\/em><\/strong><strong><em>\u00df<\/em><\/strong><strong><em>t<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Aufteilung Europas in die Einflusssph\u00e4ren des Imperialismus und Stalinismus wird wohl am besten deutlich in der Vereinbarung zwischen Winston Churchill und Josef Stalin im Jahre 1944, als diese auf einem Zettel L\u00e4nder wie Ungarn, Griechenland, Bulgarien oder Rum\u00e4nien per Federstrich untereinander aufteilten. Ungarn wurde zu jener Zeit mit \u201c50:50\u201d deklariert, doch es war nach dem schnellen Vorr\u00fccken der Roten Armee bis nach Berlin schlie\u00dflich klar, dass es ein Satellitenstaat der UdSSR werden sollte.<\/p>\n<p>Um die Herrschaft der Sowjetb\u00fcrokratie zu manifestieren, schuf der Stalinismus eine Reihe von Staaten, die von Moskau abh\u00e4ngig waren und in denen kremltreue B\u00fcrokrat*innen eingesetzt wurden. Die Schaffung dieser Satellitenstaaten, die ebenso Teil des Warschauer Paktes zu sein hatten, dauerte mehrere Jahre und wurde gewiss nicht ohne Widerstand durchgesetzt. Schillerndstes Beispiel hierf\u00fcr ist die Kontroverse zwischen Jugoslawien und der UdSSR, wobei erstere einen eigenen Weg gingen. Das Interessante an diesen Jahren ist, dass der Stalinismus die neuen \u201cVolksrepubliken\u201d wie Ungarn, Polen oder Rum\u00e4nien nicht in die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken integrierte, wie er es etwa nach der Oktoberrevolution mit den Kaukasusl\u00e4ndern oder nach dem Zweiten Weltkrieg mit den baltischen Staaten tat, sondern formell unabh\u00e4ngige Staaten kreierte, die von Kadern gef\u00fchrt wurden, wovon nicht wenige w\u00e4hrend der faschistischen Besatzungen im Moskauer Exil lebten wie zum Beispiel Walter Ulbricht.<\/p>\n<p>Einer dieser Kader, die nicht selten auch Komintern-Funktion\u00e4r*innen waren, war Matyas Rakosi \u2013 \u201cStalins bester ungarischer Sch\u00fcler\u201d. Nachdem am 20. August 1949 eine neue Verfassung stalinistischen Typs f\u00fcr Ungarn auserkoren wurde, war die Herrschaft der \u201cPartei der ungarischen Werkt\u00e4tigen\u201d (ungarisch MDP) beschlossene Tatsache. Nur sie war als Partei zugelassen und soll in den Jahren bis 1956 sch\u00e4tzungsweise zwischen 900.000 und 1 Million Mitglieder gez\u00e4hlt haben \u2013 bei einer Bev\u00f6lkerung von nicht einmal 10 Millionen! Rakosi war in den Jahren 1949 bis 1956 der Diktator Ungarns, der es exzellent verstand, die Interesse der B\u00fcrokratie zu vertreten und sich gegen andere Konkurrenten wie Laszlo Rajk, der f\u00e4lschlicherweise als echte Alternative propagiert wurde, durchzusetzen. Mitte 1956 wurde er zwar abgel\u00f6st, sein Nachfolger Ern\u00f6 Ger\u00f6 war jedoch ebenso erfahren in Konspiration und Unterdr\u00fcckung, war doch auch er durch die Schule des sowjetischen Geheimdienstes gegangen und einer der Handlanger bei der Ermordung der Spanischen Revolution (nicht unwahrscheinlich, dass er gar an der Ermordung des POUM-F\u00fchrers Andres Nin direkt mitwirkte). Schon 1919 war er bei der kurzlebigen ungarischen R\u00e4terepublik dabei gewesen und in seinen langen Jahren in Moskau lernt er die Kunst der Organisation, sodass er mit der Sicherheitspolizei AVH ein m\u00e4chtiges Instrument schaffen konnte.<\/p>\n<p>Das Umfeld, in dem h\u00f6chst ergebene Apparatschiks wie Rakosi, Ger\u00f6 oder K\u00e1d\u00e1r gro\u00df werden konnten, beschrieb Brou\u00e9 folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p><em>Die stalinistische Parteikonzeption, das hei<\/em><em>\u00df<\/em><em>t Monolithismus, das hei<\/em><em>\u00df<\/em><em>t eine streng gegliederte Hierarchie, von der Parteispitze kontrolliert. <\/em><em>\u201e<\/em><em>Die Kader entscheiden alles<\/em><em>\u201c<\/em><em>, beliebte Stalin zu wiederholen, im <\/em><em>\u00dc<\/em><em>brigen davon <\/em><em>\u00fc<\/em><em>berzeugt, dass er selbst der Kader der Kader war. Es war, im Grunde genommen, ein Dienstverh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ltnis der Partei zur B<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rokratie durch Vermittlung des Apparats, die Unterordnung der Mitglieder unter die politische Polizei.<\/em><\/p>\n<p>Das Ungarn vor der Revolution glich einem offenen Gef\u00e4ngnis, in dem niemand die eigene Meinung frei \u00e4u\u00dfern konnte, in dem das Streikrecht der Arbeiter*innen nicht existierte und in dem ein Klima der Gefahr der Denunziation herrschte. Der revolution\u00e4re Terror, der gegen die AVH in den Tagen zwischen Oktober und Dezember 1956 eingesetzt wurde, offenbarte deswegen einen tiefen Hass der Arbeiter*innen und Studierenden. Unvers\u00f6hnlicher Hass kennzeichnete auch die Tage der Revolution und Konterrevolution im Ungarn 1956.<\/p>\n<p><strong><em>Nur der Sieger kennt kein Gericht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gemeinhin wird der Beginn der Ungarischen Revolution auf den 23. Oktober datiert, als eine friedliche Demonstration, die vor allem durch Studierende und Intellektuelle organisiert wurde, von der AVH zusammengeschossen wurde. Es w\u00e4re jedoch falsch, dies als eine pl\u00f6tzliche Eruption zu sehen, die aus einer Spontaneit\u00e4t heraus entstand. Genauso falsch w\u00e4re es, in den nun beginnenden und sich rasant entwickelnden Ereignissen einen faschistischen Umsturzversuch zu sehen. Zum einen fanden schon w\u00e4hrend des Sommers Massenversammlungen und Diskussionen statt, als noch Hoffnungen (oder wie gesagt: Illusionen) in die Reformierbarkeit des Stalinismus bestanden. Bekannt wurde vor allem der Pet\u00f6fi-Kreis, nicht zuletzt, weil der bekannte Philosoph Georg Luk\u00e1cs dazugeh\u00f6rte. Zum anderen stellte sich schon schnell heraus, dass die Forderungen der Jugend und der Arbeiter*innen durch und durch revolution\u00e4r waren. In einer Versammlung der Studierenden am Tag davor wurden folgende 16 Punkte als Forderungen aufgestellt:<\/p>\n<p><em>1.) Wir fordern den sofortigen Abzug aller sowjetischen Truppen aus Ungarn, wie es der Friedensvertrag (zwischen Ungarn und der Sowjetunion von 1947) vorsah.<\/em><\/p>\n<p><em>2.) Wir fordern die Neuwahl der Partei-F<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hrer auf allen Ebenen von oben nach unten in geheimer Wahl. Danach sollen diese in k<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rzester Zeit einen neuen Parteitag einberufen, der eine neue zentrale F<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hrung w<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hlt.<\/em><\/p>\n<p><em>3.) Wir fordern die Bildung einer Regierung unter Leitung des Genossen Imre Nagy, und dass alle kriminellen F<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hrer der Stalin-R<\/em><em>\u00e1<\/em><em>kosi-Periode entlassen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>4.) Wir fordern eine <\/em><em>\u00f6<\/em><em>ffentliche Diskussion der Aff\u00e4re um Mih\u00e1ly Farkas und Konsorten. Ebenso fordern wir die R\u00fcckkehr von R\u00e1kosi in unser Land, damit er als Hauptverantwortlicher f\u00fcr die Pleite des Landes und f\u00fcr all die Verbrechen der letzten Jahre vor ein Volksgericht gestellt wird.<\/em><\/p>\n<p><em>5.) Wir fordern die Wahl einer Nationalversammlung unter Teilnahme mehrerer Parteien und mittels geheimer Wahl. Wir fordern das Streikrecht f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r die Arbeiter.<\/em><\/p>\n<p><em>6.) Wir fordern eine grundlegende Neugestaltung und Berichtigung der kulturellen, <\/em><em>\u00f6<\/em><em>konomischen und politischen Beziehungen Ungarns zu Jugoslawien und zur Sowjetunion auf der Basis gegenseitiger Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten und der vollen <\/em><em>\u00f6<\/em><em>konomischen und politischen Gleichberechtigung.<\/em><\/p>\n<p><em>7.) Wir fordern die Neuorganisation des ungarischen Wirtschaftslebens unter Einbeziehung ungarischer Fachleute. Wir fordern die Neuorganisation der gesamten Wirtschaft auf der Grundlage des Plans, so, dass die nationalen Ressourcen zum Nutzen unseres Volkes eingesetzt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>8.) Wir fordern die Ver<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ffentlichung der Au<\/em><em>\u00df<\/em><em>enhandelsvertr<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ge und zuverl<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ssige Zahlen <\/em><em>\u00fc<\/em><em>ber die Kriegsentsch<\/em><em>\u00e4<\/em><em>digungen. Wir fordern eine <\/em><em>\u00f6<\/em><em>ffentliche und komplette Information bez<\/em><em>\u00fc<\/em><em>glich der russischen Konzession zur Ausbeutung und Lagerung des Urans in unserem Land. Wir fordern, dass Ungarn den Verkaufspreis seines Urans frei, entsprechend den Weltmarktpreisen, festlegen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>9.) Wir fordern eine vollst<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndige Revision der Arbeitsnormen in der Industrie und die Akzeptierung der Lohnforderungen der Hand- und Kopfarbeiter. Die Arbeiter wollen die Festschreibung eines Mindestlohns.<\/em><\/p>\n<p><em>10.) Wir fordern, die Zwangsablieferung auf neuer Grundlage zu organisieren, um einen vern<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nftigen Gebrauch der landwirtschaftlichen Produkte zu gew<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hrleisten.<\/em><\/p>\n<p><em>11.) Wir fordern die Revision aller Prozesse wegen <\/em><em>\u00f6<\/em><em>konomischer und politischer Anklagen vor wirklich unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngigen Gerichten und die Rehabilitierung unschuldig Verurteilter.<\/em><\/p>\n<p><em>12.) Wir fordern ein freies, unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngiges Radio, vollst<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndige Pressefreiheit, Freiheit des Wortes und der Meinung, sowie das Erscheinen einer neuen Tageszeitung mit gro<\/em><em>\u00df<\/em><em>er Auflage als Organ des MEFESZ (unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngige Studentenorganisation, die sich neu gebildet hat).<\/em><\/p>\n<p><em>13.) Wir fordern, da<\/em><em>\u00df<\/em><em> das Stalin-Denkmal als Symbol der politischen Unterdr<\/em><em>\u00fc<\/em><em>ckung und der stalinistischen Diktatur schnellstm<\/em><em>\u00f6<\/em><em>glich abgerissen wird, und dass an seiner Stelle ein Denkmal f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r die Helden und M<\/em><em>\u00e4<\/em><em>rtyrer des Freiheitskampfes von 1848<\/em><em>\u2013<\/em><em>1849 errichtet wird.<\/em><\/p>\n<p><em>14.) Anstelle der dem ungarischen Volk vollkommen fremden Symbole fordern wir die R<\/em><em>\u00fc<\/em><em>ckkehr zu den alten Symbolen von Kossuth. Wir fordern eine neue Uniform f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r die Armee, die den nationalen Traditionen des Honv<\/em><em>\u00e9<\/em><em>d w<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rdig ist. Wir fordern, dass der 5. Mai (Unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngigkeitstag von 1848) zum arbeitsfreien Nationalfeiertag wird, und dass der 6. Oktober (Tag der feierlichen Bestattung Rajks) zum arbeitsfreien Trauertag wird.<\/em><\/p>\n<p><em>15.) Die Jugend der technischen Universit<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ten Budapests proklamiert in einstimmiger Begeisterung ihre vollst<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndige Solidarit<\/em><em>\u00e4<\/em><em>t mit der polnischen Arbeiterklasse und der Jugend Warschaus und Polens und der Bewegung f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r ein unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngiges Polen.<\/em><\/p>\n<p><em>16.) Die Studenten des Bauwesens der Technischen Universit<\/em><em>\u00e4<\/em><em>t gr<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nden schnellstm<\/em><em>\u00f6<\/em><em>glich die Ortsorganisation des unabh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngigen Studentenbundes MEFESZ und haben entschieden, f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r Samstag, den 27. Oktober, ein Parlament der Jugend nach Budapest einzuberufen, in dem die Gesamtheit der Jugend des Landes durch Delegierte vertreten wird.<\/em><\/p>\n<p>Was ist der Charakter dieser Forderungen? Wie sind sie zu bewerten? Es sind mehrere Merkmale sichtbar, die in Kombination stehen. Durch die gesamten Punkte hinweg zieht sich der Wunsch nach nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t, sodass zum Beispiel die stationierten sowjetischen Truppen abgezogen werden sollten. Es wird an die Revolution von 1848 erinnert, als das ungarische Volk einen nationalen Befreiungskampf gegen das russische Zarenreich f\u00fchrte. Dieses Moment zieht sich durch die ganze Revolution, als dessen Symbol ungarische Fahnen mit einem ausgeschnittenen Kreis dienten, aus denen das Sowjetemblem in der Mitte ausgeschnitten wurde \u2013 hieran wird deutlich, welch\u2018 gro\u00dfe Bedeutung die nationale Frage in der Revolution spielte.<\/p>\n<p>Zwei weitere L\u00e4nder werden angesprochen: Jugoslawien und Polen, in denen ebenfalls 1956 ein Arbeiter*innenaufstand stattfand. Beide L\u00e4nder standen \u2013 obwohl unterschiedlich zu bewerten \u2013 f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Kurs von Moskau und damit scheinbar auch vom Stalinismus. Die wirtschaftlichen Forderungen zeugen davon, dass die Budapester Jugend sehr wohl verstanden hatte, dass die Verbrechen des Stalinismus nicht nur aus dem \u201cPersonenkult\u201d resultierten, sondern inh\u00e4rent sind in einem System, welches der Unm\u00f6glichkeit des Aufbaus des \u201cSozialismus in einem Land\u201d mit einer Diktatur \u00fcber das Proletariat beikommen will. Das Bekenntnis zur Planwirtschaft (Punkt 7) unterstreicht ebenso den antikapitalistischen Charakter der Resolution, die mit dem Streikrecht und dem Mindestlohn auch Forderungen der Arbeiter*innenklasse aufnimmt. Bemerkenswert, wie \u00e4hnlich dieses Programm mit der Analyse Trotzkis zwanzig Jahre vorher war:<\/p>\n<p><em>Doch was die Eigentumsverh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ltnisse anbelangt so brauchte die neue Macht keine revolution<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ren Ma<\/em><em>\u00df<\/em><em>nahmen zu ergreifen. Sie w<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rde das Planwirtschaftsexperiment fortsetzen und weiterentwickeln. Nach der politischen Revolution, d.h. nach Niederringung der B<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rokratie, h<\/em><em>\u00e4<\/em><em>tte das Proletariat in der Wirtschaft eine Reihe wichtigster Reformen, doch keine neue soziale Revolution durchzuf<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hren.<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die stalinistische B\u00fcrokratie waren diese Punkte nicht verhandelbar, sie lie\u00df die Massendemonstration, die mit 200.000 Menschen zum Parlament zog, mithilfe des sowjetischen Milit\u00e4rs niederschlagen. Ein Massaker, das nach Sch\u00e4tzungen mehrere hundert Todesopfer forderte. Gleichzeitig aber auch der Punkt, an dem es kein Zur\u00fcck mehr gab. In den St\u00e4dten tobten Stra\u00dfenschlachten, wobei die Repressionsorgane kein Erbarmen zeigten. Schon am n\u00e4chsten Tag weitete sich der Aufstand aber auf andere Ort aus, in den Fabriken wurden Arbeiter*innenr\u00e4te gebildet und seitens der Arbeiter*innenklasse der Generalstreik proklamiert.<\/p>\n<p><strong><em>Die Revolution der Arbeiter*innenr<\/em><\/strong><strong><em>\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>te<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Generalstreik der Arbeiter*innenklasse \u00fcbertrug das Kommando von der Jugend und der Intelligenz auf das Proletariat. Die Arbeiter*innenklasse bestimmte nun das Tempo der Ereignisse, erst recht nachdem sich das sowjetische Milit\u00e4r aus der Hauptstadt Budapest auf das Land und in die Kasernen zur\u00fcckgezogen hatte. Diese Revolution war eine genuine Revolution der Arbeiter*innenr\u00e4te, die nun faktisch die Macht in den H\u00e4nden hielten. Sie waren es, die die F\u00e4den zogen und folglich auch einen Mann hinter sich mitzogen, in den gro\u00dfe Hoffnungen gesetzt wurden: Imre Nagy.<\/p>\n<p>Dieser war bereits im Jahre 1955 kurzzeitig an der Macht und formte am 27. Oktober eine neue Regierung. Am gleichen Tag wurde auch die AVH aufgel\u00f6st und die G\u00f6ttin der Nemesis zog durch die Stra\u00dfen Budapests: Der revolution\u00e4re Terror der Arbeiter*innen und der Jugend \u00fcbte eine blutige Rache an den AVH-Kadern aus. In diesen Tagen schien die Revolution unbesiegbar und Ungarn schien einen \u00e4hnlichen Weg wie Polen unter Wladyslaw Gomulka zu nehmen. Die Hoffnung der Massen personifizierten sich in Imre Nagy, der die Rolle des ungarischen Gomulka einnehmen sollte.<\/p>\n<p>Schon am 1. November ergriff die Regierung, zu der auch Georg Luk\u00e1cs als Kulturminister geh\u00f6rte, weitgehende Ma\u00dfnahmen: Sie erkl\u00e4rte die Neutralit\u00e4t Ungarns und ergo den Austritt aus dem Warschauer Pakt. In diesem Moment schien das ungarische Drama einen guten Ausgang zu finden. Die Stra\u00dfen wurden nach den verlustreichen Schlachten wieder aufger\u00e4umt. Vielleicht mag der 3. November 1956 der Tag des h\u00f6chsten Gl\u00fccks f\u00fcr die ungarische Arbeiter*innenklasse gewesen sein, denn schon in der kommenden Nacht nahmen die Dinge eine spektakul\u00e4re Wende \u2013 es war die Konterrevolution, die einen umfassenden Angriff plante.<\/p>\n<p><strong><em>Die Zerst<\/em><\/strong><strong><em>\u00f6<\/em><\/strong><strong><em>rung einer revolution<\/em><\/strong><strong><em>\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>ren Tradition<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Obwohl das ungarische Proletariat durch Jahrzehnte von Revolution und Konterrevolution gest\u00e4hlt war, war jener 4. November der Todessto\u00df f\u00fcr eine stolze Generation, die erst dem wei\u00dfen Terror unter Miklos Horthy und dann dem Faschismus die Stirn geboten hatte. Dieses Mal jedoch war die Konterrevolution in den Gew\u00e4ndern der Roten Armee unterwegs, die Budapest seit 4 Uhr unter Beschuss nahmen. Dieser Angriff war so von den Revolution\u00e4ren nicht vorhergesehen worden. Warum? Es mag verschiedene Gr\u00fcnde gegeben haben, von denen der wichtigste das Fehlen einer revolution\u00e4ren Partei war, d.h. einer revolution\u00e4ren F\u00fchrung, welche ebenso die <em>Kunst des R\u00fcckzugs<\/em> versteht. Imre Nagy wurde just am selben Tag durch den Thermidorianer J\u00e1nos K\u00e1d\u00e1r ersetzt. Nagy tat alles andere, als in irgendeiner Form die Macht zu verteidigen.<\/p>\n<p><strong>Nagy \u2013 ein Reformkommunist?<\/strong><\/p>\n<p>Es w\u00e4re irritierend, Imre Nagy einen \u201cReformkommunisten\u201d zu nennen: Der gelernte Agrar\u00f6konom geh\u00f6rte vielmehr dem rechten, dem Bucharinismus zugeneigten Fl\u00fcgel der stalinistischen Partei an. Hinsichtlich des politisch-wirtschaftlichen Modells schwebte ihm ein Zustand \u00e4hnlich dem von Jugoslawien vor; blockfrei und einen eigenen, scheinbar unabh\u00e4ngigen Weg von der Herrschaft der B\u00fcrokratie zu beschreiten.<\/p>\n<p>Das jugoslawische Modell unter Josip Broz Tito war jedoch ein Gesellschaftssystem, in dem es zwar teilweise eine Autonomie der Arbeiter*innen in den Betrieben gab und in denen nach eigenen Angaben eine \u201csozialistische Marktwirtschaft\u201d etabliert war \u2013 in letzter Konsequenz lag die Herrschaftskontrolle aber in den H\u00e4nden der B\u00fcrokratie und der KPJ. Der Titoismus war ein <em>Stalinismus sui generis.<\/em> Eine Ironie der Geschichte ist, dass sich Imre Nagy in den ersten Tagen nach dem sowjetischen Angriff mit Georg Luk\u00e1cs in der jugoslawischen Botschaft versteckt hielt.<\/p>\n<p>An einer Verfemung f\u00fcr Imre Nagy und Georg Luk\u00e1cs fehlte es nicht, nachdem die Konterrevolution gesiegt hatte. K\u00e1d\u00e1r zog \u00f6ffentlich \u00fcber Nagy her: \u201eDieser Mann ist zum Hampelmann der Konterrevolution\u00e4re und der Horthy-Anh\u00e4nger geworden.\u201c<\/p>\n<p>Beide wurden unter konspirativen Umst\u00e4nden nach Rum\u00e4nien ausgeflogen, wo ihr Prozess vorbereitet werden sollte. Wie es sich zugetragen haben musste, mag heutzutage unvorstellbar sein:<\/p>\n<p><em>Nach n<\/em><em>\u00e4<\/em><em>chtlicher Verhaftung in Budapest 1956, rasender Wagenfahrt mit verh<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ngten Fenstern zu einem unbekannten Milit<\/em><em>\u00e4<\/em><em>rflugplatz, Abflug in einer Maschine ohne Hoheitsabzeichen in ein unbekanntes Land und Ankunft in einer schlo<\/em><em>\u00df<\/em><em>artigen Villa an blinkendem Meeresstrand, in der er lebte, halb zeremoni<\/em><em>\u00f6<\/em><em>s behandelter Staatsgast, halb Zuchth<\/em><em>\u00e4<\/em><em>usler, noch immer ohne Kenntnis, wo er sich <\/em><em>\u00fc<\/em><em>berhaupt befand, sagte Georg Luk<\/em><em>\u00e1<\/em><em>cs: Kafka war doch ein Realist.<\/em><\/p>\n<p>J\u00e1nos K\u00e1d\u00e1r verstand es hervorragend, sich taktisch in den Ereignissen nach dem 4. November zurechtzufinden. Der Unterst\u00fctzung des Kremls sicher, spielt er nun ein doppeltes Spiel, wobei er die sowjetische Armee die repressive Arbeit machen lie\u00df und sich selbst als \u201cVers\u00f6hnler\u201d darstellte. Er wusste um die Macht und St\u00e4rke der Arbeiter*innenr\u00e4te und erkannte, dass er in dieser Phase eine Politik der Zugest\u00e4ndnisse machen musste. Es war kein Zufall also, dass er die Arbeiter*innenr\u00e4te anerkannte:<\/p>\n<p><em>Es gibt Leute in Ungarn, die bef<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rchten, dass diese Regierung (K<\/em><em>\u00e1<\/em><em>d<\/em><em>\u00e1<\/em><em>r) die Methoden der alten kommunistischen Partei und ihres Systems der Leitung wieder einf<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hren w<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rde. Es gibt keinen Mann in f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>hrender Position, der an so etwas denkt, denn selbst wenn er es w<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nschte, w<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rde er von den Massen weggefegt.<\/em><\/p>\n<p>Oftmals wird der 4. November als Schlusspunkt der Ungarischen Revolution angesehen, wobei missachtet wird, dass vielmehr eine weitere Periode der Doppelmacht bis Dezember andauerte und die letzten R\u00e4te gar erst im Fr\u00fchjahr 1957 aufgel\u00f6st beziehungsweise verboten wurden. Auch die K\u00e4mpfe in den St\u00e4dten gingen weiter und wurden unter milit\u00e4rischen Aspekten mehr als bravur\u00f6s gegen eine der m\u00e4chtigsten Armeen der Welt ausgetragen. Doch diese Rote Armee erwies sich als zu stark und konnte die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber das kleine Land wiedererlangen, freilich erst, nachdem sie grosse Teile daf\u00fcr sogar aus Zentralasien mobilisieren musste.<\/p>\n<p>Es fehlte nicht an Mut seitens der k\u00e4mpfenden Massen; es fehlte auch nicht an klassenbewussten Arbeiter*innen und last but least fehlte es erst recht nicht an den klassischen Klassenorganen des Proletariats, den R\u00e4ten, die das Herz dieser Revolution ausmachten. Doch woran es fehlte, war eine F\u00fchrung, die sich nicht von den Man\u00f6vern der B\u00fcrokratie t\u00e4uschen lie\u00df; die einen R\u00fcckzug der k\u00e4mpfenden Massen anordnen und organisieren konnte \u2013 eine F\u00fchrung, die durch eine jahrelange und duldsame Schulung auch in der Lage gewesen w\u00e4re, die Kader f\u00fcr eine Regierungs\u00fcbernahme zu stellen. Obwohl selbst nicht kleine Teile der Basis der MDP an der Seite der Massen k\u00e4mpften, gab es keine Kraft, die nach dem Eingangszitat von Leo Trotzki in der Lage gewesen w\u00e4re, den \u201cStaatsapparat zu s\u00e4ubern.\u201d Nagy selbst konnte einen solchen Apparat nicht hinter sich versammeln, obwohl er (viel zu sp\u00e4t) am 1. November mit der \u201cSozialistischen Arbeiterpartei Ungarns\u201d einen solchen Versuch unternahm.<\/p>\n<p><strong><em>Historische Lehren<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Was wir in der Ungarischen Revolution sehen konnten, war die eindrucksvolle Best\u00e4tigung der Notwendigkeit einer politischen Revolution in den degenerierten Arbeiter*innenstaaten. In seinem Buch \u201cDie verratene Revolution\u201d schilderte Trotzki explizit die Merkmale einer solchen Umw\u00e4lzung:<\/p>\n<p><em>\u201c<\/em><em>Die Revolution, die die B<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rokratie gegen sich selbst vorbereitet, wird nicht wie die Oktoberrevolution von 1917 eine soziale sein. Diesmal gilt es nicht, die <\/em><em>\u00f6<\/em><em>konomischen Grundlagen der Gesellschaft zu <\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndern und die bestehenden Eigentumsformen durch andere zu ersetzen. Die Geschichte hat in der Vergangenheit nicht blo<\/em><em>\u00df<\/em><em> soziale Revolutionen aufzuweisen, die das Feudalregime durch das b<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rgerliche ersetzten, sondern auch politische, die, ohne die <\/em><em>\u00f6<\/em><em>konomischen Grundlagen der Gesellschaft anzutasten, die alte herrschende Spitze hinwegfegten (1830 und 1848 in Frankreich, Februar 1917 in Russland u.a.). Der Sturz der bonapartistischen Kaste wird selbstverst<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndlich tiefe soziale Folgen haben, aber an sich wird er im Rahmen eines politischen Umsturzes bleiben.<\/em><em>\u201d<\/em><\/p>\n<p>Die Ungarische Revolution war aber auch die Best\u00e4tigung f\u00fcr die Notwendigkeit einer revolution\u00e4ren Partei in solch einem umfassenden Prozess. Sie ist die vielleicht st\u00e4rkste historische Mahnung an die internationale Arbeiter*innenklasse, dass R\u00e4te als Form der Selbstverwaltung und -organisierung zwar notwendig, jedoch nicht ausreichend sind. Die F\u00fchrung in Form einer revolution\u00e4ren Partei ist nicht durch die R\u00e4te zu ersetzen \u2013 eine Negierung dieser Unvermeidlichkeit verschlie\u00dft sich den historischen Lehren, f\u00fcr die das ungarische Proletariat bluten musste.<\/p>\n<p>Die Zerschlagung dieser Revolution ist bis heute das Trauma des ungarischen Proletariats geblieben. W\u00e4hrend an den \u201cVolksaufstand\u201d heute selbst von Regierungsseite erinnert wird (freilich verf\u00e4lschend und f\u00fcr die b\u00fcrgerlichen Zwecke instrumentalisierend), war die Revolution von 1956 bis an das Ende des Stalinismus ein Tabu. Im Gegensatz zu Polen etwa war die Niederlage der Revolution so niederschlagend, dass weitere Mobilisierungen der Massen ausblieben. Was wir deshalb in der Niederschlagung der Ungarischen Revolution analysieren k\u00f6nnen, ist die Zerst\u00f6rung einer revolution\u00e4ren Kampftradition des ungarischen Proletariats, welches bis dahin eines der aktivsten und bewusstesten weltweit war. Die Niederlage ist das Blutzeugnis, unter der das ungarische Proletariat bis heute zu leiden hat.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-ungarische-revolution-1956-das-martyrium-der-ungarischen-arbeiterinnenklasse\/\"><em>Klasse gegen Klasse&#8230;<\/em><\/a><em><u> vom 26. November 2016<\/u><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0<br \/>\nHovhannes Gevorkian. 60 Jahre nach dem Aufstand kamen alte Debatten hoch: War dies ein nationaler Volksaufstand des unterdr\u00fcckten ungarischen Volkes gegen die sowjetische Besatzungsmacht? <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[25,87,89,20,17],"class_list":["post-1674","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitswelt","tag-lukacs","tag-sowjetunion","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1674"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1675,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1674\/revisions\/1675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}