{"id":1783,"date":"2016-12-25T11:54:39","date_gmt":"2016-12-25T09:54:39","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1783"},"modified":"2018-09-05T16:11:46","modified_gmt":"2018-09-05T14:11:46","slug":"arbeiterklasse-und-revolution-thesen-zum-marxistischen-klassenbegriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1783","title":{"rendered":"Arbeiterklasse und Revolution. Thesen zum Marxistischen Klassenbegriff"},"content":{"rendered":"<p><em>Markus Lehner. <\/em><strong>Der Klassenbegriff ist f\u00fcr Marxisten das zentrale Moment f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Wesens gesellschaftlicher Prozesse und f\u00fcr deren Ver\u00e4nderbarkeit durch politisches Handeln. Jede Relativierung des Klassenwiderspruchs, <\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>seiner zentralen Rolle f\u00fcr die Bestimmung sozialistischer Politik, jede Aufweichung eines methodisch begr\u00fcndeten Klassenbegriffs, sind ein untr\u00fcgliches Zeichen f\u00fcr die Abkehr vom revolution\u00e4ren Marxismus selbst. Es ist kein Wunder, da\u00df schon die erste bedeutende Revision des Marxismus Ende des letzten Jahrhunderts (Bernsteins &#8222;Probleme des Sozialismus&#8220; von 1896) mit dieser Relativierung der Bedeutung des Klassenwiderspruchs begonnen hat.<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Der revolution\u00e4re Gehalt des Marxschen Klassenbegriffs und seine Geschichte<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Dabei geht es nicht um das beliebte Gesellschaftsspiel vom &#8222;\u00fcberholten Klassenwiderspruch&#8220;, bei dem die einen den &#8222;fundamentalen Wandel&#8220; der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse seit Marx&#8216; Zeit betonen, die anderen dagegen die weiter bestehende oder wachsende soziale Ungleichheit. Es geht auch nicht um irgendwelche fruchtlosen Debatten, ob nun diese oder jene neue Schicht Teil der Arbeiterklasse oder einer &#8222;neuen Mitte&#8220; sei. Die Debatte um den marxistischen Klassenbegriff zielt grunds\u00e4tzlicher auf einen ganz bestimmten Begriff von menschlicher Befreiung und ihrer historischen Perspektiven.<\/p>\n<p>Der junge Marx sah in der Arbeiterklasse die reale historische Tendenz erscheinen, durch die die jahrhundertelangen Bestrebungen der Philosophie nach einer radikalen menschlichen Emanzipation von den &#8222;Gespenstern der Vergangenheit&#8220; zu einer materiellen Wirklichkeit werden k\u00f6nnte: <em>&#8222;Wenn das Proletariat die Aufl\u00f6sung der bisherigen Weltordnung verk\u00fcndet, so spricht es nur das Geheimnis seines eigenen Daseins aus, denn es ist die faktische Aufl\u00f6sung dieser Weltordnung&#8220;<\/em>. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>In der Existenzweise des Proletariats verk\u00f6rpert sich die Selbstentfremdung des Menschen von seinen wesentlichen Verwirklichungs- und Entfaltungsbestrebungen zu einem Extrem,<em> &#8222;welche mit einem Wort der v\u00f6llige Verlust des Menschen ist, also nur durch die v\u00f6llige Wiedergewinnung des Menschen sich selbst gewinnen kann&#8220;<\/em>. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a><\/p>\n<p>Die Bedingungen einer radikalen Revolution, d.h. einer die Wurzeln der menschlichen Gesellschaftlichkeit ergreifenden Neugestaltung, die alle Bedingungen umwirft, in denen <em>&#8222;der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver\u00e4chtliches Wesen ist&#8220;<\/em> <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>, sind mit dem Dasein des Proletariats und seiner tats\u00e4chlichen Bewegung gegeben. Auch wenn die Wirklichkeit in der Gestalt des Proletariats so &#8222;zum Gedanken dr\u00e4ngt&#8220;, ist damit das Problem der Verwirklichung der philosophischen Emanzipationsbestrebung lange noch nicht gel\u00f6st: <em>&#8222;Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie&#8220;<\/em>. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich alle bisherigen revolution\u00e4ren Klassen mit der Eroberung der politischen Macht als neue herrschende Klasse etablierten, so zielt die Errichtung der Diktatur des Proletariats auf das Ende jeder Klassengesellschaft, jeder Unterdr\u00fcckung des Menschen durch den Menschen. Die Machtergreifung der Arbeiterklasse und die Errichtung ihrer Herrschaft unterscheidet sich daher fundamental von jeder fr\u00fcheren revolution\u00e4ren Umw\u00e4lzung in der Geschichte. Nicht die Verewigung der Proletarierherrschaft oder die Verallgemeinerung des &#8222;Arbeiterseins&#8220; auf die ganze Gesellschaft ist das Ziel, sondern das Verschwinden der Klassenspaltung selbst. Solange das Proletariat noch Proletariat ist, ist es notwendigerweise vom kapitalistischen Ausbeutungssystem gepr\u00e4gt, sind die Proletarier selbst nach der Machtergreifung daran gehindert, ihre menschlichen Potentiale voll zu entfalten, k\u00f6nnen die emanzipatorischen Bestrebungen, die zuerst von der Philosophie formuliert worden sind, nicht f\u00fcr alle Menschen verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Diese Perspektive wird im Kapitalismus nicht einfach durch eine geschichtlich einmalige Anh\u00e4ufung von Reichtum erm\u00f6glicht, von dem f\u00fcr das Weltproletariat, das ihn hervorbringt, nur Brosamen abfallen. Auch alle vor-kapitalistischen Klassengesellschaften brachten Bedingungen hervor, unter denen sich die von den Menschen selbst erzeugten Verh\u00e4ltnisse von ihren Absichten, Zielen und W\u00fcnschen bis zum Extrem entfremdeten. Doch erst im Kapitalismus erscheinen diese Entfremdungs- und Unterdr\u00fcckungszusammenh\u00e4nge in einer dinglichen, objektivierten Form, &#8222;verdinglichen&#8220; sich zu den sachlichen Zw\u00e4ngen einer allumfassenden Warenwelt. Insbesondere indem den verschieden entwickelten Arbeitsverm\u00f6gen selbst die Warenform aufgezwungen wird und alle Subjektivit\u00e4t hinter das Funktionstr\u00e4gertum im versachlichten Gesamt-Kapitalverh\u00e4ltnis zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wird, erscheint der Kapitalismus endg\u00fcltig als Herrschaft der Arbeitsprodukte \u00fcber deren Produzenten.<\/p>\n<p>Es ist klar, da\u00df &#8222;Befreiung&#8220; daher nur m\u00f6glich ist, indem die gesellschaftlichen Beziehungen, die sich hinter der Verdinglichung verbergen, einer grundlegenden Umw\u00e4lzung unterzogen werden, durch die die Menschen erst wirklich zu Subjekten ihrer Verh\u00e4ltnisse werden. Der Klassenkampf der unterdr\u00fcckten Klasse im Kapitalismus bleibt daher solange systemimmanent und stumpf, solange er nicht zu einem Kampf f\u00fcr eine radikale Selbstbestimmung der Produzenten selbst wird.<\/p>\n<p><strong>Das Proletariat als Subjekt<\/strong><\/p>\n<p>Das Proletariat kann daher nicht blo\u00df als eine durch die kapitalistische Warenwelt hindurch erkennbare wesentliche &#8222;objektive&#8220; Gegebenheit begriffen werden, auch wenn deren Revolutionierbarkeit an objektive Entwicklungsbedingungen gekn\u00fcpft ist. Das Proletariat im Marxschen Sinne ist vor allem ein Subjekt, das sich seiner M\u00f6glichkeiten und grundlegenden Aufgaben im Kampf gegen die alte Ordnung zunehmend bewu\u00dft wird &#8211; und \u00fcberhaupt nur mit einem qualitativen Sprung der Bewu\u00dftwerdung zur Umw\u00e4lzung dieser Ordnung in der Lage ist.<\/p>\n<p><em>&#8222;Dieser \u00dcbergang ist aber &#8211; bei aller objektiven Notwendigkeit &#8211; eben der \u00dcbergang aus der Gebundenheit und Verdinglichung in die Freiheit und Menschlichkeit. Und darum kann die Freiheit nicht blo\u00df eine Frucht, ein Resultat der Entwicklung sein, sondern es mu\u00df ein Moment der Entwicklung eintreten, wo sie zu einer der treibenden Kr\u00e4fte wird, ihre Bedeutung als treibende Kraft mu\u00df st\u00e4ndig zunehmen, bis der Augenblick gekommen ist, wo sie v\u00f6llig die Leitung der nunmehr menschlich gewordenen Gesellschaft \u00fcbernimmt, wo die &#8218;Vorgeschichte der Menschheit&#8216; aufh\u00f6rt und ihre wirkliche Geschichte beginnen kann.&#8220;<\/em> <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/p>\n<p>Lukacs erkl\u00e4rt zurecht, da\u00df dieses Moment der selbstbestimmten Subjektwerdung mit den R\u00e4tebewegungen 1871, 1905 und 1917 zur geschichtlichen Realit\u00e4t geworden ist und in Gestalt der bolschewistischen Partei ihre bisher h\u00f6chste Entwicklungsform erreicht hat <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a>. In der revolution\u00e4ren Partei verk\u00f6rpert sich der Bewu\u00dftwerdungs- und Befreiungsproze\u00df des Proletariats, der unter Bedingungen vor sich geht, wo er nur durch den konsequenten Kampf um die Macht, um die Diktatur des Proletariats, zu sich selbst finden kann.<\/p>\n<p><strong>Klasse und Partei<\/strong><\/p>\n<p>Dies erfordert ein gegen\u00fcber dem Ganzen des Befreiungsprojekts verantwortliches Handeln, eine an Imperative des Kampfes gebundene Moral, die f\u00fcr die Klasse repr\u00e4sentative Instanz einer politischen Organisation. Andererseits verk\u00f6rpern sich die Tendenzen zur Aufhebung verdinglichter, funktionalistischer Organisationsstrukturen in einer auf radikaler Solidarit\u00e4t und die eigenen Ausrichtungen und Strukturen best\u00e4ndig kritisch hinterfragenden Partei. Sie mu\u00df &#8222;die erste Verk\u00f6rperung des Reiches der Freiheit&#8220; sein. Sobald sie aufh\u00f6rt, solche Tendenzen einer &#8222;Partei neuen Typs&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> zu zeigen, wird sie von einer Verk\u00f6rperung der Befreiungstendenzen des Proletariats zum Gegenteil, zu einer weiteren Kommandoagentur diesem gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Genau diese Problematik greift Leo Trotzki in der Diskussion \u00fcber das \u00dcbergangsprogramm auf, wenn er auf das Verh\u00e4ltnis von Freiheit und Notwendigkeit eingeht:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Wir k\u00f6nnen weitergehen und sagen, da\u00df die Disziplin unserer Partei sehr streng sein mu\u00df, weil wir eine revolution\u00e4re Partei sind &#8211; gegen einen ungeheuren Block von Feinden, der sich seiner Interessen bewu\u00dft ist, und nun werden wir nicht nur von der Bourgeoisie angegriffen, sondern auch von den Stalinisten, die boshaftesten der bourgeoisen Agenten. Absolute Disziplin ist notwendig, aber sie mu\u00df auf einem gemeinsamen Verst\u00e4ndnis beruhen. Wird diese Disziplin ohne dies auferlegt, ist sie ein Joch. Wenn sie vom Verst\u00e4ndnis kommt, ist sie ein Ausdruck meiner freien Pers\u00f6nlichkeit, aber andernfalls ist sie ein Joch. Es besteht kein Gegensatz zwischen pers\u00f6nlichem Willen und der Partei, denn ich bin freiwillig eingetreten. Das Programm steht auch auf dieser Grundlage und dieses Programm kann auf einer sicheren politischen und moralischen Grundlage nur stehen, wenn wir es sehr gut begreifen.&#8220;<\/em> <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a><\/p>\n<p>Wir wollen uns jetzt der Frage zuwenden, warum und in welcher Weise die &#8222;Klassenfrage&#8220; f\u00fcr revolution\u00e4re Kommunisten heute wieder ins Zentrum der programmatischen Diskussion r\u00fccken mu\u00df: Es reicht nicht festzustellen, da\u00df die Situation des Weltkapitalismus die Frage der sozialistischen Alternative wieder einmal &#8222;objektiv&#8220; auf die Tagesordnung setzt, da\u00df die Arbeiterklasse weiterhin &#8222;objektiv&#8220; als unterdr\u00fcckte Klasse existiert oder da\u00df die objektive Situation die Klassen, ob sie es wollen oder nicht, heute in allen Erdteilen wieder in sch\u00e4rfere Formen der Klassenkonfrontation zwingt. Der historisch erreichte Stand einer m\u00e4chtigen, die Grundlagen der Gesellschaft umw\u00e4lzenden, klassenbewu\u00dft-emanzipatorischen Bewegung wurde mit den Niederlagen der Arbeiterbewegung seit den 20er-Jahren und der Entstehung des Ph\u00e4nomens Stalinismus in beispielloser Art und Weise untergraben. Das Proletariat als eine seiner Aufgabe bewu\u00dften Bewegung ist in allen Kontinenten heute nur noch als historisches Spurenelement erfahrbar.<\/p>\n<p><strong>Stalinistische Mythen<\/strong><\/p>\n<p>Im Stalinismus verkam der Begriff &#8222;Wille der Arbeiterklasse&#8220; zu einer Mythologisierung der eigentlichen Interessen der handelnden Partei- und Machteliten. Konsequenterweise war auch die stalinistische &#8222;Klassentheorie&#8220; eine Sammlung positivistischer, verdinglichter Kategorien, in denen &#8222;objektive&#8220; soziologische Untersuchung und politisches Handeln fein-s\u00e4uberlich (&#8222;wissenschaftlich&#8220;) getrennt waren. Die Sonntagsrede von den &#8222;sich st\u00e4ndig versch\u00e4rfenden Klassenwiderspr\u00fcchen&#8220; war blo\u00dfer Ausdruck des instrumentalistischen Verh\u00e4ltnisses zur Arbeiterklasse, die vor allem als Man\u00f6vriermasse in den taktischen Wendungen der um ihre Macht besorgten Parteib\u00fcrokratie diente.<\/p>\n<p>Die Partei selbst, statt &#8222;erste Verk\u00f6rperung des Reichs der Freiheit&#8220; zu sein, wurde durchzogen von, den kapitalistischen Rationalit\u00e4tsprinzipien zugeh\u00f6rigen, b\u00fcrokratisch-instrumentalistischen Funktionsweisen, in Verkehrung des noch bei Lenin klar vorhandenen Verst\u00e4ndnisses von der Partei als der h\u00f6chsten Form der Selbstorganisation des Proletariats unter den gegebenen historischen Bedingungen.<\/p>\n<p>Der emanzipatorische Gehalt des Proletariats-Begriffs wurde so gr\u00fcndlich entsorgt, da\u00df die mechanistische Vorstellung vom geschichts-automatischen \u00dcbergang zum Kommunismus fast allgemeing\u00fcltig mit der Marxschen &#8222;Klassenlehre&#8220; verwechselt wird: Danach f\u00fchren die objektiv-unbewu\u00dft vor sich gehenden \u00f6konomischen und demokratischen K\u00e4mpfe der &#8222;Arbeiterklasse&#8220; unter der &#8222;wissenschaftlichen&#8220; (d. h. angeblich bewu\u00dften) F\u00fchrung einer kommunistischen Partei zu objektiven gesellschaftlichen Umw\u00e4lzungen, die in einem kontrollierten Proze\u00df des \u00dcbergangs quasi-automatisch in den &#8222;Kommunismus&#8220; \u00fcbergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen; die Hauptschwierigkeit bilden dabei die extrem-reaktion\u00e4ren kapitalistischen Machteliten, die nicht nur zu faschistischer Gewalt jederzeit bereit sind, sondern auch die &#8222;Arbeiterklasse&#8220; immer wieder vom rechten Weg abzulenken versuchen.<\/p>\n<p>Statt also die Frage der Selbstorganisierung und -bewu\u00dftwerdung in allen Fragen der Politik und des Alltags ins Zentrum zu r\u00fccken, werden taktische Fragen von den strategischen Zielen der proletarischen Bewegung losgel\u00f6st und als blo\u00df technisch-organisatorische Probleme behandelt. Das Proletariat wird nicht als Potential, als m\u00f6gliches, werdendes Subjekt der Befreiung, aufgefa\u00dft, sondern als positiv &#8222;Gegebenes&#8220;. Es ist dabei zweitrangig, ob die Arbeiterklasse &#8222;eng&#8220; gefa\u00dft und im Wesentlichen auf das Industriearbeitermilieu und seine \u00f6konomischen K\u00e4mpfe reduziert wird, oder ob sie, wie bei den Stamokap-Theorien, fast alle Lohn- und Gehaltsbezieher einschlie\u00dft und die &#8222;anti-monopolistische Demokratie&#8220; der Arbeiterklasse als strategisches Ziel suggeriert wird.<\/p>\n<p><strong>Proletariatsbegriff und b\u00fcrokratische Herrschaft<\/strong><\/p>\n<p>Es verwundert daher auch nicht, da\u00df die soziale Realit\u00e4t und Vorstellung von &#8222;Sozialismus&#8220; in den stalinistischen Gesellschaften eher eine Verallgemeinerung des Schicksals der Industriearbeiterschaft darstellte, &#8222;wo die Bestimmung des Arbeiters &#8230; nicht aufgehoben, sondern auf alle Menschen ausgedehnt&#8220; wird &#8211; wie Marx kritisch bemerken w\u00fcrde. Gegen\u00fcber diesem &#8222;real existierenden&#8220; Proletariat, das in seinen entfremdeten Bedingungen weiterhin funktionierte und zu funktionieren hatte, mu\u00dfte die Rede vom &#8222;revolution\u00e4ren Proletariat als geschichtlichem Subjekt&#8220; wie auch die von der &#8222;Partei neuen Typs&#8220; notwendigerweise zu einer Mythologie verkommen.<\/p>\n<p>Die Zerst\u00f6rung der in jahrzehntelangen K\u00e4mpfen herausgebildeten revolution\u00e4ren Subjekthaftigkeit des Proletariats durch Sozialdemokratie und Stalinismus ging nicht widerstandslos und nie vollst\u00e4ndig vonstatten. Doch mu\u00df die Tatsache, da\u00df zwei so zentrale Verk\u00f6rperungen der Emanzipationsbestrebungen einer Klasse wie die Zweite und Dritte Internationale innerhalb von wenigen Jahrzehnten oder gar Jahren in das Funktionsgef\u00fcge des kapitalistischen Weltsystems integriert werden konnten und sogar zu wesentlichen politischen Ordnungsfaktoren desselben wurden, in dieser Klasse schwerwiegende Blockierungen seiner system\u00fcberwindenden Tendenzen und ihrer Organisierung hervorbringen.<\/p>\n<p><strong>Trotzkis Kritik<\/strong><\/p>\n<p>Trotzki repr\u00e4sentierte in den 20er und 30er Jahren die weitsichtigste und einzig konsequente Form der Verteidigung des revolution\u00e4ren Marxismus. Insbesondere seine Kritik der KPD-Linie im Kampf gegen die Machtergreifung der Nazis, etwa in der &#8222;Einheitsfront&#8220;-Debatte, zeigt ein klares Gegen\u00fcberstellen von instrumentalistischem Verh\u00e4ltnis zur Klasse gegen\u00fcber der &#8222;Verk\u00f6rperungs&#8220;-Perspektive:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Klasse an sich ist nur Ausbeutungsmaterial. Die selbst\u00e4ndige Rolle des Proletariats beginnt dort, wo es aus einer sozialen Klasse an sich zu einer politischen Klasse f\u00fcr sich wird. (&#8230;) Der Weg der Klasse zum Selbstbewu\u00dftsein, d.h. die Herausbildung einer revolution\u00e4ren Partei, die das Proletariat hinter sich herf\u00fchrt, ist ein verwickelter und widerspruchsvoller Proze\u00df. Die Klasse ist nicht homogen. Ihre verschiedenen Teile kommen auf verschiedenen Wegen und zu verschiedenen Zeitpunkten zu Bewu\u00dftsein. Die Bourgeoisie nimmt aktiven Anteil an diesem Proze\u00df. Sie schafft ihre Organe innerhalb der Arbeiterklasse oder benutzt die vorhandenen, indem sie bestimmte Schichten von Arbeitern anderen gegen\u00fcberstellt. Im Proletariat wirken gleichzeitig verschiedene Parteien. Politisch bleibt es daher den gr\u00f6\u00dften Teil seines historischen Weges gespalten&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn9\" name=\"_ednref9\"><strong>[ix]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Das Proletariat als politische Bewegung ist daher f\u00fcr Trotzki keine &#8222;Gegebenheit&#8220;, sondern eine Aufgabe, f\u00fcr die politisch gek\u00e4mpft werden mu\u00df in Auseinandersetzung mit den das Proletariat dominierenden politischen Str\u00f6mungen. Erst die Herausbildung einer die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Arbeiterklasse umfassenden revolution\u00e4ren Str\u00f6mung formt das Proletariat zu einer Klasse, die \u00fcberhaupt erst als politisches Subjekt sichtbar und wirksam wird. Dagegen besteht das Prinzip stalinistischer Ideologie gerade darin, die erst zu erreichende politische Subjekt-Werdung des Proletariats bereits im Parteiapparat als gegeben zu sehen, der damit vom tats\u00e4chlichen Bewu\u00dftseinsstand, Befreiungswillen und -vorstellungen des tats\u00e4chlichen Proletariats vollst\u00e4ndig unabh\u00e4ngig wird:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die im Prinzip bestehende Identit\u00e4t der Interessen des Proletariats und der Aufgaben der Kommunistischen Partei bedeutet weder, da\u00df sich das gesamte Proletariat schon heute seiner Interessen bewu\u00dft ist, noch da\u00df die Partei sie unter allen Umst\u00e4nden richtig formuliert. Erw\u00e4chst doch die Notwendigkeit der Partei selbst gerade daraus, da\u00df das Proletariat nicht mit zureichendem Verst\u00e4ndnis seiner historischen Interessen auf die Welt kommt. Die Aufgabe der Partei besteht darin, in der Kampferfahrung zu lernen, dem Proletariat ihr Recht auf F\u00fchrung zu beweisen. Aber die stalinistische B\u00fcrokratie glaubt, auf Grund des mit dem Kominternsiegel versehenen Parteipasses vom Proletariat kurz und b\u00fcndig Unterwerfung fordern zu k\u00f6nnen. Jede Einheitsfront, die nicht im Voraus unter F\u00fchrung der Kommunistischen Partei steht &#8211; wiederholt die &#8218;Rote Fahne&#8216; -, ist gegen die Interessen des Proletariats gerichtet. Wer die F\u00fchrung der Kommunistischen Partei nicht anerkennt, ist schon dadurch ein &#8218;Konterrevolution\u00e4r&#8216;. Der Arbeiter ist verpflichtet, der kommunistischen Organisation auf Vorschu\u00df, aufs Ehrenwort Glauben zu schenken. Aus der prinzipiellen Identit\u00e4t der Aufgaben von Partei und Klasse leitet der B\u00fcrokrat sein Recht ab, die Klasse zu kommandieren. Die historische Aufgabe, welche die Kommunistische Partei erst zu l\u00f6sen hat &#8211; Vereinigung der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit der Arbeiter unter ihrem Banner &#8211; verwandelt die B\u00fcrokratie in ein Ultimatum, einen Revolver, den sie der Arbeiterklasse an die Schl\u00e4fe setzt. Das dialektische Denken wird durch formalistisches, administratives, b\u00fcrokratisches Denken ersetzt&#8220;. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn10\" name=\"_ednref10\"><strong>[x]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Hier streift Trotzki das wesentliche Moment des marxistischen Proletariatsbegriffes. Er kann nicht als Summe seiner zersplitterten Einzelk\u00e4mpfe, nicht als Ensemble seiner Aktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt begriffen werden, sondern mu\u00df vom Endpunkt seiner revolution\u00e4ren Klassenbildung her, von den weltgeschichtlichen Perspektiven der proletarischen Bewegung, gefa\u00dft werden. Andererseits ist dieser Endpunkt jedoch aus der mit dem Kapitalverh\u00e4ltnis gegebenen materiellen Klassenlage und der darauf aufbauenden historisch gegebenen tats\u00e4chlichen Klassenbildung zu entwickeln.<\/p>\n<p>Wird dieses dialektische Spannungsverh\u00e4ltnis in Klassenanalyse oder darauf aufbauender Politik nicht gehalten, so ist dem Wechselspiel von Mythologisierung, Ultimatismus und Instrumentalisierung T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. Zumeist dr\u00fcckt sich das dann in der Dopplung von &#8222;Klassentheorie&#8220; und &#8222;revolution\u00e4rer Politik&#8220; aus. Der &#8222;Klassentheorie&#8220; kommt die Aufgabe einer Vergewisserung der &#8222;Praktiker&#8220; zu, da\u00df das Proletariat im Prinzip immer noch das entscheidende revolution\u00e4re Subjekt sei. Dazu wird zumeist eine empiristisch-positivistische Analyse der &#8222;gegebenen&#8220; Klassenschichtungen mit der &#8222;die Klassenwiderspr\u00fcche versch\u00e4rfen sich&#8220;-Analyse verkn\u00fcpft. Diese Analysen zeichnen sich jedoch vor allem dadurch aus, da\u00df sie f\u00fcr die tats\u00e4chliche klassenm\u00e4\u00dfige R\u00fcckkopplung von &#8222;praktischer Politik&#8220;, insbesondere was die klassenbildungsm\u00e4\u00dfige Bedeutung bestimmter Bewegungen innerhalb der Arbeiterklasse oder unterdr\u00fcckter Agrarbev\u00f6lkerungsschichten betrifft, meist konsequenzenlos bleiben. Es bleibt dann nur noch zu staunen, welche politischen Bewegungen, politischen Orientierungen und Wendungen etc. pl\u00f6tzlich zu den aktuellen &#8222;Verk\u00f6rperungen&#8220; des historisch-revolution\u00e4ren Bildungsprozesses des Proletariats w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Die Epigonen brechen mit Trotzkis Verst\u00e4ndnis<\/strong><\/p>\n<p>Diese Degeneration des Marxismus hat sich nicht auf die stalinistisch gepr\u00e4gten Organisationen und Theoretiker oder ihre maoistischen Ableger beschr\u00e4nkt &#8211; auch der Gro\u00dfteil der sich auf Trotzki beziehenden Organisationen ist seit Beginn der Nachkriegsperiode durch ein Verh\u00e4ltnis zur Arbeiterklasse gekennzeichnet, das zwischen Mythologisierung und Positivismus schwankt. In der Kalten-Kriegs-Situation, in der die Arbeiterklasse und ihr revolution\u00e4res Potential vollst\u00e4ndig in sozialdemokratische oder stalinistische Bl\u00f6cke kanalisiert und blockiert wurde, waren die Vertreter einer revolution\u00e4ren Organisierung des Proletariats in eine praktisch\/theoretische Isolation gedr\u00e4ngt, die sich nicht einfach durch Festhalten an der &#8222;Orthodoxie&#8220; \u00fcberwinden lie\u00df. In verschiedenen Varianten wurde von den Epigonen Trotzkis (Pablo, Mandel, Healy, Lambert,&#8230;) die Aufgabe der revolution\u00e4ren Subjektwerdung des Proletariats im Parteibildungsproze\u00df durch die &#8222;Entdeckung&#8220; objektiv-unbewu\u00dfter revolution\u00e4rer Subjekte ersetzt, die in der &#8222;revolution\u00e4ren \u00dcbergangsperiode&#8220; automatisch zu richtigen revolution\u00e4ren Handlungen gedr\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>Die Aufgabe der revolution\u00e4ren marxistischen Organisation gegen\u00fcber solchen neuen Erscheinungsformen des revolution\u00e4ren &#8222;Weltgeistes&#8220;, wie Tito, Mao, Castro, den Sandinistas, diversen linksreformistischen Gewerkschaftsf\u00fchrern, etc. best\u00fcnde in der solidarisch-begleitenden Kritik, in der Verst\u00e4rkung der &#8222;objektiven&#8220; revolution\u00e4ren Tendenz. Statt die Instrumentalisierung der Arbeiterklasse und unterdr\u00fcckten Landbev\u00f6lkerung durch solche Linkswendungen im stalinistisch-sozialdemokratischen Block offenzulegen und ihre besondere Rolle in der Blockierung der Selbstorganisation der Klasse aktiv zu bek\u00e4mpfen, wurden sie zu einer &#8222;verzerrten Form&#8220; dieser Selbstorganisierung hochgejubelt, von der man sich nicht sektiererisch abschlie\u00dfen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Damit war der Weg bereitet f\u00fcr das gleichzeitige Hochhalten des Mythos vom revolution\u00e4ren Proletariat und der auf dem Fu\u00dfe folgenden Abkehr von jedem Vertrauen in die tats\u00e4chliche Revolutionierbarkeit der Klasse, die sich in der Bejubelung eindeutig nicht-proletarisch-revolution\u00e4rer Bewegungen und Organisationen ausdr\u00fcckte. Bei dieser Inkonsistenz und gleichzeitigem formalen Beibehalten des Konzepts der &#8222;Partei neuen Typs&#8220; war nat\u00fcrlich die endlose Kette von Spaltungen der trotzkistischen Gruppierungen vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Der manipulativen Anpassung an alle m\u00f6glichen nicht-revolution\u00e4ren Str\u00f6mungen in- und au\u00dferhalb der Arbeiterklasse entspricht nat\u00fcrlich auf der anderen Seite das ultimatistische Beharren auf &#8222;orthodoxen&#8220; Positionen des &#8222;revolution\u00e4ren Proletariats&#8220;. Im Extremfall k\u00f6nnen sich trotzkistisch nennende Organisationen dann zu regelrechten Karikaturen des b\u00fcrokratischen Ultimatismus des Stalinismus gegen\u00fcber der Arbeiterklasse werden &#8211; nur da\u00df es keine ihnen wohlgesonnene Arbeitermassen gibt, denen sie die Pistole an die Schl\u00e4fe setzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Von der maoistischen Posse &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>In der Bundesrepublik wurde nach den &#8222;Studentenprotesten&#8220; der sp\u00e4ten 60er Jahre in sehr viel kurzlebigerer Form unter dem Label des &#8222;Maoismus&#8220; dasselbe Drama nochmals durchlaufen. Der Anspruch, in k\u00fcrzester Zeit eine proletarische Partei &#8222;neuen Typs&#8220; in v\u00f6lliger Mi\u00dfachtung der tats\u00e4chlichen Kampf- und Bewu\u00dftseinsentwicklung der Arbeiterklasse aufbauen zu k\u00f6nnen, endete meist noch in den 70er Jahren entweder in der vollst\u00e4ndigen Anpassung an &#8222;Ersatzsubjekte&#8220; (z.B. den Gr\u00fcnen) oder im rigiden Ultimatismus nach dem Vorbild der Sozial-Faschimus-Bek\u00e4mpfer der KPD der sp\u00e4ten 20er Jahre.<\/p>\n<p>Wurden diese Entwicklungen des trotzkistischen oder maoistischen Zentrismus auch von vielen mit \u00fcberheblicher Ironie verfolgt, so waren sie doch blo\u00df der organisierteste, konsequenteste Ausdruck einer allgemein in der Linken jenseits von SPD und DKP (aber nat\u00fcrlich auch in deren &#8222;linken&#8220; Teilen) herrschenden Haltung zur Arbeiterklasse: einerseits eine wachsende Abkehr von der Perspektive einer Revolutionierbarkeit des realen, sozialdemokratisch dominierten Proletariats, andererseits die Aufrechterhaltung des Mythos vom bald und in einigen fernen L\u00e4ndern (Vietnam, Chile,&#8230;) schon jetzt erscheinenden revolution\u00e4ren Proletariat.<\/p>\n<p>Diese Doppelb\u00f6digkeit war nicht nur die Marotte einiger trotzkistisch\/maoistischer Sektierer, sondern praktisch kennzeichnend f\u00fcr den Mainstream der westeurop\u00e4ischen Linken. Je gr\u00f6\u00dfer die Kluft zwischen tats\u00e4chlichen Perspektiven und linker Mythologie wurde, umsomehr boomte vor allem in der BRD der 70er Jahre die Literatur zur &#8222;Klassentheorie&#8220;. Dies hatte aber vor allem den Charakter einer abstrakten Selbstvergewisserung und produzierte immer mehr sich verselbst\u00e4ndigende quasi-akademische Scheindebatten &#8211; etwa um den Klassencharakter der &#8222;technischen Intelligenz&#8220;. Zu dem Problem, wie denn die in \u00f6konomistischen K\u00e4mpfen und Illusionen in reformistische Politik blockierte Klasse wieder zum Bewu\u00dftsein ihrer radikalen Bed\u00fcrfnisse nach Befreiung und einer entsprecheden revolution\u00e4ren Selbstorganisierung finden k\u00f6nne, hat diese Debatte wenig beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>&#8230; zur Abkehr vom Proletariat<\/strong><\/p>\n<p>Es ist daher wenig verwunderlich, da\u00df gerade unter den theoretischeren K\u00f6pfen dieser Linken eine st\u00e4rker und st\u00e4rker werdende Tendenz zur Entsorgung des l\u00e4stig werdenden Proletariats-Mythos einsetzte. Ein wichtiger Ausgangspunkt in der BRD hierf\u00fcr war die sogenannte &#8222;kritische Theorie&#8220;. Insbesondere Adornos Begriff des &#8222;Sp\u00e4tkapitalismus&#8220; schien zu erkl\u00e4ren, warum der Klassenwiderspruch in der Entwicklung des Kapitalismus von Auschwitz bis heute sein Befreiungspotential endg\u00fcltig verloren habe. Die Herrschaft des Tauschwertes ist nach Adorno derart total geworden, da\u00df selbst die sublimsten Regungen des individuellen Lebens davon betroffen sind und jede \u00fcber seine Rationalit\u00e4t hinausgehenden Erfahrungen, Bed\u00fcrfnisse oder gar Zielsetzungen von Grund auf gehemmt w\u00fcrden (siehe z.B. &#8222;Sp\u00e4tkapitalismus oder Industriegesellschaft&#8220; oder &#8222;Reflexionen zur Klassentheorie&#8220;):<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Gewalt jenes Abstraktums [d.h. des &#8222;Tauschverh\u00e4ltnisses] \u00fcber die Menschen ist leibhaftiger als die einer jeden einzelnen Institution, die stillschweigend vorweg nach dem Schema sich konstituiert und es den Menschen einbl\u00e4ut&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn11\" name=\"_ednref11\"><strong>[xi]<\/strong><\/a>; so wird durch die nach dem Tauschprinzip konstituierten Meinungsmonopole &#8222;die einfachste Kenntnis und Erfahrung der bedrohlichsten Vorg\u00e4nge&#8220; gehemmt; &#8222;die Verselbst\u00e4ndigung des Systems gegen\u00fcber allen, auch den Verf\u00fcgenden hat einen Grenzwert erreicht&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn12\" name=\"_ednref12\"><strong>[xii]<\/strong><\/a>.<\/em> Unter diesen Umst\u00e4nden wird die Konstitution einer Klasse zur bewu\u00dften, diese Tauschzw\u00e4nge negierenden revolution\u00e4ren Bewegung unm\u00f6glich &#8211; die Konfliktlinie verschiebt sich zum von den Widerspr\u00fcchen dieses allm\u00e4chtigen Abstraktums bedrohten &#8222;Menschen&#8220;<em>.<\/em><\/p>\n<p>Die diversen, dieser Sp\u00e4tkapitalismus-These folgenden politischen Theorien (z.B. Offe &#8222;Sp\u00e4tkapitalismus &#8211; Versuch einer Begriffsbestimmung&#8220;), erkl\u00e4rten daher den Klassenwiderspruch f\u00fcr befriedigt durch diverse &#8222;sp\u00e4tkapitalistische Regulierungs-Institutionen&#8220;, allerdings mit Verschiebung der Grundwiderspr\u00fcche des Kapitalverh\u00e4ltnisses auf diverse strukturelle Widerspr\u00fcche &#8222;nachgeordneter Lebensbereiche&#8220; (z. B. Mi\u00dfverh\u00e4ltnis zwischen hochentwickelten Milit\u00e4rapparaten und stagnierender Entwicklung des Verkehrs-, Gesundheits- und Bildungswesens; Einsatz nur bedingt beherrschbarer Gro\u00dftechnologien, z.B. Atomkraft). Praktisch wies dies ein breites Absprungfeld vom &#8222;revolution\u00e4ren Klassenkampf&#8220; im linksextremen Bl\u00e4tterwald hin zu B\u00fcrgerinitiativen, &#8222;neuen sozialen Bewegungen&#8220; etc.<\/p>\n<p><strong>Kurzsche Marxkritik<\/strong><\/p>\n<p>Zeitgen\u00f6ssisch weitergef\u00fchrt und versch\u00e4rft wird diese Linie etwa von der &#8222;krisis-Gruppe&#8220; in ihrer &#8222;Kritik der Warengesellschaft&#8220;. Mit der Behauptung, der Klassenkampf k\u00f6nne heute nur noch &#8222;die immanente Formbestimmung des Kapitalverh\u00e4ltnisses&#8220; darstellen, nicht mehr aber eine Bewegung zur Aufhebung dieses Verh\u00e4ltnisses, findet sich z.B. bei Robert Kurz eine zentrale Achse f\u00fcr die Abkehr vom &#8222;Arbeiterbewegungsmarxismus&#8220;:<\/p>\n<p><em>&#8222;Marx konnte diese beiden Ebenen sozialer Emanzipationsbewegung [Klassenkampf, Aufhebung des Kapitalverh\u00e4ltnisses]\u00a0 noch kurzschl\u00fcssig in eins setzen (obwohl dies von Anfang an begrifflich verschwommen blieb), weil die relative Emanzipation innerhalb von Warenform und Lohnarbeit noch einen geschichtlichen Horizont vor sich hatte. Jetzt ist das Kapitalverh\u00e4ltnis v\u00f6llig ausentwickelt bis an seine \u00e4u\u00dferste Grenze und wir haben es deswegen mit der Krise des gemeinsamen Bezugssystems von &#8218;Kapital und Arbeit&#8216; zu tun. Erst wenn man das begriffen hat, wird verst\u00e4ndlich, warum die neue sozial\u00f6konomische Krise zusammenf\u00e4llt mit der Paralyse des alten Klassenkampfes. Es geht also nicht um die &#8218;kleinb\u00fcrgerliche Klassenvers\u00f6hnung&#8216; innerhalb und auf dem Boden der (gemeinsamen) totalen Warenform, sondern um die Kritik und Aufhebung dieser gemeinsamen historisch-gesellschaftlichen Fetischform selber. Denn jetzt wird unausweichlich deutlich, da\u00df alle Erscheinungen der sozialen Degradation, der Armut und Unterdr\u00fcckung prim\u00e4r dieser Form der totalen Ware-Geld-Beziehung als solcher und nicht der blo\u00dfen Subjektivit\u00e4t ihrer selber bornierten Funktionstr\u00e4ger entstammen&#8220;. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn13\" name=\"_ednref13\"><strong>[xiii]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Die keineswegs neue Erkenntnis, da\u00df die Lohnarbeiter selbst in ihren Auseinandersetzungen mit dem Kapital in Tauschkategorien befangen sind und mit der Warenf\u00f6rmigkeit ihres Arbeitsverm\u00f6gens selbst in das verdinglichte Kategoriensystem kapitalistisch-marktwirtschaftlicher Rationalit\u00e4t verstrickt sind, wird hier zur Aussage verkehrt, Marx habe im Proletariat ein revolution\u00e4res Potential erkannt, weil es zu seiner Zeit noch nicht vollst\u00e4ndig in das Geld-Ware-System integriert war. Gerade umgekehrt sah Marx die Arbeiterklasse als sich herausbildendes revolution\u00e4res Subjekt, da in ihr die Widerspr\u00fcche dieser Beziehung sowohl zum Extrem der Entmenschlichung getrieben werden, andererseits auch die Handlungsm\u00f6glichkeit eines die Bedingungen des Arbeitsprozesses (als konstituierendes Element des menschlichen Seins) in bewu\u00dfte Regie nehmenden Subjekts entsteht.<\/p>\n<p>Was Ersteres betrifft: Marx sieht die Betroffenheit von den Entfremdungsprozessen, die mit der Warenform gegeben sind zwar auch f\u00fcr die gesamte Gesellschaft, keineswegs jedoch in unterschiedsloser Weise:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die besitzende Klasse und die Klasse des Proletariats stellen dieselbe menschliche Selbstentfremdung dar. Aber die erste Klasse f\u00fchlt sich in dieser Selbstentfremdung wohl und best\u00e4tigt, wei\u00df diese Entfremdung als ihre eigene Macht, und besitzt in ihr den Schein einer menschlichen Existenz; die Zweite f\u00fchlt sich in der Entfremdung vernichtet, erblickt in ihr ihre Ohnmacht und die Wirklichkeit einer unmenschlichen Existenz&#8220;. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn14\" name=\"_ednref14\"><strong>[xiv]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Da\u00df das Proletariat auch diese Form der Existenz nur durch \u00f6konomischen Klassenkampf &#8211; ob zur Beschr\u00e4nkung des Arbeitstages, zur Sicherung von Gesundheitsversorgung, gegen best\u00e4ndige Verschlechterung von Arbeitsbedingungen, etc. &#8211; sichern kann, bedeutet freilich noch keinen Schritt zur \u00dcberwindung dieses Systems. Aber es ist best\u00e4ndiges Moment f\u00fcr die Herausbildung kollektiver Erfahrung, Bewu\u00dftheit und Organisierung in einer gemeinsamen, nicht blo\u00df vereinzelten Auseinandersetzung mit der &#8222;Wirklichkeit einer unmenschlichen Existenz&#8220;.<\/p>\n<p>Die Aufl\u00f6sung des &#8222;gem\u00fctlichen Herr-Knechtverh\u00e4ltnisses&#8220; des Feudalismus und der irrationale Systemzwang der Kapitalakkumulation, der das Kapital immer wieder dazu zwingt, die Existenzgrundlage der Arbeiterklasse und die Natur, damit seine eigenen Reichtumsquellen anzugreifen, erzeugt eine Dynamik von Klassenkonfrontation, die es in der Geschichte von Klassengesellschaften bisher nicht gab. Dies schafft die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Herausbildung eines massenhaften revolution\u00e4ren Bewu\u00dftseins, ist aber daf\u00fcr noch nicht hinreichend.<\/p>\n<p><strong>Die sogenannte \u201cAufhebung der Arbeit\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Zweitens verkehrt die krisis-Theorie die Marxsche Wertanalyse zu einer post-modernen irrationalistischen Kritik am &#8222;Arbeitsfetischismus&#8220;. Marx erkannte in der Hervorbringung der Wertform nicht nur eine Verschleierung von Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen, sondern durchaus auch einen historischen Fortschritt, durch den der gesellschaftlich effektive Gebrauch von vorhandenem Arbeitsverm\u00f6gen in Form von Arbeitszeitquanta in eine f\u00fcr alle wahrnehmbare, \u00f6ffentliche und berechenbare Form tritt. Nicht dies ist das Entfremdungsph\u00e4nomen des Kapitalismus, sondern die Tatsache, da\u00df diese Rationalisierung\/Vergesellschaftlichung des Arbeitsprozesses ohne Gesamtplanung von dessen Zielen, sondern unter Bedingungen der privaten Aneignung vor sich geht. Dies f\u00fchrt dazu, da\u00df diese Form sich verselbst\u00e4ndigt, da\u00df aus Geld Kapital wird.<\/p>\n<p>Es geht daher keineswegs um die &#8222;Aufhebung von &#8218;Arbeit'&#8220; wie es Robert Kurz besonders peppig zu formulieren versucht, sondern um ihre Neuorganisation durch ein bewu\u00dftes Gesamtsubjekt der Produktion. Dieses bel\u00e4\u00dft es zwar nicht bei den Rationalit\u00e4tsprinzipien der kapitalistischen Produktion, kann aber nicht hinter das erreichte Niveau an Vergesellschaftung und Effektivit\u00e4t im Einsatz des gesellschaftlichen Arbeitsverm\u00f6gens zur\u00fcckfallen. Die \u00dcberwindung und Aufhebung der Warenform in einer gesellschaftlich progressiven Form kann nur \u00fcber die Umw\u00e4lzung des Produktionsbereiches und der gesellschaftlichen Beziehungen in ihm erfolgen. Hierin ist die M\u00f6glichkeit gegeben, da\u00df aus der Dynamik von Klassenk\u00e4mpfen auch tats\u00e4chlich revolution\u00e4rer Klassenkampf werden kann, da er mit einer system\u00fcberwindenden Perspektive, also einem revolution\u00e4ren Programm gef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Ohne diese tats\u00e4chliche Bewegung eines Klassensubjekts bleibt gegen\u00fcber der Allmacht des Tauschwerts nur die &#8222;Kritik&#8220; und die &#8222;Verweigerung&#8220; der Einzelnen. Genau dies ist auch die Konsequenz des Weges von Adorno bis Kurz: <em>&#8222;Das bedeutet als unabdingbaren kategorischen Imperativ hier und heute die (auch emotionale) Verweigerung des kapitalistischen Leistungs- und Erfolgswahns, die historische &#8218;Arbeitsverweigerung&#8216; (&#8230;). Es gilt \u00fcberhaupt (&#8230;), eine Kultur der Verweigerung zu entwickeln&#8220;. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn15\" name=\"_ednref15\"><strong>[xv]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Es ist klar: der \u00fcberkommene &#8222;Arbeiterbewegungsmarxismus&#8220; mit seinen Gleichsetzungen von \u00f6konomischem und revolution\u00e4rem Klassenkampf, seinen Mythologisierungen der sozialdemokratisch dominierten Arbeiterklasse, die kurz davor steht, zum revolution\u00e4ren Proletariat zu mutieren, dem Hochjubeln aller m\u00f6glichen Nationalisten und Kleinb\u00fcrger zu &#8222;neuen Lenins&#8220; etc. hat es den Kritikern wie Robert Kurz (der allerdings wie viele \u00e4hnlich gelagerte F\u00e4lle vorher selber zu den Elchen z\u00e4hlte) leicht gemacht mit zum Teil berechtigter Kritik an der Degeneration des revolution\u00e4ren Marxismus zugleich das ganze Marxsche Konzept des revolution\u00e4ren Proletariats \u00fcber Bord zu werfen.<\/p>\n<p>Der Erfolg dieser rechten Kritik am &#8222;Arbeiterbewegungsmarxismus&#8220; liegt allerdings nicht vorrangig an ihren eigenen theoretischen St\u00e4rken. Wo sie wirkliche Schw\u00e4chen der Linken trifft, wurden diese Argumente schon fr\u00fcher und ausf\u00fchrlicher vorgebracht. Die politischen Schu\u00dffolgerungen der krisis-Gruppe bedienen auch ein Bed\u00fcrfnis der kleinb\u00fcrgerlichen Linken, besonders des autonomen Milieus. Die &#8222;Aufhebung der Arbeit&#8220; erfreut sich bei diesen Gruppierungen nicht aufgrund ernster revolution\u00e4ren Ziele und theoretischer Anstrengungen solcher Beliebtheit sondern vor allem, weil damit die kleinb\u00fcrgerliche Existenzweise der Autonomen h\u00f6here &#8222;anti-kapitalistische\u201d Weihen erh\u00e4lt. &#8222;Abschaffung der Arbeit&#8220;, nichts tun und schon gar keine Verantwortung \u00fcber den Mief des autonomen &#8222;Zusammenhangs&#8220; hinaus \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen &#8211; das spricht dieser anti-proletarischen geistigen und sozialen Str\u00f6mung aus der Seele.<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert jedoch nichts daran, da\u00df der Proletariatsbegriff nur gerettet werden kann, wenn er durch eine Kritik seiner Verst\u00fcmmelung wieder auf die H\u00f6he der Zeit gehoben wird. Denn es handelt sich hier keineswegs um einen Streit um blo\u00dfe Begriffe, sondern um die prinzipielle Frage der M\u00f6glichkeit einer radikalen Umw\u00e4lzung des Kapitalismus in seiner heute neu erscheinenden Form, unter den Bedingungen einer wesentlich neu formierten Klassenlandschaft, nach einer historischen Entwicklung, die durch den jahrzehntelangen Bruch revolution\u00e4rer Kontinuit\u00e4t in der Arbeiterbewegung gekennzeichnet war.<\/p>\n<p>Da kann man sich nicht auf die Wiederholung revolution\u00e4rer Programme der Vergangenheit, auf &#8222;das kann man alles bei den Klassikern nachlesen&#8220; etc. zur\u00fcckziehen. Diese Situation erfordert eine fundamentale, programmatische Neuorientierung, einen neuen Anlauf im Herausbildungsproze\u00df der Arbeiterklasse als revolution\u00e4rer Klasse. Das bedeutet aber auch, da\u00df Grundkategorien, wie der Klassenbegriff, neu angeeignet werden und aus ihrer verkn\u00f6cherten, \u00fcberkommenen Form herausgel\u00f6st werden m\u00fcssen, um immer wieder neu gegen die verfehlten Denkmuster des degenerierten Marxismus anzuk\u00e4mpfen. Schlie\u00dflich ist klar, da\u00df im Zeitalter des postmodernistischen Irrationalismus nicht blo\u00df in Frage gestellt wird, da\u00df das Proletariat das revolution\u00e4re Subjekt der Ver\u00e4nderung sein kann. Es wird grundlegend die Suche nach einem solchen &#8222;umfassenden Subjekt&#8220; f\u00fcr &#8222;mythologisierend&#8220; und totalit\u00e4r erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>In den poststrukturalistischen Dekonstruktionen des &#8222;Proletariats-Mythos&#8220; wird mehr oder weniger der Versuch in der Vielheit der differierenden &#8222;Subsysteme&#8220; noch ein Subjekt, ein Bewu\u00dftsein des Gesamtzusammenhangs, ein gemeinsames Handeln zu schaffen, als blo\u00dfes Erzeugen eines neuen Subsystems von objektivierenden Zw\u00e4ngen erkl\u00e4rt. Dieser an sich banale, aber sehr wortreich vorgetragene Versuch, eine &#8222;aufs Ganze&#8220; zielende politische Orientierung f\u00fcr unm\u00f6glich zu erkl\u00e4ren, mu\u00df hier nicht weiter behandelt werden.<\/p>\n<p>Er wurde eigentlich schon von Lukacs in seinem Aufsatz &#8222;Die Verdinglichung und das Bewu\u00dftsein des Proletariats&#8220; eindrucksvoll dargelegt, in dem er zeigte, wie sich das b\u00fcrgerliche Denken gegen die Kategorie der Totalit\u00e4t wehrt, gerade weil hinter der scheinbaren Un\u00fcbersichtlichkeit und Vielheit der verschiedensten Teilsysteme der kapitalistischen Gesellschaft, ein doch ganz eindeutiger, totalit\u00e4rer Zusammenhang besteht: der Wert und seine Bewegungsformen, der schlie\u00dflich sehr wohl ein allumfassendes Subjekt hervorbringt, wenn auch nur das &#8222;automatische Subjekt&#8220; des sich selbst verwertenden Wertes, auch Kapital genannt.<\/p>\n<p><em>Quelle:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.arbeitermacht.de\/rm\/rm28\/arbeiterklassekap1.htm%20vom%2025\"><em>arbeitermacht.de&#8230;<\/em><\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> K. Marx, &#8222;Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung&#8220;; MEW Band 1, S.391<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> ebd., S.390<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> ebd.,S.385<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> ebd., S.391<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> G. Lukacs, &#8222;Die moralische Sendung der kommunistischen Partei&#8220;(1920); aus: ,&#8220;Taktik und Ethik&#8220;, Darmstadt, 1975; S.222<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> siehe: &#8222;Sozialismus und Demokratisierung&#8220;, FfM, 1987; S.97<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Unter &#8222;Partei neuen Typs&#8220; verstehen wir hier die Bolschewistische Partei Lenins. Keineswegs meinen wir die anti-revolution\u00e4ren b\u00fcrokratischen Gebilde, die Stalinisten und Maoisten als &#8222;Parteien neuen Typs&#8220; bezeichneten, die jedoch das genaue Gegenteil der leninschen Partei darstellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Trotzki, Weitere Diskussionen \u00fcber das \u00dcbergangsprogramm, in: Der Todeskampf des Kapitalismus und die Aufgaben der IV. Internationale, S. 62<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> L. Trotzki, &#8222;Was nun?&#8220;, aus: Schriften \u00fcber Deutschland, S.202f<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> ebd., S.204f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> T. Adorno, Sp\u00e4tkapitialismus oder Industriegesellschaft, Stuttgart 1969, S.21.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> ebd., S.21.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> R. Kurz, &#8222;Die letzten Gefechte&#8220;, in: krisis18, Bad Honnef 1996, S.45<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> K. Marx \/ F. Engels, Die Heilige Familie, MEW Band 2, S.37.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> R. Kurz, &#8222;Die letzten Gefechte&#8220;, in: krisis18, Bad Honnef 1996, S.49<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Markus Lehner. Der Klassenbegriff ist f\u00fcr Marxisten das zentrale Moment f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Wesens gesellschaftlicher Prozesse und f\u00fcr deren Ver\u00e4nderbarkeit durch politisches Handeln. 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