{"id":1827,"date":"2017-01-10T19:08:30","date_gmt":"2017-01-10T17:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1827"},"modified":"2017-01-10T19:09:40","modified_gmt":"2017-01-10T17:09:40","slug":"wer-brachte-trump-ins-weisse-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1827","title":{"rendered":"Wer brachte Trump ins Weisse Haus ?"},"content":{"rendered":"<p><em>Kim Moody. <\/em>Die vorherrschende Interpretation der Pr\u00e4sidentschaftswahlen von 2016 will, dass die Wahlen durch eine starke Abwanderung der traditionellen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern aus der Industriearbeiterklasse aus der Demokratischen Partei<!--more--> gezeichnet war und die Arbeiterklasse aus dem \u00abRust Belt\u00bb mit der Stimme f\u00fcr Donald J. Trump somit den \u00abliberalen\u00bb Eliten eine saftige Ohrfeige verpasst h\u00e4tte. Aber stimmt diese Geschichte?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Wahrheit Trump nicht die Bev\u00f6lkerungsmehrheit hinter sich hat, so hat er doch die Stimmen der Mehrheit der weissen W\u00e4hler (58 %) erhalten. Ferner hat er in den w\u00e4hlerst\u00e4rksten Staaten aus dem \u00abRust Belt\u00bb gewonnen, auf denen die Medien ihre Interpretationen aufbauen, was an sich schon ernste Fragen auswirft. Wer waren diese weissen Stimmen? War es die Verschiebung der Mehrheit, die Trump zum Sieg verhalf?<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend den Prim\u00e4rwahlen, als die Trump-Revolte einsetzte, zeigte sich in den Umfragen, dass die ganzen Wahlen durch einen starken Einschlag in Richtung der besser gestellten Teile der US-amerikanischen Gesellschaft gekennzeichnet sein werden, und dass dort Trump besser abschneiden w\u00fcrde als Clinton. Wenn wir die\u00a0 W\u00e4hlersegmente der 26 % der Haushalte mit einem Einkommen \u00fcber 100\u00b4000 $ betrachten, die heutzutage kaum zu den\u00a0 Arbeiterhaushalten gerechnet werden k\u00f6nnen, so sehen wir, dass Clinton daraus nur 34 % ihrer Stimmen erhielt und Trump mit 35 % leicht dar\u00fcber lag.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>Mit anderen Worten waren die oberen Einkommensgruppen bei den Stimmenden \u00fcberrepr\u00e4sentiert und beide Kanditaten bezogen einen \u00fcberproportionalen Anteil ihrer Stimmen aus den wohlhabenden Segmenten, wobei Trump noch etwas st\u00e4rker von diesem Effekt profitierte. Dies als solches schliesst eine Verschiebung der Arbeiterklasse in Richtung von Trump noch nicht aus, doch ist die dahinterliegende Definition in der Medienversion problematisch.<\/p>\n<p>Unter anderem stimmt die grosse Mehrheit ohne <em>college<\/em>-Abschluss \u00fcberhaupt nicht ab.\u00a0 Dann sind Leute, die nicht abstimmen, im Allgemeinen links von denjenigen, die \u00fcber wirtschaftliche Fragen und die Rolle der Regierung abstimmen. Von den 135,5 Millionen weissen Amerikanern und Amerikanerinnen ohne h\u00f6heren Schulabschluss w\u00e4hlte etwa ein F\u00fcnftel Trump \u2013 eine Minderheit, die diesen grossen Bev\u00f6lkerungsteil nur sehr schlecht repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Ein anderes Problem besteht darin, dass es lediglich etwa 18,5 Millionen weisse Industriearbeiter gibt, der als Prototyp des abtr\u00fcnnigen weissen Arbeiters gelten.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Wenn wir diese Zahl verdoppeln, um die Ehepartner bzw. Ehepartnerinnen einzurechnen, sind wir bei knapp 40 Millionen und wenn wir voraussetzen, dass niemand darunter einen h\u00f6heren Schulabschluss hat, so haben wir immer noch nur einen Drittel dieser weissen Erwachsenen ohne den angeblich klassendefinierenden h\u00f6heren Schulabschluss.<\/p>\n<p>Sicherlich, es gibt noch etwa 14 Millionen weisse Angestellte im Dienstleistungsbereich, die zur Arbeiterklasse gerechnet werden. Wenn wir jedoch diese und ihre Ehepartner einschliessen, so liegen wir immer noch nur leicht \u00fcber der H\u00e4lfte der 70 % unter den weissen Erwachsenen in den USA, die ohne einen h\u00f6heren Schulabschluss sind.<\/p>\n<p>Es gibt auch Millionen von Amerikanerinnen und Amerikanern ohne h\u00f6heren Schulabschluss, die nicht zur Arbeiterklasse geh\u00f6ren und die mit h\u00f6herer Wahrscheinleichkeit w\u00e4hlen als die \u00abzur\u00fcck gebliebenen\u00bb Industriearbeiter. So sind da die 17 Millionen Kleinstunternehmer und -unternehmerinnen ohne einen solchen Abschluss. Wie eine Aufstellung der National Small Business Association zeigt, sind 86 % Kleinstunternehmer Weisse, sind zweimal h\u00e4ufiger republikanisch als demokratisch, beinahe zwei Drittel sehen sich als konservativ an (78 % in wirtschafltichen Fragen) und 92 % von ihnen erkl\u00e4ren, dass sie regelm\u00e4ssig an nationalen Wahlen teilnehmen.<\/p>\n<p>Sie verdienten 2016 im Durchschnitt 112\u00b4000 $, demgegen\u00fcber betr\u00e4gt der j\u00e4hrliche Durchschnittslohn 48\u00b4320 $.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> Wenn man deren Lebenspartner bzw. -partnerin dazurechnet so k\u00f6nnte diese typisch kleinb\u00fcrgerliche Gruppe allein leicht die 29 Millionen Stimmenden f\u00fcr Trump ausgemacht haben, die \u00fcber keinen h\u00f6heren Abschluss verf\u00fcgen.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p>Dann gibt es 1,8 Millionen Manager, 8,8 Millionen Vorgesetzte und 1,6 Millionen Polizisten, die f\u00fcr ihre Stelle keinen h\u00f6heren Abschluss ben\u00f6tigen. Dazu k\u00f6nnen wir Versicherungs- und Grundst\u00fcckmakler und -angestellte z\u00e4hlen und so weiter.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a> Einige von ihnen m\u00f6gen \u00fcber einen solchen Abschluss verff\u00fcgen, aber es ist klar, dass es in den USA Dutzende Millionen Lohnabh\u00e4ngige ohne einen h\u00f6heren Abschluss ausserhalb der Arbeiterklasse gibt und die sehr wahrscheinlich traditioneller und h\u00e4ufiger republikanisch w\u00e4hlen, als dies die Mehrheit der weissen Industriearbeiter tut.<\/p>\n<p>Das vergleichsweise hohe Einkommen eines grossen Teils der Trump-Stimmenden verweist auf eine \u00fcberwiegend mittelklassengebundene und kleinb\u00fcrgerliche Basis von Trump \u2013 eine Hypothese, die der Economist in seiner k\u00fcrzlichen \u00dcbersicht zu den Trumpw\u00e4hlern aufstellte, als er schrieb: \u00ab\u2026 die Idee, dass vor allem die armen, bildungsfernen Stimmenden zu Trump hingezogen werden, ist ein wenig ein Mythos.\u00bb <a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> Die erste Schlussfolgerung daraus ist, dass der Wahlsieg Trumps vor allem den Mittelschichten und h\u00f6heren Einkommen zuzuschreiben ist.<\/p>\n<p><strong>Trumps Stimmen aus den Gewerkschaften<\/strong><\/p>\n<p>Um zu untersuchen, wie die weissen Industriearbeiter und -arbeiterinnen und die \u00e4hnlich gestellten Segmente der Arbeiterklasse zu Trumps Sieg beitrugen, werfen wir einen Blick auf die Verschiebungen im Stimmverhalten in gewerkschaftlich organisierten Haushalten bei nationalen Wahlen. Nat\u00fcrlich ist diese Methode nicht perfekt, da heute nurmehr eine Minderheit der Arbeiterinnen und Arbeiter einer Gewerkschaft angeh\u00f6rt, etwa die H\u00e4lfte im \u00f6ffentlichen Bereich arbeitet und nichtweisse Arbeiterinnen und Arbeiter etwa einen Viertel von allen ausmachen.<\/p>\n<p>Trotzdem k\u00f6nnen wir als sicher annehmen, dass die Verschiebungen in der Arbeiterklasse in Richtung Republikaner meistens von weissen Gewerkschaftsmitgliedern und ihren Familien herkommen. Dabei ist es wichtig zu bedenken, dass bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen die Gewerkschaftsstimmen einen immer kleineren Anteil an der Gesamtstimmenzahl ausmachen; sie fielen von 26 \u2013 27 % 1980 auf 18 % 2016, so dass die Auswirkung der Gewerkschaftsstimmen zur\u00fcckging, wenn auch nicht verschwunden ist. <a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a><\/p>\n<p><strong>Stimmen der Gewerkschaftshaushalte in Pr\u00e4sidentschaftswahlen, 1976 &#8211; 2016<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jahr Dem. Rep. Andere<\/strong><\/p>\n<p>2016 51% 43% \u00a06% andere\/Leerstimmen<\/p>\n<p>2012 58% 40%<\/p>\n<p>2008 59% 39%<\/p>\n<p>2004 59% 40%<\/p>\n<p>2000 59% 37%\u00a0\u00a0 1% Buchanan, 3% Nader<\/p>\n<p>1996 60% 30%\u00a0\u00a0 9% Perot<\/p>\n<p>1992 55% 24%\u00a0\u00a0 21% Perot<\/p>\n<p>1988 57% 43%<\/p>\n<p>1980 48% 45%\u00a0\u00a0 7 % Anderson<\/p>\n<p>1976 62% 38%<\/p>\n<p>Quelle: Roper Center, <a href=\"http:\/\/ropercenter.cornell.edu\/polls\/us-elections\/how-groups-voted\/how-groups-voted\/\">\u201cHow Groups Voted\u201d, 1976-2012<\/a>; CNN politics, election2016, <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/election\/results\/exit-polls\/national\/president\">\u201cExit Polls, National President\u201d<\/a>.<\/p>\n<p>Zwei Dinge fallen in der Tabelle auf. Erstens hat im Durchschnitt ein Viertel der Gewerkschaftshaushalte in Pr\u00e4sidentschaftswahlen \u00fcber lange Zeit republikanisch gew\u00e4hlt, wobei die Demokraten \u00fcber die vergangenen 40 Jahre leicht weniger als 60 % der Gewerkschaftshaushalte hinter sich hatten. Nur 1948 und 1964 w\u00e4hlten die Gewerkschaftshaushalte mit \u00fcber 80 % einen demokratischen Kandidaten, Harry Truman bzw. Lyndon B. Johnson. <a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a><\/p>\n<p>Dessenungeachtet gab es eine kleine Verschiebung zugunsten Trumps mit 40 % im Jahre 2012 an republikanischen Stimmen gegen\u00fcber von 43 % 2016. Diese drei Prozentpunkte entsprechen \u00fcber das ganze Land knapp 800\u00b4000 Stimmen aus Gewerkschaftshaushalten.<\/p>\n<p>Noch interessanter ist die Tatsache, dass die demokratischen Stimmen bei Gewerkschaftshaushalten seit 2012 um sieben Prozent gefallen sind; dies deshalb, weil diese eine andere Partei w\u00e4hlten,\u00a0 die Frage bei der Umfrage nicht beantworteten oder nicht w\u00e4hlten und nicht an der Umfrage teilnahmen. Dieser R\u00fcckgang deutet klar auf einen Verlust des R\u00fcckhaltes der Demokraten in Gewerkschaftshaushalten seit 2012.<\/p>\n<p>Allerdings ist diese Verschiebung von Gewerkschaftshaushalten zugunsten von Trump weniger dramatisch als der Umschwung zwischen 1976 und 1980 zugunsten von Reagan; dies umso mehr, als damals die Demokraten unter Carter zwar 14 % verloren, aber davon die H\u00e4lfte dem Unabh\u00e4ngigen Anderson und nicht Reagan zugute kamen. Bei jenen Wahlen machten zudem die Gewerkschaftshaushalte noch 26 % der gesamten W\u00e4hlerschaft aus.<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a><\/p>\n<p>In anderen Worten, Trump zog sowohl einen kleineren Anteil als auch eine kleinere Anzahl dieser Stimmen auf sich als Reagan oder Anderson. Die gleichen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, die sich gelegentlich zwischen Demokraten, Republikanern und starken Kandidaten von Drittparteien hin- und herbewegen, wie Anderson, Ross Perot, der 1992 21 % der Gewerkschaftshaushalte f\u00fcr sich gewann und Ralph Nader, der 2000 drei Prozent gewann.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a> Die Bedeutung der Verschiebung von 2016 ist sicherlich unheilvoller, aber seine Vorgeschichte reicht auf die lange Zeit der Rechtsbewegung der Demokraten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>All dies besagt nicht, dass die Wende in den Gewerkschaftshaushalten oder der Stimmenden aus der weissen Arbeiterklasse nicht mit einer konservativen Werthaltung, mit Rassismus und gerade in den Wahlen von 2016 mit Sexismus bei vielen weissen Angeh\u00f6rigen der Arbeiterklasse und der Mittelschichten zusammenh\u00e4ngt, wie auch mit ihrer wachsenden Wut \u00fcber ihre sich verschlechternde Lage.<\/p>\n<p>Trump gewann 10 Millionen Gewerkschaftshaushalte gegen\u00fcber von 12 Millionen f\u00fcr Clinton. Diese Zahlen sind sicher bedeutsam, wir wissen jedoch, dass es sich dabei nicht um ein neues Ph\u00e4nomen handelt und viele bereits l\u00e4nger republikanisch w\u00e4hlen. Dies ist nat\u00fcrlich kein Trost, sondern es ist eine Folge aus der betonten Hinwendung der Demokratischen Partei zu h\u00f6heren Einkommenssegmenten, die unter Bill Clinton und ihrem F\u00fchrungsgremiums einsetzte.<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a><\/p>\n<p>Es scheint klar zu sein, dass viele aus der weissen Arbeiterklasse Trump w\u00e4hlten, die 2008 oder 2012 Obama w\u00e4hlten, selbst wenn noch mehr einfach nicht w\u00e4hlen gingen.<\/p>\n<p><strong>Das selbstverschuldete Debakel der Demokraten<\/strong><\/p>\n<p>Selbst wenn es eine Verschiebung bei der weissen Industriearbeiterschaft und bei den Gewerkschaftshaushalten zugunsten von Trump gab, so war sie doch deutlich kleiner als der gesamte R\u00fcckgang der demokratischen W\u00e4hlerschaft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend neuere Gesetze zur Kontrolle der W\u00e4hler, wie staatliche beglaubigte Photos in 17 Gliedstaaten und die rassenm\u00e4ssige Bereinigung von W\u00e4hlerlisten in vielen Staaten viele Schwarze, Latinos und arme Weisse zweifellos vom W\u00e4hlen abgehalten hat, so haben doch die meisten, die den Wahlen ferngeblieben sind, keinen wirklichen Grund gesehen, einen der Kandidaten, eine der Kandidatinnen zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig verharrte die Wahlbeteiligung der Arbeiterklasse zum Teil auch auf tiefem Niveau, weil die politischen Parteien den direkten Kontakt, zum Beispiel \u00fcber Hausbesuche, gerade mit den unteren Schichten zugunsten von bezahlten Kampagnenmitteeln, wie Fernsehwerbung oder neuen Medien aufgegeben haben, um ihnen nahestehende W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler anzusprechen.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a><\/p>\n<p>Zu diesem Zwecke wurden von spezialisierten Firmen riesige Mengen von pers\u00f6nlichen Daten gesammelt, diese werden mit w\u00e4hleranzielenden Algorithmen verarbeitet und verkauft. Gem\u00e4ss John Aristotle Phillips, dem Leiter von Aristotle, verm\u00f6gen sie der Kundschaft \u00abbis zu 500 verschiedene Datenelemente f\u00fcr jede Person liefern.\u00bb<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a> Die Parteien oder Kampgnen, die diese Dienstleistung kaufen, nutzen diese, um zielgerechte Botschaften an bestimmte Gruppen oder sogar an einzelne W\u00e4hler via Internet oder spezielle Plattformen auszusenden; Facebook machte mit den Wahlen von 2016 ein Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Die Ausgaben f\u00fcr digitale politische Werbekampagnen betrugen 2009 22 Millionen $, 2012 158 Millionen $ und f\u00fcr 2016 geht man von einer Milliarde $ aus; 2020 sollen es 3 Milliarden $ sein. Jedenfalls werden sie weiterhin steigen, da sie weiter entwickelt werden und bis zu lokalen Wahlen hinunter eingesetzt werden, wie die digitale Plattform DSPolitical der Demokraten andeutet.<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a><\/p>\n<p>Abgesehen von den steigenden Kosten und der wachsenden Erosion unserer Privatsph\u00e4re, wird diese aufdringliche gezielte Werbung bei US-Wahlen die politischen Kampagnen immer weiter vom direkten menschlichen Kontakt losl\u00f6sen. So kommentieren die Reporter vom Guardian, dass \u00abdie zuk\u00fcnftigen Kampagnen ebensosehr von der F\u00e4higkeit abh\u00e4ngen, die Leute quer durch ihre Bildschirme und Apps zu verfolgen, wie von Hausbesuchen und dem Verteilen von Flugbl\u00e4ttern.\u00bb<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a><\/p>\n<p>Nicht dass keine Hausbesuche oder keine Telefonanrufe mehr gemacht w\u00fcrden. Aber die Algorithmen, die die beschr\u00e4nkte Anzahl der tat\u00e4chlichen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, die zu besuchen sind oder denen angerufen wird, bestimmen, zielen letztendlich auf den wohlhabenderen Teil der Bev\u00f6lkerung. Die Kampagne zur Wahlaufforderung wurde zur Kampagne zur Wahlaufforderung an die Wohlhabenderen. Wichtiger noch, die Gestaltung des politischen Prozesses \u2013 bereits als solches eine Art Auktion \u2013 wird noch mehr an profitorientierte \u00abExpertenfirmen\u00bb ausgelagert, die die erforderlichen Dienstleistungen anbieten.<\/p>\n<p>Kurzum, trotz der grossen Summen gesammelten und verteilten Geldes, trotz aller digitalen und Expertenweisheit dieser \u00abPartei des Volkes\u00bb und Clinton\u2019s angeblich massiv eingesetzter \u00abBasisarbeit\u00bb in den entscheidenen Gliedstaaten, kann die Demokratische Partei \u2013 und sie versucht dies auch nicht \u2013 gen\u00fcgend ihrer traditionellen Anh\u00e4nger und Anh\u00e4ngerinen (Schwarze, Latinos, die weisse Arbeiterklasse und Gewerkschaftsmitglieder) zu mobilisieren, um nationale oder bundesstaatliche Wahlen in diesen entscheidenden Bundesstaaten zu gewinnen.<\/p>\n<p>Sicherlich gewann Clinton landesweit von der Stimmenzahl her die Wahlen, vielleicht gar, wie sich John Nicols in The Nation br\u00fcstet, mit einem \u00abnoch nie dagewesenen\u00bb Vorsprung von 2 Millionen Stimmen. Das Problem dabei ist, dass allein 1,5 Millionen davon Clintons Vorsprung in New York City zuzuschreiben sind.<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a> Die Mehrheiten in den K\u00fcstenstaaten Kalifornien und New York machen ihren Vorsprung aus, im Rest des Landes stagnieren die Demokraten oder sind im R\u00fcckzug begriffen.<\/p>\n<p>Die Demokraten sind und waren \u00fcber Jahrzehnte die Partei des (neoliberalen) Status quo, wobei Millionen aller Rassen sehen, wie sich ihr Lebensstandard verschlechtert und ihre Zukunftsperspektiven verd\u00fcstern und sie von daher den Status quo verabscheuen. Und die vielen demokratischen Million\u00e4re im Kongress (das durchschnittliche Verm\u00f6gen der demokratischen Abgeordneten betr\u00e4gt 5,7 Millionen $) und von deren Kumpels f\u00fchren allen vor Augen, dass diese zur nationalen Elite geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Arbeitspl\u00e4tze in der Industrie, das Schrumpfen der gewerkschaftlichen Pr\u00e4senz, der Vormarsch von lausigen Jobs, der Abbau der Unterst\u00fctzung f\u00fcr St\u00e4dte, usw. haben nicht nur \u00abzornige weisse M\u00e4nner\u00bb geschaffen, die Trump gew\u00e4hlt haben, sondern auch Schwarze, Latinos und Asiaten, M\u00e4nner wie Frauen, die aus guten und vern\u00fcnftigen Gr\u00fcnden die Demokratische Partei nicht mehr als die Verteidiger ihrer Interessen ansehen.<\/p>\n<p>Viele unter diesen Vielen haben wirklich mit ihren F\u00fcssen gew\u00e4hlt. Bei den Kongresswahlen von 2014 belief sich die Zahl der Wahlabstinenten auf nahezu 128 Millionen erwachsene B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u2013 die Mehrheit der Wahlberechtigten<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a> -, der gr\u00f6sste Teil davon geh\u00f6rte zur unteren Mittelschicht und zur Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Demokraten in weiten Teilen des Landes keine Mehrheit mehr zustande bringen, ist die Tatsache, dass die Millionen von Nichtw\u00e4hlerinnen und -w\u00e4hlern\u00a0 im Durchschnitt links von denjenigen liegen, die an Abstimmungen \u00fcber wichtige wirtschaftliche Fragen teilnehmen.<\/p>\n<p>In einer Studie wird festgestellt, dass \u00abNichtw\u00e4hler und- w\u00e4hlerinnen um 17 % eher dazu neigen, mehr Regierungsleistungen und -ausgaben, mehr Arbeitsplatzgarantien und Massnahmen f\u00fcr abnehmende Ungleichheit zu bef\u00fcrworten\u00bb, als dies W\u00e4hler und W\u00e4hlerinnen tun.<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a><\/p>\n<p>Die Demokraten haben keine M\u00f6glichkeit, die n\u00f6tigen Kr\u00e4fte zu mobilisieren, um die Rechte zu schlagen, teilweise weil sie keine Politik anbieten k\u00f6nnen, um die Not der Mehrheit anzusprechen um so diese eher nach links tendierenden Nichtw\u00e4hlerinnen und -w\u00e4hler auf sich zu lenken.<\/p>\n<p>Landesweit haben die Demokraten seit 2009 eigentlich auf allen Ebenen Wahlen verloren. In jenem Jahr hatten die Demokraten im 111. Kongress 257 Abgeordnete im Repr\u00e4sentantenhaus, 2015, im 114. Kongress war diese Zahl auf 118 gesunken, der tiefste Wert seit dem 80. Kongress 1947 \u2013 49; seitdem fiel die Wahlbeteiligung an Kongresswahlen in den Jahren ohne Pr\u00e4sidentschaftswahlen von 48 % auf 42 %.<\/p>\n<p>2016 gewannen die Demokraten im Repr\u00e4sentantenhaus \u00a0gerade mal sechs Sitze zur\u00fcck.<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> Zwischen 2009 und 2015 verloren die Demokraten 203 Sitze in den Senaten der Gliedstaaten und 716 Sitze in den grossen Kammern der Gliedstaaten. Ein Hinweis auf das, was 2016 in Ohio und Pennsylvania bevorsteht, wurde im Verlust von 21 Sitzen der Demokraten in den Parlamenten dieser Staaten zwischen 2009 und 2015 deutlich.<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a><\/p>\n<p><strong>Konsequenzen des Scheiterns<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Mal jedoch brachte der fallende demokratische R\u00fcckhalt nicht den Sieg eines gew\u00f6hnlichen Konservativen oder gar eines stumpfsinnigen Grobians, sondern eines demaggischen Rassisten, der wirklichen Schaden anrichten will. Und das wird er.<\/p>\n<p>Es wird Widerstand geben. Eher noch mehr Widerstand. Und dies wird auch neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Organisierung bieten, sogar in einem noch feindlicheren Umfeld. Gleichzeitig werden viele, einschliesslich nicht weniger unter der sozialistischen Linken versuchen, im \u00abgrossen Zelt\u00bb der Demokraten Unterschlupf zu finden. Sie werden ins Feld f\u00fchren, dass jetzt nicht die Zeit sei, sich die Demokraten vorzukn\u00f6pfen, sondern dass die wichtigste Aufgabe nun die Wahl eines demokratischen Kongresses sei, irgendeines demokratischen Kongresses, um Trump 2018 zur\u00fcckzubinden, wie dies die Republikaner mit Obama nach 2010 taten, und so weiter.<\/p>\n<p>Dieses politische Vorgehen wird jedoch lediglich den Neoliberalismus der Demokraten, ihre digitale Abh\u00e4ngigkeit und ihre gescheiterten Strategien verst\u00e4rken. Wie w\u00fcrden uns besser daran erinnern, zu welchen Folgen diese Ausrichtung \u00fcber die vergangenen vierzig Jahren gef\u00fchrt hat und in der Zukunft f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Dies wird zu keiner h\u00f6heren Wahlbeteiligung unter der Arbeiterklasse f\u00fchren, gerade nicht unter den Schwarzen und den Latinos. Die Wahlbeteiligung ist in den vergangenen Jahrzehnten gefallen, gerade bei den Wahlen zum Kongress.<\/p>\n<p>Die Wahlbeteiligung der Schwarzen und der Latinos in Jahren ohne Pr\u00e4sidentschaftswahlen, die lange unterhalb des Durchschnittes lag, ist seit 2010 stark zur\u00fcckgegangen und hat sich 2016 nicht erholt, trotz der Drohung eines Sieges von Trump.<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a><\/p>\n<p>Noch viel weniger als der Neoliberalismus wird der zentristische Liberalismus der Amtsinhaber und der aussichtsreichsten Kandidatinnen und Kandidaten diejenigen weissen Wahlberechtigten aus der Arbeiterklasse oder in Gewerkschaftshaushalten zur\u00fcckgewinnen, die seit Jahrzehnten die Republikaner w\u00e4hlen und noch weniger diejenigen, die sich aus Wut Trump zugewandt haben.<\/p>\n<p>Die Politik hat versagt, wie immer! Wer brachte Trump ins Weisse Haus? Die Demokraten.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/www.internationalviewpoint.org\/spip.php?article4825\"><em>internationalviewpoint.org\/&#8230;<\/em><\/a><em> vom 9. Januar 2017; \u00dcbersetzung durch Redaktion maulwuerfe.ch<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Nate Silver (2016) <a href=\"http:\/\/fivethirtyeight.com\/features\/the-mythology-of-trumps-working-class-support\/\">\u201cThe Mythology of Trump\u2019s \u2018Working Class\u2019 Support,\u201d FiveThirtyEight, May 3, 2016,<\/a>; CNN politics (2016).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> US Census (2014) Table 1, <a href=\"https:\/\/www.census.gov\/hhes\/socdemo\/education\/data\/cps\/2014\/tables.html\">\u201cEducational Attainment of the Population 18 years and Over, by Age, Sex, Race, and Hispanic Origin: 2014\u201d CPS, 2104<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> NSBA (2016) NSBA 2016 Politics of Small Business Survey. Washington DC: National Small Business Association, 4-6; SBA (2016) Demographic Characteristics of Business Owners and Employees, 2013. Washington DC: US Small Business Administration Office of Advocacy, 1; BLS (2015) Occupational Employment Statistics, <a href=\"http:\/\/www.bls.gov\/oes\/current\/oes_nat.htm#00-000\">\u201cMay 2015 National Occupational Employment and Wage Estimates United States\u201d<\/a>; Indeed (2016) <a href=\"http:\/\/www.indeed.com\/small-business-owner.htm\">\u201cSmall Business Owner Salary,\u201d<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> CNN politics (2016), <a href=\"http:\/\/edition.conn.com\/results\/exit-polls\">\u201cnational president,\u201d<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> BLS (2014b) <a href=\"http:\/\/www.bls.gov\/emp\/ep_table_107.htm\">\u201cOccupational employment, job openings and worker characteristics,\u201d Table 1.7<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> <em>The Economist<\/em> (2016) <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/blogs\/graphicdetail\/2016\/04\/daily-chart-14?zid=297&amp;ah=3ae0fe266c7447d8a0c7ade5547d62ca\">\u201cWhere Donald Trump\u2019s support really comes from,\u201d April 20, 2016<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Harry Enten (2014) <a href=\"http:\/\/fivethirtyeight.com\/datalab\/supreme-court-ruling-wounds-both-democrats-and-unions-neither-fatally\/\">\u201cHow Much Do Democrats Depend on the Union Vote?\u201d FiveThirtyEight, July 1, 2014<\/a>; CNN politics (2016) <a href=\"http:\/\/edition.conn.com\/results\/exit-polls\">\u201cnational president\u201d<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Kim Moody (2007) <em>US Labor in Trouble and Transition: The Failure of Reform from Above, The Promise of Revival from Below<\/em>. London: Verso, 145.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> Roper Center, <a href=\"http:\/\/ropercenter.cornell.edu\/polls\/us-elections\/how-groups-voted\/how-groups-voted\/\">\u201cHow Groups Voted,\u201d1980, 2014<\/a>; CNN politics (2016).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> Roper Center, <a href=\"http:\/\/ropercenter.cornell.edu\/polls\/us-elections\/how-groups-voted\/how-groups-voted\/\">\u201cHow Groups Voted,\u201d 1996, 2000<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> McElwee, Sean (2015) <a href=\"http:\/\/www.theatlantic.com\/politics\/archive\/2015\/09\/why-non-voters-matter\/405\">\u201cWhy Non-Voters Matter,\u201d <em>The Atlantic<\/em>, September 15, 2015<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> Donald Green and Michael Schwam-Baird (2016) \u201cMobilization, participation, and American democracy: A retrospective and postscript,\u201d Party Politics, March 2016, 22(2):158-164; NCSL (2016b) <a href=\"http:\/\/www.ncsl.org\/research\/elections-and-campaigns\/voter-id.aspex\">\u201cVoter Identification Requirements \/ VoterID Laws,\u201d National Conference of State Legislatures<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> Politics &amp; Policy (2016) <a href=\"http:\/\/politicsandpolicy.org\/article\/campaigns-and-voter-information-elections-digital-era\">\u201cCampaigns and Voter Infor\u00acmation: Elections in a Digital Age,\u201d<\/a>; Max Willens (2016) <a href=\"http:\/\/www.ibtimes.com\/election-2016-political-ads-xaxis-will-target-voters-using-their-digital-real-life-2176196\">\u201cElection 2016Ads: Xaxis Will Target Voters Using Their Digital And Real-Life Data\u201d, ibtimes, November 9, 2015<\/a>; DSPolitical (2016) <a href=\"http:\/\/dspolitical.com\/press-releases\/voter-targeted-ads-now-fingertips-thousands-democratic-campaigns\">\u201cNGP VAN and DSPolitical Join Forces Bringing Self-Service Voter Targeted Digital Advertising to Nearly Every Democratic Campaign in America,\u201d<\/a>; Sreenivasan, Hari (2012) <a href=\"http:\/\/www.pbs.org\/wgbh\/frontline\/film\/digital-campaign\/transcript\/\">\u201cThe Digital Campaign\u201d transcript, PBS<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> Davies, Harry and Danny Yadron, <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2016\/jan28\/facebook-voters-us-election-fed-cruz-targeted-ads-trump\">\u201cHow Facebook tracks and profits from voters in a $10bn election,\u201d <em>The Guardian<\/em>, January 28, 2016<\/a>; Green and Schwam-Baird (2016), 158-164; Willens (20126; DSPolitical (2016).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> Harry Davies and Danny Yadron, <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2016\/jan28\/facebook-voters-us-electionfed-cruz-targeted-ads-trump\">\u201cHow Facebook tracks and profits from voters in a $10bn election,\u201d <em>The Guardian<\/em>, January 28, 2016<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a> John Nichols (2016) <a href=\"https:\/\/www.thenation.com\/article\/hillary-clintons-popular-vote-victory-is-unprecedented-and-still-growing\/\">\u201cHillary Clinton\u2019s Popular-Vote Victory Is Unprecedented \u2014 and Still Growing,\u201d <em>The Nation<\/em>, November 17, 2016<\/a>; <em>New York Times<\/em> (2016c) Election 2016 <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/elections\/results\/new-york\">\u201cNew York Results,\u201d<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a> United States Elections Project (2016) <a href=\"http:\/\/www.electproject.org\/2016g\">\u201c2016 November General Election Turnout Rates,\u201d<\/a>; Thom File (2015), 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a> Sean McElwee (2014) <a href=\"http:\/\/www.demos.org\/publication\/why-voting-gap-matters\">\u201cWhy The Voting Gap Matters,\u201d Demos, October 23, 2014<\/a>; Sean McElwee (2015); Pew Research Center (2014) <a href=\"http:\/\/www.people-press.org\/2014\/10\/31\/the-party-of-nonvoters-2\/\">\u201cThe Party of the Nonvoters\u201d October 11, 2014<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a> US House of Representatives (2016) <a href=\"http:\/\/history.house.gov\/Institution\/Party-Divisions\/Party-Divisions\/\">\u201cParty Divisions of the House of Representatives,\u201d<\/a>; Thom File (2015) Who Votes? Congressional Elections and the American Electorate: 1978-2014. Washington DC: U.S. Department of Commerce, 3; NCSL (2009) <a href=\"http:\/\/www.ncsl.org\/documents\/statevote\/legiscontrol_2009.pdf\">\u201c2009 State and Legislative Partisan Composition,\u201d National Conference of State Legislatures<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a> NCSL (2009); NCSL (2015) <a href=\"http:\/\/www.ncsl.org\/documents\/statevote\/legiscontrol_2015.pdf\">\u201c2015 State and Legislative Partisan Composition,\u201d National Conference of State Legislatures<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a> File (2015), 1-4.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kim Moody. Die vorherrschende Interpretation der Pr\u00e4sidentschaftswahlen von 2016 will, dass die Wahlen durch eine starke Abwanderung der traditionellen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern aus der Industriearbeiterklasse aus der Demokratischen Partei<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,7],"tags":[45,76,46],"class_list":["post-1827","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-international","tag-neoliberalismus","tag-neue-rechte","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1827"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1827\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1829,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1827\/revisions\/1829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}