{"id":228,"date":"2014-07-16T13:29:18","date_gmt":"2014-07-16T11:29:18","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=228"},"modified":"2014-07-16T13:34:57","modified_gmt":"2014-07-16T11:34:57","slug":"krieg-dem-kriege-arbeiterbewegung-und-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=228","title":{"rendered":"Krieg dem Kriege, Arbeiterbewegung und Frauenbewegung"},"content":{"rendered":"<p>Ingrid Kohlhas<\/p>\n<p><b>I. Der Erste Weltkrieg <\/b><\/p>\n<p>Im Sommer 1914 hatten zahlreiche Menschen in St. Peterburg, Wien, Berlin, Paris, London den Ausbruch des Krieges jubelnd begr\u00fc\u00dft. Die Kriegsparteien mobilisierten eine bis dahin unbekannte Zahl von Soldaten und verwendeten modernste Waffentechnik. <!--more-->Zu Beginn des Krieges waren etwa 10 Millionen Soldaten im Einsatz, sp\u00e4ter 74 Millionen Soldaten. Eine gigantische Kriegsmaschinerie, Artillerie, Maschinengewehre, Schlachtschiffe, Unterseeboote, erste Panzer, Bombenflugzeuge und ab 1915 Giftgas f\u00fchrten zu einer Vernichtung von Menschen und Material, die alle bisherigen Vorstellungen \u00fcberstieg. Die Krieg f\u00fchrenden Parteien aktivierten jedes Mitglied ihrer Gesellschaft, wodurch die Trennung von Milit\u00e4r und Zivilbev\u00f6lkerung ins Wanken geriet. Im Verlaufe des Krieges wurde fast die gesamte m\u00e4nnliche und weibliche Bev\u00f6lkerung in den Krieg einbezogen. In der R\u00fcstungsindustrie und an den zivilen Arbeitspl\u00e4tzen ersetzten Frauen die M\u00e4nner, die zum Milit\u00e4rdienst einberufen wurden. Die zivile Produktion wurde immer mehr zugunsten der R\u00fcstungsindustrie zur\u00fcckgefahren. Der deutschen Bourgeoisie ging es um eine Vormachtstellung in Europa als Ausgangpunkt f\u00fcr die Erringung einer Weltmachtposition.<\/p>\n<p><b>Das Ende des Krieges<\/b><\/p>\n<p>Der Krieg endete mit 8 Millionen get\u00f6teten Soldaten, 20 Millionen verwundeten Soldaten und 7 Millionen Gefangenen, 1,1 Millionen anerkannten Kriegsinvaliden und ungez\u00e4hlten zivilen Opfern.<\/p>\n<p>Die Oktoberrevolution 1917 in Russland, Aufst\u00e4nde, Demonstrationen und Streiks in Deutschland, die Bildung von Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten in fast allen deutschen St\u00e4dten, besonders in den industriellen Zentren, bereiteten dem Krieg sein endg\u00fcltiges Aus. Die aristokratischen Dynastien in den deutschen L\u00e4ndern wurden gest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Am 9. November 1918 erreicht die Aufstandsbewegung Berlin, wo sich innerhalb weniger Stunden die Ereignisse \u00fcberst\u00fcrzen. Der Reichskanzler Max von Baden erkl\u00e4rt den Thronverzicht des Kaisers ohne dessen Einverst\u00e4ndnis und gibt sein Amt an den Vorsitzenden der Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) Friedrich Ebert ab. In der sich zuspitzenden Lage ruft\u00a0 Philipp Scheidemann (MSPD) die Republik aus. Kurz darauf verk\u00fcndet Karl Liebknecht (Spartakusbund) vor dem Berliner Schloss die Sozialistische Republik Deutschland und fordert: \u201eAlle Macht den Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten!\u201c<\/p>\n<p>Die reformistische MSPD tr\u00e4gt im B\u00fcndnis mit den alten Eliten den Sieg in den folgenden K\u00e4mpfen davon. Die revolution\u00e4re marxistische Opposition in der SPD und die internationalistische sozialistische Linke, die von Anfang an die Kriegsgefahr erkannt hatte, die sich keine Illusionen \u00fcber die Brutalit\u00e4t des kapitalistischen Wirtschaftssystem machte und die die meisten Opfer im Kampf gegen den Krieg gebracht hatte, erlitt eine bittere Niederlage.<\/p>\n<p>Trotzdem musste die Bourgeoisie einige Zugest\u00e4ndnisse an die ArbeiterInnenklasse machen: Achtstundentag bei vollem Lohnausgleich, Einf\u00fchrung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts, Gewerkschaften werden als Partner f\u00fcr den Abschluss kollektiver Tarifvertr\u00e4ge anerkannt, Betriebsr\u00e4te in Betrieben mit mehr als 50 Besch\u00e4ftigten zugelassen, alles in allem ein sozialpartnerschaftliches Programm der Bourgeoisie, um die drohende Sozialisierung ihrer Betriebe abzuwenden.<\/p>\n<p>\u201eDer Krieg ist nichts als die Erweiterung und Ausdehnung des Massenmordes, dessen sich der Kapitalismus auch im so genannten Frieden zu jeder Stunde am Proletariat schuldig macht. Gegen dieses Verbrechen wehren wir uns als Frauen und M\u00fctter. Wir denken nicht blo\u00df an die zerschmetterten und zerfetzten Leiber unserer Angeh\u00f6rigen, wir denken nicht weniger an den Massenmord der Seelen, der eine unausbleibliche Folge des Krieges ist.\u201c<\/p>\n<p>Aus einer Rede Clara Zetkins auf dem au\u00dferordentlichen Kongress der Sozialistischen Internationale im November 1912 in Basel. Zitiert nach Wurms.<\/p>\n<p><b>Ursachen des Krieges<\/b><\/p>\n<p>Die Entfaltung der Produktivkr\u00e4fte in der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, die Entwicklung von Naturwissenschaften und Technik hatten ein Niveau erreicht, das l\u00e4ngst die Grenzen des Privateigentums und des Nationalstaats sprengte. Dies soll am Beispiel zweier bekannter Naturwissenschaftlerinnen illustriert werden.<\/p>\n<p>Marie Curie, Franz\u00f6sin polnischer Herkunft, hatte die Radioaktivit\u00e4t und die radioaktiven Elemente erforscht. Lise Meitner, \u00d6sterreicherin mit j\u00fcdischen Wurzeln, entdeckte zusammen mit Otto Hahn und Fritz Strassmann 1939 im Kaiser Wilhelm Institut in Berlin die Kernspaltung und berechnete, welche gigantische Energiemenge dabei freigesetzt werden k\u00f6nnte. Beide Frauen meldeten sich im Ersten Weltkrieg freiwillig zum Kriegseinsatz. Sie halfen die neu entwickelten R\u00f6ntgenger\u00e4te bei der Behandlung verwundeter Soldaten einzusetzen, Marie Curie auf franz\u00f6sischer Seite, Lise Meitner auf deutscher Seite. Die beiden Physikerinnen sollen wegen der K\u00fcrze des Artikels beispielhaft stehen f\u00fcr die Mehrheit der b\u00fcrgerlichen Frauen, die sich von nationalistischem Gedankengut blenden lie\u00dfen und sich aktiv am Krieg beteiligten.<\/p>\n<p><b>\u201eBurgfrieden\u201c von SPD und\u00a0 Gewerkschaften<\/b><\/p>\n<p>Die beiden gr\u00f6\u00dften Organisationen der ArbeiterInnenklasse in Europa, SPD (1913: \u00fcber 2 Millionen Mitglieder, davon 174.754 Frauen) und die freien Gewerkschaften in Deutschland (1913 2.530.000 Mitglieder, davon 223.676 Frauen), sowie andere europ\u00e4ische Arbeiterparteien schlossen ein nationalistisches B\u00fcndnis mit ihren jeweiligen herrschenden Klassen und dem Militarismus, in Deutschland als Burgfrieden bezeichnet. So bewilligte die SPD- Reichstagsfraktion die Kriegskredite, Gewerkschaften verzichteten auf Arbeitsk\u00e4mpfe und gaben erk\u00e4mpfte Errungenschaften wie den Zehnstundentag preis. Ein \u201eFrieden\u201c, der vor allem auch auf Kosten der proletarischen Frauen geschlossen wurde.<\/p>\n<p><b>Arbeitsbedingungen im Ersten Weltkrieg<\/b><\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit in den ersten Kriegsjahren, nahezu Aufhebung aller Schutzbestimmungen f\u00fcr Arbeiterinnen und Arbeiter, Arbeitsbedingungen wie in der Fr\u00fchphase des Industriekapitalismus, Hunger, Not, Krankheit, miserable Wohnverh\u00e4ltnisse und eine enorm hohe Frauenerwerbsquote in den Jahren 1917\/18 kennzeichneten die Lage der Mehrzahl der Frauen im Ersten Weltkrieg. 1913 waren in Deutschland 10,8 Millionen Frauen erwerbst\u00e4tig, 1918 waren es 16 Millionen (75 % der Frauen im erwerbsf\u00e4higen Alter).<\/p>\n<p>Der Anteil der Frauen an den Erwerbst\u00e4tigen wuchs in diesem Zeitraum von 35 % auf 55 %. Die Frauenarbeit nahm zum Beispiel in der Metallindustrie, im st\u00e4dtischen Verkehrswesen, bei der Eisenbahn, bei der Post zu. Ab 1916 wurden zunehmend Arbeitskr\u00e4fte aus der zivilen Produktion wie der Textilindustrie und Bauwirtschaft in die R\u00fcstungsindustrie verlagert (Hindenburgprogramm). Das \u201eGesetz \u00fcber den vaterl\u00e4ndischen Hilfsdienst\u201c, verabschiedet am 2. Dezember 1916, erlaubte es, alle M\u00e4nner zwischen 16 und 60 Jahren zum \u201evaterl\u00e4ndischen Dienst\u201c zu verpflichten. Die proletarischen Frauen arbeiteten aufgrund von \u00f6konomischem Zwang. Dieser Zwang funktionierte nicht bei den Frauen der \u201ebesitzenden St\u00e4nde\u201c. Die Appelle f\u00fcr freiwilligen Dienst in der R\u00fcstungsindustrie und in der Landwirtschaft zeigten unter ihnen nur magere Ergebnisse.<\/p>\n<p>Verschiedene andere Formen der Zwangsarbeit wurden entwickelt. Der gesamte Schutz f\u00fcr Arbeiterinnen wurde aufgehoben: die Beschr\u00e4nkung der t\u00e4glichen Arbeitszeit auf 10 Stunden, die einst\u00fcndige Mittagspause, das Verbot der Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, das Verbot der Besch\u00e4ftigung von Frauen unter Tage.<\/p>\n<p>\u00dcberlange Arbeitszeiten, Doppelschichten, monatelang Nachtschichten ruinierten die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Zahl der Krankmeldungen nahm seit 1917 zu. Besonders h\u00e4ufig waren Gewerbekrankheiten wie Vergiftungen, Nervenerkrankungen, Bleichsucht, Blutarmut, Lungentuberkulose und allgemeine Ersch\u00f6pfung. Seit dem Kohlr\u00fcbenwinter 1916\/17 h\u00e4uften sich die F\u00e4lle von Hungertyphus. Sch\u00e4tzungen zur Folge verhungerten in Deutschland zwischen 1914 und 1918 500.000 bis eine Million Menschen.<\/p>\n<p>Nach der Einf\u00fchrung der Brotkarten (1915) bl\u00fchte der Schwarzhandel. Spekulanten wurden reich durch k\u00fcnstliche Verknappung. Die Preise stiegen w\u00e4hrend des Krieges schneller als die L\u00f6hne. Die Differenz von Frauen- und M\u00e4nnerl\u00f6hnen wurde zwar geringer, die L\u00f6hne der Arbeiterinnen betrugen aber 1918 nur 48 % der durchschnittlichen Arbeiterl\u00f6hne. In Berlin, Aachen, K\u00f6ln, Leipzig, M\u00fcnster, N\u00fcrnberg, Hamburg kommt es zu Hungerrevolten und Pl\u00fcnderungen, die zum Teil mit der Beteiligung von Frauen und Kindern hervor- ragend organisiert sind.<\/p>\n<p>Ab 1917 forderten die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter, die rebellierenden Frauen,\u00a0 nicht nur Brot, sondern auch Frieden, die Freilassung politischer Gefangener und Demokratie.<\/p>\n<p><b>II. Die proletarische Frauenbewegung und ihr Widerstand gegen den imperialistischen Krieg<\/b><\/p>\n<p>Um die Rolle des Widerstands der sozialistischen Frauen und anderen politischen Frauen im allgemeinen einordnen zu k\u00f6nnen, ist es erforderlich, sich zun\u00e4chst mit der sozialen Lage von Frauen vor dem Ersten Weltkrieg und mit den politischen Rahmenbedingungen dieses Widerstands zu befassen.<\/p>\n<p>So betrug zum Beispiel der Anteil der Frauen in den Gewerkschaften gerade einmal 10 %. Die aktiven Frauen, die mit Clara Zetkin versuchten, Frauen f\u00fcr die Sozialdemokratie zu gewinnen, z\u00e4hlten kaum mehr als 1.000.<\/p>\n<p><b>Die Lage der Frauen vor dem Ersten Weltkrieg<\/b><\/p>\n<p>Am Ende des 19. Jahrhunderts war die Anzahl der unverheirateten Frauen sehr hoch. Viele Frauen waren gezwungen sich zu prostituieren. Die Zahl der Prostituierten lag zwischen 100.000 und 200.000. Die Frauen der ArbeiterInnenklasse und die B\u00e4uerinnen mussten meistens von Beginn ihrer sexuellen Aktivit\u00e4ten an quasi ununterbrochen Schwangerschaften austragen. Entsprechend hoch waren M\u00fctter-, Kinder- und S\u00e4uglingssterblichkeit. In den Jahren 1902 bis 1906 wurden in Deutschland 2.236 Frauen wegen Abtreibungen verurteilt. Dies betraf nur einen Bruchteil der tats\u00e4chlichen Abtreibungen, die h\u00e4ufig zu Infektionen, Sterilit\u00e4t und Tod der Patientinnen f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Zwischen 1882 und 1907 verdreifachte sich die Zahl der Industriearbeiterinnen auf 1,5 Millionen. Die Arbeitsbedingungen waren schrecklich, \u00fcberheizte Werkst\u00e4tten voller sch\u00e4dlicher D\u00e4mpfe, mangelhafte Beleuchtung, unertr\u00e4glicher L\u00e4rm, wenige Pausen und polizei\u00e4hnliche Kontrollen, bei 10 bis 17 Stunden t\u00e4glicher Arbeitszeit. Die L\u00f6hne der Frauen betrugen oft nicht einmal die H\u00e4lfte der M\u00e4nnerl\u00f6hne. Sie arbeiteten meist in den Bereichen Textil, Bekleidung und Nahrung. Au\u00dferdem arbeiteten Frauen als Landarbeiterinnen, Heimarbeiterinnen und Hausangestellte mit \u00e4hnlich langen Arbeitszeiten und niedrigen L\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Aufgrund der Aktivit\u00e4ten der SozialistInnen wurden ab 1851 Arbeitsschutzma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt. Die Begrenzung der t\u00e4glichen Arbeitszeit, das Verbot der Kinderarbeit und Mutterschaftsurlaub wurden gesetzlich geregelt.<\/p>\n<p>Die Teilnahme an politischen Veranstaltungen war Frauen zwischen 1850 und 1905 per Gesetz verboten.<\/p>\n<p><b>Die Rechtsentwicklung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands<\/b><\/p>\n<p>Um die Jahrhundertwende kam es zu einer Rechtsentwicklung eines Teils der Sozialdemokratie. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr lagen in einer Verbesserung der Kampfbedingungen der Arbeiterklasse. Es kam zu einer au\u00dferordentlichen Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte in der Metallverarbeitung, dem Bergbau, der Chemie, der Elektrizit\u00e4t. Deutschland entwickelte sich zu einer der wichtigsten Industriem\u00e4chte. Das Proletariat stellte die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung dar. Es kam zu einer Erh\u00f6hung der L\u00f6hne, der Staat \u00fcbernahm soziale Aufgaben, wie \u00f6ffentliche Schulen, Arbeitsgesetzgebung, Sozialversicherungen. Die partielle Einf\u00fchrung des Parlamentarismus erm\u00f6glichte es der Sozialdemokratie, auf staatlicher Ebene Einfluss zu nehmen. Die Sozialdemokratie kontrollierte m\u00e4chtige Gewerkschaften mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern.<\/p>\n<p>Die Idee, der Kapitalismus sei sozial geworden und habe sein Wesen ge\u00e4ndert, fand immer mehr Anh\u00e4ngerInnen. Diese glaubten, das Wachstum der ArbeiterInnenbewegung und Reformen auf wirtschaftlicher und staatlicher Ebene w\u00fcrden Schritt f\u00fcr Schritt zum Sozialismus f\u00fchren. Dieser verh\u00e4ngnisvolle Irrtum f\u00fchrte zur Aufgabe der internationalen Solidarit\u00e4t innerhalb der Klasse, zur St\u00e4rkung des Nationalismus in der ArbeiterInnenbewegung und zum B\u00fcndnis der ArbeiterInnenparteien mit der jeweiligen nationalen Bourgeoisie. Die nationalistische Verblendung hinderte die Menschen am Kampf gegen das Verbrechen des imperialistischen Krieges.<\/p>\n<p>Der Reformismus fand eine soziale Basis in der \u201eArbeiteraristokratie\u201c und leistet vermittelt \u00fcber die Gewerkschaftsb\u00fcrokratien und Parteib\u00fcrokratien der b\u00fcrgerlichen Hegemonie in der ArbeiterInnenbewegung Vorschub.<\/p>\n<p>Die marxistische Opposition in Deutschland und in der II. Internationale bek\u00e4mpften den Revisionismus und den R\u00fcckschritt. Frauen, wie zum Beispiel Clara Zetkin, sahen im Revisionismus zu Recht eine Gefahr f\u00fcr die angestrebte Emanzipation der Frauen.<\/p>\n<p><b>Frauen in der Antikriegsbewegung<\/b><\/p>\n<p>Die M\u00fchen um die gewerkschaftliche Organisierung der Frauen, die verschiedenen Wahlrechtskampagnen, die Einf\u00fchrung des Internationalen Frauentags, die internationale Zusammenarbeit und Kongresse, teilweise unter den Bedingungen der Illegalit\u00e4t (Organisationsverbot f\u00fcr Frauen bis 1908), brachten trotz Repression und Verfolgung der Antikriegsbewegung Erfolge. Mit der Zunahme der Frauenerwerbst\u00e4tigkeit auf 55 % der Erwerbst\u00e4tigen verdoppelte sich im Verlaufe des Krieges die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Frauen auf 418.000. Hunderttausende traten 1917 in den Ausstand. Obwohl es an materiellen Anl\u00e4ssen f\u00fcr Streiks nicht mangelte, wurden zunehmend auch politische Forderungen gestellt: f\u00fcr die Aufhebung der Ausnahmegesetze (Hilfsdienst und Notgesetz), f\u00fcr sofortigen Friedensschluss, f\u00fcr ein demokratisches Wahlrecht. \u00dcber eine Million Menschen streikten im Januar 1918. Zeitgen\u00f6ssische Berichte von Streikenden, der Polizei und der Presse lassen den Schluss zu, dass im Januar 1918 haupts\u00e4chlich Frauen streikten. Sie wurden als die \u201eN\u00fcchternsten und Mutigsten\u201c geschildert und traten vielfach als Anf\u00fchrerinnen auf. Sie forderten die M\u00e4nner zur Solidarit\u00e4t auf und widersetzten sich Aufforderungen der Gewerkschaftsf\u00fchrung zum Abbruch der Streiks.<\/p>\n<p>&#8222;Die Gewerkschaften, die die SPD ins Leben gerufen hat und die sie vollkommen im Griff hat, z\u00e4hlen mehr als zwei Millionen Mitglieder und verf\u00fcgen \u00fcber ein j\u00e4hrliches Einkommen von 88 Millionen Mark. Ihre Mitglieder haben um die SPD herum ein weites Netz von parallelen Organisationen gekn\u00fcpft, die unter dem ein oder anderen Aspekt fast s\u00e4mtliche Lohnempf\u00e4nger erfassen und die sich auf all die Bereiche Jugend, Volkshochschulen, B\u00fcchereien und Lesegesellschaften, Freizeitgestaltung und Wandervereine, Verlagsh\u00e4user, Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte erstrecken. Das Bauwerk beruht auf dem soliden Ger\u00fcst eines kompetenten und effizienten technischen Verwaltungsapparats, der sich mit den modernsten Leitungs- und Werbemethoden auskennt.\u201c Pierre Brou\u00e9, R\u00e9volution en Allemagne, 1917-1923, Paris, (Editions de Minuit) 1971, zitiert nach Mahein et \u00e0l.<\/p>\n<p><b>III. Frauen und Arbeiterbewegung<\/b><\/p>\n<p>Bis 1908 bestanden in Deutschland gewisse rechtliche Schranken f\u00fcr die Mitarbeit von Frauen in Gewerkschaften. Ein Passus des preu\u00dfischen Vereinsrechts verbot Frauen die Mitgliedschaft in politischen Vereinen. Hierunter fielen zum Teil auch Gewerkschaften, insoweit sie zum Beispiel durch Einfluss auf die Sozialgesetzgebung politische Ziele verfolgten.<\/p>\n<p><b>Die gewerkschaftliche Organisierung von Frauen vor dem Ersten Weltkrieg <\/b><\/p>\n<p>Dass Frauen in den Gewerkschaften bis zur Jahrhundertwende nur eine geringe Rolle spielten, hat aber vor allem einen Grund: den \u201eproletarischen Antifeminismus\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> weiter Teile der Arbeiterbewegung. Die von Ferdinand Lassalle vertretene Richtung in der Sozialdemokratie und in der Gewerkschaftsbewegung trat strikt gegen au\u00dferh\u00e4usliche Erwerbsarbeit der Frauen auf.<\/p>\n<p>Anders als die M\u00e4nner hatten die Frauen seit ihrem Ausschluss aus den Z\u00fcnften im ausgehenden Mittelalter keine berufsst\u00e4ndische Tradition. Die Gr\u00fcndung der ersten Arbeiterinnenvereine Mitte des 19. Jahrhunderts geht auf die Initiative b\u00fcrgerlicher Frauen zur\u00fcck. Zum Teil hatten sie ausgesprochenen gewerkschaftlichen Charakter und schlossen sogar Lohntarifvertr\u00e4ge ab.<\/p>\n<p>Durch die Spaltung in einen b\u00fcrgerlichen und einen proletarische Fl\u00fcgel der Frauenbewegung verloren die Arbeiterinnenvereine an Wirksamkeit, denn ohne entscheidende Mitwirkung entweder der b\u00fcrgerlichen Frauen oder der M\u00e4nner der eigenen Klasse blieb ihnen der Erfolg versagt.<\/p>\n<p>Der Herausbildung einer sozialistischen Theorie der Frauenemanzipation unter Bebel, Engels und Clara Zetkin war es zu verdanken, dass die Schranken f\u00fcr Frauen in den M\u00e4nnergewerkschaften br\u00f6ckelten. Die Weber- und Textilarbeiterverb\u00e4nde waren die ersten, die Frauen aufnahmen. 1890 wurde mit Emma Ihrer die erste Frau in die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Generalkommission des gewerkschaftlichen Dachverbandes gew\u00e4hlt. Aber noch 1901 beharrten die Verb\u00e4nde der Lithographen, der Buchdrucker und der Gastwirtsgehilfen auf dem Ausschluss der Frauen.<\/p>\n<p><b>Demobilmachungsverordnungen nach dem Kriege<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Gewerkschaften w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges dazu beitrugen, die Wirtschaft durch Frauenarbeit in Gang zu halten, kamen die Demobilmachungsverordnungen von 1919 unter Mitwirkung f\u00fchrender Vertreter der Arbeiterbewegung zustande. Aufgrund dieser Verordnungen wurden Frauen massenhaft von ihren Arbeitspl\u00e4tzen zugunsten der von der Front heimkehrenden M\u00e4nner vertrieben.<\/p>\n<p>Weil w\u00e4hrend des Krieges die Facharbeiter fehlten, wurden Frauen auch als Schlosser, Werkzeugmacher und Einsteller ausgebildet. In der Metallindustrie verdoppelte sich zwischen 1914 und 1918 die Zahl der weiblichen Lehrlinge und der gelernten Arbeiterinnen. Die Gewerkschaften verhielten sich gegen\u00fcber dieser H\u00f6herqualifizierung der Frauen defensiv bis ablehnend.<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die gewerkschaftliche Organisierung von Frauen erreichte w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs einen H\u00f6hepunkt. 1,2 von 5,5 Millionen Gewerkschaftsmitgliedern waren Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 23 %. Nach dem Krieg setzte ein gewaltiger R\u00fcckgang der weiblichen Gewerkschaftsmitglieder ein.<\/p>\n<p><b>Der Internationale Frauentag<\/b><\/p>\n<p>Am 26. und 27. August 1910 fand im Folketshus in Kopenhagen die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz statt, an der etwa hundert Teilnehmerinnen aus siebzehn L\u00e4ndern mitwirkten, einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte war das Wahlrecht.<\/p>\n<p>\u201e\u201aIm Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller L\u00e4nder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation f\u00fcr das Frauenwahlrecht dient. Die Forderung muss in ihren Zusammenhang mit der ganzen Frauenfrage der sozialistischen Auffassung gem\u00e4\u00df beleuchtet werden. Der Frauentag muss einen internationalen Charakter tragen und ist sorgf\u00e4ltig vorzubereiten.\u2018Clara Zetkin, K\u00e4te Duncker und Genossinnen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Am Vorabend des 1. Weltkriegs<\/b><\/p>\n<p>Am 19. M\u00e4rz 1911 fand der erste Internationale Frauentag in D\u00e4nemark, Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz und den USA statt. Es beteiligten sich \u00fcber eine Million Menschen. Gewerkschaftslokale und S\u00e4le waren \u00fcberf\u00fcllt, auf Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen mussten weitere Kundgebungen veranstaltet werden. Im Jahre 1912 schlossen sich Frankreich, Holland und Schweden an. Die Forderungen waren: Frauenwahlrecht, Mutterschutz und der Achtstundentag.<\/p>\n<p>Der Parteiausschuss der SPD stufte den Frauentag als Fiasko ein und wollte ihn 1913 nicht mehr begehen. Aber da hatte er nicht mit dem Widerstand der Frauen gerechnet. So fand der Frauentag auch 1913 statt. Die Veranstaltungen dehnten sich auf kleinere St\u00e4dte aus. Im Verlaufe des Jahres 1913 traten 11.000 Frauen in die SPD ein. Das waren 85 % der neuen Mitglieder. Ein \u00e4hnliches Bild bot sich in den Gewerkschaften.<\/p>\n<p>Auch zum Frauentag 1914 gab es Kundgebungen f\u00fcr das Frauenwahlrecht, gegen Militarismus und f\u00fcr den Frieden. Das war f\u00fcr lange Zeit das letzte Jahr, in denen es zu Gro\u00dfveranstaltungen in Deutschland, Frankreich und \u00d6sterreich zum Internationalen Frauentag kam.<\/p>\n<p>\u201eKrieg dem Kriege\u201c \u2013 unter dieser Losung standen die Frauentagsveranstaltungen (1915) in den neutralen L\u00e4ndern. Trotz Zensur, Versammlungsverbot und Verhaftungen hielten die sozialistischen Frauen und die radikalen Pazifistinnen ihren Widerstand aufrecht.<\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1917 (23. Februar des russischen Kalenders) bildeten die Streiks der Petrograder Textilarbeiterinnen den Auftakt zur Februarrevolution, die den Sturz des Zaren zur Folge hatte und das Ende des Krieges einl\u00e4utete.<\/p>\n<p><b>Demonstrationen und Veranstaltungen gegen den Krieg<\/b><\/p>\n<p>Seit 1907 bestand Kriegsgefahr in Europa. In allen gro\u00dfen Industriestaaten wurde kr\u00e4ftig ger\u00fcstet. Man bereitete sich auf die Konkurrenz um Absatzm\u00e4rkte, ausbeutbare Kolonien, wirtschaftliche Vormachtstellungen und politische Einflussbereiche mit kriegerischen Mitteln vor.<\/p>\n<p>Die Beschl\u00fcsse der II. Sozialistischen Internationalen von 1907 und 1912 verpflichteten alle sozialistischen Parteien, Kriege zu verhindern und bei Kriegsausbruch mit allen Mitteln f\u00fcr die rasche Beendigung des Krieges einzutreten.<\/p>\n<p>Als die \u00f6sterreichische Regierung am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg erkl\u00e4rte, herrschte h\u00f6chste Gefahr. Dennoch schien der Weltkrieg aufhaltbar. Zwischen dem 26. Juli und 30. Juli demonstrierten allein in Berlin Hunderttausende. In Petersburg streikten 200.000 Arbeiterinnen und Arbeiter gegen die erwartete Kriegserkl\u00e4rung der russischen Regierung. F\u00fcr den 29. Juli rief das B\u00fcro der Internationale eine Sitzung nach Br\u00fcssel ein. An der \u00f6ffentlichen Abschlusskundgebung nahmen etwa 100.000 Menschen teil. Aus zahlreichen L\u00e4ndern gingen in der Br\u00fcsseler Zentrale Erkl\u00e4rungen von Gewerkschaftsf\u00fchrern ein, in denen sie f\u00fcr einen Generalstreik eintraten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist bekannt. Der Generalstreik wurde nicht ausgerufen. Am 2. August schlossen die Zentralvorst\u00e4nde der deutschen Gewerkschaften den Burgfrieden. Am 4. August stimmte die sozialdemokratische Reichstagsfraktion den geforderten Kriegskrediten zu. Das Desaster war komplett.<\/p>\n<p>Aber die Antikriegsbewegung wurde nicht m\u00fcde. Vom 25. bis 28. M\u00e4rz 1915 fand in Bern eine sozialistische Frauenkonferenz mit 25 Delegierten aus acht kriegf\u00fchrenden und neutralen L\u00e4ndern statt. Vier Wochen sp\u00e4ter trafen sich in Den Haag radikale Pazifistinnen: 1.136 Delegierte aus 12 Nationen. Die Antikriegsbewegung wurde st\u00e4rker, die Abwehrma\u00dfnahmen von Regierungs- und Milit\u00e4rbeh\u00f6rden sch\u00e4rfer. Die Bewegung gegen den Krieg war dennoch nicht aufzuhalten.3<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n<p><b>Verwendete Literatur: <\/b><\/p>\n<p>Annik Maheim, Alix Holt, Jaqueline Heinen, Frauen- und Arbeiterbewegung, erschienen im isp-Verlag, Frankfurt 1984, \u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen. \u201eFemmes et mouvement ouvrier\u201c erschienen bei Editions la br\u00e8che, Paris 1979.<\/p>\n<p>Renate Wurms: \u201eKrieg dem Kriege\u201c \u2013 \u201eDienst am Vaterland\u201c: Frauenbewegung im ersten Weltkrieg. aus Florence Herv\u00e9 (Hrsg.), K\u00f6ln, 1983<\/p>\n<p>Karin Bauer: Clara Zetkin und die proletarische Frauenbewegung, Berlin, 1978<\/p>\n<p>Kursbuch Geschichte, 2000, Cornelsen Verlag, Berlin<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Pl\u00f6tz, Die Daten-Enzyklop\u00e4die der Weltgeschichte, Freiburg, 1998<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Der Begriff ist problematisch, da der Antifeminismus bis heute eine die gesamte Gesellschaft betreffende Erscheinung ist. B\u00fcrgerlicher und proletarischer Antifeminismus speisen sich aus denselben Quellen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Claudia Pinl, Das Arbeitnehmerpatriarchat, K\u00f6ln 1973.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Renate Wurms, Der Internationale Frauentag, Wir wollen Freiheit, Frieden, Recht, Frankfurt am Main 1980.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel ist im Avanti erschienen und online beim <a href=\"http:\/\/www.rsb4.de\/\">Revolution\u00e4r Sozialistischen Bund<\/a> abrufbar. Er wurde von der Redaktion <i>maulwuerfe.ch<\/i> leicht bearbeitet.<\/b><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ingrid Kohlhas<br \/>\nI. Der Erste Weltkrieg<br \/>\nIm Sommer 1914 hatten zahlreiche Menschen in St. Peterburg, Wien, Berlin, Paris, London den Ausbruch des Krieges jubelnd begr\u00fc\u00dft. 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