{"id":2495,"date":"2017-09-05T17:30:56","date_gmt":"2017-09-05T15:30:56","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2495"},"modified":"2017-09-05T17:32:14","modified_gmt":"2017-09-05T15:32:14","slug":"2495","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2495","title":{"rendered":"Als Anarchisten in Genf ganze H\u00e4user abrissen"},"content":{"rendered":"<p><em>P. Kellner.<\/em><strong> In der Deutschschweiz der 1920er und 1930er Jahren waren die Gewerkschaften fest in sozialdemokratischer Hand. Nicht so in der Romandie. Viele der dortigen Bau- und Holzarbeiter waren vom Syndikalismus inspiriert und tr\u00e4umten von der Anarchie.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong> Regen Gebrauch machten diese Proleten von Kampfmitteln wie der direkten Aktion, dem Streik oder der Sabotage \u2013 und das mit einigem Erfolg. Ein j\u00fcngst publiziertes Buch erz\u00e4hlt nun erstmals die aussergew\u00f6hnliche Geschichte der \u00abAktionsliga der Bauarbeiter\u00bb \u2013 dem militanten Arm der Westschweizer Bauarbeitergewerkschaft.<\/strong><\/p>\n<p>Schon vor langer Zeit ist es angek\u00fcndigt worden, nun ist es endlich da. Und \u2013 so viel vorweg \u2013 das Warten hat sich gelohnt. Das Buch \u00abDie Aktionsliga der Bauarbeiter \u2013 Der Anarchismus erobert die Genfer Baustellen der Zwischenkriegszeit\u00bb ist nicht nur optisch ein Juwel. Auch in thematischer Hinsicht hat es Seltenheitswert. Schliesslich richtete der Historiker Alexandre Elsig den Fokus auf eine politische Str\u00f6mung, der die Schweizer Geschichtswissenschaft lange kaum Aufmerksamkeit schenkte. Freilich war der Anarchismus hierzulande meist eine marginale Erscheinung, dennoch hinterliess er vielerorts markante Spuren und war manchmal sogar eine wegweisende politische Kraft. So etwa im Genf der 1920er und 1930er Jahre. Es sind diese Spuren, denen Elsig ab 2009 im Rahmen einer Masterarbeit folgte. Vor zwei Jahren schliesslich goss der Autor seine akademische Schrift in eine noch leserfreundlichere Form, die mit Unterst\u00fctzung des\u00a0<a href=\"http:\/\/www.collegedutravail.ch\/\">Coll\u00e8ge du travail<\/a>\u00a0aus Genf in den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.enbas.net\/\">\u00c9ditions d&#8217;en bas<\/a>\u00a0erschienen ist. Einer Handvoll engagierten Genoss*innen aus der Romandie und aus Z\u00fcrich sowie dem Wiener Verlag\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bahoebooks.net\/\">bahoe books<\/a>\u00a0ist es zu verdanken, dass Elsigs Werk nun auch der deutschsprachigen Leser*innenschaft zug\u00e4nglich ist. Diese k\u00f6nnte das fesselnde Geschichtsbuch nun gen\u00fcsslich verschlingen, als w\u00e4re es ein Politthriller mit Lokalkolorit. Doch in Zeiten zahnloser Gewerkschaften und politischer Orientierungslosigkeit mag sie es vielleicht auch als Quelle der Inspiration aufnehmen.<\/p>\n<p><strong>Streik bringt den GAV<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Schock des Ersten Weltkriegs rafften sich die versplitterten anarchistischen Aktivist*innen der Romandie allm\u00e4hlich zusammen und suchten nach neuen Strategien. Nach dem grossen Gemetzel und dem weitgehenden Versagen der Arbeiter*innenorganisationen sollte wieder eine klassenk\u00e4mpferische Bewegung etabliert werden. Eine junge Generation von Arbeiter*innen kn\u00fcpfte hierf\u00fcr an die Ideen des revolution\u00e4ren Syndikalismus der Vorkriegszeit an. F\u00fcr die neue Offensive erwies sich die verbesserte Konjunktur ab Mitte der 1920er Jahren als fruchtbaren Boden. Und so verlangten die Genfer Bauarbeiter nach einem Mindestohn, dem freiem Samstagnachmittag sowie \u2013 als Absicherung \u2013 einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Im Mai des Jahres 1928 beschlossen schliesslich 700 Mitglieder der \u00abF\u00e9d\u00e9ration des ouvriers du bois et du b\u00e2timent\u00bb (FOBB) den Streik. Fast zwei Wochen r\u00fchrten die Genfer Bauarbeiter keinen Finger. Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Solidarit\u00e4t aus der Bev\u00f6lkerung und die Unterst\u00fctzung des moderateren kantonalen Gewerkschaftsbunds gab den Streikenden Aufwind. Die Zentrale des \u00abSchweizerischen Bau- und Holzarbeiterverbands\u00bb (SBHV), so der deutsche Name der FOBB, verweigerte dagegen von Z\u00fcrich aus jede Unterst\u00fctzung ihrer k\u00e4mpferischen Kollegen. Trotzdem siegte die FOBB \u00fcber die Unternehmer.<\/p>\n<p><strong>Der Kampf gelangt aus den Zeitungsspalten auf die Strasse<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem erfolgreichen Streik nahm die Bewegung merklich an Fahrt auf. Die FOBB verzeichnete Hunderte Neueintritte; die Genfer Anarchist*innen sahen sich in ihrer Strategie best\u00e4tigt. Die Bauarbeiter unter ihnen sind mehrheitlich der FOBB beigetreten und beerdigten ihre kleine \u00abAutonome Gewerkschaft\u00bb. Diese konnte schlecht gew\u00e4hrleisten, \u00abin permanentem Kontakt mit den arbeitenden Massen\u00bb zu sein. Das war nun aber das Credo der Anarchist*innen der Gruppe \u00abLe R\u00e9veil\u00bb und dem regionalen Verbund \u00abF\u00e9d\u00e9ration Anarchiste Romande\u00bb (FAR). Im Streik f\u00fcr den GAV spielten diese Libert\u00e4ren eine entscheidende Rolle. Mit ungewohnter Entschlossenheit und spektakul\u00e4ren Aktionen befl\u00fcgelten sie den gewerkschaftlichen Kampf. Dies wiederum steigerte das Ansehen der Gruppe R\u00e9veil und deren gleichnamigen Zeitung, die Luigi Bertoni herausgab. Der international bekannte Bertoni bemerkte sp\u00e4ter, dass sich in dieser Zeit \u00abder Kampf gegen die Unternehmer von den Zeitungsspalten auf die Strasse und auf die Baustellen\u00bb verlagerte.<\/p>\n<p>Der Aufschwung widerspiegelte sich auch in der Neubesetzung des Sekretariats der Genfer FOBB. Der 28-j\u00e4hrige Bauhandlanger und Anarchist Lucien Tronchet l\u00f6ste den Kommunisten Francis Lebet ab. In Tronchet, der den GAV-Streik angef\u00fchrt hatte, sahen die Arbeiter ein neuartiges Potential schlummern. Alexandre Elsig weist aber auch daraufhin, dass die kommunistische Taktik auf einige Ablehnung gestossen war. Die KP verfolgte n\u00e4mlich die von Moskau erlassene Strategie, innerhalb aller Gewerkschaften kommunistische Oppositionsgruppen aufzustellen. Diese wortradikalen Fraktionen der \u00abRevolution\u00e4ren Gewerkschafts-Opposition\u00bb (RGO) waren aber letztlich bloss der verl\u00e4ngerte Arm einer Partei, was dem hohen Gut der Gewerkschaftsautonomie v\u00f6llig zuwiderlief. Auch die Sozialdemokraten innerhalb der FOBB d\u00fcrften Tronchet vorgezogen haben. Zwar war auch dieser ein Radikaler, doch geh\u00f6rte er immerhin nicht zur verfeindeten Konkurrenzpartei, welche die SP als \u00absozialfaschistisch\u00bb bezeichnete.<\/p>\n<p><strong>Die samst\u00e4gliche \u00abSafari\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Die Bauarbeiter hatten nun also ihren GAV. Doch was n\u00fctzt ein Vertrag, wenn die Bosse auf ihn pfeifen? In offener Missachtung des neuen Vertragswerks liessen unz\u00e4hlige Unternehmer auch am Samstagnachmittag arbeiten. F\u00fcr diese Arbeiten fanden sich auch gef\u00fcgige Lohnsklaven \u2013 oft aus den Reihen der christlichen Gewerkschaft. Da die Arbeiter zur Durchsetzung des GAV nicht auf eine neutrale Instanz z\u00e4hlen konnten, sahen sie sich gezwungen, selbst durchzugreifen. Lucien Tronchet formulierte den Sachverhalt wie folgt: \u00abAn allen T\u00fcren, an welche die FOBB geklopft hat, \u00fcberall wurde ihr mit Schulterzucken, Sarkasmus, Erkl\u00e4rungen, man sei nicht zust\u00e4ndig oder mit offensichtlicher Unaufrichtigkeit geantwortet. Was sollten wir also tun? Uns zum Schweigen bringen lassen? Ist es der Menschen oder der Arbeiterorganisationen w\u00fcrdig, sich sang- und klanglos zum Schweigen bringen zu lassen? Obwohl das Recht auf ihrer Seite liegt?\u00bb Nein, und also bliesen die Bauarbeiter \u00f6ffentlichkeitswirksam zu \u2013 wie sie es nannten &#8211; \u00abHetzjagden\u00bb auf \u00abS\u00fcndenb\u00f6cke\u00bb, \u00abSaboteure\u00bb, \u00abStreikbrecher\u00bb und \u00abVerr\u00e4ter\u00bb. In samst\u00e4glichen Kontrollrundg\u00e4ngen auf den Baustellen, sorgten die Arbeiter selbst f\u00fcr die Einhaltung ihres hart erk\u00e4mpften Gesamtarbeitsvertrags. F\u00fcr diesen Zweck gr\u00fcndete Tronchet mit engen Genossen eigens die \u00abLigue d&#8217;action du b\u00e2timent\u00bb (LAB), die Aktionsliga der Bauarbeiter.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenschluss spielte die politische Einstellung der Einzelnen keine Rolle, bloss die \u00dcberzeugung zur Durchsetzung des Vertrags und die Bereitschaft zur direkten Aktion waren erforderlich. Von Beginn an hatte die LAB alle H\u00e4nde voll zu tun. Schliesslich setzte sie alles daran, um die folgende Losung wahr werden zu lassen: \u00abJeder Arbeiter, der an einem Samstagnachmittag auf der Baustelle erwischt wird, wird als Saboteur betrachtet und entsprechend behandelt. Jegliche an einem Samstagnachmittag ausgef\u00fchrte Arbeit wird zerst\u00f6rt.\u00bb Schon bald leisteten die Bosse Gegenwehr und liessen ihre Baustellen polizeilich besch\u00fctzen. In solchen F\u00e4llen griff die LAB mitunter zur n\u00e4chtlichen Sabotage, wie sie in einem Zeitungsbericht ironisch durchblicken liess: \u00abWar es der Wind oder das Vibrieren der Strassenbahn? Die sehr leichten Bauger\u00fcste der Gipser fielen samt ihrem Inhalt.\u00bb Die angegriffenen un- oder christlich organisierten Arbeiter wiederum wehrten sich teils wacker gegen die Aktionsliga. Schl\u00e4gereien begleiteten oft die samst\u00e4glichen \u00abSafaris\u00bb der LAB, die \u00abgegen die Seuche\u00bb des Streikbruchs ein Mittel gefunden hatte \u2013 \u00abjenes des Stahlschuhs unterhalb der Nieren\u00bb. Trotz st\u00e4ndiger Inhaftierungen der LAB-Aktivisten zeitigten die direkten Aktionen zunehmend Erfolg. An mehreren Orten der Westschweiz entstanden neue Aktionsligen und das B\u00fcrgertum wurde immer nerv\u00f6ser. Da \u00abdie Situation in unserem Land [&#8230;] jener Italiens vor dem Faschismus [\u00e4hnelt]\u00bb, drohte der sp\u00e4tere Vertraute Mussolinis, Georges Oltramare, 1931 sogar offen mit dem B\u00fcrgerkrieg: \u00abWir werden in den Strassen k\u00e4mpfen; Schiessereien werden auf die Schl\u00e4gereien folgen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Zwangsr\u00e4umungen verhindern<\/strong><\/p>\n<p>Am 9. November 1932 erhielt der Faschistenf\u00fchrer Oltramare seine Schiesserei. W\u00e4hrend einer antifaschistischen Demonstration in Genf er\u00f6ffneten Soldaten das Feuer auf die friedliche Menge und t\u00f6teten 13, verletzten 65 Personen. Doch bevor es soweit kam, weiteten die Bauarbeiter ihre Aktionsform auf andere Felder der sozialen Konflikte aus. Anfang der 1930er Jahre herrschte in Genf eine erdr\u00fcckende Wohnungsnot. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit, weshalb etliche Mieter*innen ihre erb\u00e4rmlichen Zimmer nicht mehr bezahlen konnten und so vom Rausschmiss bedroht waren. Doch ein \u00abArbeitslosenkomitee\u00bb, in dem Anarchist*innen, Kommunist*innen wie auch Sozialdemokrat*innen zusammenarbeiteten, \u00fcbertrug die direkte Aktion, wie sie die LAB popularisiert hatte, auf den H\u00e4userkampf.<\/p>\n<p>Zwei Wochen nach dem m\u00f6rderischen Blutbad vom 9. November erschien im R\u00e9veil der erste Aufruf zur Verhinderung einer Zwangsr\u00e4umung \u00abmit allen Mitteln\u00bb. W\u00e4hrend den entsprechenden Aktionen versammelte sich die Masse jeweils entweder vor dem zu r\u00e4umenden Objekt oder direkt vor dem Betreibungsamt und hinderte dadurch die Gesetzvollstrecker an ihrer Arbeit. Gleichzeitig verursachten Anwohner*innen mit K\u00fcchengeschirr einen H\u00f6llenl\u00e4rm und auf der Strasse wurde Chaos angerichtet.<\/p>\n<p><strong>\u00abZerst\u00f6ren wir die Elendsquartiere!\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Das zunehmende Elend im Proletariat fand so zwar stellenweise eine Linderung, doch die einsetzende Weltwirtschaftskrise verschlimmerte die Situation zusehends. F\u00fcr die Aktivisten der LAB war dies umso mehr Grund, vorw\u00e4rts zu schreiten und in einer Art Propaganda der Tat zu beweisen, dass die Arbeiter*innen nicht auf Befreiung durch die sozialistische Regierung von L\u00e9on Nicole hoffen, sondern nur durch eigenes Handeln Fortschritte erzielen konnten. F\u00fcr dieses Unterfangen bot sich die miserable Wohnsituation besonders gut an. Zwar hatte die Regierung versprochen, die heruntergekommenen Elendsquartiere, die f\u00fcr allerlei Seuchen und Krankheiten verantwortlich gemacht wurden, abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen. Doch nichts geschah. Die FOBB aber erhoffte sich durch die Abrissarbeiten nicht nur eine Verbesserung der allgemeinen Gesundheit, sondern auch Arbeit f\u00fcr ihr unbesch\u00e4ftigtes Klientel, das auch die Miete nicht mehr bezahlen konnte. Drei Fliegen auf einen Schlag also. Nachdem die FOBB \u00f6ffentlich gedroht hatte, dass, wenn weiterhin nichts geschehe, die Arbeitslosen selbst Hand anlegen w\u00fcrden, liess sie in einer Dezembernacht 1935 Taten folgen: Rund ein Dutzend Aktivisten der LAB verschanzten sich \u2013 mit Abbruchwerkzeug ausger\u00fcstet \u2013 in einer der vielen Bruchbuden. Nachdem alle T\u00fcren mit schweren \u00d6fen verbarrikadiert waren, begann der Abbruch vom Dach her. Heranr\u00fcckende Polizei musste sich vor fliegenden Ziegelsteinen in Deckung bringen. Nach Verhandlungen, die von gegen\u00fcberliegenden H\u00e4userd\u00e4chern aus gef\u00fchrt wurden, konnten die \u00abAbbrucharbeiter\u00bb unter Hurra-Rufen der Bev\u00f6lkerung von dannen ziehen. Verhaftungen folgten erst sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><strong>Detailtreu und \u00fcbersichtlich<\/strong><\/p>\n<p>Neben einer radikal freiheitlichen Propaganda sind es spektakul\u00e4re Geschichten wie diese, die sowohl die damalige Gesellschaft aufhorchen liessen, als auch die heutige Leser*innenschaft erstaunen lassen werden. Erhellend sind auch die Kapitel \u00fcber die Urspr\u00fcnge des Westschweizer Anarchosyndikalismus, \u00fcber das Engagement von LAB-Mitgliedern im Spanischen B\u00fcrgerkrieg sowie \u00fcber den Niedergang der LAB und den verbreiteten Eintritt fr\u00fcherer Revolution\u00e4re in die SP und Gewerkschaftsapparate nach dem Zweiten Weltkrieg. Alexandre Elsig verstand es, mit h\u00f6chster Pr\u00e4zision ein bislang kaum bekanntes Ph\u00e4nomen aus der Geschichte der Schweizer Arbeiter*innenbewegung aufzuarbeiten. Trotz der Detailtreue schweift Elsig nicht ab, sondern bleibt bei einem f\u00fcr ein Geschichtswerk sehr angenehmen Umfang von 160 Seiten, die mit seltenen Fotografien und zeitgen\u00f6ssischen Plakaten reichlich bebildert sind. Im Unwissen bleiben wir leider dar\u00fcber, welche Rolle Frauen in den K\u00e4mpfen der FOBB und der LAB gespielt haben. Auch wenn die unmittelbaren Quellen dazu wohl wenig hergeben, werden auch Frauen und Genossinnen in einer bestimmten Beziehung zu den Bauarbeitern und ihren Organisationen gestanden haben.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der \u00dcbersetzung stellt sich die Frage, ob es angemessen sei, f\u00fcr die Genfer Gewerkschaft die deutsche Abk\u00fcrzung \u00abSBHV\u00bb zu verwenden. Schliesslich dreht sich doch alles gerade um die Eigenarten des Westschweizer SBHV-Ablegers namens \u00abFOBB\u00bb, welcher sich in Herkunft und Ausrichtung teils wesentlich von den deutschsschweizerischen SBHV-Sektionen unterschied. Davon abgesehen handelt es sich bei diesem Buch schlicht um ein Meisterwerk.<\/p>\n<p><em>Alexandre Elsig: Die Aktionsliga der Bauarbeiter. Der Anarchismus erobert die Genfer Baustellen der Zwischenkriegszeit. bahoe books, Wien 2017, 176 Seiten, Hardcover. Zu erstehen f\u00fcr rund 27 Franken in Buchhandlungen deines Vertrauens oder direkt beim\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/www.bahoebooks.net\/start_de.php?action=201&amp;id=42\"><em>Verlag<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ajour-mag.ch\/als-anarchisten-in-genf-ganze-hauser-abrissen\/\">ajour-mag.ch&#8230;<\/a> vom 5. September 2017<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P. Kellner. In der Deutschschweiz der 1920er und 1930er Jahren waren die Gewerkschaften fest in sozialdemokratischer Hand. Nicht so in der Romandie. Viele der dortigen Bau- und Holzarbeiter waren vom Syndikalismus inspiriert und tr\u00e4umten von &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,3],"tags":[25,23,17],"class_list":["post-2495","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-und-theorie","category-schweiz","tag-arbeiterbewegung","tag-buecher","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2495"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2495\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2497,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2495\/revisions\/2497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}