{"id":2637,"date":"2017-10-24T14:53:14","date_gmt":"2017-10-24T12:53:14","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2637"},"modified":"2017-11-10T16:01:09","modified_gmt":"2017-11-10T14:01:09","slug":"wie-die-russische-revolution-die-gesellschaft-radikal-veraenderte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2637","title":{"rendered":"Wie die Russische Revolution die Gesellschaft radikal ver\u00e4nderte"},"content":{"rendered":"<p><em>David Albrich. <\/em><strong>Die Russische Revolution war die erfolgreichste soziale Bewegung, die die Welt je gesehen hat. Sie beendete den Ersten Weltkrieg, st\u00fcrzte das auf Profit, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung basierende<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong> kapitalistische System und inspirierte Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt. Die Fortschritte, die das russische Proletariat in einem der r\u00fcckst\u00e4ndigsten L\u00e4nder der damaligen Zeit erk\u00e4mpfte, sind 100 Jahre danach noch immer wert, studiert zu werden.<\/strong><\/p>\n<p>Die Russische Oktoberrevolution markiert den bisherigen H\u00f6hepunkt der Menschheitsgeschichte. \u201eDie Geschichte der Revolution ist f\u00fcr uns vor allem die Geschichte des gewaltsamen Einbruchs der Massen in das Gebiet der Bestimmung \u00fcber ihre eigenen Geschicke\u201c, schrieb der russische Revolution\u00e4r und Organisator des Aufstands im Oktober, Leo Trotzki, in seinem Monumentalwerk\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1930\/grr\/b1-vorwo.htm\"><em>Die Geschichte der Russischen Revolution<\/em><\/a>. Die Bewegung war auch im Westen stark genug, den schrecklichen Ersten Weltkrieg zu beenden und den deutschen und \u00f6sterreichischen Kaiser, den t\u00fcrkischen Sultan und den russischen Zar zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Arbeiter_innen, Bauern, Frauen, Soldaten und Matrosen fegten 1917 nicht blo\u00df die zaristische Schreckensherrschaft hinweg und leiteten damit das Ende des Ersten Weltkriegs ein. \u201eDie Roten\u201c brachten das kapitalistische System selbst zum Einsturz und die einfachen Menschen regierten sich zum ersten Mal in der Geschichte von Klassengesellschaften selbst. Sie selbst ver\u00e4nderten sich im Prozess der Revolution und ihre Vorstellungen, wie eine neue, sozialistische Gesellschaft frei von Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung aufgebaut werden sollte.<\/p>\n<p><strong>Frieden<\/strong><\/p>\n<p>Unmittelbar nach der Machtergreifung durch die \u201eSowjets\u201c begannen die Bolschewiki ein radikales, noch nie dagewesenes Programm in einem der r\u00fcckst\u00e4ndigsten L\u00e4nder Europas umzusetzen. Der Krieg sollte sofort mit einem Friedensschluss beendet werden, die Produktion wurde unter die Kontrolle der Werkt\u00e4tigen gestellt und die Bauern sollten das Land unter sich aufteilen.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungen der kriegsf\u00fchrenden Nationen und vor allem die Soldaten waren voller Hoffnung. Kriegsheimkehrer erz\u00e4hlten von der Russischen Revolution und begeisterten die Arbeiter_innen im Hinterland. Das Oberkommando der k.u.k. Armee war nach der Oktoberrevolution zunehmend \u00fcber die Stimmung unter den Soldaten besorgt (dokumentiert von Verena Moritz in 1917 \u2013 \u00d6sterreichische Stimmen zur Russischen Revolution): \u201eDie Leute erkl\u00e4rten, dass es ihnen gleich sei, wer regiere. Sie w\u00fcrden jedoch nur diejenige Regierung anerkennen, die sofort Frieden bringe.\u201c<\/p>\n<p>Panik erfasste die Regierungen in Europa. Kriegsminister Winston Churchill schickte britische Truppen, um die konterrevolution\u00e4re Armee der \u201eWei\u00dfen\u201c zu unterst\u00fctzen, und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/spiegelgeschichte\/d-114632369.html\">erkl\u00e4rte<\/a>, der Bolschewismus m\u00fcsse \u201ebereits in der Wiege erw\u00fcrgt werden\u201c. \u00d6sterreichs Kaiser Karl telegrafierte an den \u00f6sterreichischen Au\u00dfenminister Graf Ottokar Czernin: \u201eIch muss nochmals eindringlichst versichern, dass das ganze Schicksal der Monarchie und der Dynastie von dem m\u00f6glichst baldigen Friedensschluss [abh\u00e4ngt] \u2026 Kommt der Friede nicht zustande, so ist hier die Revolution, auch wenn noch so viel zu essen ist. Dies ist eine ernste Warnung in ernster Zeit.\u201c<\/p>\n<p><strong>Sowjetmacht<\/strong><\/p>\n<p>Die Herrschenden hatten \u00fcberall auf der Welt eine gro\u00dfe Sorge \u2013 dass auch ihr Herrschaftssystem gest\u00fcrzt werden k\u00f6nnte. Die Oktoberrevolution \u00fcbergab den \u201eSowjets\u201c \u2013 den Selbstorganisationen der Arbeiterklasse, der Bauern, Soldaten und Matrosen \u2013 die Macht. Erstmals \u00fcbten die Massen in der Menschheitsgeschichte wirkliche Demokratie von unten aus. Die Sowjets funktionierten v\u00f6llig anders als die parlamentarische Demokratie wie wir sie kennen \u2013 mit einmal in vier oder f\u00fcnf Jahren ein Kreuzerl machen. Die Sowjets bestimmten t\u00e4glich die Politik und die Wirtschaft, die Grundlage jeder Gesellschaft. Nicht Konzernbosse und Profitkalkulationen entschieden \u00fcber die Produktion, sondern die Massen organisierten die Herstellung und Verteilung von G\u00fctern und Dienstleistungen selbst. Die in die Sowjets gew\u00e4hlten Delegierten waren ihren W\u00e4hler_innen stets rechenschaftspflichtig.<\/p>\n<p>Ende Mai arbeiteten in Russland 300 Sowjets, im August 700 und im Oktober bereits 1200. Trotzki\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/re\/re_07.htm\">erz\u00e4hlte<\/a>\u00a0dem US-amerikanischen Journalisten John Reed (nachzulesen in seinem fantastischen Buch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/re\/re.htm\"><em>Zehn Tage, die die Welt ersch\u00fctterten<\/em><\/a>): \u201eDie Sowjets sind die denkbar vollkommenste Vertretung des Volkes, vollkommen in ihrer revolution\u00e4ren Erfahrung wie in ihren Ideen und Zielen. Direkt basierend auf der Armee in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben, den Arbeitern in den Fabriken, den Bauern auf ihren Feldern, sind sie das R\u00fcckgrat der Revolution.\u201c Die Sowjets waren die Grundlage f\u00fcr die gewaltigen gesellschaftlichen Fortschritte der Oktoberrevolution.<\/p>\n<p><strong>Frauenbefreiung<\/strong><\/p>\n<p>Innerhalb weniger Wochen wurden radikale Ma\u00dfnahmen verabschiedet. Beide Ehepartner bekamen das Recht sich scheiden zu lassen, Ehebruch und Homosexualit\u00e4t wurden entkriminalisiert. Georgi Tschitscherin, der offen schwul lebte, wurde Volkskommissar f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten. Russland wurde das erste Land, in dem Abtreibung legalisiert wurde. Sie konnte auf Antrag in \u00f6ffentlichen Krankenh\u00e4usern durchgef\u00fchrt werden. Verh\u00fctungsmittel wurden kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt. Stillenden M\u00fcttern wurde per Gesetz eine bezahlte Arbeitspause von 30 Minuten pro drei Arbeitsstunden garantiert. \u00dcberstunden und Nachtarbeit wurde f\u00fcr schwangere und stillende M\u00fctter verboten.<\/p>\n<p>Die Bolschewiki gr\u00fcndeten eine spezielle Abteilung f\u00fcr die politische Arbeit unter Frauen (bekannt unter der Abk\u00fcrzung \u201eZhenotdel\u201c). Geleitet wurde diese von Inessa Armand und Alexandra Kollontai, der ersten Volkskommissarin f\u00fcr soziale F\u00fcrsorge. Ausgesprochenes Ziel war, schrieb Lenin, die Frauen von der \u201eh\u00e4uslichen Sklaverei\u201c zu befreien. Als Trotzki gefragt wurde, ob es wahr sei, dass man sich im revolution\u00e4ren Russland einfach auf Anfrage scheiden lassen konnte, antwortete er, eine \u201ebessere Frage w\u00e4re: ist es wahr, dass es noch L\u00e4nder gibt, wo das nicht der Fall ist?\u201c<\/p>\n<p>Jane McDermid beschreibt in ihrem Buch Midwives of the Revolution, dass die Bolschewiki im Oktober die Macht nicht ohne die werkt\u00e4tigen Frauen h\u00e4tten ergreifen k\u00f6nnen. Sie zitiert Lenins Schwestern Anna und Marija, die zu Beginn der Februarrevolution in der Prawda, der Zeitung der Bolschewiki, berichteten: \u201eAm internationalen Frauentag am 24. Februar wurden die Textilfabriken in St. Petersburg bestreikt. Die Frauen waren in militanter Stimmung. Nicht nur die Arbeiterinnen, sondern auch die Masse von Frauen, die sich in langen Schlangen f\u00fcr Brot und Sozialleistungen anstellten. Sie hielten politische Treffen ab, dominierten die Stra\u00dfen \u2026 Sie gingen zu den Fabriken und forderten die Arbeiter auf, die Arbeit niederzulegen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gegen Antisemitismus<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur Frauen befreiten sich vom Joch der Unterdr\u00fcckung. Unter dem Zarismus grassierte h\u00e4sslicher Rassismus gegen J\u00fcdinnen und Juden. In den 1890er-Jahren und zu Beginn des 20. Jahrhunderts r\u00fcstete die russische Geheimpolizei unter Innenminister W.K. von Plehwe die sogenannten \u201eSchwarzhundertschaften\u201c aus und organisierte blutige Pogrome an der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in Polen und der Ukraine. 1903\u00a0<a href=\"http:\/\/query.nytimes.com\/mem\/archive-free\/pdf?res=9E0DE2DD1F30E733A2575BC2A9629C946297D6CF\">fielen<\/a>\u00a0diese Horden in die Stadt Kischinew (heutige Hauptstadt von Moldawien) mit \u201eT\u00f6tet die Juden\u201c-Rufen ein, ermordeten hunderte J\u00fcdinnen und Juden auf offener Stra\u00dfe, vergewaltigten Frauen und rissen Kinder regelrecht in St\u00fccke.<\/p>\n<p>Die Revolution und die Bolschewiki sagten dem Antisemitismus den Kampf an. Leo Trotzki, Vorsitzender des Petrograder Sowjets, Leiter des Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rkomitees und sp\u00e4tere F\u00fchrer der Roten Armee im B\u00fcrgerkrieg, war selbst Jude. Das Berufsverbot f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden im \u00f6ffentlichen Dienst wurde aufgehoben und 650 Gesetze, die Juden als B\u00fcrger zweiter Klasse deklassierten, abgeschafft. Juden konnten erstmals als Anw\u00e4lte t\u00e4tig sein.<\/p>\n<p>Die Bolschewiki intensivierten den Kampf gegen Antisemitismus besonders w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs. Die konterrevolution\u00e4re \u201eWei\u00dfe Armee\u201c benutzte antisemitische Propaganda gegen die Revolution und ermordete w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs sch\u00e4tzungsweise zwischen 50.000 und 100.000 J\u00fcdinnen und Juden in Pogromen. Sie wollten die Uhr zur\u00fcckdrehen. In der Ukraine zogen die j\u00fcdischen Familien mit der Roten Armee hinter den Frontlinien mit, zogen sich mit ihnen zur\u00fcck und gingen mit ihnen in die Offensive. Das war der beste Schutz, den sie vor den mordenden Truppen der wei\u00dfen Armee und der anarchistischen Machnotruppen hatten.<\/p>\n<p><strong>Freiheit f\u00fcr Muslime<\/strong><\/p>\n<p>Das Zarenreich war vor der Revolution als \u201eGef\u00e4ngnis der Nationen\u201c ber\u00fcchtigt. \u00dcber die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung war nicht-russisch. 1917 gab es im gesamten russischen Kaiserreich rund 16 Millionen Musliminnen und Muslime (10 Prozent der Bev\u00f6lkerung). Der Zarismus herrschte \u00fcber sein riesiges Herrschaftsgebiet mit einer Kombination aus teilweise brutaler nationaler und religi\u00f6ser Unterdr\u00fcckung. Die Zaren lie\u00dfen bei ihren Eroberungsfeldz\u00fcgen Moscheen pl\u00fcndern und raubten islamische Denkm\u00e4ler und Literatur.<\/p>\n<p>Die Bolschewiki gingen immer davon aus, dass die Revolution nur international siegen k\u00f6nnte. Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/socialistreview.org.uk\/280\/bolsheviks-and-islam-religious-rights\">gestanden<\/a> deshalb allen V\u00f6lkern Selbstbestimmung und Religionsfreiheit zu. Im S\u00fcden und Osten Russlands konnten islamische Schulen frei er\u00f6ffnet werden und die Scharia wurde parallel zum offiziellen sowjetischen Rechtssystem eingef\u00fchrt und toleriert. Raubgut aus den imperialistischen Eroberungen wurde zur\u00fcckgegeben. 1920 riefen die Bolschewiki auf dem Kongress der V\u00f6lker des Ostens in Baku zum \u201eheiligen Krieg\u201c gegen den Imperialismus auf. In der Roten Armee k\u00e4mpften bis zu 250.000 Muslime gegen die \u201eWei\u00dfen\u201c, obwohl die Wehrpflicht f\u00fcr Muslime aus R\u00fccksicht auf die religi\u00f6sen Gepflogenheiten ausgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Die Sowjetregierung schrieb einen Monat nach der Oktoberrevolution an \u201ealle muslimischen Arbeiter Russlands und des Ostens: An euch alle, deren Moscheen und Gebetsh\u00e4user zerst\u00f6rt wurden, deren Glauben und Br\u00e4uche von den Zaren und Unterdr\u00fcckern Russlands mit F\u00fc\u00dfen getreten wurden: Euer Glaube und eure Praktiken, eure nationalen und kulturellen Einrichtungen sind f\u00fcr immer frei und unantastbar. Ihr sollt wissen, dass eure Rechte, genauso wie die aller Menschen in Russland, unter dem m\u00e4chtigen Schutz der Revolution stehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kultur<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Kostbarste, weil Bleibende\u201c, schrieb Rosa Luxemburg Jahre vor der Russischen Revolution \u00fcber die Selbstbefreiung der Arbeiter_innenklasse, ist \u201edas sprungweise intellektuelle, kulturelle Wachstum des Proletariats\u201c. 1917 und in den folgenden Jahren bl\u00fchten das kulturelle Leben, die Wissenschaft und die Architektur in einer nie dagewesenen Gr\u00f6\u00dfe auf. Im Monat der Oktoberrevolution\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/cliff\/works\/2000\/millennium\/chap01.htm\">versammelten<\/a>\u00a0sich 30.000 bis 40.000 Arbeiter_innen auf Massenkundgebungen in Petrograd, um den Vortr\u00e4gen des sp\u00e4teren Volkskommissars f\u00fcr Bildungswesen, \u00adAnatoli Lunatscharski, \u00fcber Shakespeare und das griechische Drama zu lauschen.<\/p>\n<p>Simon Behrman schreibt in seinem Buch \u00fcber den sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch: \u201eJahrzehnte vor allen westlichen liberalen Demokratien wurden Schulen f\u00fcr Kinder mit Lernschwierigkeiten und Erwachsenenbildung eingef\u00fchrt. Frauen wurden M\u00e4nnern gleichgestellt und das Recht auf Abtreibung und Scheidung beschlossen. Ohne ein Verst\u00e4ndnis des gesellschaftlichen Fortschritts der jungen Sowjetrepublik ist es unm\u00f6glich, das folgende k\u00fcnstlerische Aufbl\u00fchen zu verstehen. Das Goldene Zeitalter in der russischen Kultur und Architektur wurde zur Hauptinspiration f\u00fcr Schostakowitsch\u2019 erste Meisterwerke.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wie ver\u00e4ndert<\/strong><\/p>\n<p>Vor der Revolution konnte ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung nicht lesen und schreiben. Mit der Aussicht auf eine radikale Transformation der Gesellschaft ver\u00e4nderten sich die Menschen grundlegend: Der Hunger nach Lesestoff schien uners\u00e4ttlich. In einer der st\u00e4rksten Passagen seines Buches beschreibt John Reed das neue Bewusstsein der Massen: \u201eGanz Russland lernte lesen \u2026 In jeder Gro\u00dfstadt, fast in jeder Stadt, an der ganzen Front hatte jede politische Partei ihre Zeitung, manchmal mehrere hunderttausende von Flugbl\u00e4ttern wurden von Tausenden Organisationen verteilt, \u00fcberschwemmten die Armee, die D\u00f6rfer, die Fabriken, die Stra\u00dfen. Der Drang nach Wissen, so lange unterdr\u00fcckt, brach sich in der Revolution mit Ungest\u00fcm Bahn \u2026 Russland saugte den Lesestoff auf, uners\u00e4ttlich, wie hei\u00dfer Sand das Wasser. Und es waren nicht Fabeln, die verschlungen wurden, keine Geschichtsl\u00fcgen, keine verw\u00e4sserte Religion oder der billige Roman, der demoralisiert \u2013 es waren soziale und \u00f6konomische Theorien, philosophische Schriften, die Werke Tolstois, Gogols und Gorkis.\u201c<\/p>\n<p>Wir sollten uns daran erinnern, dass diese gewaltigen Fortschritte in einem der r\u00fcckst\u00e4ndigsten L\u00e4nder der damaligen Zeit erk\u00e4mpft wurden. Arbeiter_innen k\u00f6nnen sich selbst regieren, dazu m\u00fcssen sie ihre eigenen Kr\u00e4fte durch eine Serie von K\u00e4mpfen entdecken und an Selbstvertrauen gewinnen. Die Russische Oktoberrevolution l\u00e4sst uns nur erahnen, wozu die Menschheit heute f\u00e4hig w\u00e4re.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/linkswende.org\/wie-die-russische-revolution-die-gesellschaft-radikal-veraenderte\/\">linkswende.org&#8230;<\/a> vom 24. Oktober 2017<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>David Albrich. Die Russische Revolution war die erfolgreichste soziale Bewegung, die die Welt je gesehen hat. 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