{"id":2819,"date":"2017-12-04T19:35:56","date_gmt":"2017-12-04T17:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2819"},"modified":"2017-12-04T19:35:56","modified_gmt":"2017-12-04T17:35:56","slug":"didier-eribons-versuch-und-scheitern-als-sohn-seiner-klasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2819","title":{"rendered":"Didier Eribons Versuch (und Scheitern) als Sohn seiner Klasse"},"content":{"rendered":"<p><em>David Doell.<\/em><strong> Von \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab zu \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab &#8211; Didier Eribons Versuch (und Scheitern), die Figur des Intellektuellen mit der Klasse der Ausgebeuteten zu vers\u00f6hnen.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die bisherige Eribon-Rezeption in Deutschland wurde stark von soziologischen Analyseschemata dominiert. Im Diskurs \u00fcber \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab schien es zeitweise so, als w\u00fcrde \u00fcber einen Strategietext der franz\u00f6sischen Linken zum Thema Rechtspopulismus gesprochen, nicht \u00fcber eine autobiografische Auseinandersetzung mit der eigenen Subjektivierungsweise. Didier Eribon, so konnte man glauben, hatte den heiligen Gral zum Verst\u00e4ndnis der Wahlerfolge der AfD gefunden.<\/p>\n<p>Nach dem Hype im Sommer und insbesondere nach Eribons Deutschlandbesuch wurde der Tenor verhaltener: Der Autor stellte sich als ein an der Parti Socialiste orientierter Linksliberaler heraus, der \u00fcberhaupt keinen strategischen Vorschlag f\u00fcr eine \u00bbneue Klassenorientierung\u00ab vorstellte. Mit \u00bbGesellschaft als Urteil. Klassen, Identit\u00e4ten, Wege\u00ab (2013 in Frankreich erschienen) bietet Eribon nun selbst eine alternative Interpretation zu seiner R\u00fcckkehr nach Reims an. Im Kern geht es dabei um die Br\u00fcche und das Scheitern im \u00bbProjekt der soziologischen Introspektion\u00ab eines Klassenfl\u00fcchtlings. <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Auch wenn es Didier Eribon noch nicht gelingt, den entscheidenden Ausweg aus der unvollendeten R\u00fcckkehr schon zu finden, ergeben sich gerade auf dem Weg, Eribons Einsatz besser zu verstehen, einige spannende Fragen.<\/p>\n<p><strong>Selbsterfindung als Intellektueller<\/strong><\/p>\n<p>Anders als bei \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab wird der methodische Einsatz in \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab offen benannt: Mit den Worten von Anni Ernaux komme es darauf an, B\u00fccher zu schreiben, die einen selbst in Gefahr bringen und \u00bbnach deren Erscheinen man den anderen nicht mehr ins Gesicht zu blicken wagt, weil man wei\u00df, welche Angriffsfl\u00e4chen man geboten hat\u00ab. (Gesellschaft als Urteil, 10) Im Hintergrund steht hier das Sp\u00e4twerk von Michel Foucault, der sich in seinen letzten Vorlesungen am Coll\u00e8ge de France (1982-1984) mit Konzeptionen der\u00a0<em>Parrhesia<\/em>, des mutigen Wahrsprechens, auseinandergesetzt hat. Eribon erkennt im \u00bbmutigen Wahrsprechen\u00ab gegen\u00fcber dem gesellschaftlichen Macht-Wissen-Komplex Foucaults zentrale Definition eines Intellektuellen, dem es in einem langen Prozess der \u00bbArbeit an sich selbst\u00ab gelingt, eine gegenhegemoniale Wahrheit auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>Eribon scheint nun seine eigene Auseinandersetzung mit Literatur und Gesellschaftstheorie als diese Arbeit an sich selbst zu begreifen. Intensiv schildert er, wie die Zeit seiner intellektuellen Ausbildung ihn gepr\u00e4gt hat. Die Selbstver\u00e4nderung, die der sp\u00e4te Foucault unter dem Schlagwort einer \u00bb\u00c4sthetik der Existenz\u00ab verhandelt, bleibt aber unvollst\u00e4ndig, wenn sie keine politische R\u00fcckwirkung erzielt, nicht mit den Strukturen der gesellschaftlichen Macht in Konflikt tritt. Das mutige Wahrsprechen zeichnet sich gerade dadurch aus, dass das Subjekt sich dadurch einem Risiko aussetzt.<\/p>\n<p>An diesem Punkt kann in etwa die \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab angesiedelt werden, in der Eribon nach seiner \u00bbSelbsterfindung\u00ab als Intellektueller wieder mit den Normen und Urteilen in Konflikt tritt, die ihn in seiner Kindheit gepr\u00e4gt haben. Die zentrale Frage, die \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab durchzieht, lautet: \u00bbWarum kehrt man zu etwas zur\u00fcck, dem man um jeden Preis entkommen wollte?\u00ab (23) Eine Antwort, die das Projekt motiviert haben k\u00f6nnte, w\u00e4re, dass es kein einfaches Entkommen aus der Vergangenheit gibt: \u00bbAuf die Frage, was ich von meinem Vater habe, k\u00f6nnte ich gewisserma\u00dfen antworten: alles. (Obwohl ich jahrelang daran gearbeitet habe, mich selbst zu bilden, ein self-fashioning zu betreiben, wie es Foucault und Oscar Wilde teuer war, auf dass die Antwort lauten w\u00fcrde: nichts, ganz und gar nichts.)\u00ab (37) Die Fragen, die \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab deshalb stellt, sind: Wie ist eine Emanzipation gegen\u00fcber der Vergangenheit m\u00f6glich? Warum scheitert die R\u00fcckkehr nach Reims? Und wie sind andere Auswege aus der eigenen Gewordenheit denkbar?<\/p>\n<p><strong>Theorie der Scham als Genealogie der Klasse<\/strong><\/p>\n<p>Auf der theoretisch-inhaltlichen Ebene liegt der zentrale Schritt von \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab zu \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab in der Vertiefung einer Klassenanalyse, die beim subjektiven Faktor (der Scham) ansetzt. Konkret setzt sich Eribon mit den Lebensweisen seiner Gro\u00dfm\u00fctter auseinander, wobei sein Urteil (vielleicht \u00e4hnlich wie das \u00fcber seine Mutter) lautet: \u00bbSie waren, wurden, wurden nichts &#8211; oder jedenfalls nichts anderes als das, was der enge Rahmen ihrer Arbeiterinnenexistenz ihnen vorgab.\u00ab (133)<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr nach Reims bleibt, so scheint die Antwort zu lauten, deswegen unvollendet, weil eine Auseinandersetzung mit der eigenen Gewordenheit tiefer gehen muss als die mit den lebendigen Familienmitgliedern. Eribon sieht sich dabei mit dem Problem konfrontiert, dass Arbeiterfamilien kein individuelles Familienged\u00e4chtnis haben und die Geschichte seiner Vorfahren notwendig abstrakt bleibt. \u00bbIch hingegen wei\u00df nicht, was meine Vorfahren w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution oder zu Zeiten Napoleons gemacht haben. Waren sie Bauern? Waren sie Arbeiter in jenen Manufakturen, aus denen die industrielle Revolution hervorgegangen ist? Waren sie Bedienstete in Adelsh\u00e4usern oder im B\u00fcrgertum, das sich damals spektakul\u00e4r entwickelte? Ich kann nur versuchen, mir ihren Alltag vorzustellen: harte Arbeit, tagein, tagaus, und eine miserable Bezahlung, von der sie kaum \u00fcberleben konnten.\u00ab (167)<\/p>\n<p>Auch hier scheint Eribon Foucault zu folgen, wenn er befindet: \u00bbDeswegen brauche ich Geschichtsb\u00fccher, brauche ich die Literatur, um auf die Welt meiner Vorfahren zugreifen und erfahren zu k\u00f6nnen, woher ich komme und von wem ich abstamme.\u00ab (168) Und: \u00bbMeine Genealogie ist die Genealogie der Unterdr\u00fcckten.\u00ab (167) An dieser Stelle seiner Geschichte formuliert Eribon den zentralen Vorschlag, der aus den M\u00f6glichkeiten einer intellektuellen Selbstver\u00e4nderung erw\u00e4chst, n\u00e4mlich Gegengeschichten zu erz\u00e4hlen. Mit Blick auf Marcel Prousts \u00bbAuf der Suche nach der verlorenen Zeit\u00ab fragt sich Eribon, ob eine m\u00f6gliche Gegengeschichte aus der Perspektive der Haush\u00e4lterin Fran\u00e7oise erz\u00e4hlt werden k\u00f6nnte. Diese Passagen z\u00e4hlen meines Erachtens zu den sch\u00f6nsten des Buches: \u00bbEs gibt nicht viele B\u00fccher, die vom Standpunkt der Bediensteten aus geschrieben wurden. Meistens hat das Dienstpersonal nur eine Nebenrolle, es huscht vorbei, hat vielleicht eine Silhouette, aber keine Pers\u00f6nlichkeit und kein Gesicht.\u00ab (169) Hier wird deutlich, dass es Eribon wesentlich um kollektive Perspektiven der Selbstsubjektivierung geht, um \u00bbKlassen, Identit\u00e4ten, Wege\u00ab der Unterdr\u00fcckten.<\/p>\n<p>Sein Ansatzpunkt bleibt dabei die Scham, die im Anschluss an eine Briefpassage des jungen Marx als eine Art in sich gekehrte Form des Zorns verstanden wird, die einen politischen Sprung vorbereiten kann. Die Genealogie der Scham k\u00f6nne, so die Hoffnung, neue m\u00f6gliche Auswege aus der geschichtlichen Gewordenheit von Klassen und Identit\u00e4ten hervorbringen. Im Gestus des sp\u00e4ten Foucault beurteilt Eribon sein eigenes Projekt als \u00bbeine Ethik und Politik der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit\u00ab. (130)<\/p>\n<p><strong>Eribons Scheitern an der Auseinandersetzung<\/strong><\/p>\n<p>Der Soziologe Oliver Nachtwey zeigte sich in seiner Besprechung von \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab in der S\u00fcddeutschen Zeitung (10.10.2017) dar\u00fcber pikiert, dass Eribon \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab als \u00bbNachfolgebuch\u00ab von Pierre Bourdieus Hauptwerk \u00bbDie feinen Unterschiede\u00ab versteht. In der Verehrung von Bourdieu als Zentralfigur einer postmarxistischen Soziologie steht Eribon Nachtwey allerdings in nichts nach. Das Problem scheint allerdings eher, dass Eribon \u00bbNachfolgeb\u00fccher\u00ab schreibt, die noch nicht aus dem Bannkreis der Autor_innen treten, die er als Student bewundert hat. Nachtwey bem\u00e4ngelt zus\u00e4tzlich den \u00bbdickfl\u00fcssigen Honig des poststrukturalistischen Jargons\u00ab, ohne allerdings eine wirkliche Kritik an dem im Inhalt an Bourdieu und in der Form an Foucault angelehnten Ansatz zu entwickeln. Meines Erachtens k\u00f6nnen die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern der R\u00fcckkehr nach Reims inh\u00e4rent am Ansatz eines so gelagerten \u00bbProjekts einer soziologischen Introspektion\u00ab gezeigt werden.<\/p>\n<p>Auf der pers\u00f6nlichen Ebene liegt das Scheitern in der mangelnden konfliktiven Auseinandersetzung mit den Anderen. W\u00e4hrend Eribon sehr harte Urteile \u00fcber seine Gro\u00dfm\u00fctter trifft, sich selbst dank seiner Bildung aber in der Lage glaubt, eine \u00bbEthik und Politik der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit\u00ab zu vertreten, bleibt die Auseinandersetzung mit dem Vater vollst\u00e4ndig abstrakt. Bisweilen wirkt es sogar so, als w\u00fcrde Eribon seine theoretischen F\u00e4higkeiten immer noch als Schutzschild benutzen, um sich mit den konkreten Anderen, die ihn verletzt und besch\u00e4mt haben, gerade nicht auseinanderzusetzen. Jede_r Leser_in wird mittlerweile verstanden haben, dass Eribon Proust kennt, seine Eltern aber nicht; dennoch scheint es eine gewisse Notwendigkeit zu geben, immer wieder darauf hinzuweisen: \u00bbW\u00fcrde meine Mutter sich mit Fran\u00e7oise identifizieren, wenn sie einen der B\u00e4nde der Recherche aufschl\u00fcge? Wie k\u00f6nnte ich das wissen? Sie hat Proust, den sie nicht mal vom Namen her kennt, nie gelesen. Man Vater nat\u00fcrlich auch nicht.\u00ab (173) Was bleibt in solchen Passagen von einer \u00bbEthik der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit\u00ab? Und warum kann ein Intellektueller von Eribons Format seiner Mutter das Setting von Prousts Roman nicht erkl\u00e4ren und sie nach ihrer Perspektive fragen?<\/p>\n<p>Auch auf der gesellschaftlichen Ebene bleibt der Konflikt im praktisch-politischen Sinn unausgetragen. Im Anschluss an Bourdieu kritisiert Eribon das klassenreproduzierende Bildungssystem, insbesondere das Schulsystem. Die Analyse der Universit\u00e4ten im Komplex der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion bleibt allerdings schemenhaft, was sich unter anderem darin zeigt, dass Eribon fast in vollst\u00e4ndig liberale Register zur\u00fcckf\u00e4llt, wenn er sagt, dass die Massenuniversit\u00e4t keine \u00bbDemokratisierung\u00ab hervorgebracht h\u00e4tte (196), oder sich fragt, wieso F\u00f6rdermittel f\u00fcr die unteren Klassen einfach so gestrichen wurden. (197)<\/p>\n<p>Dass sich die Reproduktionsweise im Postfordismus grundlegend gewandelt hat und es ein ver\u00e4ndertes Anforderungsprofil an Arbeitskr\u00e4fte und deren Ausbildungen in den Zentren des globalen Nordens gibt, scheint keine Rolle zu spielen. Stattdessen bezieht sich Eribon zustimmend auf Forderungen nach einem besseren Zugang zu Bildung und den K\u00fcnsten. Manchmal scheint es sogar, als ob kulturelles Kapital heute der zentrale Widerspruch w\u00e4re, der die unterdr\u00fcckten von den herrschenden Klassen unterscheidet.<\/p>\n<p>Eribon ist sich sicher, \u00bbdass einzig eine immer erneuerte theoretische Analyse der Herrschaftsmechanismen mit ihren unz\u00e4hligen Funktionen, Registern und Dimensionen in Verbindung mit dem unverw\u00fcstlichen Willen, die Welt im Sinne einer gr\u00f6\u00dferen sozialen Gerechtigkeit zu ver\u00e4ndern, uns in die Lage versetzt, den vielgestaltigen Kr\u00e4ften der Unterdr\u00fcckung zu widerstehen. Nur so werden wir eine Politik schaffen k\u00f6nnen, die das Pr\u00e4dikat demokratisch tats\u00e4chlich verdient.\u00ab (264)<\/p>\n<p>Hier vermischen sich zwei liberale Pr\u00e4missen zu einem Primat der Bildung und Theorie gegen\u00fcber der politischen Praxis. Einerseits bleibt bei Eribon der und die Einzelne der Ausgangspunkt jeder emanzipativen Arbeit. Andererseits bleibt \u00bbdemokratischer\u00ab Politik das letzte Wort bei der emanzipatorischen Praxis vorbehalten. In der einfachsten Form w\u00fcrde das bedeuten, die Bildung zu \u00bbdemokratisieren\u00ab und \u00fcber die Arbeit an uns selbst andere Diskurse hervorzubringen, die uns schlie\u00dflich eine Emanzipation gegen\u00fcber unserer Vergangenheit erlauben. Aus der Perspektive des politischen Aktivismus l\u00e4sst sich daran zweifeln, ob der Realit\u00e4t von Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus mit einer so ausbuchstabierten Politik der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit begegnet werden kann.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe Eribons liegt darin, sich des Spannungsfelds zwischen den unterdr\u00fcckten und herrschenden Klassen, denen er sich beiden zugeh\u00f6rig zu f\u00fchlen scheint, bewusst zu sein: \u00bbWas bedeutet es, in der Sprache des Feindes zu schreiben? Was hei\u00dft es, in der herrschenden Sprache oder der Sprache der Herrschenden \u00fcber die Herrschaft zu schreiben? (&#8230;) Welche Fehlwahrnehmungen zieht es wom\u00f6glich nach sich zwischen den Schreibenden, den Beschriebenen und dem, was sie beschreiben? Und g\u00e4be es andere Mittel? G\u00e4be es einen anderen Weg?\u00ab (257) Dass er aus dieser Fragerichtung die Konzepte der militanten Untersuchung noch nicht einmal theoretisch verarbeitet, kann eigentlich nur verwundern.<\/p>\n<p>Eribons Versuch, eine Vers\u00f6hnung zwischen der Figur des Intellektuellen und der Klasse der Ausgebeuteten zu erreichen, scheint damit ebenso unabgeschlossen wie seine pers\u00f6nliche R\u00fcckkehr nach Reims. \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab macht damit die Br\u00fcche und das Scheitern eines \u00bbfreischwebenden Intellektuellen\u00ab sichtbar, dem es noch nicht gelingt, sich hinreichend von seinem Ankunftsmilieu, der Pariser Intellektuellenszene, zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p><em>Didier Eribon: Gesellschaft als Urteil &#8211; Klassen, Identit\u00e4ten, Wege. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017, 320 Seiten, 18 EUR.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak632\/25.htm\">ak &#8211; analyse &amp; kritik &#8211; zeitung f\u00fcr linke Debatte und Praxis \/ Nr. 632&#8230;<\/a> vom 4. Dezember 2017<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Introspektion beschreibt die analytische Beobachtung des eigenen Erlebens, F\u00fchlens und Handelns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>David Doell. Von \u00bbR\u00fcckkehr nach Reims\u00ab zu \u00bbGesellschaft als Urteil\u00ab &#8211; Didier Eribons Versuch (und Scheitern), die Figur des Intellektuellen mit der Klasse der Ausgebeuteten zu vers\u00f6hnen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[23,14],"class_list":["post-2819","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","tag-buecher","tag-postmodernismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2819"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2819\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2820,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2819\/revisions\/2820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}