{"id":2885,"date":"2017-12-17T16:20:27","date_gmt":"2017-12-17T14:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2885"},"modified":"2017-12-17T16:20:27","modified_gmt":"2017-12-17T14:20:27","slug":"von-der-aktualitaet-des-kommunismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2885","title":{"rendered":"Von der Aktualit\u00e4t des Kommunismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der folgende Artikel ist einer der letzten, die Daniel Bensa\u00efd geschrieben hat. Er ist Ende 2009 im vierten Heft der neuen Folge der von ihm zusammen mit Eustathis Kouvelakis und Francis Sitel herausgegebenen Pariser Zeitschrift<!--more--> ContreTemps erschienen, als einer von elf Beitr\u00e4gen zum Thema \u00abWof\u00fcr steht die Bezeichnung Kommunismus?\u00bb.<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Bensa\u00efd. <\/em>In einem Artikel von 1843 \u00fcber die \u00abFortschritte der Sozialreform auf dem Kontinent\u00bb bezeichnete der junge Engels (gerade 23 Jahre alt) den Kommunismus als \u00abeine notwendige Folgerung, die aus den Voraussetzungen, wie sie in den allgemeinen Bedingungen der modernen Zivilisation gegeben sind, unvermeidlich gezogen werden muss\u00bb. Alles in allem als einen Kommunismus, der sich aus der Revolution von 1830 ergibt, in der die Arbeiter \u00abauf die Geschichte der gro\u00dfen Revolution\u00bb zur\u00fcckgingen und \u00abbegierig Babeufs Kommunismus\u00bb aufgriffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den jungen Marx dagegen war dieser Kommunismus noch nichts weiter als eine \u00abdogmatische Abstraktion\u00bb, eine \u00abaparte Erscheinung des humanistischen Prinzips\u00bb. Das entstehende Proletariat hatte sich \u00abden Doktrin\u00e4ren seiner Emanzipation, den sozialistischen Sektenstiftern\u00bb und wirren Geistern in die Arme geworfen, die \u00ab\u00fcber die Leiden der Menschheit winseln\u00bb oder \u00abdas Tausendj\u00e4hrige Reich und die allgemeine Bruderliebe verk\u00fcnden\u00bb, als \u00abeingebildete Aufhebung der Klassenverh\u00e4ltnisse\u00bb. Vor 1848 spukte dieser gespensterhafte Kommunismus ohne klares Programm, in den \u00abrohen\u00bb Formen gleichmacherischer Sekten oder ikarischer Tr\u00e4umereien umher.<\/p>\n<p>Die \u00dcberwindung des abstrakten Atheismus implizierte jedoch bereits einen neuen sozialen Materialismus, der nichts anderes war als der Kommunismus selbst: \u00abWie der Atheismus als Aufhebung Gottes das Werden des theoretischen Humanismus, [ist] der Kommunismus als Aufhebung des Privateigentums die Vindikation des wirklichen menschlichen Lebens\u00bb. Weit entfernt von jeglichem vulg\u00e4ren Antiklerikalismus war dieser Kommunismus \u00abdas Werden des praktischen Humanismus\u00bb, f\u00fcr den es nicht mehr nur darum ging, die religi\u00f6se Entfremdung zu bek\u00e4mpfen, sondern die reale soziale Entfremdung und das reale soziale Elend, aus denen das Bed\u00fcrfnis nach Religion entsteht.<\/p>\n<p>Von der grundlegenden Erfahrung von 1848 bis zur Pariser Kommune nahm die \u00abwirkliche Bewegung\u00bb, die tendenziell auf die Abschaffung der bestehenden Ordnung abzielte, Form und St\u00e4rke an, sie legte die \u00abSektierermarotten\u00bb ab und machte den \u00abOrakelton wissenschaftlicher Unfehlbarkeit\u00bb l\u00e4cherlich. Anders gesagt fand der Kommunismus, der zuerst eine Geisteshaltung oder ein \u00abphilosophischer Kommunismus\u00bb war, damit seine politische Form. In einem Vierteljahrhundert vollendete er seine Mauserung: von seinen philosophischen und utopischen Erscheinungsformen zur endlich gefundenen politischen Form der Emanzipation.<\/p>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Die Begriffe der Emanzipation haben die Leiden des vergangenen Jahrhunderts nicht unbesch\u00e4digt \u00fcberstanden. Man kann behaupten, dass sie wie die Tiere der Fabel nicht alle starben, und doch keines verschont blieb. Sozialismus, Revolution, sogar Anarchie\u00a0<em>\u2013<\/em>\u00a0diesen Begriffen geht es kaum besser als dem Kommunismus.<\/p>\n<p>Der Sozialismus ist in die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg verwickelt, in Kolonialkriege und vielfache Regierungsbeteiligungen\u00a0<em>\u2013<\/em>\u00a0so weitgehend, dass er an Inhalt verlor in dem Ma\u00dfe, wie er an Ausdehnung gewann. Einer methodisch gef\u00fchrten ideologischen Kampagne ist es gelungen, in den Augen von vielen Revolution mit Gewalt und Terror gleichzusetzen. Doch von allen Begriffen, die gestern gro\u00dfe Verhei\u00dfungen und Tr\u00e4ume formulierten, wurde der Kommunismus am meisten besch\u00e4digt, weil er von der b\u00fcrokratischen Staatsraison in Beschlag genommen wurde und einem totalit\u00e4ren Unterfangen diente. Es bleibt die Frage, ob es unter all diesen wund geschlagenen Begriffen welche gibt, bei denen sich es lohnt, geheilt und wieder in Bewegung gesetzt zu werden.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Daf\u00fcr ist es notwendig, dar\u00fcber nachzudenken, was aus dem Kommunismus des 20.Jahrhunderts geworden ist. Begriff und Gegenstand k\u00f6nnen nicht au\u00dferhalb der Zeit und der historischen Bew\u00e4hrungsproben beurteilt werden, denen sie ausgesetzt waren. F\u00fcr die meisten wird die st\u00e4ndige Bezeichnung \u00abkommunistisch\u00bb f\u00fcr den marktwirtschaftlich-autorit\u00e4ren chinesischen Staat auf Dauer viel schwerer wiegen als die br\u00fcchigen theoretischen und experimentellen Erwiderungen einer kommunistischen Hypothese.<\/p>\n<p>Die Versuchung, sich einer kritischen historischen Inventur zu entziehen, w\u00fcrde dazu f\u00fchren, die kommunistische Idee auf zeitlose \u00abInvarianten\u00bb zu reduzieren, sie zu einem Synonym f\u00fcr unbestimmte Ideen von Gerechtigkeit oder Emanzipation zu machen und nicht zur spezifischen Emanzipationsform in der Zeit kapitalistischer Herrschaft. Der Begriff verliert damit an politischer Sch\u00e4rfe, was er an ethischer und philosophischer Erweiterung gewinnt.<\/p>\n<p>Eine der zentralen Frage ist, ob der b\u00fcrokratische Despotismus die legitime Fortsetzung der Oktoberrevolution oder die Frucht einer b\u00fcrokratischen Konterrevolution war, die nicht nur in den Prozessen, S\u00e4uberungen, massenhaften Deportationen zum Ausdruck kommt, sondern auch mit den Umw\u00e4lzungen in Gesellschaft und Staatsapparat der Sowjetunion der 30er Jahre.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Ein neuer Wortschatz l\u00e4sst sich nicht per Dekret erfinden. Das Vokabular bildet sich langfristig heraus, \u00fcber Anwendung und Erfahrung. Die Gleichsetzung des Kommunismus mit der Stalin\u2019schen totalit\u00e4ren Diktatur hinzunehmen hie\u00dfe, vor den vorl\u00e4ufigen Siegern zu kapitulieren, Revolution und b\u00fcrokratische Konterrevolution miteinander zu verwechseln und somit das Kapitel der Weggabelungen zu streichen, das allein Raum f\u00fcr Hoffnung l\u00e4sst. Und das w\u00fcrde bedeuten, den Besiegten gegen\u00fcber eine nicht wieder gut zu machende Ungerechtigkeit zu begehen, gegen\u00fcber alle denen die, bekannt oder nicht, die kommunistische Idee leidenschaftlich gelebt haben und sie gegen ihre Karikaturen und F\u00e4lschungen mit Leben erf\u00fcllt haben. Schande \u00fcber diejenigen, die aufgeh\u00f6rt haben, Kommunisten zu sein, als sie aufgeh\u00f6rt haben, Stalinisten zu sein, und die nur solange Kommunisten waren, wie sie Stalinisten waren!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Von allen Arten, \u00abdas Andere\u00bb des widerw\u00e4rtigen Kapitalismus zu benennen, das notwendig und m\u00f6glich ist, beh\u00e4lt der Begriff Kommunismus den gr\u00f6\u00dften historischen Sinn und die explosivste programmatische Ladung. Er erinnert am ehesten an die G\u00fctergemeinschaft und Gleichheit, an die Vergesellschaftung oder Aufteilung der Macht, an die Solidarit\u00e4t, die dem egoistischen Kalk\u00fcl und der verallgemeinerten Konkurrenz entgegenzustellen ist, an das Eintreten f\u00fcr die (nat\u00fcrlichen und kulturellen) Gemeing\u00fcter der Menschheit, die Ausweitung kostenloser Dienste der Grundversorgung (Aufhebung der Warenform), gegen die verallgemeinerte Auspl\u00fcnderung und Privatisierung der Welt.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0Er steht auch f\u00fcr einen anderen Ma\u00dfstab des gesellschaftlichen Reichtums als Wertgesetz und Markt. Der \u00abfreie und unverf\u00e4lschte Wettbewerb\u00bb beruht auf \u00abDiebstahl an fremder Arbeitszeit\u00bb. Er gibt vor, Nichtquantifizierbares zu quantifizieren und das nicht zu ermessende Verh\u00e4ltnis der menschlichen Gattung zu ihren nat\u00fcrlichen Reproduktionsbedingungen auf das miserable gemeinsame Ma\u00df der Arbeitszeit f\u00fcr abstrakte Arbeit zu reduzieren.<\/p>\n<p>Kommunismus ist der Begriff f\u00fcr ein anderes Verst\u00e4ndnis von Reichtum, f\u00fcr eine qualitativ andere \u00f6kologische Entwicklung, die sich von dem quantitativen Wirtschaftswachstum unterscheidet. Die Logik der Kapitalakkumulation verlangt nicht nur Produktion um des Profits willen, sondern erheischt auch \u00abProduktion neuer Konsumtion\u00bb, die best\u00e4ndige Ausweitung des Zirkels der Konsumtion durch die \u00abProduktion neuer Bed\u00fcrfnisse und Entdeckung und Sch\u00f6pfung neuer Gebrauchswerte\u00bb: Also \u00abExplorieren der ganzen Natur\u00bb und \u00abExploration der Erde nach allen Seiten\u00bb. Auf dieser verheerenden Ma\u00dflosigkeit des Kapitals fu\u00dft die Aktualit\u00e4t eines radikalen \u00d6kokommunismus.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Im Kommunistischen Manifest wird der Kommunismus zun\u00e4chst durch das Eigentum erkl\u00e4rt: \u00abdie Kommunisten (k\u00f6nnen) ihre Theorie in dem einen Ausdruck: Aufhebung des Privateigentums\u00bb der Produktions- und Tauschmittel zusammenfassen, was nicht mit dem individuellen Besitz der Gebrauchsmittel zu verwechseln ist. In allen Bewegungen \u00abheben sie die Eigentumsfrage, welche mehr oder minder entwickelte Form sie auch angenommen haben m\u00f6ge, als die Grundfrage der Bewegung hervor\u00bb.<\/p>\n<p>In der Tat beziehen sich sieben der zehn Punkte am Ende des zweiten Abschnitts auf die Eigentumsformen: Expropriation des Grundeigentums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben; Einf\u00fchrung einer stark progressiven Besteuerung; Abschaffung des Erbes an Produktions- und Tauschmitteln; Konfiskation des Eigentums der Emigranten und Rebellen; Zentralisation des Kredits in einer Staatsbank; Vergesellschaftung der Transportmittel und Einf\u00fchrung einer \u00f6ffentlichen und unentgeltlichen Erziehung f\u00fcr alle; Schaffung von Nationalfabriken und Urbarmachung von unbebauten L\u00e4ndereien.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen sind allesamt darauf ausgerichtet, die Kontrolle der politischen Demokratie \u00fcber die \u00d6konomie herzustellen, den Primat des Gemeinwohls \u00fcber das egoistische Interesse, den des \u00f6ffentlichen Raums \u00fcber den privaten Raum. Es geht nicht darum, jegliche Form von Eigentum abzuschaffen, wohl aber um \u00abdie Abschaffung des b\u00fcrgerlichen Eigentums\u00bb, der \u00abAneignungsweise\u00bb auf der Grundlage der Ausbeutung der einen durch die anderen.<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0Zwischen zweierlei Recht, dem der Eigent\u00fcmer, sich Gemeing\u00fcter anzueignen, und dem Existenzrecht der Enteigneten, \u00abentscheidet die Gewalt\u00bb, sagt Marx. Die gesamte moderne Geschichte des Klassenkampfs, vom Bauernkrieg in Deutschland \u00fcber die englische und die Franz\u00f6sische Revolution bis zu den sozialen Revolutionen des vergangenen Jahrhunderts, ist die Geschichte dieses Konflikts.<\/p>\n<p>Als \u00abendlich entdeckte politische Form\u00bb der Emanzipation, als \u00abAbschaffung\u00bb der Staatsmacht, als Vollendung der sozialen Republik, belegt die Pariser Kommune das Hervortreten dieser neuen Legitimit\u00e4t. Ihr Beispiel hat Formen der Selbstorganisation und der Selbstverwaltung der Bev\u00f6lkerung in den revolution\u00e4ren Krisen angeregt: Arbeiterr\u00e4te, Sowjets, Milizenkomitees, Industriekordons, Nachbarschaftsverb\u00e4nde, Bauernkommunen \u2013 Organisationsformen, die der Tendenz nach die Politik entprofessionalisieren, die gesellschaftliche Arbeitsteilung ver\u00e4ndern, die Bedingungen f\u00fcr das Absterben des Staats als eigenst\u00e4ndiger b\u00fcrokratischer K\u00f6rperschaft schaffen.<\/p>\n<p><strong>8\u00a0<\/strong>Unter der Herrschaft des Kapitals hat jeder scheinbare Fortschritt sein Gegenst\u00fcck der Regression und Zerst\u00f6rung. Er besteht letztlich \u00abnur darin, die Form der Unterjochung zu \u00e4ndern\u00bb. Der Kommunismus verlangt andere Ideen und Kriterien als die des wirtschaftlichen Ertrags und der monet\u00e4ren Rentabilit\u00e4t, angefangen bei einer drastischen Verminderung der Zeit f\u00fcr erzwungene Arbeit und einer Ver\u00e4nderung des Arbeitsbegriffs: Es kann in der Freizeit keine individuelle Entfaltung geben, solange die Arbeitenden in der Arbeit entfremdet und verst\u00fcmmelt bleiben.<\/p>\n<p>Die kommunistische Perspektive erfordert auch eine radikale Ver\u00e4nderung des Verh\u00e4ltnisses zwischen Mann und Frau: Die Erfahrung des Verh\u00e4ltnisses zwischen den Geschlechtern ist die erste Erfahrung des Andersseins, und solange das Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnis fortbesteht, wird jedes durch Kultur, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung sich unterscheidende Wesen Opfer von Diskriminierung und Herrschaft sein. Authentischer Fortschritt liegt in der Entwicklung und der Differenzierung von Bed\u00fcrfnissen, deren originelle Kombination jeden und jede zu einem einzigartigen Wesen macht, dessen Singularit\u00e4t zur Bereicherung der Gattung beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Das Manifest versteht den Kommunismus als \u00abeine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f\u00fcr die freie Entwicklung aller ist\u00bb. Er ist damit die Maxime einer freien individuellen Entfaltung, die man weder mit den Trugbildern eines dem Konformismus der Werbung unterworfenen Individualismus ohne Individualit\u00e4t, noch mit der plumpen Gleichmacherei eines Kasernensozialismus verwechseln darf. Die Entwicklung der singul\u00e4ren Bed\u00fcrfnisse und F\u00e4higkeiten eines und einer jeden tr\u00e4gt zur universalen Entwicklung der menschlichen Gattung bei. Umgekehrt impliziert die freie Entwicklung eines und einer jeden die freie Entwicklung aller, denn die Emanzipation ist nicht das Vergn\u00fcgen einzelner.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Der Kommunismus ist keine reine Idee, auch kein doktrin\u00e4res Gesellschaftsmodell. Er ist weder die Bezeichnung f\u00fcr ein staatliches Regime, noch f\u00fcr eine neue Produktionsweise. Er steht f\u00fcr die Bewegung, die die bestehende Ordnung in Permanenz aufhebt. Er ist aber auch das Ziel, das, aus dieser Bewegung entstanden, ihr eine Richtung weist und es\u00a0<em>\u2013<\/em>\u00a0anders als prinzipienlose Politik, folgenlose Aktionen, t\u00e4gliches Improvisieren\u00a0<em>\u2013<\/em>\u00a0m\u00f6glich macht zu bestimmen, was dem Ziel n\u00e4her bringt und was davon wegf\u00fchrt. In diesem Sinne ist er keine wissenschaftliche Erkenntnis von Ziel und Weg, sondern eine regulative strategische Hypothese. Er benennt, was zusammengeh\u00f6rt: den unbezwingbaren Traum von einer anderen Welt der Gerechtigkeit, der Gleichheit und der Solidarit\u00e4t; die permanente Bewegung, die auf einen Sturz der bestehenden Ordnung im Kapitalismus abzielt; und die Hypothese, die diese Bewegung auf eine radikale \u00c4nderung der Eigentums- und Machtverh\u00e4ltnisse orientiert, entfernt von Kompromissen mit einem kleineren \u00dcbel, das der k\u00fcrzeste Weg zum gr\u00f6\u00dften \u00dcbel w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Die soziale, \u00f6konomische, \u00f6kologische und moralische Krise eines Kapitalismus, der durch seine Ma\u00dflosigkeit und Unvernunft die Gattung und den Planeten zugleich bedroht, stellt die \u00abAktualit\u00e4t eines radikalen Kommunismus\u00bb wieder auf die Tagesordnung, von der Walter Benjamin vor dem Hintergrund der heraufziehenden Gefahren der Zwischenkriegszeit schrieb.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung: Wilfried Dubois unter Mitarbeit von Elfi M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozonline.de\/2010\/02\/von-der-aktualitaet-des-kommunismus\/\">Soz Nr. 02\/2010&#8230;<\/a> vom 17. Dezember 2017<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Artikel ist einer der letzten, die Daniel Bensa\u00efd geschrieben hat. Er ist Ende 2009 im vierten Heft der neuen Folge der von ihm zusammen mit Eustathis Kouvelakis und Francis Sitel herausgegebenen Pariser Zeitschrift<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[25,13,69],"class_list":["post-2885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-arbeiterbewegung","tag-marx","tag-walter-benjamin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2885"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2886,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2885\/revisions\/2886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}