{"id":2906,"date":"2017-12-20T10:31:59","date_gmt":"2017-12-20T08:31:59","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2906"},"modified":"2017-12-20T10:31:59","modified_gmt":"2017-12-20T08:31:59","slug":"oktober-1917-putsch-oder-revolutionaerer-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=2906","title":{"rendered":"Oktober 1917 \u2013 Putsch oder revolution\u00e4rer Aufbruch?"},"content":{"rendered":"<p><em>Helmut Dahmer.<\/em> <strong>\u201eDie Rechnung von Lenin und Genossen [\u2026] war diktiert von zwei rein revolution\u00e4ren Gesichtspunkten: von dem unersch\u00fctterlichen Glauben an die europ\u00e4ische Revolution des Proletariats als den einzigen Ausweg und die<!--more--> unvermeidliche Konsequenz des Weltkrieges und von der ebenso unersch\u00fctterlichen Entschlossenheit, die einmal errungene Macht in Russland bis zum \u00e4u\u00dfersten zu verteidigen, um sie zur energischsten und radikalsten Umw\u00e4lzung auszun\u00fctzen.\u201c (Rosa Luxemburg, September 1918*)<\/strong><\/p>\n<p>Luxemburg, deren \u00dcberlegungen zum Charakter der kommenden russischen Revolution seit 1905 denjenigen Trotzkis nahekamen, gab, ein knappes Jahr nach dem Oktoberaufstand der Bolschewiki, ihrem (oben zitierten) Artikel den Titel \u201eDie russische Trag\u00f6die.\u201c Wir blicken, nach 100 Jahren, auf das bolschewistische Experiment, die im Herbst 1917 eroberte politische Macht im B\u00fcrgerkrieg zu behaupten und f\u00fcr eine sozialistische Umgestaltung der russischen Gesellschaft zu nutzen, etwa so zur\u00fcck, wie die Bolschewiki auf die Pariser Kommune von 1871 zur\u00fccksahen. 1917 handelte es sich zun\u00e4chst um einen von einer politisch aktiven Minderheit organisierten bewaffneten Aufstand.<\/p>\n<p>Die Lenin-Partei, der sich Trotzkis Gruppierung (die \u201eInter-Bezirksorganisation\u201c) im August anschloss, hatte ihre Mitgliedschaft im Laufe des Jahres (auf 240.000) verzehnfacht und in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1917 eine Mehrheit in der \u2013 nach dem Vorbild von 1905 wiedererstandenen \u2013 gro\u00dfst\u00e4dtischen Parallelregierung der Arbeiter-, Soldaten- (und Bauern-) R\u00e4te (\u201eSowjets\u201c) errungen, und zwar mit folgenden Losungen: &gt;Sofortiger Friede, sofortige Aufteilung der Gro\u00dfgrundbesitzes, Arbeiterkontrolle \u00fcber die Betriebe, Beseitigung der [provisorischen] bellizistisch-kapitalistischen Regierung sowie \u201eAlle Macht den R\u00e4ten.&lt;<\/p>\n<p>Im Lande standen 5 Millionen Arbeiter in Industrie und Transport 100 Millionen landhungrigen Bauern gegen\u00fcber, die, ein halbes Jahrhundert nach der formellen \u201eBauernbefreiung\u201c (von 1861), endlich das Land unter sich aufteilen wollten und erwarteten, dass eine revolution\u00e4re Regierung ihre Landnahme-Aktionen legitimiere. Der gro\u00dfe Krieg war (wie schon der russisch-japanische ein Jahrzehnt zuvor) f\u00fcr Russland verloren, die kriegsm\u00fcden Soldaten und die hungernde Stadtbev\u00f6lkerung waren von den \u201eprovisorischen Regierungen\u201c des Jahres 1917, die weder den Krieg beendet, noch eine Bodenreform in Angriff genommen hatten, entt\u00e4uscht. Sie desertierten in Scharen und gingen zu den Bolschewiki \u00fcber, die (als einzige der damaligen Parteien) bereit waren, sich ihre wichtigsten Forderungen (Frieden, Land, Brot) zu eigen zu machen, deren Befriedigung nach Lage der Dinge einen Umsturz der tradierten Eigentums- und Herrschaftsverh\u00e4ltnisse, also die soziale Revolution voraussetzte. H\u00e4tten die (mit den \u201eLinken Sozialrevolution\u00e4ren\u201c verb\u00fcndeten) Bolschewiki im November nicht die Macht \u00fcbernommen, so h\u00e4tte sich einer der \u201ewei\u00dfen\u201c Gener\u00e4le (Kornilow, Koltschak, Denikin\u2026) zum Diktator aufgeworfen, die in den Jahren 1917-1920 \u2013 im Bunde mit konterrevolution\u00e4ren Interventionstruppen \u2013 gegen die von den Bolschewisten gef\u00fchrte Sowjetregierung zu Felde zogen. Die Kriegs-Praxis dieser \u201ewei\u00dfen\u201c Truppen zeigt, was sie im Falle ihres Sieges in Russland angerichtet h\u00e4tten.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> Anstelle Italiens w\u00e4re vermutlich Russland zum ersten faschistischen Staat Europas geworden.<\/p>\n<p>Leute, die sich eine revolution\u00e4re Massenbewegung weder vorstellen k\u00f6nnen noch wollen, verwechseln absichtsvoll den von Trotzki organisierten Oktoberaufstand, der eine soziale Revolution einleitete, mit einem \u201eStaatsstreich\u201c oder \u201ePutsch\u201c. Im Fall eines Putsches versucht eine Handvoll Desperados (Offiziere, abgehalfterte Gener\u00e4le) mit Unterst\u00fctzung einflussreicher Geldgeber und\/oder einer ausl\u00e4ndischen Macht, eine gew\u00e4hlte (parlamentarische) Regierung mit Waffengewalt zu beseitigen, sich selbst an deren Stelle zu setzen und eine politische Diktatur zu begr\u00fcnden.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Die Oktoberrevolution war hingegen das Resultat eines Volksaufstands und hatte die \u00dcberwindung der kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse in den st\u00e4dtischen Zentren und die Beseitigung der vorkapitalistischen Verh\u00e4ltnisse auf dem Lande zum Ziel. Ohne ihren R\u00fcckhalt bei der Arbeiterschaft und bei den Bauern, und das hei\u00dft: ohne ihre bewaffneten Verteidiger, die \u201eRoten Garden\u201c und (ab 1918) die \u201eRote Armee\u201c\u2013 die im Laufe des Jahres von 100.000 Freiwilligen auf eine Million Wehrpflichtige anwuchs \u2013, h\u00e4tte die bolschewistische Regierung in Petersburg und Moskau schon die ersten Wochen und Monate nach dem Oktoberaufstand nicht \u00fcberlebt, geschweige denn den darauf folgenden, ihr aufgezwungenen, dreieinhalbj\u00e4hrigen B\u00fcrgerkrieg, in dem (in den Jahren 1918-1921) zwischen 8 und 10 Millionen Menschen ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Die Bildung der bolschewistisch dominierten Sowjetregierung, der Siegihrer Roten Armee und die Gr\u00fcndung einer neuen, kommunistischen Internationale (1919), die die internationale Revolution der Lohnarbeiter und der unterdr\u00fcckten V\u00f6lker proklamierte, l\u00f6ste weltweit eine lang anhaltende Welle der Begeisterung und Solidarit\u00e4t bei hunderten Millionen Arbeitern und Arbeiterinnen, bei den Opfern kolonialer Unterdr\u00fcckung und bei Intellektuellen und K\u00fcnstlern aus. Ihnen allen gemeinsam war der Traum, etwas \u00c4hnliches wie die Oktoberrevolution in den kapitalistischen Metropolen und in den von diesen beherrschten, unterentwickelt gehaltenen L\u00e4ndern zuwege zu bringen. Die spanische Revolution von 1936, die chinesische der sp\u00e4ten vierziger und die kubanische von 1959 sind ohne das Vorbild der russischen gar nicht zu denken. Von der Revolutionsbegeisterung der zwanziger Jahre profitierte sp\u00e4ter auch noch die Stalin-Despotie, in der Viele (trotz ihrer fatalen Politik in den letzten Jahren der Weimarer Republik, ihrer Rolle im spanischen B\u00fcrgerkrieg und dem R\u00e4uberpakt mit Hitler [1939-1941]) den einzigen wirklichen Gegner des Faschismus sahen. Obwohl die Sowjetunion l\u00e4ngst zu einem riesigen \u201ePotemkinschen Dorf\u201c geworden war, dessen gl\u00e4nzende Fassade den \u201eArchipel GuLag\u201c verdeckte, zehrten auch die Nachfolger Stalins in der Sowjetunion und in den osteurop\u00e4ischen Satelliten-Staaten jahrzehntelang noch vom \u201eSowjet-Mythos\u201c.<\/p>\n<p>Die bolschewistische Partei b\u00fc\u00dfte in den Jahren des B\u00fcrgerkriegs, der Desindustrialisierung und Entst\u00e4dterung weitgehend ihre eigentliche Basis, die aktionsf\u00e4hige st\u00e4dtische Arbeiterschaft, ein. Ein Gro\u00dfteil ihrer Kader wurde von Armee und Verwaltung absorbiert. Und ihre F\u00fchrung begann, sich nicht nur f\u00fcr den Statthalter einer geschw\u00e4chten Klasse, sondern f\u00fcr das einzig handlungsf\u00e4hige revolution\u00e4re Subjekt zu halten. Stellvertretend f\u00fcr das schrumpfende st\u00e4dtische Proletariat errichtete die Partei-Oligarchie eine milit\u00e4rische Notstandsdiktatur (\u201eKriegskommunismus\u201c). An die Stelle von Propaganda und \u00dcberzeugung trat mehr und mehr die Gewalt, und zwar:<\/p>\n<p>(1.) im Verh\u00e4ltnis der bolschewistischen Partei zur b\u00e4uerlichen Mehrheit (mit Getreiderequisitionen und der milit\u00e4rischen Bek\u00e4mpfung von Aufst\u00e4nden);<\/p>\n<p>(2.) in Gestalt von Verboten und Repressionen gegen die politischen Konkurrenten (Menschewiki, Sozialrevolution\u00e4re, Anarchisten);<\/p>\n<p>(3.) im Verh\u00e4ltnis zu den der Sowjetunion (seit 1922) angeh\u00f6renden nationalen Republiken (wie Georgien) und<\/p>\n<p>(4.) im Inneren der Partei selbst, im Verh\u00e4ltnis der Mehrheitsfraktion, ihres General-Sekretariats (und dessen Apparats) zu den Minderheitsfraktionen (wieder \u201eArbeiteropposition\u201c und den \u201eDemokratischen Zentralisten\u201c). Diese \u201ejakobbinische\u201c Fehlentwicklung <a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> wurde 1922\/23 von den beiden ausschlaggebenden Revolutionsf\u00fchrern, Lenin und Trotzki, die sie in den B\u00fcrgerkriegsjahren notgedrungen in Gang gesetzt und verteidigt hatten, als solche erkannt. <a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p>Die \u201esubstitutionistische\u201c Regression r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, war es \u2013 unter den Bedingungen der internationalen Isolierung der Sowjetunion, der Verschmelzung von Partei- und Staatsapparat und der Verselbst\u00e4ndigung der paramilit\u00e4rischen Geheimpolizei (die 1921 bereits eine St\u00e4rke von 137.000 Agenten und Paramilit\u00e4rs hatte), bereits zu sp\u00e4t. <a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a> Lenins Krankheit hinderte ihn (1922\/23), in der Partei den Kampf gegen die im Geist des \u201egro\u00dfrussischen Chauvinismus\u201c agierende Staats- und Partei-B\u00fcrokratie aufzunehmen, f\u00fcr den er Trotzki als Verb\u00fcndeten zu gewinnen hoffte. Trotzki blieb (1923\/24) mit seinem Programm zur Wiederherstellung der Partei- und Arbeiterdemokratie \u2013 im Rahmen der Aufrechterhaltung des B\u00fcndnisses von Arbeiter- und Bauernschaft, planm\u00e4\u00dfiger Industrialisierung und revolution\u00e4rer Au\u00dfenpolitik \u2013 in der Minderheit und wurde alsbald vom Triumvirat Stalin-Sinowjew-Kamenjew als (\u201esozialdemokratischer\u201c) Abweichler abgestempelt.<\/p>\n<p>1924 war das Jahr des russischen \u201eThermidors\u201c <a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a>, also des R\u00fcckl\u00e4ufigwerdens (oder der Schubumkehr) der Revolution. Im Herbst dieses Jahres vollzog der 1922 zum Generalsekret\u00e4r \u2013 d. h. zum Herrn der Dossiers und der Stellenbesetzung \u2013 aufger\u00fcckte Stalin den Bruch mit der internationalistischen Basis-Orientierung der von Lenin und Trotzki in der Revolutionszeit gef\u00fchrten Partei und propagierte stattdessen eine nationalkommunistische \u201eL\u00f6sung\u201c, die auf eine langfristige Mangelwirtschaft hinauslief, die nur mit Hilfe von Massenterror durchgesetzt und aufrechterhalten werden konnte. Aus der Not der \u00f6konomisch-politischen Isolation machte Stalin eine Tugend und verhie\u00df der von Krieg, Hunger und B\u00fcrgerkrieg ersch\u00f6pften Bev\u00f6lkerung, die \u2013 nach der Wendung zur Neuen \u00d6konomischen Politik, also zu einer staatlich kontrollierten Marktwirtschaft \u2013 gerade erst wieder zum Aufatmen gekommen war, im Rahmen der Ein-Partei-Diktatur einen ruhigen Fortschritt auf einer bewaffneten Insel im Krisen- und Kriegsmeer der kapitalistischen Weltwirtschaft. Mit diesem Programm gelang es der Stalin-Fraktion in der zweiten H\u00e4lfte der zwanziger Jahre, zuerst die linke (von Trotzki gef\u00fchrte), dann die rechte (von Bucharin inspirierte) Opposition auszuschalten.<\/p>\n<p>Dass das nationalkommunistische Projekt einer nachholenden Industrialisierung \u2013 als \u201eAufbau des &gt;Sozialismus&lt; in einem einzelnen Lande\u201c proklamiert \u2013 die Ausrichtung der sowjetischen Au\u00dfenpolitik auf die Aufrechterhaltung des internationalen Status quo einschloss und im Weiteren zur politischen L\u00e4hmung der Komintern-Parteien f\u00fchrte, wurde zuerst an der \u201eoffiziellen\u201c Politik gegen\u00fcber dem englischen General- und Bergarbeiterstreik von 1926 und (im Jahr darauf) an der Politik Stalins und Bucharins gegen\u00fcber Tschiang Kai-schek und der chinesischen Guomindang kenntlich. In den drei\u00dfiger Jahren wurde die Isolierung der Sowjetunion durch die Verhinderung einer antifaschistischen Einheitsfront in Deutschland (in den Jahren 1929-1933) und durch die Volksfront-Politik in Spanien (1936-39), die zur Niederlage der republikanischen Streitkr\u00e4fte f\u00fchrte, zementiert. Das fatale B\u00fcndnis Stalins mit Hitler, der die deutsche Arbeiterbewegung vernichtet hatte, er\u00f6ffnete dem deutschen Diktator im Herbst 1939 die M\u00f6glichkeit, Frankreich zu erobern und sich auf den Vernichtungskrieg gegen den \u201ej\u00fcdischen Bolschewismus\u201c vorzubereiten. Am Vorabend des zweiten Weltkriegs konnte es \u00fcber die Zielsetzung der stalinistischen Au\u00dfenpolitik keinen Zweifel mehr geben.<\/p>\n<p>Als 1928 die Versorgung der St\u00e4dte mit Getreide (neuerlich) gef\u00e4hrdet war, vollzog Stalin eine j\u00e4he Wendung seiner Innenpolitik. Ohne die erforderlichen industriellen, das hei\u00dft technischen Voraussetzungen dazu (Traktoren, Maschinerie, D\u00fcngemittel) organisierte er mit Hilfe der GPU-Truppen eine rasche Zwangskollektivierung der seit 1917 entstandenen Bauernwirtschaften, die zu einer Art B\u00fcrgerkrieg (mit Sabotage-Reaktionen, Massenerschie\u00dfungen und Deportationen) und zu einer Hungersnot \u2013 vor allem in den Jahren 1932\/33 in der Ukraine (\u201eHolodomor\u201c) \u2013 f\u00fchrte. Diese Zwangskollektivierung zog eine dramatische Senkung der b\u00e4uerlichen Arbeitsproduktivit\u00e4t und das hei\u00dft: einen Jahrzehnte anhaltenden Mangel an Konsumg\u00fctern nach sich.<\/p>\n<p>Mangel und Terror im \u201eersten Arbeiterstaat\u201c und die R\u00fcckkehr zum Kapitalismus in den neunziger Jahren haben das sozialistische Projekt nachhaltig diskreditiert. Die bedeutendste Errungenschaft der Revolution war und blieb die Verstaatlichung der Industrie, der Transportmittel, der Banken und des Gro\u00df- und Au\u00dfenhandels. Die Organisation der Wirtschaft, die gesamtwirtschaftliche Planung und die Leitung der Betriebe oblag der neu entstandenen Staats- und Wirtschaftsb\u00fcrokratie, zu deren politischem Organ die stalinisierte, hierarchisch gegliederte Massenpartei wurde. Die Forcierung der Produktionsmittel-Erzeugung, vor allem der Schwerindustrie, auf Kosten der Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Konsumg\u00fctern, bildete seit 1929 das Kernst\u00fcck der F\u00fcnfjahrpl\u00e4ne. Die enorme Ungleichheit der Lebenshaltung der privilegierten Schicht auf der einen, der unzureichend versorgten Bev\u00f6lkerungsmehrheit auf der anderen Seite konnte jahrelang nur mit Hilfe von Terror aufrechterhalten werden. Die drakonische Arbeitsgesetzgebung in Stadt und Land wurde durch die Einf\u00fchrung der Sklavenarbeit in einem landesweiten Netzwerk von Straflagern erg\u00e4nzt. Motor der Kommandowirtschaft waren weder Profit, noch Markt, sondern das Interesse der B\u00fcrokratie, die unkontrolliert \u00fcber die Aufteilung des Mehrprodukts verf\u00fcgte, an der Erf\u00fcllung starrer Planvorgaben und der Sicherstellung der einzelbetrieblichen Rentabilit\u00e4t. Im Zentrum der Planwirtschaft wurden die wichtigsten Produktionsmittel und R\u00fcstungsg\u00fcter (Rohstoffe, Maschinen, Elektrizit\u00e4t, Transportmittel) nicht mehr \u2013 wie die knappen Konsumg\u00fcter \u2013 als Waren ge- und verkauft, sondern (gegen Buchgeld) zugeteilt. F\u00fcnf verschiedene Eigentumsformen bestanden nebeneinander: Staatliche Betriebe (zu denen auch die landwirtschaftlichen Sowchosen geh\u00f6rten), Agrargenossenschaften (Kolchosen), die auf staatlichem Boden mit staatlichen Maschinen arbeiteten, Genossenschaften in Handwerk und Einzelhandel und schlie\u00dflich ein h\u00f6chst produktiver privater Landwirtschafts-Sektor (in Gestalt der privaten Kleinst-Parzellen und der privaten Viehhaltung der Kolchosbauern).<\/p>\n<p>Dies gemischte Wirtschaftssystem erm\u00f6glichte \u2013 erg\u00e4nzt durch das riesige GULag-Zwangsarbeitssystem \u2013 trotz aller Fehlplanungen und zunehmender b\u00fcrokratischer Verschwendung \u2013 den milit\u00e4rischen Sieg \u00fcber Hitlers Armeen, die im Sommer 1941 im ersten Anlauf weit ins europ\u00e4ische Russland vorgedrungen waren.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte der drei\u00dfiger Jahre unternahm die Stalin-F\u00fchrung einen historisch einzigartigen Versuch, ihre despotische Herrschaft durch eine Welle des Massenterrors langfristig zu sichern und kriegsfest zu machen. Ziel war die Ausrottung einer jeden m\u00f6glichen Opposition politischer, kultureller oder ethnisch-nationaler Art. Diesem \u201epolitischen Genozid\u201c (Isaac Deutscher) fielen allein in den Jahren 1936-38 etwa eine Million Menschen zum Opfer. Die langfristige, bis heute sp\u00fcrbare Folge der beiden Menschenfresser-Regime Stalins und Hitlers, die hinsichtlich ihrer sozialen Funktion einander gegens\u00e4tzlich waren, deren Herrschaftsformen sich aber erschreckend \u00e4hnelten, ist eine bis heute sp\u00fcrbare L\u00e4hmung jener \u201eSpontaneit\u00e4t\u201c der Lohnarbeiterklasse, auf der die europ\u00e4ische Arbeiterbewegung des 19. und des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts basierte. In den Jahren 1934-38 ging es Stalin vor allem auch darum, die bolschewistischen Kader der Revolutions- und B\u00fcrgerkriegs\u00e4ra in Prozessen, die gegen \u201eTrotzkisten-Terroristen\u201c gef\u00fchrt wurden, auszuschalten. Killer-Kommandos der GPU machten auch international, in Spanien, Frankreich und anderen L\u00e4ndern Jagd auf antistalinistische Sozialisten. Die Gesamtzahl der Opfer des Stalin-Regimes (1929-1952) wird (ohne die von Gorbatschow auf 27 Millionen gesch\u00e4tzten Kriegsopfer) auf 15-35 Millionen Menschen gesch\u00e4tzt \u2013 ein entsetzlicher \u201ePreis\u201c f\u00fcr die gelungene, beschleunigt-nachholende Industrialisierung. In einer Gesellschaft, in der \u00fcber den Terror und seine Opfer, die es praktisch in jeder Familie gab, nur gefl\u00fcstert werden konnte, bedurfte es nach Stalins Tod (1953) der z\u00f6gerlichen Reformversuche eines Teils der herrschenden Partei, um den Propaganda-Schleier vor dem d\u00fcsteren Vierteljahrhundert der Stalin-Diktatur auch nur ein wenig zu l\u00fcften.<\/p>\n<p>Stalins totalit\u00e4res Regime war das Produkt einer isolierten und (darum) entgleisten Revolution. Es blockierte eine m\u00f6gliche Abl\u00f6sung der usurpatorisch-b\u00fcrokratischen Leitung der verstaatlichten Produktionsmittel durch Arbeiterselbstverwaltung und verteidigte die teils sozialistische, teils kapitalistische Mischwirtschaft, die Basis seiner Herrschaft. In einem seit 1941 gegen die faschistischen deutschen Invasoren gef\u00fchrten nationalen Verteidigungskrieg gelang es der Stalinf\u00fchrung sogar \u2013 unter riesigen Opfern \u2013, ihren Herrschaftsbereich auf die osteurop\u00e4ischen Staaten (und Ostdeutschland) auszudehnen.<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerer Stagnation der Wirtschaft, die dem Wettr\u00fcsten im Rahmen des \u201eKalten Krieges\u201c nicht mehr gewachsen war, setzte die nachstalinsche Nomenklatura als letzten ihrer Reformversuche die R\u00fcckkehr zum Kapitalismus auf die Tageordnung und teilte \u2013 ohne auf nennenswerten Widerstand zu sto\u00dfen \u2013 das Staatseigentum unter sich auf. Parallel zu diesem Raubzug gab es eine kurze Phase demokratischen Erwachens, in der sogar die Geheimarchive der GPU teilweise ge\u00f6ffnet wurden. Unter Putin wurden dann freilich die Erinnerung an die Oktoberrevolution und die an die Stalin\u00e4ra neuerlich eingesargt und der Blick auf die Mangelwirtschaft und die Massengr\u00e4ber durch eine aus nationalrussischen Legenden gezimmerte Kulisse verstellt. \u201e1905\u201c und \u201e1917\u201c sind f\u00fcr die heutigen Oligarchen und ihren Chef eine mit Schweigen zu \u00fcbergehende Verlegenheit\u2026<\/p>\n<p>Acht Jahre nach der Revolution versuchte Trotzki, der Historiker und Alternativen- Denker, sich und seinen Lesern (aufgrund der von der staatlichen Planbeh\u00f6rde [Gosplan] ver\u00f6ffentlichten Daten zur Wirtschaftsentwicklung) Klarheit \u00fcber die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten der Sowjetwirtschaft zu verschaffen. Er verglich die durchschnittliche Arbeitsproduktivit\u00e4t in verschiedenen Sektoren der damaligen sowjetischen Wirtschaft mit derjenigen in den hoch entwickelten kapitalistischen \u00d6konomien und erwog verschiedene Entwicklungsvarianten im (variablen) internationalen Kontext. Als v\u00f6llig \u201eunwahrscheinliche\u201c Variante erschien ihm diejenige, dass der europ\u00e4ische und internationale Kapitalismus \u201ein den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten einen neuen, m\u00e4chtigen Aufschwung nehmen\u201c k\u00f6nnte. Das hie\u00dfe, schrieb Trotzki, \u201edass wir, der sozialistische Staat, zwar die Absicht haben, vom G\u00fcterzug auf einen Personenzug umzusteigen, und das auch tats\u00e4chlich zuwege bringen, dass wir aber in Wirklichkeit einen Schnellzug einholen m\u00fcssten. [\u2026] Das [wiederum] hie\u00dfe, dass wir uns in der grundlegenden historischen Einsch\u00e4tzung geirrt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>[Denn] das w\u00fcrde bedeuten, dass der Kapitalismus seine historische &gt;Mission&lt; noch nicht ersch\u00f6pft hat [\u2026].\u201c <a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> Was Trotzki (vor einem knappen Jahrhundert) f\u00fcr die unwahrscheinlichste Entwicklungsvariante hielt, ist eingetreten. <a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Die Bolschewiki kamen, wie viele andere kommunistische Revolution\u00e4re vor und nach ihnen, \u201ezu fr\u00fch\u201c. Wie diese, unsere Vorl\u00e4ufer, rechnen wir damit, dass die Weiterentwicklung der kapitalistischen Weltwirtschaft auch im 21. Jahrhundert zu einer Serie von Katastrophen f\u00fchren wird, weil es in ihrem Rahmen weder m\u00f6glich ist, den Reichtum der Nationen umzuverteilen, noch das \u00f6kologische Desaster zu stoppen, noch die verheerenden Kriege zu beenden, von denen jederzeit einer zum allerletzten werden kann. Und wir blicken zur\u00fcck auf die lange Geschichte der Versuche, die Staatsapparate, die das System der Ausbeutung verteidigen, durch antikapitalistische Selbstverwaltungsorganisationen zu ersetzen, in denen verschiedene sozialistische Str\u00f6mungen um den jeweils \u201erichtigen\u201c Kurs und um die Mehrheit ringen. Das Verh\u00e4ltnis der Arbeiter-, Soldaten- und Bauern-R\u00e4te zu den miteinander konkurrierenden b\u00fcrgerlichen und sozialistischen Parteien und den von ihnen gestellten Regierungen in den russischen Revolutionen von 1905 und 1917 ist f\u00fcr uns ein wichtiges Lehrst\u00fcck, ebenso die Geschichte der nachrevolution\u00e4ren \u201eLinken Opposition\u201c, die Geschichte des spanischen B\u00fcrgerkriegs (1936-39), der ungarischen Revolution (1956) und der chilenischen \u201eUnidad Popular\u201c (1969-73).<\/p>\n<ul>\n<li>Wir halten zum einen fest, dass es die russischen Arbeiterr\u00e4te waren,<br \/>\ndie der Partei Lenins und Trotzkis zur Mehrheit verhalfen und dem entsetzlichen<br \/>\nGemetzel des ersten Weltkriegs wie dem zaristischen Regime<br \/>\nein Ende machten.<\/li>\n<li>Zum andern, dass die bolschewistische Partei von 1917 kein hierarchisch<br \/>\norganisierter Verschw\u00f6rerklub, sondern eine Minderheitsorganisation<br \/>\nwar, die in kurzer Zeit dialog- und mehrheitsf\u00e4hig wurde \u2013 nicht<br \/>\ntrotz, sondern wegen der Richtungsk\u00e4mpfe, die ihr inneres Leben ausmachten.<\/li>\n<li>Zum Dritten, dass keine sozialrevolution\u00e4re Massenerhebung eine<br \/>\nChance hat, der es nicht gelingt, Armee und Polizei rechtzeitig auf ihre<br \/>\nSeite zu bringen oder sich selbst zu bewaffnen.<\/li>\n<li>Zum Vierten schlie\u00dflich, dass das Schicksal einer jeden siegreichen Revolutionsbewegung<br \/>\ndavon abh\u00e4ngt, ob es ihr (au\u00dfenpolitisch) gelingt, internationale Bundesgenossen zu finden, und ob es ihr (innenpolitisch) gelingt, sich substitutionistisch agierenden Parteien und b\u00fcrokratischen Apparaten (Verwaltung, Heer, Geheimpolizei) gegen\u00fcber durchzusetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p>* Luxemburg, R. (1918): \u201eDie russische Trag\u00f6die.\u201c Spartacus Nr. 11 vom September 1918. Gesammelte Werke, Bd. 4, Berlin (Dietz) 1974, S. 385.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/intersoz.org\/oktober-1917-putsch-oder-revolutionaerer-aufbruch\/\">intersoz.org&#8230;<\/a> vom 20. Dezember 2017<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Ernest Mandel st\u00fctzt sich f\u00fcr seine Darstellung des wei\u00dfen Terrors auf die B\u00fcrgerkriegs\u2010Geschichte von Lincoln, W. Bruce (1989): Red Victory. A History of the Russian Civil War. New York, und auf Gitelman, Zvi (1988): A Century of Ambivalence. The Jews of Russia in the Soviet Union, 1881 to the Present; New York. Lincoln zitiert den Putsch\u2010General Kornilow mit der folgenden Deklaration: \u201e&gt;Je gr\u00f6\u00dfer der Terror, desto gr\u00f6\u00dfer unsere Siege&lt;, sagte Kornilow zu seinen Leuten [\u2026]. &gt;Wir m\u00fcssen Russland retten&lt;, f\u00fcgte er sp\u00e4ter hinzu, &gt;selbst wenn wir es halb in Brand setzen und das Blut von drei Vierteln aller Russen vergie\u00dfen m\u00fcssen.&lt;\u201c (Lincoln, S. 86.) Zu den Pogromen der \u201eWei\u00dfen\u201c Armeen (besonders in der Ukraine) schreibt Mandel: \u201eDie Ukraine war in den Jahren 1918 bis 1921 Schauplatz [\u2026] der schlimmsten Massaker an den j\u00fcdischen Gemeinschaften, die Europa vor der &gt;Endl\u00f6sung&lt; der Nazis erlebt hat. Zvi Gitelman (S. 99\u2010106) zufolge gab es 2.000 Pogrome, davon 1.200 in der Ukraine. Der Autor sch\u00e4tzt die Gesamtzahl der Opfer auf 150.000. Diese Massaker waren von unglaublichen Grausamkeiten begleitet.\u201c Mandel, Ernest (1992): Oktober 1917. Staatsstreich oder soziale Revolution. K\u00f6ln (ISP), S. 63 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> Beispiele f\u00fcr Putsche oder Staatsstreiche in der deutsch\u2010\u00f6sterreichischen Geschichte sind der (gescheiterte) Kapp\u2010Putsch von 1920, der (gescheiterte) Hitler\u2010Putsch von 1923, der \u201ePreu\u00dfen\u2010Schlag\u201c gegen die preu\u00dfische Minderheits\u2010Regierung Braun im Juli 1932 oder auch der (gescheiterte) Nazi\u2010Putsch gegen Dollfu\u00df (1934), der ein Jahr zuvor selbst durch einen \u201eStaatsstreich\u201c an die Macht gekommen war. Putschisten operieren ohne R\u00fcckendeckung durch eine Mehrheit. Sie wollen die jeweils amtierende Regierungs\u2010Equipe abl\u00f6sen, meist auch die Regierungsform \u00e4ndern (also eine Milit\u00e4rdiktatur an die Stelle einer parlamentarischen Demokratie setzen), keineswegs aber die Produktions\u2010,also die Eigentumsverh\u00e4ltnisse \u00e4ndern.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> Die franz\u00f6sischen Jakobiner (Danton, St. Just, Robespierre\u2026) bildeten in den Jahren der franz\u00f6sischen Revolution (1789 ff.) die radikalste Gruppierung, die sich gegen\u00fcber den gem\u00e4\u00dfigten Girondisten durchsetzte und in den Jahren 1793\/94 mit Hilfe der allgemeinen Wehrpflicht und des Terrors die Abschaffung der Monarchie und des Grundbesitzes erfolgreich gegen ihre Gegner im Ausland und Inland verteidigte. Der von Robespierre dominierte, 12-k\u00f6pfige \u201eWohlfahrtsausschuss\u201c verlor schlie\u00dflich die Unterst\u00fctzung der aktiven st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung \u2013 der Sansculotten \u2013, und die Revolution wurde r\u00fcckl\u00e4ufig (\u201eThermidor\u201c).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> \u201eWir haben den alten\u201c [zaristischen] Staatsapparat \u00fcbernommen, und das war unser Ungl\u00fcck. [\u2026] Oben haben wir [\u2026] nur einige Tausend, Maximum einige Zehntausend der Unsrigen, unten dagegen haben wir Hunderttausende alter, vom Zaren, aber auch von der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft \u00fcbernommener Beamter, die teils bewusst, teils unbewusst gegen uns arbeiten.\u201c Lenin, W. I. (13. 11.1922): \u201eF\u00fcnf Jahre russische Revolution und die Perspektiven der Weltrevolution. Referat auf dem IV. Kongress der Komintern.\u201c Werke, Bd. 33, Berlin U(Dietz) 1963, S. 414 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> In einem seiner letzten Artikel (\u201eDie Komintern und die GPU\u201c) bezeichnete Trotzki die GPU als das wichtigste Organ des Stalin\u2010Regimes (bzw. der totalit\u00e4ren Kreml\u2010Oligarchie). Trotsky, L. (17. 8. 1940): \u201eThe Comintern and the GPU.\u201c. In Trotsky (1940): Stalin\u2019s Gangsters. London (New Park Publications)1977, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> Am 9. Thermidor, dem 27. Juli 1794, war Robespierre im Pariser Konvent von gem\u00e4\u00dfigten Jakobinern gest\u00fcrzt worden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Trotzki, L. (1925): Kapitalismus oder Sozialismus? In: Schriften, Bd. 3.1, Hamburg (Rasch und R\u00f6hring)1997, S. 378\u2010439; Zitat auf S. 439.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Die sowjetische (und nach\u2010sowjetische) Wirtschaft konnte die Produktivit\u00e4t der US\u2010Wirtschaft niemals erreichen. Noch 1967 lag ihre durchschnittliche Produktivit\u00e4t nur bei 40 Prozent der amerikanischen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helmut Dahmer. \u201eDie Rechnung von Lenin und Genossen [\u2026] war diktiert von zwei rein revolution\u00e4ren Gesichtspunkten: von dem unersch\u00fctterlichen Glauben an die europ\u00e4ische Revolution des Proletariats als den einzigen Ausweg und die<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[25,38,4],"class_list":["post-2906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-arbeiterbewegung","tag-russische-revolution","tag-strategie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2906"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2908,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2906\/revisions\/2908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}