{"id":3087,"date":"2018-02-02T09:41:42","date_gmt":"2018-02-02T07:41:42","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3087"},"modified":"2018-02-02T09:41:42","modified_gmt":"2018-02-02T07:41:42","slug":"internationale-fuer-revolution-und-kommunismus-aufbauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3087","title":{"rendered":"Internationale f\u00fcr Revolution und Kommunismus aufbauen"},"content":{"rendered":"<p><em>Plattform in der Vierten Internationale.<\/em> Die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale ersetzte das strategische Ziel des Aufbaus revolution\u00e4rer Parteien durch das Konzept des Aufbaus von \u201ebreiten Parteien\u201c. <!--more-->Ein Jahrhundert nach der Russischen Revolution fragen sich einige: Ist das Prinzip \u201eKeine Revolution ohne revolution\u00e4re Partei\u201c \u00fcberholt? Wir glauben das nicht. Auf den letzten Kongressen hat die F\u00fchrung der IV. Internationalen ausdr\u00fccklich den Aufbau von breiten Parteien ohne klare programmatische und strategische Abgrenzungen angestrebt. Welches sind die Ergebnisse dieser Politik?<\/p>\n<p><strong>Der aktuelle Stand der IV. Internationale<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>A) Die Politik des Aufbaus von breiten Parteien: Bilanz einer Katastrophe<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In letzter Zeit gab es bedeutsame Niederlagen. Im spanischen Staat stehen die \u201eAnticapitalistas\u201c unter dem Druck der Gruppe um Pablo Iglesias und in der Folge passen sie sich an diese Gruppe an. Das Bestreben, Wahlerfolge zu erzielen oder Einfluss auf die \u201eMainstream Medien\u201c zu gewinnen, f\u00fchrt dazu, dass wir unser Ziel der \u00dcberwindung des kapitalistischen Systems aufgeben.<\/p>\n<p>Das Syriza Experiment wurde derma\u00dfen stark begr\u00fc\u00dft, dass die griechische Sektion der IV. Internationale, die sich weigerte, dieses Experiment zu unterst\u00fctzen, auf einer IK-Sitzung von einzelnen Gen. beschuldigt wurde, konterrevolution\u00e4r zu sein, weil sie nicht Syriza unterst\u00fctze. Syriza wurde als Modell dargestellt, es m\u00fcndete jedoch in eine Katastrophe. Syriza wurde als eine \u201eAnti-Austerit\u00e4ts\u201c-Partei und -Regierung vorgestellt. Aber diese Politik entwickelte sich zu einer zerst\u00f6rerischen Maschine gegen die Arbeiter*innen und das Volk. Die schlimmsten Kahlschl\u00e4ge seit Jahrzehnten gegen die Jugend und die Arbeiter*innenklasse wurden von Syriza geleitet.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale ersetzte das strategische Ziel des Aufbaus revolution\u00e4rer Parteien durch das Konzept des Aufbaus von \u201ebreiten Parteien\u201c.<\/p>\n<p>Aber dies sind nur zwei Beispiele in einer Reihe von Katastrophen, und es wurde keine Analyse dieser Desaster vorgenommen, die dazu beitragen k\u00f6nnte, Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Liste der Fehler ist lang. In Brasilien ist die Sektion der IV. Internationalen in die Regierung von Lula eingetreten. In Italien unterst\u00fctzten die Genoss*innen der IV. Internationale im Parlament die Regierungsbildung von Prodi und stimmten f\u00fcr den Haushalt, einschlie\u00dflich der Milit\u00e4rausgaben. In Portugal hat die Sektion vor kurzem das Regierungsprogramm der SP unterst\u00fctzt. Die Unterst\u00fctzung von politischen Kr\u00e4ften oder Regierungen, die im Rahmen des kapitalistischen Managements handeln, erweist sich als das gemeinsame Merkmal all dieser Fehlschl\u00e4ge, die dann in einer Krise der jeweiligen Sektionen der IV. Internationalen endeten.<\/p>\n<p>Die Politik der Bildung breiter Parteien an Stelle des Aufbaus revolution\u00e4rer Parteien f\u00fchrte in der Realit\u00e4t zur Aufl\u00f6sung unserer Kr\u00e4fte in reformistischen Koalitionen. Aber warum auch eine revolution\u00e4re Str\u00f6mung aufbauen, wenn es kein revolution\u00e4res, kommunistisches Programm gibt, f\u00fcr das wir stehen. Die Situation ist ernst. \u00dcber die Jahre haben wir erlebt, wie Sektionen der IV. Internationalen in beschleunigtem Ma\u00dfe verschwinden, sich aufl\u00f6sen oder sich anpassen. Unsere F\u00e4higkeiten, das Prinzip der Klassenunabh\u00e4ngigkeit zu verteidigen oder etwa die Bef\u00e4higung unserer sozialen Klasse zu st\u00e4rken, unabh\u00e4ngig von Bourgeoisie und Staat zu handeln, werden untergraben, wenn wir Politiker unterst\u00fctzen, die (wie Bernie Sanders) mit einer b\u00fcrgerlichen Partei verbunden sind, oder Pers\u00f6nlichkeiten wie Pablo Iglesias, die keine Verbindung zur Arbeiter*innenklasse haben.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>B) \u201eNeue Lage, neues Programm\u2026\u201c oder die Aktualit\u00e4t der Revolution und die Sachdienlichkeit eines revolution\u00e4ren kommunistischen Programms?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Warum hat die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale trotz dieser Abfolge von Fehlschl\u00e4gen diese Politik \u00fcber Jahre beharrlich verfolgt? Ohne es direkt zu sagen, geht sie nicht mehr von der Aktualit\u00e4t der Revolution aus und sieht sie nur noch als eine Aufgabe der fernen Zukunft. Aus ihrer Sicht ist das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen den Klassen so ung\u00fcnstig, dass es die Aufgabe der Stunde ist, ein elementares Klassenbewusstsein zu entwickeln, welches auf den Abwehrk\u00e4mpfen der Unterdr\u00fcckten gegen die Angriffe der herrschenden Klasse gr\u00fcndet. Demzufolge brauchen wir weder eine revolution\u00e4re Perspektive noch einen organisierten Kampf f\u00fcr ein \u00dcbergangsprogramm und ein kommunistisches Programm. F\u00fcr diese Genoss*innen reicht es aus, all die Menschen, die bereit sind, Widerstand zu leisten, umzugruppieren, Reformist*innen ebenso wie Revolution\u00e4r*innen, um langsam Erfahrungen und Kr\u00e4fte zu sammeln und auf bessere Zeiten zu warten. Das angemessene Mittel, dieses Ziel zu verwirklichen, ist tats\u00e4chlich die \u201ebreite Partei\u201c.<\/p>\n<p>Dies rechtfertigt \u00fcberall das B\u00fcndnis mit sozialen Kr\u00e4ften, die nicht einmal im klassischen Sinne reformistisch sind. Die Genoss*innen verlassen sich auf Kr\u00e4fte, die keine kommunistische programmatische Grundlage haben und keine Verankerung in der Arbeiter*innenklasse haben.<\/p>\n<p>Warum hat die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale trotz dieser Abfolge von Fehlschl\u00e4gen diese Politik \u00fcber Jahre beharrlich verfolgt?<\/p>\n<p>Doch die aktuelle Wichtigkeit und Notwendigkeit eines revolution\u00e4ren Programms wurden durch die revolution\u00e4ren Prozesse s\u00fcdlich des Mittelmeers und die Lage in Griechenland offenbar: Die aufkommenden und sich radikalisierenden Formen von Klassenauseinandersetzungen verlangen nach revolution\u00e4ren Antworten. War es nicht absolut notwendig, auf einem Schuldenerlass, auf der Vergesellschaftung der Banken und der Schl\u00fcsselsektoren der Wirtschaft unter Arbeiterkontrolle zu bestehen? Diese Forderungen sind nicht and\u00e4chtiger Betrachtung in Geschichtsb\u00fcchern \u00fcber die Russische Revolution vorbehalten.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale hat ihre griechische Sektion, die versucht hat, mit ihren bescheidenen Kr\u00e4ften eine solche Politik zu verfolgen, nicht unterst\u00fctzt. Zu dieser Politik geh\u00f6rte nat\u00fcrlich ein politischer Kampf gegen die F\u00fchrung von Syriza. Dieser Kampf wurde nicht gef\u00fchrt. Im Namen der Notwendigkeit eines \u201eneuen Programms\u201c und einer \u201eneuen Partei\u201c, angepasst an die \u201eneue Situation\u201c hat die F\u00fchrung der IV. Internationalen Alexis Tsipras noch in der \u201e25. Stunde\u201c unterst\u00fctzt (so das Zitat aus der Erkl\u00e4rung der IV. Internationale vom August 2015). Beispiel ist sehr lehrreich. Es zeigt, dass der Reformismus keine L\u00f6sung in Perioden einer kapitalistischen Krise bietet. Nicht allein, dass die von Syriza gef\u00fchrte Regierung bewies, dass sie eine der h\u00e4rtesten b\u00fcrgerlichen Regierungen war, sondern Syriza selbst wandelte sich innerhalb eines Jahres nahezu g\u00e4nzlich von einem linken Reformismus zu einer b\u00fcrgerlichen Sozialdemokratie.<\/p>\n<p>Die aktuelle Wichtigkeit und Notwendigkeit eines revolution\u00e4ren Programms wurden durch die revolution\u00e4ren Prozesse s\u00fcdlich des Mittelmeers und die Lage in Griechenland offenbar.<\/p>\n<p>Die Regierungskoalition mit der nationalistischen b\u00fcrgerlichen ANEL-Partei, die Einbeziehung vieler ehemaliger Politiker und die Einbeziehung von Verwaltungspersonal beider b\u00fcrgerlicher Parteien ND und PASOK, was niemals von jenen Personen kritisiert wurde, die heute die Volkseinheitspartei bilden (also die Partei, die heute von der F\u00fchrung der IV. Internationale unterst\u00fctzt wird) und vor allem der Bruch mit der gro\u00dfen Mehrheit der Syriza-Jugend und der aktivistischen Basis haben den Charakter von SYRIZA unumkehrbar ver\u00e4ndert. Vollkommen unabh\u00e4ngig von den Absichtserkl\u00e4rungen ihrer F\u00fchrungen teilen alle reformistischen Parteien, die die Krise im Rahmen des kapitalistischen Systems bew\u00e4ltigen wollen, dieses Schicksal. Zu dieser Schlussfolgerung ist die F\u00fchrung der IV. Internationale niemals gekommen. Stattdessen spricht sie von einer unerkl\u00e4rten \u201eKapitulation\u201c von Tsipras, losgel\u00f6st von jeglichem klassenpolitischen Kontext. Die praktische Konsequenz der F\u00fchrung der IV. Internationale zeigt sich in ihrem Eifer, immer wieder die gleichen Fehler zu wiederholen. \u00dcber die Mehrheit der spanischen Sektion f\u00e4hrt sie fort darin sich mit Iglesias zu verb\u00fcnden und sich an seine Politik anzupassen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>C) Mangelnde Effizienz und ein ernstes demokratisches Problem.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Treffen des Internationalen Komitees der IV. sind auf Debatten und Analysen beschr\u00e4nkt, die keinerlei praktische Konsequenzen haben. Die Debatten gehen weiter, ohne dass irgendeine internationale koordinierte Kampagne ausgearbeitet und geplant wird. Doch \u00fcberall auf der Welt haben wir Genossinnen und Genossen, die K\u00e4mpfe in direkter Konfrontation mit dem Kapitalismus f\u00fchren. Theoretische Diskussionen m\u00fcssen sich auf die Praxis beziehen. Bilanzpapiere der Aktivit\u00e4ten der Sektionen sollten in die Diskussion einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung \u00fcber die verschiedenen Vorstellungen sollte dazu f\u00fchren, gemeinsame Aufgaben zu bestimmen. Ohne gemeinsame Ziele auf internationaler Ebene und ohne politische und materielle gegenseitige Unterst\u00fctzung ist es unm\u00f6glich, unsere Organisationen \u00fcber einen bestimmten Punkt in dem jeweiligen Land zu vergr\u00f6\u00dfern. Und vor allem muss unsere Internationale mehr sein als ein Diskussionsclub. Sie muss zu einem Mittel f\u00fcr revolution\u00e4res Handeln werden. Eine \u201eWeltpartei\u201c sollte die politischen Probleme des weltweiten Klassenkampfes aufnehmen und \u00fcber die Probleme, die uns in jedem unserer L\u00e4nder begegnen, nachdenken und versuchen, sie gemeinsam zu l\u00f6sen. Die Tagesaufgabe ist es, eine internationale Partei aufzubauen, zumindest Schritte in diese Richtung zu unternehmen.<\/p>\n<p>Ohne gemeinsame Ziele auf internationaler Ebene und ohne politische und materielle gegenseitige Unterst\u00fctzung ist es unm\u00f6glich, unsere Organisationen \u00fcber einen bestimmten Punkt in dem jeweiligen Land zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Der k\u00fcrzliche Parteiausschluss einer Minderheitenstr\u00f6mung der Anticapitalistas offenbart ein ernstes Problem mit der innerparteilichen Demokratie. Diese Minderheit hatte beim letzten Kongress die Unterst\u00fctzung von 20% der Delegierten und hat jetzt eine neue Organisation IZAR gegr\u00fcndet. Die gegenw\u00e4rtige Leitung der IV. verweigert eine wirkliche Diskussion. Sie erschwert Kritik von links an ihrer Orientierung. Schlimmer noch, sie verweigert der Minderheitenstr\u00f6mung in der spanischen Sektion unter dem Vorwand eines Vetos seitens der Sektion, sich an das IK zu wenden. Dies verst\u00f6\u00dft gegen Prinzipien der Arbeiter*innendemokratie, welche die M\u00f6glichkeit beinhaltet, sich in einem Ausschlussverfahren selbst zu verteidigen.<\/p>\n<p>Diese Prinzipien gelten sogar in vielen reformistischen Organisationen. Sie gelten jedoch nicht in der IV. Internationale f\u00fcr die Genossinnen und Genossen der IZAR. So wird jetzt hingenommen, dass die Mehrheit einer Sektion eine Minderheit ausschlie\u00dft, ohne dass diese die M\u00f6glichkeit hat, an die Institutionen der IV. zu appellieren. Anstatt in Italien zu versuchen, alle w\u00e4hrend der Aufl\u00f6sung von Sinistra Critica verlorenen Genoss*innen wiederzugewinnen und den Einfluss der IV. Internationalen zu st\u00e4rken, haben die F\u00fchrungen der beiden von der gegenw\u00e4rtigen F\u00fchrung der IV. Internationalen bereits anerkannten Organisationen ein Veto gegen die Beteiligung von Collettivo Guevara am Weltkongress eingelegt.<\/p>\n<p>Der k\u00fcrzliche Parteiausschluss einer Minderheitenstr\u00f6mung der Anticapitalistas offenbart ein ernstes Problem mit der innerparteilichen Demokratie.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hat die Mehrheit der Genossinnen und Genossen der franz\u00f6sischen Sektion (NPA) nicht diese autorit\u00e4re Sicht auf politische Differenzen und geht nicht auf diese Weise gegen ihre Minderheit vor.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> Unsere GenossInnen von \u201eSocialist Action Canada\u201c wurden ausgeschlossen und sind immer noch Opfer der gleichen Ausgrenzung. Es ist klar, dass hinter diesen Ausschl\u00fcssen eine politische Logik steckt. Grunds\u00e4tzliche demokratische Regeln werden beiseitegeschoben, wenn es um Genossinnen und Genossen links von der Mehrheitslinie geht, die mit der Politik der F\u00fchrung nicht einverstanden sind.<\/p>\n<p>Gleichzeitig arbeiten f\u00fchrende Genoss*innen der IV. Internationale mit Gruppen au\u00dferhalb der Internationalen zusammen und \u00fcben Druck auf einzelne Sektionen der IV. aus, um sie zu isolieren, so geschehen in Griechenland. Die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. Internationale pr\u00e4sentiert sich oft als die \u201edemokratischste\u201c internationale Tendenz. Die Absichtserkl\u00e4rungen unterscheiden sich aber betr\u00e4chtlich von den konkreten Fakten. In Wirklichkeit zeigten sich bei Abspaltungen, die durch politische Differenzen hervorgerufen wurden, die IST<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a>\u00a0im Spanischen Staat und die IWL<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>\u00a0in Brasilien offener f\u00fcr Beziehungen mit den verschiedensten Gruppen, die aus diesen Abspaltungen hervorgegangen sind.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die Politik, die von der Mehrheit beim letzten Kongress der IV. Internationale (2010) verfochten wurde, bilanzieren. Wir m\u00fcssen offen zugeben, dass die Politik der F\u00fchrung der IV. Internationalen falsch war und deutlich unterhalb dessen liegt, was die historischen Umst\u00e4nde erfordern.<\/p>\n<p><strong>Eine politische Lage, die den Revolution\u00e4r*innen und den kommunistischen Ideen Wachstumsm\u00f6glichkeiten bietet<\/strong><\/p>\n<p>Wir stimmen der Beurteilung der gegenw\u00e4rtigen Lage durch die F\u00fchrung der IV. Internationale nicht zu. Diese Lage ist gekennzeichnet durch zunehmend heftige Angriffe der Bourgeoisie. Die derzeitige Lage ist trotz alledem widerspr\u00fcchlich. Sie f\u00f6rdert das Interesse an dem, was revolution\u00e4re Kommunistinnen und Kommunisten zu sagen haben und verleiht ihnen Wachstumsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>A) Der tiefere Grund f\u00fcr die Krise ist der tendenzielle Fall der Profitrate.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der tendenzielle Fall der Profitrate ist das grundlegende Problem der kapitalistischen \u00d6konomie. Die \u00f6kologische Krise ist der \u00f6konomischen Krise verkn\u00fcpft. Der Kapitalismus hat es somit mit einer anhaltenden Krise zu tun, aus der er sich nicht spontan befreien kann. Zum Zwecke der Sanierung der Profitraten muss die Bourgeoisie ihre Herrschaftsmethoden radikal \u00e4ndern und der Arbeiter*innenklasse eine historische Niederlage beif\u00fcgen. So ist der fortw\u00e4hrende Klassenkampf von oben zu erkl\u00e4ren. Die interimperialistischen Spannungen wachsen und milit\u00e4rische Interventionen vervielfachen sich. Die Anzahl der Gefl\u00fcchteten nimmt rasant zu. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden von allen wichtigen Regierungen unverhohlen gef\u00f6rdert. Die Barbarei ist nicht mehr nur eine Zukunftsaussicht, sondern bereits heute f\u00fcr den \u00fcberwiegenden Teil der Menschheit Realit\u00e4t.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>B) Traditionelle F\u00fchrungen und der \u201eneue Reformismus\u201c \u2012 angepasst an die aktuelle kapitalistische Offensive<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Weit davon entfernt gegen die kapitalistische Offensive zu k\u00e4mpfen, passen sich die traditionellen F\u00fchrungen der Arbeiterbewegung den Verh\u00e4ltnissen an. Die Sozialdemokratie ist vollst\u00e4ndig in den b\u00fcrgerlichen Staat integriert und die F\u00fchrer stalinistischen Ursprungs bewegen sich im Rahmen der Politik, den die jeweilige nationale Bourgeoisie vorgibt.<\/p>\n<p>Ein enormer R\u00fcckgang der Sozialdemokratie und von Formationen \u00e4hnlich der Labour Party ist weltweit zu verzeichnen und ist nicht auf Europa beschr\u00e4nkt. In Kanada erlebten wir, wie die F\u00fchrung der gewerkschaftsnahen \u201eNeuen Demokratischen Partei\u201c (NDP) in einer Kampagne, die in den Parlamentswahlen vom Oktober 2015 ihren H\u00f6hepunkt fand, sich f\u00fcr einen ausgeglichenen Haushalt aussprach, komme was da wolle. Die praktische Umsetzung einer solchen Politik w\u00fcrde verhindern, dass eine NDP-gef\u00fchrte Regierung die meisten der einschneidenden Sparma\u00dfnahmen der vorangegangenen von Stephen Harper und der konservativen Partei gef\u00fchrten Regierung zur\u00fccknehmen k\u00f6nnte. Die politischen Defizite der NDP und der Wahlaufruf der Gewerkschaftsb\u00fcrokratie, \u201en\u00fctzlich\u201c zu w\u00e4hlen, hat die Unzufriedenheit der Arbeiter*innen kanalisiert und zu einem Sieg der Liberal Party von Justin Trudeau gef\u00fchrt. Seine Partei hatte es geschafft, sich kurzzeitig ein Image links der NDP zu geben.<\/p>\n<p>Weit davon entfernt gegen die kapitalistische Offensive zu k\u00e4mpfen, passen sich die traditionellen F\u00fchrungen der Arbeiter*innen-Bewegung den Verh\u00e4ltnissen an.<\/p>\n<p>Was die sogenannten populistischen Str\u00f6mungen in S\u00fcdamerika betrifft, so demonstrieren sie ihre Unf\u00e4higkeit, irgendetwas in nennenswertem Ma\u00dfe an der Situation zu \u00e4ndern. Sie verwerfen jeglichen Bruch mit dem Imperialismus und dem Kapital ihrer L\u00e4nder. Die rechten Regierungen von Argentinien und Brasilien zu bek\u00e4mpfen, darf nicht dazu f\u00fchren, dass Allianzen mit peronistischen und populistischen Parteien gebildet werden.<\/p>\n<p>Die sogenannten \u201enew reformisms\u201c (Neoreformismen) sind sowohl ein Symptom wachsender politischer Bewusstwerdung und einer Zunahme der sozialen K\u00e4mpfe als auch ihrer Grenzen. Aber die Politik von SYRIZA an der Macht zeigt das Ausma\u00df, mit dem sich diese Kr\u00e4fte in Rekordzeit an das krisenhafte kapitalistische System anpassen und sogar bereit sind, die b\u00fcrgerliche Agenda selbst umzusetzen. Da es ihnen an einer Verwurzelung in der Arbeiter*innenklasse fehlt, k\u00f6nnen sie sie besser umsetzen als die \u201ealten\u201c Reformisten.<\/p>\n<p>Den anarchistischen und autonomen Str\u00f6mungen gelingt es, einen Teil der revoltierenden Jugend zu gewinnen. Wir brauchen ein politisches Konzept, welches sich an diese Str\u00f6mungen richtet, auch mit der Option, taktische B\u00fcndnisse mit ihnen zu schlie\u00dfen. Auf jeden Fall sollten wir diesen Str\u00f6mungen nicht das radikale Feld \u00fcberlassen, indem wir etwa erkl\u00e4ren, dass sie sich in eine Sackgasse bewegen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>C) Chronische Instabilit\u00e4t des Systems, Widerstand der Massen und Politisierung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis ist f\u00fcr uns sehr ung\u00fcnstig, aber der Widerstand der Massen bewirkt Unruhe auf allen Kontinenten. Diese Systemkrise n\u00e4hrt eine chronische politische Instabilit\u00e4t. Die Brutalit\u00e4t der kapitalistischen Angriffe f\u00f6rdert Erscheinungen des sozialen und politischen R\u00fcckschritts. Wenn die traditionelle Linke an die Macht kommt, setzt sie selbst diese kapitalistischen Angriffe um und \u00f6ffnet somit das Feld f\u00fcr die extreme Rechte. Dies ist jedoch l\u00e4ngst nicht die Mehrheitsmeinung in der Arbeiter*innenklasse. In der W\u00e4hlerschaft der extremen Rechten finden wir allerdings viele Arbeiter*innen, die zu den ersten Opfern der kapitalistischen Angriffe geh\u00f6ren. Eine massive klassenk\u00e4mpferische Antwort, die bedeutende Erfolge erzielt, k\u00f6nnte diejenigen, die sich zeitweise von rechter Demagogie haben einfangen lassen, wieder zur\u00fcckgewinnen. Nat\u00fcrlich geben wir uns nicht der Illusion hin, eine Konfrontation mit der Basis der extremen Rechten und mehr noch neofaschistischen und neonazistischen Parteien vermeiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Kontext der kapitalistischen Krise wirken die Angriffe nicht nur in eine Richtung. Sie bef\u00f6rdern auch massenhafte Widerstandsbewegungen und neue Politisierungen. Die Dynamik von Polarisierungen zeigt sich in der Wahl von Donald Trump. Auch wenn er ein Symbol f\u00fcr die zunehmend reaktion\u00e4re Politik der herrschenden Klasse ist, wurde er doch in einer Zeit wachsender Mobilisierungen gew\u00e4hlt. Au\u00dferdem war im Zusammenhang mit den Mobilisierungen das Interesse an sozialistischen Ideen innerhalb der f\u00fchrenden Weltmacht gr\u00f6\u00dfer als in den Jahrzehnten zuvor. Gleichzeitig nehmen die M\u00f6glichkeiten sozialer Explosionen und kollektiven K\u00e4mpfe zu.<\/p>\n<p>Die Brutalit\u00e4t der kapitalistischen Angriffe f\u00f6rdert Erscheinungen des sozialen und politischen R\u00fcckschritts.<\/p>\n<p>In bedeutenden Teilen der Jugend und der Arbeiter*innenklasse w\u00e4chst die Auffassung, dass das kapitalistische System verrottet ist und versagen wird. Meistens wissen die k\u00e4mpfenden Massen, was sie nicht l\u00e4nger ertragen wollen und haben das kapitalistische System satt. Sie wissen allerdings nicht, wie und durch was sie dieses System ersetzen sollen. Aber wir erleben nicht nur K\u00e4mpfe als unmittelbare Antworten auf die Attacken, sondern auch Prozesse der Sammlung von Erfahrungen, der Politisierung, der Umgruppierung und Organisierung.<\/p>\n<p>Wir verweisen auf die gro\u00dfen nationalen Mobilisierungen gegen die Angriffe auf die Arbeitsgesetze in Frankreich, den Kampf der Niedrigl\u00f6hner in den USA f\u00fcr einen Mindestlohn von 15 $ pro Stunde und f\u00fcr das Recht, eine Gewerkschaft zu bilden, und wir verweisen auf den Aufstieg von \u201eBlack Lives Matter\u201c, die urpl\u00f6tzliche noch nie da gewesene Studierendenmobilisierung in Quebec, die gro\u00dfen Arbeiterstreiks in Asien insbesondere die in China und Indien. Auf der anderen Seite stellen wir auch ein wiederkehrendes Interesse am Sozialismus fest. Dies zeigt sich zum Beispiel an der zweimaligen Wahl von Jeremy Corbyn zum Vorsitzenden der britischen Labour Party und an einem wiedererwachten Interesse an sozialistischen Ideen in den USA. Alles dies sind Zeichen daf\u00fcr, dass es Grundz\u00fcge einer antikapitalistischen Bewusstwerdung gibt. Trotzdem handelt es sich dabei um einen sehr widerspr\u00fcchlichen und begrenzten Prozess. Dem Sozialismus feindliche Bewegungen ernten die Fr\u00fcchte der tiefen Unzufriedenheit. Der Wahlerfolg der FIT in Argentinien, die Umgruppierung in der s\u00fcdafrikanischen Gewerkschaftsbewegung (trotz der Beschr\u00e4nktheit dieser beiden Erfahrungen) und das wieder erwachte Interesse an sozialistischen Ideen in den USA zeigen uns, dass antikapitalistische Ideen Massenanhang gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>III. Die Arbeiter*innenklasse spielt immer die zentrale Rolle<\/strong><\/p>\n<p>Die Skepsis gegen\u00fcber der Aktualit\u00e4t der Revolution ist auch in aktivistischen Kreisen weit verbreitet. Die neoliberalen Angriffe h\u00e4tten die Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse so weit prekarisiert und die Arbeiter*innenklasse so stark geschw\u00e4cht, dass sie die f\u00fchrende Rolle nicht mehr wahrnehmen k\u00f6nne. Wir sehen die Arbeiter*innenklasse von einem politischen Standpunkt. Sie ist die einzige soziale Klasse, die aufgrund ihrer Stellung in der kapitalistischen Produktion und Reproduktion in der Lage ist, die K\u00e4mpfe all derer zu vereinigen, die unterdr\u00fcckt werden, sei es auf ihrer Arbeit, in der Schule, in der Wehrpflichtarmee oder in der Familie. Die einzige, die die K\u00e4mpfe von Frauen, LGBT, Immigrant*innen, Minderheiten und indigenen V\u00f6lkern zu einem gemeinsamen emanzipatorischen Projekt zusammenfassen kann, dem Kommunismus.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Arbeiter*innenklasse gr\u00f6\u00dfer als je zuvor. Allein in S\u00fcdkorea gibt es heute so viel Lohnabh\u00e4ngige, wie es zu Zeiten von Karl Marx weltweit gegeben hat. Nach unserer Auffassung ist die Arbeiter*innenklasse aus den Lohnabh\u00e4ngigen zusammengesetzt, die keine Managementaufgaben wahrnehmen. Heute betr\u00e4gt ihr Anteil in den am meisten industrialisierten L\u00e4ndern 80-90\u00a0% der Bev\u00f6lkerung. Bezogen auf die Weltbev\u00f6lkerung betr\u00e4gt ihr Anteil 50\u00a0%. Weltweit hat die Zahl der Industriearbeiter von 490 Millionen im Jahre 1991 auf 715 Millionen im Jahre 2012 zugenommen (ILO). W\u00e4hrend der Jahre 2004 bis 2012 ist der industrielle Sektor schneller gewachsen als der Dienstleistungssektor. Die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte in der Landwirtschaft hat von 44\u00a0% auf 32\u00a0% der weltweiten Arbeitskr\u00e4fte abgenommen. Die Zahl der Industriearbeiter ist jedoch nicht gesunken.<\/p>\n<p>Allein in S\u00fcdkorea gibt es heute so viel Lohnabh\u00e4ngige, wie es zu Zeiten von Karl Marx weltweit gegeben hat.<\/p>\n<p>Es trifft zu, dass die Anzahl der Industriearbeiter in den alten kapitalistischen L\u00e4ndern abgenommen hat. Ihre Rolle in den Klassenk\u00e4mpfen ist jedoch nicht sekund\u00e4r. Dies zeigte sich zum Beispiel bei den Streiks der Eisenbahner und den Arbeitern der \u00d6lraffinerien in Frankreich 2010 und 2016. Die Proletarisierung des Dienstleistungssektors schuf neue Lohnarbeiter*innen und Lohnarbeiter in den urspr\u00fcnglichen kapitalistischen Metropolen. Dieses Proletariat hat erst vor kurzem seine Kampff\u00e4higkeit bewiesen. Reinigungsfachkr\u00e4fte streikten in den Jahren 2010 und 2012 in den Niederlanden. Einzelh\u00e4ndler und \u201efast food\u201c-Arbeiter*innen waren an dem Kampf um eine Mindestlohn von 15\u00a0$ in den USA beteiligt. Das best\u00e4tigt diesen Trend.<\/p>\n<p>Es stimmt nicht, dass die Zunahme von Teilzeitarbeit die Arbeiter*innenklasse daran gehindert hat, wichtige K\u00e4mpfe zu f\u00fchren und eine revolution\u00e4re Rolle zu spielen. Die Pariser Commune hat sich im Jahre 1871 trotz geringer Arbeitsplatzsicherheit und bei geringer Industrialisierung nicht davon abhalten lassen, die Macht zu ergreifen. Trotz der kapitalistischen Angriffe finden die Arbeiter*innen Wege und M\u00f6glichkeiten, sich zu mobilisieren. Der gr\u00f6\u00dfte Streik in Hinblick auf seine Dauer als auch die Anzahl der Streikenden war der Streik der \u201eArbeiter ohne Papiere\u201c (\u201esans papiers\u201c), um 2009\/2010 in Frankreich. 6000 Streikende einschlie\u00dflich 1500 Personen mit befristeten Vertr\u00e4gen waren in einem Streikkomitee organisiert und haben 10 Monate lang gestreikt. Ebenso stellte der Generalstreik in Guadeloupe (2009) die F\u00e4higkeit der Arbeiter unter Beweis, die Unterdr\u00fcckten zu vereinen und die Machteliten zu bedrohen.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Globalisierung f\u00fchrte zu einer Industrialisierung der L\u00e4nder des S\u00fcdens und einer entsprechenden Vergr\u00f6\u00dferung der Arbeiter*innenklasse. Diese Arbeiter*innenklasse zeigte erst vor kurzem ihre St\u00e4rke in Mobilisierungen, wie zum Beispiel den Streikwellen in China, seit 2010, den gro\u00dfen Streiks 2015 in Bursa (Westt\u00fcrkei) und in der Bildung von k\u00e4mpferischen Gewerkschaften in Indonesien und in der Rolle, die die Gewerkschaftsbewegung und Massenstreiks f\u00fcr die Absetzung der s\u00fcdkoreanischen Ministerpr\u00e4sidentin Ende des Jahres 2016 spielten.<\/p>\n<p>Trotz der kapitalistischen Angriffe finden die Arbeiter*innen Wege und M\u00f6glichkeiten, sich zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Diese Streiks entwickelten sich meistens trotz der Haltungen der Gewerkschaftsf\u00fchrungen. Damit solche K\u00e4mpfe dazu f\u00fchren, die Systemfrage zu stellen, ist der Aufbau einer weltweiten Klassenkampff\u00fchrung erforderlich. Es ist eine zentrale Aufgabe einer revolution\u00e4ren Internationalen einen klassenk\u00e4mpferischen Fl\u00fcgel in der Arbeiterbewegung aufzubauen, der unabh\u00e4ngig von den offiziellen Gewerkschaftsf\u00fchrungen ist und der in der Lage ist, Organe der Selbstorganisation, wie Streikkomitees, ins Leben zu rufen. Differenzierungen und Br\u00fcche innerhalb der Arbeiterbewegung weisen darauf hin, dass es \u00d6ffnungen f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten gibt. Dazu z\u00e4hlt der Gr\u00fcndungsprozess einer neuen Gewerkschaftsf\u00f6rderation in S\u00fcdafrika, die mit dem ANC bricht, dazu geh\u00f6ren Differenzierungen innerhalb der CGT in Frankreich und Diskussionen zur Bildung eines Klassenkampfblocks nach den K\u00e4mpfen gegen das Arbeitsgesetzt in Frankreich.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung all dieser Faktoren stellen wir fest, dass die weltweite Arbeiter*innenklasse noch nie eine so potentiell machtvolle Rolle hatte. Nicht alle Sektoren der Arbeiter*innenklasse haben objektiv das gleiche Gewicht im Produktionsprozess und k\u00f6nnen deshalb auch nicht die gleiche Rolle wahrnehmen. Dies m\u00fcssen wir in unseren Organisations- und Rekrutierungsbem\u00fchungen ber\u00fccksichtigen. Aber Revolution\u00e4re m\u00fcssen diese wichtige Aufgabe der Arbeiter*innenklasse ernst nehmen und daf\u00fcr eine tragf\u00e4hige politische Intervention entwickeln. Dies gilt nicht nur f\u00fcr die nationalen Sektionen, sondern die entsprechenden Diskussionen m\u00fcssen auf internationaler Ebene auf die Tagesordnung gesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Unsere Vorschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p><strong>Revolution\u00e4re Vorhutparteien aufbauen. Die Aktualit\u00e4t des Leninismus<\/strong><\/p>\n<p>Das folgende Zitat aus \u201eDer Linksradikalismus, eine Kinderkrankheit des Kommunismus\u201c (Lenin 1920, die \u00dcbersetzerin) zeigt, welches Verst\u00e4ndnis Lenin von Parteidisziplin und der Organisationsform einer revolution\u00e4ren Kaderpartei hat. Es zeigt auch den Widerspruch zu deren stalinistischer Karikatur.<\/p>\n<p>\u201eUnd da taucht vor allem die Frage auf: wodurch wird die Disziplin der revolution\u00e4ren Partei des Proletariats aufrechterhalten? wodurch wird sie kontrolliert? wodurch gest\u00e4rkt? Erstens durch das Klassenbewusstsein der proletarischen Avantgarde und ihre Ergebenheit f\u00fcr die Revolution, durch ihre Ausdauer, ihre Selbstaufopferung, ihren Heroismus. Zweitens durch ihre F\u00e4higkeit sich mit den breitesten Massen der Werkt\u00e4tigen, in erster Linie mit den proletarischen, aber auch mit den nichtproletarischen werkt\u00e4tigen Massen zu verbinden, sich ihnen anzun\u00e4hern, ja, wenn man will, sich bis zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelzen. Drittens auch die Richtigkeit der politischen F\u00fchrung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung, dass sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser Richtigkeit \u00fcberzeugen. Ohne diese Bedingung werden diese Versuche, eine Disziplin zu schaffen, unweigerlich zu einer Fiktion, zu einer Phrase, zu einer Farce. Diese Bedingungen k\u00f6nnen aber andererseits nicht auf einmal entstehen. Sie werden nur durch langes Bem\u00fchen, durch harte Erfahrung erarbeitet; ihre Erarbeitung wird erleichtert durch die richtige revolution\u00e4re Theorie, die ihrerseits kein Dogma ist, sondern nur in engem Zusammenhang mit der Praxis einer wirklichen Massenbewegung und einer wirklich revolution\u00e4ren Bewegung Gestalt annimmt.\u201c (Der \u201elinke Radikalismus\u201c, die Kinderkrankheit im Kommunismus, in: W. I. Lenin,\u00a0<em>Ausgew\u00e4hlte Werke,<\/em>\u00a0Bd.\u00a0III, 8.\u00a0Aufl., Berlin: Dietz Verlag, 1970, S.\u00a0396f.)<\/p>\n<p>Wir stellen fest, dass die weltweite Arbeiter*innenklasse noch nie eine so potentiell machtvolle Rolle hatte.<\/p>\n<p>\u201eKeine Revolution ohne eine revolution\u00e4re Partei\u201c hei\u00dft so viel wie: Ganz unabh\u00e4ngig davon, welche Taktik Revolution\u00e4r*innen in ihrem jeweiligen Land beim Aufbau einer Partei anwenden m\u00f6gen: Es ist immer noch das strategische Ziel mit dem Aufbau revolution\u00e4rer kommunistischer Parteien, Instrumente f\u00fcr die Machtergreifung und f\u00fcr den Kommunismus zu schaffen. Dazu ist es unabdingbar, politische Unabh\u00e4ngigkeit vom Reformismus und vollst\u00e4ndige Unabh\u00e4ngigkeit von b\u00fcrgerlichen Regierungen \u2013 auch \u201elinken\u201c \u2013, vom Staat und von seinen Institutionen zu bewahren.<\/p>\n<p>Wir beabsichtigen revolution\u00e4re Organisationen aufzubauen, die sich nicht damit begn\u00fcgen, allgemeine Prinzipien zu verk\u00fcnden, sondern wir beabsichtigen Kaderparteien zu bilden, die unsere programmatischen Prinzipien mit Leben f\u00fcllen. Dies bedeutet konkret, dass wir jedem Parteimitglied die Mittel zur Verf\u00fcgung stellen, sein\/ihr h\u00f6chstm\u00f6glichstes Bildungsniveau zu erreichen und einen Beitrag zur Zerst\u00f6rung des Kapitalismus und zum Aufbau einer anderen Gesellschaft zu leisten. Aber unsere Bildung\/Schulung muss mit unserer k\u00e4mpferischen politischen Praxis stimmig sein. Um die F\u00e4higkeiten zu erwerben, die Gesellschaftsordnung, welche Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung erzeugt, zu \u00fcberwinden, m\u00fcssen wir die Differenz zwischen dem Privatbereich und dem \u00f6ffentlichen Bereich, die von dem kapitalistischen System erzeugt wird, so gut wir k\u00f6nnen, \u00fcberwinden. Entgegen der Logik, das Private und das Politische zu trennen, verfolgen wir bewusst den revolution\u00e4ren Weg und leben in \u00dcbereinstimmung mit den Entscheidungen, die wir getroffen haben. Es ist damit das genaue Gegenteil individueller Frustration, sondern ist eine Selbstbefreiung und einen Zusammenschluss gegen die herrschende Ideologie, die den Menschen durch Staat, Schule und Familie eingetrichtert wird.<\/p>\n<p>Wir beabsichtigen revolution\u00e4re Organisationen aufzubauen, die sich nicht damit begn\u00fcgen, allgemeine Prinzipien zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Es geht um eine Umgruppierung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: die Zerst\u00f6rung des kapitalistischen Systems, welches auf Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung aufgebaut ist, und den Aufbau einer anderen, einer kommunistischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck versuchen wir, Wurzeln in der Arbeiter*innenklasse und den unterdr\u00fcckten Schichten zu schlagen. Dies muss systematisch diskutiert und mit geeigneten Mitteln angegangen werden. Die nach wie vor aktuelle Relevanz eines aufst\u00e4ndischen Generalstreiks als die wichtigste \u201estrategische Hypothese\u201c in einem Gro\u00dfteil der Welt macht es erforderlich, dass unserer Analyse der zentralen Rolle der Arbeiter*innenklasse zu unmittelbaren praktischen Konsequenzen in unseren Sektionen und auf internationaler Ebene f\u00fchrt. Was ist damit gemeint? Wir m\u00fcssen versuchen eine Basis in den Schl\u00fcsselsektoren der kapitalistischen \u00d6konomie zu gewinnen und in jeder Sektion unter Beteiligung der Internationale Anstrengungen in diese Richtung unternehmen, zum Beispiel durch theoretischen Input und die Zentralisation von Informationen. Es ist au\u00dferdem erforderlich, eine unabh\u00e4ngige systematische politische Intervention in unserer Klasse zu entwickeln.<\/p>\n<p>Jeder Revolution\u00e4r, jede Revolution\u00e4rin muss dar\u00fcber nachdenken, wie wir die Sparpolitik und das patriarchalisch kapitalistische System bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Der einzige Weg unsere sozialen Errungenschaften zu verteidigen und neue zu erringen besteht darin, die Arbeiter*innenklasse und die Jugend zu mobilisieren. Jede soziale Errungenschaft war das Ergebnis von Mobilisierung. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts belegt dies. Die Rechte von Arbeiter*innen und Frauen wurden durch Streiks und Demonstrationen erk\u00e4mpft und nicht an den Wahlurnen. In diesem Sinne ist es unsere Hauptaufgabe wieder Klassenbewusstsein zu bilden. Der wirksamste Weg dorthin ist der Klassenkampf f\u00fcr die Interessen der arbeitenden Menschen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen versuchen eine Basis in den Schl\u00fcsselsektoren der kapitalistischen \u00d6konomie zu gewinnen und in jeder Sektion Anstrengungen in diese Richtung unternehmen.<\/p>\n<p>Kundgebungen, Demonstrationen, Besetzungen, Versammlungen und Streiks sind immer noch die beste Methode das Bewusstsein der Unterdr\u00fcckten zu heben. Das hei\u00dft nicht, dass wir Parlamentswahlen ignorieren, aber wir ordnen sie den sozialen Bewegungen unter. In unserer Strategie sind Wahlen somit nicht Ziel, sondern ein Mittel, die Mobilsierungen der Arbeiter*innenklasse zu unterst\u00fctzen und das Klassenbewusstsein zu heben. Die Arbeiter*innen und die Jugend m\u00fcssen gegen jede Art von Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen und dies mit ihrem Kampf f\u00fcr die Emanzipation der Klasse verbinden. Die Programme und Plattformen der Massenorganisationen der Arbeiter*innenklasse m\u00fcssen Elemente wie \u201egleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c, den Respekt f\u00fcr LBGTQI-Rechte und die Vergesellschaftung der Hausarbeit integrieren.<\/p>\n<p>Die strategische Hypothese, die wir vertreten, um Kapitalismus und Patriarchat zu beenden, ist eine anhaltende Serie von Mobilisierungen, die der Arbeiter*innenklasse bewusstmachen, dass es notwendig ist, f\u00fcr einen wirklichen sozialen Wandel die Macht zu ergreifen.<\/p>\n<p>Kundgebungen, Demonstrationen, Besetzungen, Versammlungen und Streiks sind immer noch die beste Methode das Bewusstsein der Unterdr\u00fcckten zu heben.<\/p>\n<p>Streiks sind kein Fetisch, sondern das wichtigste Mittel, das Vertrauen in die eigene Kraft zu st\u00e4rken. Streiks sind eine Schule des Klassenkampfs, weil sie die Selbstorganisation der Arbeiter*innen f\u00f6rdern. In diesen Konflikten finden Arbeiter*innen automatisch spontane Antworten und Methoden Widerstand gegen die b\u00fcrgerliche Politik zu leisten. Revolution\u00e4r*innen sollten ihre Aufmerksamkeit auch auf die Tagesk\u00e4mpfe richten und auch dann, wenn diese klein sind, daran teilnehmen. Aus diesen Gr\u00fcnden m\u00fcssen wir uns um L\u00f6sungen f\u00fcr unsere Defizite bem\u00fchen, in der Arbeiter*innenklasse st\u00e4rker pr\u00e4sent zu sein und an ihren K\u00e4mpfen teilzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Eine revolution\u00e4re Internationale, die sich nicht vorrangig um die Jugend bem\u00fcht, ist dem Untergang geweiht.<\/strong><\/p>\n<p>Die Jugend spielt immer noch die Rolle einer taktischen Avantgarde. Die von Ernest Mandel entwickelte Theorie ist nach wie vor aktuell und wichtig. Wenn wir uns den Prozess der Arabischen Revolutionen, die Mobilisierungen in Lateinamerika, in Mexiko und in Chile, in Frankreich die Mobilisierungen gegen den CPE (Ersteinstellungsvertrag) und aller Wahrscheinlichkeit nach demn\u00e4chst in den USA mit den Anti-Trump Bewegungen ansehen, erkennen wir das. Ihre Rolle in den K\u00e4mpfen ist stets \u00fcberragend, und Jugendliche zu gewinnen, ist schlechthin lebenswichtig f\u00fcr jede revolution\u00e4re Organisation. Und konsequenterweise best\u00e4tigen wir erneut das theoretische, praktische und aktivistische Markenzeichen unserer Str\u00f6mung. Wir stehen f\u00fcr Autonomie der Jugend, eine Autonomie, welche dem Proletariat und seinen historischen Interessen untergeordnet ist, aber mit Organisationsformen, die nicht unabh\u00e4ngig von aber autonom gegen\u00fcber den Organisationen der Arbeiterbewegung und den Parteien sind, die wir aufbauen.<\/p>\n<p>Deshalb bem\u00fchen wir uns, soweit wir dazu in der Lage sind, um den Aufbau revolution\u00e4rer Jugendorganisationen. Die Jugendsektoren unserer Parteien sind ein Vermittlungsinstrument, um dieses Ziel zu erreichen. Wir sollten auch eine spezifische Orientierung haben, um Studierende anzusprechen. Sie sind ein Teil der Jugend, der aktiv an den Umst\u00fcrzen in revolution\u00e4ren Prozessen teilnimmt. Das Internationale Jugendcamp spielt also eine wichtige Rolle f\u00fcr diese Politik. Aber es sollte kein Raum werden, in dem Meinungsverschiedenheiten mit der gegenw\u00e4rtigen F\u00fchrung der 4. Internationale nicht ge\u00e4u\u00dfert werden d\u00fcrfen. Das Verbot der Teilnahme des Jugendsektors der NPA am letzten Camp [2016] zeigt eine besorgniserregende theoretische und praktisch-politische Schw\u00e4che.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verst\u00f6rend war die Weigerung, IZAR- Genoss*innen zu erlauben, das Camp zu betreten, um einen Workshop abzuhalten. Einige unter ihnen haben 15 Jahre lang die Vierte mitaufgebaut. Sie mussten ihren Workshop auf dem Parkplatz anbieten, an dem \u00fcber 70 jungen Genoss*innen teilnahmen, die verstehen und debattieren wollten. Solche Episoden sind symptomatisch f\u00fcr ein l\u00e4hmendes und furchtsames Sektierertum. Es ist faktisch eine Art der Fehlerziehung, indem junge GenossInnen an solche Ausschlusspraktiken gew\u00f6hnt werden, unter dem Vorwand der ideologischen Reinheit und des Kampfes gegen \u201eFraktionismus\u201c.<\/p>\n<p>Die Jugend spielt immer noch die Rolle einer taktischen Avantgarde.<\/p>\n<p>Es gibt zwischen dem Projekt f\u00fcr die Gesellschaft, f\u00fcr die wir eintreten, und der Partei, die wir aufzubauen versuchen, keine Chinesische Mauer. Es muss \u00dcbereinstimmung zwischen diesen beiden herrschen. Unsere Partei wird keine Insel des Kommunismus sein, weil sie im Rahmen der sozialen Beziehungen, die vom Kapitalismus und vom Patriarchat bestimmt werden, lebt und sich entwickelt. Aber wir m\u00fcssen so nah wie wir k\u00f6nnen an das Ziel herankommen. Dies betrifft nat\u00fcrlich die Beziehungen zwischen den Mitgliedern, die demokratischen Prinzipien zu folgen haben, und d\u00fcrfen nicht unserem Programm des Kampfes gegen jedwede Unterdr\u00fcckung widersprechen.<\/p>\n<p>Aber jenseits dessen ist es ein freiwilliger Zusammenschluss von M\u00e4nnern und Frauen, die f\u00fcr den Kommunismus k\u00e4mpfen und Beziehungen einhalten, die nicht im Gegensatz mit diesen emanzipatorischen Grunds\u00e4tzen stehen k\u00f6nnen. Wir stellen uns gegen jede Art der Trennung von Kopf- und Handarbeit, zwischen M\u00e4nnern und Frauen, zwischen Einheimischen und Fremden, zwischen privater und \u00f6ffentlicher Sph\u00e4re, wie sie vom Kapital erzeugt wurde. Wir weisen jede Art von Tabus innerhalb der Organisation zur\u00fcck, stattdessen bauen wir eine programmatische und praktisch-k\u00e4mpferische Einheit aller GenossInnen auf, durch Debatten und \u00dcberpr\u00fcfung in der Praxis.<\/p>\n<p>(An dieser Stelle soll ein Absatz \u00fcber revolution\u00e4ren Feminismus eingef\u00fcgt werden.)<\/p>\n<ol start=\"21\">\n<li><strong>B) F\u00fcr ein \u00dcbergangsprogramm f\u00fcr das 21. Jahrhundert eintreten.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Vierte Internationale sollte f\u00fcr ein B\u00fcndel von Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen eintreten, eine \u00dcbergangsmethodik, beginnend mit allt\u00e4glichen Fragestellungen und Forderungen, und diese mit der Machtfrage und dem Streben nach einer neuen Gesellschaft verkn\u00fcpfen. Wenn diese Verbindung gelingt, dann werden mit den aktuellen K\u00e4mpfen die S\u00e4ulen des kapitalistischen Systems infrage gestellt.<\/p>\n<p>Ein prim\u00e4rer Schwerpunkt dieses Programms ist die Enteignung der Schl\u00fcsselsektoren der Wirtschaft. Die Bankenkrise und Bankenrettung haben eine neue M\u00f6glichkeit geschaffen, die Notwendigkeit der Vergesellschaftung der Banken zu erkl\u00e4ren und zu popularisieren. Firmenpleiten, Massenentlassungen und die K\u00e4mpfe, die daraus entstehen, bieten die Gelegenheiten, den Kampf um die Arbeiterkontrolle auf einen neuen Stand zu bringen und gleichzeitig die Notwendigkeit der entsch\u00e4digungslosen Enteignung der gro\u00dfen Mittel der Produktion, der Distribution und des Austauschs. Eine \u00dcbergangsmethodik ist in der Forderung enthalten: \u201eKeine Entlassungen, f\u00fcr die Arbeiterkontrolle bei Einstellungen\u201c.<\/p>\n<p>Die Bankenkrise und Bankenrettung haben eine neue M\u00f6glichkeit geschaffen, die Notwendigkeit der Vergesellschaftung der Banken zu erkl\u00e4ren und zu popularisieren.<\/p>\n<p>Fossile und mineralische Ressourcen sind nicht unendlich. Der H\u00f6hepunkt des Abbaus wird bald erreicht sein. Die strukturelle Logik des Kapitalismus hat immer zur Folge, den Verbrauch zu steigern, mehr Rohstoffe und Energie zu benutzen. Das Ziel des Kapitalismus ist, immer mehr zu produzieren und den Profit zu maximieren. Der Kapitalismus kann nicht \u201egr\u00fcn\u201c sein. Kapitalismus zerst\u00f6rt Umwelt und Lebewesen. Er zerst\u00f6rt unseren Planeten. Aber, noch einmal, es kann keine konsequente \u00f6kologische Politik geben ohne einen konsequenten Kampf gegen den Kapitalismus, und ohne zu verstehen, dass das einzige Subjekt, welches in der Lage ist, den Kapitalismus und die von ihm verursachten \u00f6kologischen Desaster zu beenden, die Arbeiter*innenklasse ist.<\/p>\n<p>Wenn wir diese Analyse teilen, sollten wir die Konsequenzen daraus ziehen, in Hinblick auf unsere soziale Basis, unsere Intervention und unsere Orientierung. Die Arbeiter*innenklasse ist die einzige Kraft, die angesichts der \u00f6kologischen Katastrophe in der Lage ist, ein Programm des antikapitalistischen, \u00f6kologischen \u00dcbergangs durchzusetzen. Solch ein \u00dcbergang wird sich auf den Ersatz fossiler und nuklearer Energien durch gr\u00fcne, nachhaltige Alternativen ausrichten und auf die Notwendigkeit einer weltweit geplanten Wirtschaft.<\/p>\n<p>Der Kapitalismus kann nicht \u201egr\u00fcn\u201c sein. Kapitalismus zerst\u00f6rt Umwelt und Lebewesen.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Welt ist noch immer vom Imperialismus strukturiert und organisiert, dessen Interessen nie an irgendeine Verpflichtung gegen\u00fcber irgendwelchen Leuten gebunden sind. Das steht nicht der Tatsache entgegen, dass das Kapital sich zeitweilig entscheiden kann, einen spezifischen Kampf mit seinen eigenen Methoden und Zielen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Antiimperialismus sollte ein zentraler Brennpunkt unserer Propaganda und Aktivit\u00e4ten sein. Wir sind gegen jede imperialistische Intervention und f\u00fcr den R\u00fcckzug aller imperialistischen Truppen. Zum Beispiel in Solidarit\u00e4t mit dem Kurdischen Volk unterlassen wir es nicht, die zentrale Verantwortung des Imperialismus f\u00fcr die Entwicklung reaktion\u00e4rer Str\u00f6mungen wie dem ISIS aufzuzeigen, ebenso wie die schrecklichen Bedingungen, unter denen die V\u00f6lker der Region leiden. Und dennoch: Wir anerkennen, dass die reaktion\u00e4ren Str\u00f6mungen auch ihre eigene Logik und Autonomie haben und beteiligen uns an Demonstrationen, um das Kurdische Volk zu verteidigen. Aber wir verkn\u00fcpfen unsere bedingungslose Verteidigung mit einer klaren Zur\u00fcckweisung der imperialistischen Intervention. Deswegen billigen wir nicht Aufrufe, die unsere Regierung auffordern, Waffen f\u00fcr die Kurden zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wir hegen nicht die Illusion, dass unsere Bourgeoisie die V\u00f6lker der Region verteidigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wenn wir unserem eigenen Imperialismus gegen\u00fcberstehen, ist es nicht unsere Aufgabe, Illusionen gem\u00e4\u00df der Losung \u201eWaffen, nicht Bomben\u201c zu erzeugen. Das genau passierte als die Rot-Gr\u00fcne Abgeordnetenallianz [D\u00e4nemark] f\u00fcr den Kriegshaushalt stimmte, unter dem Vorwand, dies w\u00fcrde es erlauben, Waffen zu schicken, die dann aber schnell mit dem n\u00e4chsten Schritt konfrontiert war, dem einzigen wichtigen f\u00fcr die D\u00e4nische und andere Regierungen, dass D\u00e4nische F-16-Kampfflugzeuge geschickt wurden, die heute den Irak bombardieren, im B\u00fcndnis mit Frankreich und den USA.<\/p>\n<p>Wir sind gegen jede imperialistische Intervention und f\u00fcr den R\u00fcckzug aller imperialistischen Truppen.<\/p>\n<p>Aufr\u00fchrerische Arbeiter*innenklassen m\u00fcssen sowohl \u201eihren eigenen\u201c nationalen Staatsapparaten also auch internationalen imperialistischen Institutionen wie der EU entgegentreten. \u201eDer Hauptfeind steht im eigenen Land\u201c bedeutet, dass wir auch gegen internationale imperialistische Koalitionen k\u00e4mpfen, an denen \u201eunsere eigene\u201c Bourgeoisie sich beteiligt. Wir widersetzen uns standhaft jeder nationalistischen oder kapitalistischen Alternative und wir wissen auch, dass eine antikapitalistische, revolution\u00e4re Politik mit der Mitgliedschaft in der EU unvereinbar ist.<\/p>\n<p>Wir wissen, dass der Kampf gegen Imperialismus, Rassismus, Austerit\u00e4t und kapitalistische Vorherrschaft nicht erfolgreich gef\u00fchrt werden kann, wenn er auf ein einzelnes Land beschr\u00e4nkt ist. Noch kann er gef\u00fchrt werden, ohne mit der kapitalistischen Politik der EU, der EZB, dem Europ\u00e4ischen Finanzkapital und mit der fremdenfeindlichen Antiimmigrationspolitik der \u201eFestung Europa\u201c zu brechen. Die Macht der nationalen Bourgeoisie anzugreifen bedeutet, mit allen Institutionen der EU zu brechen. Gegen das Europa der Troika verteidigen wir die internationale Solidarit\u00e4t. Wir streben nach einer freien, sozialistischen Gemeinschaft der Arbeiter*innen und V\u00f6lker Europas.<\/p>\n<p>Von der Durchsetzung weltweiter Austerit\u00e4t ist der gleichzeitige Anstieg imperialistischer Kriege und Interventionen nicht zu trennen. Gef\u00fchrt vom US-Imperialismus, der alleinigen Supermacht der Welt, und ihren europ\u00e4ischen imperialistischen Pendants, sind wir nahezu t\u00e4glich Zeugen von tonnenweisen Bombardements, Massenmorden, Kriegen privatisierter Truppen und S\u00f6ldnerarmeen, Drohnenkriegen, Sanktions- und Embargokriegen und nahezu geheim gef\u00fchrter Kriege, wie es beim US-Afrika-Kommando der Fall ist, welches Afrika erneut kolonialisiert und auspl\u00fcndert. Auch der Franz\u00f6sische Imperialismus, ebenso wie der anderer ehemaliger Europ\u00e4ischer Kolonialm\u00e4chte, interveniert zunehmend in Afrika und anderswo, um seine Interessensph\u00e4ren zu halten und auszuweiten.<\/p>\n<p>Die Macht der nationalen Bourgeoisie anzugreifen bedeutet, mit allen Institutionen der EU zu brechen.<\/p>\n<p>Es gibt keine von der imperialistischen Bestie gef\u00fchrten \u201ehumanit\u00e4ren Kriege\u201c. Es hat nie welche gegeben. Der Ausdruck allein schon ist f\u00fcr Revolution\u00e4re absto\u00dfend, deren Daseinsberechtigung schon allein in der Gegnerschaft zu allen imperialistischen Interventionen und Kriegen begr\u00fcndet ist. Bedingungslose Unterst\u00fctzung des Rechts unterdr\u00fcckter Nationen und V\u00f6lker auf Selbstbestimmung ist ein grundlegendes revolution\u00e4res, sozialistisches Prinzip. Die 4. Internationale muss bedingungslos jede Aufforderung an den Imperialismus, bei der Niederwerfung lokaler Tyrannen und Diktatoren zu helfen, zur\u00fcckweisen. Solche \u201eHilfe\u201c ist unweigerlich mit Fesseln verkn\u00fcpft \u2013 t\u00f6dlichen Fesseln, die mehr mit Erw\u00fcrgen zu tun haben als mit irgendeiner Art \u201egutartigem\u201c oder \u201edemokratischem\u201c Beistand.<\/p>\n<p>Die Befreiung der Unterdr\u00fcckten kann nur durch ihre eigenen, unabh\u00e4ngigen Massenorganisationen und \u2012 ungeachtet der schwierigen Umst\u00e4nde \u2012 den Aufbau revolution\u00e4rer sozialistischer Parteien vom Leninschen Typus erreicht werden. Zur\u00fcckweisung imperialistischer Intervention in allen Variationen ist die Vorbedingung f\u00fcr erfolgreiche nationale Befreiungsk\u00e4mpfe, ebenso wie f\u00fcr alle anderen Fortschritte.<\/p>\n<p>Angesichts der best\u00e4ndigen Eroberungskriege des Imperialismus sollte die zentrale Forderung der 4. Internationale sich auf \u201eSofortiger Abzug der Truppen\u201c und \u201eRecht auf Selbstbestimmung f\u00fcr alle unterdr\u00fcckten Nationen\u201c konzentrieren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckweisung imperialistischer Intervention in allen Variationen ist die Vorbedingung f\u00fcr erfolgreiche nationale Befreiungsk\u00e4mpfe, ebenso wie f\u00fcr alle anderen Fortschritte.<\/p>\n<p>Wir verteidigen das Recht auf Selbstbestimmung der V\u00f6lker. Aber wir folgen nicht der F\u00fchrung irgendeiner nationalen Bourgeoisie, selbst wenn sie die einer unterdr\u00fcckten Nation ist. Innerhalb der unterdr\u00fcckten Nationen vertreten wir die Position der Gleichrangigkeit von demokratischem Kampf um Selbstbestimmung und Kampf f\u00fcr eine klassenlose Gesellschaft. Das hei\u00dft, dass in unserer strategischen Orientierung der Kampf um nationale Freiheit nur dann der Arbeiter*innenklasse nutzen kann, wenn er von der Arbeiter*innenklasse selbst angef\u00fchrt wird. Also k\u00e4mpfen wir f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit der Arbeiter*innenklasse von der Bourgeoisie der unterdr\u00fcckten Nationen. Zum Beispiel w\u00e4re der Kampf um Selbstbestimmung der vom Spanischen Staat unterdr\u00fcckten Nationen n\u00fctzlich, wenn er mit dem Kampf gegen den Kapitalismus verkn\u00fcpft wird und von unserer Klasse angef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Dieses Programm ist keine Wahlplattform oder ein Regierungsprogramm. Es kann nur durch eine gemeinsame Mobilisierung der Arbeiter*innenklasse und der Unterdr\u00fcckten verwirklicht werden, die eine Arbeiterregierung an die Macht bringt, um den b\u00fcrgerlichen Staat zu zerst\u00f6ren, indem sie sich auf selbstorganisierte Organe st\u00fctzt, die aus der Mobilisierung unserer Klasse im B\u00fcndnis mit allen Unterdr\u00fcckten hervorgehen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>C) Eine revolution\u00e4re Internationale aufbauen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir betonen, dass wir uns als Ziel den Aufbau einer k\u00e4mpferischen Internationale setzen m\u00fcssen, einer Organisation, die in der Lage ist, international koordinierte Kampagnen zu f\u00fchren. Auch mit bescheidenen Kr\u00e4ften kann eine Organisation, die in verschiedenen L\u00e4ndern vertreten ist und koordiniert handelt, die Effektivit\u00e4t ihrer politischen Intervention vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Unsere Internationale muss ihre Diskussion f\u00fcr ein revolution\u00e4res, kommunistisches Programm wiederaufnehmen, das sich die Realit\u00e4t des Kapitalismus im 21. Jahrhundert im Blick hat, statt unverbindliche theoretische Diskussionen ohne Verbindung zur politischen Praxis zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Eine globale revolution\u00e4re Strategie kann nicht allein auf den Erfahrungen einiger weniger L\u00e4nder beruhen. Wir m\u00fcssen den Eurozentrismus \u00fcberwinden, den es auch in der IV. Internationalen gibt. Die europ\u00e4ischen Erfahrungen werden oft als ein universelles Modell projiziert. Die Erfahrungen der Genoss*innen auf anderen Kontinenten war nie im Zentrum unserer Debatten und Ausarbeitungen. Es geht hier nicht nur um die Dokumentation verschiedener Erfahrungen, sondern um ein strategisches Verst\u00e4ndnis des weltweiten revolution\u00e4ren Prozesses unter verschiedenen gesellschaftlichen Bedingungen.<\/p>\n<p>Wir betonen, dass wir uns als Ziel den Aufbau einer k\u00e4mpferischen Internationale setzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir allein k\u00f6nnen nicht die revolution\u00e4re, kommunistische Internationale verk\u00f6rpern. Wir m\u00fcssen versuchen, Revolution\u00e4r*innen unterschiedlicher Traditionen zu vereinen, basierend auf einer \u00dcbereinkunft \u00fcber die gegenw\u00e4rtige Situation und die Aufgaben. Durch gemeinsame Praxis k\u00f6nnen politische Diskussionen zu prinzipieller Einheit f\u00fchren. Internationale Umgruppierungen der Revolution\u00e4re sollten eines der Ziele sein, die es in der 4. Internationale zu diskutieren gilt. Eine revolution\u00e4re Internationale, die in der Lage ist, gewichtigen Einfluss auszu\u00fcben, wird nicht dadurch entstehen, dass wir uns auf die Rekrutierung f\u00fcr unsere Organisation beschr\u00e4nken. Die 4. Internationale sollte andere nationale oder internationale Gruppen dazu einladen, eine Diskussion um die Notwendigkeit einer gemeinsamen Antwort auf die kapitalistische Krise zu beginnen, gemeinsame Kampagnen zu f\u00fchren und sich damit zu befassen, welche Art Organisation wir aufbauen k\u00f6nnen und sollten.<\/p>\n<p>Wir wissen, dass das Bem\u00fchen um Diskussionen mit AktivistInnen aus anderen politischen Traditionen uns nicht in kurzer Zeit zur Einheit f\u00fchren wird. Wir sind uns bewusst, dass die F\u00fchrungen der verschiedenen Trotzkistischen \u201eInternationalen\u201c davon \u00fcberzeugt sind, dass sie die korrekte programmatische, strategische und taktische Haltung haben. Dar\u00fcber hinaus ist es die Regel, dass jede Gruppe von der Notwendigkeit \u00fcberzeugt ist, eine \u201eInternationale\u201c exklusiv um ihre eigene Gruppe herum aufzubauen. Nichtsdestotrotz haben wir anzuerkennen, dass wir keine Internationale f\u00fcr die Revolution und den Kommunismus aufbauen werden, indem wir einfach um unseren Kern herum Kr\u00e4fte akkumulieren. Es gibt immer etwas von den verschiedenen trotzkistischen revolution\u00e4ren Traditionen zu lernen, auch von Kr\u00e4ften au\u00dferhalb dieser Sph\u00e4re. Es gibt unterschiedliche Erfahrungen und wertvoll Aktivist*innen in vielen Str\u00f6mungen und Organisationen. Durch theoretische und programmatische Debatten in kreativer Kombination mit Interventionen in den Klassenkampf wird es zu nationalen und internationalen Explosionen, zu Umgruppierungen und zu Neuzusammensetzungen von Kr\u00e4ften kommen.<\/p>\n<p><strong>Eine erste Schlussfolgerung<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind von der Aktualit\u00e4t und Notwendigkeit einer Internationale \u00fcberzeugt, welche die M\u00f6glichkeiten der gegenw\u00e4rtigen Situation erfasst und eine Internationale f\u00fcr die Revolution und den Kommunismus aufbaut. Basierend auf dem politischen Kernpunkt dieses Beitrags, wollen wir eine breite Debatte bef\u00f6rdern, die sich an revolution\u00e4re Str\u00f6mungen sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb der 4. Internationale richtet. Ausgehend davon werden wir eine Debatte mit jedem Mitglied der 4. Internationale und jeder Sektion beginnen, die bereit sind, mit uns in Diskussion zu treten. Wir beabsichtigen, dass diese Debatte respektvoll mit Meinungsverschiedenheiten umgeht und dass dieser Prozess hilft, die Internationale im Kontext der globalen kapitalistischen Krise zu st\u00e4rken. Unser \u00fcbergreifendes Ziel ist, eine politische Str\u00f6mung aufzubauen, die so breit wie m\u00f6glich ist, um das Projekt des Aufbaus einer Internationale f\u00fcr Revolution und Kommunismus zu verfolgen.<\/p>\n<p><strong>Unterzeichner*innen:<\/strong><\/p>\n<p>Mariajo Teruel, direcci\u00f3n pol\u00edtica estatal (IZAR-Malaga), Javier Castillo, direcci\u00f3n pol\u00edtica estatal (IZAR-Madrid), Tom\u00e1s Mart\u00ednez, direcci\u00f3n pol\u00edtica estatal (IZAR-Almer\u00eda), Rub\u00e9n Quirante, direcci\u00f3n pol\u00edtica estatal (IZAR-Granada), Barry Weisleder, federal secretary, Socialist Action\/Ligue pour l\u2019Action Socialiste, Elizabeth Byce, federal treasurer, SA\/LAS, Julius Arscott, central committee member, SA\/LAS, Giuseppe Caretta, Collettivo Guevara, Italy, Angelo Cardone, Collettivo Guevara, Italy,<\/p>\n<p><em>Der IV. Internationale vorgelegt durch:\u00a0<\/em>Xavier Guessou, Comit\u00e9 Politique National NPA, Armelle Pertus, Comit\u00e9 Ex\u00e9cutif NPA, Ga\u00ebl Quirante, Comit\u00e9 Ex\u00e9cutif NPA, Juliette Stein, Comit\u00e9 Politique National NPA, Jeff Mackler, National secretary Socialist Action, Michael Schreiber, editor, Socialist Action newspaper, Christine Marie, political committee, Socialist Action, Kleanthis Antoniou, Political Bureau OKDE-Spartakos, Taxiarhis Efstathiou, Central Committee OKDE-Spartakos, National Coordination Body ANTARSYA, General Council of ADEDY (public sector workers\u2019 national confederation), Fani Oikonomidou, Political Bureau OKDE-Spartakos, Manos Skoufoglou, Central Committee OKDE-Spartakos, Central Coordination Committee ANTARSYA, Kostas Skordoulis, Control Commission OKDE-Spartakos<\/p>\n<p><em>Version vom November 2017, die erste Fassung findet sich in englischer Sprache unter:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.internationalviewpoint.org\/spip.php?article5078\">http:\/\/www.internationalviewpoint.org\/spip.php?article5078<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/intersoz.org\/internationale-fuer-revolution-und-kommunismus-aufbauen\/\">intersoz.org&#8230;<\/a> vom 2. Februar 2018<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Die Mitglieder der NPA in Frankreich sind Mitglieder verschiedener politischer Organisationen: NPA, Gauche Anticapitaliste und Gauche Unitaire. Als die GA sich von der NPA abspaltete, hatte niemand vorgeschlagen, die damit ausgetretene Minderheit der Internationale-Mitglieder auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> En Lucha, die spanische Sektion der IST (Internationale Sozialistische Tendenz, deren wichtigste Organisation die britische SWP ist) erlebt 2016 eine Spaltung. Die ausgeschlossene Gruppe in Sevilla genie\u00dfen in der Internationale der IST Beobachterstatus.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> Die PSTU, brasilianische Sektion der LIT (Internationaler Arbeiterbund, aus der internationalen \u201emorenistischen\u201c Str\u00f6mung hervorgegangen), erlebt 2016 eine Spaltung: 40% ihrer Mitglieder gr\u00fcndeten die Sozialistische Linksfront (FIS). PSTU und FIS sind beide von der LIT anerkannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plattform in der Vierten Internationale. Die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung der IV. 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