{"id":3625,"date":"2018-06-01T10:33:49","date_gmt":"2018-06-01T08:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3625"},"modified":"2018-06-01T10:33:49","modified_gmt":"2018-06-01T08:33:49","slug":"tod-und-auferstehung-in-kiew-schwindelerregender-schwindel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3625","title":{"rendered":"Tod und Auferstehung in Kiew: Schwindelerregender Schwindel &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><em>Bryan MacDonald. <\/em><strong>Mit dem inszenierten Tod von Arkadi Babtschenko hat die Ukraine &#8222;Fake News&#8220; auf ein neues Niveau gebracht. Dennoch k\u00f6nnte es am Ende das Beste sein, das dem Journalismus<!--more--> im Russland-Ukraine-Komplex je passiert ist.<\/strong><\/p>\n<p>Also, Arkadi Babtschenko lebt. Und das sind wirklich gute Neuigkeiten. Vor allem f\u00fcr seine Frau und seine sechs Kinder, die man ebenfalls glauben lie\u00df, der russische Journalist sei am Dienstagabend in Kiew brutal ermordet worden.<\/p>\n<p>Doch diese schmutzige kleine Episode zeigt ziemlich gut die anti-russischen Verschw\u00f6rungsspinner und opportunistischen Schreiber auf, die schon viel zu lange ernst genommen wurden. Und es zeigt auch dem zuf\u00e4lligen Beobachter, wie haarstr\u00e4ubend die Standards der westlichen Berichterstattung \u00fcber Kiew und Moskau sind.<\/p>\n<p>Es ist schon lange klar, dass die meisten &#8222;spezialisierten&#8220; Schreiber glauben, dass Russland immer l\u00fcgt und seine Gegner immer die Wahrheit sagen. Und in dieser Hinsicht mag der &#8222;Lazarus&#8220;-Moment vom Mittwoch in Kiew das Schwarmdenken, das ihre Berichterstattung zu bestimmen scheint, t\u00f6dlich verletzt haben.<\/p>\n<p>Es ist eine merkw\u00fcrdige kleine Gemeinschaft, die mehr daran interessiert zu sein scheint, zusammen rumzuh\u00e4ngen und mit der Best\u00e4tigung von Vorurteilen zu gl\u00e4nzen, als sich tats\u00e4chlich selbst mit Russen und Ukrainern zu besch\u00e4ftigen. Programmiert darauf, auf abweichende Meinungen oder Ursprungsgedanken mit Stirnrunzeln zu reagieren und im Stillen eine Parteilinie zu erzwingen, die die Betroffenen zu verletzen f\u00fcrchten, weil sie Angst haben, zuk\u00fcnftige Besch\u00e4ftigungaussichten zu riskieren.<\/p>\n<p>Nun, jetzt haben sie ein Ei im Gesicht. Weil das blinde Vertrauen in Kiew seit der Macht\u00fcbernahme durch das von den USA unterst\u00fctzte Regime im Jahr 2014 die Berichterstattung in den meisten westlichen L\u00e4nder bestimmt hat. Und sie hat sich stets durch offene Feindseligkeit gegen\u00fcber Aussagen aus Russland oder anderen Staaten, die bei Washington und London in Ungnade gefallen sind, ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Alternative Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Das Narrativ der Ukraine in den letzten Jahren war, dass man Moskau nicht glauben kann, ob es nun um die schreckliche MH17-Katastrophe, die Wiedereingliederung der Krim nach Russland oder die angebliche Einmischung in Wahlen im Ausland geht. Jetzt aber hat Kiew uns mitgeteilt, dass der Mann, von dem sie behauptet hatten, dass er ermordet wurde, tats\u00e4chlich lebt und sein Tod vorget\u00e4uscht bzw. inszeniert wurde, um die Russen hereinzulegen. Au\u00dfer nat\u00fcrlich, dass der angebliche T\u00e4ter, der die Tat h\u00e4tte durchf\u00fchren sollen, den sie verhaftet haben, Ukrainer ist.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem war die T\u00e4uschung nicht auf die Polizei und den SBU (Nachfolgerdienst des KGB in der Ukraine) beschr\u00e4nkt. Denn selbst der ukrainische Premierminister Wolodymyr Hrojsman beschuldigte den Kreml \u00f6ffentlich, eine gezielte Ermordung von Babtschenko unter Berufung auf die &#8222;totalit\u00e4re Maschine&#8220; durchgef\u00fchrt zu haben. Auch sein Botschafter in \u00d6sterreich beschrieb den Vorfall als &#8222;feigen&#8220; Mord an einem &#8222;Putin-Gegner&#8220;.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ging Kiew sogar so weit, ein Foto von einem &#8222;toten&#8220; Babtschenko zu ver\u00f6ffentlichen, der in einer &#8222;Blutlache&#8220; lag. Was definitiv \u00fcber deren Pflicht hinausging, wenn man bedenkt, dass man nicht einmal f\u00fcr eine verdeckte Ermittlung einen Tod vort\u00e4uschen muss: Man k\u00f6nnte zum Beispiel einfach dem m\u00f6glichen Attent\u00e4ter folgen und ihn auf dem Weg zum Tatort festnehmen.<\/p>\n<p>Und hier zeigt sich auch die absolute Unf\u00e4higkeit der gleichgeschalteten Schreiber im Sinne Kiews: Kam es ihnen nicht in den Sinn, nach einer Quelle zu suchen, die den K\u00f6rper gesehen und identifiziert hatte? Was Babtschenko selbst betrifft, so hat seine eigene Rolle in der Farce die journalistische Ethik torpediert. Denn das Hauptelement in dieser Sache ist Vertrauen, und er wird sich in Zukunft kaum mit seiner Glaubw\u00fcrdigkeit profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/70764-tod-und-auferstehung-in-kiew\/\"><em>rt.com&#8230;<\/em><\/a><em> vom 1. Juni 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bryan MacDonald. 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