{"id":3664,"date":"2018-06-06T16:31:42","date_gmt":"2018-06-06T14:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3664"},"modified":"2018-06-06T16:31:42","modified_gmt":"2018-06-06T14:31:42","slug":"keine-ueberraschung-die-rechten-gewerkschaften-als-werkzeuge-macrons","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3664","title":{"rendered":"Keine \u00dcberraschung: Die rechten Gewerkschaften als Werkzeuge Macrons"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201e\u2026\u00a0Die Regierung indes h\u00e4lt sich lieber an die eher reformbereiten Gewerkschaften CFDT und UNSA. Um diese aus der Front der Eisenbahnergewerkschaften herauszubrechen und so den Streik bald zu beenden,<!--more--> kommt ihnen die Regierung in Details entgegen. So sorgte sie \u00fcber die Fraktion der Bewegung des Pr\u00e4sidenten \u00bbEn marche\u00ab daf\u00fcr, dass im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments, sieben der 42 \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge der Gewerkschaften CFDT und UNSA im Gesetzestext ber\u00fccksichtigt wurden. Am Dienstag hat der Senat das Reformgesetz verabschiedet. (\u2026) An den Eckpunkten der Reform, also \u00d6ffnung des Marktes f\u00fcr die Konkurrenz, Umwandlung der SNCF in eine privatrechtliche, wenngleich staatseigene Aktiengesellschaft und Abschaffung des mit einigen Verg\u00fcnstigungen verbundenen Status der SNCF-Eisenbahner, lassen der Pr\u00e4sident und seine Regierung nicht r\u00fctteln. Das sei \u00bbnicht verhandelbar\u00ab, verk\u00fcndete Premier Edouard Philippe in den Medien, und provokativ entschied er einen Tag vor einem Treffen mit den Gewerkschaften, dass ab 2020 neue Eisenbahner bei der SNCF nur noch zu den \u00fcblichen Arbeitsmarktbedingungen eingestellt werden. Nicht zuletzt wurde bei der Beratung im Text eingef\u00fcgt, dass das 100-prozentige Eigentum des Staates an der k\u00fcnftigen Aktiengesellschaft SNCF \u00bbunver\u00e4u\u00dferlich\u00ab ist\u2026<\/em>\u201c \u2013 aus dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1090255.entscheidung-ueber-bahnreform.html\">Beitrag \u201eEntscheidung \u00fcber Bahnreform\u201c von Ralf Klingsieck am 06. Juni 2018 in neues deutschland<\/a>\u00a0\u00fcber Senatsentscheidung, Zugest\u00e4ndnisse\u00a0 und Regierungsecho, die ganz andere Mehrheiten sind, als es die Urabstimmung der Besch\u00e4ftigten der SNCF ergeben hatte. Siehe dazu auch drei aktuelle Beitr\u00e4ge \u00fcber gewerkschaftliche Reaktionen auf den Senatsbeschluss und einen Nachtrag zur anders gearteten Abstimmung der Besch\u00e4ftigten:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.europe1.fr\/societe\/sncf-le-vote-au-senat-nest-pas-un-tournant-la-greve-se-poursuit-pour-la-cgt-cheminots-3672890\">\u201eSNCF : le vote au S\u00e9nat n\u2019est pas \u201cun tournant\u201d, la gr\u00e8ve se poursuit pour la CGT cheminots\u201c am 05. Juni 2018 bei Europe 1<\/a>sind Ausz\u00fcge aus einem Pressegespr\u00e4ch von Laurent Brun, Generalsekret\u00e4r der CGT Cheminots der unterstreicht, dass f\u00fcr seine Gewerkschaft die Entscheidung und die Zugest\u00e4ndnisse im Senat kein Grund sind, mit der Streikbewegung aufzuh\u00f6ren \u2013 der Streikbeschluss gelte weiterhin, zumal die Prozeduren im Senat im Wesentlichen die umsetzung der Regierungspropaganda seien und er bisher von keiner Gewerkschaft geh\u00f6rt habe, dass sie aus der Bewegung \u201eaussteige\u201c. Den \u201egeringen\u201c R\u00fcckgang der Streikbeteiligung f\u00fchrte er auf die wachsenden finanziellen Probleme der Streikenden zur\u00fcck, deren Entschlossenheit aber ungebrochen sei.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/solidaires.org\/La-Federation-SUD-Rail-ecrit-au-President-de-la-Republique-et-au-Premier\">\u201eLa F\u00e9d\u00e9ration SUD-Rail \u00e9crit au Pr\u00e9sident de la R\u00e9publique et au Premier ministre\u201c am 04. Juni 2018 beim Gewerkschaftsbund SUD Solidaires<\/a>ist ein offener Brief der Eisenbahngewerkschaft SUD Rail an die Regierung, in dem unterstrichen wird, dass die Regierung mit ihrer Politik die Verantwortung trage f\u00fcr die explodierenden psychischen Probleme der Besch\u00e4ftigten der SNCF, die sich auch in der katastrophalen Entwicklung der Selbstmorde im Unternehmen ausdr\u00fcckten \u2013 die auch ein Aufruf seien, diese Politik endlich zu ver\u00e4ndern.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/rapportsdeforce.fr\/classes-en-lutte\/mouvement-social-vers-une-nouvelle-journee-de-greve-en-juin-incluant-force-ouvriere-06021935\">\u201eMouvement social\u00a0: vers une nouvelle journ\u00e9e de gr\u00e8ve en juin, incluant Force ouvri\u00e8re\u00a0?\u201c von Stephane Ortega am 02. Juni 2018 bei Rapport des Forces<\/a>ist ein Beitrag, der sich dem absehbaren weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen widmet und dabei insbesondere die Frage behandelt, wie sich welche Gewerkschaften positionieren \u2013 mit dem Schwerpunkt, danach zu fragen, wie sich die FO verhalten werde\u2026<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/cgt.fr\/C-est-NON-pour-94-97-des-91068-cheminots-qui-ont-vote.html\">\u201eC\u2019est \u00ab\u00a0NON\u00a0\u00bb pour 94,97\u00a0% des 91 068 cheminots qui ont vot\u00e9\u201c am 23. Mai 2018 bei der CGT<\/a>war die Mitteilung \u00fcber das Ergebnis der von CGT und SUD Rail organisierten Urabstimmung der Belegschaft \u00fcber die sogenannte Bahnreform. Daran nahmen \u00fcber 90.000 der knapp 150.000 Besch\u00e4ftigten teil, rund 62%, von denen beinahe 95% diese Gegenreform ablehnten. Die gro\u00dfe Beteiligung an der Abstimmung musste auch von anderen Kr\u00e4ften anerkannt werden, die Regierung verst\u00e4rkte daraufhin die Kampagne ihrer Medien, die Belegschaft als privilegiert zu verleumden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/gewerkschaften-frankreich\/keine-ueberraschung-der-franzoesische-senat-winkt-macrons-eisenbahn-plaene-durch-nicht-alle-gewerkschaften-wollen-widerstand-fortsetzen\/\">labournet.de&#8230;<\/a> vom 6. Juni 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u2026\u00a0Die Regierung indes h\u00e4lt sich lieber an die eher reformbereiten Gewerkschaften CFDT und UNSA. 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