{"id":3865,"date":"2018-08-03T10:13:01","date_gmt":"2018-08-03T08:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3865"},"modified":"2018-08-03T10:13:01","modified_gmt":"2018-08-03T08:13:01","slug":"die-zukuenftige-internationale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3865","title":{"rendered":"Die zuk\u00fcnftige Internationale"},"content":{"rendered":"<p><em>IKT.<\/em> Heute befinden wir uns in einer Situation, in der der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, das Proletariat allerdings so fragmentiert und desorganisiert ist, dass es sich allenfalls sporadisch<!--more--> den Implikationen von Krieg, Austerit\u00e4t und zunehmender Verarmung widersetzt. Es mag etwas verfr\u00fcht erscheinen, \u00fcber einen Prozess nachzudenken, in dem sich eine zuk\u00fcnftige Internationale der ArbeiterInnenklasse herausbilden wird. Dennoch gib es in dieser schwierigen Situation \u00fcberall auf der Welt viele neue Elemente, die die Stagnation, wenn nicht gar den Bankrott dieses Systems erkennen. Sie debattieren und diskutieren im Internet und hier und da in kleinen Gruppen wie das Proletariat sich befreien k\u00f6nnte. Indem sie das tun, versuchen sie genau wie wir, sich die Erfahrungen der ArbeiterInnenk\u00e4mpfe der Vergangenheit anzueignen. Im Folgenden wollen wir unseren Beitrag zu dieser notwendigen Diskussion leisten, und unsere Sichtweise der historischen Lehren des Proletariats darstellen.<\/p>\n<p>Der gegenw\u00e4rtige Akkumulationszyklus des Kapitals befindet sich seit \u00fcber 40 Jahren in einer Abw\u00e4rtsspirale. Nach dem l\u00e4ngsten Boom in der Geschichte des Kapitalismus (von 1948-1971) erleben wir nun einen sich langsam hinziehenden Zerfall. Dieses nahezu stagnierende Wirtschaftssystem wurde und wird durch eine beispiellose Staatsintervention gest\u00fctzt, die bis jetzt einen totalen Zusammenbruch verhindern konnte. Dadurch wurde in den meisten F\u00e4llen der Durchschnittslohn der Mehrheit der ArbeiterInnenklasse gek\u00fcrzt. Doch diese Lohnverluste reichten nicht aus, um einen Aufschwung anzuregen, geschweige denn die Anh\u00e4ufung von Schulden und die weit verbreitete Schaffung fiktiven Kapitals samt ihrer Minibooms und Pleitewellen zu verhindern.<\/p>\n<p>Dies bewirkte jedoch auch eine zunehmende Fragmentierung und Desorientierung der einzigen Klasse, die objektiv im Gegensatz zum kapitalistischen System steht. Viele lamentieren dar\u00fcber, dass die Revolution\u00e4re w\u00e4hrend dieser Periode nicht genug unternommen h\u00e4tten, um sich zusammenzuschlie\u00dfen \u2013 als ob Revolution\u00e4re eine vom Rest der Klasse losgel\u00f6ste Existenz fristen w\u00fcrden. Die Trennungen unter den Revolution\u00e4ren war bis heute weitestgehend eine Folge der Schw\u00e4che der Klassenbewegungen als Ganzes. Sie ist nicht nur ein Problem der jetzigen Epoche, sondern zieht sich durch die gesamte Geschichte der ArbeiterInnenklasse. Wenn sich die Klasse unter neuen Bedingungen nach einer Periode des R\u00fcckzugs neuformiert, fallen die Antworten zwangsl\u00e4ufig verschiedenartig aus. Erst wenn die Bewegung sich wirklich ausweitet und einen Massencharakter annimmt, wird es unter Revolution\u00e4ren eine ausgepr\u00e4gtere Bereitschaft geben, Differenzen der Vergangenheit zu begraben und alte Schemata zu hinterfragen. In dem Ma\u00dfe wie die ArbeiterInnenklasse sich \u00fcber ihren Weg klarer wird, wird auch der Ruf nach einer politischen Klassenorganisation mit einer klaren Vorstellung des Kommunismus lauter werden.<\/p>\n<p>Einige werden einwenden, dass dies nicht notwendig sei. Sie werden argumentieren, dass die \u201e<em>spontane\u201c<\/em>\u00a0Bewegung der Klasse allein ausreichend sei, um den Sieg zu erringen. Wir haben gro\u00dfes Vertrauen in die Entstehung einer genuinen Bewegung der ArbeiterInnenklasse, die zu dem Schluss kommt, dass sie nicht l\u00e4nger auf die alte Weise unter den alten Bedingungen weiterleben kann. Der erste Angriff auf das System wird unweigerlich unvorhersehbar sein und einen spontanen Charakter haben. Solch eine Bewegung kann viel erreichen, doch das allein ist nicht die L\u00f6sung des Problems. Die gegen sie wirkenden Kr\u00e4fte werden nicht einfach aufgeben. Sie werden alle Hebel in Bewegung setzen, um die Bewegung davon abzuhalten den Staat zu \u00fcberwinden und das wirtschaftliche und soziale Leben v\u00f6llig neu zu gestalten. An einem bestimmten Punkt werden sie Masken \u00fcberziehen, falsche Ideologien annehmen und versuchen die Bewegung in eine Richtung zu lenken, die mit dem Fortbestehen des Systems kompatibel ist. Wir kennen dies zu Gen\u00fcge aus der Geschichte. Wenn derartige Kr\u00e4fte nicht politisch von der ArbeiterInnenklasse bek\u00e4mpft werden, werden sie die Bewegung abw\u00fcrgen. Nehmen wir zwei entgegen gesetzte Beispiele. W\u00e4hrend der Russischen Revolution wurde der Zar im Februar durch eine spontane Massenbewegung gest\u00fcrzt. Noch w\u00e4hrend die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Stra\u00dfen k\u00e4mpften, bildete die Bourgeoisie mit ihren Verb\u00fcndeten eine Regierung, die darauf abzielte die Arbeiterr\u00e4te um die Fr\u00fcchte ihres Sieges zu bringen. Die ArbeiterInnenklasse lie\u00df sich dadurch nicht einwickeln und setzte mehr und mehr ihr Vertrauen in die einzige Organisation die entschieden f\u00fcr die R\u00e4temacht und den Internationalismus eintrat, die bolschewistische Partei. Obwohl sie eine kleine Minderheit war, hatte sich die Bolschewiki schon Jahre vor der Revolution in der ArbeiterInnenklasse verankert. Zweidrittel ihrer Mitglieder waren Arbeiterinnen und Arbeiter. Ihre Losungen halfen der Bewegung sich zu orientieren und \u00fcber den Rahmen des parlamentarischen Systems, welches die herrschende Klasse (mit Unterst\u00fctzung vorgeblich \u201e<em>sozialistischer<\/em>\u201c Parteien) errichten wollte, hinauszuschauen. Letztendlich machte die ArbeiterInnenklasse die bolschewistische Partei zu ihrem Instrument. Nachdem sie im ganzen Land die Mehrheit in den Sowjets bekommen hatte, wurde sie zur Speerspitze des revolution\u00e4ren Aufstands.<\/p>\n<p>Ganz anders verlief die Sache in Polen in den 80er Jahren. Hier besetzten die Arbeiterin-nen und Arbeiter spontan die Werften und stellten die Herrschaft des stalinistischen Staa-tes infrage. Dennoch gab es in dem vorgeblich kommunistischen Land keine revolution\u00e4re Partei, die als Bezugspunkt h\u00e4tte dienen k\u00f6nnen. In dieses Vakuum stie\u00dfen dann die Katholische Kirche, die polnischen Nationalisten (und in ihren Windschatten die CIA). Sie lenkten die Bewegung von ihrem Klassenbezug zu einer Bewegung f\u00fcr die Demokratie. Kurz gesagt fiel der Kampf der polnischen Arbeiter der innerimperialistischen Rivalit\u00e4t zum Opfer.<\/p>\n<p>Wir wissen auch, dass sich in der ArbeiterInnenklasse das Bewusstsein \u00fcber die Notwendigkeit der Zerst\u00f6rung des Kapitalismus nicht gradlinig entwickeln wird. Einige Sektoren werden dies fr\u00fcher als andere verstehen und jedes Zusammenkommen dieser Widersacher des Kapitalismus wird der Ausdruck einer Minderheit der Klasse sein. Die Herrschaft der Bourgeoisie \u00fcber die Produktionsmittel (und damit \u00fcber die vorherrschenden Ideen) hat zur Folge, dass sich das politische Instrument der klassenbewussten Arbeiter vor dem Ausbruch der Revolution immer eine Minderheit sein wird. Je mehr diese Minderheit eine konsistente politische Botschaft und eine koh\u00e4rente Organisationsform herausbildet und versucht innerhalb breiterer Schichten der ArbeiterInnenklasse zu agieren, desto mehr kann sie Teil einer lebendigen Klassenbewegung werden. Eine solche Bewegung muss sich \u00fcber die Ziele und die Richtung, die sie einschlagen will klar sein. Hierbei spielt die revolution\u00e4re Minderheit, oder in anderen Worten die revolution\u00e4re Partei eine Schl\u00fcsselrolle. Ihre Aufgabe besteht darin, die b\u00fcrgerliche Ideologie zu bek\u00e4mpfen, indem sie f\u00fcr ein Programm eintritt, welches auf den historischen Lehren und theoretischen Errungenschaften der ArbeiterInnenklasse basiert. Diese politischen Lehren und Errungenschaften geraten allzu oft in Vergessenheit. Einer der Kerns\u00e4tze des Kommunistischen Manifests lautet:\u00a0<em>\u201eDie Kommunisten unterscheiden sich von den \u00fcbrigen proletarischen Parteien nur dadurch, dass sie einerseits in den verschiedenen nationalen K\u00e4mpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalit\u00e4t unabh\u00e4ngigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, anderseits dadurch, dass sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchl\u00e4uft stets die Interessen der Gesamtbewegung vertreten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Von Beginn an hat die moderne kommunistische Bewegung den universellen und internationalistischen Charakter der ArbeiterInnenklasse betont. Die Gr\u00fcndung der Ersten Internationale 1864 sahen Marx und Engels als gro\u00dfe Errungenschaft an. Marx erkl\u00e4rte, dass sich die ArbeiterInnenklasse damit ein von allen b\u00fcrgerlichen Parteien unabh\u00e4ngiges Instrument hervorgebracht habe und somit die Losung \u201e<em>Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selber sein\u201c<\/em>\u00a0auf die Tagesordnung setzen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Allerdings war dies etwas verfr\u00fcht. Die Erste Internationale wurde von den Differenzen der zwischen den englischen Gewerkschaftern, proudhonistischen Mutualisten und dem Schattenkabinett der \u201e<em>Allianz der Sozialen Demokratie<\/em>\u201c um Michael Bakunin zerrissen.<\/p>\n<p>Einige Internationalisten sollten noch eine Rolle in der Pariser Commune spielen, doch zu diesem Zeitpunkt hatte die IAA faktisch aufgeh\u00f6rt als Organisation zu existieren. Es sollte 20 Jahre dauern bis mit der Gr\u00fcndung der Zweiten Internationale eine Nachfolgerin der IAA in Erscheinung trat. Diese basierte auf nationalen Sektionen, die viel bestimmen-der waren als das Internationale Sozialistische B\u00fcro, welches die Internationale formell koordinierte. Sie brachte verschiedene politische Traditionen zusammen, die nicht explizit marxistisch waren. Faktisch wurde der marxistische Fl\u00fcgel zunehmend von den erstarkenden sozialdemokratischen Gewerkschaften marginalisiert. Letztlich zerfiel die Zweite Internationale in ihre nationalen Bestandteile, als zu Beginn des Ersten Weltkrieges die Mehrheit der ihr angeschlossenen Parteien (mit Ausnahme der russischen, polnischen, rum\u00e4nischen, serbischen und bulgarischen Partei) f\u00fcr die Kriegskredite stimmten und damit ihre jeweiligen nationalen Bourgeoisien unterst\u00fctzten. Trotz aller Versuche die Sozialistinnen und Sozialisten gegen den Krieg zu vereinen (wie bei den Konferenzen von Zimmerwald und Kienthal) entstand keine neue Internationale. Erst mit dem Sieg des russischen Proletariats und der Oktoberrevolution als erstem Schritt hin zur Weltrevolution konnte die Frage einer neuen Internationale ernsthaft auf die Tagesordnung gesetzt werden. Gleichwohl war es im vom Krieg ersch\u00fctterten Europa alles andere als einfach, die Gr\u00fcndung einer revolution\u00e4ren oder kommunistischen Internationale anzugehen, weshalb der Gr\u00fcndungskongress erst 1919 in Moskau stattfinden konnte. Die neue Internationale versprach viel. Unter dem Eindruck der russischen Revolution entstanden \u00fcberall in der Welt kommunistische Parteien, die auf der Grundlage der 21. Bedingungen die Mitgliedschaft in der Internationale anstrebten. Gleichwohl waren all diese Parteien allesamt Neugr\u00fcndungen mit jungen und unerfahrenen F\u00fchrungsorganen, die viel Ehrfurcht und Respekt vor den Erfahrungen der russischen Genossen an den Tag legten. Das hatte zur Folge, dass die Dritte Internationale von Beginn an von der russischen Partei dominiert wurde (genau wie die deutsche Sozialdemokratie als \u201e<em>die Partei der Zweiten Internationale\u201c<\/em>(Trotzki) angesehen wurde. Dies sollte fatale Konsequenzen f\u00fcr die Dritte Internationale und ihre konstituierenden Parteien haben.<\/p>\n<p>Im Zuge der Isolierung und des Niedergangs der Russischen Revolution ging die russische KP zunehmend dazu \u00fcber, die Internationale als Mittel zur Unterst\u00fctzung Russlands, d.h. der neuen russischen Staatsordnung anzusehen, die mit der russischen Revolution gleichgesetzt wurde. Doch die Unterst\u00fctzung eines Staates dessen Priorit\u00e4t darin bestand, in einer sich wieder stabilisierenden kapitalistischen Weltordnung zu \u00fcberleben, lief zwangsl\u00e4ufig darauf hinaus das Ziel der Weltrevolution aufzugeben.<\/p>\n<p>Doch nur die Ausweitung der Weltrevolution h\u00e4tte das revolution\u00e4re Potential in Russland wiederbeleben k\u00f6nnen. 1921 ging die Internationale unter der Losung \u201e<em>zu den Massen\u201c<\/em>\u00a0zu einer neuen Politik \u00fcber, die praktisch darauf hinaus lief B\u00fcndnisse mit diversen sozialdemokratischen Parteien und der wiederbelebten Zweiten Internationale einzugehen. Letztere hatte sich als letztes Bollwerk des Kapitalismus gegen die Arbeiterrevolutionen in jedem Land hervorgetan (besonders in Deutschland, wo sie f\u00fcr den Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und hunderten kommunistischen Arbeitern verantwortlich war). Ein Jahr sp\u00e4ter setzte die Komintern die Losung \u201e<em>Zu den Massen<\/em>\u201c in Form der\u00a0<em>\u201eEinheitsfront<\/em>\u201c um, die die neuen jungen kommunistischen Parteien dazu verpflichtetet, B\u00fcndnisse mit genau jenen einzugehen, von denen sie sich wenige Monate zuvor abgespalten hatten. Die Dritte Internationale wurde so zum Werkzeug der neuen herrschenden Klasse in Russland und h\u00f6rte auf ein Instrument der Weltrevolution zu sein.<\/p>\n<p>Was lehren uns die Erfahrungen der letzten revolution\u00e4ren Welle? Der Kampf der ArbeiterInnenklasse f\u00fcr die \u00dcberwindung des Kapitalismus unterscheidet sich grundlegend von dem des B\u00fcrgertums gegen den Feudalismus. Die aufstrebende Bourgeoisie eignete sich unter dem Feudalismus Eigentum an und entwickelte ihren Reichtum und ihre Macht im Rahmen des Systems bevor sie es st\u00fcrzte. Die Revolution des Proletariats unterscheidet sich hier grundlegend. Wir haben kein Eigentum zu verteidigen. Unsere St\u00e4rke entwickelt sich aus unserer F\u00e4higkeit zur kollektiven Aktion. Die proletarische Revolution wird sich nicht einfach aus dem Eintreten f\u00fcr die unmittelbaren Interessen entwickeln. Sie muss eine bewusste Revolution sein. Unter kapitalistischen Bedingungen werden einige Arbeiter fr\u00fcher als andere zu der Feststellung gelangen, dass dieses System \u00fcberwunden werden muss. Es ist nur nat\u00fcrlich, dass diese Minderheit eine politische Organisation bildet, um ihren erkl\u00e4rten Ziel der Schaffung einer neuen Gesellschaft Nachdruck zu verschaffen.<\/p>\n<p>Im Zeitalter der Sozialdemokratie war die ArbeiterInnenklasse in nationalen Parteien organisiert, die die Mitgliedschaft in der Zweiten Internationale anerkannten. Doch diese Internationale funktionierte eher wie ein Briefkasten als eine koordinierte F\u00fchrung einer internationalen Klasse. Auf jeden Fall brachte sie eine Massenbewegung hervor, die sich \u00fcberwiegend dem Reformismus verschrieb. Die in ihr t\u00e4tigen Revolution\u00e4re waren weitgehend marginalisiert, was sich mit Ausbrauch des Ersten Weltkrieges deutlich zeigte. Die revolution\u00e4re ArbeiterInnenklasse verf\u00fcgte bis zu den Auswirkungen der Russischen Revolution \u00fcber keine internationale Organisation. Die Dritte Internationale gr\u00fcndete sich viel zu sp\u00e4t, um wie es beabsichtigt war, als Avantgarde der Weltrevolution agieren zu k\u00f6nnen. Angesichts des enormen Prestiges der ArbeiterInnenklasse, die es geschafft hatte, die herrschende Klasse zu st\u00fcrzen und so zum Leuchtfeuer der Weltrevolution wurde, kam es nicht von ungef\u00e4hr, dass die russische Partei einen enormen Einfluss in der Internationale hatte. Doch mit der Isolation der Russischen Revolution verabschiedete sich die Internationale zunehmend vom Ziel der Weltrevolution und setzte auf eine Politik der Verteidigung des russischen Staates, der sich zunehmend von seiner Klassenbasis gel\u00f6st und entfremdet hatte. Der sog.\u00a0<em>\u201eBolschewisierung\u201c<\/em>\u00a0der neuen Parteien fielen die wirklichen Revolution\u00e4re zum Opfer. Die Internationale verkam zu einer Agentur der UdSSR in ihrem Kampf um einen Platz unter den Nationen. Die Lehre daraus ist klar: Bevor es irgendwo zu einem revolution\u00e4ren Ausbruch kommt, m\u00fcssen die Konturen einer Internationale bereits vorhanden sein. Diese\u00a0<em>\u201ekann nicht einfach eine F\u00f6deration mehr oder weniger unabh\u00e4ngiger Parteien sein, die unter dem Vorwand unterschiedlicher nationaler Ausgangslagen politisch unterschiedlich agieren. Deswegen ist es pr\u00e4ziser von einer internationalen Partei zu sprechen. Das Wesen, die Struktur und die Statuten der internationalen proletarischen Partei m\u00fcssen in allen Sektionen einheitlich gestaltet sein. Ihre politische Plattform muss das gemeinsame Erbe sein, welches von allen Sektionen und Militanten einheitlich entwickelt wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Homogenit\u00e4t bedeutet hier nicht die totale \u00dcbereinstimmung in jeder Frage, sondern die Verst\u00e4ndigung auf eine gemeinsame Plattform und letztendlich ein gemeinsames Programm. Dieses kann nur durch offene Diskussionen innerhalb der Internationale entwickelt werden. Die internationale Partei (oder wie immer sie sich nennen wird) muss auf einer zentralisierten Aktionseinheit zur Bek\u00e4mpfung des Klassenfeindes basieren. Doch eine wirkliche Einheit kann nicht ohne einen kontinuierlichen Dialog zwischen ihren Mitgliedern erreicht werden. Die bolschewistische Partei zeichnete sich entgegen der stalinistischen Mythologie durch lebendige Debatten zwischen verschiedenen Fraktionen aus. Doch all diese Differenzen hinderte die verschiedenen Sektionen nicht daran, ihre F\u00e4higkeit zur Initiative zu demonstrieren und sich zu einem Bezugspunkt der ArbeiterInnenklasse zu entwickeln und diese zur Speerspitze der Revolution zu verwandeln. Vielmehr war es so, dass viele Debatten sich gerade durch die konkrete und direkte Verbindung ihrer Mitglieder mit der ArbeiterInnenklasse entwickelten. Dies trug wesentlich dazu bei, dass sich die bolschewistische Partei 1917 zu einem Instrument der breiten Klassenbewegung entwickeln konnte. Die Mitglieder der zuk\u00fcnftigen Internationale k\u00f6nnen keinen Beitrag zu einer wirklichen Emanzipationsbewegung leisten, solange sie keine direkten Verbindungen zur Klasse als Ganzes haben. Kommunistinnen und Kommunisten m\u00fcssen sich das Recht geh\u00f6rt zu werden erk\u00e4mpfen. Die Militanten dieser Internationale werden sich an der Revolution aktiv beteiligen und versuchen, diese dadurch anzuf\u00fchren, indem sie die Autonomie des ArbeiterInnenkampfes durch die Entwicklung eigener Klassenorgane ermutigen und bef\u00f6rdern. Sie werden sich auf allen Ebenen so weit wie m\u00f6glich an den K\u00e4mpfen der Klasse beteiligen. Doch die Internationale wird keine Regierung im Wartestand sein. Ihre Aufgabe besteht in der Ausweitung der Weltrevolution. Die Militanten werden sich als Delegierte an den Organen der Klasse beteiligen, doch die Internationale wird kein Regierungs- oder Herrschaftsorgan sein. Wie Onorato Damen\u00a01952 in der Plattform der Internationalistischen Kommunistischen Partei hervorhob: \u201e<em>Es gibt keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Befreiung der Arbeiterklasse oder die Errichtung einer neuen Gesellschaft, wenn dies nicht dem Klassenkampf entspringt. Zu keinem Zeitpunkt und unter keinem Umstand darf das Proletariat seine k\u00e4mpferische Rolle einstellen. Es darf seine historische Mission und seine Macht nicht an andere delegieren, nicht einmal an die eigene politische Partei.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dies ist unsere Vorstellung hinsichtlich der Gestalt einer neuen Internationale. Doch was ist heute unser Ausgangspunkt?<\/p>\n<p>Nach 40 Jahren der Umstrukturierung spiegelt sich die Fragmentierung der Klasse in der Vereinzelung und Schw\u00e4che revolution\u00e4rer Energien wieder. Einige wurden von den Spaltungen unter den Revolution\u00e4ren entmutigt, die ihrer Meinung nach jeder f\u00fcr sich in pastoraler Weise ihren jeweiligen Standpunkt verteidigen. Dennoch sind diese Differenzen ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, die auf den verschiedensten Anstrengungen beruhen mit der konterrevolution\u00e4ren Entwicklung nach Scheitern der revolution\u00e4ren Welle umzugehen. Mit der Zeit erwiesen sich einige Differenzen als nicht so gravierend wie sie einst erschienen, doch es ist ein langer Weg hin zu einer revolution\u00e4ren Wiederbelebung der Klasse. Dies sollte nicht als negatives Faktum, sondern als notwendiger Schritt im Prozess der Entwicklung von Klassenbewusstsein gesehen werden. Auf diesem Wege sind Debatten notwendig und wichtig. Ohne eine scharfe Diskussion zur Kl\u00e4rung wichtiger Probleme, wird das Proletariat niemals in der Lage sein, ein solides Programm zu entwickeln, um den n\u00e4chsten Ansturm auf den Kapitalismus durchzufechten. Gleichzeitig m\u00fcssen die derzeitig d\u00fcrftigen Verbindungen zwischen den Revolution\u00e4ren und der Masse der Klasse vertieft und gefestigt werden. Jede lokale politische Organisation muss Wege finden, um mit breiteren Schichten der Klasse Verbindungen zu kn\u00fcpfen, die sich zwar noch nicht als revolution\u00e4r begreifen, aber verstanden haben, dass sie sich gegen die Verheerungen des Kapitalismus zur Wehr setzen m\u00fcssen. In der Nachkriegszeit, entwickelte die\u00a0<em>Partito Comunista Internazionalista (Battaglia Comunista<\/em>) auf der Grundlage des Verst\u00e4ndnisses, dass die Gewerkschaften der Organisierung antikapitalistischen Widerstands entgegenstehen, die Strategie der Fabrikgruppen, die sich in verschiedenen Betrieben (u.a. FIAT) aus Mitgliedern und Nichtmitgliedern zusammensetzen. Doch mit der schwindenden Konzentration von Arbeiterinnen und Arbeitern in Gro\u00dfbetrieben ist dies nicht l\u00e4nger mehr als zentrales Mittel der Organisierung in der Klasse tauglich. Stattdessen wurde das Konzept \u201e<em>territorialer Gruppen\u201c<\/em>\u00a0entwickelt. Dabei handelt es sich um Kollektive in lokalen Betrieben oder Gruppen von Aktivisten die in bestimmten Bereichen (Wohnungsfrage, Jobs etc.) arbeiten. Der Schl\u00fcssel besteht darin, dass die politische Organisation sich stets bem\u00fchen muss, dort pr\u00e4sent zu sein, wo die Masse der Klasse ist. Die Partei kann nicht in der letzten Minute gebildet werden kann, noch wird sie von alleine entstehen, wenn es K\u00e4mpfe gibt. Sie muss Teil des Lebens der Klasse werden, ohne dem Krebsgeschw\u00fcr des Reformismus zu erliegen, k\u00fcnstliche und kurzlebige Erfolge erzielen zu wollen.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig ist die Verankerung von Revolution\u00e4ren in der Klasse sehr embryonal. Doch wenn sich die Krise vertieft, werden auch mehr Arbeiterinnen und Arbeiter erkennen, dass es keine kapitalistischen L\u00f6sungen f\u00fcr ihre Probleme gibt, werden sich den Revolution\u00e4ren neue M\u00f6glichkeiten bieten<\/p>\n<p>Sobald sich die ArbeiterInnenklasse zu bewegen beginnt, wird die praktische Bewegung dazu tendieren, sich dem Programm anzun\u00e4hern, welches ihren wirklichen Bed\u00fcrfnissen am meisten entspricht. Doch dies hei\u00dft nicht, dass Revolution\u00e4re einfach nur mit verschr\u00e4nkten Armen auf den gro\u00dfen Tag warten m\u00fcssten. Es wird keinen gro\u00dfen Tag geben, wenn nicht die Kommunistinnen und Kommunisten in den von der Klasse hervorgebrachten Kampforganisationen f\u00fcr ihre Perspektive k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Die Internationale (oder zumindest ein gr\u00f6\u00dferer Kern von ihr) muss vor dem Ausbruch einer revolution\u00e4ren Krise Gestalt angenommen haben.<\/p>\n<p>In dem Sinne, dass ihre Plattform und ihr Programm auf den revolution\u00e4ren Lehren des Klassenkampfes basiert, ist sie eine politisch sehr eng gefasste Formation. Innerhalb dieses Rahmens sind Debatten m\u00f6glich und die Partei organisiert sich entlang demokratisch zentralistischer Leitlinien, (letztendlich werden alle Dinge von den Mitgliedern abgestimmt und entschieden). Gleichzeitig wird die Partei die Existenz von Fraktionen und Tendenzen zu noch ungekl\u00e4rten Fragen und neuen Aspekten des Programms zulassen. Sie m\u00fcssen das volle Recht auf Debatte und Ver\u00f6ffentlichung ihrer Minderheitenmeinung haben, da es auf dem Weg der Revolution viele neue Herausforderungen geben wird und es noch viele Fragen gibt, die die Geschichte noch nicht endg\u00fcltig f\u00fcr uns beantwortet hat. Die Gesundheit der Organisation h\u00e4ngt von einem lebendigen Meinungsaustausch statt. Letztendlich ist das auch die ges\u00fcndeste Art, auf die sich die Partei entwickeln kann, um als zentralisierte Kraft zu agieren, wenn die Situation einer Weltrevolution dies erfordert.<\/p>\n<p>Ohne ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis der Zielvorstellungen (selbst wenn es keine vollst\u00e4ndige \u00dcbereinstimmung gibt) ist keine erfolgversprechende Politik m\u00f6glich. Gleichzeitig bereiten Diskussionen und Debatten jedes Parteimitglied darauf vor, unabh\u00e4ngig als Revolution\u00e4r zu agieren, wenn die unmittelbare Situation vor Ort dies erfordert. Es gibt keinen statuarisch festgelegten Mechanismus, um dies sicherzustellen. Es h\u00e4ngt von der Vorbereitung und Bewusstwerdung der jeweiligen Mitglieder ab, und dies ist nur in einer Partei m\u00f6glich in der es eine lebendige Kultur der Diskussion und Bildungsarbeit gibt.<\/p>\n<p>Auch wenn wir diese Prinzipien in unsere Statuten verankert haben, ist die IKT, wie wir mehrmals wiederholt sagten nicht die Partei oder gar der einzige Kern einer zuk\u00fcnftigen Partei, da die Voraussetzungen daf\u00fcr nicht bestehen. Gleichwohl kommen wir nicht aus dem Nichts. Wir kommen aus der Tradition der Italienischen Kommunistischen Linken, die 1921 die Kommunistische Partei Italiens als Sektion der Dritten Internationale gr\u00fcndete. Nachdem unsere Vorl\u00e4ufer im Zuge der sog. \u201e<em>Bolschewisierung\u201c<\/em>(die in Wirklichkeit die Antithese zu allen revolution\u00e4ren Elementen des Bolschewismus war) aus der F\u00fchrung der Partei verdr\u00e4ngt worden waren, setzten sie ihren Kampf f\u00fcr den Internationalismus und ihre revolution\u00e4re Politik in den Fabriken Frankreichs und Belgiens und in den Gef\u00e4ngnissen des faschistischen Italiens fort. Unter dem Einfluss dieser beiden Str\u00f6mungen vereinigte sich die Kommunistische Linke 1943 in Italien in der\u00a0<em>Partito Comunista Internazionalista (PCInt)<\/em>. Sie verteidigte die revolution\u00e4re Politik und entwickelte sie weiter. Trotz aller Versuche der Stalinisten sie auszurotten, gelang es ihr die Zeiten des Nachkriegsbooms zu \u00fcberstehen und als Bezugspunkt f\u00fcr die Gr\u00fcndung der\u00a0<em>Internationalistischen Kommunistischen Tendenz<\/em>\u00a0zu dienen. Die PCint versuchte stets mit anderen Gruppierungen und Tendenzen eine gemeinsame Basis zu finden, auch wenn dies oftmals nicht zu einer Einigung f\u00fchrte, wurde die T\u00fcr zum Dialog stets offengehalten. In dieser Tradition arbeitet die IKT auch heute.<\/p>\n<p>Mit diesem politischen Erbe will die IKT Bestandteil einer zuk\u00fcnftigen Partei werden, um sicherzustellen, dass die Lehren vergangener Arbeiterk\u00e4mpfe f\u00fcr neue Generationen erhalten bleiben, damit nicht alte Fehler wiederholt werden, bevor verstanden wird was als n\u00e4chstes getan werden muss. Gleichzeitig sind wir uns dar\u00fcber im Klaren, dass die Situation der ArbeiterInnenklasse heute eine andere ist als in der Vergangenheit. Die zuk\u00fcnftige revolution\u00e4re Welle wird f\u00fcr jede politische Minderheit neue Probleme aufwerfen und wir m\u00fcssen offen f\u00fcr neues Denken sein.<\/p>\n<p>Dennoch sieht sich die IKT nicht als blo\u00dfes Diskussionsforum, sondern als Kern der zuk\u00fcnftigen internationalen Partei, weshalb wir uns mit anderen Erfahrungen, die zu der Herausbildung einer solchen beitragen k\u00f6nnen genauer auseinandersetzen. Das Festhalten an einer gemeinsamen und klaren politischen Plattform, der st\u00e4ndige Versuch mit der Klasse in Kontakt zu sein und sich in ihr zu verankern, definiert unsere Arbeit f\u00fcr die Herausbildung einer zuk\u00fcnftigen Weltpartei.<\/p>\n<p>In unserem Kampf f\u00fcr den Kommunismus haben wir stets die Frage einer Internationale oder internationalen Partei aufgeworfen. Solange die ArbeiterInnenklasse dieses Instrument nicht als Ausdruck der Entwicklung ihres revolution\u00e4ren Bewusstseins hervorbringt, werden wir in Zukunft noch mehr Niederlagen erleben. Unsere Hoffnung besteht darin, mit all jenen neuen Kr\u00e4ften, die sich der Notwenigkeit der \u00dcberwindung dieses Systems bewusst werden in Kontakt zu treten und mit ihnen einen politischen Kompass zu entwickeln. Gleichzeitig wollen wir den Dialog mit den bereits existierenden Gruppen zu suchen, aktiv zusammenzuarbeiten, wenn dies m\u00f6glich ist, Differenzen auszuhalten wo dies notwendig ist und uns schlie\u00dflich zusammenzuschlie\u00dfen, wenn die Geschichte voranschreitet und eine wirkliche Klassenbewegung entsteht.<\/p>\n<p><em>Internationalistische Kommunistische Tendenz<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/gis.blogsport.de\/2018\/07\/08\/die-zukuenftige-internationale\/#more-468\"><em>gis&#8230;<\/em><\/a><em> vom 3. August 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IKT. Heute befinden wir uns in einer Situation, in der der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, das Proletariat allerdings so fragmentiert und desorganisiert ist, dass es sich allenfalls sporadisch<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[25,39,80,75,12,13,62,38,20,4],"class_list":["post-3865","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-arbeiterbewegung","tag-deutschland","tag-friedrich-engels","tag-italien","tag-lenin","tag-marx","tag-rosa-luxemburg","tag-russische-revolution","tag-sowjetunion","tag-strategie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3865","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3865"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3865\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3866,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3865\/revisions\/3866"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3865"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3865"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3865"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}