{"id":3913,"date":"2018-08-14T19:49:54","date_gmt":"2018-08-14T17:49:54","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3913"},"modified":"2018-08-14T19:49:54","modified_gmt":"2018-08-14T17:49:54","slug":"die-illusion-der-linken-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=3913","title":{"rendered":"Die Illusion der linken Forschung"},"content":{"rendered":"<p>Alessandra Fusacchia und Milo\u0161 Mati\u0107. <em>Im Zuge des neu aufkommenden Interesses an der Organisation linker Theorie und Praxis, r\u00fccken Themen m\u00f6glicher Selbstorganisierungsprozesse,<!--more--> Stadtteilarbeit und Interventionsstrategien wieder in den Fokus linker Debattenbeitr\u00e4ge.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In diesem Kontext erschienen auch hier im LCM einige Artikel zur\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/lowerclassmag.com\/2017\/04\/wir-brauchen-eine-diskussion-ueber-eine-linksradikale-ethik-an-den-unis\/\"><em>Situation<\/em><\/a><em>\u00a0und zu\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/lowerclassmag.com\/2017\/03\/wir-brauchen-eine-diskussion-ueber-die-karriereplanung-der-linken-studis\/\"><em>Perspektiven<\/em><\/a><em>\u00a0linker Akademiker*innen. Sowohl Zeitpunkt, Ort als auch den Gegenstand der Analysen halten wir f\u00fcr angebracht und wichtig. Es scheint tats\u00e4chlich der Fall zu sein, dass sich ein Gro\u00dfteil der Menschen, die sich in Nordwest-Europa als links, linksradikal (oder irgendein anderes Label) verstehen, in einem akademischen Milieu befinden oder es zu irgendeinem Zeitpunkt durchlaufen haben. Wie diese Personen aber mit ihrem Dasein in der Universit\u00e4t\/Hochschule umgehen und welche Perspektiven sie jenseits ihres Studiums haben ist Bestandteil der vorhergehenden Debattenbeitr\u00e4ge und soll auch den Kern dieses Artikels bilden. Er ist im ersten Teil relativ abstrakt, leitet dann aber konkrete Schlussfolgerungen f\u00fcr linke Akademiker*innen her.<\/em><\/p>\n<p>In den vergangenen Analysen ist vieles gesagt worden, was wir als richtig ansehen, manches ist aber kritikw\u00fcrdig. Woran die bisherige Debatte vor allem krankt, ist eine Unklarheit bez\u00fcglich der Rolle von Wissenschaft und Wissenschaftler*innen im Kapitalismus. Das f\u00fchrt dazu, dass vermeintliche individuelle Freiheiten \u00fcberbetont, und systemische Zw\u00e4nge verkannt werden. In diesem Artikel soll daher zuerst mit der Analyse der Funktion der universit\u00e4ren Forschung und Lehre ein theoretisches Fundament gelegt werden, aus dem dann Schlussfolgerungen f\u00fcr die Praxis linker Akademiker*innen gezogen werden. Da dies keine Seminararbeit im Bachelorstudium ist, werden wir auf \u00fcberm\u00e4\u00dfige Fu\u00dfnoten und Quellenangaben verzichten. F\u00fcr Menschen, die sich noch n\u00e4her mit dem Thema besch\u00e4ftigen wollen, wird es einzelne, ausgew\u00e4hlte Literaturhinweise geben. Sollten f\u00fcr einige der aufgestellten Behauptungen noch Belege notwendig sein, dann k\u00f6nnen wir das gerne in den Kommentaren nachreichen.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaft und Innovation<\/strong><\/p>\n<p>Der akademische Betrieb hat, wie alle Institutionen der Geschichte, nie au\u00dferhalb der Gesellschaft existiert.<\/p>\n<p>Er ist Teil der ihn umgebenden Ordnung, er verh\u00e4lt und ver\u00e4ndert sich mit ihr. Um zu des Pudels Kern zu gelangen, ist es daher lohnenswert, einen Schritt zur\u00fcckzutreten und sich einige Funktionsmechanismen des Kapitalismus in Erinnerung zu rufen.<\/p>\n<p>Die allererste Regel des Kapitalismus ist: Profit machen. S\u00e4mtliche wirtschaftliche Unternehmungen basieren auf der Jagd nach Profit. Dies beginnt im kleineren Rahmen \u2013 wirtschaftet eine Firma nicht profitabel, geht sie bankrott, die Investition der Firmeneigent\u00fcmer*in ist dahin und die Angestellten werden arbeitslos \u2013 und erstreckt sich auf alle kapitalistischen Wirtschaftsr\u00e4ume. Sind die Firmen eines Wirtschaftsraumes (in diesem Fall des Nationalstaates) zu unprofitabel, dann geht es den Menschen, die sich darin behaupten m\u00fcssen, in der Regel auch schlecht. Nicht nur die Kapitalisten in solchen Regionen sind pleite, auch wird zu wenig Gewinn erwirtschaftet, der an den Staat als Steuer abgef\u00fchrt werden kann, um als Wirtschaftssubvention oder Sozialleistung umverteilt zu werden. Es entsteht eine Abw\u00e4rtsspirale, die an vielen Orten der Welt zu beobachten ist und f\u00fcr allgemeine Verelendung sorgt. Dass daran nat\u00fcrlich die Logik des Kapitalismus selbst schuld ist, soll hier nicht weiter ausgef\u00fchrt werden, denn es geht um etwas anderes: Wie sorgen Staaten daf\u00fcr, dass die Kapitale, deren Interessen sie verpflichtet sind, immer in ausreichendem Ma\u00dfe profitabel bleiben? Das Grundprinzip f\u00fcr das Bestehen im Wettbewerb ist stets, dass eine gr\u00f6\u00dfere Menge Waren zu einem geringeren Preis produziert und dann verkauft werden kann. Die Instrumente sind uns hinreichend bekannt. Die L\u00f6hne k\u00f6nnen gesenkt oder die Arbeitszeit erh\u00f6ht werden. Eine weitere M\u00f6glichkeit ist die technische oder die Prozessinnovation, deren Ziel am Ende ist, bei gleichem Lohn und gleicher Arbeitszeit einen gr\u00f6\u00dferen Output an Waren zu erzeugen. Und an diesem Punkt kommt die Universit\u00e4t als staatliche Hauptinstitution der Wissenserzeugung ins Spiel.<\/p>\n<p>So wie in vielen F\u00e4llen zeichnet sich der Kapitalismus auch im Fall des gesellschaftlichen Prozesses der Wissenserzeugung durch Widerspr\u00fcche aus. Wurde etwas erstmal erforscht und verstanden, dann ist einer der kostspieligsten Teile der Wissensgenerierung im Innovationsprozess eigentlich \u00fcberwunden. Danach ist das Wissen in der Welt und im Grunde unendlich reproduzierbar. Es gibt wenige Mittel, um diesen Prozess einzuschr\u00e4nken (es wird mit Patenten versucht), weshalb diejenigen, die die Forschung finanzieren, auf den Kosten sitzenbleiben, w\u00e4hrend der Rest der Welt profitiert [1].<\/p>\n<p>Ein zweiter Widerspruch ist, dass selbst wenn eine wissenschaftliche Entdeckung sch\u00fctzbar w\u00e4re, h\u00e4ufig der Zeithorizont der Kapitalist*innen zu beschr\u00e4nkt ist, um Grundlagenforschung zu finanzieren. Da deren konkrete Anwendung oft nicht von vornherein gesichert ist, leisten sich Unternehmen meist nur eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung f\u00fcr sofort verwertbare Forschung. Derselbe beschr\u00e4nkte Verwertungshorizont der Kapitalist*innen zeigt sich im \u00dcbrigen auch in der Ausbildung ihrer zuk\u00fcnftigen Arbeiter*innen, einer der wichtigsten Kan\u00e4le f\u00fcr den Transfer von Wissen aus den Universit\u00e4ten hin zu Privatfirmen.<\/p>\n<p>Wohlgemerkt gibt es nat\u00fcrlich auch innerhalb von Firmen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Die Fr\u00fcchte der dort geleisteten Arbeit sind vom Unternehmen direkt verwertbare Entwicklungen. Sogenannte Grundlagenforschung, die nicht unmittelbar mit einem gesch\u00e4ftlichen Problem einer Firma zu tun hat und deren Erfolg (gemessen als Investition mit h\u00f6heren finanziellen R\u00fcckfl\u00fcssen) von vornherein weniger wahrscheinlich ist, ist dort selten vorgesehen. Trotzdem zehren diese Abteilungen letztlich von der Grundlagenforschung, die an Universit\u00e4ten und Hochschulen geleistet wird. Der b\u00fcrgerliche Staat als Vermittler zwischen den kurzfristigen Interessen des Kapitals und der langfristigen Sicherung der bestehenden Gesellschaftsform an sich ist also gefragt. Da, wie weiter oben beschrieben, das Kapital die Innovation als Lebensnektar ben\u00f6tigt, aber nicht bereit ist, sie zu finanzieren, kann die Universit\u00e4t genutzt werden, um die Widerspr\u00fcche aufzul\u00f6sen. Durch Steuergelder (zum allermeisten eingesammelt von den Kapitalisten selbst) wird Forschung finanziert und \u00fcber die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse und die Ausbildung der Arbeiter den Unternehmen zur Verf\u00fcgung gestellt, wenn sie das Wissen ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Nebenbei bemerkt hatte die Universit\u00e4t nicht immer diesen Zweck. Im ausklingenden Feudalismus war die Universit\u00e4t ein Hauptvehikel zur Losl\u00f6sung vom Diktat der Kirche und zur Herausbildung des B\u00fcrgertums. Es ist daher offen, wof\u00fcr diese Institution in einer besseren Gesellschaft dienen k\u00f6nnte (Anst\u00f6\u00dfe g\u00e4be es hier [2] [3]). Der damals erk\u00e4mpften Autonomie der Wissenschaft ist es \u00fcbrigens zu verdanken, dass sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sp\u00e4t in die Stromlinienform der Warenproduktion gepresst wurde [4]. Doch die innere Expansion des Kapitalismus machte auch vor der Universit\u00e4t nicht Halt und forcierte einige Entwicklungen, die die Arbeit als Akademiker*in heute so unertr\u00e4glich machen k\u00f6nnen. Dauerbefristungen, die jeglicher Beschreibung spotten, sollen die Forschung f\u00fcr den Staat (und damit das Kapital) g\u00fcnstiger machen und die Wissenschaftler*innen immer flei\u00dfiger, da \u00fcber jede*r Nicht-Professor*in stets das Damoklesschwert des auslaufenden Vertrages baumelt. Die allgemeine Finanzierung der Universit\u00e4ten wird gek\u00fcrzt, was die Forschung abh\u00e4ngiger von Drittmitteln macht. F\u00fcr solche Drittmittel m\u00fcssen am laufenden Band Antr\u00e4ge geschrieben werden, in denen Forscher*innen bereits vor der Bewilligung die zuk\u00fcnftige Verwertbarkeit ihrer Ergebnisse anpreisen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die st\u00e4ndige Fortentwicklung derOutputerfassungvon Wissenschaftler*innen ist ma\u00dfgeblich f\u00fcr das Vorankommen der Karriere und erinnert an Henry Fords Flie\u00dfb\u00e4nder.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerungen f\u00fcr die Praxis linker Akademiker*innen<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Annahme, die Universit\u00e4t w\u00e4re ein freier Raum, in dem man erforschen kann, was einem in den Sinn kommt, ist eine Illusion. Fast alle, die sich dieser hingeben und in die Forschung gehen, um Themen zu untersuchen, die der linken Bewegung wirklich nutzen k\u00f6nnen, werden herbe entt\u00e4uscht.<br \/>\nEinige wenige Chancen daf\u00fcr gibt es noch bei alten, linken Professor*innen, die einer Zeit entspringen, als die Studierendenbewegung stark und die universit\u00e4re Forschung weniger\u00a0 warenf\u00f6rmig war.<br \/>\nDiese Professor*innen sitzen auf ihren alten Arbeitsvertr\u00e4gen und k\u00f6nnen mit ihren wenigen Mitteln zwei oder drei schlecht bezahlte Doktorandenstellen im Jahr finanzieren. Ihnen sind auch die Anzahl und das Prestige der Ver\u00f6ffentlichung ihrer Mitarbeiter*innen egal. Allerdings handelt es sich um eine aussterbende Art.<br \/>\nBetritt man heute das Parkett der Wissenschaft, ist die Wahrscheinlichkeit h\u00f6her, dass man entweder direkt durch Drittmittel finanziert wird und verwertbare Forschung betreibt, oder voneine*r Professor*in bezahlt wird, deren Karriere noch nicht ganz vorbei ist, und der deshalb zu hochwertigen Publikationenanpeitscht.<br \/>\nIn den beiden letzten F\u00e4llen sind die M\u00f6glichkeiten wirklich unabh\u00e4ngiger, selbstbestimmter Forschung stark eingeschr\u00e4nkt.<\/li>\n<li>Die Universit\u00e4t ist daher kein besonders herausgehobener, erstrebenswerter Ort f\u00fcr Linke, zumindest nicht mehr als alle Unternehmen. Wird mit Drittmittel oder in direkter Industriekooperation geforscht, dann wurde bereits vor Forschungsbeginn die Verwertbarkeit des vorgeschossenen Kapitals gepr\u00fcft und f\u00fcr positiv befunden.<br \/>\nAuch die Forschung auflehrstuhlfinanziertenStellen wird vom Staat nur deshalb bezuschusst, weil der schlussendliche Zweck der Forschung nicht pures Interesse und Wissensdrang, sondern die reibungslose Kapitalvermehrung ist. Von einem Hausmeister w\u00fcrde niemand erwarten, dass er auf linke Art und Weisehausmeistert.Dasselbe ist nun bei Wissenschaftler*innen auch der Fall.<\/li>\n<li>Wie in jedem Unternehmen auch sollten sich Linke in Universit\u00e4ten rege am Arbeitskampf beteiligen. Ebenso wie Befristungen, real sinkende L\u00f6hne und eine immer steigende Arbeitsintensit\u00e4t in Firmen nur durch gemeinsame Organisierung bek\u00e4mpft werden k\u00f6nnen, ist es auch am akademischen Arbeitsplatz.<\/li>\n<li>Die unserer Meinung wichtigste und zentralste Aufgabe linker Akademiker*innen ist die Nutzbarmachung des an der Universit\u00e4t erlernten Wissens. Die Universit\u00e4t als Institution ist im Kapitalismus nicht zu retten und kann nicht als Garten Eden innerhalb der rauen Welt erhalten werden. Wohl aber das Wissen, das allen Akademiker*innen vermittelt wird. Das gilt f\u00fcr Menschen, die eine akademische Karriere anstreben, ebenso wie f\u00fcr die, die nach der Uni in ein Unternehmen wechseln.<br \/>\nDas individuelle, spezifische Wissen, das jeder Mensch innerhalb eines Studiumserh\u00e4lt, wirdviel zu wenig f\u00fcr linke Zwecke verwendet. Es ist ja nichts gegen eine gut organisierte Demonstration oder Infoveranstaltungen zu sagen, aber das ist nicht das einzige, was jede*r Linke kann.<br \/>\nF\u00fcr das individuelle Wissen lie\u00dfen sich in kleinen oder gr\u00f6\u00dferen Gruppen so viele wunderbare Anwendungen finden, wenn man anfinge, nicht mehr dar\u00fcber nachzudenken, wie man damit in einemStart-UpReibach machen k\u00f6nnte, sondern eher, wie man es f\u00fcr widerst\u00e4ndige Zwecke gebrauchen k\u00f6nnte. Eine Reihe von Disziplinen hat darin bereits eine gute Tradition, andere sind noch unterrepr\u00e4sentiert. Soziologen in linken Gruppen nutzen ihre Ausbildung schon oft, um gute Analysen zu schreiben. Informatiker haben in j\u00fcngerer Vergangenheit insbesondere in Bezug auf Verschl\u00fcsselung und deren Verbreitung viel geleistet. F\u00fcr andere Disziplinen wieLifeSciences, Natur- oder Ingenieurwissenschaften sind die unmittelbaren Anwendungen weniger offensichtlich, aber wir denken, dass sich die extrem hoch qualifizierte spezifische Bildung und das Skillset dieser Akademiker ebenfalls nutzen l\u00e4sst. Es gibt nicht wenige Linke in diesen Disziplinen. Wenn diese anfangen dar\u00fcber nachzudenken, k\u00f6nnen auch sie einen gro\u00dfen Beitrag leisten.<\/li>\n<li>Warum sollte das Absch\u00f6pfen von Wissen, der Fortschritt, die Algorithmen das Privileg von Staat und Kapital sein? W\u00e4hrend diese beiden Fraktionen dauerhaft aufr\u00fcsten, setzen Linke gr\u00f6\u00dftenteils auf Widerstandsformen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Wir sind nicht die ersten, die bemerken, dass Streiks und Organisation um den Arbeitsplatz herum in einer Zeit der Individualisierung der Arbeit immer schwieriger werden. Das ist kein Wunder, ist doch die Massenaktion als solche ein probates Mittel in Zeiten der Massenarbeit in Fabriken gewesen. W\u00e4hrend Staat und Kapital schon seit Jahrzehnten an neuen Ausbeutungs- undUnterdr\u00fcckungsmechanismenarbeiten und sie umsetzen, ist die linke Bewegung in den Methoden erstarrt, die sich auf Produktionsbedingungen beziehen, welche wortw\u00f6rtlich 100 Jahre alt sind.<\/li>\n<li>Schlussendlich: Die Nutzbarmachung des eigenen Wissens sollte das Hauptaugenmerk linker Akademiker sein. Entweder dadurch, dass man es anderen gut erkl\u00e4rt oder durch die Anwendung in hoch spezialisierten Kleingruppen. Diese Besch\u00e4ftigung findet \u00fcblicherweise und zu gro\u00dfen Teilen au\u00dferhalb der bezahlten Arbeitszeit statt und ist unabh\u00e4ngig vom \u201eArbeitgeber\u201c. Sie erfordert deshalb auch keine falsche Identifikation mit ihm, womit hier auch wieder der Bogen zum ersten Debattenbeitrag [Link hier] gespannt w\u00e4re. Lasst uns unseren Handlungsspielraum erweitern und widerst\u00e4ndige Aktionen auf die H\u00f6he der Produktionsbedingungen bringen. Fangen wir an wie Hacker, nicht wie Ingenieure zu denken!<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Karl Marx,MEW25, S.113 f. (<a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me25\/me25_087.htm\">http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me25\/me25_087.htm<\/a>)<\/p>\n<p>[2] Theodor W. Adorno: Sur l\u2018eau. In: MinimaMoralia.S.177-179. (<a href=\"http:\/\/surleau.blogsport.de\/sur-leau\/\">http:\/\/surleau.blogsport.de\/sur-leau\/<\/a>)<\/p>\n<p>[3] Ernst Lohoff: Technik als Fetisch-Begriff. \u00dcber den Zusammenhang von alter Arbeiterbewegung und neuer Produktivkraftkritik. In: Marxistische Kritik 3 (1987). (<a href=\"http:\/\/www.krisis.org\/1987\/technik-als-fetisch-begriff\/\">http:\/\/www.krisis.org\/1987\/technik-als-fetisch-begriff\/<\/a>)<\/p>\n<p>[4] Ein \u00e4hnliches Privileg hatte die Kunst. Auch dazu haben sich Adorno und Horkheimer ge\u00e4u\u00dfert: Theodor W. Adorno, Max Horkheimer: Kulturindustrie \u2013 Aufkl\u00e4rung als Massenbetrug. In: Dialektik der Aufkl\u00e4rung. S.128-176. (<a href=\"http:\/\/www.kritiknetz.de\/images\/stories\/texte\/kulturindustrie.pdf\">http:\/\/www.kritiknetz.de\/images\/stories\/texte\/kulturindustrie.pdf<\/a>)<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/lowerclassmag.com\/2018\/08\/die-illusion-der-linken-forschung\/#more-5778\"><em>lowerclassmag.com&#8230;<\/em><\/a><em> vom 14. August 2018<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alessandra Fusacchia und Milo\u0161 Mati\u0107. Im Zuge des neu aufkommenden Interesses an der Organisation linker Theorie und Praxis, r\u00fccken Themen m\u00f6glicher Selbstorganisierungsprozesse,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[32,13,22,37],"class_list":["post-3913","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-frauenbewegung","tag-marx","tag-politische-oekonomie","tag-service-public"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3913"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3913\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3914,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3913\/revisions\/3914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}