{"id":4022,"date":"2018-09-07T13:52:45","date_gmt":"2018-09-07T11:52:45","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4022"},"modified":"2018-09-07T13:52:45","modified_gmt":"2018-09-07T11:52:45","slug":"der-kampf-der-jasic-arbeiterinnen-was-geschah-wann-und-warum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4022","title":{"rendered":"Der Kampf der Jasic-ArbeiterInnen: Was geschah wann \u2013 und warum"},"content":{"rendered":"<p>\u201eYu Juncong und zehn Arbeiter und Arbeiterinnen von Jiasic in der Provinz Shenzen in China wenden sich an das Personalb\u00fcro des Bezirks, um sich \u00fcber die st\u00e4ndige und willk\u00fcrliche<!--more--> Zuweisung und Streichung von freien Tagen zu Beschwerden und Unterst\u00fctzung bei der L\u00f6sung zu suchen. Das einzige, was sich \u00e4ndert ist, dass in den darauffolgenden zwei Monaten Yu und einem weiteren Arbeiter keine \u00dcberstunden gew\u00e4hrt werden, was ihren Monatslohn auf wenig mehr als 1000 Yuan fallen l\u00e4sst. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie jeden Tag die Toiletten reinigen. Yu Jungcong erinnert sich \u201cViele Kollegen sagten damals, Widerstand ist zwecklos. Aber stimmt das? Hat das Unternehmen, nachdem wir uns beschwert haben, noch genauso oft unsere freien Tage hin- und hergeschoben? Haben sie weiterhin doppelte Lohnabz\u00fcge gemacht? Nat\u00fcrlich hat sich das nicht ge\u00e4ndert, weil wir uns beschwert haben? Widerstand bringt auf jeden Fall was, nur blo\u00dfes Nichtstun ist zwecklos!\u201d\u2026\u201c \u2013 so der Beginn des\u00a0<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/gewerkschaften-china\/basisgewerkschaftliche-ansaetze\/die-jasic-chronologie-was-geschah-wann-und-warum\/#teil1\">1. Teils der ausf\u00fchrlichen \u201eChronologie zu den K\u00e4mpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter bei Jiasic Technology und ihren Unterst\u00fctzerinnen\u201c vom 28. August 2018<\/a>\u00a0sowie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/gewerkschaften-china\/basisgewerkschaftliche-ansaetze\/die-jasic-chronologie-was-geschah-wann-und-warum\/#teil2\">Teil 2 vom 03. September 2018<\/a>\u00a0<strong>und neu am 07. September 2018:\u00a0<\/strong><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/gewerkschaften-china\/basisgewerkschaftliche-ansaetze\/die-jasic-chronologie-was-geschah-wann-und-warum\/#teil3\"><strong>Dritter und letzter Teil<\/strong><\/a><strong>\u00a0der dankenswerter Weise ins Deutsche \u00fcbersetzten Chronologie der Ereignisse bei Jasic in Shenzhen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Chronologie zu den K\u00e4mpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter bei JiasicTechnology in Shenzen<\/strong><\/p>\n<p><strong>und ihren Unterst\u00fctzerinnen<\/strong><\/p>\n<p><strong>TEIL I<\/strong><\/p>\n<p><em>(Zum Unternehmen Jiasic Technology Co, Ltd. Das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen, Bezirk Pingshang in der Qinglan 1Stra\u00dfe Nr. 3, wurde 2005 gegr\u00fcndet. Es entwickelt und produziert haupts\u00e4chlich Schwei\u00dfger\u00e4te, sowohl mobile, tragbare als auch industrielle. Weitere Unternehmenssitze sind in Chongqing und Chendgu. 2017 wies das Unternehmen einen Gewinn von 144 Mio. Yuan aus, eine Steigerung von 42.5% gegen\u00fcber \u00fcber dem Vorjahr. Derzeit arbeiten in der Niederlassung in Shenzhen etwa 1200 Besch\u00e4ftigte. Der juristische Vertreter und Vorstandsvorsitzende Pan Lei ist zugleich Mitglied der sechsten Volksvertretungskammer von Shenzhen und weiterer hoher Regierungsgremien. Die Leiterin der Personalabteilung Guo Liqun hat ebenso wie Pan Lei ein Amt als Bezirksvertreterin von Pingshan inne.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Juli 2017<\/strong><\/p>\n<p>Yu Juncong und zehn Arbeiter und Arbeiterinnen von Jiasic wenden sich an das Personalb\u00fcro des Bezirks, um sich \u00fcber die st\u00e4ndige und willk\u00fcrliche Zuweisung und Streichung von freien Tagen zu beschweren und Unterst\u00fctzung bei der L\u00f6sung zu suchen. Das einzige, was sich \u00e4ndert, ist, dass in den darauffolgenden zwei Monaten Yu und einem weiteren Arbeiter keine \u00dcberstunden gew\u00e4hrt werden, was ihren Monatslohn auf wenig mehr als 1000 Yuan fallen l\u00e4sst. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie jeden Tag die Toiletten reinigen. Yu Jungcong erinnert sich \u201cViele Kollegen sagten damals, Widerstand ist zwecklos. Aber stimmt das? Hat das Unternehmen, nachdem wir uns beschwert haben, noch genauso oft unsere freien Tage hin- und hergeschoben? Haben sie weiterhin doppelte Lohnabz\u00fcge gemacht? Nat\u00fcrlich hat sich das nicht ge\u00e4ndert, weil wir uns beschwert haben? Widerstand bringt auf jeden Fall was, nur blo\u00dfes Nichtstun ist zwecklos!\u201d<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz 2018<\/strong><\/p>\n<p>Den ganzen Monat M\u00e4rz \u00fcber m\u00fcssen die Besch\u00e4ftigten t\u00e4glich 12 Stunden und ohne einen einzigen freien Tag durcharbeiten. Es ist hart, bis zum Monatsende durchzuhalten. Dann k\u00fcndigt ein Manager f\u00fcr den Folgetag einen Ruhetag an, daf\u00fcr m\u00fcssen aber alle am 10 Km Lauf teilnehmen. Am Nachmittag wird weitergearbeitet, Teilnahme ist verpflichtend.<\/p>\n<ol start=\"31\">\n<li><strong> M\u00e4rz<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Yu Juncong kritisiert in der betriebsinternen WeChat-Chatgruppe den Firmenlauf. Als Strafe werden ihm hernach wieder keine \u00dcberstunden gew\u00e4hrt. \u201cIch wurde wieder zum Putzen abgestellt und meine Kolleginnen wurden erpresst, nicht mehr mit mir zu sprechen.\u201d Alle seine Beschwerden und Anfragen nach Begr\u00fcndung beim Management wurden abgewiesen.<\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> April<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In der WeChat-Gruppe \u201cArbeiterstimme\u201d beginnt eine Diskussion \u00fcber die \u201c18 Verbote\u201d, die das Jaisic-Management eingef\u00fchrt hat, um damit Lohnabz\u00fcge zu rechtfertigen. Die 18 Verbote setzen sich aus drei Kategorien zusammen: Kategorie A umfasst mutwillige Zerst\u00f6rung oder Besch\u00e4digung von Eigentum der Jiasic, F\u00e4lschung von Stunden- und \u00dcberstundenzetteln, das Nichtberichten von Arbeitspl\u00e4nen, das regelwidrige Bedienen von Maschinen, die Verweigerung von Sicherheitskontrollen, das Nichtbefolgen der Anweisungen des Sicherheitspersonals, Schl\u00e4gerei, Trunkenheit, Gl\u00fcckspiel und das Anstiften von Kolleginnen zur Unruhe. Vergehen nach Kategorie A werden mit fristloser K\u00fcndigung geahndet. Kategorie B umfasst Stromdiebstahl, Schlafen w\u00e4hrend der Arbeitszeit, unautorisiertes Verlassen des Arbeitsplatzes, Versp\u00e4tung, das Plaudern mit Kollegen w\u00e4hrend der Arbeit, Spielen mit dem Handy, im Nichtraucherbereich Rauchen, das Abregeln der Klimaanlage auf Temperaturen unter 26 Grad, sowie das Unterlassen des Ausschaltens bei Feierabend von Licht, Klimaanlage, Ventilator, Computer und anderer Ger\u00e4te. Beim ersten Mal werden Vergehen nach dieser Kategorie mit 200 Yuan, beim zweiten Mal mit 300 bestraft. Beim dritten Mal folgt die fristlose K\u00fcndigung. Unter Kategorie C werden folgende Vergehen aufgelistet: Mitnahme von Essen in die Produktionshalle, der Gang zur Toilette oder in die Kantine w\u00e4hrend der Arbeitszeit, das Betreten des Fabrikkomplexes nach Mitternacht, das Spuken auf den Boden, Fallenlassen von M\u00fcll und mutwillige Erzeugen von Dreck, Dr\u00e4ngeln bei der Essensausgabe, Nichts\u00e4ubern des Geschirrs, Verschwenden von Essen, das Tragen von Schlappen auf der Arbeit, das Nichttragen des Firmenausweises und der Arbeitskleidung. Diese Vergehen werden beim ersten Mal mit 100, beim zweiten mit 200, beim dritten mit 300 Yuan und beim vierten Mal mit fristloser Entlassung geahndet.<\/p>\n<p><strong>April<\/strong><\/p>\n<p>April, Mi Jiuping und andere w\u00e4hlen die Telefonnummer der Arbeiterberatungsstelle im Stadtteil Longtian, Shenzhen, aber sie erreichen dort nie jemanden. Die Beratungsstelle wirbt mit einer toten Telefonnummer, offenbar um, entgegen ihren Pflichten, Arbeitende daran zu hindern, ihre Beschwerden weiterzugeben.<\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li><strong> April<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zwei Arbeiter von Jiasic beschweren sich beim bezirklichen Personalb\u00fcro \u00fcber die \u201c18 Verbote\u201d, sie erinnern sich: \u201cDie Leute vom Personalb\u00fcro wirkten wie alte Bekannte und meinten ganz genervt: Wie, schon wieder die Jiasic Fabrik? Vor zwei Tagen erst wurde die Fabrik kontrolliert und ihr kommt schon wieder mit Beschwerden. Die 18 Verbote sind nat\u00fcrlich wiederrechtlich, das Unternehmen hat bereits zugesagt, keine Geldstrafen festzusetzen. Was die \u00dcberstunden angeht, so werden es in Zukunft\u00a0 nicht als drei pro Tag sein.\u201d<\/p>\n<ol start=\"26\">\n<li><strong> April<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Personalmanager von Jiasic beklagt sich in der betriebseigenen Chatgruppe mit \u00fcber 1200 Besch\u00e4ftigten \u00fcber vier sogenannte Unruhestifter unter den Besch\u00e4ftigten. Er nennt Yu Juncong mit vollem Namen und drei weitere, die bereits nicht mehr bei Jiasic arbeiten, und ruft die Gruppe auf, Informationen und Vorschl\u00e4ge zu sammeln, um zu verhindern, dass es zu Arbeitskonflikten kommt.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Mai<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Yu Juncong stellt beim Kangci Personalb\u00fcro einen Antrag auf ein Schlichtungsverfahren.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Mai<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Morgens gegen 10 Uhr wird Yu Juncong vom Leiter des Warenlagers Rong Zhengzhi aufgehalten und beschimpft, gefilmt und geschlagen. Rong behauptet nachher, da Yu Juncong mit dem Handy gespielt habe, habe er das Handy nehmen und selbst sehen wollen und dabei Yu Juncongs Hand ber\u00fchrt. Dabei sei das Handy auf den Boden gefallen.<\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li><strong> Mai<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mi Jiuping und 27 weitere Kollegen gehen gemeinsam zum \u00f6ffentlichen Personalb\u00fcro und zum B\u00fcro des Allchinesischen Gewerkschaftsbundes im Bezirk Pingshan, um einen gemeinsam unterzeichneten Beschwerdebrief einzureichen. Der Bezirksvertretung der Gewerkschaft ist bekannt, dass es in der Jiasic Technology keine Gewerkschaftsgruppe gibt, und sie dr\u00fcckt explizit ihre Unterst\u00fctzung zur Gr\u00fcndung einer Betriebsgewerkschaft aus. Demgegen\u00fcber lautet die Antwort des Personalb\u00fcros: \u201cEin Unternehmen darf sowohl Geldstrafen festsetzten als auch Regeln aufstellen, so lange der \u00fcbrigbleibende Restlohn den gesetzlichen Mindestlohn von 2130 RMB nicht unterschreitet. Da m\u00fcsst ihr auch gar keine weiteren Meinungen einholen. Warum macht ihr euch soviele Gedanken? Arbeiter machen gerne \u00dcberstunden. Ihr k\u00f6nnt doch selber w\u00e4hlen, ob ihr \u00dcberstunden machen wollt oder nicht! Unternehmen haben das Recht, den F\u00fchrungsstil frei zu w\u00e4hlen, das \u00f6ffentliche Personalb\u00fcro kann sich da nicht einfach einmischen!\u201d Am Abend erh\u00e4lt Yu Juncong eine Nachricht der Peronalmanagerin Go Liqun, er sei wegen drei Fehltagen fristlos entlassen. Yu Juncong entgegnete, er habe zwei Ruhetage und einen Tag Urlaub beantragt, der vom Teamleiter genehmigt worden sei, daher stimme er der K\u00fcndigung nicht zu.<\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li><strong> Mai<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gegen 8:30 Uhr wird Yu Juncong von der Personalabteilung die schriftliche K\u00fcndigung wegen drei Fehltagen \u00fcbergeben.<\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> Mai<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Qiu Gourong und Yu Juncong werden telefonisch zur Polizeistation Yanziling durch den Polizisten Liu Yingkun f\u00fcr die Feststellung ihrer Personendaten vorgeladen. Aufgrund der schlechten Behandlung durch die Polizisten reichen die beiden Beschwerde ein, aber die Polizisten weisen dies ab und entgegnen, die anderen h\u00e4tten sich schlecht verhalten.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Juni<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mi Jiuping und Kolleginnen reichen den Antrag auf Gewerkschaftsgr\u00fcndung \u201cAntrag f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines Gewerkschaftskomitees bei der Jiasic Technology AG\u201d (nachfolgend Antrag) ein. Aber die gewerkschaftliche Bezirksvertretung lehnt mit der Begr\u00fcndung ab, es fehle der Stempel der Jiasic Technology. Es gebe keinen rechtlichen Anspruch auf die Gr\u00fcndung einer Gewerkschaft, die Arbeiterinnen w\u00fcrden daf\u00fcr die Erlaubnis seitens des Unternehmens ben\u00f6tigen.<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> Juni<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mi Jiuping und Liu Penghua ersuchen die Genehmigung des Antrags durch das Management von Jiasic, aber dieses lehnt ab. Sie wenden sich wieder an die Gewerkschaftsvertretung, die jedoch sehr trocken reagiert. Erst drei Tage sp\u00e4ter gibt es eine Stellungnahme: Die Arbeiterinnen k\u00f6nnen Vertreter w\u00e4hlen, aber erst wenn der Antrag von mindestens 100 unterst\u00fctzt wird, d\u00fcrfen sie eine Versammlung einberufen und \u00fcber die Gewerkschaftsgr\u00fcndung entscheiden. W\u00e4hrenddessen haben Mi Jiuping und andere viele Ausk\u00fcnfte bei der Gewerkschaftsvertretung eingeholt, wie beispielsweise was man tun kann, wenn das Unternehmen zum Gegenangriff ansetzt: Wenn das Unternehmen aufgrund der Gewerkschaftsgr\u00fcndung, absichtsvoll und widerrechtlich K\u00fcndigungen aussprechen w\u00fcrde, dann, so das Vertretungsb\u00fcro ausdr\u00fccklich,<\/p>\n<p>k\u00f6nne es die Unternehmensstelle verwarnen. Wie erwartet setzte die Unternehmerseite die Daumenschrauben an, sobald die Vorbereitungen zur Gewerkschaftsgr\u00fcndung bekannt wurden. Guo Liqun, Personalmanager bei Jiasic, versuchte Anfang Juli Mi Jiuping zu bedrohen: \u201cEntweder wirst du auf einen anderen Posten versetzt, oder wir k\u00fcndigen dir.\u201d Mi Jiuping hat sich daraufhin sofort schriftlich an die Gewerkschaftsvertretung von Shenzhen gewendet und Unterst\u00fctzung erbeten. Er erhielt rasch einen Anruf, in dem die st\u00e4dtisch Gewerkschaftsvertretung klar stellte, dass eine Gewerkschaftsgr\u00fcndung erlaubt sei und falls dies zu einer K\u00fcndigung f\u00fchre sollte, die Gewerkschaftsvertretung eingreifen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Anfang Juli<\/strong><\/p>\n<p>Die Unternehmensseite bedroht Mi Jiuping, dass er gek\u00fcndigt wird, wenn er ungenehmigten Urlaub nimmt.<\/p>\n<p><strong>10.-11. Juli<\/strong><\/p>\n<p>Mi Jiuping und Kolle gen folgen den Empfehlungen der Bezirksgewerkschaftsvertretung und sprechen mit ihren Kolleginnen im Wohnheim \u00fcber die Gewerkschaftsgr\u00fcndung. Innerhalb von zwei Tagen unterschreiben 89 Jiasic Arbeiterinnen und Arbeiter den Antrag auf Gewerkschaftsgr\u00fcndung.<\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Sobald die Unternehmensseite realisiert, wie entschlossen die Arbeiter an der Gewerkschaftsgr\u00fcndung arbeiten und wie schnell sie diese vorantreiben, setzt sie zum Gegenschlag an. Das Management verbreitet Verleumdungen gegen Mi Jiuping, dieser w\u00fcrde im Namen des Feuerschutzes Arbeiterinnen und Angestellte betr\u00fcgen und so zum Unterschreiben verleiten. Des weiteren werden Unterzeichnerinnen unter Druck gesetzt, ihre Unterschriften zur\u00fcckzuziehen, andernfalls w\u00fcrden ihnen keine \u00dcberstunden (und \u00dcberstundenzulagen) mehr gew\u00e4hrt. Mi Jiuping und andere wehren sich dagegen mit einem offenen Brief \u201cOffener Brief der Jiasic Arbeiter und Arbeiterinnen, die eine Gewerkschaft f\u00fcr alle gr\u00fcnden wollen\u201d. Am selben Abend wird Mi Jiuping vom stellvertretenden Direktor von Jiasic beschimpft. Der anwesende stellvertretende Vorsitzende der Bezirksgewerkschaftsvertretung Huang Jianxun greift nicht ein, sondern missbraucht seine Amtsmacht und verdreht seine fr\u00fcheren Aussagen ins Gegenteil: Mi Jiupings Gewerkschaftsgr\u00fcndung sei illegal. Ferner m\u00fcsse er entsprechend dem Wunsch der Unternehmensleitung eine schriftliche Entschuldigung abgeben. Die Gr\u00fcndung eine Gewerkschaft habe keine Unterst\u00fctzung seitens der Bezirksgewerkschaftsvertretung.<\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mi Jiuping wendet sich an die st\u00e4dtische Gewerkschaftsvertretung von Shenzhen mit der Forderung, das Unternehmen m\u00fcsse eine \u00f6ffentliche Entschuldigung schreiben. Er fordert, dass sich alle Ebenen der Gewerkschaftsvertretung professionell verhalten und die gesetzlichen Rechte verteidigen. Ferner verlangt er, dass die Gewerkschaftsstellen die Gr\u00fcndung der Betriebsgewerkschaft unterst\u00fctzen.<\/p>\n<ol start=\"16\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Liu Penghua wird ohne Grund vom Management in einen andere Werkhalle versetzt und sp\u00e4ter von zwei unbekannten M\u00e4nnern angegriffen und vom Fabriksgel\u00e4nde geworfen. Die beiden Unbekannten wurden anschlie\u00dfend in einem Firmenwagen vom Gel\u00e4nde chauffiert. Als Liu die Polizei einschaltet, ignorieren sie seine Verletzungen und nehmen ihn auf die Wache mit. Kolleginnen folgen ihm dorthin. Er wird erst gegen Mitternacht wieder freigelassen.<\/p>\n<ol start=\"18\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der zweite Akt des weltersch\u00fctternde Kampf der Shenzhener Arbeiter um die Gewerkschafsgr\u00fcndung beginnt. Mittags im Julonghua Parteib\u00fcro des Pingshan Bezirks trifft sich der Bezirksgewerkschaftsleiter Xie Zhihai erneut mit Mi Jiuping und verlangt von ihm, sich schriftlich bei Jiasic zu entschuldigen, und erkl\u00e4rt, dass die Gewerkschaftsgr\u00fcndung in keiner Verbindung zur Bezirksgewerkschaftsvertretung stehe. Am Nachmittag wird Mi Jiuping ebenfalls in eine andere Halle versetzt, aber lehnt ab. Daraufhin weist\u00a0 Zhu Xiaohuan, ein h\u00f6herer Manager, etliche inoffizielle Wachleute an, ihn gewaltsam vom Gel\u00e4nde zu entfernen. Sp\u00e4ter wird ein weiterer Arbeiter, Song Yao, gew\u00fcrgt und vom Manager Ouyang Suoming bedroht. Abends wird auch Song gefeuert.<\/p>\n<ol start=\"20\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gegen 7:40 Uhr versuchen die entlassenen Arbeiter wie \u00fcblich wieder auf Arbeit zu gehen, aber als sie das Werksgel\u00e4nde betreten wollen, werden sie erst von Wachleuten wieder vom Gel\u00e4nde geworfen und gegen 10:30 Uhr von der Polizei angegriffen und dann abgef\u00fchrt. Mittags gehen etwa 20 Arbeiterinnen und Unterst\u00fctzer zur Polizeiwache und protestieren. Um 16:30 kommt eine vollbewaffnete Polizeitruppe, kesselt die Protestierenden ein und nimmt auch sie in Gewahrsam. Nicht wenige wurden dabei verletzt. Diese Verhaftungen werden als \u201c20. Juli-Pingshan-Vorfall\u201d bekannt und in den darauffolgenden Tagen explodieren f\u00f6rmlich die Solidarit\u00e4tsbekundungen online und Dutzende Unterst\u00fctzerinnen aus der Region fahren nach Pingshan. Unter ihnen ist auch Shen Mengyu, die Sun-Yat-Sen Universit\u00e4tsabsolventin, die drei Jahre in einer Autozulieferfabrik in Guangzhou gearbeitet hatte und als Arbeitervertreterin vom Management gefeuert wurde. Sie gr\u00fcndet kurz darauf mit anderen zusammen die zentrale Unterst\u00fctzergruppe vor Ort.<\/p>\n<p><strong>Teil II (hinzugef\u00fcgt am 03. September 2018)<\/strong><\/p>\n<ol start=\"21\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gegen 2:30 Uhr nachts werden f\u00fcnf Arbeiter aus der Shijing Polizewache freigelassen, f\u00fcnf weitere werden noch auf der Wache festgehalten. Gegen 7 Uhr morgens beginnen Arbeiterinnen \u00fcber soziale Medien zur Unterst\u00fctzung aufzurufen. Am Vormittag ruft Shen Mengyu dazu auf, die Polizeiwachen verst\u00e4rkt anzurufen, und zu fragen, was mit den Verhafteten passiert. Mittags bereits wird das Foto von Yu Juncong, Mi Jiuping, Liu Penghua und zwei weiteren Arbeitern vor der Yanziling Polizeiwache \u00fcber zahlreiche soziale Medien verbreitet. Die Arbeiter befinden sich jedoch immer noch auf der Wache, sie werden erst gegen 14:30 freigelassen. Am Nachmittag schreibt Mi Jiuping eine Nachricht an die Unterst\u00fctzer-Chatgruppe \u201cOffener Brief an alle Onlinefreunde, an alle Arbeiterbr\u00fcder und -schwestern\u201d. Darin beschreibt er, wie er am 18. Juli vom Wachschutz vom Fabrikgel\u00e4nde geworfen wurde, wie er gefeuert wurde, geschlagen, verletzt, beleidigt und von der Polizei auf die Wache geschleppt wurde. \u201cJetzt sind alle verhafteten Kolleginnen und Kollegen wieder frei, aber die Sache ist noch nicht zu Ende. Denn wir, die eine Gewerkschaftsgruppe gr\u00fcnden wollen, werden zusammengeschlagen, verleumdet, an uns wird Rache ge\u00fcbt, auf uns werden Schl\u00e4ger gehetzt und wir werden abgef\u00fchrt, all das ist noch nicht gekl\u00e4rt. Wir werden weiter aktiv und gemeinsam gegen diese Angriffe k\u00e4mpfen und wir hoffen, dass mehr und mehr Online-Freunde und Arbeiterbr\u00fcder und -schwestern uns dabei unterst\u00fctzen.\u201d Sp\u00e4ter leitet Mi den offenen Brief an die Chatgruppe zur Gewerkschaftsgr\u00fcndung unter dem Titel weiter \u201cDie chinesische Arbeiterklasse steht auf! Kann Mao Zedong das sehen?\u201d<\/p>\n<p>Abends werden die Nachrichten und die Stimmen der Arbeiter von verschiedenen Blogs weiterverbreitet.<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nachmittags bis in den Abend hinein versammeln sich Leute vor der Polizeiwache und protestieren gegen die Polizeigewalt und die Kollaboration der Polizei mit Schl\u00e4gertrupps. Sie fordern die Verfolgung und Bestrafung der Gewaltt\u00e4ter. Etwa 30 Unterst\u00fctzerinnen kommen hinzu und gemeinsam werden Reden gehalten und den Umstehenden die Vorf\u00e4lle und Forderungen erkl\u00e4rt. Erst am Abend stellt sich ein Polizeichef der Menge und erkl\u00e4rt, erst in drei Tagen, also am 26. um 10 Uhr morgens zu den Vorf\u00e4llen Stellung nehmen zu k\u00f6nnen. In den folgenden f\u00fcnf Tagen wiederholen die Jiasic-Arbeiter aus der Gewerkschafsgr\u00fcndungsgruppe und Unterst\u00fctzerinnen gegen\u00fcber der Jiasic Technology ihre Forderungen, sie wollen wieder arbeiten, eine Gewerkschaft gr\u00fcnden, Lohnerh\u00f6hung, Verbesserung der Zusatzleistungen u.a. Weitere Unterst\u00fctzer und Maoisten rufen im Internet dazu auf, nach Shenzhen zur Yanziling Polizeistation zur Unterst\u00fctzung zu kommen.<\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Jiasic Technology Manager Guo Liqun, Ji Hongpo und Zhang Zhiying besprechen im Bezirksgewerkschaftsb\u00fcro \u00fcber eine unternehmenseigene Gewerkschaft und k\u00fcndigen dies ganz offen \u00fcber verschiedene soziale Medien an. Petition von Jiasic Arbeitern Mi Jiuping, Liu Penghua, Song Yao, Yu Juncong, Kuang Hengshu, Zhang Baoyan und Chen Zhongge an das Personalb\u00fcro der Stadt Shenzhen, das Sicherheitsb\u00fcro, den Wohnungsfond und die shenzhener Vertretung des Allchinesischen Gewerkschaftsverbands. Sie fordern, dass die Polizei die \u00dcbergriffe aufkl\u00e4rt und die Opfer entsch\u00e4digt und sich entschuldigt, und weiter fordern sie Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Gewerkschaftsgr\u00fcndung und die R\u00fccknahme der K\u00fcndigungen.<\/p>\n<p>Englisch:\u00a0<a href=\"http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\">http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\u00a0<\/a><\/p>\n<ol start=\"24\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Morgens um 7:20 kommen die entlassenen Arbeiterinnen wieder zum Werkstor und verlangen, an ihren Arbeitsplatz gelassen zu werden. Aber diesmal werden sie nicht nur vom Wachschutz aufgehalten, die Werksleitung hat mindestens 28 Personen in Arbeitskleidung zum Tor bestellt, um gegen die Arbeitsaufnahme der Entlassenen zu demonstrieren. Sie halten ein Banner mit der Aufschrift \u201cHaut ab, St\u00f6renfriede!\u201d und schreien im Chor \u201cJiasic ist mein Zuhause, ich liebe es\u201d. Die abgewiesenen Arbeiter decken auf, dass die Demonstranten alles Team- und Abteilungsleiter und sogar Manager sind. Sogar der Vice von Jiasic, Xia Ruyi, der Chef der Personalverwaltung Ji Hongpo, der Chef der Personalabteilung Zhou Wei, der Werkstattleiter Ouyang Junming und andere haben sich Arbeitskleidung angezogen, um das Tor gegen die Entlassenen zu verteidigen. Am Abend geben die Arbeiterinnen bekannt, dass ihre Aktion, die Arbeit wieder aufzunehmen, gescheitert ist, aber dass sie so leicht nicht aufgeben werden.<\/p>\n<ol start=\"25\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am Abend l\u00e4dt der Chef von Jiasic alle Fabrikarbeiter zum Essen in ein Restaurant ein.\u00a0 Die Arbeiteraktivisten erfahren davon und mischen sich unter die Essenden, sie rufen ihre Kolleginnen zur gemeinsamen Gewerkschaftsgr\u00fcndung auf und verteilen Flugbl\u00e4tter. Aber sehr schnell werden sie vom Restaurantchef entdeckt und vor die T\u00fcr gesetzt.<\/p>\n<ol start=\"26\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am Morgen versuchen sieben Entlassene wieder um 7:20 das Fabrikgel\u00e4nde zu betreten und zur Arbeit zu gehen. Sie werden wieder geschlagen, ihre Handies werden ihnen weggenommen und sie werden von Wachleuten auf Anweisung von Managern festgesetzt. Als Arbeiter die Polizei rufen schreitet diese nicht nur nicht ein, sondern versucht auch die Arbeiterinnen abzuf\u00fchren. Unter den Befragungen der Arbeiter gibt der Polizeichef schlie\u00dflich zu: \u201cEinfache Leute und Chefs werden nicht gleich behandelt, Chefs kommen in unsere klimatisierten B\u00fcros, Arbeiterinnen und Angestellte kommen auf die Wache.\u201d W\u00e4hrend die Gewerkschaftsgr\u00fcnderinnen und ihre Unterst\u00fctzer vor dem Werkstor bleiben und auf das Schichtende ihrer Kolleginnen warten, versammeln die Manager die Besch\u00e4ftigten auf dem Werkhof, weitab des Tors, und weisen sie an, sich an keinen Aktionen zu beteiligen. Sie sollten an ihre Eltern und an ihre eigene Zukunft denken. Am Nachmittag gegen f\u00fcnf nimmt der Sekret\u00e4r der Yanziling Polizeiwache Stellung zu den Vorf\u00e4llen am 20. August. Seine Version lautet: Einige Arbeiter h\u00e4tten \u201cw\u00e4hrend der Sto\u00dfzeit den Weg zur Fabrik f\u00fcr eine Stunde blockiert, Schilder hochgehalten, laut gerufen und die Arbeitsordnung gest\u00f6rt.\u201d Da sie den Ermahnungen der Polizei nicht Folge geleistet h\u00e4tten, sei die Polizei mit Gewalt eingeschritten, f\u00fcr die kleinen Verletzungen sei sie nicht verantwortlich. Widerrechtliche Gewaltanwendung habe es nicht gegeben. Die Arbeiter sind mit dieser Antwort nicht zufrieden und versammeln sich zum Protest vor der Polizeiwache. Bis abends um 10 Uhr haben bereits \u00fcber 1000 Unterst\u00fctzer, Studierende, fr\u00fchere politische Kader, Linksmaoisten und andere einen Solidarit\u00e4tsaufruf unterzeichnet.<\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Morgens um 7:20 versuchen die Entlassenen zum vierten Mal wieder an die Arbeit zu gehen, aber sie werden am Tor wieder von Managern und Wachleuten aufgehalten. Bald darauf kommen Polizisten von der Pingshan und der Yanziling Wache mit Schildern, kesseln die Arbeiter ein und nehmen Liu Penghua, Kuang Hengshu und andere gefangen. Nachmittags versammeln sich Kolleginnen, Freunde und Verwandte der Festgenommenen vor der Wache. Bis zum Abend werden insgesamt \u00fcber 20 Personen verhaftet. Gegen Ende Juli, w\u00e4hrend der Fall bereits weltweit Aufmerksamkeit genie\u00dft, bringen sich die Gewerkschaftsvertretung der Provinz Guangdong, der Stadt Shenzhen und des Bezirks Pingshan bei der Jiasic Technology ein, um die Gr\u00fcndung einer gesonderten Gewerkschaft voranzutreiben. Mit der Gr\u00fcndung wird ausgerechnet Huang Jianxun beauftragt. Sein Stellvertreter ist passenderweise jener Zhang Zhiying, Investmentmanager bei Jiasic, der mit Unterst\u00fctzung von Schl\u00e4gertruppen am Werkstor von Arbeiterinnen verlangte, sie sollen nachgeben und ihr Vorhaben aufgeben.<\/p>\n<ol start=\"28\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Vormittags machen die Nachrichten von den Verhaftungen von Arbeitern und studentischen Unterst\u00fctzerinnen wie einer 20-J\u00e4hringen Studentin aus Xian die Runde. Es folgen Aufrufe von linken studentischen Gruppen, von Altmaoisten, Linksmaoisten und vielen anderen. Viele Aufrufe m\u00fcnden in folgendem Schlu\u00dfsatz: \u201c Genossen! Kommt bitte nach Shenzhen zur Yanziling Polizeiwache, gemeinsam mit den vorbildlichen Arbeiterinnen von Jiasic, entschlossenen Herzens und ohne Scheu vor Opfern wollen wir der H\u00e4rte trotzen und den Sieg eringen!!!\u201d Am Nachmittag gehen Shen Mengyu, entlassende Arbeitervertreterin aus einer Autofabrik in Guangzhou, und andere zur Polizeiwache und erkundigen sich nach den Gefangenen. Insgesamt sieben von ihnen werden f\u00fcr kurze Zeit festgenommen. Am Abend schreiben die Sprecher der Solidarit\u00e4tsgrupe Jingtang, Gu Zhenghua, Fan Jinggang, Zhang Yaozu, Shi Maixie einen offenen Brief an Tao Yongxin, Parteisekret\u00e4r des Pingshan Bezirks in Shenzhen Party Secretary for Pingshan District, Shenzhen. Der Brief wird von \u00fcber 1.100 Menschen unterst\u00fctzt und ruft zur Unterst\u00fctzung der Jiasic-Arbeiter auf. Sie fordern die Freilassung der Gefangenen, die Aufkl\u00e4rung von und Entschuldigung f\u00fcr die Polizeigewalt, Bestrafung der Gewaltt\u00e4ter und Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Opfer.<\/p>\n<p>Englisch:\u00a0<a href=\"http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\">http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\u00a0<\/a><\/p>\n<ol start=\"29\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Shen Mengyu geht gemeinsam mit anderen Unterst\u00fcztern zur Yanziling Polizeiwache, aber etwa 200 Meter vor der Wache werden sie von Polizisten aufgehalten und umringt. W\u00e4hrend sie Forderungen rufen und singen, wird ein Unterst\u00fctzer von einer unbekannten Person angegriffen. Die Polizisten nehmen den Angreifer zun\u00e4chst mit auf die Wache, sp\u00e4ter stellt sich heraus, das der Unbekannte denselben Namen hat wie der Leiter des \u00f6rtlichen Ordnungsamtes. Sp\u00e4ter teilt die Polizei mit, dass gegen die am 27. Festgenommenen inzwischen wegen Verdacht auf Anstiftung zur Ordnungsst\u00f6rung strafrechtlich ermittelt werde. Am Abend werden die Unterst\u00fctzerinnen von Unbekannten\u00a0 fotografiert, beschimpft und als erste sich entfernen verfolgt und weiter beschimpft. Abends um 21:33 schreibt die Jiasic Technology eine Nachricht an die betriebseigene Chatgruppe und wendet sich gegen die \u201cb\u00f6swilligen Ger\u00fcchte\u201d. Die Besch\u00e4ftigten seien der wertvollste Schatz der Firma, man w\u00fcrde ihre Rechte und Interesse entsprechend den gesetzlichen Bedingungen verteidigen. Man habe Besch\u00e4ftigte wegen Verwicklung in eine Schl\u00e4gerei gek\u00fcndigt und weise die Bezeichnung als \u201cschwarze Fabrik\u201d zur\u00fcck. Seit Mai werde entsprechend den Gesetzen und Regeln an der Gr\u00fcndung einer Gewerkschaftsgruppe gearbeitet. Sp\u00e4ter wurde diese Nachricht aus der Chatgruppe wieder gel\u00f6scht. Weitere Solidarit\u00e4tsaufrufe werden u.a. von Studierenden der Peking Universit\u00e4t, der Renmin Universit\u00e4t in Peking und der Nanjing Universit\u00e4t ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<ol start=\"30\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am Nachmittag gehen Shen Mengyu und 15 weitere Unterst\u00fctzer zur Pingshan Bezirksregierung, wo ihr offener Brief abgewiesen wird. Auf der Stra\u00dfe werden sie von Polizisten umringt und auf die Yanziling Wache gebracht. Nach vier Stunden \u201ckritischer Belehrung\u201d werden sie wieder freigelassen. Am Abend um 21:36 ver\u00f6ffentlich die Pingshan Bezirkspolizeiwache auf Weibo (\u00e4hnlich wie Twitter) eine Stellungnahme zu den Verhaftungen am 27. Juli \u201cetliche wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen die Betriebsordnung Entlassene haben sich vor dem Werkstor versammelt und die Zufahrt behindert\u201d, daraufhin habe die Polizei zur \u201cEinhaltung der Ordnung ermahnt\u201d und einen \u201cgewissen Yu Cong, Lui Hua, Mi Ping und f\u00fcnf weitere, die nicht zum Kooperieren bereit waren\u201d auf die Polizeiwache gebracht. Zum Schlu\u00df betonen sie, dass die Polizei w\u00e4hrend der ganzen Zeit \u201cvorbildlich die Zivilordnung verteidigt\u201d habe. Zwei Stunden sp\u00e4ter wird das von der st\u00e4dtischen Polizeistation von Shenzhen weitergeleitet. Solidarit\u00e4tsaufrufe von Studierenden an drei weiteren Universit\u00e4ten, Xibei Universit\u00e4t f\u00fcr Politik und Recht, Ningxia Universit\u00e4t und Tsinghua Universit\u00e4t, werden ver\u00f6ffentlicht. Auch der feministische Blog\u00a0<em>Herstoria<\/em>, der zuvor \u00fcber Metoo, Sexismus und die Situation von Arbeiterinnen geschrieben hatte, ruft dazu auf, sich den Protesten in Shenzhen anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<ol start=\"31\">\n<li><strong> Juli<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Shen Mengyu und andere posten weitere Solidarit\u00e4tsaufrufe und Berichte \u00fcber die illegalen Gebaren von Jiasic Technology, Shens WeChat-Account wird von Unbekannten attackiert, denen es gelingt, sich einzuloggen. Vormittags kommt der Sprecher der maoistischen Arbeitergruppe aus Zhengzhou nach Shenzhen und trifft sich mit der Solidarit\u00e4tsgruppe. Eine Gruppe von Studierenden zitiert die Landesverfassung und Reden von Xi Jinping und wirft der Polizei von Pingshan und Yanziling Versagen bei der Aufkl\u00e4rung von illegalen Machenschaften und Straftaten gegen Arbeiter vor. Studentische Unterst\u00fctzerinnen weiterer Universit\u00e4ten, Technische Universit\u00e4t Beijing und Sprachenuniversit\u00e4t Beijing, Harbin Universit\u00e4t, Heilongjiang Institut f\u00fcr Marxismus u.a. rufen zur Solidarit\u00e4t auf.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am Morgen organisiert der Hong Konger Gewerkschaftsverband eine Protestkundgebung vor der chinesischen Vertretung in Hong Kong. Vormittags gibt die Solidarit\u00e4tsgruppe bekannt, dass am Vorabend zwei Spitzel aufgedeckt wurden. Am Abend wendet sich die Soli-Gruppe an die Familien der verhafteten Arbeiter und listet insgesamt 28 Namen von Festgenommenen auf. Sie rufen \u00f6ffentlich auf, Geld f\u00fcr die Anwaltskosten der Festgenommen zu spenden. Studentische Unterst\u00fctzerinnen der Sun Yan-Sen Universit\u00e4t aus Guangzhou schlie\u00dfen sich an, es ist die zw\u00f6lfte Universtit\u00e4t, von der aus ein Solidarit\u00e4tsappel ver\u00f6ffentlich wird. Unter dem wachsenden Druck installiert die Jaisic Technology ein Komitee zur Gr\u00fcndung einer Betriebsgewerkschaft. Seit ihrer Gr\u00fcndung 2005 hatte die Jaisic Technology stets die Gr\u00fcndung einer Gewerkschaftsgruppe verhindert, doch jetzt \u00fcbernehmen Manager die Installierung einer gelben Gewerkschaft. In den folgenden Tagen und Wochen werden online zahllose Unterst\u00fctzungsaufrufe und Appell ver\u00f6ffentlich, nach Shenzhen in den Pingshan Bezirk zur Unterst\u00fctzung der Arbeiter und Inhaftierten zu kommen. Es gibt viele informelle Versammlungen und Proteste. In der Folge werden wir nur die wichtigsten hervorheben.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Anwalt der verhafteten Arbeiterinnen besucht seine Mandanten, insgesamt 29, einschlie\u00dflich Yu Juncong und Mi Jiuping, denen es den Umst\u00e4nden entsprechend nicht schlecht geht. Mi Jiuping soll einen Reuebrief schreiben, aber stattdessen schreibt er das Gedicht \u201cIch und Wir\u201d: \u201cIch stehe auf einem H\u00fcgel, und schaue in die Ferne auf die gr\u00fcne Bergkette, \u00fcber denen der rote Tag beginnt. \/\u00a0 Ich stehe am Ufer des gro\u00dfen Flusses, lasse meine Augen \u00fcber das Wasser gleiten. Die Wellen rollen und galoppieren ohne Rast. \/\u00a0 Ich kreise \u00fcber den Menschen, schweigend \u00fcber das Umland hinaus. Ich verliere die Elternliebe, die Partnerliebe, ich verliere alles und alles ist f\u00fcr mich verloren. \/\u00a0 In der Zukunft werde ich Eltern-, Freundes und Partnerliebe gewinnen, in der Zukunft werde ich es ganz haben, werde ich alles haben \u2013 nicht heute, und nicht in der nahen Zukunft. Ich bin nicht ich, bin ich und wir.\u201d (Mi Jiuping, aus dem Gef\u00e4ngnis). Nach Feierabend organisiert die Solidarit\u00e4tsgruppe Versammlungen mit Arbeitern aus der Nachbarschaft, auf denen die Ereignisse berichtet und diskutiert werden. Die meisten sprechen sich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Verhafteten und ihrer Forderungen nach Gewerkschaftsgr\u00fcndung aus. Die Zahl der Universit\u00e4ten, von denen aus Studierende Solidarit\u00e4tsaufrufe schicken, w\u00e4chst auf 17 an.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Morgens verbreitet Shen Mengyu eine Videonachricht aus Huizhou. Darin berichtet sie, dass ihre Eltern nach Shenzhen gekommen sind, sie sofort sehen wollen und einen ihr unbekannten Onkel mitgebracht haben. Sie hat das Gef\u00fchl, dass \u00fcble M\u00e4chte mit im Spiel sind und schlie\u00dft mit dem Aufruf: \u201cWenn ich spurlos verschwinden sollte, dann wegen bestimmter M\u00e4chte. Solidarit\u00e4tsgruppe, falls ich pl\u00f6tzlich weg bin, macht das sofort bekannt und wendet euch an die Polizei.\u201d Mittags berichtet das Onlinemagazin Pionier der Zeit, dass sich unter den festgenommenen Arbeitern auch das Ehepaar Lizhan und Zhang Zeying befinden, die einen f\u00fcnf Monate alten S\u00e4ugling haben. Nach dem chinesischen Recht d\u00fcrfen Schwangere und stillende M\u00fctter nicht von S\u00e4uglingen bis zur zweiten Woche nicht in Polizeigewahrsam genommen werden. Sie fordern die sofortige Freilassung der jungen Eltern.<\/p>\n<p><strong>Teil III (hinzugef\u00fcgt am 07. September 2018)\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Vier Sprecher der an Staublunge erkrankten fr\u00fcheren Shenzhener Bauarbeiter aus Hunan kommen nach Shenzhen. Abends treffen sie sich mit Arbeiterinnen von Jiasic und Unterst\u00fctzern und bekr\u00e4ftigen den Wunsch, k\u00fcnftig gemeinsam f\u00fcr die Rechte und Interessen der Arbeiterinnen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zwei freigelassene Arbeiter berichteten online, wie sie im Polizeigewahrsam von W\u00e4rtern herabw\u00fcrdigend behandelt wurden und auch nach der Freilassung weiterhin von Polizisten auf offener Stra\u00dfe verfolgt und bel\u00e4stigt werden. Sie h\u00e4tten vor den W\u00e4rtern niederknien m\u00fcssen, h\u00e4tten keinen Ort zum Schlafen gehabt und h\u00e4tten den W\u00e4rtern die Schuhe putzen m\u00fcssen. Andere Arbeiter berichten sp\u00e4ter einer Journalistin von Reuters gegen\u00fcber, sie h\u00e4tten sich nackt ausziehen und vor einer Gruppe von 40 Insassen springen und tanzen m\u00fcssen. Ein anderer Arbeiter erz\u00e4hlte, dass er nach seinen sexuellen Erfahrungen befragt wurde und ihm ein Apfel in Form einer Vagina gegeben und er gezwungen wurde, vor 50 anderen H\u00e4ftlingen Oralsex an dem Apfel nachzuspielen. Ein Dritter wurde von einem Polizisten solange gew\u00fcrgt, bis er nachgab und sein Telefon entsperrte. Als die Teilnehmerinnen der Solidarit\u00e4tsgruppe abends in ihre kurzfristig angemietete Wohnung zur\u00fcckkehren, werden sie vom Vermieter erwartet. Dieser verlangt von ihnen, sie sich umgehend alle mit ihren Ausweisen bei der \u00f6rtlichen Polizeiwache anzumelden, andernfalls drohe ihm Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Insgesamt fast 60 freigelassene Arbeiterinnen und Unterst\u00fctzer gehen zum Yanziling Platz und halten Reden \u00fcber die Vorf\u00e4lle. Sie tragen alle das frisch gedruckte T-Shirt mit der Zeichnung der f\u00fcnf Jasic-Arbeitern und der Aufschrift \u201cDie unerschrockenen Jasic-Arbeiter nehmen ihr Schicksal in die eigenen H\u00e4nde und gr\u00fcnden eine Gewerkschaft\u201d. Die Solidarit\u00e4tsgruppe in Henan sendet einen offenen Solidarit\u00e4tsbrief an das Parteikomitee der Provinz. Der Brief tr\u00e4gt von 222 Unterschriften von alten Parteimitgliedern, alten Kadern, Arbeitern, Reservisten, Arbeitslosen, Rentnern und ehemaligen leitenden Parteikadern.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Einige Angeh\u00f6rige der verhafteten Arbeiterinnen besuchen die Solidarit\u00e4tsgruppe und besprechen die Lage der Familien. Der Vater von Yu Juncong sagt zu den Vorw\u00fcrfen gegen seinen Sohn: \u201cWas soll das, die Polizei schl\u00e4gt meinen Sohn, und das soll legal sein, und mein Sohn schl\u00e4gt zur\u00fcck und ist ein Straft\u00e4ter? Mein Sohn hat nichts falsch gemacht!\u201d Abends organisiert die Solidarit\u00e4tsgruppe Reden, Singen und kleine Theaterst\u00fccke.<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Obwohl die Solidarit\u00e4tsgruppe innerhalb sehr kurzer Zeit sehr viele Spenden f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und die Anwaltskosten der verhafteten Arbeiter sammeln konnte, \u00fcbersteigen die erwarteten Kosten f\u00fcr die Verteidigung der 14 weiterhin Inhaftierten die bereitstehenden Gelder um das zehnfache. Der Spendenappell wird daher wiederholt und bekr\u00e4ftigt. Die freigelassenen Arbeiter drehen gemeinsam mit den Unterst\u00fctzerinnen ein kurzes Video.<\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Solidarit\u00e4tsgruppe ver\u00f6ffentlicht einen Brief von Lan Zhiwei anl\u00e4sslich der andauernden Inhaftierung ihrer Freundin und Kollegin Aying, deren f\u00fcnf Monate alter S\u00e4ugling noch in der Stillzeit ist. Hier in Ausz\u00fcgen: \u201c<em>Ich m\u00f6chte euch allen mitteilen, sie ist nicht nur ein Opfer, vielmehr hat sie einen st\u00e4hlernen Willen, ein warmes Herz und eine herzliche und respektierte Arbeiterin. Aying wuchs in einem der \u00e4rmsten Bezirke in Guizhou in den Bergen auf und als sie als Kind schwer erkrankte, gab es kein Geld f\u00fcr \u00e4rztliche Behandlung, daher hat sie noch heute einige k\u00f6rperliche Beeintr\u00e4chtigungen und einen unsicheren Gang. Aber trotzdem ist sie keineswegs selbstmitleidig, sondern extrovertiert, entschlossen und optimistisch. Jedes Mal, wenn wir alle gemeinsam ausgegangen sind, dann l\u00e4uft sie lachend in der Mitte und tr\u00e4gt eine riesige Tasche mit voller Leckereien wie Toufustreifen, getrocknetes Kombu oder H\u00fchnerf\u00fcsse. Sie geht ein bisschen wackelig und manchmal machen wir uns deswegen Sorgen, aber dann lacht sie einfach und ruft uns zu: \u201cIch f\u00fchre halt die Nachhut voran\u201d. \u2026 Sie lacht sehr viel und doch geht es ihr wie uns allen Hunderten Millionen Wanderarbeiterinnen, dieselbe Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. Als w\u00e4re es nicht genug, dass ihr die Armut k\u00f6rperliche Sch\u00e4digungen und k\u00e4rgliches Essen geschenkt hat, sie hat auch mit Mitte Zwanzig ein Schwei\u00df und Blut treibendes Leben. Mit 15 Jahren ist sie aus ihrem Heimatbezirk in Guizhou weg, hat sich alleine durchgeschlagen und viele Erniedrigungen ertragen. Als sie vor zehn Jahren nach Shenzhen kam wurde sie von zwielichtigen Arbeitsvermittlern um viel Geld betrogen und war gezwungen auf der Stra\u00dfe oder in K\u00fcbeln auf Baustellen schlafen. \u201cWei\u00dft du, damals wurde ich \u00fcberall von M\u00fctzen zerstochen. Die haben sogar auf einen angeschwollenen Stich noch oben einen draufgesetzt.\u201d \u2026 Letztes Jahr auf dem Weg zur Arbeit stie\u00df sie auf einen morgendlichen Essensstand an der Stra\u00dfe, den das Ordnungsamt gerade abr\u00e4umen wollten. Die Beamten wollten sogar die K\u00fcchenutensilien einstecken. Der Verk\u00e4ufer flehte sie an und hielt sie noch am Beim. Aying sprang sofort dazwischen, fotografierte den \u00dcbergriff und ver\u00f6ffentlichte die Bilder sofort im Internet. Die Ordnungsw\u00e4chter wollten sie n\u00f6tigten, alles wieder zu l\u00f6schen, aber sie brachte sie dazu, sich zu entschuldigen. Am Ende haben die Beamten die Polizei gerufen und Aying wurde f\u00fcr einige Stunden mitgenommen. \u201cSie lie\u00dfen mich alles wieder l\u00f6schen! Sie erniedrigen uns Arbeiter, wie kann ich mir das ansehen!\u201d Aber dann lacht sie auch wieder, \u201cSchlie\u00dflich konnten die nicht anders und mussten die Kochutensilien wieder rausgeben.\u201d Dieses Mal, als Yu Jungcong, Liu Penghua, Mi Jiuping und 20 andere f\u00fcr die Gewerkschaftsgr\u00fcndung verhaftet wurden, z\u00f6gerte sie nicht und schrieb sofort einen Appel \u201cShenzhen Pingshan Arbeiter rufen die ganze Gesellschaft um Unterst\u00fctzung auf\u201d und zeigte die \u00fcblen Machenschaften der Firma und der Polizeigewalt auf.<\/em>\u201d\u2026<\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Solidarit\u00e4tsgruppe \u00fcbergibt der Pingshan Polizeiwache einen offenen Brief mit der Forderung, das illegale Vorgehen von Polizisten zu untersuchen und den Arbeiterinnen gesetzlichen Rechtschutz zu garantieren. Nach vielen Stunden gibt die Wache bekannt, sieben Tage sp\u00e4ter auf den Brief zu antworten.<\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die ehemalige Studentin und Arbeiteraktivistin Shen Mengyu, Unterst\u00fctzerin der ersten Stunde und Koordinatorin der Spendenkampagne und des anwaltlichen Rechtsschutzes f\u00fcr die Inhaftierten, wird Huizhou, der Nachbarstadt von Shenzhen, von Unbekannten entf\u00fchrt. Es fehlt jede Spur von Shen Mengyu. Erst zehn Tage sp\u00e4ter taucht ein Brief von ihr auf, in dem sie beschreibt, wie die Polizei und nationalen Sicherheitsbeh\u00f6rden ihre Verwandten gezwungen haben, die Entf\u00fchrung gemeinsam mit den Beh\u00f6rden einzuf\u00e4deln. Ein weiterer Unterst\u00fctzer, Xiao Hu wird ebenfalls entf\u00fchrt.<\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Linke Studierende der Peking Universit\u00e4t, Nanjing Universit\u00e4t, Beijing Sprachenuniversit\u00e4t, Beijing Technischen Universit\u00e4t, Nanjing Universit\u00e4t f\u00fcr chinesische Medizin und weitere der namhaftesten Universit\u00e4ten des Landes, insgesamt \u00fcber zehn, schlie\u00dfen sich mit der Solidarit\u00e4tsgruppe zusammen.<\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Xiao Li, Mitglied der Solidarit\u00e4tsgruppe, wird von seinem Vater und der Polizei mit Gewalt vertrieben. Als dies der Polizei gemeldet wird, ignorieren sie dies nicht nur, sondern nehmen auch noch neun weitere Genossen fest. Erst am Abend um 9 Uhr und nach Protesten werden die Festgenommenen wieder freigelassen.<\/p>\n<ol start=\"16\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>60 alte Kader und Genossen ver\u00f6ffentlichen \u201cDies ist ein Fall f\u00fcr den Rechtsstaat \u2013 Offener Brief an das Zentralkomitee und die Parteikomitees von Guangdong und Shenzhen\u201d.<\/p>\n<ol start=\"18\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Eltern suchen die Wohnung der Solidarit\u00e4tsgruppe auf, um zu intervenieren. Das Gruppenmitglied Xiao Bao wird w\u00e4hrend einer gemeinsamen Kundgebung vor Umstehenden von ihrem Vater geohrfeigt.<\/p>\n<ol start=\"20\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Mitglied der Solidarit\u00e4tsgruppe Xiaoyu berichtet in einer Videonachricht von der Gewalt, mit der ihr Vater sie von der Unterst\u00fctzung der Jaisic-Arbeiterinnen abhalten will. Aber sie ist emp\u00f6rt, weist auf die Einfl\u00fcsse der finsteren M\u00e4chte im Hintergrund hin und bekr\u00e4ftigt ihren Entschluss weiterzumachen. Familienangeh\u00f6rige der verhafteten Arbeiter drehen ein Video gemeinsam mit der Solidarit\u00e4tsgruppe, rufen zur Unterst\u00fctzung der legitimen Forderungen auf und appellieren and die Eltern, sich nicht auf die Seite der finsteren M\u00e4chte ziehen zu lassen und ihre Kinder nicht zu schlagen. Am selben Tag wird in der Jasic Technology die erste Versammlung zur Wahl von neun Gewerkschaftsvertretern einberufen. Und wer leitet die Versammlung? Offensichtlich hat das Management nun die Organisierung der Belegschaft \u00fcbernommen.<\/p>\n<ol start=\"21\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der am 11. August entf\u00fchrte Xiao Hu bricht aus dem Hausarrest aus und schlie\u00dft sich wieder der Solidarit\u00e4tsgruppe an. F\u00fcnf weitere Studierende Peking Universit\u00e4t treten der Gruppe ebenfalls bei.<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Beijinger Solidarit\u00e4tsgruppe \u00fcbergibt gemeinsam mit zwei freigelassenen Arbeiterinnen einen offenen Brief an die Hauptverwaltung des Allchinesischen Gewerkschaftsbundes. Sie fordern die Unterst\u00fctzung der Gewerkschaftsgr\u00fcndung und die Untersuchung der antigewerkschaftlichen Vorf\u00e4lle. Zun\u00e4chst lehnen Leute in der Hauptverwaltung die Annahme des Briefes ab, erst mit dem Druck eines alten Genossen gelingt es. Ein handschriftlicher Brief von Shen Mengyu taucht auf, in dem sie von ihrer Entf\u00fchrung berichtet. Sie ist weiterhin in der Gewalt der Entf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Hier der vollst\u00e4ndige Brief: \u201c<em>Ich bin Shen Mengyu. Am Abend des 11. August wurde ich von meinen Eltern und Verwandten, die von \u00fcblen M\u00e4chten dazu verleitet worden waren, entf\u00fchrt. Bis jetzt bin stehe ich unter Hausarrest. An jenem Abend sa\u00df in dem schwarzen SUV, in dem ich entf\u00fchrt wurde, au\u00dfer meinen Eltern und Verwandten noch ein mir unbekannter Mann auf dem Beifahrersitz. Dieser etwa 50 J\u00e4hrige mit dicken Augenbrauen begann sofort zu telefonieren als ich in dem Wagen gezwungen wurde. Es gelang mir noch ihm das Telefon aus der Hand zu schlagen, aber dann wurden mir die H\u00e4nde gebunden. Ich spuckte ihm ins Gesicht, beschimpfte ihn, er sei nur ein Lakai \u00fcbler M\u00e4chte. Als ich sp\u00e4ter an einen anderen Ort verbracht wurde, sa\u00df der mittelalte Mann wieder auf dem Beifahrersitz und bezog dann die Nachbarwohnung. Meine Freiheit ist krass beschnitten, selbst der Gang zur Dusche oder zum Klo wird \u00fcberwacht und ich darf mein Zimmer nicht verlassen, denn an der T\u00fcr stehen immer ein Mann und eine Frau Wache. Und vor dem Haus stehen Tag und Nacht noch mehr Unbekannte. Aus ihren Gespr\u00e4chen kann ich W\u00f6rter wie \u201cBrigade\u201d heraush\u00f6ren. Mein Telefon wurde mir auch genommen und in der Wohnung ist das Funksignal gest\u00f6rt. Obwohl keine Nachrichten von au\u00dfen zu mir durchkommen und ich vollkommen abgeschnitten von jeder Kommunikation bin, glaube ich unvermindert an den heldenhaften Kampf unserer arbeitenden Br\u00fcder und Schwestern. Denn laut meinen Entf\u00fchrern sind die 14 verhafteten Arbeiterinnen noch immer in Haft und diejenigen, die sich weigern Schuldeingest\u00e4ndnisse zu machen, sollen angeklagt werden. Egal wie lange sie mich hier noch festhalten, ich werde meine \u00dcberzeugung nicht \u00e4ndern. Unsere Solidarit\u00e4tsgruppe ist da, um Arbeiter zu unterst\u00fctzen, das ist vollkommen gerechtfertigt und legal. Die \u00fcblen Schergen haben keine legitimen Mittel, uns daran zu hindern, deswegen zwingen sie unsere Eltern ihre eigenen Kinder zu entf\u00fchren. Meine Wohnbedingungen hier sind deutlich besser als im Polizeigewahrsam, das zeigt, was f\u00fcr ein schlechtes Gewissen sie offensichtlich haben. Das Rad der Geschichte dreht sich weiter, ein paar Hanswurste der \u00fcblen Macht k\u00f6nnen es nicht aufhalten. Das Recht von Arbeiterinnen, eine Gewerkschaft zu gr\u00fcnden, steht schwarz auf wei\u00df im Gesetz, das ist Gerechtigkeit, deswegen d\u00fcrfen Arbeiter niemals verurteilt werden! Singen wir gemeinsam unser \u201cLied vom Kampf der Jaisic-Arbeiterinnen\u201d! Die Arbeiter sind unschuldig! Lasst sofort alle Arbeiterinnen frei!<\/em>\u201d<\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Beijinger Gruppe \u00fcbergibt einen offenen Brief an die Allchinesische Frauenf\u00f6rderation mit denselben Forderungen wie am Vortag.<\/p>\n<ol start=\"24\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Morgens um 5 st\u00fcrmen \u00fcber 200 Spezialeinheiten der Guangdong Polizei st\u00fcrmen die Wohnung der Solidarit\u00e4tsgruppe in Huizhou. Die Polizisten tragen Helme und Schilder als sie in die Wohnung dr\u00e4ngen und nehmen alle anwesenden Unterst\u00fctzerinnen mit. Dabei werden Studierende geschlagen, mit Kabelbindern gefesselt und gewaltsam weggeschleppt. Die Festgenommenen werden f\u00fcr Verh\u00f6re und die Durchsuchung ihrer pers\u00f6nlichen Sachen in zwei Grundschulgeb\u00e4ude gebracht. Tags\u00fcber werden im ganzen Land junge linke Menschen und linke Medien von der Guangdong Polizei verh\u00f6rt, durchsucht und verhaftet. In Beijing werden Reporter einer maoistischen Onlinezeitung verhaftet. Abends um 23:33 ver\u00f6ffentlicht die staatliche Xinhua Nachrichtenagentur die offizielle Geschichtsf\u00e4lschung der Ereignisse. Unter dem Titel \u201cHintergr\u00fcnde der Rechtsstreitigkeiten Shenzhener Jaisic-Arbeiter\u201d werden alle illegalen Machenschaften der Jiasic Technology verleugnet, alle m\u00fcndlichen Unterst\u00fctzungsversprechung der Gewerkschaft geleugnet und wird eine fantastische Verschw\u00f6rungstheorie gestrickt, die die Arbeiter und Unterst\u00fctzerinnen als von einer \u201causl\u00e4ndischen\u201d, gemeint ist hier eine Hong Konger NGO manipuliert darstellt. Einige alte Parteikader schreiben einen offenen Brief an den Vorsitzenden des Zentralkomitees und fordern die Freilassung aller Verhafteten.<\/p>\n<p><strong>Ab dem 25. August<\/strong><\/p>\n<p>Die internationale Presse berichtet ausf\u00fchrlich sowohl in Chinesisch sprachigen Ausgaben als auch auf Englisch, Deutsch, Franz\u00f6sisch, Italienisch u.v.a. Sprachen \u00fcber die Verhaftungen. Gleichzeitig wird die Repression gegen die Unterst\u00fctzerbewegung weiter versch\u00e4rft. Neben den bereits Verhafteten werden weitere Personen observiert, verh\u00f6rt, bedroht und bel\u00e4stigt. Im Folgenden werden einzelne, gut dokumentierte F\u00e4lle aufgelistet.<\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die ersten Studierenden aus der Solidarit\u00e4tsgruppe werden freigelassen. Viele der Freigelassenen ver\u00f6ffentlichen detaillierte Berichte \u00fcber die Festnahmen, die Verh\u00f6re und wie ihre Verwandten und Freunde von der Polizei unter Druck gesetzt wurden. Die Freigelassenen werden von der Polizei zu ihren Eltern eskortiert und weiterhin unter \u00dcberwachung gestellt.<\/p>\n<p><strong>27.-29. August<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcnf der am 24. verhafteten Unterst\u00fctzerinnen geben bekannt, in einen Hungerstreik zu treten. Offenbar beenden sie diesen aber ein bis zweit Tage sp\u00e4ter wieder.<\/p>\n<ol start=\"29\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Rechtshilfegruppe der Unterst\u00fctzer ver\u00f6ffentlicht eine Zur\u00fcckweisung der Anschuldigungen gegen die verhafteten Arbeiter.<\/p>\n<ol start=\"30\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Weitere offene Briefe von Studierenden, Studierenden-Lehrkr\u00e4fte-Versammlungen und anderen folgen, die alle die unrechtm\u00e4\u00dfigen Verhaftungen und die Polizeigewalt verurteilen und weiterhin Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Gewerkschafsgr\u00fcndung der Arbeiterinnen fordern. Ebenso werden weitere Unterst\u00fctzerinnen und Studierende von der Polizei aufgesucht, verh\u00f6rt und bel\u00e4stig.<\/p>\n<ol start=\"31\">\n<li><strong> August<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine Unterst\u00fctzerin, die an der Beijing Volksuniversit\u00e4t studiert, wird in Kunming daran gehindert, den Zug nach Beijing zu besteigen. Ihr wird von der Polizei erkl\u00e4rt, sie solle jetzt nicht nach Beijing fahren,\u00a0 der Grund daf\u00fcr seien ihre Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die Jiasic-Arbeiter.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> September<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Den vier Jiasic-Arbeiter Yu Juncong, Mi Jiuping, Liu Penghua und Lizhan wird mitgeteilt, dass gegen sie nun strafrechtlich ermittelt wird und sie nunmehr formal inhaftiert sind und nicht mehr \u201cnur\u201d in Polizeigewahrsam. Die anderen festgenommenen Jiasic-Arbeiterinnen sind inzwischen wieder auf freien Fuss, berichten aber von fortgesetzten Bel\u00e4stigungen und St\u00f6rungen durch finstere M\u00e4chte. Shen Mengyu befindet sich auch weiterhin in der Gewalt ihrer Entf\u00fchrer. Dar\u00fcber hinaus sind auch die beiden Personen, die im Zusammenhang mit der Durchsuchung des Dagongzhe Arbeiterzentrums festgenommen wurden und in denen die Verschw\u00f6rungstheorie von Xinhua die Hauptschuldigen sieht, weiterhin in Polizeigewahrsam. Acht der am 24. August festgenommenen Unterst\u00fctzerinnen sind ebenfalls noch immer in der Gewalt der Polizei oder sind. Unter ihnen sind zwei Arbeiterinnen aus ein Autofabrik in Guangzhou, vier Absolventen Pekinger Universit\u00e4ten, ein Onlineredakteur der \u201cRed Reference\u201d und eine weitere Person. Yue Xin, die im Mai an der Peking Universit\u00e4t einen alten Vergewaltigungsfall \u00f6ffentlich gemacht hatte, und von der bisher jede Spur und jede Nachricht \u00fcber ihren Aufenthaltsort fehlt. Seit dem 20. Juli wurden rund 100 Personen festgenommen und sch\u00e4tzungsweise \u00fcber 1000 von der Polizei und anderen staatlichen Beh\u00f6rden aufgesucht, verh\u00f6rt, bedroht und erpresst. Die Repression ist noch nicht zu Ende. Wir werden sehen, wie viele und welche Personen noch im Zuge dieser Kampagne drangsaliert und inhaftiert werden und welche kruden Anschuldigungen gegen die Arbeiter und ihre Unterst\u00fctzerinnen erfunden werden.<\/p>\n<p><strong><em>Quellen (Chinesisch):<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/wqw2010.blogspot.com\/2018\/07\/blog-post_80.html\">https:\/\/wqw2010.blogspot.com\/2018\/07\/blog-post_80.html\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/sdxf1917.tk\/archives\/category\/jsgr\">http:\/\/sdxf1917.tk\/archives\/category\/jsgr\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/sdxf1917.tk\/archives\/14243\">http:\/\/sdxf1917.tk\/archives\/14243\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/sdxf.pw\/archives\/14057\">https:\/\/sdxf.pw\/archives\/14057\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fanduiqingchang01.github.io\/xinshijianzhou\/\">https:\/\/fanduiqingchang01.github.io\/xinshijianzhou\/\u00a0<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Quellen(Englisch):<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.workerempowerment.org\/en\/\">http:\/\/www.workerempowerment.org\/en\/\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\">http:\/\/chuangcn.org\/2018\/07\/pingshan-letters\/\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.hongkongfp.com\/2018\/09\/01\/shenzhen-jasic-technology-birth-worker-student-coalition-china\/\">https:\/\/www.hongkongfp.com\/2018\/09\/01\/shenzhen-jasic-technology-birth-worker-student-coalition-china\/\u00a0<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/gewerkschaften-china\/basisgewerkschaftliche-ansaetze\/die-jasic-chronologie-was-geschah-wann-und-warum\/\">labournet.de&#8230;<\/a> vom 7. September 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eYu Juncong und zehn Arbeiter und Arbeiterinnen von Jiasic in der Provinz Shenzen in China wenden sich an das Personalb\u00fcro des Bezirks, um sich \u00fcber die st\u00e4ndige und willk\u00fcrliche<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[25,29,87,50,26,45,49,17],"class_list":["post-4022","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnen","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitskaempfe","tag-arbeitswelt","tag-china","tag-gewerkschaften","tag-neoliberalismus","tag-repression","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4022","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4022"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4022\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4023,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4022\/revisions\/4023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}