{"id":4201,"date":"2018-10-24T17:07:38","date_gmt":"2018-10-24T15:07:38","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4201"},"modified":"2018-10-24T17:07:38","modified_gmt":"2018-10-24T15:07:38","slug":"die-karawanen-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4201","title":{"rendered":"\u00a0\u201eDie Karawanen kommen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die ersten Teile der Karawane \u2013 l\u00e4ngst nicht mehr nur von Menschen aus Honduras gebildet, sondern auch aus Guatemala und El Salvador \u2013 bereits im S\u00fcden Mexikos in Ciudad Hidalgo waren (am Montag), waren Tausende<!--more--> immer noch am Grenzfluss zwischen Mexiko und Guatemala und nochmals Tausende auf den Stra\u00dfen Guatemalas. \u201cDie Karawane\u201d sind l\u00e4ngst mehrere und transnational. Trump sch\u00e4umt und wei\u00df (aus eigener Erfahrung?) dass die meisten, die da marschieren, ohnehin Verbrecher seien. Der einzige Mittelamerikaner, der diese Haltung teilt, ist wohl der sogenannte Pr\u00e4sident von Honduras. Genaue Zahlen hat kaum jemand, aber die meisten Sch\u00e4tzungen gehen dahin, dass es inzwischen etwa 14.000 Menschen sind, die sich auf den Weg gemacht haben, die Mehrheit mit dem Ziel USA. Wo sich dadurch sicher ein Teil der 325 Millionen Menschen im nach Bev\u00f6lkerungszahl drittgr\u00f6\u00dften Land der Erde bedroht f\u00fchlen wird und sich hinter ihrem Pr\u00e4sidenten zusammen finden. Wie in allen betroffenen L\u00e4ndern wird sicher auch in den USA von allen Seiten mobilisiert werden. Siehe dazu unsere aktuelle Materialsammlung \u201eDie Karawanen kommen\u201c vom 24. Oktober 2018 und den Hinweis auf unsere erste Dokumentation vom 22. Oktober:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-will-Honduras-San-Salvador-und-Guatemala-zu-Gefaengnissen-machen-4198818.html\">\u201eTrump will Honduras, San Salvador und Guatemala zu Gef\u00e4ngnissen machen\u201c von Florian R\u00f6tzer am 23. Oktober 2018 bei telepolis<\/a>\u00a0betrachtet die Karawane vom Standpunkt ihrer Auswirkungen auf die US-Politik: \u201e<em>Solche Karawanen von Menschen aus Mittelamerika, die in die USA einwandern und auf ihre Not aufmerksam machen wollen, hat es seit 2010 immer wieder gegeben. Die letzte Karawane mit dem Namen \u201cViacrucis del Migrante\u201d (Kreuzweg der Migration) war im Fr\u00fchjahr ungehindert in Mexiko bis zur Grenze gelangt. Die mexikanische Regierung hatte sie als legale Kundgebung betrachtet. Tump schimpfte nat\u00fcrlich, konnte sie aber auch schon damals zur Legitimation seiner Forderung nach einer Versch\u00e4rfung der Einwanderungsregeln und zum Bau der Mauer verwenden. Die Demokraten w\u00fcrden \u201coffene Genzen\u201d wollen und damit Drogen und Kriminalit\u00e4t in die USA lassen. Nat\u00fcrlich ist die Karawane an der Grenze an ihr Ende gelangt, auch wenn rechte Medien und Politiker gewarnt hatten, sie sei wie eine Armee organisiert Jetzt haben die Organisatoren um die 10.000 Menschen nach eigenen Angaben \u2013 andere sprechen von wenigen tausend \u2013 dazu gebracht, an die mexikanische Grenze in der Karawane \u201cCaminata Migrante\u201d zu marschieren, wo viele auf dem Fluss Suchiate auf Booten und schwimmend, teilweise unter Lebensgefahr, die Grenze von Guatemala nach Mexiko illegal \u00fcberquert hatten. Die mexikanische Regierung hatte dieses Mal auf den Druck aus Washington reagiert und die Grenzbr\u00fccke gesperrt. Die Organisation \u201cPueblo sin Fronteras\u201d wirbt f\u00fcr V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung und das Niederrei\u00dfen von Mauern. Geschw\u00e4rmt wird, dass es \u201cnoch nie in der Geschichte Lateinamerikas ein so gro\u00dfer Exodus zu sehen gewesen\u201d sei. Gestartet war die Karawane am 12. Oktober in Honduras, einem der \u00e4rmsten und gewaltt\u00e4tigsten L\u00e4nder Mittelamerikas, in dem mit der Hilfe der USA und anderer westlicher L\u00e4nder der linke Pr\u00e4sident von der Oberschicht und dem Milit\u00e4r gest\u00fcrzt wurde\u2026<\/em>\u201c <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/trump-alarmiert-das-militaer-und-kuendigt-hilfe-wegen-dem-migrantenstrom-aus-mittelamerika-ld.1430315\">\u201eTrump alarmiert das Milit\u00e4r und k\u00fcndigt Hilfsgelder wegen des Migrantenstroms aus Mittelamerika\u201c am 22. Oktober 2018 bei der NZZ<\/a>\u00a0meldet zu den US-Reaktionen: \u201e<em>Als Reaktion auf den Migranten-Marsch hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump angek\u00fcndigt, Hilfen f\u00fcr Guatemala, Honduras und El Salvador zu k\u00fcrzen. Die drei L\u00e4nder h\u00e4tten nicht gen\u00fcgend getan, die Menschen an einer illegalen Einreise in die USA zu hindern. Polizei und Armee in Mexiko seien leider nicht imstande, die Menschen zu stoppen, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Er habe daher den amerikanischen Grenzschutz und das Milit\u00e4r alarmiert, dass es sich hierbei um einen nationalen Notstand handle. Was daraus folgen k\u00f6nnte, sagte er zun\u00e4chst nicht. Trump hatte ausserdem damit gedroht, die Grenze zu Mexiko zu schliessen, und betont, er werde diesmal nicht die Nationalgarde, sondern die regul\u00e4ren Streitkr\u00e4fte rufen. Ob das rechtm\u00e4ssig w\u00e4re, ist unklar. Ein Bundesgesetz verbietet es den US-Streitkr\u00e4ften, als Polizeigewalt in den USA Recht und Gesetz durchzusetzen. Der US-Pr\u00e4sident behauptete am Montag erneut, unter den Migranten seien Kriminelle. Diese These hatte er bereits am Freitag verbreitet \u2013 ohne jedoch zu erkl\u00e4ren, auf welchen Informationen diese Aussage basiert. Auch Unbekannte aus dem Nahen Osten h\u00e4tten sich unter die Gruppe gemischt, schrieb Trump am Montag bei Twitter. Er gab den oppositionellen Demokraten die Schuld f\u00fcr die Entwicklung und warf ihnen vor, sie h\u00e4tten strengere Migrationsgesetze verhindert\u2026<\/em>\u201c <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/the_americas\/why-mexico-isnt-stopping-the-migrant-caravan\/2018\/10\/22\/0a10c886-d608-11e8-8384-bcc5492fef49_story.html?ncid=newsltushpmgnews__TheMorningEmail__102318&amp;noredirect=on&amp;utm_term=.3deb17efd5b1\">\u201eWhy Mexico isn\u2019t stopping the migrant caravan\u201c von Kevin Sieff und Joshua Partlow am 22. Oktober 2018 in der Washington Post<\/a>\u00a0ist ein Beitrag, in dem versucht wird, aus amerikanischer Sicht nachzuvollziehen, warum die mexikanischen Beh\u00f6rden nicht so agieren, wie es sich die USA w\u00fcnschen w\u00fcrden. Und weist dabei insbesondere auf die anders gearteten mexikanischen Migrationsgesetze hin \u2013 die aber dennoch nicht verhindert h\u00e4tten, dass Mexiko im letzten Jahr 82.000 Menschen aus Mittelamerika ausgewiesen h\u00e4tte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.unamglobal.unam.mx\/?p=50946\">\u201eNing\u00fan Estado est\u00e1 preparado ante las caravanas migrantes\u201c von Fabiola M\u00e9nde und Dami\u00e1n Mendoza am 20. Oktober 2018 bei UNAM Global\u00a0<\/a>\u00a0halten zwar ebenfalls fest, dass keiner der betroffenen Staaten auf diese Karawane wirklich vorbereitet sei und in der Lage, sie zu steuern, zeht aber eine v\u00f6llig andere Konsequenz als Trump&amp;Co. Sie weisen anhand der Aussagen von Spezialisten der Universit\u00e4t nach, dass etwa die mexikanische Regierung mit der Entsendung von Armee-Kontingenten an die Grenze nach Guatemala die gesetzlichen Bestimmungen f\u00fcr den Armee-Einsatz verletze, eben gerade weil die noch amtierende Regierung alles tun wolle, um den USA behilflich zu sein und keine eigene Migrationspolitik habe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/criterio.hn\/2018\/10\/22\/migrantes-de-honduras-denuncian-que-en-mexico-les-han-arrebatado-sus-hijos\/\">\u201eMigrantes de Honduras denuncian que en M\u00e9xico les han arrebatado sus hijos\u201c am 22. Oktober 2018 bei El Criterio<\/a>\u00a0ist ein Bericht \u00fcber eine Pressekonferenz von Sprechern der Karawane, die diese zusammen mit mexikanischen demokratischen Gruppierungen im Stadtpark der mexikanischen Grenzstadt Tapachula organisiert hatten. Dabei kritisierten sie die mexikanischen Beh\u00f6rden, die an der Grenzbr\u00fccke Familien gewaltsam getrennt h\u00e4tten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/desinformemonos.org\/ataque-a-migrantes-hondurenos-en-la-frontera-con-mexico\/\">\u201eAtaque a migrantes hondure\u00f1os en la frontera con M\u00e9xico\u201c am 19. Oktober 2018 bei Desinformemonos<\/a>\u00a0ist eine Fotodokumentation \u00fcber den (gescheiterten) Versuch der mexikanischen Staatsgewalt, die Karawane am Einzug in Mexiko zu hindern\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.web.ellibertador.hn\/index.php\/noticias\/internacionales\/3036-el-universal-mas-de-14-mil-hondurenos-en-caravana-migrante\">\u201eEL UNIVERSAL: M\u00c1S DE 14 MIL HONDURE\u00d1OS EN CARAVANA MIGRANTE\u201c am 23. Oktober 2018 bei El Libertador<\/a>\u00a0ist ein Beispiel f\u00fcr zahlreiche Artikel in Zeitungen und anderen Medien von Honduras \u00fcber die Presseberichterstattung in Mexico \u00fcber die Karawane. Die mexikanische Zeitung El Universal hat die verschiedenen offiziellen Angaben addiert und mit der Wirklichkeit vergleichen. So h\u00e4tten beispielsweise die Beh\u00f6rden von Ciudad Hidalogo in Mexico angegeben, knapp \u00fcber 700 Menschen seien in den \u201eAuffangr\u00e4umen\u201c registriert worden. Was, so der Zeitungsbericht, durchaus zutreffen k\u00f6nne, aber man m\u00fcsse eben etwa die weit \u00fcber 1.000 Menschen, die im Stadtpark \u00fcbernachtet h\u00e4tten, dazu z\u00e4hlen. Insgesamt wird anhand der verschiedenen kommentierten Berichte mexikanischer Medien unterstrichen, dass hier ganz massiv Stimmung gegen die MigrantInnen gemacht werde, etwa, wenn eine Zeitung die Karawanen als ein \u201eUngl\u00fcck\u201c bezeichnet, das k\u00fcnftig verhindert werden m\u00fcsse. Die Zahl der in den verschiedenen Z\u00fcgen der Karawane (oder eben den verschiedenen Karawanen) gehenden Menschen wird dabei auf etwa 14.000 gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/Coordinadora1DM\/status\/1054541349578555392\">\u201eLa xenofobia que inund\u00f3 las redes en las primeras horas que la Caravana Migrante ingres\u00f3 a Mexico, fue derrotada\u201c am 23. Oktober 2018 bei der Coordinadora 1D<\/a>\u00a0(Twitter) \u00a0ist ein Beitrag der mexikanischen Menschenrechtsorganisation, in dem festgehalten wird, dass die \u201eWelle der Fremdenfeindlichkeit\u201c , die in den Stunden der Ankunft der Karawane soziale Netzwerke und Medien Mexikos gepr\u00e4gt h\u00e4tten besiegt worden sei: Auf dem Weg von Ciudad Hidalgo nach Tapachula sei der Marsch der Karawane von zahlreichen Akten und Aktivit\u00e4ten der Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung gepr\u00e4gt gewesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rebelion.org\/noticia.php?id=248072\">\u201eSalgamos a apoyar a nuestros hermanos caravaneros que van a EEUU en busca de trabajo\u201c von Pedro Echeverria am 22. Oktober 2018 bei Rebelion.org<\/a>\u00a0ist ein Beitrag, der die Solidarit\u00e4t mit der \u201eCaravaneros\u201c einfordert und \u00fcber die Mobilisierungen zur Solidarit\u00e4t berichtet \u2013 auch von Polizeieinheiten, die nicht gegen die Karawane vorgegangen seien, entgegen entsprechender Befehle.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jornada.com.mx\/ultimas\/2018\/10\/23\/madres-migrantes-arropan-a-integrantes-de-la-caravana\">\u201eMadres de migrantes arropan a integrantes de la Caravana\u201c am 23. Oktober 2018 bei La Jornada<\/a>\u00a0ist ein Fotobericht \u00fcber den Empfang der Karawane durch M\u00fctter aus denselben l\u00e4ndern, deren Kinder bei Migrationsversuchen \u201everschwunden\u201c sind \u2013 einer der zahlreichen Akte der Solidarit\u00e4t, nicht nur in Mexiko.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/PDHgt\/status\/1054527562808991751\">\u201eDelegados del PDHgt observan respeto a los Derechos Humanos de personas migrantes\u201c\u00a0 am 23. Oktober 2018 beim PDH Guatemala<\/a>\u00a0(Twitter) ist ein Streckenbericht aus der Umgebung der Stadt Chiquimula, wo Vertreter des PDH (staatliches Menschenrechtszentrum) \u00fcber die Einhaltung der Rechte der Migranten wachen \u2013 eine Meldung, an der sowohl die Tatsache dieser Aktivit\u00e4t bemerkenswert ist, als auch die \u00d6rtlichkeit: Noch lange nicht an der Grenze zu Mexiko (etwa 400 Kilometer), handelt es sich hier faktisch um eine andere Karawane.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/PrensaComunitar\/status\/1054496225398083586\">\u201eLos migrantes hondurenos que entraron a M\u00e9xico se dirigen a la frontera de Estados Unidos\u201c am 23. Oktober bei Prensa Comunitaria<\/a>\u00a0(Twitter) ist ein Video \u00fcber jenen Teil der Karawane, der bereits das mexikanische Grenzgebiet verlassen hat \u2013 in Richtung USA.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/nicaraguaymas\/status\/1053737532184317952\">\u201eFrontera Agua Caliente\u201c am 20. Oktober 2018 bei Nicaragua y mas<\/a>\u00a0(Twitter) ist ein Videobericht von honduranischen Fl\u00fcchtlingen, die die Polizeisperren an der Grenze zu Guatemala \u00fcberwinden \u2013 zu einer Zeit, da jene, die eine Woche zuvor ihren Marsch begonnen hatten, l\u00e4ngst \u201eeine Grenze weiter\u201c waren, an der von Guatemala nach Mexiko\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rebelion.org\/noticia.php?id=248067\">\u201eEl \u00e9xodo hondure\u00f1o, un campanazo para los estados neoliberales\u201c von Ollantay Itzamn\u00e1 am 22. Oktober 2018 bei Rebelion.org<\/a>\u00a0ist ein Beitrag, der die zentralen Ursachen f\u00fcr die Flucht aus Honduras knapp zusammen fasst. Etwa, dass von den 9 Millionen Menschen, die in Honduras leben (grob ein Drittel der Fl\u00e4che der BRD) rund 6 Millionen in Armut leben m\u00fcssen \u2013 und dies in einem Staat, der seit dem von den USA angezettelten \u201elegalen Putsch\u201c 2009 endg\u00fcltig zu einem \u201efailed state\u201c geworden sei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.resumenlatinoamericano.org\/2018\/10\/23\/centroamerica-que-significa-y-que-busca-conseguir-la-caravana-de-migrantes\/\">\u201eCentroam\u00e9rica: \u00bfQu\u00e9 significa y que busca conseguir la caravana de migrantes?\u201c am 22. Oktober 2018 bei Resumen Latinoammericano<\/a>\u00a0ist ein Beitrag, der vor allem in der Zuspitzung der Lage in Honduras nach der Wahl 2017 die ganz aktuellen Gr\u00fcnde f\u00fcr die Fluchtbewegung sieht, weil die Repression nach den Wahlen das Fa\u00df f\u00fcr viele zum \u00dcberlaufen gebracht habe. Das erste politische ergebnis der Karawane wird dabei darin gesehen, dass die Popularit\u00e4t der Regierung Hernandez nicht nur in Honduras selbst weiter gesunken sei, sondern auch in den Nachbarl\u00e4ndern Mittelamerikas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/10\/215958\/honduras-demonstration-fuer-fluechtende\">\u201eHonduras: Demonstration f\u00fcr Fl\u00fcchtende fordert R\u00fccktritt des Pr\u00e4sidenten\u201c von Nina Baghery am 23. Oktober 2018 bei amerika21.de<\/a>\u00a0\u00fcber die immer heftigeren Reaktionen im Ursprungsland: \u201e<em>Bei einem Protestmarsch in der honduranischen Hauptstadt haben zahlreiche Menschen ihre Solidarit\u00e4t mit den gefl\u00fcchteten Mitb\u00fcrgern bekundet und den R\u00fccktritt von Pr\u00e4sident Juan Orlando Hern\u00e1ndez gefordert, den sie f\u00fcr den massiven Fl\u00fcchtlingszug in die USA verantwortlich machen. Bereits seit dem Korruptionsskandal um das Institut f\u00fcr Soziale Sicherheit 2015 und verst\u00e4rkt seit der iillegalen Durchsetzung seiner Wiederwahl 2017 fordern immer mehr Menschen den R\u00fccktritt von Hern\u00e1ndez\u2026<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/the_americas\/migrant-caravan-swells-to-more-than-5000-as-group-marches-toward-us\/2018\/10\/21\/2c864bec-d546-11e8-8384-bcc5492fef49_story.html?utm_term=.b476fcfc4317\">\u201e\u2018It\u2019s time for me to go back\u2019: Deportees join migrant caravan to return to U.S.\u201c von Kevin Sieff am 21. Oktober 2018 in der Washington Post<\/a>\u00a0ist ein Artikel \u00fcber Menschen mit speziellen Erfahrungen, die sich ebenfalls der Karawane angeschlossen haben: Die schon einmal aus den USA ausgewiesen wurden (oder freiwillig zur\u00fcck kehrten) und jetzt wieder da hin wollen. Dabei wird auch berichtet, dass von den bisher in Mexiko angekommenen Menschen rund 10%, also etwa 700, das Angebot angenommen haben, in Mexiko Aufenthalt zu beantragen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2018\/10\/216049\/flucht-guatemala-mexiko\">\u201eDiesmal in Gemeinschaft und sichtbar: Flucht durch Guatemala und Mexiko\u201c von Eva Kalny am 23. Oktober 2018 bei amerika21.de<\/a>\u00a0fasst die Bedeutung der Entwicklung so zusammen: \u201e<em>Die Karawane aus Honduras macht f\u00fcr die Welt\u00f6ffentlichkeit sichtbar, was bereits seit langem t\u00e4gliche Realit\u00e4t in der Region ist: Menschen sehen sich gezwungen ihr Leben zu riskieren, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Das Schicksal der Menschen, die in der Karawane unterwegs sind, ist auch das Schicksal vieler Menschen in Guatemala. Das Land ist selbst von massiver Emigration betroffen und viele der Zur\u00fcckgebliebenen leiden darunter, dass ihre Angeh\u00f6rigen die gef\u00e4hrliche Reise nicht \u00fcberlebt haben oder als \u201everschwunden\u201c gelten. Angesichts extremer sozialer Ungleichheit, hoher Kriminalit\u00e4tsraten und mangelnder Perspektiven insbesondere f\u00fcr junge Menschen verlassen t\u00e4glich Unz\u00e4hlige das Land in Richtung USA. Gleichzeitig ist Guatemala selbst Durchreiseland f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Migranten aus ganz Zentralamerika und in den Grenzregionen der Tieflandprovinz Pet\u00e9n leben Gemeinden von Menschen, die es nicht \u00fcber die mexikanische Grenze geschafft haben oder aus anderen Gr\u00fcnden nicht mehr weiterreisen. Die im Vergleich zu Europa oder den USA sehr tolerante Gesetzeslage, die Migranten aus den Mitgliedsstaaten der ehemaligen Zentralamerikanischen F\u00f6deration (1823-1838) innerhalb dieser Staaten \u2013 mit Ausnahme von Costa Rica \u2013 weitgehende Rechte einr\u00e4umt, findet in der Praxis oft nur wenig Anwendung. So werden auch in Guatemala Migranten und Gefl\u00fcchtete anderer zentralamerikanischer L\u00e4ndern von Schleppern ausgebeutet und m\u00fcssen bei Kontrollen Schmiergeld an die Polizei zahlen. Immer wieder werden sie Opfer xenophober Rhetorik nationaler und lokaler Politiker\u2026<\/em>\u201c<\/p>\n<p><em>Zur Karawane aus Honduras nach Mexiko (und weiter) zuerst: \u201e<\/em><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=138843\"><em>Nach einer Woche Marsch durch Honduras und Guatemala: Fl\u00fcchtlingskarawane erreicht Mexiko trotz Einsatz von Anti-Aufruhr-Einheiten<\/em><\/a><em>\u201c am 22. Oktober 2018 im LabourNet Germany. <\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><em><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/guatemala\/soziale_konflikte-guatemala\/tausende-in-mexiko-zehntausende-auf-den-strassen-in-den-laendern-mittelamerikas-zwei-drei-viele-karawanen-kommen\/\">labournet.de&#8230;<\/a> vom 24. Oktober 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die ersten Teile der Karawane \u2013 l\u00e4ngst nicht mehr nur von Menschen aus Honduras gebildet, sondern auch aus Guatemala und El Salvador \u2013 bereits im S\u00fcden Mexikos in Ciudad Hidalgo waren (am Montag), waren &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,7,5],"tags":[25,52,71,11,46,17],"class_list":["post-4201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-international","category-kampagnen","tag-arbeiterbewegung","tag-fluechtlinge","tag-lateinamerika","tag-rassismus","tag-usa","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4201"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4202,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4201\/revisions\/4202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}