{"id":4268,"date":"2018-11-07T16:39:44","date_gmt":"2018-11-07T14:39:44","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4268"},"modified":"2018-11-07T16:39:44","modified_gmt":"2018-11-07T14:39:44","slug":"faschistische-us-milizen-und-mittelamerikanische-regierungen-gegen-karawane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4268","title":{"rendered":"Faschistische US-Milizen und mittelamerikanische Regierungen gegen &#8222;Karawane&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\u201e<em>Rund 1700 mittelamerikanische Migranten sind auf ihrem Weg in Richtung USA in Mexiko-Stadt angelangt. Die Vorhut der sogenannten Migrantenkarawane mit Menschen aus Honduras, Guatemala und<!--more--> El Salvador wurde am Sonntag in einem Stadion der mexikanischen Hauptstadt aufgenommen. Von dort sind es noch mehr als 700 Kilometer bis zur US-Grenze, die viele der meist zu Fu\u00df reisenden Armuts- und Kriminalit\u00e4tsfl\u00fcchtlinge erreichen wollen. Mehr als tausend Migranten versammelten sich unterdessen in Puebla, 125 Kilometer s\u00fcdwestlich von Mexiko-Stadt, um von dort aus gemeinsam in die Hauptstadt zu ziehen. (\u2026) Rund 2000 Menschen befinden sich noch auf dem Weg vom s\u00fcdlicher gelegenen Oaxaca nach Puebla. Sie haben sich in mehrere kleinere Gruppen aufgeteilt, nachdem die Regierung der Region Veracruz ihr Versprechen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht hatte, den Migranten 150 Lastwagen zur Bef\u00f6rderung bis Mexiko-Stadt bereitzustellen, wie die f\u00fcr Migrantenrechte eintretende Organisation \u201cPueblo Sin Fronteras\u201d mitteilte. Die Strecke sei wegen der Vorherrschaft der Drogenkartelle, die oft Reisende \u00fcberfallen, \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich. \u00a0Zwei weitere Trecks befinden sich noch im s\u00fcdmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Eine Gruppe mit rund 1500 Honduranern hat rund 180 Kilometer ab der Grenze mit Guatemala zur\u00fcckgelegt, die andere mit rund 2000 Menschen aus El Salvador befand sich am Sonntag erst rund 40 Kilometer von der S\u00fcdgrenze Mexikos entfernt<\/em>\u2026\u201c \u2013 aus der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-und-mexiko-migrantenkarawane-kommt-nach-mexiko-stadt-a-1236720.html\">Agenturenmeldung \u201eKarawane in Mexikos Hauptstadt angelangt\u201c vom 05. November 2018, hier bei Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p>\u2013 wobei die Zahlen vom Montag, in jedem Bereich, heute schon wieder \u00fcberholt sind. Siehe dazu in der\u00a0<strong>Materialsammlung vom 6.11.<\/strong>\u00a0weitere aktuelle Beitr\u00e4ge zu Trumps Mobilisierung, der Solidarit\u00e4t in Mexiko und Hintergr\u00fcnden der Karawanen \u2013 und<strong>\u00a0zwei Erg\u00e4nzungen vom 7. <\/strong><strong>November<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jornada.com.mx\/ultimas\/2018\/11\/05\/migrantes-desbordan-cupo-de-albergue-en-la-cdmx-490.html\">\u201eMigrantes desbordan cupo de albergue en la CDMX\u201c vom Emir Alonso am 05. November 2018 in La Jornada<\/a>\u00a0ist ein Bericht \u00fcber den Stand der \u201eAnkunft\u201c der ersten Bestandteile der Karawane in der Hauptstadt: Am Abend desselben Montag war die Zeltstadt, die im Sportpark errichtet worden war, der aus der Olympiade 1968 hervor ging, bereits \u00fcberf\u00fcllt. Seien es um Drei Uhr Nachmittags nach offizieller Z\u00e4hlung 2.900 Menschen gewesen, die dort angekommen seien, so waren es drei Stunden sp\u00e4ter bereits 3.200. F\u00fcr Essen, Kleidung und medizinische Betreuung ist gesorgt\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/Coordinadora1DM\/status\/1059536234811416581\">\u201eArriban migrantes centroamericanos a la Ciudad de M\u00e9xico\u201c am 05. November 2018 im Twitter-Kanal der Coordinadora 1DMX<\/a>\u00a0ist ein kurzer Videofilm von der Ankunft der Migranten in Mexiko-Stadt und im daf\u00fcr vorbereiteten Sportpark.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.mx\/Reporte-desde-el-deportivo-de-la-Magdalena-Mixhuca?id_rubrique=1714\">\u201eReporte desde el deportivo de la Magdalena Mixhuca\u201c am 05. November 2018 bei La Izquierda Diario<\/a>\u00a0sind ebenfalls zwei Videofilme von der Ankunft der Karawane \u2013 hier allerdings vor allem mit Menschen, die gekommen sind und \u00fcber ihre Gr\u00fcnde und Pl\u00e4ne und Erfahrungen sprechen\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sinembargo.mx\/05-11-2018\/3493532#.W-CM9ZhgMds.twitter\">\u201eMisi\u00f3n de Observaci\u00f3n dice que los cien migrantes reportados como desaparecidos ya llegaron a Puebla\u201c am 05. November 2018 bei Sin Embargo<\/a>\u00a0ist ein Betrag \u00fcber die Erfahrungen von Aktiven der Solidarit\u00e4tsbewegung mit der Migrantenkarawane \u2013 vor allem \u00fcber die zahlreichen kleineren (und gr\u00f6\u00dferen) Repressionsversuche von Seiten der mexikanischen Polizei und der Einwanderungsbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/us-militia-groups-head-to-border-stirred-by-trumps-call-to-arms\/2018\/11\/03\/ff96826c-decf-11e8-b3f0-62607289efee_story.html?utm_term=.928ad5a3b32f\">\u201eU.S. militia groups head to border, stirred by Trump\u2019s call to arms\u201c von Mary Lee Grant und Nick Miroff am 03. November 2018 in der Washington Post<\/a>\u00a0(in der Rubrik \u201eNationale Sicherheit\u201c) war der erste Bericht \u00fcber den Aufmarsch von bewaffneten Milizen aus den USA in Richtung Grenze. Ausf\u00fchrlich wird dabei \u00fcber die Texas Minuteman berichtet, die dabei seien, 100 Bewaffnete an die Grenze zu mobilisieren. Sie wollen, wie auch Milizen aus mindestens vier weiteren Bundesstaaten \u2013 die alle in den USA legale Gruppierungen sind \u2013 der \u201eArmee helfen gegen die Invasion\u201c (wie es Trump bezeichnet hatte).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.mx\/Estados-Unidos-civiles-armados-contra-migrantes-arriban-a-la-frontera?id_rubrique=1714\">\u201eEstados Unidos: civiles armados contra migrantes arriban a la frontera\u201c von Arturo Mendez am 05. November 2018 bei La Izquierda Diario<\/a>\u00a0ist einer von den zahlreichen Artikeln und Beitr\u00e4gen mexikanischer demokratischer und solidarischer Gruppierungen, die auf diese Meldungen \u00fcber einen faschistischen Aufmarsch an der Grenze reagieren. Die nahe liegend allesamt darauf verweisen, dass Trumps Hasstiraden diese Mobilisierung befeuern und erm\u00f6glichen \u2013 und, dass es darauf ankomme, nunmehr die Solidarit\u00e4t, die so sehr angewachsen sei, besser zu organisieren und koordinieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.mx\/Solidaridad-obrera-y-popular-con-la-Caravana-Migrante?id_rubrique=1714\">\u201eSolidaridad obrera y popular con la Caravana Migrante\u201c am 04. November 2018 ebenfalls bei La Izquierda Diario<\/a>\u00a0dokumentiert, ist ein Beispiel f\u00fcr diese Aufrufe, die Solidarit\u00e4t noch weiter zu verst\u00e4rken und besser zu organisieren, als bisher, da sie zwar massenhaft, aber rein spontan und oft auch lokal begrenzt sei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/honduras-und-guatemala-drohen-verantwortlichen-der-migrantenkarawane-a-1236902.html\">\u201eRegierungen in Mittelamerika\u00a0wollen gegen Verantwortliche vorgehen\u201c am 06. November 2018 bei Spiegel Online<\/a>\u00a0ist eine Agenturmeldung \u00fcber die Reaktionen der Regierungen der L\u00e4nder, aus denen die Menschen massenhaft fliehen. Ihre Drohungen gelten nat\u00fcrlich nicht den Menschen der Karawane direkt, sondern \u201eden Hinterm\u00e4nnern\u201c. Liest sich so: \u201e<em>Guatemala, Honduras, El Salvador, Mexiko und die USA sollten mit Hochdruck gegen die Verantwortlichen ermitteln und die volle H\u00e4rte des Gesetzes gegen jene anwenden, die diese Wanderungen mit politischen oder kriminellen Zielen organisieren und f\u00f6rdern\u201d, sagte Honduras\u2019 Pr\u00e4sident Juan Orlando Hern\u00e1ndez am Montag nach einem Treffen mit seinem guatemaltekischen Kollegen Jimmy Morales. \u201cWir sind solidarisch mit unseren Br\u00fcdern in dieser Karawane\u201d, sagte Morales. \u201cAber wir m\u00fcssen jene verurteilen, die diese Art der Migration zu unmenschlichen Bedingungen organisieren.\u201d\u2026<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/migranten-mittelamerika-107.html\">\u201e\u201dH\u00e4rte des Gesetzes gegen Organisatoren\u201d\u201c am 06. November 2018 in der tagesschau<\/a>\u00a0ebenfalls zu den Drohungen der beiden \u2013 nicht so ganz gleichberechtigten \u2013 US-Partner (die Sprache des gerade angeblich wiedergew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten von Honduras ist bemerkenswert) und den faktischen entsprechenden Appell an die Regierungen El Salvadors und Mexikos: \u201e<em>Die Migranten, die in Richtung USA ziehen, waren f\u00fcr Trump ein wichtiges Wahlkampfthema. Und er machte Druck auf die Herkunftsl\u00e4nder. Zwei von ihnen, die auf US-Hilfsgelder angewiesen sind, wollen nun h\u00e4rter vorgehen.\u00a0Guatemala und Honduras wollen gegen die Organisatoren des Migrantenzugs vorgehen. Das teilten die Staatschefs der beiden L\u00e4nder, Jimmy Morales und Juan Orlando Hern\u00e1ndez, nach einem Treffen mit. \u201cGuatemala, Honduras, El Salvador, Mexiko und die USA sollten mit Hochdruck gegen die Verantwortlichen ermitteln und die volle H\u00e4rte des Gesetzes gegen jene anwenden, die diese Wanderungen mit politischen oder kriminellen Zielen organisieren und f\u00f6rdern\u201d, sagte der honduranische Pr\u00e4sident Hern\u00e1ndez\u2026<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.mx\/Presion-imperialista-reune-por-segunda-ocasion-a-presidentes-de-Honduras-y-Guatemala?id_rubrique=1714\">\u201ePresi\u00f3n imperialista re\u00fane por segunda ocasi\u00f3n a presidentes de Honduras y Guatemala\u201c von Maria Rosas am 05. November 2018 bei La Izqiuerda Diario<\/a>\u00a0ist ebenfalls ein Beitrag \u00fcber dieses Treffen der Regierungschefs beider L\u00e4nder, in dem nicht nur darauf verwiesen wird, dass sie damit einmal mehr den Richtlinien aus Washington folgen, sondern auch, dass es bereits das zweite Treffen dieser beiden Gestalten der mittelamerikanischen Politik sind \u2013 bei ihrem ersten Treffen in der vorletzten Woche hatten sie angeboten, alle, die dies wollten unter besten Bedingungen zur\u00fcck zu f\u00fchren. Was danach geschah, waren die Angriffe der Einheiten der Polizei Guatemalas auf die Karawanen, die es vorher nicht gegeben hatte\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ariel.correa.1466\/videos\/vb.100008337791299\/2191956791092226\/?type=2&amp;theater\">\u201eQuien caus\u00f3 la caravana de migrantes?\u201c am 02. November 2018 beim Gewerkschaftsbund NCT<\/a>\u00a0ist \u2013 in Form eines dokumentierten und kommentierten Videos \u2013 die Stellungnahme (und der Solidarit\u00e4tsaufruf) der Neuen Arbeiterzentrale zur Karawane und ihren Ursachen, die auch als Antwort auf die Propaganda zu den \u201eHinterm\u00e4nnern\u201c gelten soll. Darin wird ausf\u00fchrlich die Politik der USA als Verursacher kritisiert,\u00a0 beginnend mit dem Putsch in Honduras 2009, f\u00fcr den die Gewerkschaftsf\u00f6deration die damalige US-Au\u00dfenministerin Clinton verantwortlich macht (wie alle Gruppen, die regierungskritisch sind).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.resumenlatinoamericano.org\/2018\/11\/06\/desafio-a-la-frontera-de-eeuu-la-caravana-migrante-en-mexico\/\">\u201eDesaf\u00edo a la frontera de EEUU: La caravana migrante en M\u00e9xico\u201c von An\u00edbal Garc\u00eda Fern\u00e1ndez und Nery Chaves Garc\u00eda am 06. November 2018 bei Resumen Latinoamericano<\/a>\u00a0ist ein Beitrag \u00fcber die Auswirkungen der Karawanen auf die regionale Politik, die vor allem anhand verschiedener diplomatischer Aktivit\u00e4ten einzelner Regierungen nachgezeichnet werden.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><em><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/guatemala\/soziale_konflikte-guatemala\/waehrend-die-spitze-der-karawanen-mexikos-hauptstadt-erreicht-mobilisiert-trump-auch-seine-hilfstruppen-faschistische-milizen-und-mittelamerikanische-regierungen\/\">labournet.de&#8230;<\/a><\/em><em> vom 7. November 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eRund 1700 mittelamerikanische Migranten sind auf ihrem Weg in Richtung USA in Mexiko-Stadt angelangt. 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