{"id":4642,"date":"2018-12-19T16:09:03","date_gmt":"2018-12-19T14:09:03","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4642"},"modified":"2018-12-19T16:09:03","modified_gmt":"2018-12-19T14:09:03","slug":"alle-jahre-wieder-ver-di-streiks-bei-amazon-zur-weihnachtszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4642","title":{"rendered":"Alle Jahre wieder: Ver.di-Streiks bei Amazon zur Weihnachtszeit"},"content":{"rendered":"<p>\u201cWeihnachtszeit ist Streikzeit. Wenn es aufs gro\u00dfe Fest mit reichlich Geschenken zugeht, ruft die Gewerkschaft ver.di regelm\u00e4\u00dfig zum Arbeitsausstand beim Versandh\u00e4ndler Amazon auf. Das ist seit Jahren die gleiche Prozedur \u2013 und kommt<!--more--> so sicher wie der erste Schnee in den Alpen. Begonnen hat das Kr\u00e4ftemessen zwischen der Gewerkschaft und dem Branchen-Riesen aus den USA bereits im Mai 2013 mit den ersten Streiks. Und nun, in der hei\u00dfen Phase des Weihnachtsgesch\u00e4fts, k\u00fcndigt ver.di erneut Aktionen an, um eine Tarifbindung zu erzielen: \u00bbAmazon kann sich in der Weihnachtszeit auf Streiks gefasst machen\u00ab, sagt G\u00fcnter Isemeyer, Sprecher im ver.di-Bundesvorstand, in Berlin. Mehr wollte er sich nicht entlocken lassen. \u00bbEs ist ein gro\u00dfes taktisches Spiel\u00ab, erkl\u00e4rt er. (\u2026) Am gr\u00f6\u00dften Standort bundesweit in Bad Hersfeld gebe es beispielsweise eine Vereinbarung vom 10. bis 22. Dezember f\u00fcr einen Anwesenheitsbonus. Es gibt zus\u00e4tzlich f\u00fcr jeden Tag, an dem der Mitarbeiter arbeitet, 10 Euro Bonus. Dazu gibt es noch mal 50 Euro pro Woche, wenn der Besch\u00e4ftigte die ganze Woche da ist. Zus\u00e4tzlich erhalten Mitarbeiter eine Jahressonderzahlung von 400 Euro, wie Eichenseher erkl\u00e4rte. Die Botschaft soll sein: \u00bbEs lohnt sich. \u00ab (\u2026) Zwar ist ver.di noch weit vom Durchbruch im Tarifstreit entfernt. Aber die Gewerkschaft schreibt sich auf die Fahnen, schon viel erreicht zu haben. \u00bbOhne uns g\u00e4be bestimmt keine Lohnerh\u00f6hungen, Weihnachtsgeld und verbesserte Arbeitsbedingungen\u00ab, glaubt Isemeyer. Um schlagkr\u00e4ftiger zu werden, arbeitet ver.di weiter an einer internationalen Vernetzung; etwa in Polen, Spanien, Italien und Gro\u00dfbritannien. Zwar sind Erfolge in dieser Hinsicht kaum wahrnehmbar. Aber Isemeyer betont: \u00bbDas ist ein dickes Brett, das wir bohren.\u00ab \u2026\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1107318.arbeitskampf-alle-jahre-wieder-ver-di-streiks-bei-amazon-zur-weihnachtszeit.html\">Meldung vom 05.12.2018 in neues Deutschland<\/a>\u00a0<strong><br \/>\n<\/strong>Der Vorsitzende der Wichtelm\u00e4nner sendet seine Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung mit den Besch\u00e4ftigten bei Amazon direkt vom Nordpol.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/verditv?mivstoredata=dd6a1c747eYToyOntzOjc6ImNtZF92aWQiO2k6MTMwOTMxMztzOjExOiJjbWRfZXhlY3V0ZSI7aToxO30%2C\">Video von ver.di.tv vom 17.12.2018\u00a0<\/a><\/p>\n<p><strong>[Online-Spiel] \u201c<em>One week until Christmas and you haven\u2019t bought any presents. Pack enough parcels on your final Amazon shift to get enough money to buy them<\/em>.\u201d\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.workersnotrobots.com\/\">Online-Spiel der britischen Gewerkschaft GMB<\/a>\u00a0(General, Municipal, Boilermakers and Allied Trade Union) im Rahmen der Kampagne \u201cWe are not Robots\u201d: K\u00f6nnen Sie auf Ihrer letzten Amazon-Schicht vor Weihnachten gen\u00fcgend Pakete packen, um selbst welche kaufen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Streiks bei Amazon: \u201eWir haben uns auf einen langen Kampf eingestellt\u201c\u00a0<\/strong>\u201c<em>Die Gewerkschaft Verdi hat den Aufruf zu Warnstreik an zwei Amazon-Standorten im Weihnachtsgesch\u00e4ft verteidigt. Nur so erhalte man die volle Aufmerksamkeit des Unternehmens, sagte die Amazon-Expertin bei Verdi, Lena Widmann, im Dlf. Amazon sei kein herk\u00f6mmlicher Gegner: Der Konzern agiere hochgradig aggressiv<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streiks-bei-amazon-wir-haben-uns-auf-einen-langen-kampf.694.de.html?dram:article_id=436246\">Lena Widmann (ver.di) im Gespr\u00e4ch mit Tobias Armbr\u00fcster am 18.12.2018 beim Deutschlandfunk\u00a0<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201cK\u00f6nnen Amazon richtig weh tun\u201d \u2013 Verdi kontert Weihnachtsversprechen des Versandriesen<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Seit Montagmorgen haben etwa 350 Amazon-Mitarbeiter in Leipzig und Werne die Arbeit niedergelegt. Trotzdem garantiert Amazon die p\u00fcnktliche Auslieferung zu Weihnachten. Der Versandriese k\u00f6nnte die Gewerkschaft jedoch untersch\u00e4tzen. (\u2026) Amazon argumentiere immer mit der Gesamtzahl der Mitarbeiter. Dabei gebe es insgesamt zw\u00f6lf Versandhandelszentren in Deutschland. Dazu werde in Schichten gearbeitet. \u201eWenn aus einer Schicht dann die H\u00e4lfte der Arbeiter fehlen, tun wir Amazon auch schon durch ein paar hundert Streikende weh\u201c, erkl\u00e4rt Isemeyer. Man habe aus den Streiks der vergangenen Jahre gelernt und die Strategie umgestellt. \u201eWir sind jetzt in der Lage, aus dem laufenden Betrieb heraus zu streiken und haben uns dezentral organisiert\u201c, sagt Isemeyer. Die Streiks finden also nicht mehr fl\u00e4chendeckend statt, sondern an strategischen Punkten, an denen Amazon verwundbar sei. \u201eVor Ort analysieren wir, ob es sich lohnt, zu streiken\u201c, erkl\u00e4rt Isemayer. Aktuell tun das nur zwei Versandzentren. Weitere k\u00f6nnten sich also noch anschlie\u00dfen. Mitarbeiter w\u00fcrden dann einfach w\u00e4hrend der Schicht die Arbeit einstellen. (\u2026) \u201eRegelm\u00e4\u00dfige Lohnerh\u00f6hungen, die Zahlung eines Weihnachtsgeldes und sogenannte Bonuswochen sind nicht guter Wille, sondern eine Folge der Streiks\u201c, sagt hingegen Verdi-Sprecher Isemeyer. Man habe in den vergangenen Jahren also schon viel erreicht. Die Zukunft h\u00e4nge auch von diesem Weihnachten ab<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/aktien\/wegen-neuer-art-von-streiks-weihnachtspakete-noch-nicht-sicher-gewerkschaft-koennte-amazon-noch-sehr-gefaehrlich-werden_id_10079839.html\">Beitrag vom 17.12.2018 beim Focus online\u00a0<\/a><\/p>\n<p><strong>Streik bei Amazon in Werne bis Dienstagabend und in Leipzig bis Heiligabend \/ M\u00f6gliche Auswirkungen auf Weihnachtszustellungen [erw\u00fcnscht]<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Am Montagmorgen hat ein mehrt\u00e4giger Streik von Mitarbeitern beim Versandh\u00e4ndler Amazon in Leipzig begonnen. Laut einem ver.di-Sprecher bestehe deshalb die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig bei den Kunden ankommen k\u00f6nnten. Der Grund f\u00fcr den Arbeitskampf ist nach Angaben von ver.di, dass die Gewerkschafter damit ihre Forderung, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln, unterstreichen wollen. Ab der Nacht zum Montag bis Heiligabend sind jeweils Fr\u00fch- und Sp\u00e4tschicht in Leipzig zum Ausstand aufgefordert. Auch die Mitarbeiter im Versandhandelszentrum in Werne in Nordrhein-Westfalen sind zum Streik aufgerufen \u2013 das jedoch zun\u00e4chst bis Dienstagabend<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1108166.streik-in-leipzig-ver-di-ruft-zum-arbeitskampf-bei-amazon-auf.html\">dpa-Meldung vom 17.12.2018 beim ND online\u00a0<\/a><\/p>\n<p><strong>[3.12.18] ver.di streikt erneut bei Amazon in Werne<br \/>\n<\/strong><em>\u201cAm heutigen Montag ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Besch\u00e4ftigten bei Amazon am Standort Werne dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Bis zum morgigen Dienstag wird der Arbeitskampf fortgef\u00fchrt. Die Besch\u00e4ftigten streiken weiterhin f\u00fcr eine Bezahlung nach den Tarifvertr\u00e4gen des Einzelhandels. F\u00fcr die Landesbezirksfachbereichsleiterin f\u00fcr den Handel in NRW, Silke Zimmer, sind die Streiks gerade aufgrund des zunehmenden Stresses in der Weihnachtszeit folgerichtig. \u201eAmazon setzt darauf, dass die Besch\u00e4ftigten in der Weihnachtszeit klaglos die Mehrbelastung und auch \u00dcberstunden in Kauf nehmen. Die im Tarifvertrag vorgesehenen Mehrarbeitszuschl\u00e4ge will das Unternehmen aber nicht bezahlen. Daher ist der Streik die Konsequenz aus der Verweigerungshaltung des Unternehmens.\u201c F\u00fcr Zimmer zeigt die Haltung von Amazon gegen\u00fcber gewerkschaftlichem Einfluss im Unternehmen, dass die Streiks Wirkung haben. \u201eAmazon hat bereits zw\u00f6lf Eil- und Klageverfahren angestrengt, um zu verhindern, dass ver.di die Amazon-Besch\u00e4ftigten im Streik ansprechen und informieren kann. Diese Kosten w\u00fcrde das Unternehmen nicht in Kauf nehmen, wenn es keine Angst vor starken Gewerkschaften h\u00e4tte.\u201c so Zimmer weiter. F\u00fcr den in Werne zust\u00e4ndigen Gewerkschaftssekret\u00e4r, Karsten Rupprecht, geht es bei den Streiks auch um die W\u00fcrde der Kolleginnen und Kollegen: \u201eDerzeit wird durch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung wieder extrem viel Unruhe in das Unternehmen getragen. Streikende werden unter Druck gesetzt, sich nicht an den Arbeitsk\u00e4mpfen zu beteiligen. Doch f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten geht es darum ihre Rechte zu erk\u00e4mpfen. Daf\u00fcr haben sie h\u00f6chsten Respekt und keine Ausgrenzung verdient.\u201c<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/landespressemitteilung\/++co++b38401c4-f6f8-11e8-a284-525400940f89\">Pressemitteilung von ver.di NRW vom 03.12.2018\u00a0 <\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/handel\/handel-amazon\/alle-jahre-wieder-ver-di-streiks-bei-amazon-zur-weihnachtszeit\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 19. Dezember 2018 <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cWeihnachtszeit ist Streikzeit. Wenn es aufs gro\u00dfe Fest mit reichlich Geschenken zugeht, ruft die Gewerkschaft ver.di regelm\u00e4\u00dfig zum Arbeitsausstand beim Versandh\u00e4ndler Amazon auf. 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