{"id":477,"date":"2015-04-26T11:58:17","date_gmt":"2015-04-26T09:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=477"},"modified":"2015-04-26T15:18:15","modified_gmt":"2015-04-26T13:18:15","slug":"kampf-dem-plan-berset-fuer-gegenreformen-in-der-altersvorsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=477","title":{"rendered":"Stoppt den Plan Berset und die Gegenreformen in der Altersvorsorge"},"content":{"rendered":"<p><b>Die von der Genfer SPS-St\u00e4nder\u00e4tin <\/b><b>Liliane Maury Pasquier pr\u00e4sidierte<\/b><b> <\/b><b>Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des St\u00e4nderates hat am 26. M\u00e4rz 2015 einstimmig beschlossen, auf die Pl\u00e4ne von Bundesrat Berset (SPS) \u00a0\u00abAltersvorsorge 2020\u00bb einzutreten. Gleichzeitig wies die Kommission, wie ebenfalls bereits fr\u00fcher der Bundesrat, <!--more-->die AHV-Initiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) mit grosser Mehrheit zur\u00fcck. Es verdichtet sich damit ein\u00a0 politisches Szenario, das sich bereits anl\u00e4sslich der Lancierung des \u00abPlanes Berset\u00bb Ende 2012 abzeichnete: Es wird von der SPS und den Gewerkschaften kein nennenswerter Widerstand, geschweige denn eine Mobilisierung gegen die einschneidenden Verschlechterungen in der Altersvorsorge geben. Sie werden sich mit kleinen Zugest\u00e4ndnissen (z.B. in der Beibehaltung der Witwenrente) abspeisen lassen und diese dann als grosse Erfolge gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung verkaufen. Und in der entscheidenden Phase dann das gesamte Paket unterst\u00fctzen.<\/b><\/p>\n<p><b>Dabei unterscheidet sich der \u00abPlan Berset\u00bb von der unter Ruth Dreifuss (SPS) 1995 durchgezogenen 10. AHV-Revision insofern, als damals neben den massiven Verschlechterungen \u2013 vor allem der Erh\u00f6hung des Rentenalters der Frauen von 62 auf 64 Jahre \u2013 auch wirkliche Verbesserungen eingef\u00fchrt wurden, wie etwa die Betreuungsgutschrift und das Splittung f\u00fcr Ehepartner. Der \u00abPlan Berset\u00bb bringt demgegen\u00fcber nurmehr Verschlechterungen. Die zwei wichtigsten sind sicher eine weitere Erh\u00f6hung des Rentenalters f\u00fcr Frauen von 64 auf 65 Jahre und eine Senkung (und \u00abEntpolitisierung\u00bb) des Umwandlungssatzes in der zweiten S\u00e4ule.<\/b><\/p>\n<p><b>Dabei wird auf eine \u00abtechnische\u00bb Argumentation der Notwendigkeit solcher Abbaumassnahmen gesetzt: durch die Erh\u00f6hung der Lebenserwartung, von demografischen Ver\u00e4nderungen und der sinkenden Kapitalertr\u00e4gen an den Finanzm\u00e4rkten sei eine Senkung der Renten in der 2. S\u00e4ule und eine Erh\u00f6hung der Mehrwertsteuer f\u00fcr die Zusatzfinanzierung AHV und eine Erh\u00f6hung des Rentenalters unumg\u00e4nglich. Eine Argumentation, die grunds\u00e4tzlich von Links bis Rechts geteilt wird. Was die sogenannte 2. S\u00e4ule anbelangt, war f\u00fcr die Kr\u00e4fte links der SPS seit der Debatte um die Volkspension und den dazu lancierten Volksinitiativen der PdA (1969), der SPS (1970) und eines b\u00fcrgerlichen Komitees (1970) klar, dass nebst ihrem asozialen Charakter deren Finanzierungsgrundlage h\u00f6chst problematisch ist. Einsch\u00e4tzungen, die im Bericht zum Plan Berset aufgrund der erdr\u00fcckenden Faktenlage denn auch best\u00e4tigt werden m\u00fcssen.<\/b><\/p>\n<p><b>Die AHV, dem Modell der Volkspension nachgebildet, hat sich bislang als die sozialste und am solidesten finanzierbare Altervorsorge herausgestellt. In der Periode von 1948 &#8211; dem Datum der Einf\u00fchrung der AHV &#8211; \u00a0bis 2014 stieg die Lebenserwartung um \u00fcber 13 Jahre auf ca. 83 Jahre an. Heute bezahlen etwa halb so viele aktive Lohnabh\u00e4ngige die Renten f\u00fcr Rentnerinnen und Rentner wie um 1948. Von 1948 bis 1975 hinwiederum stiegen die Beitragss\u00e4tze von 4 % auf 8.4 % und die Renten haben sich, teuerungsbereinigt, ca. versechsfacht (Minimalrenten) bzw. etwa vervierfacht (Maximalrenten). All dies bei bis Ende der 80er Jahre steigenden Reall\u00f6hnen. So haben sich diese in den ersten 30 Jahren der AHV mehr als verdoppelt; in den vergangenen 40 Jahren sind sie immer mehr unter Druck gekommen und sie stagnieren seit der Mitte der 1990er Jahre und damit auch die lohnfinanzierten Einnahmen der AHV (und der zweiten S\u00e4ule). Das heisst hinter der \u00abFinanzierungskrise\u00bb vor allem der AHV steht die Schw\u00e4che der Arbeiterbewegung und insbesondere der Gewerkschaften, die dem wachsenden Druck der Unternehmer auf die L\u00f6hne bislang nichts entgegensetzen konnte.<\/b><\/p>\n<p><b>Wir haben anl\u00e4sslich des Berichtes des Bundesrates anl\u00e4sslich einer internen Debatte in der Gauche anticapitaliste einen Text zur Problematik verfasst. Wir publizieren ihn hier aus Aktualit\u00e4tsgr\u00fcnden, obwohl vielleicht einige Zahlen im ausf\u00fchrlichen Mengenger\u00fcst aufgrund der inzwischen verflossenen drei Jahre leicht nachgebessert werden m\u00fcssten. [Redaktion <i>maulwuerfe.ch<\/i>]<\/b><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>Die Altersvorsorge in der Schweiz ist mit dem sogenannten 3-S\u00e4ulenprinzip in ihrer Geschichte und in ihrer Ausgestaltung eng verbunden mit der Struktur der Klassenzusammenarbeit; und entsprechend wird die Schaffung einer einigermassen ausreichenden und krisenfesten Altersvorsorge f\u00fcr alle nur durch die Entwicklung starker sozialer K\u00e4mpfe m\u00f6glich werden, die die Mauern des politischen Konkordanzmodells und der Sozialpartnerschaft aufbricht. \u00a0Die Altersvorsorge entstand in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts f\u00fcr eine kleine Minderheit von Staatsangestellten und von bessergestellten Arbeitern und vor allem Angestellten der Exportindustrie, der Banken und Versicherungen als firmenbasierte, sozialpartnerschaftliche Vorsorge-Einrichtungen.<\/p>\n<p>Im Generalstreik von Anfang November 1918 wurde die Schaffung einer f\u00fcr alle EinwohnerInnen der Schweiz tragf\u00e4higen staatlichen Altersvorsorge, einer Volkspension, \u00a0zu einer zentralen Forderung. Zu diesem Zeitpunkt war nur eine kleine Minderheit\u00a0 von ca. 11% der Lohnabh\u00e4ngigen mit einer betrieblichen Altersvorsorge, das heisst einer Pensionskasse, versehen. Diese Pensionskassen deckten v.a. in der Privatwirtschaft nur einen kleinen Teil (ca. einen Viertel) des letzten Lohnes ab, beim Staat etwas mehr als die H\u00e4lfte. Die Streikleitung, das Oltener Aktionskomitee, kapitulierte damals bedingungslos, ohne dass auch nur eine der der zehn Forderungen, ausser dem Proporzwahlrecht,\u00a0 erf\u00fcllt worden w\u00e4re<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>. F\u00fchrende Mitglieder des Oltener Aktionskomitees spielten denn auch in den dreissiger Jahren eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des bedingungslosen Arbeitsfriedens (Konrad Ilg) und der Regierungszusammenarbeit (Robert Grimm).<\/p>\n<p>Diese Forderung einer einheitlichen gesicherten Altersvorsorge f\u00fcr alle erlag fortan dem Druck der verschiedenen Kr\u00e4fte aus Unternehmerverb\u00e4nden, konservativer Milieus (z.B. der Bauern und der Gewerbetreibenden), der Mittelschichten und der Banken und der Versicherungen. Dabei spielte die Illusion, dass sich ein wesentlicher Teil der Altersvorsorge durch die \u00c4ufnung eines individuellen oder mit dem Anstellungsverh\u00e4ltnis verkn\u00fcpften Kapitalstocks, der zweiten und der dritten S\u00e4ule, billiger zu haben sei. Dieses 3-S\u00e4ulenmodell setzte sich in der Volksabstimmung vom 3. Dezember 1972 &#8211; vorl\u00e4ufig endg\u00fcltig &#8211; gegen die Forderung einer Volkspension durch<\/p>\n<p>Mittlerweile zeigen sich die d\u00fcsteren Wolken der sich vertiefenden kapitalistischen Krisendynamik\u00a0 \u00fcber dieser Illusion. Entsprechend werden die Angriffe auf die Renten in der zweiten S\u00e4ule immer unausweichlicher. Allerdings sind die heute in die helvetische Konkordanz und in die Sozialpartnerschaft eingebundenen politischen Kr\u00e4fte nicht in der Lage, diese Angriffe abzuwehren. Denn die Altersvorsorge wird in den n\u00e4chsten Krisensch\u00fcben gerade in der zweiten S\u00e4ule immer weiter in eine ausweglose Situation geraten. Es sind klassenk\u00e4mpferische praktische politische Ans\u00e4tze notwendig, um eine Perspektive von einigermassen gesicherten Altersrenten f\u00fcr alle entwickeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Einige Fakten zur Altersvorsorge in der Schweiz<\/h2>\n<p>Gem\u00e4ss Bundesverfassung (Art. 112.2.b) haben die Renten der AHV, der ersten S\u00e4ule, den Existenzbedarf angemessen zu decken und gem\u00e4ss Art 113.2.a muss die zweite S\u00e4ule, die sogenannte berufliche Vorsorge (BVG), zusammen mit der Alters-, Hinterlassenen-und Invalidenversicherung (AHV) die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung erm\u00f6glichen; in der Praxis bedeutet dies, dass die sogenannte Ersatzquote bei ca. ungef\u00e4hr 60% des letzten Brutto-Erwerbseinkommens liegen sollte. \u00a0Die dritte S\u00e4ule, die sogenannte Selbstvorsorge, soll dar\u00fcber hinausgehende Bed\u00fcrfnisse abdecken.<\/p>\n<p>Mit dem 3-S\u00e4ulensystem wird die sich ohnehin versch\u00e4rfende\u00a0 soziale Ungleichheit im Rentenalter noch versch\u00e4rft. Lediglich eine Minderheit der Pensionierten verf\u00fcgt \u00fcber \u00a0alle drei S\u00e4ulen der Altersvorsorge: Leistungen aller drei S\u00e4ulen beziehen 34 Prozent der M\u00e4nner und 18 Prozent der Frauen. Leistungen aus der AHV und der beruflichen Vorsorge erhalten 44 Prozent der M\u00e4nner\u00a0 und 37 Prozent der Frauen. \u00dcber 12 Prozent aller Rentner bezieht nur eine Rente aus der ersten S\u00e4ule, bei den Rentnerinnen sind es sogar 38 Prozent. Die 10 Prozent mit dem h\u00f6chsten Einkommen kommen auf mindestens 7,5-mal mehr Einkommen als die 10 Prozent mit dem tiefsten Einkommen. Bei den Erwerbst\u00e4tigen hingegen verdienen die 10 Prozent Bestverdienenden 2,7-mal mehr als die 10 Prozent Tiefl\u00f6hner.\u00a0 Ein Blick auf die Bundessteuer-Statistik zeigt, dass 50 Prozent der Pensionierten ein Brutto-Einkommen von weniger als 3\u2018500 Franken erreicht. Diese Bev\u00f6lkerungsgruppe kann somit \u00abden bisherigen Lebensstandard nicht angemessen fortzuf\u00fchren\u00bb<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> . Damit wird klar: Der Verfassungsauftrag wird zumindest seinem Sinn nach mit dem 3-S\u00e4ulenmodell \u00a0f\u00fcr mindestens die H\u00e4lfte der RentnerInnen nicht erf\u00fcllt!<\/p>\n<p><b>Tabelle: Die drei S\u00e4ulen der Altersvorsorge im Vergleich<\/b><\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\"><b>\u00a0<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\"><b>AHV \u00a0\u00a0 (1. S\u00e4ule) <a title=\"\" href=\"#_ftn3\"><b>[3]<\/b><\/a><\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">\n<ol start=\"2\">\n<li><b>S\u00e4ule <a title=\"\" href=\"#_ftn4\"><b>[4]<\/b><\/a><\/b><\/li>\n<\/ol>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">\n<ol start=\"3\">\n<li><b>S\u00e4ule<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Auftrag gem\u00e4ss Bundesverfassung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">Art. 112.2.: Sicherung ExistenzbedarfArt. 112a: Erg\u00e4nzungsleitungen (EL)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Art 113.2.a: Gewohnte Lebenshaltung angemessen weiterf\u00fchren<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Art 111 : Drei S\u00e4ulen-Prinzip<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Versicherte<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">Alle EinwohnerInnen der Schweiz<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">3.6 Mio der 4.4 Mio Lohnabh\u00e4ngigen, davon 1\/7 nur mit BVG Minimum<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Ca 57% der 18 bis 65 J\u00e4hrigen <a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Abdeckung der RentnerInnen <a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">100% = 2.2 MioDavon EL: 12%; 220\u2018000 <a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">M :78%; F: 55%; davon Ehepaare: 48.4%<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">M: 34%; F: 18%Ehepaare: 30.6%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Quasi-Ersatzquote <a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">62%<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">71.2%<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">82.5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Solidarit\u00e4t<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">Gut<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Sehr Niedrig<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Keine<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Verm\u00f6gen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">44.2 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Ca. 700 \u00a0Mia Fr (etwa \u00bc des \u00a0 Volksverm\u00f6gens)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">31.2 Mia Fr <a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">J\u00e4hrliche Einnahmen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">38.5 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">60.2 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">J\u00e4hrliche Rentenleistungen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">AHV: 36.6 Mia FrEL-AHV: 2.3 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">30.4 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Kosten\/Einnahmen im Jahr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">.79 <a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> \u00a0 \/ 38.5 \u2248 2 %<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">5.7 \/ 60.2 \u2248 9%<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Lohnbeitr\u00e4ge<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">27.4 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">45 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Keine<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Tr\u00e4ger<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">Eidgen\u00f6ssisch<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">2351 Autonome Pensionskassen6 Lebensversicherer mit 1.6 Mio Versicherten und 214\u2018000 \u00a0 RentnerInnen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Banken und Versicherungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Staatliche Beitr\u00e4ge<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">AHV: 9.8 Mia FrEL: 2.3 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Keine <a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">450 Mio Fr Steuer\u00adabz\u00fcge beim Bund<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Kapitalertr\u00e4ge u.a.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">1.3 Mia Fr<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">15.9 Mia (2009)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"163\">Komplexit\u00e4t<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"164\">Einfach<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">Hoch: \u00fcber 2\u2018350 PKs mit allen m\u00f6glichen Formen von Reglementen etc.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"162\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Der kr\u00e4nkelnde dritte Beitragszahler in der zweiten S\u00e4ule<\/h2>\n<p><b>\u00a0<\/b>Die 2. S\u00e4ule basiert auf der Annahme, dass etwa ein Drittel\u00a0 des notwendigen Alterskapitals durch den sogenannten dritten Beitragszahler, d.h. die Renditen der get\u00e4tigten Kapitalanlagen finanziert werden k\u00f6nnte. Diese Annahme erweist sich angesichts der sich versch\u00e4rfenden Krise und der sinkenden Renditen vor allem seit 2001 \/ 2002 als unhaltbar. Zwischen 2001 und 2010 wurden auf den Verm\u00f6gen der 2. S\u00e4ule insgesamt knapp \u00a060 Mia, das heisst etwa 9 % definitiv verloren.<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> Ferner sind die mittlerweile an den Finanzm\u00e4rkten zu erzielenden Renditen viel zu tief,\u00a0 um die Rentenversprechen\u00a0\u00a0 einhalten zu k\u00f6nnen. Die Kapitalrendite f\u00fcr sichere Anlagen hat sich zwischen 1985 \u2013 wo die Berechnungsgrundlagen f\u00fcr die 2. S\u00e4ule festgelegt wurden &#8211; \u00a0und 2010 um 42% vermindert.<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> Dies f\u00fchrt zu immer heftigeren Angriffen im Rahmen eines Reformprozesses, in dessen Rahmen die Rentenh\u00f6he, die Beitragsh\u00f6he und sogar das Rentenalter auf Kosten der Lohnabh\u00e4ngigen und der RentnerInnen angepasst werden sollen. Wichtige Instrumente dabei sind: Rentensenkungen, vor allem \u00fcber eine Senkung des Umwandlungssatzes und Mindestzinssatzes; Erh\u00f6hung der Lohnabz\u00fcge; Wechsel aus dem Leistungsprimat zum Beitragsprimat; Sanierung von Pensionskassen bis hin zu einer Erh\u00f6hung des Rentenalters. Da dies alles \u00e4usserst unpopul\u00e4re Massnahmen sind, die in einer Referendumsabstimmung immer noch wenig Chancen h\u00e4tten, empfiehlt das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherung denn auch eine \u00abEntpolitisierung der Rentenfrage\u00bb.<\/p>\n<p><b>Rentensenkung \u00fcber eine Senkung des Umwandlungssatzes und des Mindestzinssatzes<\/b>: F\u00fcr die obligatorische berufliche Vorsorge (BVG) \u00a0gilt ein Mindestumwandlungssatz. 2011 betr\u00e4gt dieser Satz 6.95% f\u00fcr M\u00e4nner und 6,9% f\u00fcr Frauen, nachdem dieser mit der 1. BVG Revision vom 3. Oktober 2003 ab 2004 von 7.2% mit einer \u00dcbergangsfrist bis 2014 auf 6.8% gesenkt wurde. Im Umfeld dieser Senkung fanden grosse nationale Mobilisierungen statt, die jedoch von den F\u00fchrungen der Gewerkschaften und der SP nicht genutzt wurden, um den Widerstand gegen diese Rentensenkung aufzubauen. Um einen Mindestumwandlungssatz von 6,8 % zu garantieren, brauchen die Pensionskassen langfristig im Schnitt eine Kapitalrendite von 4,95 %. Mit einem Mindestumwandlungssatz von 6,4 % gen\u00fcgt eine Rendite von 4,35 %.\u00a0\u00a0 Mit dem heutigen Mindestumwandlungssatz\u00a0 m\u00fcssten in den kommenden Jahren sch\u00e4tzungsweise 600 Millionen Franken j\u00e4hrlich auf die eine oder andere Art zus\u00e4tzlich erbracht werden, davon ein grosser Teil in Form von h\u00f6heren Beitr\u00e4gen. Der Mindestzinssatz, der der Berechnung des Altersguthabens im BVG-Teil der Pensionskassen zugrunde gelegt wird, wurde bereits mit der 1. BVG-Revision, im Einverst\u00e4ndnis mit der Regierungslinken, von 2003 \u00abentpolitisiert\u00bb und mit einer Formel berechnet. Er betrug Anfang 2002 4 %; per Anfang 2012 wurde er auf 1 \u00bd % herabgesetzt, also innerhalb von 10 Jahren mehr als halbiert!<\/p>\n<p><b>Vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat<\/b>: Seit 1990, wo beinahe alle autonomen Pensionskassen nach dem Beitragsprimat funktionierten, sind inzwischen beinahe alle autonomen PKs, ausser im \u00f6ffentlichen Dienst, in das Beitragsprimat gewechselt. Per Ende 2010 waren nur mehr ca. 40% des Verm\u00f6gens unter Leistungsprimat. Bei den von sechs\u00a0 Versicherungsgesellschaften verwalteten Sammelstiftungen galt schon immer das Beitragsprimat, was zu Zeiten hoher Renditen am Kapitalmarkt grosse Profite f\u00fcr die Versicherungen brachte. Damit richtet sich die Rente nicht mehr nach einem Rentenziel; dies w\u00e4re nach Bundesverfassung zwingend und ist logischerweise bei Pensionskassen mit Leistungsprimat reglementarisch entsprechend festgelegt. Mit \u00abdem Beitragsprimat haben die Versicherten das Risiko der Kapitalmarktentwicklungen selbst zu tragen\u00bb<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a>. Gegen diese \u00c4nderungen gab es bislang keinen Widerstand seitens der SP und der Gewerkschaften. Heute muss \u00a0angesichts der massiven Senkung der Kapitalrenditen bei einem Wechsel ins Beitragsprimat \u00abdurchschnittlich mit einem Verlust auf den Rentenanspruch von \u00fcber 40%\u00bb (ibid) gerechnet werden.\u00a0 Beim Beitragsprimat wird festgelegt, welche Kategorien von Versicherten wie viele Lohnprozente als Beitr\u00e4ge einzahlen m\u00fcssen. Die H\u00f6he der individuellen Rente h\u00e4ngt dann von der H\u00f6he und der Dauer der individuellen Beitragszahlungen ab. Im Gegensatz dazu wird im Leistungsprimat festgelegt, wie viele Prozente des letzten versicherten Lohnes die Rente dereinst betragen wird. Die individuellen Lohnprozente werden entsprechend der daf\u00fcr n\u00f6tigen Vorfinanzierung festgelegt.<\/p>\n<p><b>Sanierung von Pensionskassen: <\/b>Die Solvenz einer Vorsorgeeinrichtung misst sich an ihrer F\u00e4higkeit, die Verpflichtungen gegen\u00fcber den Versicherten erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Dies ist im Artikel 65 des BVG so festgelegt. Als im M\u00e4rz 2000 die B\u00f6rsen-Kurse zu sinken begannen, wurden auch die in der beruflichen Vorsorge t\u00e4tigen Lebensversicherer in die Krise, sowie viele Pensionskassen in die Unterdeckung getrieben, das heisst sie mussten Massnahmen zur Sanierung ergreifen. Per Ende 2011 wird gesch\u00e4tzt, dass sich rund ein Drittel der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung befindet. Bei den \u00f6ffentlich-rechtlichen Pensionskassen d\u00fcrften es gegen drei Viertel sein. Besonders schw\u00e4chere Kassen sind gegen\u00fcber Unterdeckung exponiert, aber auch bei grossen Kassen kann es zu schweren Unterdeckungen kommen, da sie, wie bei den \u00f6ffentlich\u2014rechtlichen Kassen, durch das Leistungsprimat h\u00f6here Verpflichtungen haben oder aber durch Veruntreuung oder durch risikoreiche Anlagestrategien schwere Verluste erleiden.<\/p>\n<p>Sanierungsmassnahmen kommen letztendlich nicht um eine Senkung der Renten und die Erhebung von Sonderbeitr\u00e4gen herum; bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Kassen m\u00fcssen wir unter Umst\u00e4nden auch als SteuerzahlerInnen in die Tasche greifen.\u00a0 In einzelnen Kassen wurde sogar schon eine Erh\u00f6hung des Renteneintrittsalters erwogen. St\u00e4rkere Kassen mit einem grossen \u00fcber-obligatorischen Teil k\u00f6nnen die Sanierungen auch durch Quersubventionierungen in den obligatorischen Teil bewerkstelligen, was aber mittelfristig notwendigerweise ebenfalls eine Rentensenkung oder eine Beitragserh\u00f6hung nach sich zieht.<\/p>\n<p>Die Kampagne \u00ab Nein zu Sanierungsmassnahmen der PKs\u00bb wie sie Ende Februar 2009 von der UNIA lanciert wurde, ist vermutlich gut gemeint aber materiell haltlos, wenn man die 2. S\u00e4ule nicht durch ein Umlageverfahren (wie die AHV) ersetzen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><b>Entpolitisierung der Rentenfrage<\/b>: Das politische Hauptproblem in der zweiten S\u00e4ule ist, dass die RenterInnen hartn\u00e4ckig eine gesicherte Rente wollen. Genau daran ist die Rentensenkung im M\u00e4rz 2010 in der Referendumsabstimmung gegen die Senkung des Umwandlungssatzes gescheitert. Gleichzeitig setzen die Realit\u00e4ten der kapitalistischen Krisen<a title=\"\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> dem sogenannten dritten Beitragszahler in der zweiten S\u00e4ule schwer zu, und ein heftiger Angriff auf die Renten bleibt letztendlich unausweichlich. Das BSV sieht es als seine Aufgabe an, diese Angriffe so aufzusetzen, dass sie politisch \u00abdurchsetzbar\u00bb werden, unter Ausschaltung der Referendumsdemokratie: \u00abNova hat die Aufgabe, diese BVG-Reform den Abstimmungssiegern [vom M\u00e4rz 2010, Anmerkung des Autors] schmackhaft zu machen\u2026.\u00a0 Sie hatte den heutigen Umwandlungssatz schon als Gewerkschaftssekret\u00e4rin als zu hoch bezeichnet.\u00bb<a title=\"\" href=\"#_ftn16\"><sup><sup>[16]<\/sup><\/sup><\/a> Colette Nova, die heutige Verantwortliche im\u00a0 Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherung f\u00fcr die berufliche Vorsorge und damit auch f\u00fcr die Erarbeitung des BSV-Berichtes, arbeitete fr\u00fcher als Verantwortliche f\u00fcr Sozialversicherungen beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Der BSV-Bericht h\u00e4lt fest: \u00abEs stellt sich auch die Frage, ob es nicht besser w\u00e4re, gar keinen Mindestumwandlungssatz im Gesetz zu verankern, sondern diese Kompetenz zum Beispiel dem Bundesrat oder dem obersten Organ der Vorsorgeeinrichtung zu \u00fcbertragen. Bei dieser Gelegenheit m\u00fcsste m\u00f6glicherweise auch eine Anhebung des ordentlichen Rentenalters in Betracht gezogen werden. \u2026 Mit dieser L\u00f6sung k\u00f6nnte diese Thematik entpolitisiert werden \u2026 \u00bb.<a title=\"\" href=\"#_ftn17\"><sup><sup>[17]<\/sup><\/sup><\/a> Der neu gew\u00e4hlte SP-Bundesrat Alain Berset, Chef von Nova, hat sich denn auch wenige Tage nach seiner Wahl in der Frage Reform der Altersvorsorge vor Nova und damit unzweideutig auf die Seite der Versicherungskonzerne und der Unternehmer gestellt.<a title=\"\" href=\"#_ftn18\"><sup><sup>[18]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<h2>Was tun? Auf in den Kampf f\u00fcr eine Volkspension!<\/h2>\n<p>Die Altersvorsorge in der Schweiz hat mit der AHV einen Pfeiler, der erstens die gesamte Bev\u00f6lkerung abdeckt und der zweitens auf einer Reihe von Elementen der Solidarit\u00e4t zwischen den Generationen und der verschiedenen Einkommenskategorien aufgebaut ist. Die AHV entspricht in etwa dem Modell einer Volkspension, wie sie im Generalstreik vom November 1918 durch die Arbeiterklasse gefordert wurde und in einer Volksabstimmung Ende 1972 mit der Unterst\u00fctzung der Gewerkschaften und der SP haushoch verworfen wurde. Die AHV ist vergleichsweise recht resistent gegen die sich vertiefenden Krisentendenzen \u2013 sie h\u00e4ngt von der Dynamik der Lohnentwicklung und damit weitgehend von der Existenz\u00a0 einer starken, k\u00e4mpferischen und programmatisch klaren Arbeiterbewegung ab. Sie k\u00f6nnte durch einheitlich gef\u00fchrte Mobilisierungen \u00fcber alle Bev\u00f6lkerungsgruppen\u00a0 verteidigt und ausgebaut werden. Der weiterhin grosse R\u00fcckhalt der AHV in der breiten Bev\u00f6lkerung wird auch daran ersichtlich, dass seit dem Referendum gegen die 11. AHV-Revision von 2004 jeder weitere grossangelegte Angriff gegen sie gescheitert ist. Der einzige erfolgreiche Angriff gelang mit der \u00a010. AHV-Revision der SP Bundesr\u00e4tin Ruth Dreifuss\u00a0 von 1997, wo das Rentenalter der Frauen bis 2005 schrittweise auf 64 Jahre erh\u00f6ht \u00a0wurde. Da die Arbeiterbewegung in der Schweiz jedoch seit bald 80 Jahren Jahren zunehmend im klebrig-z\u00e4hen Morast der Regierungszusammenarbeit und des Arbeitsfriedens begraben wurde, ist der Umbau der Altersvorsorge in eine Volkspension vorl\u00e4ufig trotz ihrer grossen Vorteile und ihres starken R\u00fcckhaltes in der Bev\u00f6lkerung keine handgreifliche konkrete politische Perspektive.<\/p>\n<p>Und trotzdem muss der Druck in diese Richtung aufgebaut werden. Die einzige realistische Forderung zur Sicherung der Renten f\u00fcr alle ist die Volkspension. Unter der Formel \u00abAbschaffung der 2. S\u00e4ule \u2013 f\u00fcr ausreichende und sichere Altersrenten f\u00fcr alle!\u00bb<\/p>\n<p>In einem solchen Modell m\u00fcsste eine Mindestrente festgelegt werden, als Betrag (z.B. 48\u2018000.-) \u00a0oder pro rata (z.B \u00a070%) des letzten Einkommens und zwar bis zu einem Maximum (z.B. von 70\u2018000.- pro Jahr). In einer \u00dcbergangsfrist m\u00fcssten die zweite S\u00e4ule langsam in die AHV \u00fcberf\u00fchrt werden und die bereits bestehenden Renten d\u00fcrften nicht unterschritten werden. Die Rentenversprechen an die aktiven BeitragszahlerInnen m\u00fcssten bis zu einem Maximalbetrag, der anhand des bis zur Umstellung ersparten Alterskapitals (z.B. von 100\u2018000 pro Jahr) eingehalten werden. Dies w\u00fcrde eine Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge (mit den angegebenen Werten um ca. 10 bis 20% auf insgesamt etwa 120 Mia Fr) bedeuten. Eine massive Beitragserh\u00f6hung ist aber sowieso unumg\u00e4nglich, um in der zweiten S\u00e4ule die Krisenfolgen auffangen zu k\u00f6nnen. Andererseits wird durch diese Massnahme den exponierten ca. unteren 50% der RentnerInnen eine \u00ab angemessene Fortf\u00fchrung des bisherigen Lebensstandards \u00bb erm\u00f6glicht.<a title=\"\" href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> Je mehr die Sicherung der Altersrenten durch soziale K\u00e4mpfe errungen werden kann, umso mehr kann die zus\u00e4tzliche Beitragslast den Reichen und den Unternehmern aufgeb\u00fcrdet werden. Wird dieser Kampf nicht gef\u00fchrt, so entwickelt sich um den serbelnden dritten Beitragszahler \u00fcber die n\u00e4chsten Jahrzehnte eine unabsehbare Krise in der gesamten Altersvorsorge.<\/p>\n<p>Mit den sich immer schneller wiederholenden und immer tiefer gehenden Finanzkrisen seit \u00fcber 15 Jahren ist international \u00a0klar: Die einstmals hohen Rentenversprechungen in den auf Kapitaldeckung basierten Rentensystemen k\u00f6nnen nicht eingehalten werden. Die Angriffe auf die Rentensysteme werden immer h\u00e4rter und geh\u00f6ren zum zentralen Pfeiler seit der Er\u00f6ffnung des sozialen Krieges\u00a0 vom Fr\u00fchjahr 2010 gerade in Europa. In allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und den USA wird das Rentenalter erh\u00f6ht, die Renten gek\u00fcrzt, die Beitr\u00e4ge erh\u00f6ht. Beinahe \u00fcberall entsteht Widerstand und die Regierungen stehen vor dem Problem, diese R\u00fcckschritte gegen den Willen der Bev\u00f6lkerung durchzusetzen. Auch in der Schweiz ist dies so, wie die Abstimmung vom 10. M\u00e4rz 2010 zeigte, wo \u00fcber 72 % der Stimmenden eine Senkung des Umwandlungssatzes auf 6.4% ablehnte. In der Studie des Bundesamtes f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV, 2012), die von der parit\u00e4tischen BVG-Kommission ausgearbeitet wurde, geht es denn auch darum, einen Massnahmenkatalog zu formulieren, um die Anpassung an die Realit\u00e4t der sinkenden Leistungsf\u00e4higkeit der zweiten S\u00e4ule durch eine Senkung der Renten an den Versicherten vorbeizuschmuggeln. Und es muss festgehalten werden: Es gibt keine andere M\u00f6glichkeit, sofern an dieser Form der Altersvorsorge festgehalten wird, die sich auf den sogenannten \u00abdritten Beitragszahler\u00bb, die Finanzm\u00e4rkte, abst\u00fctzt; dieser ist letztendlich durch die tendenziell fallende Profitrate dazu verurteilt, seine Beitr\u00e4ge zu reduzieren, so dass die Lohnbeitr\u00e4ge unweigerlich angehoben und \/ oder die Renten fallen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ein Zwischenschritt w\u00e4re die Schaffung einer Einheitskasse<a title=\"\" href=\"#_ftn20\">[20]<\/a>. Diese w\u00fcrde erlauben, die momentan sehr ungleiche Risikoverteilung und die unterschiedlichen Leistungsmerkmale zwischen einzelnen Pensionskassen und zwischen verschiedenen RenterInnengruppen auszugleichen und die Altersvorsorge mehr in einen politischen demokratischen Rahmen zu schieben. Ganz abgesehen davon, dass damit erhebliche Einsparungen m\u00f6glich w\u00e4ren. Die Einheitskasse w\u00fcrde zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt im Prozess des \u00dcbergangs in die Volkspension.<\/p>\n<p>Vor allem in den Angriffen auf die AHV, die nach dem Umlageverfahren funktioniert, spielt das Argument der \u00a0Erh\u00f6hung der durchschnittlichen Lebenserwartung und die Erh\u00f6hung des Verh\u00e4ltnisses RentnerInnen \/ BeitragszahlerInnen eine zentrale Rolle. Dieses Argument wird seit mindestens 40 Jahren angef\u00fchrt und wurde urspr\u00fcnglich vor allem eingesetzt, um die politischen Verfechter des 3-S\u00e4ulenmodells gegen die Volkspension und die AHV politisch zu st\u00e4rken. Heute wird dieses Argument ebenfalls in der 2.S\u00e4ule eingesetzt, um eine Erh\u00f6hung des Rentenalters, eine Rentensenkung und die Erh\u00f6hung der Lohnabz\u00fcge f\u00fcr die 2. S\u00e4ule zu rechtfertigen. Die AHV ist bis heute finanziell erstaunlich robust, trotz aller Prognosen, und ohne dass bislang wesentliche Abbaumassnahmen durchgesetzt worden w\u00e4ren. Dabei spielen solche Mechanismen der h\u00f6heren Lebenserwartung sicher eine wichtige Rolle und es sind Antworten n\u00f6tig, wie ihnen begegnetet werden muss, ohne die Rentensicherung zu gef\u00e4hrden. Es liegt auf der Hand, dass dies nur \u00fcber eine entsprechende Dynamik der Lohneinkommen der aktiven Generation geschehen kann, wie bei der Volkspension. Allerdings ist diese Dynamik der Lebenserwartung seit einigen Jahren in eine S\u00e4ttigung getreten, so dass die durchschnittliche Lebenserwartung \u00fcber die folgenden f\u00fcnf Jahrzehnte weiterhin deutlich unter 90 Jahren bleiben wird.<a title=\"\" href=\"#_ftn21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Die Entwicklungen w\u00e4hrend des Jahres 2011 haben ein Grundgesetz der Geschichte best\u00e4tigt: Wenn die Massen die B\u00fchne der Geschichte betreten, werden fortschrittliche Dinge m\u00f6glich, die kurze Zeit\u00a0 vorher als undenkbar erschienen. Dies wurde in den arabischen L\u00e4ndern durch den Sturz von deren verhassten Regimes offenkundig, auch wenn der Weg in eine einigermassen befreite Gesellschaft f\u00fcr die Massenbewegungen dieser L\u00e4nder noch weit sein wird. So auch in der Altersvorsorge. Auch in der Schweiz. Die europ\u00e4ische Bourgeoisie hat vor bald zwei Jahren anl\u00e4sslich der Versch\u00e4rfung der europ\u00e4ischen Schuldenkrise den sozialen Krieg gegen die Lohnabh\u00e4ngigen und die RentnerInnen er\u00f6ffnet. Es kam im Jahre 2011 zu einer seit Jahrzehnten nicht mehr beobachteten Massenaktivit\u00e4t, die sich in allein in Europa in 18 Generalstreiks zuspitzte. Die Frage der gesicherten Renten und des Rentenalters war immer eine der zentralen Forderungen dieser Generalstreiks und der Mobilisierungen;\u00a0 dies ist eine direkte Folge der massiven Angriffe der Regierungen auf die Rentensysteme verschiedener L\u00e4nder. Und diese Angriffe werden sich notwendigerweise versch\u00e4rfen, die Mobilisierungen werden zunehmen. Dies wird auch die politische Situation in der Schweiz beeinflussen, auch wenn vollst\u00e4ndig offen ist, in welchem Sinne. Denn \u00fcberall, und vor allem in der Schweiz fehlt diesen Massenbewegungen vorderhand ein politisch-organisatorisches Instrument, um das Steuer zu wenden.<\/p>\n<p>In der Schweiz war die Frage der Altersvorsorge, der Sicherung der Renten immer wieder ein Z\u00fcnder f\u00fcr Mobilisierungen, die sogar bis in das weite Vorfeld der Machtfrage f\u00fchrten, wie beim Generalstreik im November 1918. Auch neuerdings konnten auf dieser Frage durch Mobilisierungen, und nur durch diese! &#8211; Erfolge verbucht werden: Die Streikbewegung im Bau von 2002 und 2003, die in die Fr\u00fchpensionierung ab 60 f\u00fchrte; dies immerhin in einer Zeit, als in der Schweiz und international seit Jahren und Jahrzehnten nur mehr \u00fcber eine Erh\u00f6hung des Rentenalters geredet wurde! Dann das erfolgreiche Referendum gegen die 11. AHV-Revision von 2004 und das Referendum gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes (\u00abRentenklau\u00bb) vom M\u00e4rz 2010. Erfolge sind also m\u00f6glich! Allerdings ist der Kampf f\u00fcr die Volkspension, f\u00fcr gesicherte Altersrenten f\u00fcr alle, von einer anderen Gr\u00f6ssenordnung. Denn weder gibt es momentan eine entsprechende soziale Mobilisierung noch eine politische Organisation, die f\u00fcr diese Mobilisierung zu einem Instrument f\u00fcr die Durchsetzung eines solchen Programmes werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<p>Neben den zitierten Quellen wurden folgende Publikationen verwendet:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Die entsprechenden Publikationen der Bundesverwaltung (<a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/\">www.admin.ch<\/a>) und des eidgen\u00f6ssischen B\u00fcros f\u00fcr Statistik (<a href=\"http:\/\/www.statistik.admin.ch\">www.statistik.admin.ch<\/a>)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 BSV 2012: Entwurf des Berichtes des Bundesrates zuhanden der Bundesversammlung \u00fcber die Zukunft der 2. S\u00e4ule, 4. Januar 2012<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Mathieu Leimgruber: Solidarity without the State? Business and the shaping of the Swiss Welfare State, 1890 -2000. Cambridge, 2008<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Rudolf Rechsteiner\u00a0: Das 200-Milliarden-Gesch\u00e4ft. Pensionskassen in der scweiz \u2013 eine Einf\u00fchrung f\u00fcr Versicherte und Stiftungsr\u00e4te, Z\u00fcrich, 1984<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Jost Steiger\u00a0: zweite S\u00e4ule\u00a0: Sozialwerk oder Gesch\u00e4ft\u00a0? Vollausbau der AHV\/IV als Alternative zur \u201eDrei-S\u00e4ulen-Konzeption\u201c, Z\u00fcrich, 1975<\/p>\n<p>we \u2013 Januar 2012<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Es sei daran erinnert, dass Anfang November 1918 beinahe die gesamte europ\u00e4ische Staatenwelt durch Massenaufst\u00e4nde ins Wanken geraten war; in Deutschland kam es zur bis dahin st\u00e4rksten Entwicklung von Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten, st\u00e4rker als ein Jahr zuvor in Russland. Das Oltener Aktionskomitee hat den Streik nach vielem Z\u00f6gern denn auch nur ausgerufen, um nicht von linken Str\u00f6mungen in der Arbeiterklasse und in der SP \u00fcberrollt zu werden. Siehe dazu auch W. Gautschi, Der Landesgeneralstreik 1918, p. 276ff<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Zu dieser Feststellung kommt auch BSV 2012<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Siehe BSV 2012 (Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen): AHV-Statistik 2010 und EL Statistik 2010<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Siehe BSV 2012: Berufliche Vorsorge und 3. S\u00e4ule; diese Statistik reicht bis 2009, weshalb die Daten f\u00fcr 2009 verwendet werden und Bericht des Bundesrates zuhanden der Bundesversammlung \u00fcber die Zukunft der 2. S\u00e4ule, 4. Januar 2012<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Siehe Beitrag in <a href=\"http:\/\/www.stocks.ch\">www.stocks.ch<\/a> vom 19.11.2009; dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass es sich vermutlich nicht in erster Linie um Lohnabh\u00e4ngige handelt, sondern um selbst\u00e4ndig Erwerbende, die nicht dem BVG unterstellt sind und die deshalb attraktivere Bedingungen f\u00fcr die 3a S\u00e4ule haben; insbesondere k\u00f6nnen sie j\u00e4hrlich maximal bis 33\u2018408 Fr anstatt 6\u2018682 Fr steuerbeg\u00fcnstigt einzahlen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Siehe Medienmitteilung des SGB vom 5.1.2012<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Gem\u00e4ss BSV 2012; die EL Statistik 2010 gibt demgegen\u00fcber eine Zahl von nur 170\u2018000 an, was ca 50\u2018000 tiefer liegt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a>\u00a0 Die Quasi-Ersatzquote ist das Verh\u00e4ltnis der durchschnittlichen Einkommen einer Rentnergruppe zum durchschnittlichen Einkommen der Erwerbst\u00e4tigen-Haushalte wird anhand der Quasi-Ersatzquote errechnet. Dabei wird von einer Referenzperson ausgegangen, deren Alter h\u00f6chstens f\u00fcnf Jahre unter dem ordentlichen R\u00fccktrittsalter liegt. Die hier benutzten Zahlen beziehen sich auf 2005.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Siehe Eidgen\u00f6ssische Steuerverwaltung, 16. November 2009: Steuerliche Effekte der privaten Altersvorsorge. Dieser Betrag d\u00fcrfte heute betr\u00e4chtlich h\u00f6her liegen als noch 2008, da die krisenbedingten Ersch\u00fctterungen der zweiten S\u00e4ule seit 2008 das allgemeine Vertrauen in deren mittel- bis langfristige Solidit\u00e4t ersch\u00fcttert hat. Siehe dazu z.B. Handelszeitung vom 13.1.2011: Die S\u00e4ule der Verzweiflung<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Siehe Beobachter 3\/10 : Was die AHV wirklich kostet<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Pensionskassen besteht jedoch gelegentlich eine Staatsgarantie<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> TA, 28. November 2011. Schweizer Haushalte verloren in 10 Jahren 184 Mia Franken.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Schweizerischer Versicherungsverband (ASA \/ SVV): Jahresbericht 2010<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Siehe Rene Weibel, Wechsel ins Beitragsprimat, SonntagsZeitung vom 19. November 2006. Weibel ist Mitinhaber der Weibel Hess &amp; Partner AG; diese Firma ist vor allem als Beraterin f\u00fcr Pensionskassen t\u00e4tig.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Die sich seit 15 Jahren h\u00e4ufenden und vertiefenden Finanzkrisen sind ein Ausdruck und\u00a0 eine Best\u00e4tigung des sogenannten Gesetzes des tendenziellen Falles der Profitraten, das in der marxistischen Krisentheorie eine zentrale Rolle einnimmt und von K. Marx im dritten Band des Kapital beschrieben wird.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> NZZ 5.Januar 2012, Reformpaket f\u00fcr die zweite S\u00e4ule<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> BSV 2012, p87<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> TA 27.Dezember 2011, Berset \u00fcbernimmt b\u00fcrgerliche Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Rentenreform<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Siehe f\u00fcr diese sehr grobe Absch\u00e4tzung die Angaben in der obenstehenden Tabelle: Anzahl RentnerInnen (aufgerundet auf 2.5 Mio) * Minimalrente bzw Maximalrente (48\u2018000 bzw.70\u2018000) = 120 Mia bzw 174 Mia ; die gegenw\u00e4rtigen Einnahmen betragen unter Ber\u00fccksichtigung der staatlichen Beitr\u00e4ge an die AHV und die EL-AHV \u00fcber 110 Mia Fr. Ferner ist zu ber\u00fccksichtigen, dass bei weitem nicht die gesamten 700 Mia Fr Verm\u00f6gen der zweiten S\u00e4ule in der \u00dcbergangsphase gebraucht w\u00fcrden, um die Besitzstandswahrung im Rahmen der angegeben Grenzen zu finanzieren und f\u00fcr die Quersubventionierung benutzt werden k\u00f6nnten, wie auch w\u00e4hrend der \u00dcbergangsphase ein grosser Teil der bestehenden Renten aus dem Verm\u00f6gen der zweiten S\u00e4ule finanziert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> Paul Rechsteiner hat am 19.Juni 2003 im Nationalrat ein entsprechendes Postulat eingereicht. Im BVG Bericht wird diese Idee naturgem\u00e4ss vehement zur\u00fcckgewiesen, wie dies bereits der Bundesrat in Beantwortung dieses Postulats getan hat..<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a> Siehe Bundesamt f\u00fcr Statistik, Tabelle Indikatoren der Sterblichkeit in der Schweiz, 1971 bis 2060.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von der Genfer SPS-St\u00e4nder\u00e4tin Liliane Maury Pasquier pr\u00e4sidierte Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des St\u00e4nderates hat am 26. M\u00e4rz 2015 einstimmig beschlossen, auf die Pl\u00e4ne von Bundesrat Berset (SPS) \u00a0\u00abAltersvorsorge 2020\u00bb einzutreten. Gleichzeitig &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,3],"tags":[8,40,25],"class_list":["post-477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnen","category-schweiz","tag-altersvorsorge","tag-antikapitalistische-linke-schweiz","tag-arbeiterbewegung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=477"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":489,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/477\/revisions\/489"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}