{"id":4926,"date":"2019-02-11T16:26:11","date_gmt":"2019-02-11T14:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4926"},"modified":"2019-02-11T16:27:02","modified_gmt":"2019-02-11T14:27:02","slug":"frauenkaempfe-im-schweizer-landesstreik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=4926","title":{"rendered":"Frauenk\u00e4mpfe im Schweizer Landesstreik"},"content":{"rendered":"<p><em>sah.\u00a0<\/em><strong>Die Vorgeschichte zum Landesstreik beginnt mit den \u00abKartoffel-Krawallen\u00bb: Ab 1916 besetzen Frauen in verschiedenen St\u00e4dten der Schweiz die Marktpl\u00e4tze, um gegen die steigenden Lebensmittelpreise<!--more--> zu demonstrieren. Im Juni 1916 marschieren Frauen vors Bundeshaus. Trotz Polizeiblockade bem\u00e4chtigen sie sich der Marktst\u00e4nde und nehmen den Verkauf selber an die Hand.<\/strong><\/p>\n<p>Roter Farbreiz auf dem Deckel des Buches, das den Titel \u00ab100 Jahre Landesstreik!\u00bb tr\u00e4gt. Anfangs 2018 erschien der Reader mit Referaten zur Tagung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), der zum Gedenken an den Generalstreik organisiert wurde. Der damalige Pr\u00e4sident des SGB Paul Rechsteiner schrieb im Vorwort, dass der Streik ein wichtiges innenpolitisches Ereignis des 20. Jahrhunderts und zugleich zentral f\u00fcr die linke Bewegung in der Schweiz sei. 250\u2019000 Frauen und M\u00e4nner legten ihre Arbeit w\u00e4hrend der drei Tage im November nieder. Sieg und Niederlage geh\u00f6rten beide zu den Geschehnissen rund um den Landesstreik.\u00a0Das abrupte Ende am 14. November der Streikaktion war sowohl entt\u00e4uschend wie auch wichtig, um nach den drei get\u00f6teten Arbeitern weiteres Blutvergiessen zu vermeiden. Die milit\u00e4rischen Gerichtsverfahren gegen die Streikleitung wurden zu einer B\u00fchne f\u00fcr die Anliegen der Arbeiterbewegung und das Oltener Aktionskomitee ging auch als moralischer Sieger aus dem Verfahren hervor. Die politischen Folgen des Generalstreiks waren Teilerfolge, so dass beispielsweise der sog. Achtstundentag als Grundforderung der Arbeiterbewegung durchgesetzt und die Arbeitszeit von 54\u201359 auf 48 Stunden pro Woche herabgesetzt wurde.<\/p>\n<p><strong>Das Frauenstimmrecht bleibt auf der Strecke<\/strong><\/p>\n<p>Bei anderen Punkten auf der Liste hatte es noch lange \u2013 Jahrzehnte \u2013 gedauert, bis sie erf\u00fcllt waren. Unter den 9 Hauptforderungen des Landesstreikes fand sich an zweiter Stelle das Frauenstimm- und Wahlrecht. Im Gegensatz zum Achtstundentag wurde das aktive und passive Frauenstimmrecht erst im Februar 1971, mittels eidgen\u00f6ssischer Abstimmung, schweizweit eingef\u00fchrt. Damit war die Schweiz eines der letzten europ\u00e4ischen L\u00e4nder, das der Bev\u00f6lkerung die vollen B\u00fcrgerrechte zugestand. Noch weitere 20 Jahre vergingen, bis das Frauenstimmrecht in allen Kantonen eingef\u00fchrt war. 1990 gab das Bundesgericht einer Klage von Frauen aus Appenzell Innerrhoden Recht, nahm Bezug auf die Verfassungswidrigkeit der Innerrhoder Kantonsverfassung und f\u00fchrte entgegen eines Mehrheitsentscheids der M\u00e4nner der Landgemeinde das Frauenstimmrecht ein. Der Generalstreik steht f\u00fcr einen politischen Streik und seine Forderungen sollten die demokratischen Verh\u00e4ltnisse in der Schweiz st\u00e4rken. H\u00e4tten die Streikenden das Frauenstimmrecht damals durchsetzen k\u00f6nnen, so schloss Rechsteiner sein Vorwort, w\u00e4re die Schweiz in dieser Frage nicht zu einem europ\u00e4ischen Schlusslicht geworden.<\/p>\n<p>Die Schweizer Historikerin Elisabeth Joris (Mitautorin beim Reader zur Tagung) erkl\u00e4rt, warum die Forderungen zum Frauenstimmrecht damals nur wenig Chancen zur Durchsetzung hatten, auch wenn eine grosse Anzahl von Frauen an den Streikaktionen beteiligt waren:<\/p>\n<p>\u00abDas Frauenstimmrecht lag als politisches Thema in ganz Europa und in der angels\u00e4chsischen Welt auf der Agenda und war ein verbindliches Ziel der Sozialistischen Internationale, aber auch in liberalen Kreisen konnte man auf Unterst\u00fctzung z\u00e4hlen. Im revolution\u00e4ren Russland 1917 eingef\u00fchrt, war klar, dass es nach dem Zusammenbruch des deutschen und des \u00f6sterreichisch-ungarischen Kaiserreichs in deren Nachfolgestaaten eingef\u00fchrt w\u00fcrde. Auch die Schweizer Sozialdemokratie hatte sich auf Grund des Drucks der Arbeiterinnenbewegung verpflichtet, sich bei jeder Gelegenheit f\u00fcr das Frauenstimmrecht einzusetzen. Das ist der Grund, warum es auf der Liste des Landesstreiks figurierte. Dazu hatten Sozialdemokraten in verschiedenen Kantonen und auch auf Gemeindeebene w\u00e4hrend des Kriegs Eingaben zur Einf\u00fchrung des Frauenstimmrechts gemacht. So kam es nach dem Krieg in verschiedenen Kantonen und St\u00e4dten zu Abstimmungen, die allesamt abgelehnt wurden. F\u00fcr Basel wurden die Resultate in den 1970er Jahren analysiert: w\u00e4hrend es zum Teil in b\u00fcrgerlichen Quartieren Mehrheiten daf\u00fcr gab, haben s\u00e4mtliche Arbeiterkreise, die rot dominiert waren, abgelehnt. Das heisst, auch die Arbeiter waren nicht f\u00fcr das Frauenstimmrecht. Die Frauen durften nicht abstimmen. Das ist mit ein Grund, dass sich das Frauenstimmrecht nicht durchsetzen konnte. Aber ein ebenso wichtiger Grund ist, dass sich auch die Beh\u00f6rden auf Regierungsebene nicht aktiv f\u00fcr das Frauenstimmrecht eingesetzt haben, und das fast \u00fcberall bis Ende der 1960er Jahre. In anderen L\u00e4ndern wurde es von der Exekutive und von Parlamentsmehrheiten gepusht. Allerdings in Europa fast nur \u00fcberall dort, wo es zum kriegsbedingten Bruch kam. Nicht aber bei den Gewinnern des Kriegs: in Grossbritannien nur beschr\u00e4nkt, erst in den sp\u00e4teren 1920er Jahren wurde es dem Wahlrecht der M\u00e4nner angegliedert, in Frankreich und Italien erst Ende des 2. Weltkriegs.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Direkte Aktion auf dem Markt<\/strong><\/p>\n<p>Angefangen hat die Vorgeschichte zum Generalstreik mit den \u00abKartoffel-Krawallen\u00bb. So ist es nachzulesen in der work-Extraausgabe vom November 2018. Im Zeitraum des Kriegsjahres 1916 versammelten sich Pionierinnen des Landesstreiks in Biel, Z\u00fcrich, Bern, Thun oder Grenchen im \u00f6ffentlichen Raum, um gegen die steigenden Lebensmittelpreise, \u00abWucherer\u00bb und die Preistreiberei zu demonstrieren. Die Versorgungslage verschlechterte sich seit dem Kriegsbeginn ab 1914 stetig und betraf alle, weil die Einfuhr von Weizen zur\u00fcckging, Kohle knapp wurde oder die Preise stiegen. F\u00fcr Eier bezahlte man pl\u00f6tzlich dreimal mehr und Fleisch wurde unerschwinglich. Auch die Wetterlage sorgte daf\u00fcr, dass es Missernten gab, Kartoffeln verdarben und wenig Heu produziert werden konnte, so dass auch die Milchwirtschaft nicht lief. Der Schwarzmarkt bl\u00fchte und es entstand ein Handel mit Rationierungskarten. Noch hielt die Regierung in Bern an der Illusion des sog. \u00abfreien Marktes\u00bb fest und rationierte Lebensmittel erst sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Gewerkschaften forderten sofortige L\u00f6sungen. Nachvollziehbar war, dass der Motor der folgenden Marktdemonstrationen Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterinnenvereinen waren. Kampf war n\u00f6tig, denn damals hungerten viele Arbeiterfamilien. Bei Massenaufl\u00e4ufen standen Marktst\u00e4nde im Fokus, bei denen zu \u00fcberteuerten Preisen Eier, Kartoffeln und Gem\u00fcse verkauft wurden. Oft schritt die Polizei bei den Aktionen ein und sch\u00fctze so die Spekulanten. Als dann nicht nur Arbeiterinnen sich \u00fcber diese Preispolitik entr\u00fcsteten, sondern auch b\u00fcrgerliche Frauen bei den Protesten mit dabei waren, begann sich das Blatt zu wenden. Es wird berichtet, dass an einem erfolgreichen Tag der Preis f\u00fcr Kartoffeln volle 30 Rappen gedr\u00fcckt werden konnten. Ein H\u00f6hepunkt war, als im Juli 1916 Frauen vor das Bundeshaus marschierten \u2013 mit dabei war Rosa Grimm. Trotz Blockade der Polizei bem\u00e4chtigten sich die Demonstrantinnen der Marktst\u00e4nde und nahmen dem Verkauf von Lebensmittel selbst in die Hand. Preisdemonstrationen gingen weiter, beispielsweise formierten sich im August 1917 in Luzern \u00fcber 3000 Menschen bei einer Hungerdemonstration. Diese Kontinuit\u00e4t gab kleine Siege zu verbuchen. In Z\u00fcrich setzte beispielsweise der Polizeivorstand im Amtsblatt die H\u00f6chstpreise f\u00fcr Kirschen, Johannisbeeren, gr\u00fcne Bohnen oder Eier fest. Wo sich die Frauen gewehrt hatten, sanken die Preise sp\u00fcrbar. In Bern gingen Demonstrantinnen direkt den Polizeidirektor an, der f\u00fcr die M\u00e4rkte zust\u00e4ndig war. In Folge musste er Zugest\u00e4ndnisse machen und die Verk\u00e4ufe besser kontrollieren. An anderen Orten in der Schweiz wurde ein Verkaufszwang von Kartoffeln eingef\u00fchrt oder Fleisch zu reduzierten Preisen an Bed\u00fcrftige abgegeben.<\/p>\n<p><strong>Von Hungerdemonstrationen zum Generalstreik<\/strong><\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sidentin der Zentralen Frauenagitationskommission der SPS Rosa Bloch-Bollag war die einzige Frau im Oltener Aktionskomitee, das im November 1918 zum Landesstreik aufrief. Bei den Hungerdemonstrationen war auch die Redaktorin von \u00abDie Vork\u00e4mpferin\u00bb mit dabei. Am 10. Juni 1918 zogen Frauen vom Z\u00fcrcher Volkshaus \u00fcber die Bahnhofsstrasse zum Rathaus, um Einlass in das Parlamentsgeb\u00e4ude zu verlangen. Ihre Forderung betrafen die Verteilung von Lebensmitteln an Bed\u00fcrftige. Wenige Tage sp\u00e4ter konnte eine Kleingruppe im Rahmen des \u00abRechts auf Anh\u00f6rung im Parlament\u00bb ihre Begehren vor dem Kantonsrat begr\u00fcnden. Diese Aktion liess b\u00fcrgerliche Frauen aufhorchen. Folge davon war auch eine Frauenversammlung, bei der b\u00fcrgerliche und sozialdemokratische Aktivistinnen zusammenfanden und einen Forderungskatalog erstellten, um gemeinsam f\u00fcr eine Kontrolle prek\u00e4rer L\u00f6hne von Frauen und weitere Anliegen zu k\u00e4mpfen. Dieser Zusammenschluss und die damit entstehende Polit-Arbeit f\u00fchrte dazu, dass sp\u00e4ter vermehrt Frauen in \u00c4mter oder Kommissionen gew\u00e4hlt wurden. Auch sp\u00e4ter kam es zu einer punktuellen Allianz zwischen B\u00fcrgerlichen und Proletarierinnen, wenn es um Frauenstimmrecht oder Berufsbildung ging.<\/p>\n<p><strong>Platten f\u00fcr Bloch-Bollag im Oltener Komitee<\/strong><\/p>\n<p>Im Oltener Aktionskomitee war Rosa Bloch-Bollag kurz Mitglied. Hier wurde auch das aktive und passive Frauenstimmrecht in den Forderungskatalog aufgenommen. Das Frauenstimmrecht figurierte an zweiter Stelle auf der Liste der Generalstreikforderungen. Kein Grund aber, euphorisch zu sein, da dieser Punkt damals nicht auf fruchtbaren Boden fiel. Die einzige Frau im Streikorganisationskomitee wurde bald von Fritz Platten abgel\u00f6st und verliess die Gruppe. Elisabeth Joris beantwortet die Frage, warum Rosa Bloch-Bollag gegangen ist:<\/p>\n<p>\u00abRosa Bloch-Bollag war zwar bei der Gr\u00fcndung des Oltener Aktionskomitees als einzige Frau mit dabei, aber bereits im M\u00e4rz ist sie ausgeschieden. Es ist also nicht ihr Verdienst, dass die Forderung des Frauenstimmrechts auf der Liste des Landesstreiks figurierte. Das hat Robert Grimm, erst seit kurzem von Rosa Grimm geschieden, selber bestimmt. Rosa Bloch-Bollag wurde als Z\u00fcrcher Vertreterin effektiv von Fritz Platten ersetzt, doch warum, ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich. Ob sie es freiwillig wollte oder von den Genossen in Z\u00fcrich eher dazu gepusht wurde? Vielleicht schien ihr selber ihre Agitationst\u00e4tigkeit in der Arbeiterinnenbewegung und in Z\u00fcrich wichtiger als das Engagement im OAK und hat selber Platten ermuntert, ihren Platz einzunehmen. Politisch standen sie sich nahe, beide auf der \u00e4usseren Linken der Sozialdemokratie, beide sp\u00e4ter Gr\u00fcndungsmitglieder der KP.\u00bb<\/p>\n<p>Ab dem Ausrufen zum Streik wurde kaum mehr f\u00fcr die Rechte der Frauen gek\u00e4mpft. Nicht alle Frauen pochten in dieser Zeit auf mehr Rechte. In den hektischen Zeiten w\u00e4hrend des Landesstreiks kochten gemeinn\u00fctzige Frauengruppen Tee f\u00fcr die aufgebotenen Truppen, die gegen die Streikenden einschritten. Nach dem Aufkommen der \u00abSpanischen Grippe\u00bb in den R\u00e4ngen der Soldaten waren es Frauen, welche Unterk\u00fcnfte und Pflege der M\u00e4nner organisierten.<\/p>\n<p><strong>Stimmrecht: Mittel f\u00fcr Klassenkampf<\/strong><\/p>\n<p>Die Forderung rund um das Stimmrecht f\u00fcr Genossinnen war nicht erst mit dem Generalstreik pr\u00e4sent. Beispielsweise ab den 1910er Jahren erschien das Thema in den Protokollen der proletarischen Frauenbewegung. Der Schweizerische Arbeiterinnenverband SAV diskutierte die Frage zu Allianzen mit b\u00fcrgerlichen Gruppen und Parteien insbesondere zu der Frage zum Frauenstimmrecht. Proletarische Frauen grenzten sich bei dieser Frage jedoch scharf von Frauenrechtlerinnen ab. Ein zeitweiliges Zusammenarbeiten in diesem Bereich wurde aber in Betracht gezogen. Im Reader der Tagung des SGB findet sich auch der Beitrag von Elisabeth Joris mit dem Titel \u00abKampf f\u00fcr die Frauenrechte \u2013 Allianzen und Bruchlinien\u00bb. Hier zitiert die Historikerin Elisabeth Joris eine Quelle aus der Zeitung \u00abDie Vork\u00e4mpferin\u00bb von 1917, in der steht, dass f\u00fcr b\u00fcrgerliche Frauen das Stimmrecht Selbstzweck und Endziel zugleich sei. F\u00fcr proletarische Frauen ist dieses Recht aber Werkzeug, um den Klassenkampf effektiver f\u00fchren zu k\u00f6nnen. K\u00e4mpfe f\u00fcr Frauenrechte waren schon immer Teil der internationalen sozialistischen Frauenbewegung. Wichtiger Meilenstein und pr\u00e4gend f\u00fcr den Landesstreik war die in Bern 1915 von Clara Zetkin und Alexandra Kollontai einberufene Sozialistische Frauen-Internationale. Besucherinnen dieser ausserordentlichen Konferenz kamen aus Deutschland, Frankreich, England, Russland, Polen, Italien und Holland. Hier wurde nicht nur \u00fcber politische und wirtschaftliche Gleichberechtigung gesprochen, sondern auch \u00fcber das Wesen des Weltkriegs und seine direkten Folgen \u2013 eine klare Ablehnung war Konsens. Krieg steht im unvers\u00f6hnlichen Gegensatz zu den Interessen der Arbeiterklasse, so war das Fazit. F\u00fcr das Ziel der Beendigung des Weltkrieges rief die Frauenkonferenz dazu auf, alle vorhandenen Mittel zu benutzen, um den Frieden voranzutreiben. Hier in dieser Situation rund um den Krieg und der internationalen Friedensaktion hatte die Frau eine geschichtliche Rolle. Wenn diese Rolle erf\u00fcllt wird, dann kann dies eine grosse Wichtigkeit f\u00fcr die Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts und dem Gelingen des Sozialismus haben, so steht es in der Resolution der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Bern 1915. Joris geht noch genauer auf den Zusammenhang zwischen dem Kampf f\u00fcr den Frieden und der Gleichberechtigung ein:<\/p>\n<p>\u00abWeil Frauen vom Krieg in starkem Masse betroffen sind von der damit einhergehenden Gewalt, aber auch als M\u00fctter und Angeh\u00f6rige von Soldaten an der Front, vor allem auch als Zust\u00e4ndige f\u00fcr den Unterhalt der Familie, als Arbeiterinnen und Angestellte in den Betrieben, wo sie auch die Arbeit vieler eingezogener Soldaten \u00fcbernehmen. Kampf f\u00fcr den Frieden war aus sozialistischer Sicht daher gleichbedeutend mit dem Kampf f\u00fcr den Sozialismus, d.h. f\u00fcr Gleichheit und Gerechtigkeit, was die Gleichberechtigung mit einschliesst. Denn nach Meinung der Sozialdemokratinnen war ein echter Frieden nur unter sozialistischen Vorzeichen zu erlangen. Denn der Kapitalismus und Imperialismus war nach sozialistischer Meinung die Ursache des Weltkriegs.\u00bb<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.ch\/feminismus\/frauenkaempfe-im-landesstreik\/\"><em>vorwaerts.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 11. Februar 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>sah.\u00a0Die Vorgeschichte zum Landesstreik beginnt mit den \u00abKartoffel-Krawallen\u00bb: Ab 1916 besetzen Frauen in verschiedenen St\u00e4dten der Schweiz die Marktpl\u00e4tze, um gegen die steigenden Lebensmittelpreise<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,5,3],"tags":[25,29,31,32,26,93],"class_list":["post-4926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-kampagnen","category-schweiz","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitskaempfe","tag-erster-weltkrieg","tag-frauenbewegung","tag-gewerkschaften","tag-landesstreik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4926"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4927,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4926\/revisions\/4927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}