{"id":501,"date":"2015-05-02T17:46:45","date_gmt":"2015-05-02T15:46:45","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=501"},"modified":"2015-05-07T11:16:34","modified_gmt":"2015-05-07T09:16:34","slug":"marxistischer-bildungszyklus-kopflos-die-welt-veraendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=501","title":{"rendered":"Marxistischer Bildungszyklus: Kopflos \u00abdie Welt ver\u00e4ndern\u00bb ?"},"content":{"rendered":"<p>Arbeitsgruppe Politische Arbeit und Theorie. <b>Seit bald zwei Jahren trifft sich die <i>Arbeitsgruppe Politische Arbeit und Theorie<\/i> (AG PAT) in Z\u00fcrich vierzehnt\u00e4glich, um anhand der marxistischen Klassiker \u00fcber wichtige politische Fragen zu diskutieren. Die wichtigste Fragestellung<!--more--> lautet dabei stets: Was bedeutet die Tradition des revolution\u00e4ren Marxismus heute im Rahmen eines politisch-organisatorischen Aufbauprojekts? Ein kurzer R\u00fcckblick und Ausblick.<\/b><b><\/b><\/p>\n<p>Gibt es noch eine Arbeiterklasse, oder ist jede Rede davon im politischen und geschichtlichen Zusammenhang nur mehr ein m\u00fcssiges Hirngespinst? Wie h\u00e4ngen die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krisen mit dem Kapitalismus zusammen? Gen\u00fcgt es, als Partei einfach die Wahlen zu gewinnen und daraufhin die Spitzenpositionen im\u00a0 b\u00fcrgerlichen Staat zu besetzen?<\/p>\n<p>Gerade die Frage der Regierungsbeteiligung im b\u00fcrgerlichen Staat stellt sich aber auch heute in unverminderter Sch\u00e4rfe, zumal nahezu hundert Jahre sp\u00e4ter Lenins Schlussfolgerung tausendfach best\u00e4tigt wurde, zuletzt besonders dramatisch in Griechenland: \u00abDie mit der Anerkennung eines \u00fcber den Klassen stehenden Staates unzertrennlich verbundene kleinb\u00fcrgerliche Utopie f\u00fchrte in der Praxis zu einem Verrat an den Interessen der werkt\u00e4tigen Klassen, wie dies z.B. die Erfahrungen (&#8230;) der Beteiligung an b\u00fcrgerlichen Regierungen (&#8230;) gezeigt haben.\u00bb<\/p>\n<p>Dass der Kommunismus nicht \u00fcber Nacht, einfach durch die Eroberung der Staatsmacht entstehen kann, war ein zentrales Thema f\u00fcr Marx, Engels, Luxemburg, Lenin, Trotzki, die Tradition der linken Opposition \u00fcberhaupt wie f\u00fcr alle revolution\u00e4ren politischen Denker und Denkerinnen und f\u00fcr deren politische Praxis. Es m\u00fcssen demokratische Formen der Organisation der gesellschaftlichen Produktion entwickelt werden. Die Pariser Kommune (1871) hat politische Formen aufgezeigt, wie sich so etwas, unter der F\u00fchrung der Arbeiterklasse, entwickeln k\u00f6nnte, \u00absie ist die endlich gefundene politische Form der Regierung des Proletariats\u00bb (Marx). Diese Formen sind seitdem ansatzm\u00e4ssig ungez\u00e4hlte Male in revolution\u00e4ren Aufst\u00e4nden, Arbeiterk\u00e4mpfen und R\u00e4tebewegungen und einigen Revolutionen hervorgetreten. Oft fehlt ihnen aber der entsprechende politische Durchbruch. Damit ein solcher gelingen kann, braucht es politische, organisatorische und kr\u00e4ftem\u00e4ssige Voraussetzungen, die nur in\u00a0geduldiger Aufbauarbeit herbeigef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. \u00a0Bislang wurden sie jedoch immer wieder in ihren Ans\u00e4tzen erstickt, wenn n\u00f6tig mit \u00e4usserster Gewalt, bis zu den faschistischen oder stalinistischen Herrschaftsformen, die im 20. Jahrhundert eine blutige Spur hinterlassen haben. \u00abDas Proletariat braucht die Staatsmacht, eine zentralisierte Organisation der Macht, eine Organisation der Gewalt sowohl zur Unterdr\u00fcckung des Widerstandes der Ausbeuter als auch zur Leitung der ungeheuren Masse der Bev\u00f6lkerung,\u00a0 (&#8230;), um die sozialistische Wirtschaft in Gang zu bringen.\u00bb (Lenin).<\/p>\n<p>Uns wird im Arbeits- und Lebensalltag immer unversch\u00e4mter weisgemacht, dass wir mehr und h\u00e4rter arbeiten m\u00fcssen, weniger verdienen sollen, dass die Renten gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen, die Steuern f\u00fcr die Reichen gesenkt werden sollen, der Service public zerschlagen werden muss. Ja, sogar Kriege werden erneut als notwendig dargestellt, damit es uns besser gehe. Damit wird deutlich, dass wir eine andere Deutung der Zusammenh\u00e4nge brauchen. Nur so k\u00f6nnen wir eingreifen, damit es uns wirklich besser geht.<\/p>\n<p>Dabei kommt man nicht um die Marx\u2019sche Kapitalismus-Analyse herum. Wir werden in der Arbeitsgruppe nach den Sommerferien 2015 erneut anhand des Kursmaterials der Rosa Luxemburg Stiftung zum ersten Band des Kapitals (siehe <a href=\"http:\/\/www.polyluxmarx.de\">www.polyluxmarx.de<\/a>) einige Fragen herausarbeiten.<\/p>\n<p>Flyer mit Programm: <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Flyer-1.-Mai-2015.pdf\">Flyer 1. Mai 2015<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitsgruppe Politische Arbeit und Theorie. Seit bald zwei Jahren trifft sich die Arbeitsgruppe Politische Arbeit und Theorie (AG PAT) in Z\u00fcrich vierzehnt\u00e4glich, um anhand der marxistischen Klassiker \u00fcber wichtige politische Fragen zu diskutieren. 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