{"id":5650,"date":"2019-07-23T11:39:02","date_gmt":"2019-07-23T09:39:02","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5650"},"modified":"2019-07-23T11:39:03","modified_gmt":"2019-07-23T09:39:03","slug":"afghanistan-keine-freiheit-unter-imperialistischer-besatzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5650","title":{"rendered":"Afghanistan: Keine Freiheit unter imperialistischer Besatzung"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><em><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Hubert Maulhofer. Ueber die Frauenbewegung in Afghanistan, die Rolle der Besatzungsm\u00e4chte und die Abh\u00e4ngigkeit der internationalistischen Linken von Mainstreammedien. Ein Gespr\u00e4ch mit Mehmooda<\/span><\/em><!--more--><em style=\"font-size: inherit;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">von der Revolution\u00e4ren Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA) .<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Kannst du unseren Leser*innen einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte und Gegenwart deiner Organisation RAWA geben?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">RAWA steht f\u00fcr \u201cRevolutionary Association of Women in Afghanistan\u201d. Die Organisation wurde 1977 von Meena Keshwar Kamal und einer Gruppe intellektueller Frauen in Afghanistan gegr\u00fcndet. Es handelt sich um eine unabh\u00e4ngige Organisation von Frauen. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr Frauenrechte, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Das war von Anfang an unser Ziel.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Ein Jahr nach der Gr\u00fcndung, 1978, wurde Afghanistan von sowjetischen Soldaten besetzt. Das war eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung, denn wir denken, dass, wenn ein ganzes Land nicht frei ist, wir nicht nur \u00fcber die Befreiung der Frau sprechen k\u00f6nnen. Also sind wir Teil des Widerstands geworden. Denn wie leider nicht alle wissen, begann der Widerstand gegen die russische Besatzung von demokratischer Seite, nicht von fundamentalistischer. Der Widerstand hat friedlich begonnen, und die Regierung hat viele Studierende und Lehrende der Universit\u00e4ten festgenommen, viele Intellektuelle und Linke. Sie haben sie in ihre Gef\u00e4ngnisse gesteckt, sie haben sie gefoltert und sie haben sie get\u00f6tet.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">So wurden in dieser Zeit auch einige RAWA-Mitglieder von der Regierung verhaftet, da Meena, die Vorsitzende von RAWA, und andere Frauen Demonstrationen in Kabul und verschiedenen anderen St\u00e4dten organisiert haben. Da die Situation f\u00fcr die Menschen, die gegen das Regime waren, zu dieser Zeit sehr schlecht war, flohen viele Menschen nach Pakistan und Indien. Auch RAWA hat sich daf\u00fcr entschieden, nach Pakistan zu gehen. Also haben wir begonnen, mit den gefl\u00fcchteten Menschen in Pakistan zu arbeiten, vor allem in Quetta und Peschawar [in Ostpakistan nahe der Grenze zu Afghanistan, d. Red.]. Das Problem war, dass unmittelbar nach der russischen Besatzung die USA und andere westliche L\u00e4nder damit begonnen haben, Fundamentalisten zu unterst\u00fctzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Und diese Fundamentalisten waren noch gef\u00e4hrlicher als das russische Regime. Somit waren wir in Pakistan mit gro\u00dfen Problemen konfrontiert, weil die pakistanische Regierung und der ISI [pakistanischer Geheimdienst] fundamentalistische Gruppen wie Abu Sajaf unterst\u00fctzt hat. Wir k\u00e4mpften also nicht nur gegen das russische Regime, sondern auch gegen die Fundamentalisten. Unsere Vorsitzende Meena hat erkannt, dass, wenn die Fundamentalisten die Kontrolle in Afghanistan \u00fcbernehmen, die Situation noch schlechter sein w\u00fcrde als unter russischer Besatzung. Und weil RAWA die einzige Stimme gegen diese Fundamentalisten war, und Meena die Stimme von RAWA, haben sie beschlossen, diese Stimme verstummen zu lassen, und haben unsere Vorsitzende Meena 1987 in Pakistan ermordet.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Als wir nach Pakistan gegangen sind, haben wir in zwei Bereichen gearbeitet: im Politischen und im Sozialen. Von Anfang an war RAWA eine politische Organisation von Frauen. Denn die anderen Frauenverb\u00e4nde und Organisationen, die es 1977 in Afghanistan gab, drehten sich lediglich um solche Dinge, wie wie werde ich eine gute Frau, eine gute Ehefrau und Mutter, und es wurde vor allem dar\u00fcber gesprochen, wie man das Haus zu putzen und zu kochen hat und wie man Kinder am besten erzieht. RAWA war die erste Organisation, die damit angefangen hat, \u00fcber mehr als das zu sprechen; zu sagen, dass Frauen Teil von politischen Prozessen und Entscheidungen in Afghanistan sein k\u00f6nnen. Also sind wir eine politische Organisation, denn wir denken, dass, um die Situation der Frauen in Afghanistan zu \u00e4ndern, die politische Struktur ge\u00e4ndert werden muss.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Doch als wir in Pakistan waren, haben wir angefangen, in beiden Bereichen zu arbeiten. Denn gefl\u00fcchtete Frauen brauchten vor allem soziale Aktivit\u00e4ten, Schulen, Waisenh\u00e4user, Krankenh\u00e4user. Durch diese Projekte konnten wir in Kontakt mit Frauen treten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Nach der Ermordung unserer Vorsitzenden haben wir nicht aufgeh\u00f6rt, ihrem Weg zu folgen. Denn RAWA war nicht Meena, RAWA war und ist eine Organisation. Sie hat sie angef\u00fchrt, doch andere Mitglieder hatten auch etwas zu sagen und wollten weitermachen. Und trotz all der Schwierigkeiten haben wir auch weitergemacht, auch in Afghanistan waren wir aktiv. Hier jedoch waren wir von der ersten Minute an nur im Untergrund t\u00e4tig. Selbst w\u00e4hrend der Zeit der Taliban, als die Fundamentalisten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1992 die Kontrolle in Afghanistan \u00fcbernahmen, war RAWA die einzige Organisation, die Berichte und Bilder aus den St\u00e4dten schickte. Denn w\u00e4hrend dieser Zeit haben s\u00e4mtlichen Medien und internationale Organisationen das Land verlassen. Afghanistan war vergessen. Aber wir haben dort weitergearbeitet, wir haben die Verbrechen der Taliban dokumentiert und weiterhin Frauen organisiert. Alle Schulen f\u00fcr Frauen waren geschlossen; also hat RAWA im Untergrund Bildung organisiert, \u00fcberall im Land. Das war unsere Form des Kampfes, so haben wir uns am Leben erhalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wir waren erneut mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, denn die Taliban und auch die Jihaddisten, die anderen Fundamentalisten, wussten, dass RAWA als einzige Organisation sehr klar und sehr stark gegen sie agiert. Au\u00dferdem war es f\u00fcr sie kaum zu verstehen, dass ausgerechnet Frauen Widerstand leisten. Also haben sie immer wieder versucht, uns zu stoppen, indem sie uns verfolgten und unsere Mitglieder verhaften lie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Desweiteren war RAWA nach dem Kollaps des Taliban-Regimes mit vielleicht ein paar anderen demokratischen Parteien die einzige Organisation, die klar gesagt hat, dass mit US-amerikanischer Besatzung nichts ver\u00e4ndert werden wird. Denn die USA sind Imperialisten, und Imperialisten werden einer Nation nicht zur Freiheit verhelfen. Nat\u00fcrlich sind die Taliban ein diktatorisches Regime gewesen und sie mussten entmachtet werden. Aber das muss in der Hand der afghanischen Bev\u00f6lkerung liegen, nicht in der der USA oder der anderer westlicher Staaten. Es ist nicht ihre Aufgabe, uns Demokratie und Frauenrechte zu geben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Seitdem und bis heute arbeiten wir in Afghanistan, wegen der Situation, leider immer noch im Untergrund. Als wir noch in Pakistan waren, konnten wir offener arbeiten und zum Beispiel Demonstrationen veranstalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Unsere politische Arbeit besteht vor allem aus der Bildung von M\u00e4dchen und jungen Frauen \u2013 aber immer im Untergrund. Auch machen wir Veranstaltungen, feiern zum Beispiel Frauen- und Menschenrechte. Diese Veranstaltungen m\u00fcssen wir mit anderen demokratischen Organisationen zusammen machen, die offen arbeiten k\u00f6nnen. Wir arbeiten mit ihnen, wenn sie beispielsweise Demonstrationen organisieren, aber nicht unter dem Namen RAWA. Dasselbe gilt aus Sicherheitsgr\u00fcnden f\u00fcr unsere Arbeit im Sozialen Bereich.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Ihr arbeitet nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Wie gestaltet sich diese Arbeit und wie weit ist die Bev\u00f6lkerung dort vom Fundamentalismus gepr\u00e4gt?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">In den St\u00e4dten arbeiten wir eher mit intellektuellen Frauen wie zum Beispiel Studentinnen und Lehrerinnen, Frauen, die lesen und schreiben k\u00f6nnen. Wir versuchen, sie f\u00fcr Aktionen und Demonstrationen gegen die Besatzung der USA und gegen die Fundamentalisten zu mobilisieren. In den D\u00f6rfern haben wir mehr soziale Projekte. Unsere Projekte sind anders als die von anderen Organisationen, die vor allem Geld damit machen wollen. Wir dagegen arbeiten mit sehr wenig Geld, und worum es uns geht ist, mit den Menschen gemeinsam zu arbeiten. In den D\u00f6rfern ist es sehr wichtig, unter den Leuten zu sein. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass es zu Zeiten der russischen Besatzung eine gro\u00dfe linke Bewegung gab. Da diese stark verfolgt wurde, sind viele dieser Menschen nach Europa geflohen. Dort sind sie einfach verschwunden. Aber der Grund, dass RAWA weiterhin existiert, ist, dass wir nicht versuchen, aus dem Land zu fliehen. Wir wollen mit und unter den Menschen sein. Wenn du k\u00e4mpfen willst, musst du in der Bev\u00f6lkerung sein, und der beste Ort f\u00fcr eine revolution\u00e4re Organisierung sind die D\u00f6rfer; in den D\u00f6rfern vertrauen dir die Leute, und du kannst den Leuten ebenfalls vertrauen. Wenn du das Vertrauen der d\u00f6rflichen Bev\u00f6lkerung erst einmal gewonnen hast, werden diese Menschen dich um jeden Preis verteidigen. Au\u00dferdem wollen wir genau diese Menschen mobilisieren, denn die soziale Ungleichheit betrifft vor allem die Leute in den D\u00f6rfern. Heute sind die meisten D\u00f6rfer unter der Kontrolle der Taliban, ISIS oder anderer Jihaddisten \u2013 wir wollen genau dort sein, mit diesen Frauen arbeiten und sie gegen diese Kontrolle mobilisieren. Die Menschen haben weniger M\u00f6glichkeiten und weniger Zugang, also brauchen sie auch mehr Unterst\u00fctzung. Das ist gut f\u00fcr sie, und das ist gut f\u00fcr uns. Mit diesen Menschen k\u00f6nnen wir die Revolution machen. Wir d\u00fcrfen uns nicht nur auf die St\u00e4dte konzentrieren. Auch ist es so, dass es in den St\u00e4dten viele Spione gibt, die dich innerhalb k\u00fcrzester Zeit fertig machen k\u00f6nnen. In den D\u00f6rfern jedoch ist es einfacher, zu \u00fcberleben \u2013 auch deswegen sind wir dort.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Du hast gesagt, dass ihr auch politischen Unterricht organisiert und dass RAWA eine explizit politische Organisation ist. Was&nbsp;unterrichtet&nbsp;ihr?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">RAWA ist eine demokratische, s\u00e4kulare Organisation. Offiziell sind wir keine Marxistinnen, dennoch arbeiten wir mit Marxistinnen zusammen, die sehr willkommen sind. Wir sind nicht anti-marxistisch, wir haben keine Angst vor dem Marxismus und denken auch nicht, er k\u00f6nne in Afghanistan nicht funktionieren. Aber die Situation in Afghanistan bedingt, dass wir erst einmal eine demokratische Ver\u00e4nderung brauchen. Das ist f\u00fcr uns im Moment das Wichtigste. In unseren Klassen sprechen wir \u00fcber verschiedene Dinge, vor allem \u00fcber die aktuelle Situation. Denn leider ist die afghanische Bev\u00f6lkerung, mit diesen Medien und der imperialistischen Besatzung, beinahe apolitisch geworden. Die Menschen versuchen erst mal, nach sich selbst zu schauen, oder sie sind stark beeinflusst von den Medien. Unser Versuch ist es, den Menschen vor allem zwei Dinge nahezubringen; erstens, dass diese \u201eFriedensgespr\u00e4che\u201c nicht wirklich solche sind. Wir sprechen \u00fcber die imperialistischen Pl\u00e4ne f\u00fcr unser Land und versuchen, die Menschen f\u00fcr den Widerstand zu organisieren, sie f\u00fcr Demonstrationen zu mobilisieren und sie dazu zu bringen, ihre Stimmen zu erheben. Aber nat\u00fcrlich lesen wir auch manchmal marxistische B\u00fccher, denn es handelt sich um eine Ideologie, die in manchen L\u00e4ndern funktionieren kann und manche Menschen, auch manche unserer Mitglieder, denken, der Marxismus sei der einzige Weg, uns zu befreien. Auch lesen wir B\u00fccher \u00fcber den Iran, zum Beispiel B\u00fccher von Frauen in den dortigen Gef\u00e4ngnissen, schauen Filme oder sprechen \u00fcber die Politik in Koban\u00ea und Afrin. Denn in einem Land wie Afghanistan m\u00fcssen wir uns auch Beispiele aus anderen L\u00e4ndern anschauen. Wenn du mit einer Kultur aufw\u00e4chst, die dir beibringt, dass Frauen die Hausarbeit machen m\u00fcssen, dass sie Mutter, Schwester oder gute Ehefrau sein m\u00fcssen, dann ist es wichtig, Frauen zu ermutigen und ihnen andere Perspektiven beizubringen. Vielleicht macht das f\u00fcr europ\u00e4ische L\u00e4nder nicht so viel Sinn, aber in unserer Situation funktioniert das sehr gut. Andere Bildung zu erhalten, in einer Gesellschaft, die dir erz\u00e4hlt, Frauen k\u00f6nnen nur diese kleinen Dinge tun, und sie k\u00f6nnten nur Lehrerinnen, Mutter oder Gyn\u00e4kologin werden. Wir m\u00fcssen ihnen eine andere Bildung verschaffen. Das Hauptthema unserer Bildung ist also genau das.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie ist eure Selbstverteidigungsstruktur, wie verteidigt ihr euch gegen all die Schwierigkeiten, mit denen ihr konfrontiert seid?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Das Einzige ist, dass wir im Untergrund arbeiten. Nat\u00fcrlich hat diese Untergrundarbeit ihre eigenen Regeln; wir k\u00f6nnen nicht offen dar\u00fcber sprechen, was wir tun. Wir \u00e4ndern unsere Namen, unseren Wohnort regelm\u00e4\u00dfig. RAWA-Mitglieder ziehen oft in andere St\u00e4dte, Provinzen oder gehen eine Weile komplett in den Untergrund. Auch k\u00f6nnen wir elektronische Kommunikationsmittel wie Handys und das Internet nicht f\u00fcr unseren Austausch nutzen. Und vielleicht ist die Burka f\u00fcr Frauen nicht wirklich gut, aber in unserem Fall k\u00f6nnen wir sie nutzen, um uns selbst zu sch\u00fctzen, vor allem wenn wir in die D\u00f6rfer gehen. Wenn du dort eine Burka anziehst, werden dich die Menschen nicht erkennen. Wichtig sind vor allem unsere Verb\u00fcndeten, Menschen, denen wir vertrauen k\u00f6nnen und umgekehrt. Diese Beziehungen helfen enorm, dich zu sch\u00fctzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie schafft ihr es Demonstrationen nur von Frauen zu organisieren, w\u00e4hrend zur selben Zeit Bombardierungen stattfinden.<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Diese Demonstrationen finden nicht unter dem Name RAWA statt und werden nicht von RAWA, sondern von anderen demokratischen Gruppen organisiert. Sie werden dann bei der Regierung registriert, die diese dann auch sch\u00fctzen muss, aber nat\u00fcrlich vertraut niemand der Polizei. Es gibt zwar auch einzelne Verbindungen zu ihnen, die helfen k\u00f6nnen, aber nat\u00fcrlich haben RAWA und andere demokratische Organisationen in Afghanistan ihre eigenen Verteidigungsstrukturen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Vielleicht siehst du sie nicht sofort, aber wenn etwas passiert, sind sie da. Wenn wir zum Beispiel zu Demonstrationen gehen, wird das Gel\u00e4nde ein paar Tage vorher angeguckt, mit den Leuten in den L\u00e4den gesprochen, zu denen es gute Verbindungen gibt, und durch sie k\u00f6nnen dann Informationen gesammelt werden. So arbeiten wir also in etwa, aus Sicherheitsgr\u00fcnden kann ich da leider nicht weiter ins Detail gehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">K\u00f6nntest du vielleicht noch ein bisschen mehr \u00fcber die Situation der US-Besatzung und der Verbindung zu&nbsp;den&nbsp;Fundamentalisten erz\u00e4hlen?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie ich bereits gesagt habe, sind all diese fundamentalistischen Gruppen nichts als die S\u00f6hne der USA. Denn wir wissen, dass die Vereinigten Staaten sie in den 80er-Jahren unterst\u00fctzt und bewaffnet haben, um gegen die Sowjetunion zu k\u00e4mpfen. Aber jetzt gibt es andere Pl\u00e4ne f\u00fcr die Region. Afghanistan ist f\u00fcr alle diese Kr\u00e4fte aus Gr\u00fcnden der strategischen Lage sehr wichtig. Aber auch aus anderen Gr\u00fcnden, wie Opium oder Waffenhandel und den nat\u00fcrlichen Ressourcen. All die Gro\u00dfm\u00e4chte, die USA, Russland und jetzt auch China, k\u00e4mpfen um ihre Vormachtstellung. Die Fundamentalisten sind die S\u00f6hne der USA. Sie wurden von ihnen etabliert und sie wurden und werden von ihnen unterst\u00fctzt. Nach dem Kollaps der Taliban, waren die Jihaddisten nicht gerade m\u00e4chtig. Aber die USA haben 2001, als sie eine sogenannte demokratische Regierung in Afghanistan errichten wollten, die Jihaddisten an die Macht gebracht.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Und wir sagen immer, dass diese Regierung sogar noch terroristischer ist als die Taliban. Ihre Mentalit\u00e4t, ihre Gedanken sind genau dieselben. Aber die USA hat sie zu Demokraten erkl\u00e4rt. Sie wollen eine demokratische Regierung mit diesen undemokratischen Menschen errichten, mit Frauenfeinden. Diese Jihaddisten sind also nun an der Macht in Afghanistan. Alle von ihnen haben Kriegsverbrechen begangen, aber ohne jegliches Verfahren, ohne Fragen gestellt zu bekommen, kamen sie durch die USA an die Macht. Das, was 2001 mit den Jihaddisten passiert ist, passiert nun mit den Taliban. Sie sprechen mit den Taliban und sie nennen es Friedensverhandlungen, aber das sind keine Friedensverhandlungen, das sind politische Deals. \u00dcber die Opfer wird nicht gesprochen. Die Taliban attackiert Menschen, sie haben Tausende Unschuldige get\u00f6tet. Gerade einmal vor ein paar Tagen gab es einen Anschlag, zwei Tage sp\u00e4ter wieder, kurz darauf ein neuer. Bei jeder Attacke ermorden sie \u00fcber hundert Menschen. Und zu dieser Zeit werden dann solche Friedensverhandlungen gef\u00fchrt, und dort wird \u00fcber alles gesprochen, nur nicht \u00fcber Kriegsverbrechen. Und befragt man sie dazu, antworten sie, naja, in Afghanistan sind eben alle Menschen Kriminelle. Die Taliban sind ebenfalls Kriminelle, also k\u00f6nnen sie eben auch regieren. Aber die Wahrheit ist, dass die USA eine Marionettenregierung konstituieren will \u2013 mit all diesen Verbrechern. Das Einzige, was ihnen wichtig ist, ist die Wirtschaft und ihre strategischen Interessen. Die Menschen in Afghanistan spielen keine Rolle.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wir sehen, dass es eine gro\u00dfe Verbindung gibt zwischen den USA und den Fundamentalisten. Also sagen wir, dass der einzige Weg, diese Krise zu beenden, der ist, beide Akteure zu bek\u00e4mpfen; sowohl die Besatzung Afghanistans durch die USA und die NATO als auch die Taliban, die Jihaddisten, ISIS und all die anderen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Am Anfang der Besatzung Afghanistans, als Deutschland Teil der Besatzung war, gab es eine Rede im Deutschen Parlament, und einer der Abgeordneten sagte, dass die deutsche Freiheit auch in Afghanistan verteidigt&nbsp;werden&nbsp;w\u00fcrde. Haben die deutschen Truppen eine besondere Rolle im Krieg eingenommen?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie du bereits gesagt hast, war Deutschland zu Beginn des Krieges in Afghanistan involviert. Deutsche Truppen waren vor allem im Norden des Landes aktiv. Es ist offensichtlich, dass auch sie Verbrechen begangen haben \u2013 es gab beispielsweise Bombardierungen, bei denen Unschuldige get\u00f6tet wurden. Aber seit etwa einem Jahr ist Deutschland nicht mehr so sehr involviert, sowie andere europ\u00e4ische Staaten auch. Nun sind es vor allem die USA; sie sagen zwar, es handele sich um die NATO, aber eigentlich sind es vor allem US-Amerikanische Truppen. Das liegt aber nicht daran, dass Deutschland so besonders friedlich ist. Es geht um imperialistische Interessenkonflikte.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Jeder der Beteiligten will mehr \u2013 und die USA l\u00e4sst das nicht zu. Also sind sie heute nicht mehr so aktiv in Afghanistan, denn es passt ihnen nicht, dass sie nicht mehr Macht abbekommen. Trotzdem unterst\u00fctzt die deutsche Regierung weiterhin die korrupte afghanische Regierung.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wir k\u00f6nnen uns die Situation der gefl\u00fcchteten Menschen hier anschauen. Viele fliehen vor dem Krieg, und sie landen hier in Deutschland, vor allem junge Menschen. Aber sie werden zur\u00fcck nach Afghanistan abgeschoben und es wird als \u201esicheres Herkunftsland\u201c benannt. Es ist absurd, Afghanistan als einen sicheren Ort zu bezeichnen. Nur muss Deutschland das tun, da sie die afghanische Regierung unterst\u00fctzen. Sie unterst\u00fctzen damit aber eine der korruptesten Regierungen der Welt, geben ihnen Geld und lassen die Menschen, die wirklich Hilfe brauchen, im Stich.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Kannst du uns noch mehr \u00fcber die Situation der Frauen in Afghanistan erz\u00e4hlen und dar\u00fcber, wie die Organisierung von Frauen eine Basis f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung darstellt?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Leider wird die Situation der Frauen jeden Tag schlechter. Einer der Gr\u00fcnde des Krieges, den die USA begonnen hat, war, dass sie gesagt haben, sie m\u00fcssten die Frauen befreien. F\u00fcr uns, als eine Organisation von Frauen, war von Anfang an klar, dass das nur eine Ausrede war, um den Krieg zu beginnen. Sie haben die Situation der Frauen missbraucht.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Aber wie ich vorher sagte, haben sie selbst die Frauenfeinde an die Macht gebracht, sie selbst haben diese Regierung kreiert. Du kannst nicht Frauenfeinde in eine Regierung setzen und dann erwarten, dass sie Frauenrechte respektieren und etablieren, das ist nicht m\u00f6glich. Manchmal propagieren sie auch, dass sich die Dinge in Afghanistan \u00e4ndern, und listen ein paar Beispiele auf. Diese Beispiele sind aber wenige, und sie zeigen sie nur zu Legitimationszwecken.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Aber die reale Situation ist eine andere, insbesondere in den D\u00f6rfern. Die Lage der Frauen dort ist sehr hart, da die fundamentalistischen Gruppen vor allem in den D\u00f6rfern viel Macht haben. Sie sind involviert in viele Verbrechen und Gewalt gegen Frauen; es gibt viele F\u00e4lle von Vergewaltigung, sexualisierter Gewalt, Zwangsheirat. Aber niemand redet dar\u00fcber, denn die, die diese Verbrechen begehen, sind die, die Geld, Waffen und Macht von der US-Regierung erhalten, um gegen die Taliban zu k\u00e4mpfen. Wir sagen, dass es unm\u00f6glich ist, die Frauen eines Landes mit fremder Besatzung zu befreien, mit Bombardierungen. Es liegt in der Verantwortung afghanischer Frauen, f\u00fcr ihre Befreiung selber zu k\u00e4mpfen. Heute sagen sie, sie h\u00e4tten Angst, dass die Errungenschaften f\u00fcr Frauen in Afghanistan wieder verschwinden k\u00f6nnten. Und ja, warum werden sie wieder verschwinden? Weil sie einfach so aus dem Nichts gebracht wurden. Afghanische Frauen werden nicht f\u00fcr diese Errungenschaften k\u00e4mpfen. Wenn die Menschen f\u00fcr etwas gek\u00e4mpft haben, ist es schwierig, das Erk\u00e4mpfte wieder zu verlieren. Doch wenn etwas nur etabliert wurde, obwohl niemand daf\u00fcr gek\u00e4mpft hat, ist es ganz schnell auch wieder verloren. Also werden sie Deals mit der Taliban machen, und sie werden die Rechte der Frauen opfern, denn f\u00fcr sie sind Dinge wie ihre Interessen, strategisch sowie \u00f6konomisch, wichtiger als die Rechte der Frauen und Menschenrechte allgemein.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Gibt es eine internationalistische Bewegung in Afghanistan oder bekommt ihr Unterst\u00fctzung von Internationalist*innen, sowohl heute als auch in der Geschichte?<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Leider ist Afghanistan so etwas wie ein vergessener Fleck auf der Landkarte. Die USA unterst\u00fctzen die Fundamentalist*innen, ebenso wie Saudi-Arabien, Pakistan, Iran. Die demokratischen Gruppen bekommen solche Unterst\u00fctzung nicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">RAWA als Organisation steht zur Zeit vielen Problemen gegen\u00fcber, zum Beispiel was die Sicherheit, aber auch das Finanzielle angeht, ebenfalls wegen der geringen Unterst\u00fctzung von Internationalist*innen. Wir haben ein paar Soli-Gruppen in den USA, Italien, Japan und Deutschland, aber die Menschen in Europa und den USA, allgemein in westlichen Staaten, sind stark beeinflusst von den Medien. Wenn die Medien nicht \u00fcber eine Sache sprechen, dann gibt es auch keinerlei Interesse daf\u00fcr. Selbst Linke sind stark beeinflusst von diesen Medien.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Heutzutage werden die Medien dieser L\u00e4nder nicht \u00fcber Afghanistan berichten, denn es hei\u00dft, mit Afghanistan ist jetzt alles in Ordnung, die Frauen sind frei oder wenn sie es noch nicht sind, dann wollen sie es wohl auch nicht anders. Deswegen versuchen selbst die Linken nicht, mehr \u00fcber die Situation dieses Landes zu erfahren. Aber gerade Unterst\u00fctzung aus anderen L\u00e4ndern ist sehr wichtig f\u00fcr eine Bewegung. Ich rede gar nicht \u00fcber die finanzielle Unterst\u00fctzung, ich rede von der politischen Unterst\u00fctzung. Insbesondere in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern k\u00f6nnte der Bewegung eine Stimme gegeben werden; aber wir haben in den letzten Jahren keine Demonstrationen zu Afghanistan gesehen. Die USA haben Afghanistan 2001 bombardiert. In diesem Jahr gab es ein paar Demonstrationen; aber nicht im Ansatz so viele wie w\u00e4hrend des Irakkriegs. Sie legitimieren ihre Kriege und teilen ein in Gut und B\u00f6se, selbst die Linken tun das. Sie sagen, das ist ein guter Krieg, denn wir k\u00e4mpfen schlie\u00dflich gegen das B\u00f6se, die Taliban. Aber es gibt keinen guten und schlechten Krieg. Alle Kriege sind imperialistische Kriege, die wegen finanzieller und \u00f6konomischer Interessen gef\u00fchrt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wir sagen also unseren Genoss*innen hier in Deutschland und anderen L\u00e4ndern: Denkt nach, versucht die Realit\u00e4t in anderen L\u00e4ndern zu sehen und nutzt andere als die Mainstream-Medien. Denn die vertreten nur die Interessen der Imperialisten und Gro\u00dfm\u00e4chte.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Quelle: <\/span><\/i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\"><a href=\"https:\/\/lowerclassmag.com\/2019\/07\/22\/imperialisten-verhelfen-einer-nation-nicht-zur-freiheit-afghanistan\/\"><i>lowerclassmag.com&#8230;<\/i><\/a><i> vom 23. Juli 2019<\/i><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hubert Maulhofer. Ueber die Frauenbewegung in Afghanistan, die Rolle der Besatzungsm\u00e4chte und die Abh\u00e4ngigkeit der internationalistischen Linken von Mainstreammedien. 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