{"id":5678,"date":"2019-07-26T16:48:27","date_gmt":"2019-07-26T14:48:27","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5678"},"modified":"2019-07-26T16:49:56","modified_gmt":"2019-07-26T14:49:56","slug":"frankreich-polzeigewalt-protest-und-gelbwesten-bleiben-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5678","title":{"rendered":"Frankreich: Polizeigewalt, Protest und \u00abGelbwesten\u00bb bleiben aktuell"},"content":{"rendered":"<p><em>Bernard Schmid. <\/em><strong>Neue Polizei- und Justizskandale rund um (nicht nur) die Repression bei \u201eGelbwesten\u201c-Protesten \u2013 Neue Erkenntnis: Staatsanwalt wollte im Falle Genevi\u00e8ve Legay (verletzte \u00e4ltere Aktivistin in Nizza) <!--more-->ausdr\u00fccklich \u201ePr\u00e4sident Emmanual Macron <\/strong><strong>decken\u201c, indem er sich sch\u00fctzend vor die Polizei stellte, statt zu ermitteln \u2013 Auszeichnung f\u00fcr Polizisten, die wegen des Verdachts ungesetzlicher Gewaltanwendung ermittelt wird \u2013 \u201eGelbwesten\u201c und andere Aktivist\/inn\/en nehmen bei Kundgebung zum Gedenken an den Tod des Polizeiopfers Adama Traor\u00e9 teil \u2013 Einem Mann wird bei einer Stra\u00dfenfeier in Lyon infolge des Fu\u00dfballsiegs Algeriens beim Africa-Cup ein Auge ausgeschossen.<\/strong><\/p>\n<p>Laut Medienberichten aus den letzten 48 Stunden forderte Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron seine Minister\/innen dazu auf,\u00a0<em>\u201emit Angst im Bauch\u201c<\/em>\u00a0in ihren Urlaub zu fahren. Auf diese leicht drastische Weise wollte er seine Regierungsmitglieder darauf hinweisen, dass\u00a0<em>\u201edie soziale Krise\u201c,<\/em>\u00a0welche mit der Protestbewegung der \u201eGelben Westen\u201c eine Kristallisationsform gefunden hatte, nicht \u00fcberwunden, dass die Sache noch nicht ausgestanden sei. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/politique\/article\/2019\/07\/22\/pour-reformer-emmanuel-macron-apprend-les-concessions_5491949_823448.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>und\u00a0<a href=\"https:\/\/fr.sputniknews.com\/france\/201907221041749537-crise-des-gilets-jaunes-macron-aurait-dit-a-ses-ministres-de-partir-en-vacances-la-peur-au-ventre\/\">sputniknews.com&#8230;<\/a>; erstere Quelle ist eine liberale Pariser Abendzeitung, die zweite eine russische Quelle, die mitunter kritische Informationen zu Auseinandersetzungen in westeurop\u00e4ischen Staaten enth\u00e4lt, allerdings weitaus weniger kritische Informationen zur russischen Staatsmacht)<\/p>\n<p>Ausgestanden sind insbesondere nicht die unterschiedlichen Skandale, die sich um den polizeilichen und justiziellen Umgang mit den Protesten \u2013 wie immer man deren mannigfaltige Aspekte auch inhaltlich bewerten mag \u2013 ranken.<\/p>\n<p><strong>Verletzungen von Genevi\u00e8ve Legay<\/strong><\/p>\n<p>Neu kommt an diesem Mittwoch, den 24. Juli 19 heraus, dass der Leiter der Staatsanwaltschaft im s\u00fcdostfranz\u00f6sischen Nizza, Jean-Michel Pr\u00eatre, explizit zugegeben hat, in einem offiziellen Rapport \u00fcber polizeiliche \u00dcbergriffe am 23. M\u00e4rz dieses Jahres in der Stadt Unterschiede zwischen divergierenden Versionen (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/police-justice\/article\/2019\/06\/25\/affaire-genevieve-legay-la-police-mise-en-cause-dans-la-blessure_5481029_1653578.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>) weggeb\u00fcgelt und die Ordnungskr\u00e4fte wei\u00dfgewaschen zu haben, \u201e<em>um Pr\u00e4sident Emmanuel Macron nicht in Schwierigkeiten zu bringen\u201c.<\/em>\u00a0(Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/societe\/article\/2019\/07\/24\/affaire-legay-pour-sa-defense-le-procureur-de-nice-ne-voulait-pas-embarrasser-macron_5492695_3224.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lepoint.fr\/faits-divers\/affaire-legay-le-procureur-de-nice-aurait-voulu-proteger-emmanuel-macron-24-07-2019-2326419_2627.php\">lepoint.fr\/&#8230;<\/a>\u00a0und AFP-Meldung vom Abend:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lefigaro.fr\/flash-actu\/affaire-legay-le-procureur-dit-avoir-defendu-la-police-pour-ne-pas-contredire-macron-20190724\">lefigaro.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Konkret ging es u.a. darum, dass Staatspr\u00e4sident Macron pers\u00f6nlich zwei Tage nach der polizeilichen Attacke vom 23. M\u00e4rz 19 in der \u00f6rtlichen Tageszeitung\u00a0<em>Nice Matin<\/em>\u00a0das Wort ergriffen hatte, und dort behauptete, es habe\u00a0<em>\u201ekeinen Kontakt\u201c<\/em>\u00a0zwischen Genevi\u00e8ve Legay und Polizeibeamten gegeben. Eine Darstellung, die objektiv wahrheitswidrig hat. Doch um nicht herauskommen zu lassen, dass der Staatspr\u00e4sident die Unwahrheit hinausposaunte, sagte nun einfach auch der ermittelnde Staatsanwalt die Unwahrheit dazu. Allerdings lie\u00df sich seine Version im Lauf der Ermittlungen nicht aufrecht erhalten und wurde dann auch offiziell zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Am 13. Juli d.J. war der Staatsanwaltschaft Nizza die Akte bereits durch h\u00f6chstrichterliche Entscheidung entzogen worden. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/societe\/article\/2019\/07\/13\/affaire-legay-le-procureur-de-nice-evince-du-dossier_5488943_3224.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>) Seitdem ist die Staatsanwaltschaft Lyon f\u00fcr den Fortgang der Entwicklungen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Die 73j\u00e4hrige Aktivistin bei ATTAC Genevi\u00e8ve Legay war bei einer \u201eGelbwesten\u201c-Demonstration in Nizza durch Polizisten gesto\u00dfen worden, ging zu Boden, wurde \u00fcberrannt, schwer verletzt und im Krankenhaus behandelt. (<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=146406\">Wir berichteten<\/a>) Zun\u00e4chst wurde behauptet, die Polizei habe die Frau \u00fcberhaupt\u00a0<em>\u201enicht ber\u00fchrt\u201c<\/em>, sp\u00e4ter geriet diese offizielle (Schutz-)Version jedoch ins Wanken. Ein Polizeibeamter wurde identifiziert als derjenige, welcher Madame Legay stie\u00df; er selbst brachte sein\u00a0<em>\u201eehrliches Bedauern\u201c<\/em>\u00a0zum Ausdruck (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lci.fr\/police\/gilets-jaunes-le-policier-qui-a-pousse-genevieve-legay-sincerement-desole-2122668.html\">lci.fr&#8230;<\/a>) und erkl\u00e4rte, er sei davon ausgegangen,\u00a0<em>\u201eeinen Mann\u201c<\/em>\u00a0gesto\u00dfen und zu Boden bef\u00f6rdert zu haben (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lexpress.fr\/actualite\/societe\/gilets-jaunes-le-policier-qui-a-blesse-genevieve-legay-pensait-avoir-pousse-un-homme_2081324.html\">lexpress.fr&#8230;<\/a>).<\/p>\n<p>Gendarmeriebeamte hatten anl\u00e4sslich dieser Auseinandersetzung den Befehl verweigert, die Polizei bei ihrem Einsatz zu unterst\u00fctzen (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nouvelobs.com\/societe\/20190624.OBS14833\/genevieve-legay-pourquoi-les-gendarmes-ont-refuse-d-obeir-a-la-police.html\">nouvelobs.com&#8230;<\/a>); das ist mehr oder minder \u201eunerh\u00f6rt\u201c. In Frankreich untersteht die Gendarmerie dem Verteidigungs-, und die Polizei untersteht dem Innenministerium, wobei vor nunmehr zehn Jahren viele Statusbestimmungen (etwa Laufbahngarantien, Rentenregelungen) aneinander angeglichen wurden; das Staatsgebiet ist in jeweilige Zust\u00e4ndigkeitszonen beider Staatsorgane aufgeteilt. Bei Demonstrationen und vergleichbaren Anl\u00e4ssen, aber auch etwa beim Objektschutz (wie im Pariser Justizpalast) kommen oft beide nebeneinander zum Einsatz, mit leicht unterschiedlichen Aufgabenbereichen. In der Regel ist die Gendarmerie disziplinierter und begeht weniger gesetzeswidrige \u00dcbergriffe als zumindest bestimmte Polizeieinheiten, wie die hinl\u00e4nglich ber\u00fcchtigten Einsatzkr\u00e4fte der BAC (<em>Brigades anti-crim<\/em>inalit\u00e9).<\/p>\n<p><strong>Dekorationen; nicht f\u00fcr Weihnachtsb\u00e4ume, sondern f\u00fcr m\u00f6gliche Urheber gesetzlich nicht gedeckter Polizeigewalt<\/strong><\/p>\n<p>Es mangelte nicht an Pikanterie, als j\u00fcngst Innenminister Christophe Castaner die Namen von Angeh\u00f6rigen der polizeilichen Sicherheitskr\u00e4fte bekannt gab, die \u201edekoriert\u201c (<em>d\u00e9cor\u00e9<\/em>) werden sollen, denen also in naher Zukunft eine Auszeichnung verliehen wird. Unter ihnen befinden sich f\u00fcnf Polizeibeamte, die pers\u00f6nlich im Verdacht stehen, an ungesetzlichen Formen von staatlicher oder im Namen des Staates ausge\u00fcbter Gewaltanwendung beteiligt gewesen zu sein. Darunter:<\/p>\n<ul>\n<li>zwei Kommissare (das bedeutet in diesem Falle: Einsatzleiter), die an der Szene beteiligt waren, bei der die oben erw\u00e4hnte Aktivistin Genevi\u00e8ve Legay verletzt worden ist und deren Namen in den Ermittlungsdokumenten dazu auftauchen;<\/li>\n<li>und zwei Polizeioffiziere, die respektive an einem gewaltf\u00f6migen \u00dcberfall auf Demonstrationsteilnehmer in einem Pariser Fastfood-Restaurant im Dezember 2018 (vgl.:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/watch\/?v=2157662374495426\">com&#8230;<\/a>) sowie am Tod der 80j\u00e4hrigen Zineb Redouane in Marseille am 1. Dezember 2018 \u2013 wir berichteten j\u00fcngst ausf\u00fchrlich (<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/arbeitskaempfe-frankreich\/frankreich-bildungsstreik-krise-krankenhaeusern-justizskandal-um-polizeitote-im-zusammenhang-mit-gelbwesten-protesten-kocht-hoch\/\">labournet.de&#8230;<\/a>) \u2013 beteiligt waren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Bewertung des Ministerhandels ist dabei nicht nicht so sehr, dass die f\u00fcnf Namen auf einer Liste von auszuzeichnenden Polizisten auftauchen; auf ihr stehen immerhin 9.126 Namen von Polizeibediensteten, denen eine Medaille f\u00fcr ihr\/ein\u00a0<em>\u201eau\u00dferordentliches Engagement in den Kr\u00e4ften f\u00fcr Innere Sicherheit in den Jahren 2018\/19\u201c<\/em>\u00a0verliehen werden soll. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.france24.com\/fr\/20190719-france-christophe-castaner-decore-policiers-soupconnes-violences-gilets-jaunes\">france24.com&#8230;<\/a>\u00a0\u2013 Die Polizei z\u00e4hlt in Frankreich insgesamt rund 150.000 Mitglieder; vgl. zur Zahl:\u00a0<a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Police_nationale_(France)\">wikipedia.org&#8230;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.lepoint.fr\/societe\/apres-l-attentat-des-champs-elysees-des-policiers-en-colere-interpellent-macron-et-le-pen-26-04-2017-2122877_23.php\">lepoint.fr&#8230;<\/a> oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.fr\/jean-marie-godard\/ce-que-veulent-les-flics-que-jai-rencontres-pour-que-la-nouvelle-police-de-securite-du-quotidien-fonctionne_a_23353374\/\">huffingtonpost.fr&#8230;<\/a>) Entscheidend f\u00fcr die Bewertung des Ministerhandelns ist vielmehr, dass Christophe Castaner auch dann, nachdem er \u00fcber die Pr\u00e4senz der beschuldigten Beamten und den Inhalt der Vorw\u00fcrfe informiert worden war, von seiner Entscheidung nicht abr\u00fccken und die Liste nicht modifizieren mochte. (Vgl. bspw.\u00a0<a href=\"https:\/\/actu.orange.fr\/france\/christophe-castaner-assume-d-avoir-decore-des-policiers-mis-en-cause-dans-des-violences-contre-les-gilets-jaunes-magic-CNT000001hjp5e.html\">orange.fr&#8230;<\/a>) Er stehe zu seinem Entschluss; allerdings w\u00fcrden, falls es denn zu dienstrechtlichen Sanktionen (Disziplinarstrafen) komme, den entsprechend Bestraften ihre Auszeichnungen in diesem Falle wieder entzogen, verlautbarte der Minister.<\/p>\n<p>Nun ist f\u00fcr Ermittlungen gegen Polizeibeamte\/beamtinnen \u2013 etwa wegen des Vorwurfs von Gewalttaten im Dienst \u2013 eine \u201eGeneralinspektion der Nationalpolizei\u201c (IGPN) zust\u00e4ndig, die zwar nicht der Autorit\u00e4t der Polizeif\u00fchrung direkt, wohl aber jener des Innenministeriums unterstellt ist. Und wenn der amtierende Minister ihr nun durch das Verleihen einer Auszeichnung signalisiert, dass es sich bei den Betreffenden um irgendwie exemplarische Beamte handele \u2013 wird die Dienstinspektion dann dazu neigen, dar\u00fcber hinwegzusehen und trotzdem Sanktionen vorzuschlagen? Die n\u00e4here Zukunft wird es erweisen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Demonstration und Kundgebung f\u00fcr das Opfer von staatlicher bzw. in staatlichem Namen ausge\u00fcbter Gewalt: Adama Traor\u00e9<\/strong><\/p>\n<p>Am vorigen Samstag, den 20. Juli 19 demonstrierten rund 3.000 Menschen (realistische Sch\u00e4tzung) in der ziemlich genau vierzig Kilometer n\u00f6rdlich von Paris liegenden Vorstadt Persan-Beaumont, im Andenken an einen fr\u00fcheren Einwohner der Stadt: Adama Traor\u00e9. Der junge Franzose westafrikanischer Herkunft starb am 19. Juli 2016 \u2013 an seinem vierundzwanzigsten Geburtstag \u2013 im Polizeigewahrsam, oder richtiger: im Gewahrsam der Gendarmerie (unsere Leser\/innen kennen ja nun den Unterschied). Er war zuvor wegen einer Lappalie festgenommen worden; da er seine Ausweispapiere nicht bei sich trug, war er anl\u00e4sslich der Festnahme seines Bruder Bagui, dem ein Gelddelikt vorgeworfen wurde (an dem Adama Traor\u00e9 unbeteiligt war), weggelaufen. Mutma\u00dflich waren die Art und Weise der Festnahme, der wohl durch mehrere Beamte auf R\u00fccken und Brustkorb des am Liegenden ausge\u00fcbte Druck urs\u00e4chlich f\u00fcr seinen Tod.<\/p>\n<p>In den letzten drei Jahren hat die aus Mali stammende Familie von Adama Traor\u00e9, an f\u00fchrender Stelle ist dabei seine Schwester Assa Traor\u00e9 zu erw\u00e4hnen, eine h\u00f6chst aktive \u00d6ffentlichkeitsarbeit entwickelt; mit dem rund um Familienangeh\u00f6rige und Stadtteilbewohner\/innen entstandenen Kollektiv\u00a0<em>\u201eGerechtigkeit f\u00fcr Adama\u201c<\/em>\u00a0<em>\u2013 Justice pour Adama<\/em>\u00a0traf man zahlreiche andere, meist \u00f6rtliche Initiativen von Opferfamilien (d.h. Hinterbliebenen der Opfer von Polizeigewalt) in ganz Frankreich. Aber im Rahmen der, politisch heterogen zusammengesetzten, \u201eGelbwesten\u201c-Proteste ab dem Sp\u00e4therbst 2018 reihte das Kollektiv sich auch in diesem Zusammenhang in Protestdemonstrationen ein. Monate hindurch f\u00fchrte es, zusammen mit Gruppen vor allem aus dem\u00a0<em>Front Social<\/em>\u00a0(einem 2017 entstandenen, mehrheitlich linksradikale Gewerkschaftsfl\u00fcgel zusammenf\u00fchrenden Zusammenschluss), jeden Samstag um 11 Uhr eine vom Saint Lazare-Bahnhof in Paris ausgehende Demonstration mit an. Hier sammelte sich der linke, gegen Staatsgewalt protestierende Fl\u00fcgel der Protestbewegung, der andere Inhalte unter den gelben Westen verteidigte als die Interessen reaktion\u00e4rer \u201eWir-Steuerzahler\u201c-Kreise \u2013 und der mit dazu beitrug, den Protest sozial aufzuladen und in betr\u00e4chtlichen Teilen umzuorientieren. (Vgl. dazu auch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/soziale_konflikte-frankreich\/frankreich-protestbewegung-im-landeanflug-oder-vor-einer-remobilisierung\/\">labournet.de&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>An diesem Samstag, den 20. Juli 19 kamen nun ihrerseits viele \u201eGelbwesten\u201c aus der Region, d.h. aus dem Gro\u00dfraum Paris, aber auch aus der (von Persan-Beaumont aus sehr nahe gelegenen) Nachbarregion Picardie \u2013 also St\u00e4dten wie etwa Beauvais \u2013 zu der Demonstration und Kundgebung nach Persan-Beaumont. Diese Solidarisierung ist ein wichtiges Zeichen. Inhaltlich blieben die Dinge dabei allerdings wiederum durchmischt. \u2013 Zur Staatsmacht: Unterwegs war ein vom Pariser Nordbahnhof kommender Bus durch die Polizei, mit staatsanwaltschaftlicher Anordnung, aufgehalten worden. Nachdem Aktivist\/inn\/en mit einer Kamera zu filmen begann, konnte der Bus dann mit rund einst\u00fcndiger Versp\u00e4tung doch noch eintreffen. (Vgl. dazu\u00a0<a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/La-CAN-l-Algerie-et-la-criminalisation-de-la-joie-des-opprimes\">revolutionpermanente.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"391\" height=\"200\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Adama.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5679\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Adama.jpg 391w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Adama-300x153.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><figcaption> Foto von Bernard Schmid: Szene mit einer Gruppe der (sehr progressiven) \u00abGelbwesten-Frauen Gro\u00dfraum Paris\u00bb (femmes gilets jaunes Ile-de-France) am 20. Juli 19 in Persan-Beaumont, anl\u00e4sslich des Protests zum Todestag von Adama Traor\u00e9 <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>Bereits zum Auftakt der Demonstration, in der N\u00e4he des Bahnhofs von Persan (von dort aus liegt die Gendarmeriestation, in der der Tod von Adama Traor\u00e9 festgestellt wurde, in unmittelbarer Umgebung) \u2013 bevor der Zug in die andere H\u00e4lfte der Doppelstadt, Beaumont, weiterzog \u2013 waren viele gelbe Westen zu sehen. Im Vergleich zu Juli 2017 und Juli 2018, damals z\u00e4hlte der Autor dieser Zeilen bei den Jahrestagsdemonstrationen je zwischen 2.000 und 2.500 Personen, waren es allem Anschein nach insgesamt mehr Menschen. Kurz nach Beginn der Auftaktkundgebung fing es in diesem Jahr jedoch aus K\u00fcbeln an zu sch\u00fctten. Die \u201eGelbwesten\u201c aus dem D\u00e9partement 95 (Val-d\u2019Oise), in welchem Persan-Beaumont liegt, bezog daraufhin unter einer Plane kollektiv Aufstellung und erinnerten an die Verteidigungsstellung der \u201eSchildkr\u00f6te\u201c, wie man sie von den r\u00f6mischen Soldaten aus den Asterix-Comicb\u00e4nden her kennt. Vor ihnen nahm ein sehr aktiver Mann im Rollstuhl mit gelber Weste und einem Schild&nbsp;<em>\u201eDie Gelbwesten 95 in Solidarit\u00e4t mit Adama Traor\u00e9\u201c<\/em>&nbsp;Stellung. Trotz kurzzeitig str\u00f6menden Regens lie\u00dfen die Anwesenden sich die Stimmung nicht verderben. Auch ein paar CGT- und SUD-Gewerkschaftsfahnen waren zu sehen, allerdings sicherlich nicht dominant. Irgendwo im Zug war ferner auch Priscillia Ludowsky, eine der Gallionsfiguren und Exponentinnen der 2018\/19er Gelbwestenprotestbewegung, zu sehen.<\/p>\n<p>Auf der Kundgebung, die (nach dem mehrere Kilometer durchlaufenden Protestzug) gegen 18 Uhr in Beaumont auf einem Sportplatz beim Wohnhaus des Get\u00f6teten stattfand, sprachen ebenfalls Redner in gelben Westen. Nach mehreren Angeh\u00f6rigen von Opfern polizeilicher bzw. staatlicher oder staatlich legitimierter Gewalt kamen die Gelbbewesteten an die Reihe. Als Erster von ihnen ergriff Maxime Nicolle das Wort. Auch unter seinem Spitznamen&nbsp;<em>\u201eFly Rider\u201c<\/em>&nbsp;bekannt, z\u00e4hlt der 31j\u00e4hrige Krankenpfleger seit Ende November 2018 zu den Medienprominenten der heterogenen Protestbewegung der \u201eGelbwesten\u201c. Er kann pers\u00f6nlich als umg\u00e4nglich gelten und erscheint als netter Kerl. Bei Facebook und unter seinem Account bei sozialen Medien verbriet \/ verbreitete er allerdings in der Vergangenheit auch so manch kritikw\u00fcrdige Inhalte. Er \u201elikte\u201c etwa manchmal Pressemitteilungen von Marine Le Pen oder stellte \u00f6ffentlich fragw\u00fcrdige \u201eFragen\u201c zum so genannten Migrationspakt \u2013 unter \u00c4gide der UN am 10. Dezember 2018 bei einer internationalen Konferenz in Marrakesch feierlich angenommen -; stimme es denn, dass Emmanuel Macron da gerade einer Aufl\u00f6sung Frankreichs zustimme? Nun ist Frankreich zwischenzeitlich allem Anschein nach nicht untergegangen. Und Maxime Nicolle hielt eine inhaltlich durchaus korrekte, stellenweise mutige kurze Ansprache in Persan-Beaumont. Er wies darauf hin, in der Vergangenheit habe er keine Aufmerksamkeit daf\u00fcr besessen, wie Polizeigewalt oder staatliche Gewaltaus\u00fcbung sich etwa auf Angeh\u00f6rige von Minderheiten, auf die Einwohner von (durch die Staatsmacht als abgeh\u00e4ngt behandelten) Vorst\u00e4dten auswirkten. Erst nachdem er und ihm Nahestehende im Zuge der \u201eGelbwesten\u201cproteste mit Repression konfrontiert worden seien, habe er dieses Thema ernst genommen. Er entschuldige sich, f\u00fcgte er hinzu, bei den Anwesenden daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Diese Worte kann man durchaus positiv vermerken und honorieren. Nach ihm allerdings sprach \u2013 noch wesentlich k\u00fcrzer \u2013 ein anderer junger Mann in ebenfalls gelber Weste, mit milit\u00e4rischer (oder Armeem\u00fctzen nachempfundener) Kopfbedeckung. Er sprach nur wenige S\u00e4tze aus, erkl\u00e4rte ebenfalls seine Solidarit\u00e4t; und endete dann auf die Feststellung, Frankreich lebe derzeit in einer&nbsp;<em>dictature mondialiste<\/em>&nbsp;(\u201eglobalistischen Diktatur\u201c). Dieser Ausdruck ist nun wirklich astreiner Nazisprech und wird in Frankreich in einschl\u00e4gigen rechtsextremen Foren und Medien benutzt. Ein lupenreiner Nazirassist w\u00fcrde nun wahrscheinlich nicht auf einer Kundgebung f\u00fcr Solidarit\u00e4t sprechen, bei welcher rund ein Drittel bis die H\u00e4lfte der Anwesenden schwarzer Hautfarbe sind. Dennoch zeigt es, wie wichtig aber auch m\u00fchsam es sein wird, nun wirklich einige Kacke in einigen K\u00f6pfen zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Beim Vorbeilaufen des jungen Redners am Verfasser dieser Zeilen bemerkte ich auch die Aufschriften auf dem R\u00fccken seiner Gelbweste. Von oben nach unten:&nbsp;<em>\u201eMacron = Diktatur \/ CRS<\/em>&nbsp;(Bereitschaftspolizei)&nbsp;<em>= Gestapo\u201c<\/em>&nbsp;und ein paar mehr geschichtslose und dumme Vergleiche Vergleiche; es folgte einiges Geschwurbel, das der Autor in der Eile nicht erkennen konnte oder woran ich mich nicht erinnern kann; ganz unten stand, wohl in ironischer Absicht, jedoch auch bekennerisch, dick aufgeschrieben:&nbsp;<em>\u201eVerschw\u00f6rungstheorie<\/em>\u201c. In Deutschland w\u00fcrde gelten: An ihrem Aluh\u00fctchen sollt Ihr sie erkennen\u2026? (Oder vielleicht an ihrem Reichsb\u00fcrgerausweis, in krasseren F\u00e4llen?)<\/p>\n<p>Insofern hinterlie\u00df zumindest einige Nebenaspekte durchaus ein zwiesp\u00e4ltiges Gef\u00fchl, jedenfalls was einzelne Fraktionen der \u201eGelbwesten\u201c (zwischen \u201erechtsoffen\u201c und Totalverstrahlten) betrifft. Die absolut positive Gesamtbilanz der Veranstaltungen, und des Wirkens dieses \u201eKollektivs Gerechtigkeit f\u00fcr Adama\u201c, vermag diese Feststellung am Rande jedoch keinesfalls zu mindern.<\/p>\n<p><strong>Polizeigewalt auch bei Fanmobilisierung am Abend des Africa-Cup<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberbordende polizeiliche Gewaltanwendung gab es auch am vorigen Freitag Abend, an dem Algerien \u2013 verdient, verdient \u2013 den Africa-Cup im Endspiel gegen den Senegal gewann. (1:0, Tor von Baghdad Bounedjah bereits in der zweiten Minute.) Da allgemein erwartet wurde, dass eine quirlige Fangemeinde auf die franz\u00f6sischen Stra\u00dfen str\u00f6me, waren eine Kohorte von Polizisten wie auch von Berichterstatter\/inne\/n aufgeboten worden. Dabei blieb jedenfalls in Paris alles weitgehend in bester, freundlicher Stimmung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend gegen Mitternacht oder ein Uhr fr\u00fch \u2013 das Spiel in Kairo ging um 23 Uhr westeurop\u00e4ischer Zeit zu Ende \u2013 Studioreporter\/innen beim Privatfestsender BFM etwa sehr betont feststellten, es gebe&nbsp;<em>\u201enoch keine Ausschreitungen\u201c<\/em>&nbsp;(die Unterstreichung unter dem \u201enoch\u201c musste man nicht erst schriftlich bekommen) oder dass angeblich&nbsp;<em>\u201e\u00fcberwiegend M\u00e4nner\u201c<\/em>&nbsp;unterwegs seien, was umgehend durch andere TV-Journalist\/inn\/en dementiert wurde&nbsp;<em>(\u201e\u00e4heeeem, nein, es siiiiiind auch Frauen da\u201c<\/em>), herrschte auf den Stra\u00dfen ein buntes Gemisch. Im Pariser Viertel Barb\u00e8s\/Ch\u00e2teau Rouge, dem Stadtteil mit dem h\u00f6chsten Einwanderungsanteil, standen Algerien- und Senegal-Fans in exakt denselben Kneipen oder an denselben Stra\u00dfenecken, tranken oder flanierten, gr\u00fc\u00dften sich gegenseitig. Auf der Stra\u00dfenkreuzung bei Barb\u00e8s-Rochechouart (w\u00fcrde vom gesellschaftlichen Ort her ungef\u00e4hr dem Zentrum von Kreuzberg in Berlin entsprechen) trafen zahlreiche junge und alte Frauen, allein oder mit M\u00e4nnern oder ohne Mann aber mit T\u00f6chtern, mit oder ohne Bierdose in der Hand, mit oder ohne Kopftuch ein. Auch die algerischst\u00e4mmige (und, vor Ort in Nordafrika, die algerische!) Gesellschaft haben sich in den letzten zwanzig Jahren wirklich m\u00e4chtig gewandelt, und zwar zum Positiven. (Der Verfasser dieser Zeilen arbeitete u.a. 1999 und 2001 als Journalist in Algerien.)<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Polizei betrachtete die Dinge unter einem anderen Blickwinkel, n\u00e4mlich \u00fcberwiegend als&nbsp;<em>Kontroll- und Sicherheitsproblem<\/em>. (Eine trotzkistische Webseite sprach in diesem Zusammenhang, leicht holzschnittartig doch treffend, von einer&nbsp;<em>\u201eKriminalisierung der Freude der Unterdr\u00fcckten\u201c<\/em>; vgl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/La-CAN-l-Algerie-et-la-criminalisation-de-la-joie-des-opprimes\">revolutionpermanente.fr&#8230;<\/a>) Ein bis zwei Stunden nach Mitternacht ging sie in Paris wie in anderen St\u00e4dte dazu \u00fcber, die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze zu r\u00e4umen. Dabei verlor in Lyon ein junger Mann ein Auge, aufgrund des Einsatzes eines Gummigeschossgewehrs (LBD), wie man sie nun mittlerweile von den \u201eGelbwesten\u201c-Demonstrationen her hinreichend kennt. (Vgl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.lyoncapitale.fr\/actualite\/lyon-un-jeune-supporter-perd-un-oeil-apres-la-victoire-de-l-algerie\/\">lyoncapitale.fr&#8230;<\/a>&nbsp;oder&nbsp;<a href=\"https:\/\/actu.orange.fr\/france\/lyon-un-homme-blesse-a-l-il-en-marge-des-celebrations-de-la-victoire-de-l-algerie-en-finale-de-la-can-magic-CNT000001hm9lX.html\">orange.fr&#8230;<\/a>&nbsp;(Anmerkung: Im ersten Artikel ist vom Verlust eines Auges, im zweiteren von einem verletzten Auge die Rede)<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Ihrerseits suchten die franz\u00f6sischen Rechten und Rassisten eifrigst nach einem Problem, und fanden zun\u00e4chst auch eines, sogar ein m\u00e4chtiges. Am Freitag Nachmittag (19. Juli) war, allerdings vor dem Anpfiff des Spiels, der aus Guinea stammende Hochschullehrer Mamadou Barry durch einen zun\u00e4chst Unbekannten geschlagen worden, er ging zu Boden und starb am Samstag (20. Juli) infolge seines Sturzes in einem Krankenhaus in Rouen. Friede seiner Asche. Der T\u00e4ter hatte allem Anschein nach, wie jedenfalls von Umstehenden bezeugt wurde, rassistische \u00c4u\u00dferungen von sich gegeben&nbsp;<em>(\u201eWir werden es Euch dreckigen Schwarzen heute Abend zeigen\u201c).&nbsp;<\/em>Schnell ging im Laufe des Samstag auf rechtsextremen Webseiten die prominent aufgemachte Meldung um, \u201edie\u201c Algerienfans h\u00e4tten einen rassistischen Mord begangen \u2013 die Nachricht von der Attacke selbst hatten sie im Netz durch Surfen auf westafrikanischen Webseiten aufgegriffen, wo (in Guinea, im Senegal) am Samstag bereits sehr breit \u00fcber das Thema berichtet wurde. Sofort entwickelte sich daraus eine Kampagne, wonach die b\u00fcrgerlichen Medien samt und sonders l\u00fcgen, weil sie von einem insgesamt ohne schlimme Zwischenf\u00e4lle verlaufenen Abend spr\u00e4chen. Wo die Meute doch pl\u00fcndere und nun sogar mordete..!<\/p>\n<p>Erst ab Sonntag (21. Juli) \u00e4u\u00dferten sich auch b\u00fcrgerliche Medien sowie das franz\u00f6sische Innenministerium zu dem Vorfall, nachdem sie ihrerseits einige \u00dcberpr\u00fcfungen vorgenommen hatten. Heraus kam: Den Totschlag, oder wohl (juristisch richtig qualifiziert:) die K\u00f6rperverletzung mit Todesfolge, mutma\u00dflich begleitet von rassistischen \u00c4u\u00dferungen, hat es tats\u00e4chlich gegeben. Der T\u00e4ter (Damien A.; vgl. dazu AFP-Meldung:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.lefigaro.fr\/flash-actu\/mamoudou-barry-l-avocat-du-pere-du-suspect-ne-croit-pas-a-l-agression-raciste-20190723\">lefigaro.fr&#8230;<\/a>) ist keineswegs Algerier oder Nordafrikaner und auch kein Algerienfan; er ist franz\u00f6sischer Staatsb\u00fcrger mit einem t\u00fcrkischen Vater und einer franz\u00f6sischen Mutter, und trug zum Tatzeitpunkt ein T-Shirt des Istanbuler Fu\u00dfballclubs Galatasaray. Vor allem aber gilt er als psychisch gest\u00f6rt (und war ferner wegen Drogendelikten \u201epolizeibekannt\u201c). Die rechte Kampagne, jedenfalls zu diesem Anlass, l\u00f6ste sich daraufhin in Luft auf. Doch gilt nicht: Werft mit Dreck, werft t\u00fcchtig mit Dreck \u2013 \u201eirgend etwas bleibt immer h\u00e4ngen?\u201c Es steht zu bef\u00fcrchten\u2026 Jedenfalls in Teilen der Gesellschaft\u2026<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/soziale_konflikte-frankreich\/kein-sommerloch-frankreich-polizeigewalt-protest-und-gelbwesten-bleiben-aktuell\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 26. Juli 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernard Schmid. Neue Polizei- und Justizskandale rund um (nicht nur) die Repression bei \u201eGelbwesten\u201c-Protesten \u2013 Neue Erkenntnis: Staatsanwalt wollte im Falle Genevi\u00e8ve Legay (verletzte \u00e4ltere Aktivistin in Nizza) <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[25,61,32,11,49],"class_list":["post-5678","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnen","tag-arbeiterbewegung","tag-frankreich","tag-frauenbewegung","tag-rassismus","tag-repression"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5678","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5678"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5678\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5682,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5678\/revisions\/5682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5678"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5678"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5678"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}