{"id":5820,"date":"2019-08-13T20:24:38","date_gmt":"2019-08-13T18:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5820"},"modified":"2019-08-13T20:24:39","modified_gmt":"2019-08-13T18:24:39","slug":"post-diktatur-und-klassenkaempfe-santiago-de-chile-und-valparaiso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5820","title":{"rendered":"Post-Diktatur und Klassenk\u00e4mpfe \u2013 Santiago de Chile und Valpara\u00edso"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Eleonora Rold\u00e1n Mend\u00edvil.<\/span><\/i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\"> Nach Santiago fahren wir 17 Stunden mit dem Bus \u2013 mal sehen wir das Meer, mal sehen wir nur W\u00fcste. Am Mapocho-Fluss gelegen, erstreckt sich die Millionenmetropole \u00fcber 837 km\u00b2. 1541 wurde die Stadt vom spanischem Kolonisator Pedro de Valdivia auf Mapuche-Siedlungen,<\/span><!--more--><span style=\"font-family: Arial, sans-serif; font-size: 9pt;\">welche sich in dieser Region unter Quetschua-Kontrolle befanden, gegr\u00fcndet.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wegen des Streiks der Lehrer*innen finden, w\u00e4hrend wir in Santiago sind, viele Demonstrationen statt. Ein<i>cazerolazo<\/i>, bei dem sich Hunderte drau\u00dfen mit Kocht\u00f6pfen sammeln, auf die dann eingeschlagen wird, wurde von Sch\u00fcler*innen in Solidarit\u00e4t mit den Lehrer*innen organisiert.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Auch die 17-j\u00e4hrige Colomba Ugarte unterst\u00fctzt den Streik ihrer Lehrer*innen. \u201eWir gehen von Klasse zu Klasse und versuchen, andere Sch\u00fclis von der Notwendigkeit des Widerstandes gegen diese Regierung und diese Art der Politik zu \u00fcberzeugen. Aber leicht ist es nicht. Die Leute in meinem Alter sind leider sehr apolitisch.\u201c Trotzdem l\u00e4sst sich Colomba nicht entmutigen. Sie ist Teil eines Kollektivs names\u00a0<i>Cord\u00f3n Estudiantil Pe\u00f1alolen<\/i>, an welchem sich Sch\u00fcler*innen aus verschiedenen Schulen im Bezirk Pe\u00f1alolen eigenst\u00e4ndig organiseren. Auch zum cazerolazo haben sie aufgerufen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Linke Str\u00f6mungen<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wir gehen mit Benja, einem Genossen der PTR durch den gentrifizierten Teil der Innenstadt. \u201eDie PTR ist Teil der Trotzkistischen Fraktion zum Wiederaufbau der Vierten Internationalen. Wir sind hier in Chile in den 1990er-Jahren entstanden. Heute sind wir vor allem innerhalb der Jugend eine immer wichtigere Kraft. Wir k\u00e4mpfen daf\u00fcr, Arbeiter als eigenst\u00e4ndige Kraft zu organisieren. Gegen die Gewerkschaftsb\u00fcrokratie und f\u00fcr die Verbindung verschiedener K\u00e4mpfe unserer Klasse in unterschiedlichen Sektoren. Wir tun dies, da wir uns nur auf uns selbst als Arbeiter st\u00fctzen k\u00f6nnen, um eine Revolution vorzubereiten und eine kommunistische Gesellschaft zu erreichen.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Der 32-J\u00e4hrige \u00d6konom erkl\u00e4rt bei einem Kaffee viel \u00fcber die chilenische Geschichte und die verschiedenen Fraktionen der Linken des Landes. Wir treffen auch Genoss*innen anderer linker und anarchistischer Gruppen, die in Nachbarschafts-Initiativen und feministischen K\u00e4mpfen aktiv sind. Das gro\u00dfe Problem analysieren alle gleich \u2013 der voranscheitende Neoliberalismus in Chile. Auch im Ziel sind sich alle einig: der Umsturz der kapitalistischen Gesellschaft, samt ihrem Staat, muss her.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge aber haben sie unterschiedliche. Einige mit reformistischen Strategien \u2013 \u00e4hnlich wie die Linkspartei in Deutschland -, andere mit linksradikalen Alternativen in Rahmen von H\u00e4userbesetzungen und direkten Konfrontationen mit der Polizei. Kommunist*innen wiederum setzen traditionell auf die Macht der Arbeiter*innenklasse, um soziale Verbesserungen zu erzielen. Aber mit welcher Strategie man sich an welche Teile der Klasse genau wendet, ist unter Maoist*innen, Trotzkist*innen usw. umstritten. Auch die Frage, ob man zuerst auf den Kampf gegen den Imperialismus \u2013 wie in maoistischen Str\u00f6mungen \u2013 oder auf die Zentralit\u00e4t der Arbeiter*innenklasse \u2013 wie in trotzkistischen Str\u00f6mungen \u2013 setzt, wird unterschiedlich beantwortet. Mal arbeiten sie zusammen; mal bek\u00e4mpfen sie einander.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">\u00dcber das Erinnern<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Chile ist teuer; fast so teuer wie Deutschland. Nur, dass der Mindestlohn weniger als die H\u00e4lfte des Mindestlohnes in der Bundesrepublik betr\u00e4gt. Wir m\u00fcssen auf die Preise achten und gehen auch mehr zu Fu\u00df. Im\u00a0<i>Museo de la Memoria y de los Derechos Humanos<\/i>, dem Museum des Gedenkens und der Menschenrechte, wird einem der 11. September 1973 und die fast 20 Jahre anhaltende Diktatur bildlich und bewegend pr\u00e4sentiert. Wir h\u00f6ren \u00dcberlebenden-Zeugnisse und sehen uns die Bilder von traumatisierten Kindern von Verhafteten, Gefolterten und Verschwundenen an. Wir lernen, dass die traditionelle\u00a0<i>cueca<\/i>, ein chilenischer Paartanz, als\u00a0<i>cueca sola<\/i>\u00a0von den zur\u00fcckgebliebenden Partner*innen und Familienangeh\u00f6rigen allein getanzt wurde. Dies symbolisierte die Abwesenheit der Verschwundenen und Ermordeten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Bis heute gelten hunderte Menschen als vermisst. Die Diktatur forderte mindestens 4000 Leben. Eine Million Chilen*innen wanderten aus politischen Gr\u00fcnden aus. Viele von ihnen kamen auch nach Deutschland, wo sich in der gesamten Bundesrepublik sowie in der DDR Chile-Solidarit\u00e4tskomitees gr\u00fcndeten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Was das Museum verschweigt, ist die Vorgeschichte des Coups. Es erz\u00e4hlt nicht von den Pl\u00e4nen der USA, aus Chile ein Musterkind des radikalen Neoliberalismus \u2013 durch die\u00a0<i>Schock-Strategie<\/i>, wie Naomi Klein es in ihrem Bestseller von 2007 auf den Punkt bringt \u2013 zu machen. Es erz\u00e4hlt nicht von der Ausbildung chilenischer \u00d6konomen an der\u00a0<i>University of Chicago<\/i>, welche von 1956 bis 1970 die marktliberale Doktrinen von Friedrich August von Hayek und Milton Friedman lernten, um so in Chile die Dominanz freier M\u00e4rkte, sowie ungehemmte Privatisierungs- und Deregulierungsma\u00dfnahmen durchzusetzen. Die enge Zusammenarbeit des US-Milit\u00e4rs mit den Verantwortlichen des Staatsstreiches wird ebenfalls nicht erw\u00e4hnt. In einem Meer von pers\u00f6nlichen Leidensgeschichten wird moralisch gemahnt. Erkl\u00e4rt wird jedoch wenig.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Ab 1990 hei\u00dft es im Museum und in den chilenischen Geschichtsb\u00fcchern, wurde die Demokratie wieder eingef\u00fchrt. Dass dies eine vom Regime gelenkte \u201eDemokratisierung\u201c mit fundamentalen Zugest\u00e4ndnisse f\u00fcr die Politiker*innen und Beamten der Diktatur war, wird ebenfalls verschwiegen. Teile der Zugest\u00e4ndnisse waren die Immunit\u00e4t vor Strafverfolgung gegen\u00fcber dem Ex-Diktator Pinochet sowie die Aufnahme in ein \u201edemokratisches System\u201c der gesamten Riege von Verbrecher*innen \u2013 Milit\u00e4rs, Kapitalist*innen und Politiker*innen. \u201eBis heute sind die meisten dieser Faschos an der Macht\u201c, erkl\u00e4rt mir ein Genosse beim Mittagessen. Er ist Aktivist der Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4tsbewegung, die in Chile so breit ist wie in keinem anderem Land au\u00dferhalb Pal\u00e4stinas.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">\u201eEs hat sich kaum etwas ver\u00e4ndert. Du kannst dem M\u00f6rder deines Vaters, dem Vergewaltiger deiner Mutter jeden Tag beim Einkaufen \u00fcber den Weg laufen. Das nennen sie \u201aDemokratie\u2018. Es ist wirklich eine Schande!\u201c \u00dcber ihn und andere Pal\u00e4sitna-Solidarit\u00e4tsaktivist*innen erfahren wir, dass in Chile 500 000 Chilen*innen pal\u00e4stinensicher Herkunft leben. Die gr\u00f6\u00dfte Gemeinschaft diasporischer Pal\u00e4stinenser*innen au\u00dferhalb Westasiens weltweit. Die meisten ihrer Familien, fast ausschie\u00dflich Christ*innen, sind um die Jahrhundertwende aus vier pal\u00e4stinensischen Orten, Bethlehem, Beit Jala, Beit Sahour und Beit Safafa \u00fcber Valpara\u00edso nach Chile emigriert. \u201eAuch deswegen ist der Pal\u00e4stina-Aktivismus in Chile so stark\u201c, erkl\u00e4rt er uns, w\u00e4hrend er seine\u00a0<i>Kuffiyah<\/i>\u00a0umbindet.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><b><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Der Hafen: Valpara\u00edso<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Von der 5-Millonen-Metropole reisen wir weiter westlich ins nahe gelegene Valpara\u00edso. Die Hafenstadt ist vor allem f\u00fcr ihre bunt angestrichenen H\u00e4uschen entlang von Bergh\u00e4ngen bekannt. Viele wichtige Pers\u00f6nlichkeiten, wie Pablo Neruda, hatten hier ein H\u00e4uschen, um es sich gut gehen zu lassen. Mit 900.000 Einwohner*innen ist Valpara\u00edso recht \u00fcberschaubar. Vor allem die Hafenarbeiter*innen machen immer wieder mit Streiks auf ihre sch\u00e4bigen Arbeitsbedingungen aufmerksam. Als wir dort sind, ist es jedoch der Streik der Lehrer*innen der alle bewegt. #YoApoyoElParoDocente (IchUnterst\u00fctzeDenLehrkr\u00e4fteStreik) lesen wir oft in wei\u00dfer Schrift hinten auf Autofenster.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Valpara\u00edso ist au\u00dferdem eine Graffiti- und StreetArt-Stadt. \u00dcberall treffen wir auf kunstvoll gestaltete Wandbilder. Teilweise viele Meter hoch und breit. Schon in Antofagasta und Santiago sind uns die Wandbilder aufgefallen \u2013 so sch\u00f6ne und aufw\u00e4ndig gestaltete wie in Valpara\u00edso haben wir jedoch in den beiden St\u00e4dten nicht gesehen. Die Wandgem\u00e4lde sind sehr \u00e4sthetisch und manchmal sogar mit weiteren Materialien, wie Keramik und Spiegeln, verziert, jedoch fast durchweg unpolitisch f\u00e4llt uns auf. Hier und da liest man mal eine Forderung. In einem Land, in dem der fortlaufende Genozid und der Landraub an indigenen Bev\u00f6lkerungen, wie den Mapuche und den Aymara, voranschreitet, ist allein das Malen indigener Protagonist*innen eine Form des Widerstandes. Gesichter indigener Menschen, sowie verschiedene Symbole ihrer Widerstandsk\u00e4mpfe erkennen wir hier schon \u00f6fters wieder.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Nach einigen Tagen im kalten Valpara\u00edso geht es f\u00fcr uns \u00fcber die verschneite<i>\u00a0cordillera<\/i>\u00a0r\u00fcber nach Argentinien.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6.0pt 0cm;\"><i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Quelle: <\/span><\/i><span style=\"font-size: 9.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\"><a href=\"https:\/\/lowerclassmag.com\/2019\/08\/13\/post-diktatur-und-klassenkaempfe-santiago-de-chile-und-valparaiso\/\"><i>lowerclassmag.com&#8230;<\/i><\/a><i> vom 13. August 2019<\/i><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eleonora Rold\u00e1n Mend\u00edvil. Nach Santiago fahren wir 17 Stunden mit dem Bus \u2013 mal sehen wir das Meer, mal sehen wir nur W\u00fcste. Am Mapocho-Fluss gelegen, erstreckt sich die Millionenmetropole \u00fcber 837 km\u00b2. 1541 wurde &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,5],"tags":[85,71,45,17],"class_list":["post-5820","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-und-theorie","category-kampagnen","tag-chile","tag-lateinamerika","tag-neoliberalismus","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5820"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5820\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5821,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5820\/revisions\/5821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}