{"id":5829,"date":"2019-08-14T14:56:25","date_gmt":"2019-08-14T12:56:25","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5829"},"modified":"2019-08-14T14:56:27","modified_gmt":"2019-08-14T12:56:27","slug":"frankreich-rechte-kampagne-gegen-klimaschutzbewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5829","title":{"rendered":"Frankreich: Rechte Kampagne gegen Klimaschutz(bewegung)"},"content":{"rendered":"<p><em>Bernard Schmid.<\/em> Das Klima und seine teils katastrophenf\u00f6rmige oder -tr\u00e4chtige Wandlung bleibt an vielen Punkten des Globus ein Thema. Extremwetterlagen nehmen zu, sei es mit gigantischen Waldbr\u00e4nden in Russland (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/nur-der-regen-kann-die-taiga-noch-retten-100.html\">zdf.de&#8230;<\/a>), mit extrem<!--more--> ausfallenden Unwettern in Deutschland (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/welt\/deutschland-wetter-superzellen-junger-mann-ertrinkt-weil-retter-nicht-kommen-konnten-zr-12871354.html\">merkur.de&#8230;<\/a>) oder Elementen von beiden in Frankreich (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lci.fr\/meteo\/video-meteo-france-10-jours-de-pluie-en-12-minutes-les-images-des-degats-apres-les-orages-en-haute-loire-2128977.html\">lci.fr&#8230;<\/a>).<\/p>\n<p>Entsprechend w\u00e4re zu erwarten, dass eine intensive Debatte stattfinden und jene, die vor dem Klimawandel und den zerst\u00f6rerischen Auswirkungen des herrschenden Wirtschaftssystems warnen, verst\u00e4rkt Geh\u00f6r finden. Zunehmend in der Gesellschaft diskutiert wird \u00fcber solche Themen tats\u00e4chlich. Doch bedeutet dies auch, dass die Warner und Kritikerinnen entsprechend gew\u00fcrdigt werden und dass jene, die die Problematik vor einigen Jahren noch geringsch\u00e4tzig abtaten, ihre Mahnungen nun entsprechend honorieren?<\/p>\n<p>Wer solches erwartet, wird mindestens in einem Punkt entt\u00e4uscht: Es gibt starke Widerst\u00e4nde gegen die kritischen Erkenntnisse, die zum Teil auch aggressiv vorgetragen werden und \/ oder mit Repression gegen die Mahner und Warner einhergehen. Dies zeigen etwa die j\u00fcngsten Ereignisse in Frankreich.<\/p>\n<p>Im Ged\u00e4chtnis der breiten \u00d6ffentlichkeit blieb verhaftet, wie Ende Juni dieses Jahres junge Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die auf friedliche Weise eine Autobr\u00fccke im Pariser Zentrum \u2013 den pont de Sully \u2013 tempor\u00e4r besetzt hielten und den Verkehr f\u00fcr kurze Zeit aufhielten, mit einem \u00e4u\u00dferst brutalen Polizeieinsatz abger\u00e4umt (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q2oQqyPjU8M\">youtube.com&#8230;<\/a>\u00a0) wurden. Dabei wurde den am Boden Sitzenden Tr\u00e4nengas aus gr\u00f6\u00dferen Flaschen direkt ins Gesicht gespr\u00fcht (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pzVCSJLdoqk\">youtube.com&#8230;<\/a>\u00a0), und dies in einer solchen Quantit\u00e4t, dass der Einsatzleiter pers\u00f6nlich wegen des von ihm selbst eingeatmeten Gases aus den Latschen kippte und in Ohnmacht fiel. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lexpress.fr\/actualite\/societe\/pont-de-sully-le-commandant-des-crs-s-est-evanoui-a-cause-des-gaz-lacrymogenes_2089790.html\">lexpress.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Nun l\u00e4sst sich \u00fcber die Inhalte der, bisweilen mit etwas apokalyptisch wirkenden Obert\u00f6nen auftretenden Bewegung Extinction rebellion sicherlich in einigen Punkten diskutieren. Wo jedoch die Diskussionsmethoden der Staatsmacht so aussehen wie im obigen Falle (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lesinrocks.com\/2019\/07\/01\/actualite\/actualite\/violences-policieres-contre-des-militants-ecolos-a-paris-ils-ne-veulent-pas-sembeter-et-ils-passent-au-gazage\/\">lesinrocks.com&#8230;<\/a>), kann die kritische \u00d6ffentlichkeit den Aktiven nur beistehen. In diesem Falle wurden sie jedenfalls in breiten Kreisen mit Sympathie bedacht und als die Opfer, die sie bei dem gewaltt\u00e4tigen Polizeieinsatz tats\u00e4chlich waren, wahrgenommen. Nicht so in Regierungskreisen.<\/p>\n<p><strong>Oberflasche und Hummerfresser de Rugy<\/strong><\/p>\n<p>Ausgerechnet der normalerweise fachlich zust\u00e4ndige, damalige \u00d6kologieminister Fran\u00e7ois de Rugy setzte sich in die Fernsehstudios und verteidigte (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/fr.sputniknews.com\/france\/201906301041556634-cela-a-pour-but-que-les-gens-sen-aillent-de-rugy-sur-le-gazage-brutal-des-ecologistes-pont-de-sully\/\">sputniknews.com&#8230;<\/a>) den Polizeieinsatz vom 28. Juni energisch (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/blogs.mediapart.fr\/patrick-cahez\/blog\/300619\/francois-de-rugy-defend-la-repression-policiere-contre-les-ecologistes\">mediapart.fr&#8230;<\/a>). Ja, sei denn eine Verkehrsblockade nicht auch Gewalt? Dies, w\u00e4hrend sogar sein Kollege vom sonst f\u00fcr die Repression zust\u00e4ndigen Innenministerium sich immerhin bequemte, eine Untersuchung anzuordnen (<a href=\"https:\/\/www.nouvelobs.com\/politique\/20190630.OBS15157\/manifestants-asperges-de-lacrymogene-castaner-demande-un-rapport-apres-de-vives-reactions.html\">nouvelobs.com&#8230;<\/a>) und einen Bericht vom verantwortlichen Pariser Polizeipr\u00e4fekten anzufordern. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bfmtv.com\/politique\/manifestants-ecologistes-gazes-a-paris-de-rugy-ne-condamne-pas-mais-appelle-a-voir-la-video-en-entier-1722822.html\">bfmtv.com&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>De Rugy kommentierte seinerseits, es sei \u201enicht mehr die Zeit f\u00fcr Demonstrationen\u201c (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/france\/2019\/06\/30\/le-temps-n-est-plus-aux-manifestations-pour-le-climat-quand-rugy-se-prend-les-pieds-dans-le-tapis_1737184\">liberation.fr&#8230;<\/a>), womit er ungef\u00e4hr meinte, das Klimathema solle doch bitte den Politikern \u00fcberlassen bleiben, da diese sich ja nun zum Handeln entschlossen h\u00e4tten. Ja, wenn es denn nur so w\u00e4re\u2026<\/p>\n<p>Fran\u00e7ois de Rugy musste inzwischen aus seinem Amt zur\u00fccktreten, weil er als notorischer Karrierist und Selbstbediener den Hals nicht voll genug bekommen hatte \u2013 einige Luxusdiners mit Champagner und Hummer auf Staatskosten mit Einladung in seinem Freundeskreis kamen nicht so gut an (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/politique\/article\/2019\/07\/10\/champagne-homard-les-luxueux-diners-de-francois-de-rugy-aux-frais-de-l-assemblee-nationale_5487614_823448.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>) \u2013 und dadurch in Skandale verwickelt (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.planet.fr\/revue-du-web-video-francois-de-rugy-accueilli-par-un-homard-geant-en-plastique-lors-dun-deplacement-a-niort.1803140.1912.html\">planet.fr&#8230;<\/a>), letztlich diskreditiert wurde (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/information.tv5monde.com\/info\/homardmatuer-d-ou-vient-cette-phrase-raillant-le-ministre-francais-francois-de-rugy-310863\">tv5monde.com&#8230;<\/a>). Aus diesem Anlass waren jedenfalls die seri\u00f6sen Kommentatoren sich weitestgehend einig, dass seine inhaltliche Erfolgsbilanz im Amt j\u00e4mmerlich ausf\u00e4llt. Eine Bilanz, die b\u00fcrgerliche Medien (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/planete\/article\/2019\/07\/16\/francois-de-rugy-un-bilan-sans-ambition-au-ministere-de-l-ecologie_5490053_3244.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>) ebenso wie Umweltengagierte (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/reporterre.net\/De-Rugy-dix-mois-ministre-dix-mois-d-inaction\">reporterre.net&#8230;<\/a>) aufstellten. Eine absolute Flasche weniger im Amt, unter dem Strich. F\u00fcr das Umweltressort ist seither die bereits bisher amtierende Transportministerin Elisabeth Borne mit zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>Greta Thunberg im Palais Bourbon<\/strong><\/p>\n<p>Einen Kontrast dazu schien zu bieten, dass sich 170 Abgeordnete des franz\u00f6sischen Parlaments am 23. Juli dieses Jahres mit der jungen schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg versammelten, um den Ernst der Lage zu er\u00f6rtern. Gemeinsam fanden sie sich am Vormittag jenes Tages im \u201eSaal Victor Hugo\u201c des Parlamentsgeb\u00e4udes ein. Neben Greta Thunberg war auch die Wissenschaftlerin Val\u00e9rie Masson-Delmote als Rednerin eingeladen. Die Franz\u00f6sin, Doktorin der Physik, Klimaforscherin und Forschungsdirektorin bei einem staatlichen Institut, hat auch den Vizevorsitz in dem internationalen Gremium IPCC, auf Deutsch ungl\u00fccklich \u201eWeltklimarat\u201c \u00fcbersetzt (und franz\u00f6sisch\u00a0<em>GIEC<\/em>\u00a0abgek\u00fcrzt), inne.<\/p>\n<p>Sicherlich handelte es sich dabei eher um Symbolpolitik als um die Er\u00f6rterung bahnbrechender neuer Erkenntnisse; sicherlich brachte die junge Schwedin und Klimasch\u00fctzerin die franz\u00f6sischen Parlamentarier\/innen nicht auf einen neuen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Darum ging es an diesem Ort auch gar nicht. Sicherlich ging es zuv\u00f6rderst um Anderes. Denn die Aufnahme von Thunberg auf der Trib\u00fcne konnte einen politischen Anspruch untermauern; oder mochte auch \u2013 jedenfalls f\u00fcr manche der beteiligten Berufspolitiker\/innen \u2013 in erster Linie vordergr\u00fcndiger Gewissensberuhigung dienen. Beide Ph\u00e4nomene waren sicherlich, in unterschiedlich starker Mischung (je nach Beteiligten), vorhanden.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen herrschten Au\u00dfentemperaturen von fast 40 Grad Celsius, als drinnen die Aussprache er\u00f6ffnet wurde. Die Hitzewelle, die einen Gutteil derselben Woche hindurch weite Teile vor allem Nord- und Zentralfrankreichs in Atem oder eher au\u00dfer Atem hielt, trug mit dazu bei, dass die offensichtlichen Klimaver\u00e4nderungen Tagesgespr\u00e4ch waren. In mehreren franz\u00f6sischen St\u00e4dten wurden in der letzten Juliwoche 2019 absolute Temperaturrekorde seit Beginn der Wettermessungen aufgestellt, mit dem jeweils w\u00e4rmsten Tag \u00fcberhaupt. In Paris kletterte das Thermometer bis auf einen Maximalwert von 42,6\u00b0 C. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/actualite.lachainemeteo.com\/actualite-meteo\/2019-07-26\/paris-42-6c-un-record-historique-ce-jeudi-51702\">lachainemeteo.com&#8230;<\/a>) Auf siebzig Prozent des franz\u00f6sischen Staatsgebiets wurde an jenem Donnerstag, 25. Juli 19 die Vierzig-Grad-Marke \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Vor allem die Einladung von Greta Thunberg stellte jedoch im Vorfeld ein Politikum und einen Zankapfel dar. (Ihr ging am Sonntag, den 21.Juli 19 die Verleihung eines Ehrenpreises in der Normandie (in Caen) in Anwesenheit von fr\u00fcheren R\u00e9sistance-K\u00e4mpfern, respektive alten Veteranen der Alliierten-Anlandung vom 06.06.1944 \u2013 Stichwort \u201eD-Day\u201c \u2013 voraus. Vgl. dazu:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lexpress.fr\/actualite\/societe\/environnement\/la-militante-ecolo-greta-thunberg-recompensee-par-un-prix-a-caen_2090877.html\">lexpress.fr&#8230;<\/a>) Denn auf sie richteten sich die Ressentiments, die im rechten Teil des politischen Spektrums gegen den Empfang in der franz\u00f6sischen Nationalversammlung mobilisiert wurden. (Vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.leparisien.fr\/politique\/des-deputes-lr-ne-veulent-pas-de-greta-thunberg-a-l-assemblee-nationale-21-07-2019-8121054.php\">leparisien.fr&#8230;<\/a>) Abgeordnete der konservativen Rechtspartei LR \u2013 \u201eDie Republikaner\u201c \u2013 sowie des neofaschistischen Rassemblement National (RN, \u201eNationale Sammlungsbewegung\u201c) riefen lautstark zum Boykott der Einladung auf, welche auf eine 162k\u00f6pfige und zum Klimaschutz arbeitende Parlamentariergruppe unter dem Titel \u201eBeschleunigen wir!\u201c (Acc\u00e9l\u00e9rons!) zur\u00fcckging.<\/p>\n<p>Deren Gr\u00fcnder ist Matthieu Orphelin, ein fr\u00fcherer franz\u00f6sischer Gr\u00fcnenpolitiker (bis 2012) und Ingenieur, welcher jedoch ab Januar 2017 den Pr\u00e4sidentschaftskandidaten, sp\u00e4teren Pr\u00e4sidentschaftswahlsieger und Wirtschaftsliberalen Emmanuel Macron unterst\u00fctzte und \u2013 wie manche Linksliberale \u2013 versuchte, eine Art \u00f6kologisch-linksb\u00fcrgerlichen Fl\u00fcgels innerhalb von dessen Partei LREM (La R\u00e9publique en marche) aufzubauen. Ihr kehrte er jedoch im Februar 2019 inhaltlich entt\u00e4uscht den R\u00fccken, nachdem er im Juni 2017 zum Abgeordneten gew\u00e4hlt worden war. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/politique\/article\/2019\/02\/06\/le-depute-matthieu-orphelin-annonce-qu-il-quitte-le-groupe-la-republique-en-marche_5420159_823448.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Der Boykott\u00f6r hat\u2019s nicht sehr schw\u00f6r<\/strong><\/p>\n<p>Dabei kamen bei den Rechten und Rechtsextremen eine tiefsitzende Emp\u00f6rung \u00fcber die Verletzung \u201enormaler\u201c gesellschaftlicher Hierarchien und, bei einem Teil der betreffenden Politiker, auch Tendenzen zum Klimawandel-Leugnertum zusammen.<\/p>\n<p>Letzteres ist vor allem in verschw\u00f6rungstheoretisch argumentierenden Spektren auf der Rechten einerseits, in sozialdarwinistisch-wirtschaftsliberalen Segmenten der b\u00fcrgerlichen wie der extremen Rechten auf der anderen Seiten pr\u00e4sent. (Dies entspr\u00e4che in Deutschland etwa u.a. dem Spektrum der COMPACT-Leserschaft im ersten Falle, jenes der Anh\u00e4nger\/innen der Achse des Guten im zweitgenannten.) Zwischen beiden Gruppen besteht eine Schnittmenge; zumal beide Spektren sich innerhalb des Rassemblement National und der ihm nahestehenden, weitverzweigten Internet-Medienlandschaft wiederfinden, obwohl Letzterer sich auch immer wieder darum bem\u00fcht, sich einen \u00f6kologisch klingenden Diskurs oder Programmteil zuzulegen.<\/p>\n<p>Die Angeh\u00f6rige dieses Doppelspektrums vertreten typischerweise die Auffassung, Umwelt- wie Klimaschutz seien nur weitere Vorw\u00e4nde, unter denen die globalistischen Eliten die bedrohte Spezies \u201ewei\u00dfer Mann mit europ\u00e4ischem Lebensstil\u201c einmal mehr bel\u00e4stigen, geistig besch\u00e4ftigen und finanziell ausnehmen wollten. Und dies nicht ohne ihr zus\u00e4tzlich noch Klimafl\u00fcchtlinge aufzuhalsen, und dies aus purer b\u00f6ser Absicht gegen den armen Wohlstandseingeborenen.<\/p>\n<p>Inhaltlich pr\u00e4gt dieser Diskurs in abgeschw\u00e4chter Form zumindest R\u00e4nder der konservativen Oppositionspartei LR, aber auch und vor allem Teile des RN. \u00c4hnlich wie man ihn im \u00dcbrigen auch in Deutschland (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/afd-rechtspopulisten-klimawandel-1.4341697\">sueddeutsche.de&#8230;<\/a>) insbesondere in den Reihen der deutschen AfD, vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.de\/die-kruden-thesen-der-afd-zum-klimaschutz-6-gute-nachrichten-zum-wochenende\">greenpeace-magazin.de&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/agenda\/rechtspopulisten-das-netzwerk-der-klimaleugner\/24038640.html\">tagesspiegel.de&#8230;<\/a>oder auch\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_%26_Energie\">wikipedia.org&#8230;<\/a>\u00a0sowie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.erneuerbareenergien.de\/archiv\/die-us-oelindustrie-und-das-institut-eike-150-437-109201.html\">erneuerbareenergien.de&#8230;<\/a>) antrifft (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article194355203\/Klimawandel-Die-AfD-will-sich-der-Normalitaet-verweigern.html\">welt.de&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.volksverpetzer.de\/hintergrund\/afd-lesch-rahmstorf\/\">volksverpetzer.de&#8230;<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.der-rechte-rand.de\/archive\/3515\/klimaskeptiker\/\">der-rechte-rand.de&#8230;<\/a>\u00a0respektive\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bnr.de\/artikel\/hintergrund\/afd-klima-hardliner-wittern-linksgr-ne-panikpolitik\">bnr.de&#8230;<\/a>): Aber auch bei manchen rechtslastigen politischen Sekten, welche andere ideologische Beweggr\u00fcnde haben m\u00f6chten, ihre Ressentiments gegen Klima- und Umweltsch\u00fctzer\/innen jedoch genauso d\u00fcmmlich-aggressiv vortragen (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/redaktion-bahamas.org\/artikel\/2019\/81-my-own-private-holocaust\/\">redaktion-bahamas.org&#8230;<\/a>).<\/p>\n<p>Zum Ausdruck kam eine solche Haltung auf politischer B\u00fchne in Frankreich bspw. bei den LR-Abgeordneten Guillaume Larriv\u00e9 und Julien Aubert. Ersterer sprach von \u201eapokalyptischen Gurus\u201c (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lesinrocks.com\/2019\/07\/22\/actualite\/politique\/gourou-apocalyptique-prophetesse-en-culotte-courte-des-deputes-lr-boycottent-la-venue-de-greta-thunberg\/\">lesinrocks.com&#8230;<\/a>), unter die er Greta Thunberg vorgeblich einreihte, Letzterer von einer \u201eProphetin in kurzen Hosen\u201c (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.fr\/entry\/greta-thunberg-a-lassemblee-ces-deputes-lr-ne-veulent-pas-du-gourou-apocalyptique_fr_5d346cdfe4b004b6adb13b48\">huffingtonpost.fr&#8230;<\/a>), was auf ihr junges Lebensalter anspielte. Deutlicher noch kam dieser Hinweis, Klima- und sonstige Politik sei ein zu ernstes Gesch\u00e4ft, um es jungen M\u00e4dchen zu \u00fcberlassen, und sei bei einer daf\u00fcr bestimmten Elite doch viel besser aufgehoben, vom RN-Abgeordneten und Parteisprecher S\u00e9bastien Chenu (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lesinrocks.com\/2019\/07\/23\/actualite\/societe\/haine-anti-greta-thunberg-les-gardiens-du-systeme-climaticide-ne-trouvent-plus-darguments\/\">lesinrocks.com&#8230;<\/a>) selbst ehemaliges LR-Mitglied. Als konservativer Fraktionsvorsitzender in der Nationalversammlung forderte wiederum der LR-Politiker (und Kandidat um den im Oktober 19 zur Wahl stehenden Parteivorsitz) Christian Jacob, statt Greta Thunberg solle man lieber jemanden mit wissenschaftlichem Seriosit\u00e4tsnachweis anh\u00f6ren, etwa jemanden vom IPCC respektive GIEC, also \u201eWeltklimarat\u201c. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.challenges.fr\/politique\/greta-thunberg-a-l-assemblee-appel-au-boycott-de-certains-deputes_665675\">challenges.fr&#8230;<\/a>) Jener war allerdings mit seiner Vizevorsitzenden, der oben erw\u00e4hnten Val\u00e9rie Masson-Delmote, bei der Anh\u00f6rung im Parlament ohnehin vertreten.<\/p>\n<p>Der RN-Abgeordnete Chenu (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.europe1.fr\/politique\/greta-thunberg-a-lassemblee-le-rn-sebastien-chenu-refuse-de-se-prosterner-devant-la-militante-3910988\">europe1.fr&#8230;<\/a>) ereiferte sich dar\u00fcber, dass, so der Politiker im Originalton, \u201eKinder benutzt werden, um eine Botschaft zu transportieren\u201c \u2013 beispielsweise in \u00d6sterreich d\u00fcrfen 16j\u00e4hrige im Alter von Thunberg bereits w\u00e4hlen \u2013 und dass es \u201ejenseits der L\u00e4cherlichkeit\u201c sei, \u201ewenn eine 16j\u00e4hrige dazu aufruft, die Schule zu bestreiken, um f\u00fcr das Klima zu demonstrieren\u201c. Soll doch erst mal was Anst\u00e4ndiges lernen und ordentlich arbeiten, die G\u00f6re \u2013 wo k\u00e4men wir denn da hin? Sein rechtsextremer Parteikollege Jordan Bardella f\u00fcgte hinzu (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rts.ch\/info\/monde\/10589492-des-elus-critiquent-la-venue-de-greta-thunberg-a-l-assemblee-nationale.html\">rts.ch&#8230;<\/a>), die \u00d6ffentlichkeit lebe in einer \u201eDiktatur der permanenten Emotion, die, vor allem wenn sie sich auf Kinder st\u00fctzt, eine neue Form des Totalitarismus darstellt\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens antwortete Greta Thunberg auch, zumindest symbolpolitisch, auf ihre Kritiker und Boykotteure; diese h\u00e4tten mehr Angst vor dem Engagement der Jugend \u201eals vor dem wahren Problem\u201c. (Vgl. hier:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/climat\/article\/2019\/07\/23\/a-l-assemblee-la-jeune-ecologiste-suedoise-greta-thunberg-ironise-face-aux-attaques_5492536_1652612.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>\u00a0und hier:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.leparisien.fr\/politique\/assemblee-greta-thunberg-replique-aux-deputes-qui-veulent-la-boycotter-23-07-2019-8121891.php\">leparisien.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Den Vogel schoss sicherlich die \u2013 offiziell parteilos, jedoch seit 2017 f\u00fcr den RN in der Nationalversammlung sitzende \u2013 rechtsextreme Abgeordnete Emmanuelle M\u00e9nard ab. Als Ehefrau des ebenfalls rechtsextremen B\u00fcrgermeisters von B\u00e9ziers \u2013 Robert M\u00e9nard \u2013 wurde sie in einem Wahlkreis, welcher ziemlich exakt diese Stadt umfasst (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Sixi%C3%A8me_circonscription_de_l%27H%C3%A9rault\">wikipedia.org&#8230;<\/a>), gew\u00e4hlt. In einer Nachricht bei Twitter ereiferte die allerwerteste Dame sich und beklagte sich dar\u00fcber, kurz zuvor habe das franz\u00f6sisch Parlament ja die Loi anti-fess\u00e9e (ungef\u00e4hr: \u201eAnti-Hinter-Versohlen-Gesetz\u201c) verabschiedet, also den Gesetzestext, welcher nunmehr k\u00f6rperliche Bestrafungen von Kindern offiziell verbietet. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.france24.com\/fr\/20190702-france-loi-anti-fessee-violences-educatives-ordinaires-enfant-parent\">france24.com&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Ihrer autorit\u00e4ren Konzeption verhaftet, schrieb die Zieg.., hm, die eher aus dem katholisch-reaktion\u00e4ren Milieu kommende Abgeordnete \u2013 wie sie sp\u00e4ter behaupten w\u00fcrde: \u201eironisch\u201c -, dies sei wirklich schade und bedauerlich. Denn sonst h\u00e4tte \u201eGreta Thunberg den Hintern voll verdient.\u201c Daraufhin wurde die arme Dame bei Twitter gesperrt, auch einen zus\u00e4tzlich angelegten neuen Account verlor sie \u00fcbrigens kurz darauf wieder. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.midilibre.fr\/2019\/07\/26\/beziers-emmanuelle-menard-privee-de-compte-twitter,8332485.php\">midilibre.fr&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.midilibre.fr\/2019\/07\/28\/beziers-le-nouveau-compte-twitter-demmanuelle-menard-vient-detre-suspendu,8335192.php\">midilibre.fr&#8230;<\/a>) Weshalb sie laut \u201eZensur! Zensur!\u201c posaunte. In Anbetracht der Inhalte ihrer Botschaft lie\u00dfe sich kommentieren: In ihrem Falle, aber bitte wirklich ausschlie\u00dflich in IHREM Falle, mag es ja bedauerlich vorkommen, dass Hexenverbrennungen abgeschafft sind.<\/p>\n<p><strong>Greta &amp; CETA<\/strong><\/p>\n<p>Mit dieser (oben zitierten) elit\u00e4ren Konzeption, welcher zufolge der Politikbetrieb gef\u00e4lligst am besten wei\u00dfen M\u00e4nnern reifen Alters \u00fcberlassen bleibt \u2013 auch eine Frau darf mitspielen, wenn sie Marine Le Pen hei\u00dft \u2013 kam der Abgeordnete S\u00e9bastien Chenu in der breiten \u00d6ffentlichkeit nicht unbedingt gut an. Politisch intelligenter war hingegen sein ebenfalls get\u00e4tigter Hinweis darauf, dass es einen Widerspruch darstelle, wenn die Parlamentarier am Vormittag Greta Thunberg empfingen und am Nachmittag \u2013 wie geschehen \u2013 dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada (franz\u00f6sisch: CETA) zustimme, das f\u00fcr verst\u00e4rkten interkontinentalen Warentransport und dadurch f\u00fcr mehr \u00f6kologische und klimatische Sch\u00e4den sorge. Zumal in Kanada Produkte etwa in der Fleischproduktion zum Einsatz kommen, die in der EU verboten sind. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.fr\/entry\/quatre-risques-du-ceta-pour-lecologie-et-la-sante_fr_5d35e90ce4b0419fd330cd43\">huffingtonpost.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Diesen realen Widerspruch benannte nicht allein Chenu \u2013 auch wenn er durch das Gepolter rund um den Boykott dadurch besonders in die Medien kam -, vielmehr wurde er durch alle Oppositionsparteien auf der Linken wie auf der Rechten (von konservativ bis m\u00e9lenchonistisch) benannt. Und ebenso auf der Titelseite der Wochenzeitung Le Canard encha\u00een\u00e9 vom Mittwoch, den 24. Juli d.J., oder auch von Umweltaktiven. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/reporterre.net\/Greta-Thunberg-tente-de-secouer-les-deputes-qui-ratifient-le-Ceta\">reporterre.net&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Schlimmer ist \u00fcbrigens noch, dass das Abkommen CETA nur einen Vorgeschmack bietet f\u00fcr das viel \u00fcblere Freihandels-Abkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und dem s\u00fcdamerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur, welches am Abend des 28. Juno 19 in Br\u00fcssel durch die EU-Kommission und die s\u00fcdamerikanischen Vertragsstaaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay) unterzeichnet wurde. Nun m\u00fcssen jedoch die 28, oder wohl demn\u00e4chst 27, einzelnen Mitgliedsstaaten der EU der Vereinbarung noch zustimmen. Das Abkommen w\u00fcrde unter anderem dem massenhaften Import von monokulturell angebautem Soja und anderem Dreck, durch die EU bzw. entsprechenden Exporten (besonders aus Brasilien; vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2019\/07\/24\/mercosur-cet-accord-participerait-au-demantelement-des-politiques-d-interet-general-bresiliennes_5492738_3232.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>), noch massiver als heute, T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen. Es zeichnen sich in der Debatte um die Zustimmung zum Abkommen, jedenfalls in Frankreich, intensivste und unterschiedlich motivierte Widerst\u00e4nde ab. Diese sind sowohl seitens von \u00f6kologischen Initiativen als auch etwa von Interessenvertretern der heimischen Landwirtschaft \u2013 die selbst gerne auf Teufel komm\u2018 raus exportiert, sich jedoch weniger gern kaputtimportieren l\u00e4sst \u2013 zu erwarten. (Vgl. dazu u.a.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/economie\/article\/2019\/07\/04\/pourquoi-l-accord-avec-le-mercosur-est-si-conteste_5485115_3234.html\">lemonde.fr&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.leparisien.fr\/economie\/mercosur-pourquoi-l-accord-de-libre-echange-suscite-une-levee-de-boucliers-04-07-2019-8109357.php\">leparisien.fr&#8230;<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.europe1.fr\/politique\/accord-ue-mercosur-en-matiere-climatique-emmanuel-macron-est-le-champion-des-tartuffe-pour-adrien-quatennens-3908483\">europe1.fr&#8230;<\/a>\u00a0sowie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sudouest.fr\/2019\/07\/02\/pourquoi-l-accord-mercosur-union-europeenne-scandalise-t-il-ecologistes-et-agriculteurs-6285580-4803.php\">sudouest.fr&#8230;<\/a>) Auch wenn Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron derzeit taktisch vorsichtig und behutsam vorgeht und erkl\u00e4rt, jaja, in der Debatte w\u00fcrden alle Standpunkte zu Wort kommen (vgl. zu seinem ersten Applaus zu Abkommen:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.parismatch.com\/Actu\/International\/Accord-UE-Mercosur-Macron-defend-un-bon-accord-1633888\">parismatch.com&#8230;<\/a> sowie\u00a0<a href=\"https:\/\/reporterre.net\/Accord-Mercosur-Emmanuel-Macron-contredit-le-ministre-de-l-Agriculture\">reporterre.net&#8230;<\/a>; dann zum Teilr\u00fcckzieher\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ouest-france.fr\/europe\/ue\/accord-entre-l-union-europeenne-et-le-mercosur-macron-promet-transparence-et-vigilance-aux-6422720\">ouest-france.fr&#8230;<\/a>; sp\u00e4ter dann zur Konditionierung der Zustimmung zum Abkommen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lafranceagricole.fr\/actualites\/accord-ue-mercosur-macron-a-des-interrogations-sur-plusieurs-points-1,8,1567362573.html\">lafranceagricole.fr&#8230;<\/a>; und zur offiziellen Position seiner Regierung:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/planete\/2019\/07\/06\/accord-mercosur-ue-la-france-avance-avec-prudence_1738193\">liberation.fr&#8230;<\/a>), bereitet das Macron-Lager doch die Annahme des Abkommens vor. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lepoint.fr\/politique\/emmanuel-berretta\/bruno-le-maire-ardent-defenseur-de-l-accord-ue-mercosur-10-07-2019-2323742_1897.php\">lepoint.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p>Der Widerspruch gegen diese Irrsinnspolitik im Namen des Freihandels wirkte sogar bis in das wirtschaftsliberale Regierungslager hinein, wo neun Abgeordnete der Regierungspartei LREM gegen die Ratifizierung des CETA stimmten und 52 weitere sich der Stimme enthielten. (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nouvelobs.com\/politique\/20190723.OBS16309\/ceta-record-de-contestation-chez-les-deputes-lrem-avec-52-abstentions-et-9-contre.html\">nouvelobs.com&#8230;<\/a>) Rechnet man jene hinzu, die bei der Abstimmung fehlten, verweigerte ein Viertel (75 von 304 Abgeordneten) der Macron-Fraktion bei der Frage die Gefolgschaft.<\/p>\n<p>Dass man zwischen CETA und Greta unterscheiden m\u00fcsste, meinten auch weite Teile der \u00f6ffentlichen Meinung. Thunberg selbst antwortete allerdings auf die Nachfrage eines linken Abgeordneten bei ihrem Empfang, sie selbst habe zu dem Freihandelsabkommen keine Meinung. (Vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lefigaro.fr\/politique\/le-scan\/a-l-assemblee-greta-thunberg-sermonne-les-deputes-20190723\">lefigaro.fr&#8230;<\/a>) Dies zeigt vielleicht eine Grenze ihres Engagements auf, doch von einer 16j\u00e4hrigen wird man tats\u00e4chlich auch nicht Alles erwarten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die Botschaft, die Greta Thunberg \u2013 zu Recht \u2013 f\u00fcr die Parlamentarier bereit hielt, lautete: \u201e<em>Dankt mir nicht, versucht, etwas zu tun!<\/em>\u201c (Vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lefigaro.fr\/politique\/le-scan\/a-l-assemblee-greta-thunberg-sermonne-les-deputes-20190723\">lefigaro.fr&#8230;<\/a>) Doch, zu diesem Schluss kommt etwa ein Beitrag in der linksliberalen Pariser Tageszeitung Lib\u00e9ration: \u201e<em>Die Abgeordneten h\u00f6rten Greta Thunberg an, doch sie h\u00f6rten ihr nicht wirklich zu<\/em>.\u201c (Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/france\/2019\/07\/23\/les-deputes-ont-entendu-greta-thunberg-sans-vraiment-l-ecouter_1741620\">liberation.fr&#8230;<\/a>)<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/rechte-f\/frankreich-rechte-kampagne-gegen-klimaschutzbewegung\/\">labournet.de&#8230;<\/a> vom 14. August 2019 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernard Schmid. Das Klima und seine teils katastrophenf\u00f6rmige oder -tr\u00e4chtige Wandlung bleibt an vielen Punkten des Globus ein Thema. 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