{"id":5920,"date":"2019-08-27T10:50:18","date_gmt":"2019-08-27T08:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5920"},"modified":"2019-08-27T10:50:19","modified_gmt":"2019-08-27T08:50:19","slug":"trotzkis-broschuere-von-1923-ueber-rote-armee-in-russland-neu-aufgelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=5920","title":{"rendered":"Trotzkis Brosch\u00fcre von 1923 \u00fcber Rote Armee in Russland neu aufgelegt"},"content":{"rendered":"<p><em>Clara Weiss. <\/em><strong>Vor einigen Wochen erschien in Russland zum ersten Mal der Nachdruck einer \u00e4u\u00dferst seltenen Brosch\u00fcre: \u201eBefehl Nr. 279: Zum f\u00fcnfj\u00e4hrigen Bestehen der Roten Armee\u201c, herausgegeben vom Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrat (Rewwojensowjet)<!--more-->, dem zu dieser Zeit Leo Trotzki vorstand. Sie enth\u00e4lt Illustrationen des russischen futuristischen Malers Juri Annenkow.<\/strong><\/p>\n<p>Dem Reprint der Brosch\u00fcre ist ein Begleitband beigef\u00fcgt, der einen Essay der leider im letzten Jahr verstorbenen russisch-polnischen Kunsthistorikerin Irina Obuchowa-Zieli\u0144ska, sowie Annekows Erinnerungen aus diesem Zeitraum an Trotzki enth\u00e4lt. In dem Band finden sich zudem Dutzende von Bildern, von denen einige zuvor niemals ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>Die Wiederherausgabe dieser Brosch\u00fcre ist ein bedeutsames Ereignis. Nach fast hundert Jahren wird ein wichtiges historisches Dokument wieder zug\u00e4nglich, dessen Schicksal beispielhaft aufzeigt, wie brutal der Stalinismus in der Sowjetunion den authentischen Marxismus und die Politik Leo Trotzkis und der Linken Opposition unterdr\u00fcckte. Sie wurde, wie zahllose weitere Dokumente, die mit dem Namen Trotzkis und der Linken Opposition in Verbindung standen, von den Stalinisten vernichtet, so dass heute weltweit nur noch eine Handvoll Exemplare existieren. (Eine der letzten Originalausgaben von \u201eBefehl Nr. 279\u201cwurde Ende 2018 f\u00fcr 1,75 Millionen Rubel verkauft, umgerechnet etwa 24.765 Euro.)<\/p>\n<p>Obuchowa-Zieli\u0144ska begr\u00fcndete die Ver\u00f6ffentlichung der Brosch\u00fcre mit den Worten: \u201eDie Geschichte der UdSSR enth\u00e4lt nach wie vor viele Geheimnisse. Zu viele Dokumente und Publikationen wurden zerst\u00f6rt, zu viele Menschen starben verfr\u00fcht, ohne dass sie Zeugnisse ihrer Handlungen hinterlassen h\u00e4tten. Das Wiederauftauchen vieler Tatsachen und die Vorstellungen, die sich auf dieser Grundlage \u00fcber unsere (in einem historischen Sinne) j\u00fcngste Vergangenheit bilden, erfordern hartn\u00e4ckige Forschung und ein sorgf\u00e4ltiges Studium dessen, was noch erhalten ist. Ich w\u00fcrde es begr\u00fc\u00dfen, wenn die vorliegende Publikation als Beitrag zum Prozess der Erkenntnis und beim Ausmerzen \u201awei\u00dfer Flecken\u2018 der Geschichte der fr\u00fchen sowjetischen Periode dienen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>Diese \u201ewei\u00dfen Flecke\u201c sind das direkte Ergebnis der stalinistischen Unterdr\u00fcckung der linken Opposition. In ihrem Essay zur Geschichte der Brosch\u00fcre betonte Obuchowa-Zieli\u0144ska: \u201eDie in den sp\u00e4ten 1920er und insbesondere w\u00e4hrend der 1930er Jahre durchgef\u00fchrte massenhafte Beschlagnahme von Ausgaben aus B\u00fcchereien, die mit dem Namen Leo Trotzkis und anderer Mitglieder der \u201alinken Opposition\u2018 in Zusammenhang standen, f\u00fchrte zu einer Situation, in der B\u00fccher und Agitationsbrosch\u00fcren mit p\u00e4dagogischem oder einfach nur praktischem wirtschaftlichem Charakter zu bibliographischen Rarit\u00e4ten wurden. In vielen F\u00e4llen haben Angestellte der Institutionen und Besitzer privater Bibliotheken sie einfach verbrannt, um allen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen.\u201c<\/p>\n<p>Eine unbekannte Anzahl an Dokumenten und Dutzende, wenn nicht hunderte B\u00fccher im Umfang tausender Seiten, deren Verfasser Linksoppositionelle waren, konnten, wenn \u00fcberhaupt, lediglich in einer Handvoll Ausgaben \u00fcberdauern und sind bis auf den heutigen Tag weitestgehend unbekannt und unerforscht.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"508\" height=\"640\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Trotzki.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5921\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Trotzki.png 508w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Trotzki-238x300.png 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><figcaption> <em>Prikaz No. 279 Revvoensovieta \u201cK piatiletiiu Krasnoi Armii\u201d.\u00a0S illiustratsiiami Yuriia Annenkova. Unichtozhennoe izdanie 1923 goda. Reprint. Portrety. Vospominanniia, Statiia i kommentarii I. V. Obukhova-Zelin\u2019ska, red: A. A. Rossomakhin, Sankt-Peterburg 2019.<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n<p>Insbesondere die Geschichte des Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrats (Rewwojensowjet) in der B\u00fcrgerkriegsepoche ist kaum erforscht. Wie kaum eine andere Institution der fr\u00fchen Sowjetregierung wurde sie mit Trotzkis Namen assoziiert, der sie begr\u00fcndet und bis zum Jahre 1925 geleitet hatte. Ebenso war sie mit den Namen vieler f\u00fchrender Linksoppositioneller der 1920er Jahre verbunden, darunter\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/en\/articles\/2017\/11\/21\/mura-n21.html\"><strong>Nikolai Iwanowitsch Muralow<\/strong><\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/en\/articles\/2017\/08\/31\/smi1-a31.html\"><strong>Ivar Tenisowitsch Smilga<\/strong><\/a>, Efraim Markowitsch Skljanski und viele andere. Fast alle ihre Mitglieder wurden im Gro\u00dfen Terror von 1936\u20131938 erschossen.<\/p>\n<p>\u201eTrotzki wurde von allen Seiten und auf jede Art und Weise \u00f6ffentlich angeprangert, wonach sein Name einfach tabu war, wie auch die Namen vieler weiterer Mitglieder des Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrates und die Institution selbst\u201c, schreibt Obuchowa-Zieli\u0144ska. Erst im Jahr 1991, kurz vor der Aufl\u00f6sung der Sowjetunion, erschien das erste Buch mit biographischen Skizzen aller Mitglieder des Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrats auf Russisch.<\/p>\n<p>Die jetzt reproduzierte Brosch\u00fcre war anl\u00e4sslich des f\u00fcnfj\u00e4hrigen Gr\u00fcndungsjubil\u00e4ums der Roten Armee erschienen. Der B\u00fcrgerkrieg, ausgel\u00f6st durch die Intervention von 19 ausl\u00e4ndischen Armeen mit dem Ziel, die in der Oktoberrevolution 1917 an die Macht gekommene bolschewistische Regierung zu st\u00fcrzen, war gerade zu Ende gegangen. An Stelle der 5,3 Millionen M\u00e4nner, die mobilisiert worden waren, bildeten nur noch 600.000 das stehende Heer, w\u00e4hrend der sowjetische Staat weiterhin ein Milizsystem aufbaute. Der Krieg hatte, nicht zuletzt durch Hungersn\u00f6te, Millionen Menschenleben gefordert, und er ging mit unermesslichem Leid und Zerst\u00f6rung einher. Der Befehl Nr. 279 des Rewwojensowjet beschrieb die enormen N\u00f6te, die der Krieg nach sich zog, mit den folgenden Worten:<\/p>\n<p>\u201eDie Jahre des Kampfes und des Ruhms waren zugleich Jahre des Mangels und der Not. Obwohl die halbverhungerten Arbeiter in der Milit\u00e4rindustrie alles gaben, was sie hatten, um die roten K\u00e4mpfer zu versorgen, gab es Knappheit bei Allem, vom Brot bis zu Patronen. Die Truppen, die bereits f\u00fcr ihre Siege gefeiert wurden, marschierten barfu\u00df. Positionen, die mit Blut errungen worden waren, mussten h\u00e4ufig aufgegeben werden, weil es nichts gab, womit das Feuer des Gegners beantwortet werden konnte. Nur die Geduld und Opferbereitschaft der revolution\u00e4ren K\u00e4mpfer erm\u00f6glichten den weiteren Kampf. Nur die Unterst\u00fctzung der hart arbeitenden Massen garantierte den Sieg.\u201c<\/p>\n<p>Der Befehl schlie\u00dft mit einem Aufruf an die Arbeiter, sich auf die Lehren der vergangenen Jahre zu st\u00fctzen und auf kommende K\u00e4mpfe und m\u00f6gliche Angriffe des Imperialismus vorbereitet zu sein. Er gr\u00fcndet, wie alle Schriften des obersten Milit\u00e4rkommandeurs aus diesem Zeitraum, fest auf der Perspektive der sozialistischen Weltrevolution.<\/p>\n<p>\u201eDie revolution\u00e4re kommunistische Partei w\u00e4chst \u00fcberall heran. Doch die Bourgeoisie wird nirgends kampflos abtreten. Eher w\u00fcrde sie die gesamte Welt zerst\u00f6ren, als ihre Profite aufzugeben. Die Ausbeuter blicken mit Hass auf das einzige Land der Welt, in welchem die Arbeiterklasse herrscht. Sowjetrussland ist das Bollwerk der Weltrevolution \u2026 Die Sowjetrepublik steht bereits im sechsten Jahr ihrer Existenz, doch das Weltkapital weigert sich noch immer, dies anzuerkennen. Es hofft weiter auf einen g\u00fcnstigen Moment, ihr einen vernichtenden Schlag zu versetzen. Deshalb braucht die Rote Armee heute das arbeitende Russland \u2013 und auch die Weltrevolution braucht es nicht weniger dringend als in dem Augenblick, in welchem die Sowjetmacht das Licht der Welt erblickte. Junge K\u00e4mpfer! Die f\u00fcnf vorangegangenen Jahre werden f\u00fcr Euch eine Schule gro\u00dfer Heldentaten sein. Lernt aus der Vergangenheit, bereitet Euch auf die Zukunft vor \u2026 Lernt! Werdet st\u00e4rker! Reift heran! Bereitet Euch vor!\u201c<\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre tr\u00e4gt die Unterschriften von Trotzki, seinem Stellvertreter beim Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrat Efraim Skljanski, dem Vizekommandeur Sergei Kamenew sowie drei weiteren Mitgliedern des Rewwojensowjet: Stepan Danilow, Wladimir Antonow-Owsejenko und Pawel Lebedew, einem fr\u00fcheren Mitglied der zaristischen Armee, der sich der Revolutionsarmee angeschlossen hatte.<\/p>\n<p>Wie Obuchowa-Zieli\u0144ska erl\u00e4uterte, waren in erster Linie diese Unterzeichnenden der Grund, warum die Stalinisten diese Brosch\u00fcre vernichteten. Nach dem Ausschluss der Linken Opposition im Jahr 1927 aus der KPdSU und Trotzkis Ausweisung aus der UdSSR im Jahr 1929 wurde Trotzkis Name in der Sowjetunion praktisch tabuisiert. Der \u201eKampf gegen den Trotzkismus\u201c nahm, in den Worten von Obuchowa-Zieli\u0144ska, \u201eFormen sozialer Paranoia an: Sie suchen nach \u201aeinkodierten\u2018 Trotzki-Bildern in Verzierungen auf Schulheften. Die f\u00fcr den Druck seines Bildes in Zeitungen Verantwortlichen werden erschossen. Die geringste Verbindung zu Trotzki wird wie das schlimmste Verbrechen gehandhabt. Und aus dem Gro\u00dfteil der offiziellen Geschichte der UdSSR verschwindet er fast vollst\u00e4ndig.\u201c<\/p>\n<p>Efraim Skljanski war ein besonders\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1929\/leben\/41-todlenins.htm\"><strong>enger Mitarbeiter Trotzkis<\/strong><\/a>\u00a0und befand sich unter den ersten, die im Kampf gegen die Linke Opposition angegriffen und aus ihren fr\u00fcheren Positionen entfernt wurden. Im Jahr 1925 ertrank er, erst 33-j\u00e4hrig, auf ungekl\u00e4rte Weise in einem See im US-Bundesstaat Connecticut. Sergei Kamenew arbeitete w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkrieges eng mit Trotzki zusammen und setzte seinen Aufstieg innerhalb der Milit\u00e4rr\u00e4nge bis in die 1930er Jahre fort. 1936 starb er an Herzversagen, doch wurde er w\u00e4hrend der Gro\u00dfen S\u00e4uberung posthum beschuldigt, an einer \u201emilit\u00e4risch-faschistischen Verschw\u00f6rung\u201c beteiligt gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Stepan Stepanowitsch Danilow war seit den 1890ern Revolution\u00e4r und seit 1904 Bolschewik. W\u00e4hrend des B\u00fcrgerkrieges stand er sowohl Lenin als auch Trotzki nahe. Im Jahr 1930 wurde er als \u201eTrotzkist\u201c aus der Partei ausgeschlossen. Er wurde 1937 zum Tode verurteilt und starb kurz darauf in einem Lager.<\/p>\n<p>Wladimir Alexandrowitsch Antonow-Owsejenko war legend\u00e4r als Organisator mehrerer Aufst\u00e4nde w\u00e4hrend der Revolution von 1905 und half sowohl beim Juliaufstand sowie im Oktober 1917 bei der Ergreifung der Macht in Petrograd. Sp\u00e4ter kapitulierte er vor dem Stalinismus, wurde aber trotzdem 1937 verhaftet und 1938 erschossen.<\/p>\n<p>Pawel Lebedew war der einzige, der den Repressionen entging. Er starb im Jahr 1933 eines nat\u00fcrlichen Todes.<\/p>\n<p>Als die Brosch\u00fcre 1923 produziert wurde, befand sich Trotzki, wie die Historikerin bemerkt, \u201eauf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht und Popularit\u00e4t\u201c. Anl\u00e4sslich der F\u00fcnfjahresfeier der Roten Armee hingen seine Portr\u00e4ts in allen St\u00e4dten der Sowjetunion. Die kleine Stadt Gatschina bei Petrograd (welches bald darauf Leningrad hie\u00df \u2013 das heutige St. Petersburg) wurde ihm zu Ehren in \u201eTrotzk\u201c umgetauft.<\/p>\n<p>Die Illustrierung der Brosch\u00fcre selbst war die \u2013 eher spontane \u2013 Begleiterscheinung eines viel gr\u00f6\u00dferen Projektes: Der Rewwojensowjet bestellte bei dem futuristischen Maler Juri Annenkow Portr\u00e4ts von Trotzki und verschiedenen weiteren F\u00fchrern der Revolution und des B\u00fcrgerkrieges f\u00fcr eine Ausstellung der Roten Armee. Diese Ausstellung fand im Herbst 1923 im Moskauer Museum der Roten Armee und Flotte statt. Die Portr\u00e4ts wurden zudem im Jahr 1924 auf der Biennale in Venedig ausgestellt.<\/p>\n<p>Annenkows Trotzki-Portr\u00e4t wurde seitdem sehr bekannt. Die anderen Portr\u00e4ts, die meisten von ihnen weit weniger bekannt, wurden im Band wiederabgedruckt. Zu ihnen z\u00e4hlen Nikolai Muralow (1877\u20131937), Efraim Skljanski (1892\u20131925), Wladimir Antonow-Owsejenko (1883\u20131938), Karl Radek (1885\u20131938), Grigori Sinowjew (1883\u20131936), Michail Tuchatschewski (1893\u20131937), Anatoli Lunatscharski (1875\u20131933) und Kliment Woroschilow (1881\u20131961).<\/p>\n<p>1925 schuf Annenkow auch ein Portr\u00e4t von Wjatscheslaw Polonski, der als Leiter der Redaktions- und Verlagskommission der Roten Armee 1923 die Werke von Annenkow offiziell in Auftrag gegeben hatte. In den 1920er Jahren war Polonski zusammen mit dem trotzkistischen Literaturkritiker\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2003\/12\/woro-d13.html\"><strong>Alexander Woronski<\/strong><\/a>\u00a0einer der f\u00fchrenden Literaturverleger in der Sowjetunion.<\/p>\n<p>Er arbeitete in den Redaktionen von Zeitschriften wie\u00a0<em>Novyi mir<\/em>\u00a0(Neue Welt) und\u00a0<em>Pechat&#8216; i revoliutsiia<\/em>\u00a0(Presse und Revolution). Mit Ausnahme des Portr\u00e4ts von Woroschilow, der zu einem wichtigen Stalinisten wurde und die S\u00e4uberungen \u00fcberlebte, wurden praktisch alle diese Bilder in der Sowjetunion verboten. Als solche historischen Materialien in der zweiten H\u00e4lfte der 1980er Jahre langsam wieder ver\u00f6ffentlicht wurden, stellt Obuchowa-Zieli\u0144ska fest, wurde klar, dass fast niemand in der Sowjetunion wusste, wie Trotzki ausgesehen hatte.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu Obuchowa-Zieli\u0144skas Essay enth\u00e4lt der Band auch Annenkows Erinnerungen an seine Arbeit f\u00fcr den Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrat und seine Begegnungen mit Trotzki, die in den 1960er Jahren verfasst wurden. Sie sind ein wichtiges historisches Dokument \u00fcber diesen Zeitraum und insbesondere \u00fcber Leo Trotzki, dem Annenkow mit gro\u00dfer Bewunderung und Respekt begegnete. Annenkow verbrachte viele Stunden mit Trotzki, um dessen Portr\u00e4t anzufertigen. Mitte der 1920er Jahre verlie\u00df er die Sowjetunion nach Paris, wo er in Kontakt mit Christian Rakowski und Leonid Krassin verblieb, beides wichtige Angeh\u00f6rige der Linken Opposition, sowie mit dem franz\u00f6sisch-russischen Sozialisten Boris Souvarine, ebenfalls einem Gegner des Stalinismus.<\/p>\n<p>\u00dcber seine erste Begegnung mit Trotzki schrieb Annenkow das Folgende:<\/p>\n<p>\u201eWir setzten uns. Trotzki begann \u00fcber Kunst zu sprechen. Aber \u2026 nicht \u00fcber russische K\u00fcnstler. Er sprach \u00fcber die \u201aPariser Schule\u2018 und die franz\u00f6sische Kunst im Allgemeinen. Er erw\u00e4hnte die Namen von Matisse, Derain, Picasso, wechselte dann aber zunehmend zu einer Er\u00f6rterung der Geschichte.<\/p>\n<p>Besonders interessant f\u00fcr mich waren Trotzkis recht spitze Bemerkungen, dass die Franz\u00f6sische Revolution niemals einen Ausdruck in der Kunst gefunden habe \u2026: \u201aPortr\u00e4ts, Landschaften, Stillleben, Interieur, Liebe, Alltagsleben, Krieg, historische Ereignisse, Partys, Gier, Trag\u00f6dien, selbst Wahnsinn (man denke blo\u00df an G\u00e9ricaults Portr\u00e4t eines Irrsinnigen) \u2013 all dies fand seine Widerspiegelung in den sch\u00f6nen K\u00fcnsten. Die Revolution und die Kunst hingegen: diese Verbindung hat bisher noch nicht stattgefunden.\u2018<\/p>\n<p>Ich wandte Trotzki gegen\u00fcber ein, dass die Revolution in der Kunst vor allen Dingen eine Revolution der Ausdrucksformen sei. \u201aSie haben recht\u2018, antwortete Trotzki, \u201adoch dies ist eine lokale Revolution der Kunst selbst, zudem eine verdeckte, dem gew\u00f6hnlichen Betrachter nicht zug\u00e4ngliche. Aber ich spreche \u00fcber die Reflexion der allgemeinen, sozialen Revolution in den sogenannten sch\u00f6nen K\u00fcnsten, die seit tausenden von Jahren existieren \u2026 Die Gem\u00e4lde, die sowjetische K\u00fcnstler jetzt herstellen und in denen sie die Spontaneit\u00e4t der Revolution, das revolution\u00e4re Pathos, abzubilden versuchen, sind miserabel und nicht nur der Revolution unw\u00fcrdig sondern der Kunst selbst\u2018 \u2026\u201c<\/p>\n<p>Weiter erinnert sich Annenkow:<\/p>\n<p>\u201eEines Tages, als ich l\u00e4nger als \u00fcblich gearbeitet hatte, bot Trotzki mir an, in seinem \u201aHauptquartier\u2018 zu \u00fcbernachten. Ich akzeptierte \u2026 Nachdem ich eine Zeitung gelesen hatte, um leichter einzuschlafen, schaltete ich die Lampe aus und war schon halb einged\u00f6st, als ich pl\u00f6tzlich in meiner Schl\u00e4frigkeit ein nicht zuzuordnendes, ged\u00e4mpftes Ger\u00e4usch wahrnahm. Ich \u00f6ffnete die Augen und sah, dass Trotzki, eine kleine Taschenlampe in der Hand, den Raum betreten hatte und sich dem Schreibtisch n\u00e4herte. Doch ballerinagleich \u201aauf Zehenspitzen\u2018 zu schleichen, war er nicht gewohnt; er verlor das Gleichgewicht, schwankte, balancierte mit seinen Armen und machte mit vieler M\u00fche einen Schritt nach dem anderen. Er nahm einige Dokumente vom Schreibtisch und schaute zu mir her\u00fcber: Meine Augen beinahe geschlossen, markierte ich das Aussehen eines Schlafenden. Trotzki schlich unter denselben Anstrengungen wieder aus dem Raum und schloss leise die T\u00fcr. Man muss unter den Bedingungen jener Jahre in Russland gelebt haben, um zu verstehen, wie unerwartet ein solches Zartgef\u00fchl bei dem F\u00fchrer der Roten Armee und der \u201apermanenten\u2018 Revolution war.\u201c<\/p>\n<p>Annenkow freundete sich auch mit Skljanski an, \u201eTrotzkis rechter Hand\u201c. Er zitierte aus Trotzkis \u201e<a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1929\/leben\/30-moskau.htm\"><strong>Mein Leben<\/strong><\/a>\u201c die Beschreibung, die Trotzki von dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen jungen Revolution\u00e4r gibt:<\/p>\n<p>\u201eNeben anderen Parteiarbeitern fand ich im Kriegsamt den Milit\u00e4rarzt Skljanski vor. Trotz seiner Jugend \u2013 er war im Jahr 1918 kaum 26 Jahre alt \u2013 zeichnete er sich aus durch Sachlichkeit, Beharrlichkeit und durch die F\u00e4higkeit, Menschen und Umst\u00e4nde richtig einzusch\u00e4tzen, das hei\u00dft durch jene Eigenschaften, die einen Administrator machen. Ich beriet mich mit Swerdlow, der in solchen Fragen unersetzlich war, und w\u00e4hlte Skljanski zu meinem Vertreter. Ich hatte sp\u00e4ter nie Ursache, dies zu bereuen. [\u2026] Wenn man jemand mit dem Lazare Carnot der Franz\u00f6sischen Revolution [bekannt als \u201aOrganisator des Sieges\u2018 in der Franz\u00f6sischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen, CW] vergleichen kann, so ist es Skljanski. Er war stets p\u00fcnktlich, unerm\u00fcdlich, wachsam, immer auf dem Laufenden. [\u2026] Man konnte in der Nacht um zwei, um drei Uhr anrufen, Skljanski war immer im Kommissariat am Schreibtisch. \u201aWann schlafen Sie?\u2018 fragte ich ihn. Er antwortete mit einem Scherz.\u201c [Leo Trotzki: \u201eMein Leben\u201c, Berlin 1990, S. 321]<\/p>\n<p>Annenkow f\u00fcgte hinzu: \u201eAbgesehen von den hier aufgez\u00e4hlten Qualit\u00e4ten war Skljanski ein charmanter Genosse und sehr gebildeter Mann, der die K\u00fcnste liebte. Obwohl er mit Arbeit \u00fcberladen war, vers\u00e4umte er niemals eine Ausstellung oder die Premiere einer Oper oder eines Konzerts.\u201d<\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre und Annenkows Erinnerungen illustrieren recht kraftvoll, wieviel Respekt und Popularit\u00e4t Trotzki und viele sp\u00e4tere Mitglieder der Linken Opposition in den ersten Jahren nach der Revolution und kurz vor Ausbruch der innerparteilichen K\u00e4mpfe genossen.<\/p>\n<p>Dieser Band, der so viel wichtiges Material enth\u00e4lt, macht deutlich, was f\u00fcr dramatische politische Ver\u00e4nderungen in der Sowjetunion innerhalb weniger Monate \u2013 vom Herbst des Jahres1923 bis zum Fr\u00fchling 1924 \u2013 vor sich gingen. Allerdings erkl\u00e4rt er weder den politischen Inhalt, noch die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Wandel. Obwohl Obuchowa-Zieli\u0144skas Essay ihren Respekt f\u00fcr Trotzki und f\u00fcr seinen Kampf gegen den Stalinismus, sowie ihr Engagement f\u00fcr die Wiederherstellung der historischen Wahrheit bezeugt, kann sie weder ihre politische Grundlagen noch ihre Entwicklung und Ergebnisse erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die enorme Geschwindigkeit und Intensit\u00e4t, mit welcher der Stalinismus erstarkte, sowie sein Kampf gegen den Trotzkismus k\u00f6nnen nicht verstanden werden, ohne den Einfluss zu ber\u00fccksichtigen, den die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2008\/10\/okt1-o22.html\"><strong>verpasste deutsche Revolution<\/strong><\/a>\u00a0vom Herbst 1923 hierauf nahm: eine Revolution, von der weithin erwartet wurde, dass sie siegreich sein w\u00fcrde, und die eine Million sowjetischer M\u00e4nner veranlasste, sich freiwillig in die Rote Armee einzuschreiben, um dem \u201eRoten Oktober\u201c zu Hilfe zu eilen, sobald die deutsche Arbeiterklasse die Macht ergreifen w\u00fcrde. Die unrichtige Linie, die die Komintern unter dem erheblichen Einfluss der Stalin-Fraktion in Deutschland verfolgte, zusammen mit ihrer falschen Politik in den inneren wirtschaftlichen und politischen Fragen, schuf die Situation, in der die Linke Opposition gegr\u00fcndet wurde, die im Oktober 1923 mit der \u201eErkl\u00e4rung der 46\u201c erstmals in Erscheinung trat.<\/p>\n<p>Um Trotzki und seine Unterst\u00fctzer zu isolieren, arbeitete Josef Stalin eng mit Grigori Sinowjew und Lew Kamenew zusammen. Sie bildeten gemeinsam die sogenannte \u201eTroika\u201c im Politb\u00fcro der Partei. Ihr Angriff auf Trotzki wurde durch Lenins Tod Anfang des Jahres 1924 erleichtert. Im Herbst 1924, nur wenige Monate nach den in diesem Band beschriebenen Ereignissen, wurden die Attacken gegen Trotzki offener, und es kam zu der sogenannten\u00a0<em>Literarischen Diskussion<\/em>\u00a0\u00fcber Trotzkis \u201eLehren des Oktobers\u201c. In diesem Werk verglich Trotzki den innerparteilichen Widerstand gegen die Machtergreifung des Jahres 1917 mit der fehlerhaften Linie, die die Komintern im Jahr 1923 gegen\u00fcber Deutschland einnahm.<\/p>\n<p>Die Angriffe auf Trotzki konzentrierten sich auf die Theorie der permanenten Revolution, den theoretischen Ausdruck des Programms der Weltrevolution, welches der Machtergreifung der Bolschewiki 1917 zugrunde lag. Gegen dieses Programm rebellierte ein erheblicher Teil der Parteif\u00fchrung, angef\u00fchrt von Stalin. Ihr Kampf unter dem Banner des nationalistischen Slogans vom \u201eSozialismus in einem Lande\u201c dr\u00fcckte die sozialen und politischen Interessen einer B\u00fcrokratie aus, die unter Bedingungen heranwuchs, als der Arbeiterstaat sowohl durch die R\u00fcckst\u00e4ndigkeit der Wirtschaft einer \u00fcberwiegend b\u00e4uerlich gepr\u00e4gten Bev\u00f6lkerung, als auch durch die unerwartet lange Isolation von der Welt durch die imperialistische Einkreisung schwer belastet war.<\/p>\n<p>Obuchowa-Zieli\u0144ska schreibt, dass Trotzki und andere Linksoppositionelle aufgrund der \u201eTr\u00e4gheit\u201c der Stalin-Fraktion Mitglieder des Zentralkomitees der Partei verblieben, und dass die meisten \u201eeinfachen Sowjetb\u00fcrger\u201c den Umfang der fundamentalen Ver\u00e4nderungen in der F\u00fchrung des Landes nicht verstanden.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich aber war der Kampf noch nicht entschieden. Die ganzen 1920er Jahre hinweg verblieben die Linke Opposition und Trotzki eine zwar belagerte und unterdr\u00fcckte, aber bedeutende Kraft des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in der Sowjetunion. Hinzu kam, dass sie durch ihre umfassende revolution\u00e4re Bilanz ein hohes Ansehen unter gro\u00dfen Teilen der Arbeiterklasse und Intelligenz genossen. Unter diesen Voraussetzungen war es f\u00fcr die Stalin-Fraktion alles andere als einfach, die Linksoppositionellen aus einflussreichen Positionen zu entfernen. Dies, trotz \u00fcbelster Denunziationen und der Tatsache, dass jegliche Diskussion der oppositionellen Standpunkte zu aktuellen politischen Themen verboten wurde.<\/p>\n<p>An f\u00fchrenden Hochschulen wie dem Institut der Roten Professoren, welches unter direkter Leitung des Zentralkomitees Akademiker und marxistische Theoretiker ausbildete, bewahrten Linke Oppositionelle bis zum Jahr 1925 einflussreiche Positionen und studentische Unterst\u00fctzung. Im Komsomol, der Jugendorganisation der Partei, war die Linke Opposition besonders stark. Als im Jahr 1925 eine revolution\u00e4re Bewegung der chinesischen Bauern und Arbeiter ausbrach, wuchs der Einfluss der Linken Opposition sowohl unter Industriearbeitern als auch Teilen der Intelligenzja vor\u00fcbergehend erheblich an.<\/p>\n<p>Die zunehmende Isolierung der Trotzkisten und das harte Durchgreifen der stalinistischen Fraktion Ende 1927 hingen zusammen mit neuen Niederlagen der Weltrevolution, vor Allem dem Scheitern des britischen Generalstreiks 1926 und der Niederlage der Chinesischen Revolution 1925\u20131927. Beides war das Ergebnis der opportunistischen Politik der Komintern unter F\u00fchrung der Stalinisten. Im Jahr 1933 verhalf die Komintern-Linie Hitler in Deutschland zur Macht, ohne dass ein einziger Schuss gefallen w\u00e4re. Als nach 1933 selbst innerhalb der Komintern keine Diskussion \u00fcber diese katastrophale Politik stattfand, rief die internationale Linke Opposition zur Bildung der Vierten Internationale auf, und diese wurde schlie\u00dflich im Jahr 1938 in Paris gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Heute fehlt in Russland jedes politische Verst\u00e4ndnis dieser grundlegenden historischen Fragen, und der russische Staat hat einmal mehr eine b\u00f6sartige\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2019\/03\/09\/pers-m09.html\"><strong>Kampagne gegen Trotzki<\/strong><\/a>\u00a0losgetreten. Umso mehr ist es von gro\u00dfer Bedeutung, dass ein Band wie der vorliegende publiziert worden ist.<\/p>\n<p>Vor anderthalb Jahren wurden die bis dahin unbekannten\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2018\/09\/04\/link-s04.html\"><strong>Manuskripte der Linken Opposition<\/strong><\/a>, die die H\u00e4ftlinge im Politisolator von Werchneuralsk angefertigt hatten, wiederentdeckt und in Russland publiziert. Diese Texte haben Zehntausende Leser gefunden. Auch sind in den vergangenen Monaten mehrere ernstzunehmende neue B\u00fccher zum Werk der revolution\u00e4ren Literaturkritiker Alexander Woronski und Wjatscheslaw Polonski erschienen.<\/p>\n<p>Erst vor wenigen Monaten wurden Woronskis halbfiktive Memoiren \u201eZa zhivoi i mertvoi vodoi\u201c (Auf der Suche nach dem Wasser des Lebens und des Todes) wiederaufgelegt. (Eine gek\u00fcrzte englische Ausgabe liegt unter dem Titel \u201eWaters of Life and Death\u201c, 1936 [Nachdruck 1975] vor.) Das Buch fand eine beachtliche Leserschaft und wurde zu einem der bestverkauften B\u00fccher in einem bekannten Moskauer Buchladen. Im Ganzen betrachtet signalisieren diese Publikationen einen willkommenen Wandel in der Einstellung gegen\u00fcber der entscheidenden Frage der historischen Wahrheit \u00fcber Trotzki und die Linke Opposition innerhalb wichtiger Teile der Intelligenzja und der Arbeiterklasse in Russland und in Osteuropa.<\/p>\n<p><em>Die russische Ausgabe kann\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.ozon.ru\/context\/detail\/id\/150815606\/\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><em>\u00a0bestellt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2019\/08\/27\/rote-a27.html\"><em>wsws.org\/de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 27. August 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clara Weiss. Vor einigen Wochen erschien in Russland zum ersten Mal der Nachdruck einer \u00e4u\u00dferst seltenen Brosch\u00fcre: \u201eBefehl Nr. 279: Zum f\u00fcnfj\u00e4hrigen Bestehen der Roten Armee\u201c, herausgegeben vom Revolution\u00e4ren Milit\u00e4rrat (Rewwojensowjet)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[12,38,21],"class_list":["post-5920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-lenin","tag-russische-revolution","tag-trotzki"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5920"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5922,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5920\/revisions\/5922"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}