{"id":6148,"date":"2019-10-10T13:29:25","date_gmt":"2019-10-10T11:29:25","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6148"},"modified":"2019-10-10T13:31:11","modified_gmt":"2019-10-10T11:31:11","slug":"kein-freies-palaestina-auf-den-gebeinen-von-toten-palaestinensischen-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6148","title":{"rendered":"\u201eKein freies Pal\u00e4stina auf den Gebeinen von toten pal\u00e4stinensischen Frauen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Pal\u00e4stina stehen Frauen* gegen patriarchale Gewalt und Besatzung auf; tausende nehmen an den Demonstrationen teil \u2013 konsequent ignoriert von westlicher Berichterstattung. Haydar Kizilbas und Alia Ka haben sich f\u00fcr&nbsp;<em>lower class magazine<\/em> mit<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong> Fidaa Zaanin, einer Pal\u00e4stinensischen Aktivistin aus Gaza, die seit einigen jahren in Deutschland lebt, getroffen, um \u00fcber die Tal3at Bewegung der Pal\u00e4stinensischen Frauen zu sprechen. Fidaa forscht zu Feminismus und Genderstudies und ist in der pal\u00e4stinensischen Community in Berlin aktiv<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 26. September gab es in Berlin eine Kundgebung in Solidarit\u00e4t mit der und als Teil der Tal3at Bewegung. Was waren die Anliegen der Protestierenden?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben den Aufruf f\u00fcr Tal3at gesehen, was \u00fcbersetzt so etwas bedeutet wie \u201eWir gehen auf die Stra\u00dfe\u201c. Mit&nbsp;<em>Wir<\/em>&nbsp;sind Frauen* gemeint. Pal\u00e4stinensische Frauen* \u00fcberall auf der Welt, egal wo sie sind, haben sich entschieden, auf den Aufruf zu reagieren und auf die Stra\u00dfe zu gehen.<\/p>\n<p>\u201cTal3at\u201d bedeutet auf die Stra\u00dfe zu gehen, um gegen Gewalt zu protestieren, alle Formen von Gewalt, egal, welches System hinter dieser Gewalt steckt. Der Aufruf kam in den Wochen nach der Ermordung von Israa Ghrayeb. Sie war ein junges pal\u00e4stinensisches M\u00e4dchen, das in Beit Shaour, im Westjordanland von ihrer Familie umgebracht wurde. Wir haben nicht viele Details zu diesem Fall, aber es ist kein Einzelfall. Solche Dinge passieren in Pal\u00e4stina. Es gibt Statistiken, die besagen, dass 38 Frauen* in 2018 ermordet wurden. Und immer noch wird \u00fcber viele Ermordungen \u00fcberhaupt nicht berichtet, oder andere Todesursachen werden angegeben. Deswegen hat Tal3at Frauen* dazu aufgerufen auf die Stra\u00dfe zu gehen, um die Gewalt gegen Frauen* anzuprangern, und um klarzumachen, dass es keine Befreiung f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Volk gibt, ohne die Befreiung der Frauen* in Pal\u00e4stina. Man kann das Thema der Frauen*befreiung nicht auf sp\u00e4ter verschieben, nachdem die Befreiung des pal\u00e4stinensischen Volkes erreicht wurde.<\/p>\n<p><strong>Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass pal\u00e4stinensische Frauen* Teil der politischen Bewegung sind und eine f\u00fchrende Rolle einnehmen. Kannst du uns einen kurzen historischen \u00dcberblick \u00fcber die Rolle der Frauen* in der pal\u00e4stinensischen Widerstandsbewegung geben?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, klar. Es ist nichts neues, dass pal\u00e4stinensische Frauen* in politische K\u00e4mpfe involviert sind. Sogar schon unter dem britischen Mandat in den 1930er-Jahren haben Frauen* angefangen, ihre eigenen Gemeinschaften zu gr\u00fcnden, haupts\u00e4chlich um anderen Frauen* in sozialen Fragen zu helfen. Aber schlussendlich haben sie dann auch politische Arbeit gemacht, weil soziale Fragen eben politisch sind. Auch das Pers\u00f6nliche ist schlussendlich politisch. Nachdem Pal\u00e4stina von den Zionist*innen kolonialisiert wurde, waren Frauen* nat\u00fcrlich in der ersten Intifada aktiv. Sogar sehr stark. Sie haben Flugbl\u00e4tter geschrieben, ausgeteilt und echte politische Arbeit gemacht.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter waren sie auch Teil von politischen Organiserungsstrukturen. Sie wurden eingesperrt. Sie waren eben nicht nur die Frauen* von pal\u00e4stinensischen M\u00e4nnern. Sie waren nicht nur die Ehefrauen der Gefangenen. Sie selbst, pal\u00e4stinensische Frauen*, haben politische Arbeit unter dem Kolonialismus gemacht. Aber danach, mit der zweiten Intifada und der Form, die der Widerstand angenommen hat, wurde die Rolle, die Frauen* eingenommen haben, immer kleiner. Grade nach dem Oslo-Abkommen, durch die Mengen an Geld, das nach Pal\u00e4stina floss und dadurch, wie der Widerstand NGO-isiert wurde, wurden auch ihre politischen K\u00e4mpfe vereinnahmt.<\/p>\n<p>Die Probleme der pal\u00e4stinensischen Frauen* wurden so aus dem Kontext genommen. Sie reden \u00fcber Armut, aber niemand redet \u00fcber die Ursachen von Armut unter dem Kolonialismus. Sie sprechen \u00fcber Kinderehen, aber nicht dar\u00fcber was die Ursachen sind, wo die Wurzeln des Problems liegen. Sie sprechen \u00fcber diese Themen ungeachtet der politischen und \u00f6konomischen Aspekte oder der Gesetze, die die Israelis den Pal\u00e4stinenser*innen aufzwingen. Also wir sehen, es ist nicht das erste Mal, dass Frauen* auf die Stra\u00dfe gehen und politische Arbeit machen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"690\" height=\"472\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Pal\u00e4stina.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6149\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Pal\u00e4stina.png 690w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Pal\u00e4stina-300x205.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px\" \/><figcaption>Quelle: http:\/\/palaestina-portal.eu\/frauen_in_palaestina.htm<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ich habe einige der Slogans der Tal3at Bewegung gesehen: \u201eEs gibt keine nationale Befreiung ohne die Befreiung der Frau\u201c. Dieser Slogan wird ja auch von anderen z.B der kurdischen Befreiungsbewegungen, im Mittleren Osten \u00e4hnlich formuliert\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Es ist auch wichtig zu sagen, dass sehr oft Frauen* sogar in politischen R\u00e4umen ausgeschlossen und von ihren eigenen Genossen marginalisiert wurden. Ich habe das Gef\u00fchl, dass Frauen* immer alternative Ideen und Strategien f\u00fcr die Befreiung Pal\u00e4stinas hatten. Aber die M\u00e4nner haben gesagt: \u201eNein, es muss auf unsere Art und Weise getan werden, nicht auf die, die ihr euch vorstellt. Weil wir Priorit\u00e4ten haben\u201c.<\/p>\n<p>Und genau das ist es, was Tal3at in Frage stellt, in dem gesagt wird:&nbsp;<em>nein<\/em>, wir sind hier, um umzudefinieren, was es bedeutet, gegen Kolonialismus zu k\u00e4mpfen und wie wir uns eine befreite Gesellschaft vorstellen, in der alle Menschen gleich sind, in einem befreiten Pal\u00e4stina. Also was die Frauen* sagen ist: \u201eNein, ihr k\u00f6nnt uns nicht ausschlie\u00dfen, ihr k\u00f6nnt nicht so weitermachen, wie ihr es die letzten 70 Jahre getan habt\u201c. Wir sagen nein, wir werden es auf unsere Art machen, und nicht auf die Art, auf die ihr, die M\u00e4nner, es haben wollt.<\/p>\n<p><strong>Ist diese Bewegung eine spontane oder stehen l\u00e4ngere Organisierungsprozesse dahinter? Und was sind die Perspektiven f\u00fcr diese Bewegung?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine ganz spontane Bewegung. Wie ich gesagt hatte, wurde sie ausgel\u00f6st durch die Ermordung von Israa Ghrayeb. Viele Frauen* innerhalb der 1948er-Gebiete haben sich aufgelehnt und haben gesagt: Nein, wir werden jeden Tag umgebracht und wir sollten nicht mehr schweigen und zum Schweigen gebracht werden. Und wir sollten nicht nur dar\u00fcber sprechen, wenn Israelis uns umbringen, weil wir auch an diesen f\u00fcr uns angeblich \u201esichersten\u201c Orten umgebracht werden, in unserem Zuhause, dort wo die meisten Morde passieren, durch Mitglieder der eignen Familie.<\/p>\n<p>Der sicherste Ort f\u00fcr Frauen*, das Zuhause, wird zum Tatort. Es gibt einen Anstieg der Morde an Frauen*, der sogenannten Ehrenmorde, in Pal\u00e4stina besonders innerhalb der 1948er-Gebiete. Und es spricht B\u00e4nde, dass die Mordrate innerhalb der Gebiete, die von Israelis kontrolliert werden, h\u00f6her sind als im Westjordanland und in Gaza. Es kommt auch im Westjordanland und Gaza vor, aber nicht so oft wie an Orten wie Haifa, Jaffa, Umm al-Fahm und anderen St\u00e4dten innerhalb der 1948 besetzten Gebiete. Die Tal3at Proteste haben ja auch in Haifa angefangen. Und wir haben auf deren Aufruf geantwortet, in Berlin, Gaza, Beirut und in den Gefl\u00fcchtetenlagern. Frauen* waren \u00fcberall. Und das ist auch was Tal3at einzigartig macht. Sie haben es sich nicht nur zum Ziel gemacht, nur das Patriarchat zu zerst\u00f6ren, sondern die Bewegung stellt auch die Grenzen in Frage, die die Kolonialisten uns aufgezwungen haben. Es macht deutlich, dass wir eine Einheit sind, egal wo wir sind, im historischen Pal\u00e4stina oder sogar in den Gefl\u00fcchtetenlagern und in Europa.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland wird \u00fcber die Proteste geschwiegen. Gleichzeitig ist es ja oft so, dass wenn es um die Pal\u00e4stinensische Sache geht, der Gro\u00dfteil der sogenannten Linken auf die Frauen* zeigt und sagt, dass die pal\u00e4stinensische Freiheitsbewegung Frauen* unterdr\u00fcckt und, dass wir eine generelle Befreiung brauchen und alle Formen von Unterdr\u00fcckung betrachten m\u00fcssen. Aber jetzt gerade schweigen eben diese Leute dar\u00fcber, dass pal\u00e4stinensische Frauen* kollektiv zu diesen Protesten aufgerufen haben. Warum eigentlich?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, als ich zu dem Protest am 26. September vor dem Rathaus Neuk\u00f6lln gegangen bin, ist mir aufgefallen, dass keine deutsche Presse da war. Und normalerweise sind sie immer da, wenn es etwas \u00fcber Pal\u00e4stina gibt. Und pl\u00f6tzlich, wenn wir gegen diese Sache protestieren, ist niemand da und es gibt keine Solidarit\u00e4t der feministischen Bewegung oder von den sogenannten Feminist*innen hier in Deutschland.<\/p>\n<p>Ich frage mich, warum die nicht gekommen sind. Wenn man ihnen nichts B\u00f6ses unterstellen m\u00f6chte, k\u00f6nnte man sagen, dass sie vielleicht einfach nichts davon wussten. Aber ich denke, es hatte auch etwas mit den Slogans zu tun. Weil die Frauen* gesagt haben: \u201eAlthowra did al thakaria w\u2019al isti3maar\u201c, also \u201eRevolution gegen das Patriarchat&nbsp;<em>und&nbsp;<\/em>den Kolonialismus\u201c. So haben die deutschen Feminist*innen vielleicht verstanden, dass die Proteste sich nicht nur gegen pal\u00e4stinensische braune M\u00e4nner richten, sondern, dass sie auch gegen Zionismus sind. Und das ist der Konflikt hier in Deutschland. Man kann das zionistische Regime f\u00fcr sie so nicht kritisieren und man darf auch nicht dar\u00fcber reden.<\/p>\n<p>Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute hier die Proteste verfolgt haben. Weil Tal3at online gesagt hat, dass sie aufgefordert wurden auf zionistische Feminist*innen zuzugehen. Die wollten bei den Protesten mitmachen, um gegen Gewalt an pal\u00e4stinensischen Frauen* zu protestieren. Tal3at hat dazu nein gesagt, sie sagten: nicht dieses Mal. Wir stellen uns gegen die Hegemonie, die Israelis versuchen auf unseren Diskurs auszu\u00fcben, weil dieser politischer Raum uns geh\u00f6rt. Tal3at geht f\u00fcr eine befreite Gemeinschaft auf die Stra\u00dfe, in der jede*r dieselben Rechte hat, in einem befreiten Pal\u00e4stina. Sie gehen nicht auf die Stra\u00dfe, um gleiche Rechte oder keine Diskriminierung in einem kolonialen Staat einzufordern. Das ist nicht der Zweck, weil sie gleiche Rechte f\u00fcr&nbsp;<em>alle<\/em>&nbsp;Pal\u00e4stinenser*innen fordern. Deswegen passt es vielleicht einfach nicht in die Kriterien der Deutschen hier. Nach dem Motto: \u201eWie k\u00f6nnt ihr es wagen Israel zu kritisieren und nicht nur eure pal\u00e4stinensischen brauen M\u00e4nner?\u201c Und deswegen glaube ich auch, dass sie das nicht in den Medien ausschlachten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als pal\u00e4stinensische Frau, die nach Deutschland gekommen ist, wurde ich oft gefragt wie das Leben von Frauen* in Gaza ist. Ich antworte immer: \u201eDu meinst von pal\u00e4stinensischen Frauen* in Gaza, die nicht nur das Patriarchat bek\u00e4mpfen, sondern auch unter einer Blockade, unter israelischer Besatzung leben m\u00fcssen?\u201c Aber wenn ich sagen w\u00fcrde: \u201eOkay, mein Leben in Gaza ist die H\u00f6lle, ich bin eine queere Person, die verfolgt wird\u2026\u201c Das k\u00f6nnte sehr einfach in den deutschen Medien ausgeschlachtet und gegen mich und meine eignen Leute verwendet werden. Weil es ihnen nicht um mich geht. Es geht ihnen darum, wie sie mich f\u00fcr ihre Zwecke benutzen k\u00f6nnen. Und ich glaube, das ist das Problem.<\/p>\n<p>Die ganze Sache mit \u00fcber Pal\u00e4stina in Deutschland reden\u2026 Es geht auch nicht nur um diese Proteste. Wenn sie es nicht im Sinne der Besatzung benutzen k\u00f6nnen, dann berichten sie nat\u00fcrlich nicht dar\u00fcber, sie sprechen nicht dar\u00fcber. Es ist ein anderer Diskurs. Ich kann mich erinnern wie sie \u00fcber den Frauen*streik in Tel Aviv berichtet haben: \u201eEs ist so cool, es ist so bunt\u2026 Pal\u00e4stinensische Frauen* gehen zusammen mit israelischen Siedlerinnen* auf die Stra\u00dfe\u2026 Das ist so gut und wir lieben das, das ist, wie wir es gerne h\u00e4tten\u201c. Aber das ist nicht richtig. Sie haben \u00fcber den Streik berichtet und haben mir viele Fragen zu dem Streik gestellt. Ich habe darauf geantwortet, dass ich aus Gaza komme und mir deswegen nicht erlaubt wird, in das besetzte Tel Aviv zu gehen. Ich w\u00fcrde niemals zu einer Demonstration gehen auf der israelische Soldatinnen* stehen, nur weil sie Frauen* sind. Einfach eine Frau* zu sein ist f\u00fcr mich keine Gemeinsamkeit, es ist eine politische Frage. Ich k\u00f6nnte mit so einer Frau* den ganzen Tag demonstrieren und am n\u00e4chsten Tag kann sie an einem Checkpoint eine Waffe an meinen Kopf halten. Das sind aber nicht die Worte, die diese Leute h\u00f6ren wollen.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00e4ren deiner Meinung nach die Pflichten von internationalistischen Revolution\u00e4r*innen und auch linken Bewegungen hier in Deutschland, um eure K\u00e4mpfe zu unterst\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen Solidarit\u00e4t. Transnationale feministische Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina, im Kontext des Lebens unter dem Siedlerkolonialismus. Die Leute sollten unsere Sache weitertragen. Informationen weiterzugeben, kann ein revolution\u00e4rer Akt sein. Damit Leute von den Protesten h\u00f6ren, durch pal\u00e4stinensische Stimmen. Das ist das Wichtigste, dass sie pal\u00e4stinensische Frauen* sprechen h\u00f6ren. Es ist gut, dass ihr wir ein Interview zusammen f\u00fchren. Das ist ein Akt der Solidarit\u00e4t. Wir k\u00f6nnen ihn nach Pal\u00e4stina schicken und die Frauen*, die sich dort organisieren werden wissen, dass es Leute in Deutschland gibt, die daran interessiert sind, \u00fcber Tal3at zu erfahren. Und, dass ihr dem Diskurs dar\u00fcber, wie nationale Befreiung aussehen sollte, zustimmt. Und es ist wichtig zu sagen, dass Pal\u00e4stina nicht befreit werden kann, so lange Frauen* nicht befreit sind. Auch in unseren R\u00e4umen hier in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und \u00fcberall. Als Internationalist*innen d\u00fcrfen wir nicht zulassen, dass dieses Thema auf sp\u00e4ter verschoben wird. Auf Arabisch sagen wir: \u201eDu kannst kein freies Pal\u00e4stina auf den Gebeinen von toten pal\u00e4stinensischen Frauen aufbauen\u201c. Wir werden das nicht zulassen. Das ist nicht wonach wir streben. Es geht darum den Diskurs von Tal3at und den Frauen*, die auf der Stra\u00dfe protestieren aufzugreifen. Wir fordern Solidarit\u00e4t.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/lowerclassmag.com\/2019\/10\/09\/du-kannst-kein-freies-palaestina-auf-den-gebeinen-von-toten-palaestinensischen-frauen-aufbauen\/\"><em>lowerclassmag.com&#8230;<\/em><\/a><em> vom 10. Oktober 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Pal\u00e4stina stehen Frauen* gegen patriarchale Gewalt und Besatzung auf; tausende nehmen an den Demonstrationen teil \u2013 konsequent ignoriert von westlicher Berichterstattung. 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