{"id":6185,"date":"2019-10-17T11:04:24","date_gmt":"2019-10-17T09:04:24","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6185"},"modified":"2019-10-17T11:04:25","modified_gmt":"2019-10-17T09:04:25","slug":"klasse-rasse-und-geschlecht-zur-kritik-des-liberalen-feminismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6185","title":{"rendered":"Klasse, \u201aRasse\u2018 und Geschlecht \u2013 Zur Kritik des liberalen Feminismus"},"content":{"rendered":"<p><em data-rich-text-format-boundary=\"true\">Ramsis Kilani, Narges Nassimi und Eleonora Rold\u00e1n Mend\u00edvil.<\/em><strong> Dieser Beitrag entsteht im Rahmen einer vertieften Auseinandersetzung mit Fragen von Klasse und Rassismus in feministischen R\u00e4umen. Ausl\u00f6ser f\u00fcr unsere ausf\u00fchrliche Diskussion waren<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong> unsere\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/lowerclassmag.com\/2019\/10\/01\/das-feminist-futures-festival-moeglichkeiten-und-grenzen\/\"><strong>Erfahrungen auf dem Feminist Futures Festival<\/strong><\/a><strong>\u00a0in Essen vom 13. bis zum 15. September.<\/strong><\/p>\n<p>Unsere \u00dcberlegungen gehen aber tiefer, als es eine einzelne kritische Beleuchtung eines einzigen Festivals hergeben k\u00f6nnte. Wir wollen aufzeigen, was unserer Meinung nach die T\u00fccken aktueller (links-)liberaler feministischer Politik sind, sowie eine Perspektive auf die M\u00f6glichkeit gemeinsamer feministischer K\u00e4mpfe werfen.<\/p>\n<p><strong>Intersektionaler Feminismus<\/strong><\/p>\n<p>In erster Instanz stellen wir fest, dass es nicht\u00a0<em>den<\/em>\u00a0einen Feminismus gibt, sondern dass verschiedenste politische Str\u00f6mungen mit den unterschiedlichsten Antworten sich auf das Konzept \u201eFeminismus\u201c beziehen. Unserer Beobachtung nach sind liberale Spielarten des Feminismus dabei in Deutschland dominant. Ein\u00a0<em>lean in<\/em>\u2013 oder Quoten-Feminismus, der sich durch die Repr\u00e4sentation von Frauen in F\u00fchrungspositionen eine frauenfreundlichere Politik erhofft ist genauso verbreitet wie ein imperialistisch-rassistischer Feminismus, der die \u00dcberlegenheit wei\u00dfer und\/oder europ\u00e4ischer Frauen dadurch zum Ausdruck bringt, dass sie \u201eBraune Frauen vor Braunen M\u00e4nnern\u201c retten wollen (Gayatri Spivak). Dieser eurozentrische Feminismus beruft sich nur auf nicht-wei\u00dfe Frauen, wenn diese ihre chauvinistische Politik, welche sich schlussendlich gegen gesamte Gemeinschaften im Globalen S\u00fcden sowie gegen die gesamte migrantische Gemeinschaft hier im Globalen Norden richtet, unterst\u00fctzen (Alice Schwarzer und Konsorten). Wir verstehen als liberalen Feminismus, ein Feminismus der aus einem kleinb\u00fcrgerlichen Verst\u00e4ndnis heraus \u201eGleichberechtigung\u201c f\u00fcr Frauen innerhalb des kapitalistischen Systems sucht. Diesen Feminist*innen geht es nicht um die Befreiung aller Frauen vom patriarchalen Joch und der kapitalistischen \u00dcberausbeutung, sondern um die M\u00f6glichkeit, dass auch Frauen Ausbeuterinnen werden k\u00f6nnen. Prinzipien wie Individualismus und der Leistungsgedanke machen aus Frauen und queeren Personen Einzelk\u00e4mpfer*innen f\u00fcr ihre\u00a0<em>individuelle<\/em>\u00a0Emanzipation.<\/p>\n<p>Gegen die Vorstellung, alle Frauen seien etwa gleich, war das Konzept der Intersektionalit\u00e4t, selbst in liberalen Kreisen, eine notwendige Intervention. Die Idee der Intersektionalit\u00e4tstheorie ist dabei, dass Klasse, \u201aRasse\u2018\u00a0<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/klasse-rasse-und-geschlecht-in-deutschland-zur-kritik-des-liberalen-feminismus\/#_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0, Geschlecht und andere als soziale Kategorien benannte Lebenserfahrungen (Sexualit\u00e4t, Alter, etc.) sich in Intersektionen zueinander bef\u00e4nden, die die Gesamtheit der Individuen bilden. Daraus ergibt sich, dass ein intersektionaler Feminismus alle Formen struktureller Benachteiligung in seine feministische Praxis einbeziehen muss. Hierdurch wird Klassenzugeh\u00f6rigkeit eine von vielen Unterdr\u00fcckungserfahrungen. Die Hegemonisierung der Kategorie \u201eKlassismus\u201c, wenn man in feministischen R\u00e4umen \u00fcberhaupt von Klasse spricht, ist dabei sowohl in feministischer Theorie als auch in aktivistischen Basisgruppen dominant.<\/p>\n<p>Intersektionalit\u00e4t als politische Strategie hat unserer Meinung nach Grenzen. Terry Eagleton erkl\u00e4rt das Problem treffend:<\/p>\n<p>Niemand hat eine bestimmte Hautpigmentierung, weil andere eine andere haben, und niemand hat ein bestimmtes Geschlecht, weil andere ein anderes haben. Aber Millionen von Menschen befinden sich in der \u201aPosition\u2018 des Lohnarbeiters oder der Lohnarbeiterin, weil es auf der Welt ein paar Familien gibt, die in ihren H\u00e4nden die Produktionsmittel konzentrieren. Beide Kategorien (b\u00fcrgerlich\/proletarisch oder \u00a0Ausbeuter*in\/Ausgebeutete*r) stehen auf eine Weise im Verh\u00e4ltnis zueinander, das \u2013 im Unterschied zu anderen Identit\u00e4ten \u2013 nur durch Abschaffung dieses spezifischen Verh\u00e4ltnisses (Kapital\/Arbeit) auch die untergeordneten \u201aIdentit\u00e4ten\u2018 abgeschafft werden k\u00f6nnen\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/wp-admin\/post.php?post=48530&amp;action=edit#_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0.<\/p>\n<p>Intersektionalit\u00e4t st\u00f6\u00dft als Strategie also an Grenzen, da Ausbeutung etwas anderes ist als Unterdr\u00fcckung. Die Ausbeutung, also fremde Aneignung der Kapitalistenklasse, des in der Lohnarbeit der Arbeiter*in erzeugten Mehrwertes, bildet die \u00f6konomische Grundlage des Kapitalismus, der ein enges B\u00fcndnis mit patriarchaler und rassistischer Unterdr\u00fcckung schlie\u00dft. Nat\u00fcrlich besteht die Arbeiterklasse aus verschiedensten Identit\u00e4ten, die oft anhand spezifischer Unterdr\u00fcckungserfahrungen segmentierte Teile bilden. Und als konzeptionelle Kategorie hilft uns Intersektionalit\u00e4t oder ein \u201eintersektionaler\u201c Blick essenziell, unsere K\u00e4mpfe breiter und inklusiver f\u00fcr die besonders ausgebeuteten Teile unserer Klasse zu gestalten. Wir erkennen jedoch in\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/interview-maya-john-den-intersektionalen-feminismus-hinterfragen\/\">Intersektionalit\u00e4t ohne Klassenstandpunkt keine ganzheitliche Strategie<\/a>. Denn im Endeffekt ist diese Art des intersektionalen Feminismus keine vollst\u00e4ndige Theorie mit einer Strategie bis zur Befreiung von Kapitalismus und Unterdr\u00fcckung \u2013 sondern ein Konzept, welches die \u00dcberschneidung unterschiedlicher Unterdr\u00fcckungsmechanismen sichtbar zu machen versucht.<\/p>\n<p>Die Sichtbarkeit oder Inklusion einiger \u201eVertreter*innen\u201c unterdr\u00fcckter Gruppen \u00fcberwindet diese Mechanismen nicht; der kapitalistische Staat bleibt bestehen; Kapitalist*innen, die reaktion\u00e4ren weltweiten Str\u00f6mungen, Kriege, koloniale und imperialistische Besatzungen bleiben \u2013 auch mit einem intersektionalen Feminismus \u2013 weiter bestehen. Es wird nicht mehr gegen ein durch und durch menschenfeindliches Ausbeutungssystem gek\u00e4mpft, sondern mehr \u201earme\u201c Menschen, die von \u201eKlassismus\u201c, also von Diskriminierung aufgrund ihrer Armut, betroffen sind, werden inkludiert. Im schlimmsten Fall wird sogar belesenen Prolet*innen willk\u00fcrlich \u201eIntellektualismus\u201c vorgeworfen und somit eine politisch-strategische Diskussion untergraben.<\/p>\n<p>Wir denken, dass die Diskriminierung von Menschen aufgrund einer beispielweise nicht-akademischen Bildung existiert und wir wollen barrierefreie feministische R\u00e4ume erm\u00f6glichen und gestalten. Doch eine Benennung dieser Diskriminierungsformen allein reicht nicht aus, um die Strukturen der Armut zu erkennen und zu bek\u00e4mpfen. Und die Bek\u00e4mpfung und \u00dcberwindung struktureller Armut ist unser Ziel.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Twitter_MolinaStreetArt-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6186\" width=\"469\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Twitter_MolinaStreetArt-300x300.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Twitter_MolinaStreetArt-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><figcaption>Denver Rock Drill. StreetArt von Marka27<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Rassismus im Feminismus<\/strong><\/p>\n<p>Auch Rassismus ist in feministischen R\u00e4umen weit verbreitet. Dies wird in der nicht zentralen Behandlung von Rassismus in feministischer Politik deutlich. Zum Beispiel gibt es kaum sichtbare feministische Rufe nach einem Wahlrecht f\u00fcr alle Frauen, inklusive in Deutschland lebende ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrgerinnen, sowie Frauen mit ungesichertem oder gar keinem Aufenthaltsstatus in Deutschland. Aber auch die geringe Anzahl migrantischer und\/oder nicht-wei\u00dfer Aktivist*innen in deutschen, feministischen R\u00e4umen l\u00e4sst f\u00fcr uns auf strukturelle Ausschl\u00fcsse, und nicht auf eine mangelnden Begeisterung migrantischer und\/oder nicht-wei\u00dfer Feminist*innen, schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wird in vielen migrantischen Gemeinschaften \u201eFeminismus\u201c oft prim\u00e4r mit imperialistischer Politik in Verbindung gebracht. Auch Deutschland ist zum Beispiel in Afghanistan in den Krieg gezogen, um zusammen mit den USA \u201eFrauenrechte\u201c durchzusetzen. Diese Art des imperialistischen Feminismus sind viele Gemeinschaften aus dem Globalen S\u00fcden auch von sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen in ihren Herkunftsl\u00e4ndern gew\u00f6hnt. Dort werden unter dem Deckmantel \u201eChancengleichheit\u201c oder \u201eInklusion von Frauen auf dem Arbeitsmarkt\u201c seit Jahrzehnten brutale neoliberale Strukturanpassungsprogramme durchgesetzt, die ohnehin schon prek\u00e4r lebende Frauen und queere Menschen in oft noch viel unsicherere \u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse sto\u00dfen. Beispiele hierf\u00fcr sind die Politiken des Internationalen W\u00e4hrungsfonds in Argentinien, dem Irak, Nigeria und Indien (siehe Naomi Klein oder Silvia Federici).<\/p>\n<p>Innenpolitisch f\u00e4llt die rassistische Politik der gr\u00f6\u00dften Deutschen Frauenrechts-Organisation \u201eTerre des Femmes\u201c auf, die seit Monaten eine Kampagne zum\u00a0<a href=\"https:\/\/www.frauenrechte.de\/unsere-arbeit\/themen\/gleichberechtigung-und-integration\/kinderkopftuch\/3338-terre-des-femmes-unterschriftenaktion-den-kopf-frei-haben#petition\">Hijab-Verbot f\u00fcr M\u00e4dchen<\/a>\u00a0und Frauen unter 18 Jahren in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen durchsetzen will. Dass hier die zentrale feministische Losung \u201eMein K\u00f6rper geh\u00f6rt mir\u201c durch staatliche Repressionsma\u00dfnahmen von Feminist*innen eingeschr\u00e4nkt werden soll, ist nur m\u00f6glich, da muslimischen Frauen und M\u00e4dchen per Muslim-Sein selbstbestimmte Entscheidungen zu ihrem K\u00f6rper \u2013 anders als nicht-Musliminnen \u2013 von dieser Art Femonationalismus verwehrt werden.<\/p>\n<p>Aber Rassismus ist nicht nur ein Ph\u00e4nomen in offen liberal-b\u00fcrgerlichen feministischen R\u00e4umen. Auch in linken und linksradikalen R\u00e4umen trifft man wenige migrantische und\/oder nicht-wei\u00dfe Aktivist*innen an. Auch hier wird zum Beispiel in g\u00e4ngigen Argumenten Frauen-, Homo- und Transfeindlichkeit als prim\u00e4r migrantisches (\u201eAber in Neuk\u00f6lln ist es nun mal homophober!\u201c), statt als gesamtgesellschaftliches, patriarchales Problem dargestellt. Aber auch Fragen nach der \u201ewahren Herkunft\u201c nicht-wei\u00dfer Aktivist*innen, oder dem Setzen eines als wei\u00df, aufenthaltsgesicherten und finanziell abgesichertem \u201eWir\u201c, sind Alltag.<\/p>\n<p>Wir sind es leid in deutschen, feministischen R\u00e4umen, in die wir treten, als \u201edie Anderen\u201c oder gar als die Repr\u00e4sentant*innen der Migrant*innen behandelt zu werden. Wir denken, dass eine fruchtbare antirassistische Kritik mit der Analyse, was Rassismus \u00fcberhaupt ist, woher er kommt und wer davon profitiert, anf\u00e4ngt.<\/p>\n<p><strong>Materialistischer Rassismusbegriff<\/strong><\/p>\n<p>Wir denken nicht, dass Rassismus aus individualisierenden und pathologisierenden Erkl\u00e4rungsversuchen heraus bestimmt und verstanden werden kann. Rassismus ist eine ideologische Formation (Robert Miles), die im Kapitalismus einerseits dazu dient, die \u00dcberausbeutung bestimmter Teile der Arbeiterklasse zu rechtfertigen. Der wesentlich geringere Lohn, die schlechtere Unterbringung, die unsichereren Arbeitsvertr\u00e4ge und die schlechtere wohnliche Unterbringung der sogenannten Gastarbeiter (BRD) beziehungsweise Vertragsarbeiter (DDR) lie\u00df sich im Deutschland der 1960er und 1970er Jahre leicht durch rassistische Argumentation legitimieren: Die ausl\u00e4ndischen Arbeiter*innen seien fauler, nicht so geschickt, seien sowieso schmutzig und br\u00e4uchten nicht die gleichen Hygienestandards wie deutsche Arbeiter*innen, etc. Rassismus wird somit von der herrschenden Klasse als Instrument der Spaltung gegen die Arbeiterklasse eingesetzt, um L\u00f6hne und die Kosten reproduktiver T\u00e4tigkeiten runter zu schrauben und Arbeitsk\u00e4mpfe zu demobilisieren. Andererseits wird Rassismus auch dazu genutzt, um imperialistische Raubz\u00fcge in anderen Teilen der Welt und koloniale Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung und Verdr\u00e4ngung zu legitimieren, indem andere Nationen und Menschengruppen in ihrer Wertigkeit herabgestuft werden.<\/p>\n<p>Rassismus ist ein konstitutiver Teil kapitalistischer Klassengesellschaften. Wie David McNelly treffend beschreibt, bilden \u201edie geschlechtsspezifischen und rassisierten Beziehungen der kapitalistischen Produktion und Reproduktion [\u2026] eine \u00fcbergeordnete Einheit f\u00fcr alle Dimensionen der sozialen Erfahrung\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/klasse-rasse-und-geschlecht-in-deutschland-zur-kritik-des-liberalen-feminismus\/#_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0. Auch wenn wir den Charakter des Rassismus als Erscheinung und als sich materiell \u00e4u\u00dfernde Unterdr\u00fcckungsform im Kapitalismus erkennen, besteht \u00fcber derlei Funktionen hinaus eine weitere Komponente. Rassismus wird als Legitimationsformel f\u00fcr die \u00dcberausbeutung bestimmter Teile der Arbeiterklasse \u00fcber\u00a0<em>common sense<\/em>-Strategien der ideologischen Staatsapparate, des \u00dcberbaus, wie der Schule, der Kirche, der Medien, etc., als Klassenkampf-Strategie von oben propagiert. Rassismus kann dadurch immer auch eine gesellschaftliche Eigendynamik entwickeln, die losgel\u00f6st von der Frage, was die jeweiligen Kapitalfraktionen eigentlich brauchen (meist: besonders billige Arbeitskraft), auftauchen kann.<\/p>\n<p>Rassismus wird dabei in linken und feministischen Kontexten weiterhin als v\u00f6llig anders verhandelt als Sexismus. Frauen und queere Menschen konnten mittlerweile die Vermittlung der Erkenntnis erk\u00e4mpfen, dass Sexismus \u00fcber seine Funktion in der Klassengesellschaft und im Produktionsverh\u00e4ltnis hinaus auch als gesellschaftliches Ph\u00e4nomen besteht, welches vor linken und feministischen Gruppen nicht Halt macht, in denen Individuen nach wie vor sexistische Vorurteile haben und eine patriarchale politische und private Praxis an den Tag legen. F\u00fcr Rassismus ist das Gleiche hingegen weder gesellschaftlich noch f\u00fcr einen Gro\u00dfteil linker Gruppen vermittelt.<\/p>\n<p>Rassismus wird immer noch prim\u00e4r am rechten Rand, als Teil einer reaktion\u00e4ren Ideologie verortet. H\u00f6chstens wird dann noch auf staatlichen, strukturellen Rassismus verwiesen. Selten aber wird die Seite dieser gesellschaftlichen Formation in linken R\u00e4umen wahrgenommen und\/oder thematisiert. Auch wei\u00dfe Deutsche in progressiven Gruppen und Kontexten zeigen nach wie vor rassistische Vorurteile und Praktiken. Dies zeigt sich unter anderem in einer paternalistischen und opportunistischen Politik gegen\u00fcber \u201eden Migrant*innen\u201c oder \u201eden Asylsuchenden\u201c, bei der migrantische Stimmen nur als Aush\u00e4ngeschild zum Selbstzweck der Organisation willkommen sind, solange sie keine Kritik an deren Politik \u00e4u\u00dfern und\/oder den Elefanten im Raum \u2013 die Unterst\u00fctzung gro\u00dfer Teile der deutschen Linken und Feminist*innen f\u00fcr den Kolonialstaat Israel \u2013 thematisieren. Obwohl genau dieser Umstand migrantische Menschen kategorisch ausschlie\u00dft und ihnen die Teilnahme an linken Kontexten damit oft praktisch verwehrt bleibt, wird die Ausklammerung solcher eklatanten Fragen dann auch h\u00e4ufig noch mit der Vermeidung von Spaltung begr\u00fcndet, die durch das Ausklammern l\u00e4ngst besteht. Nicht zu vergessen, entwickeln aber auch Migrant*innen und nicht-wei\u00dfe Menschen selbst durch die ansozialisierte rassistische Ideologie rassistische Denkmuster und Handlungen gegen\u00fcber anderen migrantischen Gruppen oder durch Minderwertigkeitskomplexe gegen die eigene Gemeinschaft und sich selbst als Individuen.<\/p>\n<p>Auch wenn wir es als politisch kontraproduktiv einordnen, ist das verzweifelte und resignierte Abwenden von gefl\u00fcchteten, migrantischen und nicht-wei\u00dfen Linken von deutschen linken Kontexten in erster Linie eine Reaktion auf die dortigen Verh\u00e4ltnisse. Es hilft also wenig, mit dem Finger auf das Symptom zu zeigen und wegen separatistischer Organisierung von Migrant*innen \u201eIdentit\u00e4tspolitik\u201c zu rufen und somit marginalisierte, von Rassismus Betroffene, als das eigentliche Problem zu markieren. Statt einer solchen Symptombek\u00e4mpfung, die lediglich dazu f\u00fchren wird, dass sich migrantische und nicht-wei\u00dfe Aktivist*innen noch mehr angegriffen und best\u00e4tigt f\u00fchlen und sich dadurch weiter zur\u00fcckziehen, sollten wir die Ursache des Problems bek\u00e4mpfen. Diese liegt ma\u00dfgeblich im Rassismus linker und feministischer R\u00e4ume und der Weigerung, eine klare antikoloniale und antiimperialistische Praxis zu entwickeln, die sich klar und deutlich auf der Seite der Unterdr\u00fcckten positioniert.<\/p>\n<p><strong>Antij\u00fcdischer und antimuslimischer Rassismus<\/strong><\/p>\n<p>Um dies beispielhaft zu erl\u00e4utern, wollen wir ausf\u00fchrlicher auf die Antisemitismusdefinition im Glossar des Programms des Feminist Futures Festivals schauen. Diese im deutschen Kontext nicht einzigartige, sondern sehr g\u00e4ngige Definition ist Ausdruck gleich mehrerer theoretischer Probleme, allen voran einer falschen Rassismusdefinition, die fatale und reale Auswirkungen auf feministische Praxis hat.<\/p>\n<p>In diesem Glossar hei\u00dft es: \u201eAntisemitismus hat unterschiedliche Erscheinungsformen und entsteht unabh\u00e4ngig vom Verhalten j\u00fcdischer Menschen.\u201c Antisemitismus braucht, wie jede andere Diskriminierungsform, einen vorhandenen Ansatzpunkt, um legitimiert werden zu k\u00f6nnen. Beim Antisemitismus waren das zum einen historische Ansatzpunkte wie beispielsweise des feudalen Europas, wo die Herrschenden, j\u00fcdische Menschen quasi als eigene \u201eVolksklasse\u201c (Abraham L\u00e9on) Handel und Finanzen betreiben lie\u00dfen. Diese im Kapitalismus untergegangene wirtschaftliche Sonderstellung von J\u00fcd*innen wurde im Nachhinein benutzt, um ihre Rassifizierung zu legitimieren. Denken wir an die antisemitische Idee von einer \u201ej\u00fcdisch-bolschewistischen Weltverschw\u00f6rung\u201c, so sehen wir, dass auch reale Entwicklungen im Kapitalismus selbst zur Legitimation des Antisemitismus missbraucht wurden und werden. Es war n\u00e4mlich tats\u00e4chlich so, dass eine Vielzahl an j\u00fcdischen Menschen durch ihre erlebte rassistische Unterdr\u00fcckung in revolution\u00e4re sozialistische Gruppen str\u00f6mten und zu starken Verfechter*innen sozialistischer Ideen wurden. Diese f\u00fcr rassistische Ideologien verdrehten Ansatzpunkte in der realen Welt haben nat\u00fcrlich keineswegs zur Bedeutung, dass eine von Rassismus betroffene Menschengruppe schuld an ihrer Unterdr\u00fcckung w\u00e4re \u2013 ganz im Gegenteil. Es bedeutet, dass rassistische Ideen, die sich durchsetzen, nicht v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von realen Gegebenheiten konstruiert werden k\u00f6nnen, ohne an \u00dcberzeugungskraft einzub\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Der rassistische Charakter des Antisemitismus wird im Glossar g\u00e4nzlich abgestritten. Vertreten wird ein g\u00e4nzlich nicht-materialistischer Antisemitismusbegriff, mit dem unter anderem auch der israelische Staat sich selbst und seine Politik legitimiert sowie vor Kritik sch\u00fctzt. Daher hei\u00dft es: \u201eDer Begriff bezeichnet Einstellungen, \u00c4u\u00dferungen und Handlungen, die sich \u2013 direkt oder indirekt \u2013 gegen (vermeintlich) j\u00fcdische Menschen, Institutionen und Einrichtungen richten.\u201c Diese Definition f\u00fchrt dazu, dass jegliche Kritik an einer j\u00fcdischen Person oder Institution eigentlich immer als antisemitisch gewertet werden kann. Dies h\u00f6hlt das, was antij\u00fcdischer Rassismus beziehungsweise Antisemitismus wirklich ist, aus und gef\u00e4hrdet J\u00fcd*innen, da diese in rassistischer Manier nur als homogene Gruppe (zum Beispiel: J\u00fcd*in = Zionist*in) existieren d\u00fcrfen. Vor diesem Hintergrund macht auch die deutsche Wortklausel eines \u201eisraelbezogenen\u201c Antisemitismus so wenig Sinn wie von \u201eSaudi-Arabien-bezogenem\u201c antimuslimischem Rassismus zu sprechen. Es gibt Rassismus, inklusive Antisemitismus. Der Umstand, anhand welcher Ansatzpunkte in der realen Welt sich Formen von Rassismus legitimieren, l\u00e4sst keine neue Erscheinungsform entstehen.<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es im Glossar: \u201eAnders als in von Rassismus gepr\u00e4gten Denkmustern werden Juden und J\u00fcdinnen meist als m\u00e4chtig und \u00fcberlegen angesehen, als heimliche Herrschende der Welt.\u201c Es ist falsch, dass derartige Denkmuster j\u00fcdische Menschen als \u201e\u00fcberlegen\u201c darstellen. J\u00fcd*innen werden auch in dieser antisemitischen Deutung mit negativen Eigenschaften entwertet: Als charakterlich und moralisch verkommen, als egomanisch, hinterh\u00e4ltig, unmenschlich, gierig, als herrsch- und machts\u00fcchtig \u2013 ob nun aufgrund von biologischen oder kulturellen Merkmalen. Der Rasseantisemitismus der Nazis stellt dies sehr deutlich dar: J\u00fcdischen Menschen wurde vorgeworfen, sich durch Manipulation und \u201ebarbarische\u201c Praktiken einen Platz an der Spitze der Gesellschaft erschlichen zu haben, der eigentlich den \u00fcberlegenen \u201eAriern\u201c zustehe. Antisemitismus ist in unserem Verst\u00e4ndnis, und hier schlie\u00dfen wir uns Brian Klug und Mike Cole an, ebenfalls eine ideologische Formation, die die rassistisch Markierten entwertet und ihrer Individualit\u00e4t und Heterogenit\u00e4t beraubt.<\/p>\n<p>Zweitens stimmt es nicht, dass die rassistische Propaganda, unterdr\u00fcckte und marginalisierte Menschengruppen bef\u00e4nden sich insgeheim in Machtpositionen, ein Alleinstellungsmerkmal des Antisemitismus sei. Der in Deutschland staatstragende und hegemoniale antimuslimische Rassismus benutzt beispielsweise ebenfalls derartige Deutungsmuster. So gehen Rassist*innen beispielsweise davon aus, dass muslimische Menschen unterst\u00fctzt von reichen arabischen \u00d6lstaaten weltweit einen \u201eJihad in drei Phasen\u201c planen, mit dem sie die nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaften \u00fcbernehmen wollen: Anf\u00e4nglich friedliche Festigung ihrer Position als Minderheit in der Gesellschaft durch vermeintliche L\u00fcgen, dann propagandistische Agitation und Kampf und abschlie\u00dfend die milit\u00e4rische Macht\u00fcbernahme und weltweite Unterwerfung aller Nichtmuslim*innen. Auch rechtsextreme und antideutsche Illustrationen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Hijab oder die hartn\u00e4ckigen Ger\u00fcchte gegen den ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama, Moslem zu sein, dienen dazu, Muslim*innen zu Herrschenden zu machen und dichten ihnen an, an den eigentlichen Schalthebeln der Macht zu sitzen. Derartige Deutungsmuster k\u00f6nnen in verschiedenen Situationen unterschiedlichen Klasseninteressen dienen: Eine \u00f6konomisch herrschende Klasse kann so die berechtigte Wut auf die Ungerechtigkeit ihrer Herrschaft auf einen S\u00fcndenbock leiten. Oder \u2013 und das war historisch im europ\u00e4ischen Faschismus der Fall \u2013 das Kleinb\u00fcrgertum, die Klasse zwischen der ausbeutenden und der ausgebeuteten Klasse, kann auf diese Weise auf eine wirtschaftliche Krise des entwickelten Kapitalismus reagieren. Seine Abstiegs\u00e4ngste im Konkurrenzkampf sowie seinem Verschwinden und seiner politischen Machtlosigkeit als verschwindende Klasse kann es die utopistische Ideologie einer v\u00f6lkischen Einheit im Kampf gegen die rassifizierten Anderen entgegenstellen. Das bringt niemand pr\u00e4gnanter auf den Punkt als Hitler selbst: \u201eRassenkampf statt Klassenkampf\u201c. F\u00fcr den erfolgreichen Klassenkampf zu klein, ist das Kleinb\u00fcrgertum deshalb dazu gen\u00f6tigt, dieses Gift in die Arbeiterklasse zu tragen. Die Arbeiterklasse hat alles andere als ein nat\u00fcrliches Klasseninteresse an der sie spaltenden Ideologie des Rassismus.<\/p>\n<p>Dramatischerweise ist der letzte Satz der Antisemitismusdefinition einer der wenigen richtigen und wichtigen, der aber durch das grunds\u00e4tzliche Nichterkennen des Antisemitismus als Form von Rassismus an Wert verliert: \u201eAntisemitische Vorurteile sind in allen gesellschaftlichen Gruppen vorhanden \u2013 selbst unter Menschen, die sich gegen Antisemitismus positionieren.\u201c Herrschaftssichernde und staatstragende rassistische Ideologien, die sich einmal durch die oben angef\u00fchrten Gr\u00fcnde und gesellschaftlichen Entwicklungen durchsetzen konnten, sind tats\u00e4chlich dazu in der Lage, sich als gesamtgesellschaftliches Ph\u00e4nomen durchzusetzen. Das trifft im Falle des Antisemitismus zu. Es trifft aber aktuell dar\u00fcber hinaus im deutschen sowie im gesamten Kontext des imperialistischen Speckg\u00fcrtels vor allem auf antimuslimischen Rassismus zu. Die gleiche Komponente findet in der Begriffsdefinition von Rassismus in selbigem Glossar keine Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p><strong>Welchen Feminismus brauchen wir?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Feminismus, der die Klasse, die allen gesellschaftlichen Reichtum schafft, die Arbeiterklasse, nicht ins Zentrum seiner Politik r\u00fcckt, wird immer nur eine Politik f\u00fcr eine Identit\u00e4t anvisieren und nicht die Befreiung aller Menschen. Der Rassismus innerhalb linker Gruppen und der mangelnde Protagonismus von nicht-wei\u00dfen Menschen in linken R\u00e4umen kann von uns Migrant*innen, denen diese Problematik schmerzlich bewusst ist, angegangen werden, indem wir uns innerhalb progressiver Gruppen miteinander und mit wei\u00dfen, antirassistischen Genoss*innen vernetzen und gezielte Aufbauarbeit in migrantisch-proletarischen Kontexten angehen. Vor allem migrantische Linke k\u00f6nnen die Funktion als Br\u00fcckenbauer*innen einnehmen, die aktiv auf andere migrantische Arbeiter*innen zugehen. Durch einen gemeinsamen Horizont an Unterdr\u00fcckungserfahrungen sind wir in einer g\u00fcnstigen Position, um mit migrantischen Arbeiter*innen ins Gespr\u00e4ch zu kommen und gemeinsam politische Forderungen zu formulieren, die zu den allgemeinen Forderungen einer neuen Arbeiterbewegung \u2013 mit Frauen, queeren und migrantischen Menschen unter den sichtbaren Anf\u00fchrer*innen \u2013 werden m\u00fcssen. Wei\u00dfe Linke m\u00fcssen darum k\u00e4mpfen, Rassismus zentral und konstant in linken R\u00e4umen zu verhandeln und m\u00fcssen Fragen des deutschen Imperialismus und die Komplizenschaft pseudo-linker und feministischer Politik damit aufzeigen lernen. Schlussendlich m\u00fcssen wir alle die Probleme aslysuchender und migrantischer Menschen ins Zentrum feministischer Politik r\u00fccken.<\/p>\n<p>Antirassismus ist keine Gem\u00fctshaltung \u2013 oder lediglich der Spruch auf einem Beutel (\u201eRassismus ist keine Alternative\u201c). Antirassismus zeigt sich in einer gelebten Praxis, einer antiimperialistischen Politik, die wei\u00dfe Arbeiter*innen mit sicherlich auch rassistischen Einstellungen nicht verprellt, sondern in diese ebenfalls marginalisierten Teile unserer Klasse reicht und einen aktiven proletarischen Antirassismus lebt und nicht den Sozialdemokraten, Liberalen und Rechten das Feld \u00fcberl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Was wir brauchen, sind Repr\u00e4sentant*innen einer internationalistischen, klassenk\u00e4mpferischen, antiimperialistischen Perspektive des heutigen Feminismus in Deutschland. Die haupts\u00e4chliche Sto\u00dfrichtung muss hin zu einer bewegungsorientierten, statt einer statischen, b\u00fcrokratisch stellvertretenden politischen Praxis weisen. Strategien des Mitverwaltens stehen Strategien des Antagonismus der Arbeiterklasse mit allen Kapitalfraktionen gegen\u00fcber. Mitregieren statt Umwerfen der unterdr\u00fcckenden Verh\u00e4ltnisse verkommt so zu einer fatalen Strategie. Eine gemeinsame Strategie mit dem deutschen Imperialismus und kolonialen Staaten wie Israel m\u00fcssen einer internationalistischen, antirassistischen Politik weichen, die sich mit den Unterdr\u00fcckten solidarisiert.<\/p>\n<p>Wir wollen \u00fcber eine Strategie zum Sturz der Macht des Kapitals, welches imperialistisch und frauenfeindlich ist, sprechen. Wir denken, dass es einen anderen Feminismus braucht, der die Sichtbarmachung aller Unterdr\u00fcckungsmechanismen beinhaltet, aber Klassenzugeh\u00f6rigkeit als Ma\u00dfstab des Grads der Unterdr\u00fcckung versteht. Wir denken, dass es einen Feminismus braucht, der eine klare antikapitalistische, und damit gezwungenerma\u00dfen antiimperialistische, internationalistische Perspektive und Praxis f\u00fcr aktuelle feministische K\u00e4mpfe in Deutschland zum Ziel hat. Wir brauchen einen Feminismus, der nicht nur anklagt und letztlich die L\u00f6sung an Parteien und den Staat abgibt, sondern einen, der die b\u00fcrgerliche Macht umsto\u00dfen m\u00f6chte und dazu bewusst Kr\u00e4fte in der Arbeiterklasse sammelt, und sich daf\u00fcr mit Reproduktions-, Frauen- und queeren K\u00e4mpfen, mit Migrant*innen- und Gefl\u00fcchtetenk\u00e4mpfe an vorderster Stelle verbindet. Ein internationalistischer und antiimperialistischer Feminismus muss die \u00dcberausbeutung als weiblich beziehungsweise nicht-m\u00e4nnlich oder nicht-heterosexuell markierter und\/oder Schwarzer und Brauner K\u00f6rper in einem globalen Kontext kapitalistischer Akkumulation verstehen. Feministische K\u00e4mpfe von einer internationalistischen und antiimperialistischen Ausrichtung zu trennen, st\u00fctzt den deutschen Imperialismus und Nationalismus und f\u00f6rdert das, was Sara R. Farris \u201e<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/imperialismus-antikoloniale-kaempfe-und-feminismus\/\">Femonationalismus<\/a>\u201c nennt, also ein rassistischer und nationalistischer Feminismus f\u00fcr eine kleine Minderheit. Und das ist nicht unser Feminismus.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/klasse-rasse-und-geschlecht-in-deutschland-zur-kritik-des-liberalen-feminismus\/\"><em>diefreiheitsliebe.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 17. Oktober 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ramsis Kilani, Narges Nassimi und Eleonora Rold\u00e1n Mend\u00edvil. Dieser Beitrag entsteht im Rahmen einer vertieften Auseinandersetzung mit Fragen von Klasse und Rassismus in feministischen R\u00e4umen. Ausl\u00f6ser f\u00fcr unsere ausf\u00fchrliche Diskussion waren<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[25,87,72,32,14],"class_list":["post-6185","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitswelt","tag-feminismus","tag-frauenbewegung","tag-postmodernismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6185"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6185\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6187,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6185\/revisions\/6187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}