{"id":6664,"date":"2019-12-19T09:12:26","date_gmt":"2019-12-19T07:12:26","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6664"},"modified":"2019-12-19T09:12:27","modified_gmt":"2019-12-19T07:12:27","slug":"strategiekonferenz-klassenkaempferischer-gewerkschafterinnen-aufgaben-und-ziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=6664","title":{"rendered":"Strategiekonferenz klassenk\u00e4mpferischer GewerkschafterInnen: Aufgaben und Ziele"},"content":{"rendered":"<p><em>Frederik Haber. <\/em><strong>Die Gewerkschaften in Deutschland haben angesichts von Neoliberalismus und Globalisierung und den damit verbundenen Angriffen des Kapitals alle Chancen verpasst, aus der Defensive herauszukommen \u2013 und sie hatten auch keinen Plan daf\u00fcr.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Das sieht man daran, dass praktisch alle Ma\u00dfnahmen und Vereinbarungen, die \u201edas Schlimmste verhindern\u201c sollten, die n\u00e4chsten Angriffe erlaubt und erleichtert oder den Widerstand dagegen erschwert haben.<\/p>\n<p>In den letzten Jahrzehnten f\u00fchrte das zu mehreren politisch verheerenden Resultaten:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Gewerkschaften organisieren einen immer kleiner werdenden Teil der Lohnabh\u00e4ngigen. Sie konzentrieren sich immer mehr auf Organisierte in der Gro\u00dfindustrie oder in schon organisierten Bereichen des \u00f6ffentlichen Dienstes und des Dienstleistungssektors.<\/li>\n<li>Trotz wichtiger einzelner Gegenspiele wie z. B. im Gesundheitssektor blieben gr\u00f6\u00dfere Abwehrk\u00e4mpfe aus. Die Vorherrschaft der B\u00fcrokratie, die Dominanz des Apparates und der Betriebsr\u00e4te der Gro\u00dfbetriebe nahmen eher zu.<\/li>\n<li>Ein monstr\u00f6ses System der Klassenzusammenarbeit und die Ideologie der \u201eSozialpartnerschaft\u201c bestimmen die Gewerkschaftspolitik und jene der meisten Betriebsr\u00e4te. Die DGB-Gewerkschaften stellen eine soziale Hauptst\u00fctze der Gro\u00dfen Koalition dar \u2013 und agieren dementsprechend in allen Politikfeldern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die B\u00fcrokratie hofft, die n\u00e4chste kapitalistische Krise durch noch mehr Zusammenarbeit mit dem Kapital, noch mehr \u201ePartnerschaft\u201c bei der Sicherung der Interessen des deutschen Exports und des Gro\u00dfkapitals insgesamt zu \u00fcberstehen. Kein Wunder, dass immer gr\u00f6\u00dfere Teile der ArbeiterInnenklasse von diesen \u201eInteressenvertretungen\u201c entfremdet, dass ganze Sektoren der \u00d6konomie wenig oder gar nicht organisiert sind.<\/p>\n<p>Die klassenk\u00e4mpferischen und linken Kr\u00e4fte in den Gewerkschaften wurden in den letzten Jahren schw\u00e4cher, nicht st\u00e4rker. Daf\u00fcr gibt es mehrere Ursachen: Erstens die Niederlagen durch Hartz- und Agenda-Gesetze sowie die sozialpartnerschaftliche Politik in der Rezession, die die B\u00fcrokratie (v. a. in IG Metall und IG BCE) st\u00e4rkte. Zweitens die \u00dcbernahme und Z\u00e4hmung von Ans\u00e4tzen einer gr\u00f6\u00dferen Gewerkschaftslinken durch die Linkspartei. Drittens die weitgehende Ausblendung des politischen und \u00f6konomischen Gesamtzusammenhangs aus der Aktivit\u00e4t der gewerkschaftlichen und betrieblichen Oppositionsans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Gerade die aktuelle Krisenperiode erfordert aber eine politische, nicht blo\u00df eine gewerkschaftliche Strategie, wenn wir eine klassenk\u00e4mpferische Basisbewegung, eine echte Opposition gegen die B\u00fcrokratie bundesweit aufbauen wollen.<\/p>\n<p>Zur\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vernetzung.org\/\">Strategiekonferenz<\/a>\u00a0in Frankfurt am 25.\/26. Januar treffen sich all jene, die, wenn auch mit unterschiedlichen politischen Ans\u00e4tzen und Analysen, erkannt haben, dass es einer Neuformierung der Gewerkschaftslinken bedarf, dass dazu nicht nur praktische, sondern auch strategische und programmatische Fragen diskutiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Fundamentale Krise<\/strong><\/p>\n<p>Wir denken, dass es angesichts der fundamentalen Krise der Gewerkschaften nicht nur darum gehen kann, einzelne Forderungen zu einzelnen Missst\u00e4nden zu b\u00fcndeln, sondern dass es um eine zusammenh\u00e4ngende Strategie, Konzeption und letztlich ein Aktionsprogramm geht mit dem Ziel, eine klassenk\u00e4mpferische Basisbewegung, eine organisierte Opposition nicht nur gegen rechte B\u00fcrokratInnen, sondern das gesamte System der B\u00fcrokratie aufzubauen.<\/p>\n<p>Die (Irre-)F\u00fchrung der Gewerkschaften hat ihre Ursache in der politischen Unterordnung unter die Anforderungen der KapitalistInnen und ihrer Regierung, ja der allgemeinen Fesselung an das kapitalistische System mitsamt seinen Krisen. Auch wenn Gewerkschaftsf\u00fchrerInnen heute nicht mehr so offen mit ihren SPD-Parteib\u00fcchern wedeln, sind sie auf das Engste mit dieser Partei und ihrer Politik verbunden.<\/p>\n<p>Wie in allen Landesregierungen ordnen sich auch die Mitglieder der Linkspartei in den Gewerkschaftsapparaten den kapitalistischen \u201eSachzw\u00e4ngen\u201c unter. Erst recht gilt das f\u00fcr gesellschaftliche Fragen und f\u00fcr die internationale Politik. So treten auch die Gewerkschaften f\u00fcr staatliche kontrollierte, also beschr\u00e4nkte Migration, f\u00fcr die Abriegelung der EU-Au\u00dfergrenzen, f\u00fcr ein, wenn auch \u201emenschlicheres\u201c Sanktionssystem f\u00fcr Erwerbslose usw. ein, ohne dass es nennenswerten Widerstand von Seiten der Linkspartei dagegen gibt.<\/p>\n<p>Das Verhindern und Abw\u00fcrgen von K\u00e4mpfen und Aktionen durch nicht nachvollziehbare \u201epolitische\u201c Argumente und die Anpassung an die \u201eweltwirtschaftlichen Gegebenkeiten\u201c durch die B\u00fcrokratie, also die Unterordnung unter sozialpartnerschaftliche Dogmen, f\u00fchrt dazu, dass etliche k\u00e4mpferische KollegInnen dazu neigen, sich auf \u201ereine Interessenvertretung\u201c zu konzentrieren. Auch AktivistInnen aus antikapitalistischen Gruppierungen beschreiten zu oft diesen Weg \u2013 auch wenn sie selbst politische Standpunkte zu Einzelfragen einnehmen m\u00f6gen. Wir halten das f\u00fcr falsch: Im Gegenteil, die K\u00e4mpferinnen und K\u00e4mpfer der Zukunft m\u00fcssen politisch bewaffnet werden, wenn sie gegen die Unterordnung der Gewerkschaften unter das Kapital und gegen die Herrschaft der B\u00fcrokratie erfolgreich sein wollen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/images.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6665\" width=\"515\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/images.png 314w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/images-300x153.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/><\/figure>\n<p><strong>Wof\u00fcr k\u00e4mpfen?<\/strong><\/p>\n<p>Weiter oben haben wir schon auf die Rolle der Gewerkschaftsf\u00fchrungen \u2013 und unter ihrer Regie der Gewerkschaften selbst \u2013 beim Krisenmanagement des deutschen Kapitals verwiesen. Um die Gewerkschaften wiederzubeleben und zu Kampfinstrumenten zu machen, braucht es nicht nur ein Verst\u00e4ndnis der aktuellen Krise des Kapitalismus und der dramatischen Angriffe, die uns bevorstehen.<\/p>\n<p>Wenn die \u201eGewerkschaftslinke\u201c zu einer Alternative zur B\u00fcrokratie werden will, braucht sie auch ein alternatives Aktionsprogramm, ein Programm des Klassenkampfes, das sie der Sozialpartnerschaft gegen\u00fcberstellt.<\/p>\n<p>Die Strategiekonferenz wird sicher noch nicht in der Lage sein, ein solches Programm zu beschlie\u00dfen \u2013 sie sollte aber erstens eine systematische Diskussion in Gang setzen und bundesweit organisieren. Zweitens kann und sollte sie sich um zentrale Forderungen verst\u00e4ndigen, die sie zu den wichtigsten gewerkschaftlichen und politischen Fragen erhebt, die in der n\u00e4chsten Periode auf uns zukommen werden. Die verschiedenen Arbeitsgruppen k\u00f6nnen und sollten dazu konkrete Vorschl\u00e4ge erarbeiten, die in eine Abschlusserkl\u00e4rung der Konferenz einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>In jedem Fall sollte die Konferenz folgende Fragen diskutieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Kampf gegen alle Entlassungen! F\u00fcr die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich! F\u00fcr ein Programm gesellschaftlich n\u00fctzlicher Arbeiten zum Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs, zum Wohnungsbau, im Gesundheits- und Bildungswesen unter Kontrolle der Besch\u00e4ftigten und der Gewerkschaften!<\/li>\n<li>Abschaffung von Hartz IV! F\u00fcr ein Existenz sicherndes Mindesteinkommen von 1100,- Euro plus Warmmiete und Mindestrenten in dieser H\u00f6he! F\u00fcr einen Mindestlohn von 12,- Euro netto\/Stunde!<\/li>\n<li>F\u00fcr die enge Verbindung mit der Umweltbewegung! Bezahlung des \u00f6kologischen Umbaus durch die Besteuerung der Reichen und die Enteignung der gesamten Energiewirtschaft unter Kontrolle der ArbeiterInnenklasse!<\/li>\n<li>Organisierung der Unorganisierten! Dies erfordert, einen zentralen Fokus auf die Gewinnung von prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten zu richten, verbunden mit Kampagnen zur Arbeitszeitverk\u00fcrzung und zum gesetzlichen Mindestlohn!<\/li>\n<li>Faschismus und Rassismus bek\u00e4mpfen! Offene Grenzen, keine Abschiebungen! Volle Staatsb\u00fcrgerInnenrechte f\u00fcr alle Gefl\u00fcchteten und MigrantInnen, Aufnahme der Gefl\u00fcchteten in die Gewerkschaften!<\/li>\n<li>Verbindung der Tarifk\u00e4mpfe mit den K\u00e4mpfen gegen Entlassungen! Abschaffung aller Einschr\u00e4nkungen des Streikrechts, insbesondere politischer Streiks!<\/li>\n<li>Internationale Koordinierung der gewerkschaftlichen und sozialen K\u00e4mpfe \u2013 f\u00fcr eine europaweite Aktionskonferenz gegen die Krise zur Diskussion und Koordinierung des gemeinsamen Abwehrkampfes!<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Andere Methoden, um zu k\u00e4mpfen!<\/strong><\/p>\n<p>Solche Forderungen m\u00fcssen von aktiven und oppositionellen GewerkschafterInnen in Betriebsgruppen, Vertrauensleutek\u00f6rpern oder auf Delegiertenkonferenzen eingebracht werden, um die B\u00fcrokratie unter Druck zu setzen und k\u00e4mpferische Kr\u00e4fte zu gruppieren.<\/p>\n<p>Um die Allmacht der Apparate zu brechen, braucht es auch einen systematischen Kampf. Dieser muss mit der Demokratisierung der Gewerkschaften beginnen. Wir m\u00fcssen uns vor allem daf\u00fcr einsetzen, dass die Mitglieder, ja die Belegschaften allgemein \u00fcber Forderungen und Kampfmethoden entscheiden. Nur wenn sie ins Spiel kommen, k\u00f6nnen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse so ge\u00e4ndert werden, dass andere Entscheidungen m\u00f6glich werden. Eine Handvoll Leute mit Resolutionen erreichen das nicht.<\/p>\n<p>Verbunden muss das mit dem Kampf gegen die Einschr\u00e4nkung der politischen T\u00e4tigkeit in den Gewerkschaften selbst werden. Das gegenw\u00e4rtige System der \u201eEinheitsgewerkschaft\u201c DGB kommt einem politischen Maulkorb f\u00fcr jede oppositionelle, nicht-sozialdemokratische Str\u00f6mung gleich. Wir treten daher f\u00fcr das Recht auf Bildung politischer Fraktionen in den Gewerkschaften und Betrieben ein.<\/p>\n<p><strong>Basisbewegung<\/strong><\/p>\n<p>Das erfordert, dass programmatische Diskussionen, wie sie eine zuk\u00fcnftige Gewerkschaftslinke braucht, helfen m\u00fcssen, die bestehenden Differenzen demokratisch zu bearbeiten und zugleich neuen AktivistInnen einen Zugriff auf die Probleme zu erlauben. Also die besten Traditionen der gewerkschaftlichen Bildung wieder aufzugreifen bei gleichzeitiger Erarbeitung eines Aktionsprogramms f\u00fcr eine klassenk\u00e4mpferische Basisbewegung, eine organisierte anti-b\u00fcrokratische Opposition.<\/p>\n<p>Am Aufbau einer Opposition k\u00f6nnen auch Funktion\u00e4rInnen und selbst Hauptamtliche teilnehmen. Das Ziel kann und darf jedoch nicht darin bestehen, im Rahmen der bestehenden b\u00fcrokratischen Struktur einfach nur mehr Posten zu gewinnen oder Linke besser zu vernetzen \u2013 es geht darum, das existierende b\u00fcrokratische System zu zerbrechen und durch ein arbeiterInnendemokratisches zu ersetzen. Alle Funktionstr\u00e4gerInnen\u00a0 auf gewerkschaftlicher und betrieblicher Ebene m\u00fcssen ihrer Basis rechenschaftspflichtig, von ihr gew\u00e4hlt und abw\u00e4hlbar sein. Kein\/e Funktion\u00e4rIn darf mehr als ein durchschnittliches FacharbeiterInnengehalt verdienen.<\/p>\n<p>Heute haben Hauptamtliche noch weniger Spielraum als fr\u00fcher und vielen, die als Linke einen solchen Job haben, fehlt das politische R\u00fcstzeug, um dem Druck des Reformismus und der Sozialpartnerschaft standzuhalten. Das hei\u00dft nicht, dass die Krise der Gewerkschaften nicht Risse im Apparat produzieren kann, die eine unabh\u00e4ngig strukturierte Opposition auszunutzen vermag.<\/p>\n<p>Vor allem aber darf sich eine oppositionelle, klassenk\u00e4mpferische Bewegung in Betrieb und Gewerkschaften nicht von \u201elinken\u201c Teilen des Apparates abh\u00e4ngig machen oder zu deren Zutr\u00e4gerInnen verkommen.<\/p>\n<p><strong>Strukturen<\/strong><\/p>\n<p>Der Weg zum Aufbau einer Basisbewegung geht vor allem \u00fcber die Sammlung und Organisierung von BasisaktivistInnen, die trotz der Verweigerung durch die Apparate den Kampf suchen, die die Herausforderung durch die Angriffe der UnternehmerInnen annehmen und den Widerstand suchen. Sie muss au\u00dferdem auch der Tatsache Rechnung tragen, dass sogar viele k\u00e4mpferische ArbeiterInnen heute den Gewerkschaften mit berechtigter Skepsis gegen\u00fcberstehen oder in weitgehend unorganisierten Sektoren arbeiten. Ein Schritt beim Aufbau eine klassenk\u00e4mpferischen Basisbewegung m\u00fcsste auch darin bestehen, diese f\u00fcr diese KollegInnen zu \u00f6ffnen und auch gemeinsame K\u00e4mpfe zu organisieren.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, eine zuk\u00fcnftige Opposition muss da eingreifen, wo Kolleginnen und Kollegen sie brauchen: beim Kampf gegen Entlassungen und Werksschlie\u00dfungen, beim Aufbau betrieblicher Gruppen und alternativer Betriebsratslisten, beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Prekarisierung.<\/p>\n<p>Dazu brauchen wir handlungsf\u00e4hige Strukturen, also \u00f6rtliche Gruppen. Viele der bestehenden nennen sich \u201eForen\u201c, aber es muss klar sein, dass die Aufgaben solcher Gruppen weit \u00fcber den Austausch von Infos und Meinungen hinausgehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine bundesweite Koordinierung muss nicht nur Material f\u00fcr die lokale Arbeit produzieren und Treffen, z. B. auch von Arbeitsgruppen, organisieren, sondern auch beim Aufbau lokaler Gruppen helfen. Eine provisorische Koordinierung sollte in Frankfurt gew\u00e4hlt werden, aber sie sollte flexibel genug sein, VertreterInnen neuer Lokalgruppen und weiterer Organisationen zu kooptieren.<\/p>\n<p>Handlungsf\u00e4higkeit setzt auch demokratische Willensbildung und Legitimation voraus. Wir m\u00fcssen damit verantwortungsvoll umgehen. Einerseits m\u00fcssen Konflikte demokratisch, also durch Abstimmung entscheiden werden genauso wie eine zuk\u00fcnftige Koordinierung gew\u00e4hlt werden sollte. Zugleich macht es keinen Sinn, durch Majorisierung an einzelnen Terminen Kurswechsel durchzustimmen, die nicht tragf\u00e4hig sind. Deshalb schlagen wir vor, dass alle so weit wie m\u00f6glich ihre politische Orientierung offenlegen und zweitens sichergestellt wird, dass f\u00fcr die anstehende Aufbauphase jede Organisation darauf verzichtet, eine absolute Mehrheit in Leitungsgremien zu besetzen.<\/p>\n<p><strong>Vorbereiten<\/strong><\/p>\n<p>Wir brauchen uns keine Illusionen zu machen: Die reformistischen B\u00fcrokratInnen werden die Strategiekonferenz als Kampfansage begreifen und bek\u00e4mpfen. Da hilft es nicht, wenn wir uns in Unverbindlichkeit oder Harmlosigkeit h\u00fcllen. Wir m\u00fcssen unser Recht auf Debatte \u00fcber die Zukunft der ArbeiterInnenbewegung erk\u00e4mpfen und zwar gerade gegen diejenigen, die sie in den Sand gefahren haben.<\/p>\n<p>Das Ziel dieser Konferenz ist eine neue Strategie, eine andere Strategie und wir wollen sie nicht nur entwickeln, sondern durch- und umsetzen und das hei\u00dft auch mit Leuten, die das wollen und k\u00f6nnen, und in Strukturen, die von den Mitgliedern kontrolliert werden und nicht vom Apparat.<\/p>\n<p><strong>Ergreifen wir unsere Chance!<\/strong><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/arbeiterinnenmacht.de\/2019\/12\/18\/strategiekonferenz-klassenkaempferischer-gewerkschafterinnen-aufgaben-und-ziele\/\"><em>Neue Internationale 243&#8230;<\/em><\/a><em> vom 19. Dezember 2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frederik Haber. 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