{"id":700,"date":"2015-09-06T16:13:19","date_gmt":"2015-09-06T14:13:19","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=700"},"modified":"2015-09-06T16:13:19","modified_gmt":"2015-09-06T14:13:19","slug":"erklaerung-von-okde-spartakos-zu-den-griechischen-wahlen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=700","title":{"rendered":"Erkl\u00e4rung von OKDE \u2013 Spartakos zu den griechischen Wahlen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Gruppe OKDE-Spartakos ist eine der kleineren politischen Organisationen im <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=593\">antikapitalistischen Linksb\u00fcndnis ANTARSYA<\/a>. Sie sieht sich oft dem Vorwurf des linken Sektierertums ausgesetzt. Die sich seit 2010 versch\u00e4rfende politische Krise in Griechenland hat sich seit Mitte Juli 2015, nach der <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=685\">Unterzeichnung des dritten Memorandums <\/a>\u00a0durch die SYRIZA-Regierung nur noch beschleunigt. Sie hat <a href=\"http:\/\/www.npa2009.org\/actualite\/grece-antarsya-divisee-sur-la-demarche-vis-vis-dunite-populaire\">in ANTARSYA ebenfalls ihre Spuren<\/a> hinterlassen, insbesondere wurden in diesem Prozess die politischen Positionen weiter gekl\u00e4rt. <\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>ANTARSYA erfuhr bis Anfang September 2015 die Abspaltung einer Minderheit, die sich dem neuen B\u00fcndnis Volkseinheit anschloss \u2013 seinerseits hervorgegangen aus einer Abspaltung der sogenannten Linken Plattform und weiterer Kr\u00e4fte von innerhalb und ausserhalb von SYRIZA. Diese Abspaltung umfasste mit ca 10\u00b4000 Mitgliedern ungef\u00e4hr einen Drittel der SYRIZA-Basis und vier Regierungsmitglieder. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Das englische Original dieser Erkl\u00e4rung von OKDE-Spartakos findet sich auf <a href=\"http:\/\/www.okde.org\/\">www.okde.org<\/a> unter dem Datum des 29. August 2015; die deutsche Version und die Zwischentitel stammen von uns [Redaktion <em>maulwuerfe.ch<\/em>]<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; <\/strong><\/p>\n<p><strong>1.Diese Krise von SYRIZA kommt nicht aus dem Nichts<\/strong><\/p>\n<p>Die SYRIZA-ANEL Regierung vereinbarte, plante und stimmte f\u00fcr das dritte Memorandum, indem sie sich frech \u00fcber die OXI-Bewegung und das eindeutige Resultat des Referendums [vom 5. Juli 2015] hinwegsetzte. SYRIZA \u00fcbernahm die Aufgabe, f\u00fcr die griechische und die europ\u00e4ische Bourgeoisie eine Reihe von Austerit\u00e4tsmassnahmen und Privatisierungen umzusetzen; diese herrschenden Klassen gew\u00e4hrten keinen Raum f\u00fcr so etwas wie einen \u00abehrenhaften Kompromis\u00bb. Und sie beschlossen, diese Massnahmen unter allen Bedingungen durchzusetzen, wie bei allen Regierungen mit \u00e4hnlichen Aufgaben: Mit Repression, Polizeigewalt und Gerichtsverfahren gegen\u00fcber von politischen Aktivistinnen und Aktivisten, die gegen das Memorandum k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Diese Situation entstand nicht aus dem Nichts. Dies ist vielmehr dass normale und vorhersehbare Ergebnis einer tiefverankerten Funktionsweise des b\u00fcrgerlichen Staates und der Politik der Klassenzusammenarbeit, die sich beide zusammen zugunsten der st\u00e4rkeren Seite in diesem Seilziehen, der Seite der Kapitalistenklasse, auswirkten. K\u00e4mpferische Elemente der Arbeiterklasse l\u00f6sten sich von ihren Illusionen \u00fcber die Politik von SYRIZA oder den angeblich subversiven Auswirkungen von deren Regierung. Das interne Funktionieren von SYRIZA selbst ger\u00e4t durch die t\u00e4glich stattfindenden Austritte von Basismitgliedern und F\u00fchrungsfiguren in eine tiefe Krise.<\/p>\n<p><strong>2.Die Krise von SYRIZA ist Teil der Krise des politischen Systems<\/strong><\/p>\n<p>Die Krise von SYRIZA ist Teil der Krise des politischen Systems, die ihrerseits in direktem Zusammenhang mit der andauernden internationalen Krise des kapitalistischen Systems steht, die sich in Griechenland besonders heftig hervorbrach. Die verb\u00fcndeten b\u00fcrgerlichen Parteien des vorhergehenden Memorandumblocks scheinen nicht in der Lage zu sein, die Krise von SYRIZA zu ihrem Vorteil zu wenden. Nea Demokratia schiebt ihren Versuch einer Neuausrichtung unter der F\u00fchrung von Meimarakis hinaus, der keine andere Aufgabe hat, als die sich bek\u00e4mpfenden Fraktionen bis auf weiteres zusammenzuhalten. Die nach-venizelosische PASOK hat jede Aussicht auf eine R\u00fcckkehr ihres alten Glanzes verloren, trotz der Bem\u00fchungen der F\u00fchrung um F. Gennimata, vormalige F\u00fchrungsmitglieder zu \u00fcberzeugen, wieder zur Partei zur\u00fcchzukehren. Potami bereitet sich als die j\u00fcngste und b\u00fcrgerlichste Partei auf eine Regierungsbeteiligung vor, hat jedoch kein Potential, eine Regierung anzuf\u00fchren. Niemand erinnert sich mehr an DIMAR, und ANEL wird aller Wahrscheinlichkeit nach das selbe Schicksal erleiden.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Lage hat die Bourgeoisie momentan keine andere Wahl, als eine klassenm\u00e4ssig umorientierte SYRIZA im Rahmen einer Regierung der Zusammenarbeit mit zuverl\u00e4ssigeren Parteien.<\/p>\n<p><strong>3.Es geht um eine politische Strategie f\u00fcr die OXI-Bewegung<\/strong><\/p>\n<p>Die OXI-Bewegung verwies, entegen den Absichten von SYRIZA, auf eine sehr deutliche Klassenspaltung in der Gesellschaft. Nach einer anf\u00e4nglich passiven Haltung aufgrund parlamentarischer Illusionen, die zeitweise als Ablenkung auf die Bewegung wirkten, trat die Bewegung der Arbeiterinnen, Arbeiter und Unterdr\u00fcckten wieder in den Vordergrund. Sie verursachte einen neuen Bruch im System und schuf wichtige Voraussetzungen f\u00fcr den kommenden Kampf gegen die Massnahmen des Memorandums. Angesichts dieses Potenzials wird die politische Strategie entscheidend.<\/p>\n<p>Die Logik des Widerstandes gegen die Memoranden und die Austerit\u00e4tspolitik, ohne dabei aber mit den Institutionen des b\u00fcrgerlichen Staates, der EU und dem Kapitalismus selbst zusammenzuprallen, hat ihre Grenzen aufgezeigt. Nicht die politische Scharlatanerie von Tsipras f\u00fchrte in das neue Memorandum, sondern die Politik des Kampfes gegen die Austerit\u00e4tspolitik ohne Kampf gegen das System. Die Krise des Kapitalismus bedeutet Austerit\u00e4tspolitik und Angriffe auf die Arbeiterklasse; dies wird unausweichlich die Politik jeder Regierung sein, die versucht das System zu verwalten, unabh\u00e4ngig von den anf\u00e4nglichen Absichtserkl\u00e4rungen gegen die Memoranden. Heute bedeutet dies, dass eine \u00abOXI\u00bb-Front oder gar eine Front des \u00abOXI-bis-zum-Ende\u00bb, so notwendig sie auch auf der Ebene der gemeinsamen Aktionen in Streiks und in den Alltagsk\u00e4mpfen sein m\u00f6gen, auf einer politischen Ebene v\u00f6llig ungen\u00fcgend sind.<\/p>\n<p><strong>4.ANTARSYA und die politische F\u00fchrung dieser Bewegung<\/strong><\/p>\n<p>Die antikapitalistische Linke muss sich der Notwendigkeit einer neuen Runde sozialer Bewegungen stellen, die an die K\u00e4mpfe der Arbeiterklasse und der Jugend der vergangenen Jahre ankn\u00fcpft. Die Aktionseinheit und die Koordination all derjenigen, die k\u00e4mpfen wollen, ist dabei die erste Priorit\u00e4t. Wir ben\u00f6tigen lokale Komitees, Selbstorganisation und eine zentrale Koordination, die gegen\u00fcber der Basis verantwortlich ist. In diesen Strukturen sind alle Str\u00f6mungen willkommen, die an den K\u00e4mpfen wirklich teilnehmen m\u00f6chten: KKE (ungeachtet derer hartn\u00e4ckigen Weigerung), Volkseinheit, die Organisationen der ausserparlamentarischen Linken, die Anarchosyndikalisten und die anarchistischen Kollektive.<\/p>\n<p>ANTARSYA, die in der OXI-Bewegung eine zentralen Rolle gespielt hat, kann und muss diese Bewegung aufgrund der damit verbundenen wichtigen Erfahrungen anf\u00fchren. Gleichzeitig kann und muss sie ihre politische und organisatorische Unabh\u00e4ngigkeit bewahren, wie auch ihren antikapitalistischen Charakter und ihr Programm. Wir schlagen in der Bewegung gemeinsam zu, aber wir schreiten politisch getrennt voran \u2013 es ist nicht sektiererisch, wenn man in einer breiten Bewegung sein Recht einfordert, einen unverwechselbaren Pol darzustellen.<\/p>\n<p><strong>5.Breite Klassensolidarit\u00e4t gegen den staatlichen Rassismus<\/strong><\/p>\n<p>Die Solidarit\u00e4t mit den Einwanderern und den Fl\u00fcchtlingen muss ein wichtiges und zentrales Ziel f\u00fcr die Bewegung sein. Dies sind Klassenschwestern und \u2013br\u00fcder, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um dem Krieg und der wirtschaftlichen Strangulation zu entgehen. Die Forderung nach Asyl f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, Legalisierung und vollen Rechten f\u00fcr alle Immigrantinnen und Immigranten, offenen Grenzen und anst\u00e4ndiger Unterkunft und Verpflegung sind elementare Aufgaben der Klassensolidarit\u00e4t. Die Bewegung muss mit den ausl\u00e4ndischen Lohnabh\u00e4ngigen einen Wall gegen den Rassismus des Staates, der EU und der Faschisten errichten. Der Goldenen Morgenr\u00f6te sollte kein Raum gegeben werden, um ihr politisches Comeback auf das Verspeien ihres rassistischen Giftes aufzubauen.<\/p>\n<p><strong>6.Die neu gegr\u00fcndete Volkseinheit von P.Lafazanis als Sackgasse<\/strong><\/p>\n<p>Die neue Runde der Bewegungen l\u00e4uft Gefahr, in eine Pattsituation zu geraten: In die Sackgasse einer patriotischen Orientierung der Klassenzusammenarbeit, f\u00fcr \u00abdas Wohl des Vaterlandes\u00bb, als ob das Land nicht aus sich bek\u00e4mpfenden Klassen best\u00fcnde. Die Sackgasse einer neuen parlamentarischen Strategie, die, um es klar auszusprechen, f\u00fcr einige Leute die Chance bedeutet, ins Parlament zu kommen oder in diesem zu verbleiben. Diese Sackgassen werden allem Anschein nach durch die neue Front der Volkseinheit unter P.Lafazanis verk\u00f6rpert.<\/p>\n<p>Zweifelsohne stellt die linke Abspaltung der Volksfornt von SYRIZA und ihre Absicht, sich gegen das Memorandum zu stellen, eine positive Entwicklung dar. So wie es scheint, wird die neue Front \u00fcber eine betr\u00e4chtliche Basis verf\u00fcgen und mit den Gewerkschaften in Verbindung stehen (und gleichzeitig mit deren B\u00fcrokratien). Der politische Charakter der Volkseinheit wird jedoch nicht aufgrund von deren guten Absichten beurteilt werden, genauso wie der politische Charakter von SYRIZA nicht durch solche Absichten definiert wurde.<\/p>\n<p>Die gegen das Memorandum gerichtete, patriotische, demokratische, progressive Front von P. Lafazanis liegt programmatisch zu weit hinter den wirklichen Bed\u00fcrfnissen der Arbeiterklasse, der Arbeitslosen und der Unterdr\u00fcckten zur\u00fcck. Sie sind gegen das Memorandum und gegen den Euro gerichtet, sie weisen jedoch keine einzige der Orientierungen zur\u00fcck, die zur totalen Unterwerfung von SYRIZA unter die Memoranden und den Euro f\u00fchrten: Die Integration ins Regierungssystem, die Verwaltung und die Reform des Staates, die Logik der nationalen Einheit, das Wahlprogramm von SYRIZA selbst. Sie scheint \u00fcbrigens gar nicht so demokratisch zu sein, da sie offensichtlich die F\u00fchrungsstruktur und den lockeren Aufbau von SYRIZA \u00fcbernimmt. Infolgedessen ist die objektive Funktion der Volkseinheit \u2013 ungeachtet aller erkl\u00e4rten Absichten &#8211; die Eind\u00e4mmung der Radikalisierung der Leute, die SYRIZA verlassen haben.<\/p>\n<p><strong>7.Notwendigkeit der politischen Sammlung der radikalisierten Segmente<\/strong><\/p>\n<p>Diese m\u00f6gliche Radikalisierung nach dem Zusammenbruch der Illusionen \u00fcber SYRIZA erm\u00f6glicht dem Klassenbewusstsein Spr\u00fcnge nach vorne, die im Zusammenhang mit den Erfahrungen der Bewegung in der unmittelbaren Zukunft. ANTARSYA ist es, trotz der politischen Orientierung und aller internen Probleme um das Funktionieren in der vergangenen Periode gelungen, einige wichtige Militante an sich zu ziehen, Anerkennung, Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger in der Bewegung zu gewinnen und sich zum Zentrum und zu dem Referenzpunkt der antikapitalistischen Linken in der Bewegung zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die antikapitalistische Linke hat heute die Aufgabe, es nicht zuzulassen, dass die radikalisierten Elemente der Arbeiterklasse inmitten ihres Weges festgenagelt werden, was durch den Reformismus der Volkseinheit durchaus geschehen k\u00f6nnte. Gleichzeitig muss sie diese neuen Segmente von Aktivistinnen und Aktivisten im Widerstand gegen Verhandlungen mit den abgenutzten F\u00fchrungen des Reformismus inspirieren und sammeln.<\/p>\n<p><strong>8.Die gesamte Linke vor den Gefahren der Volksfront<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig wirkt auch innerhalb von ANTARSYA der Druck der politischen Logik, wie sie durch die Volkseinheit repr\u00e4sentiert wird. Dies ist kein Zufall. Dies ist in der Tat das logische Ergebnis der gleichen Strategie, die bereits das B\u00fcndnis mit MARS und dem Plan B von Al. Alavanos erzwungen hat (es ist ebenso bemerkenswert, dass dies die ersten Kr\u00e4fte waren, die sich der Volkseinheit angeschlossen und so all jene in ANTARSYA entt\u00e4uscht haben, die sich bis dahin vorstellten, dadurch diese Entwicklung abzuwenden). Dies ist die Strategie der Volksfront, die OKDE-Spartakos seit langem beschrieben und bek\u00e4mpft hat.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis mit MARS bedeutete nichts weniger als einen Schritt in Richtung Lafazanis und all jene, die dies in der vorhergehenden Periode nicht deutlich sahen, sollten nun hinsehen. Die Auffassung des \u00abgemeinsamen Weges\u00bb wurde mit der Idee begr\u00fcndet, dass es mit den antikapitalistischen Fronten nun vorbei sei und wir nun eine breitere linke Front ben\u00f6tigen \u2013 heute k\u00f6nnte dies die politische Front des OXI sein. Diese Orientierung ist nicht l\u00e4nger kompatibel mit dem Projekt eines politisch unabh\u00e4ngigen antikapitalistischen Pols.<\/p>\n<p><strong>9.Keine politische Zusammenarbeit mit der Volkseinheit<\/strong><\/p>\n<p>Damit sollte klar sein, dass eine politische und elektorale Zusammenarbeit mit der Volkseinheit nicht m\u00f6glich ist. Wie dem auch sei, es bestehen keine \u00dcbereinstimmungen bez\u00fcglich des Programms; dies wurde anl\u00e4sslich der Diskussionen zwischen ANTARSYA und der Volkseinheit deutlich. Dies hat nicht lediglich mit ihrer Ablehnung der Forderung nach einem Austritt aus der EU zu tun, wie dies einige Genossinnen und Genossen kritisieren, obwohl der Kampf gegen die EU heute sehr wichtig ist. Das Hauptproblem besteht in der zentralen Orientierung der Volkseinheit, die offensichtlich einfach eine R\u00fcckkehr zu der urspr\u00fcnglichen SYRIZA und zu deren elektoraler Regierungstaktik darstellt, erg\u00e4nzt durch eine nationale W\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Die Perspektive der Volkseinheit besteht in einem Stadium eines autarken nationalen \u00f6konomischen Wiederaufbaus, innerhalb des Kapitalismus, was sicher durch alle bekannten Mitglieder best\u00e4tigt wird. Das Argument, dass heute ein gegen die Memoranden, gegen die EU gerichtetes Programm durch keinen Teil der Klasse der Bourgeoisie akzeptiert werden kann und deshalb die Volkseinheit sich objektiv in eine antikapitalistische Orientierung bewegen muss, hat nicht mehr G\u00fcltigkeit als das Argument der Str\u00f6mungen, die im Januar mit der Idee SYRIZA unterst\u00fctzten, dass die Intoleranz der Gl\u00e4ubiger die Regierung zu einem Bruch zwingen w\u00fcrde \u2013 alle sehen mittlerweile was geschah.<\/p>\n<p>Abgesehen von der vorhersehbaren programmatischen Inkompatibilit\u00e4t w\u00fcrde aufgrund der politischen Natur der Volkseinheit selbst ein politisches B\u00fcndnis mit ihr sch\u00e4dlich sein, da dadurch die antisystemische Natur von ANTARSYA und deren Image untergraben w\u00fcrden. Die F\u00fchrer der Volkseinheit haben eine lange Geschichte des Dienstes im Rahmen des Reformismus und in den Gewerkschaftsb\u00fcrokratien, vor allem waren sie bis vor kurzem stark an der staatlichen B\u00fcrokratie beteiligt. Die sechsmonatige Dienstzeit von vier Ministern, verwickelt in die F\u00e4lle von EL.PE. (die griechische \u00d6lgesellschaft), der Skouries Goldmine, die Investition der Cosco in den Hafen von Pir\u00e4us, das Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit Israel, wie auch die Zustimmung zur Regierungszusammenarbeit mit der weit rechts stehenden An.El. wie auch die Zustimmung zur Wahl des Verantwortlichen der Unterdr\u00fcckung der Bewegung vom Dezember 2008, P. Pavlopoulos, in die Position des griechischen Pr\u00e4sidenten sind Beweis genug. Aus diesen Gr\u00fcnden waren wir, OKDE-Spartakos, von Anfang an, selbst unter programmatischen Vorbedingungen, gegen den Vorschlag einer politischen und organisatorischen Zusammenarbeit mit der Volkseinheit; stattdessen haben wir einen Aufruf zu gemeinsamen Aktionen in den Strassen gegen die neuen Massnahmen vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall macht die Zusammenarbeit mit der Volkseinheit auch unter taktischen Gesichtspunkten keinen Sinn. Im Gegensatz zu SYRIZA im Januar tritt die Volkseinheit nicht zur Wahl in die Regierung an; somit kann niemand auf sie setzen, um das allgemeine Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis der Klassen zu ver\u00e4ndern (selbst wenn wir diese Einsch\u00e4tzung nicht teilen). \u00dcbrigens hat die antikapitalistische Linke keine M\u00f6glichkeit, politisches Gewicht zu gewinnen, wenn sie in der Front um die Hegemonie k\u00e4mpft, da dabei alles, so die f\u00fchrende Person, der Name, die F\u00fchrung usw. zur Diskussion steht.<\/p>\n<p><strong>10.Aufbau einer politischen antikapitalistischen Linken<\/strong><\/p>\n<p>In den kommenden Wahlen ist f\u00fcr uns das Auftreten der antikapitalistischen Linken als einer k\u00e4mpferischen Kraft, als unabh\u00e4ngig von jeder Art von Reformismus und als einem n\u00fctzlichen Instrument f\u00fcr die kommenden K\u00e4mpfe das Hauptziel. Der Kreis der elektoralen Erwartungen und parlamentarischen Illusionen muss geschlossen werden. F\u00fcr eine unabh\u00e4ngige ANTARSYA (hoffentlich erweitert um revolution\u00e4re Organisationen, die sich gegenw\u00e4rtig nicht daran beteiligen), mit der Losung einer R\u00fcckkehr auf die Strassen und der Notwendigkeit der Arbeiterklasse und der Unterdr\u00fcckten, auf den eigenen F\u00fcssen zu stehen f\u00fcr den entwickelten Kampf gegen das System. Es versteht sich von selbst, dass wenn sich ANTARSYA sich f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Wahlkampf entscheidet, Mitglieder und Organisationen, die sich am Wahlkampf der Volkseinheit beteiligen, nicht l\u00e4nger gleichzeitig ANTARSYA angeh\u00f6ren k\u00f6nnen. ANTARSYA hat keinen Platz f\u00fcr diejenigen, die doppelte politische Spiele spielen, da es ein Ort f\u00fcr Militante ist, die verstehen, dass der Kampf f\u00fcr unsere Rechte heute Krieg gegen den Kapitalismus selbst bedeutet.<\/p>\n<p>Ohne jede Illusion \u00fcber elektorale Vorw\u00e4rtsspr\u00fcnge kann eine Wahlkampagne auf der Basis eines wirklich antikapitalistischen \u00dcbergangsprogrammes mit der Orientierung auf Arbeitermacht ANTARSYA nach links f\u00fchren und helfen, die z\u00f6gerliche Haltung der vorhergehenden Periode zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gruppe OKDE-Spartakos ist eine der kleineren politischen Organisationen im antikapitalistischen Linksb\u00fcndnis ANTARSYA. Sie sieht sich oft dem Vorwurf des linken Sektierertums ausgesetzt. 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