{"id":7130,"date":"2020-02-26T16:17:47","date_gmt":"2020-02-26T14:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7130"},"modified":"2020-02-26T16:26:24","modified_gmt":"2020-02-26T14:26:24","slug":"spuren-der-entsolidarisierung-in-der-reichen-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7130","title":{"rendered":"Spuren der Entsolidarisierung in der reichen Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><em>Daniel Lampart.<\/em> Im Jahr 1972 geschah etwas aus heutiger Sicht v\u00f6llig \u00dcberraschendes: National- und St\u00e4nderat beschlossen einstimmig, die AHV-Renten zu verdoppeln. Gemessen am Durchschnittslohn waren die Renten 1975 sogar h\u00f6her als heute.<!--more--> \u201eDie Weiterf\u00fchrung der gewohnten Lebensweise im Rentenalter\u201c sei auch eine Frage der Solidarit\u00e4t, wie in der Ratsdebatte argumentiert wurde.<\/p>\n<p>\u00dcberraschend ist dieser Entscheid aus heutiger Sicht, weil die Wirtschafts- und Sozialpolitik seit der zweiten H\u00e4lfte der 1980er-Jahre von den Arbeitgeberkreisen wirtschaftsliberal ausgerichtet wurde. Sozialleistungen, Arbeitnehmerrechte usw. mussten \u201ewirtschaftsvertr\u00e4glich\u201c sein. Die Solidarit\u00e4t musste hinter die Maxime der Wettbewerbsf\u00e4higkeit zur\u00fccktreten, was in den Sozialwerken, in den Betrieben und in der Abgabenpolitik schmerzhafte Spuren hinterliess. Es \u00fcberrascht nicht, dass sich heute viele Menschen abgeh\u00e4ngt oder im Stich gelassen f\u00fchlen.<\/p>\n<p><em>Daniel Lampart.<\/em> Im Jahr 1972 geschah etwas aus heutiger Sicht v\u00f6llig \u00dcberraschendes: National- und St\u00e4nderat beschlossen einstimmig, die AHV-Renten zu verdoppeln. Gemessen am Durchschnittslohn waren die Renten 1975 sogar h\u00f6her als heute. \u201eDie Weiterf\u00fchrung der gewohnten Lebensweise im Rentenalter\u201c sei auch eine Frage der Solidarit\u00e4t, wie in der Ratsdebatte argumentiert wurde.<\/p>\n<p>\u00dcberraschend ist dieser Entscheid aus heutiger Sicht, weil die Wirtschafts- und Sozialpolitik seit der zweiten H\u00e4lfte der 1980er-Jahre von den Arbeitgeberkreisen wirtschaftsliberal ausgerichtet wurde. Sozialleistungen, Arbeitnehmerrechte usw. mussten \u201ewirtschaftsvertr\u00e4glich\u201c sein. Die Solidarit\u00e4t musste hinter die Maxime der Wettbewerbsf\u00e4higkeit zur\u00fccktreten, was in den Sozialwerken, in den Betrieben und in der Abgabenpolitik schmerzhafte Spuren hinterliess. Es \u00fcberrascht nicht, dass sich heute viele Menschen abgeh\u00e4ngt oder im Stich gelassen f\u00fchlen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"713\" height=\"475\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Unbenannt-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7131\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Unbenannt-3.png 713w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Unbenannt-3-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/figure>\n<p>Die Wirtschafts- und Sozialpolitik muss der Bev\u00f6lkerung n\u00fctzen. Ohne Solidarit\u00e4t geht das nicht. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, inwiefern sich die Schweiz wirtschafts- und sozialpolitisch in den letzten 30 Jahren entsolidarisiert hat und wo die Arbeitgeberkreise gescheitert sind. Und er macht Vorschl\u00e4ge, wie die Fehlentwicklungen korrigiert werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Ganzen Aufsatz lesen: <a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/CH-SGB-Entsolidarisierung.pdf\">CH-SGB-Entsolidarisierung<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sgb.ch\/fileadmin\/redaktion\/docs\/mk-cp\/200109\/137d__DL_Entsolidarisierung.pdf\">https:\/\/www.sgb.ch\/fileadmin\/redaktion\/docs\/mk-cp\/200109\/137d__DL_Entsolidarisierung.pdf<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Lampart. Im Jahr 1972 geschah etwas aus heutiger Sicht v\u00f6llig \u00dcberraschendes: National- und St\u00e4nderat beschlossen einstimmig, die AHV-Renten zu verdoppeln. 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