{"id":7622,"date":"2020-04-20T15:02:21","date_gmt":"2020-04-20T13:02:21","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7622"},"modified":"2020-04-20T15:02:51","modified_gmt":"2020-04-20T13:02:51","slug":"corona-krise-lehrkraefte-und-lernende-besser-unterstuetzen-und-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7622","title":{"rendered":"Corona-Krise: Lehrkr\u00e4fte und Lernende besser unterst\u00fctzen und sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201c\u2026 Lehrerinnen und Lehrer versuchen zur Zeit unter schwierigen Bedingungen, den Kindern und Jugendlichen Lernm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Zeit der Schulschlie\u00dfungen zu bieten. Alle verf\u00fcgbaren Mittel von Wochenpl\u00e4nen \u00fcber digitale Plattformen<!--more--> und E-Mails werden genutzt. Dass es auch Grenzen gibt, erkl\u00e4rt GEW-Schulexpertin Ilka Hoffmann: \u201eEin Gro\u00dfteil der Lehrkr\u00e4fte hat keine eigene Dienstmailadresse oder dienstliche Endger\u00e4te.\u201c Zudem h\u00e4tten nicht alle Schulen Zugriff auf Cloudsysteme und wenn doch, stie\u00dfen diese an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. \u201eDie Schulen sind denkbar schlecht auf Fernunterricht vorbereitet\u201c, sagte Hoffmann. Auch der Gesundheitsschutz der Lehrkr\u00e4fte, von denen auch viele zur Risikogruppe der \u00c4lteren geh\u00f6ren, mahnte die GEW-Schulexpertin an: \u201eIn einer Zeit, in der \u00fcber Ausgangssperren zur Eind\u00e4mmung der Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 nachgedacht wird, ist eine generelle Pr\u00e4senzpflicht von Lehrkr\u00e4ften an Schulen unsinnig und fahrl\u00e4ssig. Deshalb lehnt die GEW diese ab!\u201c Es m\u00fcsse alles getan werden, Lehrkr\u00e4ften Unterst\u00fctzung bei der Verbreitung und Vorbereitung von Lernmaterialien von Zuhause aus zu bieten\u2026\u201c<\/em>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/lehrkraefte-und-lernende-besser-unterstuetzen-und-schuetzen\/\">Meldung vom 20.03.2020 bei der GEW<\/a>&nbsp;<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/infrarot-china.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7623\" width=\"536\" height=\"374\"\/><\/figure>\n<p>&nbsp;und dazu:<\/p>\n<p><strong>[NRW] Vorsto\u00df emp\u00f6rt auch Lehrer \u2013 Sch\u00fcler drohen Laschet mit Boykott \/ [Petition] Gesundheitsschutz statt Hauruckverfahren \/ Schul\u00f6ffnungen in Zeiten von Corona \u2013 der Versuch einer emanzipatorischen Analyse&nbsp;<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>[NRW] Vorsto\u00df emp\u00f6rt auch Lehrer \u2013 Sch\u00fcler drohen Laschet mit Boykott<br \/><\/strong>\u201c<em>Obwohl NRW-Landeschef Laschet gegen Alleing\u00e4nge in der Corona-Krise ist, will sein Bundesland vor allen anderen wieder Unterricht in Schulen stattfinden lassen. Sch\u00fcler machen im Netz dagegen mobil, und Lehrer halten die zeitnahe \u00d6ffnung aus einem anderen Grund f\u00fcr zu ambitioniert. \u201cKeine Alleing\u00e4nge, sondern nur gemeinsame Entscheidungen.\u201d So hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet die Ergebnisse der Telefonkonferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den L\u00e4nder-Chefs auf seinem Instagram-Account zusammengefasst. Und doch will sein Bundesland die Schulen fr\u00fcher, als in der Bund-L\u00e4nder-Vereinbarung beschlossen, \u00f6ffnen. Im Netz formiert sich nun Widerstand gegen die am n\u00e4chsten Donnerstag startende Wiederaufnahme des Schulbetriebs. \u00dcber 180.000 Aufrufe hat Laschets Instagram-Video bereits, die Kommentarspalte ist voll mit Beitr\u00e4gen emp\u00f6rter Sch\u00fcler. Auf Twitter wird unter dem Hashtag #SchulboykottNRW dazu aufgerufen, am 23. April zu Hause zu bleiben. Die Kommentare weisen h\u00e4ufig darauf hin, dass NRW besonders vom Coronavirus betroffen ist \u2013 und dennoch vor allen anderen Bundesl\u00e4ndern die Schulen \u00f6ffnen will.<\/em>..\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Schueler-drohen-Laschet-mit-Boykott-article21721971.html\">Meldung vom 17. April 2020 bei N-TV<\/a>und dazu die GEW:\n<ul>\n<li><strong>[Petition] Gesundheitsschutz statt Hauruckverfahren \u2013 Schul\u00f6ffnungen brauchen Vorbereitungszeit!<br \/><\/strong>\u201c<em>Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrter Herr Ministerpr\u00e4sident Laschet, sehr geehrte Landesregierung NRW, wir richten uns mit diesem offenen Brief an Sie, um Ihnen mitzuteilen, dass wir entsetzt dar\u00fcber sind, dass die Landesregierung mit der Entscheidung zur Schul\u00f6ffnung kommende Woche die Gesundheit der Lehrkr\u00e4fte, der Sch\u00fcler*innen sowie deren Familien fahrl\u00e4ssig gef\u00e4hrdet. Dieser Schnellschuss ist verantwortungslos, weil die Durchf\u00fchrung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes gen\u00fcgen, nicht m\u00f6glich ist. Ohne R\u00fccksicht auf die zahlreichen mahnenden Worte aus Schul-, Sch\u00fcler*innen- und Elternorganisationen sowie Gewerkschaften sollen nun im Hauruckverfahren \u00d6ffnungen stattfinden, welche jedoch wesentlich mehr Vorbereitungszeit ben\u00f6tigen, denn: Der Gesundheitsschutz der Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4fte muss oberste Priorit\u00e4t haben! (\u2026) Statt verantwortungsbewusst vorzugehen, w\u00e4lzt die Landesregierung die Verantwortung f\u00fcr einen sicheren Unterricht auf die Schulen, Lehrkr\u00e4fte und Kommunen ab. Sie schlie\u00dft den Gro\u00dfteil der Sch\u00fcler*innen vorerst aus dem Unterricht aus und mutet einem kleineren Teil sowie den Lehrkr\u00e4ften Unterrichtsbedingungen zu, unter denen ein Schutz ihrer Gesundheit nicht gew\u00e4hrleistet ist. Wir sagen an dieser Stelle ganz entschieden: Stoppen Sie die verfr\u00fchten Schul\u00f6ffnungen! Alle Sch\u00fcler*innen haben ein Recht auf Bildung! Alle Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4fte haben ein Recht auf unversehrte Gesundheit!<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/ministerpr%C3%A4sident-armin-laschet-gesundheitsschutz-statt-hauruckverfahren-schul%C3%B6ffnungen-brauchen-vorbereitungszeit\">Petition der GEW K\u00f6ln an Ministerin f\u00fcr Schule &amp; Bildung Yvonne Gebauer u.a. bei change.org<\/a><\/li>\n<li><strong>[GEW NRW] Schulen k\u00f6nnen sicher nicht am 20. April 2020 wieder \u00f6ffnen \u2013 Keine Pr\u00fcfungen im laufenden Schuljahr 2019\/2020<br \/><\/strong>\u201c<em>Die Pandemie und die noch ungewisse R\u00fcckkehr in unser normales Leben sorgen daf\u00fcr, dass sich eine starke Verunsicherung in den Schulen bei Eltern, Sch\u00fcler*innen und Lehrer*innen verbreitet. Wann geht es wieder los und welche Bedingungen m\u00fcssen gegeben sein, damit Gesundheits- und Infektionsschutz gew\u00e4hrleistet sind? Gewerkschaften, Schul- und Elternverb\u00e4nde fordern die Offenlegung der Pl\u00e4ne der Landesregierung, die die Schrittfolge der geplanten \u00d6ffnung und verbindlich vorgegebene Ma\u00dfnahmen zum Gesundheitsschutz enthalten m\u00fcssen. Klar ist aus Sicht der Unterzeichnenden, dass die Schulen nicht am 20. April 2020 wieder \u00f6ffnen k\u00f6nnen<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew-nrw.de\/pressemitteilungen\/detail-pressemitteilungen\/news\/schulen-koennen-sicher-nicht-am-20-april-2020-wieder-oeffnen.html\">Pressemitteilung der GEW NRW vom 14.04.2020<\/a>und ebd. die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew-nrw.de\/fileadmin\/user_upload\/Themen_Wissen_PDFs\/Corona_PDFs\/Covid_Erklaerung.pdf\">Gemeinsame Erkl\u00e4rung<\/a>: Lernen aus Corona \u2013 Keine vorschnelle Wiederer\u00f6ffnung der Schulen: Hygienische Standards herstellen \u2013 Chancengungleichheit nicht verst\u00e4rken \u2013 Zentrale Pr\u00fcfungen aussetzen<\/li>\n<li><strong>GEW, VBE und BER bieten Expertise an und benennen Herausforderungen f\u00fcr Schul\u00f6ffnung<br \/><\/strong>\u201c<em>Nachdem die Kultusministerkonferenz (KMK) damit beauftragt worden ist, bis zum 29. April Szenarien zu erarbeiten, wie ab dem 4. Mai schrittweise Schul\u00f6ffnungen umgesetzt werden k\u00f6nnen, haben die beiden gr\u00f6\u00dften Lehrergewerkschaften Deutschlands, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE), gemeinsam mit dem Bundeselternrat (BER) die Pr\u00e4sidentin der KMK, Dr. Stefanie Hubig, angeschrieben. Sie bieten ihre Unterst\u00fctzung bei der Analyse, Erarbeitung und Umsetzung dieser Szenarien an. In dem Brief hei\u00dft es: \u201e[\u2026] aus unserer Sicht ist es essenziell, neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den politischen Vorgaben die Erfahrungswerte der Lehrkr\u00e4fte und Eltern bei der Erarbeitung solcher Szenarien einzubeziehen. Wir haben diese Expertise. [\u2026]. Mit dem Wissen um die besondere Lage und der Erfahrung aus der Praxis und als Interessenvertretungen der am Bildungssystem Beteiligten m\u00f6chten wir Sie gerne dabei unterst\u00fctzen, tragf\u00e4hige, realit\u00e4tsnahe und nachhaltige Antworten auf die aktuellen Fragen zu finden.\u201c Die drei Organisationen benannten zudem Herausforderungen, die jetzt zu bew\u00e4ltigen seien. Dazu geh\u00f6rten der Gesundheitsschutz, verbindliche Ansprechpersonen f\u00fcr Schulleitungen, die Gestaltung von R\u00e4umen bei gleichzeitiger Bewahrung individueller Lernsettings, die Belastung f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte durch den Unterricht in geteilten Lerngruppen sowie durch Pr\u00e4senzunterricht und die parallele Betreuung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu Hause sowie die Frage der Definition der Risikogruppen und der daraus folgenden Konsequenzen. GEW, VBE und BER wiesen darauf hin, dass w\u00e4hrend der schrittweisen \u00d6ffnung gerade Kinder in Notlagen sowie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die aus sozio-\u00f6konomisch benachteiligten Elternh\u00e4user kommen, besonders im Fokus stehen m\u00fcssten und zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigten<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/gew-vbe-und-ber-bieten-expertise-an-und-benennen-herausforderungen-fuer-schuloeffnung\/\">Gemeinsamer Brief an KMK am 17.04.2020 bei der GEW<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildung in Zeiten von Corona: Wer genau braucht diese Abschluss-Pr\u00fcfungen?<br \/><\/strong>\u201c<em>1,1 Millionen Sch\u00fcler m\u00fcssen trotz Corona zu Abschlusspr\u00fcfungen antreten. Wer die Argumente selbst pr\u00fcft, die daf\u00fcr gebracht werden, merkt: Das ist Irrsinn. Wir nehmen Einschr\u00e4nkungen in fast allen Bereichen hin: die unserer Freiheitsrechte, die unserer Wirtschaft und die des Versammlungsrechts. Menschen verlieren ihre Jobs, andere werden in Kurzarbeit geschickt. Wir verzichten seit Wochen darauf, unsere Freund:innen zu treffen, sogar unsere Familie (lieben Gru\u00df nach Schleswig-Holstein!). It\u2019s a mad world. Nur die Abschlusspr\u00fcfungen, die lassen wir uns nicht nehmen. Es m\u00fcssen diese Abschlusspr\u00fcfungen sein, die unsere Gesellschaft im Kern zusammenhalten. Anders kann ich nicht erkl\u00e4ren, warum die Ministerpr\u00e4sident:innen und Kultusminister:innen bei jeder Gelegenheit betonen, dass die Pr\u00fcfungen bei der \u00d6ffnung der Schulen h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben. Dass ein ganzer Jahrgang, immerhin 1,1 Millionen Sch\u00fcler:innen, auf die Pr\u00fcfungen verzichten, sei unfair und keine Option, sagen die einen, sagen die Kultusminister:innen. Aber sie bekommen starken Gegenwind: Unter diesen Bedingungen \u00fcberhaupt Pr\u00fcfungen schreiben zu lassen, sei unverantwortlich und nach den vergangenen Wochen noch viel ungerechter, sagen die anderen. Sie fordern zum Beispiel ein Durchschnittsabitur \u2013 also, dass die Abschlussnote aus den bisher erbrachten Noten berechnet wird. Oder dass Sch\u00fcler:innen selbst entscheiden, ob sie sich pr\u00fcfen lassen, um ihre Abschlussnote zu verbessern. Zwei Hamburger Sch\u00fcler:innen haben in einer&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/peter-tschentscher-abi-2020-umdenken\"><em>Petition<\/em><\/a><em>f\u00fcr das Durchschnittsabitur mittlerweile \u00fcber 145.000 Unterschriften gesammelt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordern, alle Pr\u00fcfungen abzusagen. Auch die Vereinigung der Berliner Schulleiter:innen spricht sich in einem&nbsp;<\/em><a href=\"http:\/\/oberstudiendirektoren.de\/wp-content\/uploads\/PM-der-VOB-Sicherheit-schaffen-in-2020.pdf\"><em>Offenen Brief<\/em><\/a><em>&nbsp;gegen Pr\u00fcfungen aus. Diese Liste k\u00f6nnte ich ohne Probleme noch lange weiterf\u00fchren<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/3305-wer-genau-braucht-diese-abschluss-prufungen\">Artikel von Bent Freiwald vom 17. April 2020 bei den Krautreportern<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Semesterbeginn: Aktualisierter Forderungskatalog zum Umgang mit der \u201cCorona\u201d-Krise an der Goethe-Universit\u00e4t <\/strong><a href=\"https:\/\/unterbau.org\/2020\/04\/19\/semesterbeginn-aktualisierte-forderungen-zur-corona-krise-von-unter_bau\/\">Forderungen vom 19. April 2020 von und bei unter_bau<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schul\u00f6ffnungen in Zeiten von Corona \u2013 der Versuch einer emanzipatorischen Analyse<br \/><\/strong>\u201c\u2026&nbsp;<em>Klar ist, dass die n\u00f6tigen Hygienema\u00dfnahmen innerhalb der n\u00e4chsten zwei Wochen nicht ausreichend umgesetzt werden k\u00f6nnen. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass die Schulen jahrzehntelang kaputt gespart wurden. Die Folgen sehen wir jetzt: zu viele Sch\u00fclerInnen auf zu engem Raum und M\u00e4ngel in der Austattung was Waschbecken etc. betrifft. Au\u00dferdem sind rund 25% des Lehrpersonals in einem Alter, in dem sie selbst der Risikogruppe angeh\u00f6ren und somit ihr Kontakt mit Sch\u00fclerInnen \u00e4u\u00dferst gesundheitsgef\u00e4hrdend ist. Es bleiben viele Fragen offen, die von \u2018Wie sollen Kurse von 30 Mitgliedern unterrichtet werden?\u2019 bis hin zu&nbsp; \u2018Wie komme ich zur Schule, ohne das Risiko eines \u00fcberf\u00fcllten \u00f6ffentlichen Verkehrsmittels einzugehen?\u2019 gehen. Es liegt auf der Hand, dass das Ansteckungsrisiko innerhalb von Bildungseinrichtungen \u00fcberproportional hoch ist und somit eine Explosion der Ansteckungszahlen unvermeidbar bleibt. Au\u00dfer Acht gelassen wird hierbei auch die Gefahr, dass sowohl Sch\u00fclerInnen als auch Eltern Risikogruppe sein k\u00f6nnen. Eine L\u00f6sung f\u00fcr die dadurch nicht einzuhaltende Schulpflicht oder wie man mit Sch\u00fclerInnen umgeht, die durch Corona ihre Abschlusspr\u00fcfungen nicht schreiben k\u00f6nnen, wurde noch nicht gefunden.&nbsp; Das f\u00fcr uns vielleicht zentralste Argument ist jedoch, dass die Entscheidung der Schul\u00f6ffnungen zeigt, wie wenig Meinungen der Sch\u00fclerInnen, Eltern, LehrerInnen und Gewerkschaften z\u00e4hlen, die allesamt \u00fcber Petitionen, Offene Briefe etc. ihre Meinung gegen Schul\u00f6ffnungen kundgetan haben. Deutlich wird hierbei, dass f\u00fcr die PolitikerInnen haupts\u00e4chlich z\u00e4hlt, ihre Macht durchzusetzen und sie keinerlei Interesse dran haben, auf Hinweise der Menschen zu h\u00f6ren, die von den beschlossenen Ma\u00dfnahmen am meisten betroffen sind<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/jabi.noblogs.org\/post\/2020\/04\/16\/schuloffnungen-in-zeiten-von-corona-der-versuch-einer-emanzipatorischen-analyse\/\">Beitrag vom 16.4.2020 bei der Jugendantifa Bielefeld<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>[GEW] Kritik an Empfehlungen der Leopoldina \/ Verzichtet auf Pr\u00fcfungen!&nbsp;<br \/><\/strong>\u201c<em>Die nationale Wissenschafts-Akademie Leopoldina r\u00e4t, Schulen \u201esobald wie m\u00f6glich\u201c wieder zu \u00f6ffnen. Die GEW sieht die Empfehlungen skeptisch: \u201eViele Vorschl\u00e4ge gehen an der Realit\u00e4t in den Bildungseinrichtungen vorbei.\u201c In der Debatte um eine Wieder\u00f6ffnung von Schulen und Kitas kritisiert die GEW die Empfehlungen der Wissenschafts-Akademie Leopoldina als \u201ebedingt hilfreich\u201c und \u201ewenig praktikabel\u201c. \u201eViele Vorschl\u00e4ge gehen an der Realit\u00e4t in den Bildungseinrichtungen vorbei. Sie entsprechen zudem nicht dem Bildungsauftrag etwa der Kitas und Schulen, da sie lediglich \u00dcberg\u00e4nge und Pr\u00fcfungen in den Blick nehmen\u201c, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Frankfurt am Main. Die vorgeschlagene r\u00e4umliche Trennung der Kita-Kinder sowie der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler scheitere in vielen Einrichtungen an fehlenden R\u00e4umlichkeiten. Da die meisten Klassenr\u00e4ume sehr eng seien, k\u00f6nnten 15 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht wie empfohlen mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Angesichts des Lehrkr\u00e4ftemangels und eines hohen Anteils von P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen sowie Erzieherinnen, die zur Risikogruppe geh\u00f6rten, sei ein Schichtbetrieb an vielen Einrichtungen nicht m\u00f6glich. Die Bildungsgewerkschaft fordert vor einer \u00d6ffnung der Einrichtungen eine ausreichende Vorlaufzeit. Die Schulen m\u00fcssten die Unterrichtsplanung, Raumaufteilung und sanit\u00e4re \u00dcberpr\u00fcfung vornehmen und dies dann durch einen Gesundheitscheck des Gesundheitsamtes freigeben lassen. \u201eDie Empfehlung, Schutzmasken zu tragen, muss umzusetzen sein, sprich: Masken m\u00fcssen in ausreichender Zahl zur Verf\u00fcgung gestellt werden\u201c, betonte Tepe. Ungekl\u00e4rt sei die Frage des Sch\u00fclertransports: Im \u00f6ffentlichen Nahverkehr k\u00f6nne die Gefahr von Infektionen kaum minimiert werden<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/empfehlungen-der-wissenschafts-akademie-leopoldina-kaum-praktikabel\/\">GEW-Pressemitteilung vom 14.04.2020<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Akademie, die 2016 noch Schlie\u00dfung von 1300 Kliniken empfahl, wei\u00df jetzt, wie man Coronakrise am besten meistert<br \/><\/strong>\u201c<em>Jetzt m\u00fcssen die Profis ran: Die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina),&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.leopoldina.org\/uploads\/tx_leopublication\/Leo_Diskussion_Medizin_und_Oekonomie_2016.pdfpublication\/zum-verhaeltnis-von-medizin-und-oekonomie-im-deutschen-gesundheitssystem-2016\/\"><em>die vor einigen Jahren noch aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden die Schlie\u00dfung von 1300 der 1600 Kliniken in Deutschland empfahl<\/em><\/a><em>, soll nun mit ihren Erkenntnissen&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/corona-massnahmen-leopoldina-101.html\"><em>ma\u00dfgeblich daf\u00fcr sein, wann und wie die Regierung den Ausstieg aus den Corona-Ma\u00dfnahmen gestaltet<\/em><\/a><em>&nbsp;. \u201cEs geht jetzt darum, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, die auf dem Papier toll aussehen, aber schwere Folgen haben k\u00f6nnen\u201d, erkl\u00e4rte Gesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz. \u201cDeshalb haben wir uns eine Institution ins Boot geholt, die schon in der Vergangenheit immer wieder mit klugen Ideen gl\u00e4nzte.\u201d (\u2026) Leider wurde die&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.leopoldina.org\/presse-1\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/press\/2437\/\"><em>Empfehlung der Leopoldina<\/em><\/a><em>&nbsp;nie umgesetzt, weshalb Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus heute nur 1600 Kliniken zur Verf\u00fcgung hat statt knapp \u00fcber 300. Experten erwarten, dass die Leopoldina zus\u00e4tzlich zu den baldigen stufenweisen Schul\u00f6ffnungen auch empfehlen wird, langfristig 80 Prozent aller Schulstandorte in Deutschland abzuschaffen, um die Qualit\u00e4t des Unterrichts zu erh\u00f6hen<\/em>.\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/04\/leopoldina.html\">Der Postillon am 14. April 2020<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abschlusspr\u00fcfungen in Zeiten von Covid-19: Verzichtet auf Pr\u00fcfungen!<br \/><\/strong>\u201c<em>Etwa 1,1 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus Abschlussklassen d\u00fcrfen derzeit nicht in die Schule. DGB und GEW fordern: Verzichtet auf die Pr\u00fcfungen! Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Schulen in Deutschland noch bis mindestens zum Ende der Osterferien geschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sind je nach Abgrenzung der Abschlussklassen an allgemeinbildenden Schulen zwischen 962 000 und 1,1 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus Abschlussklassen von der Schlie\u00dfung betroffen. Die Abschlussklassen der beruflichen Schulen sind in dieser Sch\u00e4tzung nicht enthalten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzen sich gegen\u00fcber der Bundeskanzlerin und den Ministerpr\u00e4sidenten sowie der Kultusministerkonferenz daf\u00fcr ein, auf schulische Pr\u00fcfungen \u2013 Abitur, Mittlerer Bildungsabschluss, erster Bildungsabschluss \u2013 zu verzichten und darauf zu vertrauen, dass die Lehrkr\u00e4fte aufgrund der bereits erbrachten Leistungen gerechte Abschlussnoten erteilen<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/verzichtet-auf-pruefungen\/\">GEW-Pressemitteilung vom 14.04.2020<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>Siehe auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=164524\">Schule geschlossen? Dezentraler Unterricht geht auch datenschutzfreundlich!<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/bildung\/gew-corona-krise-an-schulen-lehrkraefte-und-lernende-besser-unterstuetzen-und-schuetzen\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 20. April 2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201c\u2026 Lehrerinnen und Lehrer versuchen zur Zeit unter schwierigen Bedingungen, den Kindern und Jugendlichen Lernm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Zeit der Schulschlie\u00dfungen zu bieten. Alle verf\u00fcgbaren Mittel von Wochenpl\u00e4nen \u00fcber digitale Plattformen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,5],"tags":[87,121,39,37,17],"class_list":["post-7622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-kampagnen","tag-arbeitswelt","tag-covid-19","tag-deutschland","tag-service-public","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7622"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7625,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7622\/revisions\/7625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}