{"id":7815,"date":"2020-05-15T16:43:49","date_gmt":"2020-05-15T14:43:49","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7815"},"modified":"2020-05-15T16:43:50","modified_gmt":"2020-05-15T14:43:50","slug":"die-a-karte-gezogen-die-beschaeftigten-des-russischen-gesundheitswesens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7815","title":{"rendered":"Die A-Karte gezogen: Die Besch\u00e4ftigten des russischen Gesundheitswesens"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201e\u2026\u00a0Der Grund ist keineswegs nur das sich weiter rasant verbreitende Coronavirus. Vor allem scheinen die Russen unzufrieden damit zu sein, wie das \u201eZentrum\u201c, also Kreml und Regierung, auf die wirtschaftlichen Folgen der Quarant\u00e4ne reagieren. Arbeitsminister<!--more--> Anton Kotjakow meldet seit Anfang M\u00e4rz einen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen von etwa 500 000 auf mehr als 1,2 Millionen. Er schlie\u00dft nicht aus, dass es bis zu sechs Millionen werden. Die unabh\u00e4ngige National Rating Agency aber sch\u00e4tzt, 15,5 Millionen k\u00f6nnten ihren Job verlieren. \u201eIn der Praxis bekommt jemand, der Ende M\u00e4rz arbeitslos geworden ist, erst Ende Mai Unterst\u00fctzung, muss also zwei Monate ohne Geld auskommen\u201c, schimpft der Wirtschaftswissenschaftler Ruslan Grinberg. \u201eUnsere Regierung sitzt wie ein geiziger Ritter auf der Truhe und wartet auf das Ungl\u00fcck, das schon l\u00e4ngst eingetreten ist.\u201c Tats\u00e4chlich zeigt die Regierung in Russland sehr begrenzten Willen, ihren mit gut 150 Milliarden Euro gef\u00fcllten \u201eNationalen Wohlstandsfonds\u201c anzutasten, um die schon jetzt von der Pleite bedrohten sechs Millionen Kleinunternehmer sowie die privaten Haushalte zu unterst\u00fctzen. Mit Helikoptergeld k\u00f6nnten nur die um sich werfen, die Reservew\u00e4hrungen druckten, sagte Finanzminister Anton Siluanow der Zeitung \u201eWedomosti\u201c etwas spitz. Viele Unternehmer protestieren lautstark, weil die Regierung ihre Finanzhilfe auf eine Liste von gut 500 \u201esystemrelevanten\u201c Betrieben konzentrieren will; nach Einsch\u00e4tzung von Experten geh\u00f6ren etwa 30 Prozent davon Personen, die der politischen F\u00fchrung nahestehen, weitere 30 Prozent sind Staatsunternehmen<\/em>\u2026\u201c \u2013 aus dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/corona-russland-putin-covid-19-droht-absturz-virus-13758562.html\">Beitrag \u201eWladimir Putin in Problemen \u2013 nicht nur wegen der Corona-Krise\u201c von Stefan Scholl am 14. Mai 2020 in der FR online<\/a>\u00a0\u00fcber die allgemeinen wirtschaftspolitischen und sozialen Folgen der Epidemie in Russland. Siehe zur sozialen Lage in Russland \u2013 sowohl von Migranten, als auch von Gesundheitspersonal, aber auch von protestierenden \u00d6larbeitern, einige weitere aktuelle Beitr\u00e4ge, aus denen auch deutlich wird, warum der Herr Nawalny hierzulande so beliebt ist\u2026<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/migranten-moskau.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7816\" width=\"568\" height=\"337\"\/><\/figure>\n<p>\u201eHalf a Million Migrants in Moscow Have Lost All Sources of Income\u201c von Sergey Vilkov am 12. Mai 2020 beim Russian Reader (in englischer \u00dcbersetzung) berichtet von der Situation der Arbeitsmigranten in Moskau \u2013 von denen eben nunmehr rund eine halbe Million Menschen ohne jedes Einkommen bleiben. Grundlage des Beitrags ist eine aktuelle soziologische Studie, die die Situation der rund 1,5 Millionen Migranten in Russlands Hauptstadt untersuchte \u2013 und auch Empfehlungen daraus ableitet (unter anderem, den Migranten irgendeine Art Unterst\u00fctzung zu geben, um Unruhen zu vermeiden). Denn rund ein Drittel von allen ohne jede Unterst\u00fctzung \u2013 das sei mehr als Doppelt so viele, wie es B\u00fcrgerInnen Russlands betreffe (was dann ja aber auch immerhin rund jede oder jeder sechste ist).<br \/>\u201eRussland: Lockerungen auf dem H\u00f6hepunkt der Corona-Krise\u201c von Juri Rescheto am 12. Mai 2020 bei der Deutschen Welle \u00fcber die auch in Russland \u00fcberraschenden \u201eLockerungen\u201c: \u201e\u2026 Die Lockerung der Schutzma\u00dfnahmen ist in der Russischen F\u00f6deration L\u00e4ndersache \u2013 genauso wie ihre L\u00e4nge und H\u00e4rte zuvor von den Gouverneuren einzelner Gebiete bestimmt wurde. Darauf hat Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin gerade erst hingewiesen und damit die Bedeutung des F\u00f6deralismus in der russischen Innenpolitik unterstrichen. Grunds\u00e4tzlich gilt jedoch: \u201cDas Regime der arbeitsfreien Tage\u201d, wie der Zustand des \u00f6ffentlichen Lebens in Russland seit sechs Wochen offiziell hei\u00dft, ist seit diesem Dienstag zu Ende. Die Situation erlaube die allm\u00e4hliche Abschaffung aller Einschr\u00e4nkungen, res\u00fcmierte Putin in seiner Rede an die Nation. Das betreffe alle Wirtschaftszweige: S\u00e4mtliche Betriebe sollen k\u00fcnftig wieder funktionieren k\u00f6nnen, insbesondere in der Schwerindustrie, dem Bau, der Landwirtschaft, dem Transport- und dem Energiesektor. Menschen jenseits der 65 und Patienten aus den Risikogruppen m\u00fcssten aber weiterhin zu Hause bleiben, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident. In vielen russischen Regionen gilt nun eine Maskenpflicht an \u00f6ffentlichen Orten. (\u2026) Aus wirtschaftlicher Sicht \u00e4ndere sich \u2013 zumindest in den Ballungsgebieten \u2013 nichts, stellt Sergej Zhaworonkow vom Gaidar-Institut f\u00fcr Wirtschaftspolitik im Interview mit der DW fest. Putin verlagere die Verantwortung auf die Gouverneure und die Gouverneure w\u00fcrden eher weitere Versch\u00e4rfungen statt Lockerungen beschlie\u00dfen wollen. \u201cDie einzige \u00c4nderung, die die Menschen wirklich interessieren w\u00fcrde, w\u00e4re die \u00d6ffnung der Non-Food-Gesch\u00e4fte, die auch wichtig f\u00fcrs \u00dcberleben sind. Das macht aber die russische Regierung leider nicht\u201d, sagt Zhaworonkow. Nach wie vor haben nur Lebensmittell\u00e4den und Apotheken ge\u00f6ffnet. Dabei trage eine kleine Autowerkstatt weniger zur Ausbreitung des Virus bei als ein riesiger Supermarkt, meint Zhaworonkow. Er bef\u00fcrchtet \u201ckatastrophale Folgen\u201d f\u00fcr die russische Wirtschaft&#8230;\u201c<br \/>\u201eVorbei mit arbeitsfrei\u201c von Klaus Helge Donath am 11. Mai 2020 in der taz online zu einem gesellschaftlichen Sektor, bei dem die Unzufriedenheit w\u00e4chst (taz-nahe): \u201e\u2026 F\u00fcr viele Moskauer kommt die Aufhebung der Beschr\u00e4nkungen recht unerwartet, dennoch d\u00fcrften sie erleichtert sein. Nach anderthalb Monaten in sogenannter Selbstisolation lie\u00dfen viele B\u00fcrger durchblicken, dass ihre Geduld langsam am Ende sei. Vor allem sind Selbst\u00e4ndige betroffen, die kaum finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die arbeitsfreie Zeit erhielten. Vielen droht der Bankrott. Solche \u00dcberlegungen werden Putins Entscheidung zur Einleitung des Ausstiegs bewegt haben. Auch die Bef\u00fcrchtung, aufgebrachte B\u00fcrger k\u00f6nnten sich mit der Zeit gegen Vertreter der politischen F\u00fchrung wenden. Denn von einem Ende der Pandemie oder einem Sinken der Infektionen k\u00f6nne keine Rede sein, meinte Michail Fischman vom privaten TV-Sender Doschd. Ab dem 12. Mai sind alle B\u00fcrger verpflichtet, in Gesch\u00e4ften und Verkehrsmitteln Handschuhe und Masken zu tragen. Verst\u00f6\u00dfe werden mit 5.000 Rubel (umgerechnet 62,50 Euro) Strafe geahndet&#8230;\u201c<br \/>\u201eRussland: Operieren am Existenzminimum\u201c von Tatiana Kondratenko am 28. November 2019 bei der Deutschen Welle \u00fcber die Arbeitsbedingungen an Krankenh\u00e4usern unter anderem: \u201e\u2026 Viele ehemalige Kollegen von Alexej sind in Privatkliniken gewechselt oder arbeiten mittlerweile f\u00fcr Pharmakonzerne. \u201cDiejenigen, die in den staatlichen Krankenh\u00e4usern geblieben sind, fahren Taxi, um sich was dazuzuverdienen\u201d, sagt er. Rund zehn Prozent der Fach\u00e4rzte kehren jedes Jahr dem russischen Gesundheitswesen den R\u00fccken. Dadurch ist ein immenser Fachkr\u00e4ftemangel entstanden. Russlandweit fehlen rund 25.000 Mediziner. Beispielsweise gibt es im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen im hohen Norden Russlands 43.000 Einwohner, aber nur noch einen Onkologen. Russland gibt heute 3,7 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr Gesundheit aus. In Deutschland sind es 11,5 Prozent, in Belgien 10,5 und in den Niederlanden 9,9 Prozent. Nicht nur erfahrene \u00c4rzte, auch junge Mediziner verlassen die staatlichen Krankenh\u00e4user. Jelena und Jewgenij Tumasow (Namen v.d. Red. ge\u00e4ndert) haben vor zwei Jahren ihr Studium in Sankt Petersburg abgeschlossen. Eigentlich wollte die junge Frau Sport\u00e4rztin werden. Noch w\u00e4hrend ihres Studiums jobbte sie als Krankenschwester in einer st\u00e4dtischen Klinik. \u201cAls Trainerin im Fitnessstudio habe ich mehr verdient\u201d, erinnert sich Jelena. Zudem seien die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus hart gewesen: Pausen gab es kaum, \u00dcberstunden daf\u00fcr t\u00e4glich. Jelena entschloss sich daher zu einer Fortbildung als Stylistin. Nun macht sie ihre ersten Schritte in einer Branche, die nichts mit Medizin zu tun hat. Auch Ehemann Jewgenij kehrte nach erfolgreicher Ausbildung zum Chirurgen der Medizin den R\u00fccken \u2013 nach insgesamt 13 Jahren. (\u2026) Im August streikten alle Unfall\u00e4rzte des Krankenhauses der Region Wladimir und in Nischni Tagil verlie\u00dfen alle Chirurgen die st\u00e4dtische Klinik. \u201cDie Menschen sind seit Jahren \u00fcberarbeitet. Bei ihnen brennen die Sicherungen durch\u201d, sagt Andrej Konowal von der Mediziner-Gewerkschaft \u201cDejstwije\u201d. Dabei sollten bis 2018 die Arztgeh\u00e4lter in staatlichen Einrichtungen verdoppelt und in einigen Regionen sogar verdreifacht werden. Das hatte Pr\u00e4sident Putin bereits 2012 in mehreren pr\u00e4sidentiellen Dekreten zugesichert. Geschehen ist jedoch nichts. Offiziellen russischen Statistiken zufolge verdient ein Arzt in Russland im Durchschnitt 79.000 Rubel (ca. 1120 Euro) pro Monat. Doch viele \u00c4rzte sehen diese Angaben kritisch. Denn in die Berechnung der russischen Statistikbeh\u00f6rde flie\u00dfen auch die Geh\u00e4lter der Krankenhausmanager ein, die um ein Vielfaches h\u00f6her sind als die der normalen \u00c4rzte. Laut einer Umfrage, die von Mediziner-Gewerkschaften durchgef\u00fchrt wurde, liegt das tats\u00e4chliche durchschnittliche Gehalt eines Arztes bei 42.000 Rubel (rund 600 Euro). Selbst Kurierfahrer verdienen in Russland mehr\u2026\u201c<br \/>\u201eCorona-Krise in Russland: Liberale und Linke stellen Forderungen\u201c von Ulrich Heyden am14. Mai 2020 bei telepolis \u2013 worin auch deutlich wird, warum ein Herr Nawalny bei bundesdeutschen Medien so beliebt ist: \u201e\u2026 Soziale Fragen spielen bei den russischen Liberalen \u2013 und vor allem dessen starken rechten Fl\u00fcgel \u2013 traditionell eine untergeordnete Rolle. Doch die steigende Arbeitslosigkeit und Armut, die auch die Mittelschicht trifft, zwingt die Liberalen, Stellung zu nehmen. Nur mit Anti-Putin-Parolen kommt man in einer sozial angespannten Situation nicht weiter. Ljubow Sobol, die als juristische Beraterin des Oppositionspolitikers Aleksej Nawalni bekannt wurde und im Sommer letzten Jahres w\u00e4hrend der Proteste zu den Moskauer Wahlen mehrmals in Haft sa\u00df, forderte 20.000 Rubel (250 Euro) Soforthilfe f\u00fcr jeden Erwachsenen. Das Argument von Sobol: Die K\u00fchlschr\u00e4nke der Russen seien leer. 60 Prozent der Menschen h\u00e4tten nichts Erspartes. Die Fernseh-Moderatorin Ksenia Sobtschak entgegnete Sobol, die Forderung von \u201c250 Euro f\u00fcr Alle\u201d sei \u201cbolschewistisch\u201d. Wozu brauche Igor Setschin, Chef des halbstaatlichen \u00d6lkonzern Rosneft, 250 Euro?, frotzelte Sobtschak. Sie sei auch f\u00fcr soziale Hilfen, aber nur f\u00fcr \u201cdie wirklich Bed\u00fcrftige\u201d wie \u201cStudenten, M\u00fctter und Freiberufler\u201d. Vom populistischen Gie\u00dfkannen-Prinzip halte sie nichts. Die Mitarbeiterin im Stab von Aleksej Navalny, Ljubow Sobol, keilte zur\u00fcck, Sobtschak mache nichts anderes als Putin. Sie zwinge die Menschen sich dem b\u00fcrokratischen System zu unterwerfen, Antr\u00e4ge auf Hilfe einzureichen und dann lange auf soziale Unterst\u00fctzung zu warten. 250 Euro f\u00fcr jeden, das sein kein Populismus, sondern reale Hilfe f\u00fcr Menschen, deren K\u00fchlschrank leer ist. Aber die einfachen Menschen interessierten Ksenia Sobtschak im Grunde ja gar nicht. Die Fernseh-Moderatorin Sobtschak interessiere nur das Krabbengesch\u00e4ft ihrer Mutter im russischen Fernen Osten, sagte Sobol. F\u00fcr dieses Gesch\u00e4ft fordere Sobtschak staatliche Unterst\u00fctzung. (\u2026) Der linke Soziologe Boris Kagarlitsky berichtet auf seinem Video-Kanal \u201cRabkor\u201d, dass Studenten in Studentinnen in Moskau und St. Petersburg zum Einsatz in Infektionskrankenh\u00e4usern mobilisiert werden. Der Einsatz sei aber nicht freiwillig, wie versprochen. Wer nicht mitmache, dem drohe man mit der Verweigerung weiterer Krankenhaus-Praktika. Auch w\u00fcrden den Studenten, damit sie ihre Familienmitglieder nicht gef\u00e4hrden, w\u00e4hrend ihres Einsatzes keine Extra-Wohnungen zugeteilt. Kagarlitsky kritisiert, dass es f\u00fcr den Einsatz der Medizinstudenten keine rechtliche Grundlage gibt. In Russland sei kein Notstand ausgerufen worden, weshalb die Studenten auf rechtlicher Ebene schlechtere Chancen h\u00e4tten, ihre sozialen Forderungen hinsichtlich eines Corona-Einsatzes durchzusetzen. Trotzdem h\u00e4tten sie sich jetzt organisiert und ein Manifest verfasst, berichtet der Soziologe. Das Massenblatt \u201cMoskowski Komsomolez\u201d berichtete, Medizinstudenten w\u00fcrden je nach Einsatzgebiet in einem Corona-Krankenhaus 870 bis 2.200 Euro verdienen. Trotz dieser ansehnlichen Summe w\u00fcrden sich die Studenten im Internet dar\u00fcber beschweren, dass man sie zur Arbeit zwinge. Es werde sogar gedroht, Arbeitsverweigerer von der Liste der Studierenden zu streichen. Die Studenten seien bereit in die Corona-Krankenh\u00e4user zu gehen, schreibt das Blatt. Sie forderten aber bessere Schutzma\u00dfnahmen und die Garantie, dass jemand die Kosten \u00fcbernimmt, wenn der Praktikant sich infiziert. Die staatlichen Verwaltungen h\u00e4tten Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche von Studenten mit dem Hinweis bestritten, die betreffende Person habe im Krankenhaus keinen direkten Kontakt mit Infizierten gehabt. Doch die Studenten sagen, infizieren k\u00f6nne man sich \u00fcberall im Krankenhaus, nicht nur im direkten Kontakt mit den Erkrankten&#8230;\u201c<br \/>\u201e\u00d6larbeiter fordern Schutzma\u00dfnahmen\u201c am 06. Mai 2020 bei den Rote Fahne News meldet: \u201eAm Montag demonstrierten hunderte \u00d6larbeiter des Gazprom-Konzerns gegen die Arbeits- und Gesundheitsbedingungen und die Verpflegung auf dem Oilfeld Chayandinsky in der sibirischen Republik Sacha (Yakutien). \u201cWo sind die Masken?\u201c \u201eWo ist die Quarant\u00e4ne?\u201c \u2019Wir sind doch keine Schweine!\u201c riefen sie. Mit Holzst\u00e4mmen blockierten sie die Stra\u00dfe zur n\u00e4chsten Stadt und weigerten sich, diese wieder zu \u00f6ffnen, bevor ihre Forderungen erf\u00fcllt sind. Sie werden seit Wochen wie Gefangene behandelt ohne Information \u00fcber die Corona-Infektionen und ohne Trennung der Infizierten von den Gesunden. Auf dem \u00d6lfeld arbeiten 10.500 Menschen\u201c.<br \/>\u201eRussia. Gazprom Pipeline Workers Protest Conditions Amid Coronavirus Outbreak\u201c am 29. April 2020 im Twitter-Kanal von Conseils Ouvriers ist ein kurzer Videobericht vom Protest der sibirischen \u00d6larbeiter. Im anschlie\u00dfenden Thread gibt es noch weitere, konkretere Informationen \u00fcber ihre Situation und ihre Forderungen.<br \/>\u2022 Siehe zuletzt am 29. April 2020: Der Epidemie-Ausnahmezustand in Russland: Alle Formen der \u00dcberwachung auch hier massiv verst\u00e4rkt. Die Ausstattung der Krankenh\u00e4user: Nicht<br \/><em>Quelle: labournet.de&#8230; vom 15. Mai 2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u2026\u00a0Der Grund ist keineswegs nur das sich weiter rasant verbreitende Coronavirus. 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