{"id":7891,"date":"2020-05-23T15:22:28","date_gmt":"2020-05-23T13:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7891"},"modified":"2020-05-23T15:22:29","modified_gmt":"2020-05-23T13:22:29","slug":"weitere-imperialistische-dreistigkeiten-gegen-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=7891","title":{"rendered":"Weitere imperialistische Dreistigkeiten gegen Venezuela"},"content":{"rendered":"<p><em>La Izquierda Diario Venezuela.<\/em> <strong>In der Nacht vom 20. Mai 2020 versicherte Donald Trump, dass Venezuela einen \u00abinteressanten Moment\u00bb erlebe und dass das Land derzeit von den Vereinigten Staaten \u00abumzingelt\u00bb sei. Er k\u00fcndigte an, dass \u00abetwas geschehen<!--more--> werde\u00bb und dass er versuche, die imperialistische Belagerung in Krise aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu verst\u00e4rken.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Telefongespr\u00e4chs mit Mitgliedern der hispanischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten vom vergangenen Mittwoch hat Trump vorausgesagt, dass in Venezuela \u00abetwas passieren wird\u00bb, \u00abweil wir uns das nicht gefallen lassen werden\u00bb; dies ist im Rahmen der andauernden Einmischungspolitik der USA zu interpretieren.<\/p>\n<p>\u00abWir haben sie auf einer Ebene umzingelt, die niemand kennt, doch sie wissen es\u00bb, sagte der New Yorker Magnat, der die Regierung in Washington f\u00fchrt; er sagte auch, dass seine Regierung in der Frage der Sanktionen hart gegen\u00fcber der venezolanischen Regierung aufgetreten sei. Dabei nannte er keine Einzelheiten \u00fcber die von ihm vorhergesagten Ereignisse im Zusammenhang mit seinen neuen Drohungen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"701\" height=\"426\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/tru.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7892\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/tru.jpg 701w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/tru-300x182.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/figure>\n<p>Trumps neue Erkl\u00e4rungen sind im Zusammenhang mit der Operation von Anfang April in der Karibik zu sehen, mit der Stationierung von Marinezerst\u00f6rern, Kampfschiffen, Hubschraubern, Luftwaffeneinheiten bis hin zu dem, was er als \u00ab\u00dcberwachung und Patrouillen durch die K\u00fcstenwache, Verdoppelung unserer F\u00e4higkeiten in der Region\u00bb unter dem Deckmantel des Drogenhandels bezeichnete. Dieser Einsatz gilt als eine der gr\u00f6ssten US-Milit\u00e4roperationen in der Region seit der Invasion Panamas im Jahr 1989.<\/p>\n<p>Diese \u00c4usserungen kommen auch mehr als 15 Tage nach den Versuchen einer bewaffneten Invasion an den venezolanischen K\u00fcsten, der so genannten \u00abOperation Gideon\u00bb, die in der aufgeheizten Einmischungspolitik der USA unter Mithilfe Kolumbiens angezettelt wurde. Ein \u00dcberfall, der sich aus \u00abdissidentischen\u00bb Milit\u00e4rs und US-S\u00f6ldnern ausgef\u00fchrt wurde, der auch von Teilen der Opposition der kreolischen Rechten, insbesondere denen, die mit Juan Guaid\u00f3 in Verbindung stehen, unterst\u00fctzt wurde, endete mit einem durchschlagenden Misserfolg.<\/p>\n<p>Vor allem aber fand er im Zusammenhang mit dem Eintreffen von f\u00fcnf iranischen \u00d6ltankern (Fortune, Forest, Petunia, Faxon und Clavel) statt, die nach der brutalen Benzinverknappung in Venezuela mindestens 1,4 Millionen Barrel Benzin geladen hatten.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns daran, dass Venezuela aufgrund der Sanktionen nicht in der Lage ist, Benzin im Ausland zu kaufen. Wenn es f\u00fcr sein \u00d6l keine K\u00e4ufer findet, wird es f\u00fcr Venezuela sehr schwierig sein, jemanden zu finden, der ihm Benzin verkauft. Daher die Vereinbarungen mit dem Iran, einem weiteren von den Vereinigten Staaten sanktionierten Land. Zuvor war es Venezuela gelungen, sich den Auswirkungen dieser Sanktionen durch den Austausch mit Indien zu entziehen, aber auch dieser Weg wurde durch imperialistischen Druck abgeschnitten.<\/p>\n<p>Angesichts der Ankunft der iranischen Tanker erkl\u00e4rte ein US-Beamter: \u00abWir sehen, welche Massnahmen ergriffen werden k\u00f6nnen. Sie sind nicht nur f\u00fcr die Vereinigten Staaten, sondern auch f\u00fcr die Region unwillkommen. Es ist zwar nicht klar, welche konkreten Schritte die US-Regierung unternehmen k\u00f6nnte und wo auf hoher See sie m\u00f6glich w\u00e4ren. Im gleichen Sinne sagte der Chef des S\u00fcdkommandos, Admiral Craig Faller, dass sie die Unterst\u00fctzung des Iran f\u00fcr \u00abdas Maduro-Regime\u00bb beobachten und nach m\u00f6glichen Massnahmen Ausschau halten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Regierung Maduros erkl\u00e4rte \u00fcber ihren Verteidigungsminister Padrino L\u00f3pez, dass iranische Tanker, sobald sie in venezolanische Hoheitsgew\u00e4sser einlaufen, von Flugzeugen der Luftwaffe und der Marine eskortiert werden, und zwar in Zusammenarbeit mit der iranischen Armee. Dies erh\u00f6ht in hohem Masse das Risiko m\u00f6glicher Spannungen von internationaler Ausstrahlung in der Karibik.<\/p>\n<p>Daher k\u00f6nnten diese j\u00fcngsten Erkl\u00e4rungen von Trump am Mittwochabend nicht nur zu weiteren Putschversuchen in Venezuela ermutigen, wie bereits es in der Vergangenheit durch den Ausbau der Belagerung Venezuelas mehrfach geschah oder eine Art neues milit\u00e4risches Abenteuer \u00e4hnlich dem von Anfang Mai provozieren, sondern auch einen gr\u00f6\u00dferen Konflikt in der Region in einem Ausmass eskalieren lassen, wie es im karibischen Raum bislang nicht zu beobachten gewesen w\u00e4re. Auch letzteres bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Aber es ist klar, dass die Belagerung Venezuelas zugenommen hat. Gerade w\u00e4hrend der Pandemie fallen die Folgen der Sanktionen auf die Werkt\u00e4tigen, die bereits unter dem gro\u00dfen Leid der vorangegangenen wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe leiden. Mit der Erh\u00f6hung des Drucks soll ein gr\u00f6sserer Zusammenbruch der Wirtschaft provoziert werden. Die Trump-Regierung ging sogar so weit, den US-Multinational AT&amp;T, Eigent\u00fcmer von DIRECTV, unter Druck zu setzen, sich aus Venezuela zur\u00fcckzuziehen; er tat dies im Wissen, dass dies einer der wenigen Zug\u00e4nge zu Unterhaltung ist, die auch den popul\u00e4ren Sektoren aufgrund der im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern niedrigen Zugangskosten offen ist, was in wichtigen Gegenden von Caracas sogar Protestaktionen mit T\u00f6pfen und Pfannen provoziert hat.<\/p>\n<p>Heute ist es mehr denn je notwendig, diesen imperialistischen Bedrohungen ein Ende zu setzen und gleichzeitig die Aufhebung der Sanktionen gegen das Land zu fordern, eine Aufgabe, die nicht nur Interessen der Arbeiterklasse und dem Volk Venezuelas, sondern all jenen in der Region, aber vor allem den Arbeitern und Arbeiterinnen in den USA selbst entspricht. Waren diese imperialistischen Aktionen bereits vor dieser Notsituation abstossend, so sind sie heute in extremem Ma\u00dfe verwerflich. Angesichts der erzeugten humanit\u00e4ren Katastrophe ist es dringend notwendig, f\u00fcr eine Beendigung der Sanktionen zu k\u00e4mpfen. Sanktionen, die das venezolanische Volk bestrafen, das infolge der sich seit mehr als f\u00fcnf Jahren hinziehenden wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe bereits eines der gr\u00f6ssten Ungl\u00fccke erleidet.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.com.ve\/Amenaza-imperialista-Trump-aseguro-que-Venezuela-esta-rodeada-por-EE-UU\"><em>laizquierdadiario.ve&#8230;<\/em><\/a><em> vom 23. Mai 2020; \u00dcbersetzung durch Redaktion maulwuerfe.ch<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Izquierda Diario Venezuela. In der Nacht vom 20. 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