{"id":8301,"date":"2020-08-17T14:53:05","date_gmt":"2020-08-17T12:53:05","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8301"},"modified":"2020-08-17T14:53:06","modified_gmt":"2020-08-17T12:53:06","slug":"parlament-und-klassenkonflikt-wahlen-bei-lenin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8301","title":{"rendered":"Parlament und Klassenkonflikt: Wahlen bei Lenin"},"content":{"rendered":"<p><em>Nicolas Gonzalez Varela.<\/em> Der traditionelle Kult um den etwas in Vergessenheit geratenen Lenin karikiert seine Gestalt bestenfalls mit der heroischen Bronzestatue des bewaffneten Aufstands, den Panzerwagen und den mit Bajonetten bewehrten<!--more--> Mosin-Nagant-Gewehren. Die Kulturschaffenden dienten nicht nur der Legitimierung und Festigung des stalinistischen Regimes, sondern brachten als Nebeneffekt eine Reduzierung und Verst\u00fcmmelung des politischen Lenin mit sich, so dass wir ihn nicht mehr in seiner ganzen Dimension, in seiner materialistisch-historischen Praxis, in seiner \u00abKonkretheit\u00bb verstehen k\u00f6nnen. Von Wahlen zu sprechen, vom Parlamentarismus in Bezug auf das Denken Lenins, scheint ein Missverst\u00e4ndnis, ein Oxymoron oder der Versuch, eine widersinnige Beziehung herzustellen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"701\" height=\"395\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Lenin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8302\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Lenin.jpg 701w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Lenin-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/figure>\n<p>Sowohl die Leninologie als auch die meisten Biographen (von Hagiographen bis zu Kritikern) erw\u00e4hnen Lenins revolution\u00e4re Praxis um das Parlament nur selten, geschweige denn beschreiben oder analysieren seine parlamentarische Taktik und seinen \u00abGebrauch\u00bb des repr\u00e4sentativen Mechanismus der b\u00fcrgerlichen Demokratie. In dem monumentalen Revolution\u00e4r und Ingenieur des Organisationsaufbaus Lenin bleibt wenig Raum f\u00fcr Wahlpolitik, au\u00dfer als \u00abMoment der Pause\u00bb, der Ruhe des Kriegers zwischen der gescheiterten Revolution von 1905 und der b\u00fcrgerlich-demokratischen Revolution vom Februar 1917. Durch Erhabenheit gew\u00e4hrt dieses Etikett-Stigma seinem Meister Marx aufgrund des logischen Einflusses einen ins Negative gewendeten Refrain: selbst in den K\u00e4mpfen in den b\u00fcrgerlich-demokratischen Institutionen seien seine sp\u00e4rlichen Beitr\u00e4ge kaum von Nutzen. Darin stimmen alle Tendenzen \u00fcberein: Die Leninologie (1), die aus dem Kalten Krieg ererbte Sowjetologie (2) und der Postmarxismus (3) verk\u00fcnden, dass Marx und Lenin \u00fcber demokratische Br\u00fcche und Wahlbeteiligung wenig zu sagen h\u00e4tten. Der Lenin des Parlamentarismus sei eine zuf\u00e4llige Entgleisung (4), ein nebens\u00e4chliches Interregnum zwischen dem Kampf um die Kontrolle der Partei und der Eroberung der Macht. Der Parlaments-Lenin wird so zur blo\u00dfen Maske der tats\u00e4chlichen \u00abVerschw\u00f6rer-Aufstandsk\u00e4mpfer-Gestalt\u00bb Lenin.<\/p>\n<p>Die Widerlegung dieser sektiererischen Lesarten wird von Lenin selbst w\u00f6rtlich vorgetragen. Uljanow betonte die Bedeutung der verschiedenen \u00abparlamentaristischen\u00bb Phasen der POSDR [der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands; d.\u00dc.] und insbesondere des Bolschewismus, als er drei Jahre nach der Oktoberrevolution 1917 erkl\u00e4rte: \u00abWir Bolschewiki haben in den meisten konterrevolution\u00e4ren Parlamenten gearbeitet, und die Erfahrung hat gezeigt, dass eine solche Beteiligung nicht nur n\u00fctzlich, sondern notwendig war&#8230; bei der Vorbereitung der zweiten b\u00fcrgerlichen Revolution (Februar 1917) und dann der sozialistischen Revolution (Oktober 1917).\u00bb Mit anderen Worten, der stalinistische Mythos scheint sich umgedreht zu haben, denn aus dieser neuen Perspektive w\u00e4re die bolschewistische Erfahrung ein einzigartiges und wertvolles Laboratorium, in dem die \u00abNutzung\u00bb der parlamentarischen Arena nicht nur die St\u00e4rkung des (Selbst-)Klassenbewusstseins der Arbeiterklasse, sondern auch den Aufbau ihrer eigenen autonomen politischen Macht als Klasse erm\u00f6glichte. Und dies steht im Einklang mit Uljanows eigener Biographie: Seine revolution\u00e4re politische Praxis war zumindest von 1905 bis 1918 in das parlamentarische System und die Wahltaktik eingetaucht (durch die Teilnahme an vier Dumas, der dritten Langzeitduma, und dann an den vor- und nachrevolution\u00e4ren Sowjets). (5)<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir hier die leninistische Maxime nicht vergessen, die besagt, dass \u00abdie Aktion der Massen, zum Beispiel ein gro\u00dfer Streik, immer wichtiger ist als die parlamentarische Aktion, und nicht nur w\u00e4hrend der Revolution oder in einer revolution\u00e4ren Situation\u00bb. Bereits im Oktober 1905 anerkennt Lenin in einem Brief an Lunatscharski, dass \u00abes notwendig ist, das Verh\u00e4ltnis des &#8218;Parlamentarismus&#8216; zur Revolution eingehend zu analysieren\u00bb. Wie hat Lenin dann diese Doppelgesichtigkeit des gesamten revolution\u00e4ren Kampfes unter der Herrschaft des Kapitals virtuos kombiniert? Es geht darum, wie Negri in den 1970er Jahren versuchte, eine \u00abmarxistische\u00bb Leseart von Lenins Marxismus anzustreben: die F\u00e4higkeit, die unvermeidliche Diskontinuit\u00e4t und die Variationen der politischen Analyse in einem kritisch-historischen Rahmen zu verorten.<\/p>\n<p>Ab dem Scharnierjahr 1905 (6) begann Lenin, theoretisch \u00fcber die revolution\u00e4re Wahlpraxis, \u00fcber die marxistische Praxis unter \u00abnat\u00fcrlichen\u00bb Bedingungen der kapitalistischen Herrschaft nachzudenken. Zun\u00e4chst f\u00e4llt der detaillierte, fast philologisch pr\u00e4zise \u00abGebrauch\u00bb der theoretisch-praktischen Lehren von Engels und Marx zwischen 1847 und 1851 auf, w\u00e4hrend deren Teilnahme an der Welle der b\u00fcrgerlichen Revolutionen in Europa, die 1848 ausbrach. Zweitens sind die b\u00fcrgerlichen Wahlen als M\u00f6glichkeit einer \u00abpolitischen Krise\u00bb die Quelle jeder revolution\u00e4ren Bewegung, betont Lenin. Die verfassungsrechtliche Beteiligung an der vom Zarismus entworfenen verst\u00fcmmelten Duma hat f\u00fcr Lenin ein klares Endziel: die \u00abkonstitutionalistischen Illusionen\u00bb, die, wie er es nennt, \u00abschulischen \u00dcbungen des Parlamentarismus\u00bb, aufzudecken. W\u00e4hrend des Boykotts der Bulyguin&#8217;schen Duma (zweite H\u00e4lfte 1905) wies er darauf hin, dass die allgemeine Aufgabe der Wahlen darin bestehe, \u00abbreite und r\u00fcckst\u00e4ndige Massen zu erwecken und politisch aufzukl\u00e4ren\u00bb, was vorerst utopisch gewesen w\u00e4re, wenn man versucht h\u00e4tte, sie durch die typische Agitation der Sozialdemokratie umarmen zu wollen. Die innerbourgeoisen konstitutionalistischen K\u00e4mpfe selbst, die Lenin als unbewusste \u00abdestruktive Arbeit\u00bb bezeichnet, sind ein unsch\u00e4tzbares Feld f\u00fcr die \u00abunaufh\u00f6rliche Aufkl\u00e4rung\u00bb der Klasse sowohl im Hinblick auf ihre sozialistischen Ziele als auch auf die Zurschaustellung des Widerspruchs ihrer Interessen.<\/p>\n<p>Aber was ist dann die Bedeutung von Wahltaktiken? Es muss immer darum gehen, so Lenin, die \u00abpolitische Agitation\u00bb auszuweiten und zu verst\u00e4rken. Um diese politische Agitation auszudehnen, glaubt Lenin an die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit von \u00abprovisorischen Vereinbarungen\u00bb, parlamentarischen B\u00fcndnissen, mit Gruppen des Fl\u00fcgels der \u00abrevolution\u00e4ren b\u00fcrgerlichen Demokratie\u00bb, deren Ziel nichts anderes ist, als jede b\u00fcrgerliche \u00abVolksfront\u00bb zu \u00abbrechen\u00bb, eine \u00abKrise der Eliten\u00bb zu erzeugen, ohne die wertvolle Autonomie und Klassenunabh\u00e4ngigkeit zu verlieren. Der taktische \u00abEinsatz\u00bb des b\u00fcrgerlichen Parlaments bedeutet f\u00fcr Lenin weder eine \u00abSchmelz-Verd\u00fcnnung\u00bb, noch ersch\u00f6pft er sich in der Degradierung des \u00abParlatoriums\u00bb(sic), in dem \u00abvon Freiheit gesprochen wird, Freiheit verordnet wird, aber keine wirksamen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um die Organismen der Macht zu beseitigen, die die Freiheit zerst\u00f6ren\u00bb. F\u00fcr Lenin kann der parlamentarische Mechanismus genutzt werden, da er gleichzeitig eine \u00abunabh\u00e4ngige, einstimmige, koh\u00e4sive\u00bb politische Organisation ist. Sie kann sogar in Situationen von Ebbe und Gegenrevolution zum \u00abHauptzentrum der Agitation\u00bb werden. Der Kampf zwischen den Parteien ist f\u00fcr Lenin der \u00abganzheitlichste, vollst\u00e4ndigste und spezifischste Ausdruck des politischen Kampfes zwischen den Klassen\u00bb. Die Wahltaktik muss, wie es nicht anders sein kann, zu einem Slogan f\u00fchren, sich verdichten und verfestigen, aber zu einem \u00abpr\u00e4zisen und direkten\u00bb Slogan. Offensichtlich wird f\u00fcr Lenin (und f\u00fcr Marx) die Wahltaktik (dialektisch!) aus der Analyse der objektiven Bedingungen, der konkreten Situation abgeleitet, sie darf niemals eine abstrakte formale Einheit des revolution\u00e4ren Selbstbewusstseins sein. Die dialektische Ableitung der Taktik muss das Ergebnis einer organischen und materialistischen Einheit sein, die ihren Zusammenhalt garantiert und ihr Bewegung und Leben verleiht. Alle Probleme der Taktik sind \u00abProbleme der politischen T\u00e4tigkeit der Partei\u00bb, und selbst wenn die materialistische und dialektische Begr\u00fcndung gesichert ist, kann und muss sich die Praxis auf die Theorie von Marx gr\u00fcnden. Lenin h\u00e4lt an der Notwendigkeit fest, auf die konkreten Fragen der Praxis absolut klare Antworten zu geben, \u00abdie keine zwei Interpretationen zulassen\u00bb; \u00absollen wir jetzt, in diesem pr\u00e4zisen Moment, dies oder jenes Ding tun.\u00bb (\u00abja\/nein?\u00bb).<\/p>\n<p>Was die \u00abWahlbeteiligung\u00bb betrifft, so ist Lenin seit 1906, als die neue zaristische Duma demokratischer funktionierte, der Ansicht, dass der Moment des \u00abaktiven\u00bb Boykotts (wie in der Bulyguin-Phase) \u00fcberwunden werden muss. Jede Teilnahme an Wahlen (mehr oder weniger formell demokratisch) muss darauf ausgerichtet sein, das Klassenbewusstsein des Proletariats zu entwickeln, \u00abdie St\u00e4rkung und Erweiterung seiner Klassenorganisation und seine k\u00e4mpferische Vorbereitung\u00bb. Jegliche Beteiligung an Wahlkampagnen darf niemals \u00abkonstitutionalistische Illusionen\u00bb schaffen; und sie muss als Nebeneffekt das haben, was Lenin \u00absozialdemokratische Bildung\u00bb nennt. Die Frage, die jede revolution\u00e4re Organisation beantworten muss, lautet: Was ist die \u00abobjektive\u00bb Bedeutung von Wahlen und der vollen Teilnahme an ihnen, unabh\u00e4ngig vom Willen, Gewissen, von den Reden und Versprechen der historischen Teilnehmer selbst? H\u00e4ufig besteht das verleumdete b\u00fcrgerliche \u00abparlamentarische Spiel\u00bb darin, den Parlamentarismus selbst einzuschr\u00e4nken und zu entleeren. Die Suche nach dieser r\u00e4tselhaften \u00abobjektiven Bedeutung\u00bb der liberalen Wahlen erfordert in erster Linie eine kritische historisch-materialistische Herangehensweise an die in den Wahlen vorhandenen \u00abKlassenelemente\u00bb sowie eine Analyse der Klassenstruktur der Parteien, die f\u00fcr Lenin \u00abin seinem Programm und in seiner Taktik besonders deutlich zum Ausdruck kommen\u00bb.<\/p>\n<p>F\u00fcr Lenin ist das marxistische System, das die objektive Bedeutung erkl\u00e4rt, nichts anderes als \u00abder Begriff der Produktionsverh\u00e4ltnisse\u00bb und der kritische Materialismus nichts anderes als \u00abdie Erkl\u00e4rung der sozialen Formen durch die materiellen Bedingungen\u00bb. (7) In seinem ersten gro\u00dfen Text von 1894, \u00abWer sind die Freunde des Volkes?\u00bb zitiert Lenin viele Texte von Marx, die damals unbekannt waren (im zaristischen Russland waren die Texte von Engels und Marx verboten), wie z.B. seine Briefe an Arnold Ruge von 1843, die <em>Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie<\/em> von 1843, die <em>Mis\u00e8re de la Philosophie<\/em> (auf Franz\u00f6sisch) von 1847, die deutsche Ideologie von 1845, die Kritik der politischen \u00d6konomie von 1857-1859, Marx&#8216; Korrespondenz mit der Redaktion der russischen Zeitschrift Otetschestwennyje Sapiski wegen eines Artikels des Liberalen Michailowski, sowie das kommunistische Manifest (8), <em>Das Kapital (erster Band)<\/em>, den <em>Anti-D\u00fchring<\/em>, Engels&#8216; Texte zu Feuerbachs Thesen (9) und die <em>Entstehung des Staates und der Familie<\/em>. In diesem Text geht Lenin auch zum ersten Mal ausf\u00fchrlich auf das Problem der Dialektik ein (10), indem er darauf hinweist, dass \u00abdas Ideal nur die Widerspiegelung der Materie ist\u00bb, und eine materialistische Formel aufstellt, die eine gro\u00dfe Zukunft haben wird: \u00abAbstrakte Wahrheit gibt es nicht, Wahrheit ist immer konkret\u00bb. Man muss mit ihr argumentieren, aber in \u00abdialektischer Form\u00bb, denn Lenin betrachtet die b\u00fcrgerliche Gesellschaft als \u00abeinen lebendigen Organismus, der sich in st\u00e4ndiger Entwicklung befindet (und nicht als etwas mechanisch Verbundenes gedacht werden kann, und der daher alle m\u00f6glichen willk\u00fcrlichen Kombinationen isolierter sozialer Elemente zul\u00e4sst) und f\u00fcr dessen Untersuchung es notwendig ist, eine objektive Analyse der Produktionsverh\u00e4ltnisse vorzunehmen, die eine bestimmte soziale Formation ausmachen und die Gesetze ihres Funktionierens und ihrer Entwicklung zu studieren.\u00bb Die materialistische Analyse muss insofern etwas Besonderes sein, als sie die Bedingungen ber\u00fccksichtigen muss, unter denen die von Marx umrissenen allgemeinen Prinzipien in konkreter Form angewendet werden m\u00fcssen. Sie ist diejenige, die objektiv \u00abdas wichtigste politische Schlachtfeld\u00bb festlegen muss.<\/p>\n<p>Im Jahre 1906 definierte Lenin das b\u00fcrgerliche Parlament in all seinen Formen als \u00abdie Hauptform der Herrschaft der herrschenden Klassen und Kr\u00e4fte\u00bb, \u00abdas grundlegende Schlachtfeld der politischen und sozialen Interessen\u00bb, er definierte es weiter als eine rechtliche Institution und gleichzeitig als ein Organ der \u00abb\u00fcrgerlichen Ordnung\u00bb, das den Willen bestimmter Elemente der Bourgeoisie zum Ausdruck bringt. Es ist klar, dass die Bourgeoisie entscheidet, welche Formen des politischen Kampfes f\u00fcr die Funktionalit\u00e4t ihrer eigenen Herrschaft g\u00fcltig sind oder nicht, um ihre eigene Hegemonie wirksam und universell zu machen, und in diesem besonderen Fall betont Lenin, dass jeder parlamentarische Kampf ein ausgekl\u00fcgelter Mechanismus ist, \u00abum jeden &#8218;revolution\u00e4ren Weg&#8216; zur L\u00f6sung historisch-sozialer Probleme auszuhebeln\u00bb. Deshalb zitiert Lenin den revolution\u00e4r-demokratischen Marx von 1848, wenn er sich die Idee zu eigen macht, dass jede b\u00fcrgerliche parlamentarische Demokratie eine \u00abh\u00f6chst verr\u00e4terische Bedeutung\u00bb habe. Lenin wird sogar durch eine Metapher ermutigt: Der parlamentarische Kampf ist nur eine kleine Etappe, ein kleiner Bahnhof, eine \u00abliberale Haltestelle\u00bb, die der Verfassung der Revolution im Wege steht, so dass sie indirekt der Entwicklung dieses Kampfes dienen kann. In dieser Epoche k\u00f6nnen wir sagen, dass Lenin ein \u00abgermanisierter\u00bb revolution\u00e4rer Sozialdemokrat ist (11), ein \u00abrussischer Erfurtianer\u00bb, wie Lih ihn nennt (12), der viele \u00dcbereinstimmungen mit Kautsky hat, nicht nur in Fragen der Organisation, im Verst\u00e4ndnis des revolution\u00e4ren Prozesses, in der Imperialismustheorie, sondern auch in der Einsch\u00e4tzung des Parlamentarismus, indem er ihn zitiert, um festzustellen, dass es f\u00fcr eine revolution\u00e4re Praxis eindeutig unerl\u00e4sslich ist, \u00abdie historisch-konkreten Bedingungen f\u00fcr jeden parlamentarischen Kampf zu analysieren\u00bb.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns daran, dass die \u00abtotale\u00bb Demokratisierung der parlamentarischen Institutionen zusammen mit der Abschaffung von Polizei, Armee und B\u00fcrokratie (moderner Staatsadel) zum Minimalprogramm der deutschen SPD geh\u00f6rte, dem sich Kautsky am explizit historisch-konkreten Beispiel der Pariser Kommune anschloss. Kautsky, und Lenin folgte ihm darin, wiederholte immer wieder, dass \u00abdas Parlament immer die &#8218;Schwelle&#8216; zu allen politischen Aktivit\u00e4ten sein wird.\u00bb Jeder parlamentarische Kampf muss auf der materialistisch-dialektischen Grundlage einer gr\u00fcndlichen Analyse aller politischen Bedingungen des Augenblicks gel\u00f6st werden, der parlamentarische Kampf sowie seine internen Konflikte und Zusammenst\u00f6\u00dfe mit der an der Macht befindlichen Regierung m\u00fcssen zur Bek\u00e4mpfung der reaktion\u00e4ren Elemente \u00abbenutzt\u00bb werden, wobei den liberal-revolution\u00e4r-demokratischen Komponenten wie der Unterst\u00fctzung derjenigen, die \u00abin ihren Aktionen\u00bb auf die breiten Interessen des Proletariats reagieren oder mit ihnen \u00fcbereinstimmen, \u00abbesondere Aufmerksamkeit\u00bb geschenkt werden muss.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die Beispiele lassen sich multiplizieren, aber wir nehmen zwei: in der gro\u00dfen kollektiven offiziellen Kollektivbiographie der UdSSR <em>W.I. Lenin. Biographie<\/em>, aktualisierte Ausgabe von 1961 durch IMEL Moskau, widmet sich Lenins Arbeiten zu Wahlen in die Dumas auf den Seiten 155-156 und 188-189 (\u00fcber Bogdanows antiparlamentarische Fraktion, die \u00abOtzovisten\u00bb, die \u00abRentner\u00bb) von insgesamt 558 Seiten, die Wahltaktik in der \u00ab\u00f6ffentlichen Demaskierung der Politik der Autokratie und der Bourgeoisie\u00bb zusammenzufassen, diese Aktivit\u00e4t dem internen Kampf gegen die Menschewiki unterzuordnen und ohne die Kampfmethode des aktiven und passiven Boykotts zu erw\u00e4hnen, auf Spanisch: AA. VV: <em>V. I. Lenin. Biograf\u00eda<\/em>; Ediciones Pueblos Unidos, Montevideo, 1961; in Gerard Walters fast offizieller Version des Dia-Mat, <em>Lenin<\/em>, 1950, reduziert sich die Wahlpolitik auf Momente der legalen Oase in dem immerw\u00e4hrenden Angriff gegen den \u00abrechten Fl\u00fcgel\u00bb der POSDR, obwohl Walter die Methode des aktiven Boykotts erw\u00e4hnt: p. 156 und folgende; der Wahlkampf f\u00fcr die Zweite Duma ist auf einer halben Seite (161) zusammengefasst, auf der Lenin ein parlamentarisches B\u00fcndnis \u00abmit der Arbeit\u00bb (sic) und zur Verhinderung der \u00abKadetten\u00bb anstrebte, auf Spanisch: G\u00e9rard Walter: <em>Lenin<\/em>, Grijalbo, Barcelona, 1967.<\/p>\n<p>(2) Ein Klassiker in diesem Sinne ist Daniel Shubs Biographie, <em>Lenin \u2013 A Biography<\/em> (1948), die Lenins aktive Boykottarbeit um die erste Duma herum erw\u00e4hnt und zu dem Schluss kommt, dass die bolschewistische Taktik mit den Absichten des Zaren \u00fcbereinstimmte (S. 146-148), ohne im Detail auf die Wahl- oder Parlamentstaktik einzugehen; auf Spanisch: Lenin, Alianza Editorial, Madrid, 1977. Der bekannte Sowjetologe Robert Service weist in seinem Werk <em>Lenin. Eine Biographie<\/em> aus dem Jahre 2000, lapidar darauf hin, dass Lenin argumentierte, die POSDR solle \u00abihre eigenen Kandidaten pr\u00e4sentieren und die Zweite Duma als Gelegenheit nutzen, die Propaganda der Partei zu verbreiten\u00bb (S. 193), und kehrt sp\u00e4ter zur Dritten Duma \u00fcber den Kampf gegen Bogdanow und die \u00abOtzowisten\u00bb zur\u00fcck, um Lenins fraktionellen Charakter und seinen offensichtlichen Mangel an Statur als national-demokratischer F\u00fchrer zu demonstrieren; Service ignoriert die gesamte parlamentarische Strategie und Taktik Lenins insgesamt; auf Spanisch: <em>Lenin. Una biograf\u00eda<\/em>; Siglo XXI, Madrid, 2001. Wenn es denn f\u00fcr die meisten Sowjetologen einen parlamentarischen Lenin gibt, so um dessen antidemokratischen und konspirativen Instinkt zu demonstrieren, den \u00abrauchenden Colt\u00bb der k\u00fcnftigen autorit\u00e4ren Entwicklung zum Stalinismus.<\/p>\n<p>(3) Die Verzerrung des Beitrags zum demokratischen Kampf und zu den Br\u00fcchen von Engels-Marx findet ihr sozialdemokratisches Paradigma bei J\u00fcrgen Habermas (in seiner Studie \u00fcber die b\u00fcrgerliche \u00d6ffentlichkeit) und im postmodernneopopulistischen im Buch von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe, das durch den Erfolg der Partei Podemos in Spanien in Mode gekommen ist: <em>Hegemonie und radikale Demokratie. Zur Dekonstruktion des Marxismus<\/em> (Originalausgabe 1985) oder in Slavoj Zizeks Prolog zu einer Zusammenstellung von Lenins Schriften, der so weit geht zu sagen, dass \u00abLenin Marx nicht wirklich verstand&#8230; die hegelsche Komplexit\u00e4t von Marx&#8216; &#8218;Kritik der politischen \u00d6konomie&#8216; war zu gro\u00df f\u00fcr ihn\u00bb, ein \u00fcberraschendes Buch, das trotz seines Titels und seiner Absicht (\u00abLenin Reoload\u00bb) wenig und verzerrt von Lenin als Politiker spricht; wir werden sehen, \u00abwie wenig\u00bb Lenin den politischen Marx verstanden hat und wie \u00abgro\u00dfartig\u00bb Zizek selbst \u00fcber die Komplexit\u00e4t Lenins und seine m\u00f6gliche Reaktivierung weiss. Negri fasst in seinem Buch \u00fcber Lenin den politischen Lenin seit 1905 als eine \u00dcbergangsphase \u00abder Demokratie als Folge des Sozialismus\u00bb zusammen, ohne die wahlpolitisch-parlamentarische Arbeit zu erw\u00e4hnen; die Phase 1905-1917 wird abstrakt als die der \u00abKonstruktion der Bedingungen der Einheit des Proletariats\u00bb zusammengefasst, d.h. der wirkliche Lenin wird wieder auf den Lenin zur\u00fcckgef\u00fchrt, der \u00abdie\u00bb\u00a0 aufst\u00e4ndische Organisation aufbaut; Lenin ist in einem Oszillieren zwischen zwei Polen gefangen: die \u00abZwei Taktiken der russischen Sozialdemokratie\u00bb von 1905 und die \u00abStaat und Revolution\u00bb von 1917, siehe: Antonio Negri, La <em>fabbrica della strategia<\/em>: 33 <em>lezioni su Lenin<\/em> CLEUP, Padua, 1977; auf Spanisch: La f\u00e1brica de la estrategia: 33 lecciones sobre Lenin, Akal, Madrid, 2004, S. 56 ff.<\/p>\n<p>(4) Ausnahme die bahnbrechende Arbeit von August H. Nimtz: <em>Lenin\u2019s Electoral Strategy from 1907 to the October Revolution of 1917,<\/em> Palgrave-Macmillan, New York, 2014.<\/p>\n<p>(5) Zu den b\u00fcrgerlichen Verfassungsexperimenten im zaristischen Russland ist die Arbeit von Geoffrey A. Hosking, <em>The Russian Constitutional Experiment: Government and Duma, 1907-1914,<\/em> Cambridge University Press, Cambridge-New York, 1973, nach wie vor unverzichtbar. Der Dia-Mat in der UdSSR betrachtete die Experimente der zaristischen Dumas als Versuch einer gescheiterten Anpassung des monarchisch-feudalen Staates an die b\u00fcrgerliche \u00c4ra und versuchte politisch eine Politik des \u00abMan\u00f6vrierens\u00bb zwischen den beiden Hauptklassen (Grundbesitzer und Bourgeoisie), \u00e4hnlich der von Napoleon III. oder Bismarck, die mit den Ansichten Lenins f\u00fcr die Dritte Duma \u00fcbereinstimmte.<\/p>\n<p>(6) Von hier an lassen wir die Stimme Lenins sprechen. Wir haben die spanische Ausgabe des Akal-Verlags verwendet: Obras Completas, Akal Editor, Madrid, 1976, 45 B\u00e4nde plus erg\u00e4nzende Register, Version der vierten sowjetischen Ausgabe; im Zweifelsfall oder beim Fehlen des Textes haben wir auf die deutsche Ausgabe verwiesen (vollst\u00e4ndiger und ersch\u00f6pfender als die russische): Werke (40 B\u00e4nde, 2 Erg\u00e4nzungsb\u00e4nde, Register, Vergleichendes Inhaltsverzeichnis). Dietz-Verlag, Berlin (DDR), 1956-1972; und seine Korrespondenz: Briefe (10 B\u00e4nde), Dietz-Verlag, Berlin (DDR), 1967-1976. F\u00fcr einen F\u00fchrer zu Lenins Gesamtwerk siehe: Harding, Neil: \u00ab<em>Appendix 2. <\/em><em>Guide to Lenin\u2019s \u2018Collected Works\u2019\u00bb<\/em>, in: <em>Leninism<\/em>, Duke University Press, Durham, S. 300-316; die Chronik von Lenins Leben in: Weber, Gerda\/ Weber, Hermann: <em>Cr\u00f3nica de Lenin. <\/em><em>Datos sobre su vida y obra<\/em>; Anagrama, Barcelona, 1975.<\/p>\n<p>(7) Lenin war sich dar\u00fcber bereits 1895 im Klaren, als er das Werk von Engels und Marx in extenso zusammenfasste: Die Heilige Familie, in der Originalausgabe von 1845 (sicherlich von Plechanow zur Verf\u00fcgung gestellt). Krupskaia wies darauf hin, dass Lenin f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse \u00abeine wunderbare Kenntnis\u00bb von Marx hatte und dass er, als er 1893 in St. Petersburg ankam, bereits 1888 Band I von <em>Das Kapital<\/em> sowie seltene oder unbedeutende Texte wie \u00abDas kommunistische Manifest\u00bb gelesen hatte, die im zaristischen Russland fast unbekannt waren; sogar Lenin \u00fcbersetzte aus dem Deutschen (das er von seiner Mutter gelernt hatte) und Franz\u00f6sischen (beim Studium mit seiner Schwester Olga) die Texte von Marx, die ihn interessierten.<\/p>\n<p>(8) Im zaristischen Russland war nur die deutsche Ausgabe durch Schmuggel erh\u00e4ltlich; Krupskaia gesteht, dass sie sie erst 1898 und im Exil lesen konnte.<\/p>\n<p>(9) Lenin hatte auch mehrere Werke von Feuerbach gelesen, wie <em>Grunds\u00e4tze der Philosophie der Zukunft<\/em> (1843) oder <em>Vorlesungen \u00fcber das Wesen der Religion<\/em> (1851).<\/p>\n<p>(10) Lenin verwendet in Erweiterung Marx&#8216; strategischen zweiten Prolog zu <em>Das Kapital<\/em>, der Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber seine Methode aufkl\u00e4rt und in dem er den Unterschied zwischen dem Forschungsmodus (Forschungsweise) und dem Belichtungsmodus (Darstellungswiese) erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>(11) Zum absoluten Einfluss des SPD-Marxismus und seines linken Fl\u00fcgels auf Lenin bis 1914, siehe: Norman Levine: \u00ab<em>The germanization of Lenin<\/em>\u00bb; in: <em>Studies in Soviet Tought<\/em>, 35, 1981, S. 1-37.<\/p>\n<p>(12) Zum Einfluss des ber\u00fchmten \u00abErfurter Programms\u00bb der SPD, dessen Urheberschaft Karl Kautsky zu verdanken ist: <em>Das Erfurter Programm in seinem grunds\u00e4tzlichen Theil<\/em>, Dietz Verlag, Stuttgart, 1892; ein \u00abErfurter\u00bb ist f\u00fcr Lih jemand, der die SPD als Parteimodell akzeptiert, der das Erfurter Programm als ma\u00dfgebliches Glaubensbekenntnis an die revolution\u00e4re sozialdemokratische Mission akzeptiert, der den von Karl Kautsky verfassten Kommentar zum Programm als unwiderlegbare Erkl\u00e4rung sozialistischer Prinzipien, das Erfurter Programm als Definition der Sozialdemokratie in jeder Hinsicht akzeptiert, Lih behauptet, dass Lenin ein leidenschaftlicher \u00abErfurter\u00bb war; siehe Lars T. Lih: <em>Lenin rediscovered. \u00abWas tun?\u00bb in Context<\/em>, Brill, Leiden, 2005, insbesondere sein Teil I. Erfurtianism, S. 41 ff. Nach Lih war Lenin ein \u00abrevolution\u00e4rer Sozialdemokrat\u00bb, der den k\u00fcnftigen \u00abRenegaten\u00bb Kautsky als einen der f\u00fchrenden Exponenten marxistischer Ideen betrachtete der diese erfolgreich auf die Bedingungen seiner Zeit anwandte.<\/p>\n<p>(13) Karl Kautsky: <em>Der Parlamentarismus, die Volksgesetzgebung und die Socialdemokratie<\/em>, Dietz Verlag, Stuttgart, 1893; auf Spanisch: <em>Parlamentarismo y Democracia<\/em>; Editora Nacional, Madrid, 1982.<\/p>\n<p>(14) Wie Lih betont, behauptete Lenin in der Tat die revolution\u00e4re Vergangenheit Kautskys auch \u00fcber 1917 hinaus, selbst nachdem Kautsky zu einer Art Teufel und Abtr\u00fcnnigem geworden war. Bis zu seinem Todestag behauptete Lenin weiterhin, dass Kautsky der herausragendste marxistische Theoretiker seiner Zeit sei, und best\u00e4tigte, dass sich das MEI unter der Leitung von David Riazanov, der das gesamte historisch-kritische Werk von Marx und Engels herausgab, auf eine umfassende Ausgabe seiner Schriften vorbereitete.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.laizquierdadiario.com\/Urnas-y-calles-Lenin-electoral\"><em>laizquierdadiario.com&#8230;<\/em><\/a><em> vom 17. August 2020; \u00dcbersetzung durch Redaktion maulwuerfe.ch<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicolas Gonzalez Varela. 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