{"id":8348,"date":"2020-08-22T08:56:03","date_gmt":"2020-08-22T06:56:03","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8348"},"modified":"2020-08-22T08:56:04","modified_gmt":"2020-08-22T06:56:04","slug":"wie-haetten-die-nazis-gestoppt-werden-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8348","title":{"rendered":"Wie h\u00e4tten die Nazis gestoppt werden k\u00f6nnen?"},"content":{"rendered":"<p><em>Nathaniel Flakin.<\/em> <strong>Die rassistischen Anschl\u00e4ge von Hanau vor sechs Monaten und das Wachstum faschistischer Strukturen in den Sicherheitsapparaten werfen heute erneut die Frage auf, welche Lehren aus dem Kampf gegen den Faschismus zu ziehen sind.<!--more--> 1932 schrieb der russische Revolution\u00e4r Leo Trotzki die Brosch\u00fcre &#8222;Was nun? Schicksalsfragen des Proletariats&#8220;, welche wir 2013 mit einem neuen Vorwort neu herausgaben. Die Lehren aus dieser Brosch\u00fcre sind heute aktuell wie nie: \/\/\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/trotzkismus.wordpress.com\/2013\/02\/04\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/\"><strong>Vorwort zur Neuausgabe<\/strong><\/a><strong>\u00a0von\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/trotzkismus.wordpress.com\/2013\/02\/04\/was-nun-schicksalsfragen-des-deutschen-proletariats\/\"><strong>\u201eWas nun? Schicksalsfragen des deutschen Proletariats\u201c von Leo Trotzki<\/strong><\/a><strong>\u00a0\/\/<\/strong><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"890\" height=\"550\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wasnun-feature-890x550-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8349\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wasnun-feature-890x550-1.jpg 890w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wasnun-feature-890x550-1-300x185.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wasnun-feature-890x550-1-768x475.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 890px) 100vw, 890px\" \/><\/figure>\n<p>Vor 80 Jahren, im Januar 1933, wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. In den folgenden Wochen und Monaten wurden die millionenstarken Organisationen der deutschen ArbeiterInnenbewegung von den Nazis zerschlagen. Die Katastrophe ging vor sich, ohne dass ein Schuss fiel. Wie konnte es dazu kommen, dass die deutschen ArbeiterInnen scheinbar freiwillig ins Messer liefen?<\/p>\n<p>Die Behauptungen der deutschen Bourgeoisie in ihren Geschichtsb\u00fcchern, wonach die gesamte Bev\u00f6lkerung von Hitler begeistert war, k\u00f6nnen nicht \u00fcber die Tatsache hinwegt\u00e4uschen, dass die Elite die NSDAP mit viel Geld unterst\u00fctzte, w\u00e4hrend Millionen ArbeiterInnen bereit waren, gegen den Aufstieg der Nazis zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Warum kam es nicht zur entscheidenden Kraftprobe? Die gr\u00f6\u00dften ArbeiterInnenorganisationen in Deutschland, die SPD und die KPD, lehnten jede Zusammenarbeit gegen die faschistische Gefahr ab. Der russische Revolution\u00e4r Leo Trotzki \u2013 der wegen seines Kampfes gegen die stalinistische B\u00fcrokratie aus der Sowjetunion verbannt wurde und im Exil auf der t\u00fcrkischen Insel Prinkipo lebte \u2013 forderte demgegen\u00fcber in zahlreichen Artikeln und Brosch\u00fcren eine Einheitsfront der ArbeiterInnen gegen den Faschismus.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-1\"><strong>[1]<\/strong><\/a>\u00a0Er bezog sich dabei auf die Politik der Einheitsfront, die die Kommunistische Internationale vor ihrer Stalinisierung entwickelt hatte, als Lehre aus den revolution\u00e4ren Prozessen nach dem Ersten Weltkrieg, allen voran aus der Oktoberrevolution in Russland.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise, die 1929 einsetzte, konnte das deutsche Kapital die Existenz von starken ArbeiterInnenorganisationen nicht l\u00e4nger dulden \u2013 selbst reformistische Gewerkschaften waren angesichts der Verwertungskrise nicht mehr zu ertragen. Ins Elend gest\u00fcrzte Teile der Bev\u00f6lkerung, vor allem des Kleinb\u00fcrgertums, suchten nach radikalen L\u00f6sungen. Die historische Aufgabe des Faschismus bestand darin, diese in Kampftruppen gegen die ArbeiterInnenbewegung zu sammeln.<\/p>\n<p>Angesichts dieser existentiellen Gefahr mussten alle ArbeiterInnenorganisationen zusammenhalten. Doch die F\u00fchrung der SPD war seit ihrer Zustimmung zum Ersten Weltkrieg am 4. August 1914 zu einer Agentur der Bourgeoisie geworden \u2013 in der Weimarer Republik verwaltete sie gro\u00dfe Teile des b\u00fcrgerlichen Staates im Interesse der KapitalistInnen und im Rahmen der Krise st\u00fctzte sie die Br\u00fcning-Regierung mit ihren Notverordnungen gegen die ArbeiterInnen. Die F\u00fchrung der KPD war ihrerseits vollst\u00e4ndig der B\u00fcrokratie der Sowjetunion unterworfen \u2013 sie folgte den Befehlen aus Moskau, und damals hie\u00df es, die Sozialdemokratie sei in Wirklichkeit \u201eSozialfaschismus\u201c.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftskrise f\u00fchrte zu einer Radikalisierung breiter Schichten: Besonders Kleinb\u00fcrgerInnen wurden von den Nazis angezogen, w\u00e4hrend ArbeiterInnen (im geringeren Ma\u00df) zur KPD gingen \u2013 trotz ihrer stalinistischen Politik. Trotzki argumentierte, dass eine revolution\u00e4re Partei der ArbeiterInnen auch die Kleinb\u00fcrgerInnen gewinnen k\u00f6nnte, wenn sie einen klaren revolution\u00e4ren Ausweg aus der Krise aufzeigen w\u00fcrde. Doch die Weigerung der stalinistischen F\u00fchrung der KPD, eine proletarische Einheitsfront zu schaffen, machte es unm\u00f6glich, die Massen der ArbeiterInnen f\u00fcr eine revolution\u00e4re Perspektive zu gewinnen und so auch andere Schichten mitzurei\u00dfen.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Auf wenige S\u00e4tze reduziert schlug Trotzki den kommunistischen ArbeiterInnen folgende Politik im Umgang mit ihren sozialdemokratischen KollegInnen vor: \u201eDie Politik unserer Parteien ist unvers\u00f6hnlich; aber wenn die Faschisten heute nacht kommen, um die R\u00e4ume Deiner Organisation zu zerst\u00f6ren, so werde ich Dir mit der Waffe in der Hand zu Hilfe kommen. Versprichst Du, ebenfalls zu helfen, wenn die Gefahr meine Organisation bedroht?\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Doch f\u00fcr Trotzki war die Frage der Einheitsfront nicht nur zur Verteidigung gedacht. Sie war eine \u201eaktive Verteidigung mit der Perspektive eines \u00dcbergangs zur Offensive\u201c.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-3\"><strong>[3]<\/strong><\/a>\u00a0Die Strukturen der Einheitsfront w\u00fcrden sich nicht auf den Kampf gegen die Nazis beschr\u00e4nken, sondern alle m\u00f6glichen Probleme der ArbeiterInnen behandeln. Die Einheitsfront m\u00fcsste mit der Schaffung von Organen der Selbstorganisierung einhergehen, die die ArbeiterInnenklasse f\u00fcr eine Offensive gegen die Herrschaft der Bourgeoisie einsetzen k\u00f6nnte. Oder wie Trotzki erkl\u00e4rte: Macht eine wirkliche Front der gro\u00dfen ArbeiterInnenorganisationen \u201eund Ihr habt den Berliner Sowjet der Arbeiterdeputierten!\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-4\"><strong>[4]<\/strong><\/a>\u00a0Die Einheitsfront sollte also an den Bed\u00fcrfnissen der anti-faschistischen Defensive ankn\u00fcpfen, um diesen Verteidigungskampf in die Bahnen einer revolution\u00e4ren Offensive zu lenken.<\/p>\n<p>Die von Trotzki vorgeschlagene Einheitsfronttaktik hatte er nicht frei erfunden. Wie schon erw\u00e4hnt, wurde sie von der Komintern auf ihrem 3. und 4. Weltkongress verallgemeinert. Die Einheitsfront ist dabei nicht nur eine B\u00fcndnispolitik: Sie beinhaltet auch stets ein Kampf der Kommunistischen Partei gegen die eigene PartnerInnen, um deren Basis f\u00fcr die eigene Politik der sozialistischen Revolution zu gewinnen.<\/p>\n<p>Viel Verwirrung in dieser Angelegenheit stiftet bis heute die KPD-Parole der \u201eroten Einheitsfront\u201c oder der \u201eEinheitsfront von unten\u201c. Sie wurde einer Einheitsfront mit der SPD-F\u00fchrung als \u201erevolution\u00e4re Alternative\u201c entgegengestellt. Betrachtet man die \u00e4u\u00dferst brutale Niederschlagung der Revolutionsversuche von 1919 bis 1923 durch die SPD und auch den Berliner \u201eBlutmai\u201c von 1929, ist diese Haltung gegen\u00fcber der SPD-F\u00fchrung durchaus nachvollziehbar. Revolutionen werden aber nicht von den wenigen KommunistInnen gemacht, die f\u00fcr sich die Einsicht gewonnen haben, dass die SPD reaktion\u00e4r ist. Revolutionen werden von den proletarischen Massen gemacht und von denen hatten viele noch Vertrauen in ihre sozialdemokratische F\u00fchrung. Revolution\u00e4re Politik musste den Massen klar machen, dass ihnen unter F\u00fchrung der SPD der Untergang drohte. Dieser Bewusstseinswandel konnte gar nicht dadurch erreicht werden, dass die KPD, die selbst so manche erdr\u00fcckende Niederlage zu verantworten hatte, den ArbeiterInnen blo\u00df ewig den reaktion\u00e4ren Charakter der SPD vorbetete. Stattdessen h\u00e4tte die SPD in der politischen Aktion gepr\u00fcft werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Einheitsfront von KPD und SPD \u2013 unter \u00f6ffentlich vor den Massen ausgehandelten Bedingungen \u2013 h\u00e4tte die SPD-F\u00fchrung bei Strafe ihres eigenen Gesichtsverlustes in den Kampf gedr\u00e4ngt. In diesem h\u00e4tte sie die Bewegung bei jedem entscheidenden Schritt zu bremsen versucht, sich damit offen diskreditiert, und die KPD h\u00e4tte sich als konsequente Verfechterin der Interessen des Proletariats beweisen k\u00f6nnen, um so die Massen f\u00fcr sich und f\u00fcr die sozialistische Revolution zu gewinnen. Statt diesen Kampf mit der SPD zu f\u00fchren, wartete die KPD jedoch mit der Parole der \u201eRoten Einheitsfront\u201c vergebens darauf, dass die Massen von alleine mit den SozialdemokratInnen brachen und sich der Kommunistischen Partei anschlossen.<\/p>\n<p>Im Deutschen Reich gab es kleinere St\u00e4dte, in denen die Linke Opposition der KPD (die trotzkistische Organisation, die als externe Fraktion der KPD arbeitete) aufgrund ihrer relativen Gr\u00f6\u00dfe in der Lage war, eine wirkliche Einheitsfront aller lokalen ArbeiterInnenorganisationen zu schaffen. In Bruchsal in Baden-W\u00fcrttemberg, in Klingenthal in Sachsen sowie in Oranienburg bei Berlin konnten SPD, KPD, LO und unorganisierte ArbeiterInnen in gemeinsamen Aussch\u00fcssen das Voranschreiten der Nazis erfolgreich verhindern.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-5\"><strong>[5]<\/strong><\/a>\u00a0Doch es blieb bei diesen vereinzelten Beispielen. Bis \u00fcber den 30. Januar 1933 hinaus hielten die beiden ArbeiterInnenparteien SPD und KPD auf landesweiter Ebene daran fest, nicht gemeinsam gegen die Nazis zu k\u00e4mpfen. Wie die \u00f6sterreichische Band \u201eDie Schmetterlinge\u201c einmal gesungen hat, hielt diese Politik, \u201ebis sich Sozialdemokraten und Kommunisten schlie\u00dflich vereint sahen \u2013 im KZ.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-6\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Diese kampflose Niederlage ist auch im Nachhinein schwer zu verstehen. Die stalinistische Geschichtsschreibung, die dem Zweck diente, die Politik der KPD und der Komintern unter der F\u00fchrung Stalins als fehlerlos zu bezeichnen, trug und tr\u00e4gt noch heute vieles zur Verwirrung bei. So lesen wir in vielen stalinistischen Texten, die KPD habe trotz der \u201eSozialfaschismusthese\u201c f\u00fcr die Einheitsfront gek\u00e4mpft. In manchen Texten von der heutigen Antifa-Bewegung hei\u00dft es gleichfalls, dass die von der KPD ins Leben gerufene Frontorganisation \u201eAntifaschistische Aktion\u201c in der Tat die Einheitsfront der deutschen ArbeiterInnenbewegung war.<\/p>\n<p>Weil die Antifa-Bewegung heute f\u00fcr viele Jugendliche, die etwas gegen Nazis unternehmen wollen, einen ersten Bezugspunkt darstellt, m\u00fcssen wir uns auch genauer mit ihrem Geschichtsbild auseinandersetzen (auch wenn klar ist, dass die Antifa-Bewegung viele verschiedene Str\u00f6mungen und Positionen umfasst). Die Antifaschistische Linke International aus G\u00f6ttingen schreibt: \u201eDie KPD wollte eine Einheitsfront aller AntifaschistInnen aus ArbeiterInnen der KPD, SPD, christlich organisierten ArbeiterInnen, gewerkschaftlich Organisierten und Unorganisierten, Beamten, B\u00e4uerInnen, HandwerkerInnen und Intellektuellen schaffen.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-7\"><strong>[7]<\/strong><\/a>\u00a0Sie versuchen nicht zu erkl\u00e4ren, warum die KPD ihre Aufrufe auf jene beschr\u00e4nkte, die unter der F\u00fchrung der KPD zu k\u00e4mpfen bereit waren, und warum sie die F\u00fchrung der SPD von der Zusammenarbeit von vorne herein ausschloss.<\/p>\n<p>Genau das umgekehrte Bild beschreibt der Antifa-Aktivist und Historiker Bernd Langer in einer Brosch\u00fcre zum 80. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Antifaschistischen Aktion. Die Einheitsfrontpolitik, wie es die 3. und 4. Kongresse der Komintern Anfang der 20er Jahre beschlossen hatten, sei laut Langer immer nur die Suche nach B\u00fcndnissen \u201emit der Basis anderer Arbeiterparteien [\u2026], ohne mit den Parteien selbst zu koalieren. Mit der \u201aEinheitsfront\u2018 war also nicht eine gleichberechtigte Zusammenarbeit verschiedener Organisationen gemeint, sondern die Dominanz der Arbeiterbewegung durch die Kommunisten.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-8\"><strong>[8]<\/strong><\/a>\u00a0So verwechselt Langer die Einheitsfrontpolitik mit der \u201eEinheitsfront von unten\u201c oder der \u201eroten Einheitsfront\u201c \u2013 die stalinisierten Parteien bildeten unter diesen Begriffen B\u00fcndnisse mit sich selbst und ihren engsten SympathisantInnen, um vom Druck f\u00fcr eine tats\u00e4chliche Einheitsfront abzulenken. Dabei verschweigt er mehrere Beispiele, wie die KPD in den 20er Jahren Einheitsfronten unter offensiver Einbeziehung der SPD (einschlie\u00dflich ihrer F\u00fchrung) bildete.<\/p>\n<p>In beiden historischen Texten aus der Antifa-Szene gibt es keine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum die deutsche ArbeiterInnenbewegung verloren hat. Diese L\u00fccke ist aber wiederum eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr den tiefen Geschichtspessismus der Antifa-Bewegung: Da die am besten organisierte ArbeiterInnenklasse der damaligen Welt den Faschismus nicht aufhalten konnte, konnte dieser Pessimismus zu einer Brutst\u00e4tte f\u00fcr die sogenannte \u201eantideutsche\u201c Bewegung mit ihren Theorien werden, dass der Faschismus auf bestimmte Charaktermerkmale der Deutschen zur\u00fcckzuf\u00fchren sei.<\/p>\n<p>Dass die Antifa-Szene die Lehren aus der Niederlage nicht gezogen hat, merkt man auch an Hand ihrer heutigen Praxis. Gegen den gr\u00f6\u00dften Naziaufmarsch Europas, der Jahr f\u00fcr Jahr im Februar in Dresden stattfand, gab es jahrelang militante, aber kleine und isolierte, Antifa-Demos, die sich \u201egegen Nazis und B\u00fcrgermob\u201c richteten. Auch wenn es nicht so genannt wurde, passte diese Gleichsetzung gut zur \u201eSozialfaschismusthese\u201c der StalinistInnen.<\/p>\n<p>Ab 2010 gab es dann in Dresden, von anderen Kr\u00e4ften der Antifa-Bewegung ausgehend, Blockaden gegen den Naziaufmarsch, die breite Kreise (darunter Mitglieder von SPD, Linkspartei und Gewerkschaften) einbezogen hat. Diese B\u00fcndnisse konnten wirkliche Blockaden durchsetzen \u2013 doch nutzten die linksradikalen Kr\u00e4fte die Gelegenheit nicht, um ihre sozialdemokratischen Verb\u00fcndeten zu kritisieren und deren Basis zu gewinnen. (Obwohl gerade die Sozialdemokratie mit Hartz IV, Afghanistankrieg und \u201eAsylkompromiss\u201c den Boden bereitet hatte, auf dem die Nazis wachsen konnten). Deswegen k\u00f6nnen wir trotz der wichtigen taktischen Erfolge nicht von einem strategischen Durchbruch, d.h. vom nennenswerten Anwachsen revolution\u00e4rer Kr\u00e4fte in Deutschland, sprechen.<\/p>\n<p>Leider gibt es selbst von jungen Historikern, die sich auf den Trotzkismus beziehen, wenig Klarheit in dieser Frage. So bezieht sich Florian Wilde, der im Vorstand der Linkspartei ist, positiv auf alle \u201esozialistischen Zwischengruppen\u201c in der Weimarer Republik, also auf die SAP, die KPO und auch die TrotzkistInnen, ohne zwischen diesen Str\u00f6mungen mit ihren unterschiedlichen Auffassungen der Einheitsfront und Strategien zu differenzieren.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-9\"><strong>[9]<\/strong><\/a>\u00a0Marcel Bois von der Gruppe \u201eMarx21\u201d und der Linkspartei erkl\u00e4rt die Einheitsfrontpolitik zu einer rein defensiven Politik, losgel\u00f6st von einer Strategie f\u00fcr die sozialistische Revolution.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-10\"><strong>[10]<\/strong><\/a>\u00a0Dabei \u00fcbersehen beide, wie Trotzki in der vorliegenden Brosch\u00fcre erkl\u00e4rt, dass die zentristischen Gruppen, die die Einheitsfront als Selbstzweck konzipierten, keine revolution\u00e4re Antwort auf die kapitalistische Krise und damit letztendlich keine Politik f\u00fcr den Sieg gegen Hitler entwickeln konnten. Denn nur die sozialistische Revolution (nicht die \u201epositive Antwort\u201c auf die Krise, von der Wilde spricht, was auch immer das sein mag) kann die faschistische Gefahr wirklich beseitigen. Diese historische Verschwommenheit passt auch dazu, dass beide Aktivisten sich f\u00fcr eine \u201eEinheit der Linken\u201c im Rahmen der reformistischen Linkspartei einsetzen, ohne eine klare revolution\u00e4re Strategie zu vertreten.<\/p>\n<p>Bei der maoistischen MLPD ist die Analyse noch viel verheerender. Die MaoistInnen k\u00f6nnen trotz ihrer positiven Haltung zu Stalin und zur KPD unter seiner F\u00fchrung zugeben, dass sich die Sozialfaschismusthese \u201eals tragischer Irrtum\u201c erwies. Doch sie rechtfertigen diesen Fehler gleich mit einem Hinweis, \u201edass sich damals niemand das tats\u00e4chliche Ausma\u00df des faschistischen Terrors hatte vorstellen k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-11\"><strong>[11]<\/strong><\/a>\u00a0Sie setzen sich nicht mit Trotzkis Politik auseinander, der nicht nur diesen Fehler zum richtigen Zeitpunkt (und nicht Jahrzehnte sp\u00e4ter!) brandmarkte, sondern auch eine Alternative aufzeigte. Die MLPD h\u00e4lt stattdessen an den waghalsigen Verleumdungen gegen Trotzki fest, die die stalinistische B\u00fcrokratie zur Rechtfertigung der Ermordung Zehntausender KommunistInnen erfand, f\u00fcr die es jedoch auch nach \u00d6ffnung der sowjetischen Archive keine Belege gibt. Ihre zentrale Losung heute gegen die faschistische Gefahr \u2013 \u201eF\u00fcr das Verbot aller faschistischen Organisationen!\u201d \u2013 bedeutet aber keinen wirklichen Fortschritt. Denn statt einer Einheitsfront der ArbeiterInnen propagieren sie letztendlich eine \u201eEinheitsfront\u201c mit dem kapitalistischen Staat, den sie zum Schutz der ArbeiterInnen auffordern. Mit dieser reformistischen Illusion in die b\u00fcrgerliche Demokratie, die Anfang der 30er bei der SPD ebenfalls vorherrschte, setzt sich Trotzki ebenfalls in dieser Brosch\u00fcre auseinander.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Heutzutage sind die Lehren aus der Niederlage der ArbeiterInnenbewegung besonders wichtig. Die Euro-Krise, die in Griechenland in der zugespitztesten Form zu Tage tritt, f\u00fchrt ebenfalls zu einer politischen Polarisierung: Die FaschistInnen der \u201eGoldenen Morgenr\u00f6te\u201c, die vor Kurzem noch ein kleiner Haufen waren, bekommen nun Hunderttausende W\u00e4hlerInnenstimmen. Die linksreformistische Kleinpartei SYRIZA wuchs praktisch \u00fcber Nacht zu einem politischen Bezugspunkt f\u00fcr Millionen.<\/p>\n<p>Doch die F\u00fchrung von SYRIZA strebt nach einer Regierungsbeteiligung und behauptet, die Krise im Rahmen des kapitalistischen Systems durch Verhandlungen mit der EU l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Damit verbreitet sie reformistische Illusionen, die nur zu Niederlagen und Entt\u00e4uschung der Massen f\u00fchren k\u00f6nnen. Gerade eine Linke, die sich beharrlich im Rahmen des Systems h\u00e4lt, l\u00e4sst die FaschistInnen sich als angebliche \u201eSystemgegnerInnen\u201c profilieren.<\/p>\n<p>Die Aufgabe der Stunde in Griechenland besteht deswegen nicht in der \u201eEinheit der Linken\u201c in einer reformistischen Partei, wie es manche Gruppen mit revolution\u00e4rem Anspruch fordern. Genauso wenig kann sich die Arbeit der Linken auf militante Auseinandersetzungen mit den FaschistInnen beschr\u00e4nken, an denen sich nur autonome Jugendliche beteiligen.<\/p>\n<p>Nein, die Aufgabe der Stunde besteht darin, f\u00fcr eine wirkliche Einheitsfront zu k\u00e4mpfen: Die arbeitenden Massen selbst m\u00fcssen in den antifaschistischen Selbstschutz einbezogen werden. Die dazu notwendigen Strukturen k\u00f6nnen und m\u00fcssen (\u00e4hnlich wie in der Situation, die Trotzki in dieser Brosch\u00fcre beschrieb) zu Organen der Selbstorganisierung und des Kampfes gegen die K\u00fcrzungsdiktate der griechischen und europ\u00e4ischen Bourgeoisien werden. Dazu ist es jedoch n\u00f6tig, eine konsequent revolution\u00e4re Partei der ArbeiterInnen und der Jugendlichen in Griechenland aufzubauen, die in der Einheitsfront gleichzeitig f\u00fcr die breiteste Einheit der ArbeiterInnenklasse gegen die faschistische Gefahr und gegen die reformistischen F\u00fchrungen der Massenparteien f\u00fcr eine revolution\u00e4re Perspektive, f\u00fcr eine ArbeiterInnenregierung als Schritt hin zur Diktatur des Proletariats k\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Aus der kampflosen Niederlage der am besten organisierten ArbeiterInnenbewegung der Welt im Jahr 1933, und angesichts der Weigerung der stalinisierten Komintern, irgendwelche Lehren daraus zu ziehen, schlussfolgerten Trotzki und seine Anh\u00e4ngerInnen, dass der Kampf f\u00fcr den Aufbau einer neuen, Vierten Internationale notwendig war. Der Wiederaufbau der Vierten Internationale ist auch heute n\u00f6tig, um den Faschismus zu besiegen und eine Antwort auf die Krise im Sinne der ArbeiterInnen und Jugend zu geben.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Der vorliegende Text \u201eWas nun? Schicksalsfragen des deutschen Proletariats\u201c ist Teil der Schriften Leo Trotzkis \u00fcber die Situation in Deutschland vor und nach dem Aufstieg des Faschismus\u2018. Trotzki verfasste diese Schrift im Januar 1932 auf der t\u00fcrkischen Insel Prinkipo, auf der er aufgrund seiner Gegnerschaft zu Stalins Regime zwischen 1929 und 1933 im Exil lebte.<\/p>\n<p>Der britische Marxist Perry Anderson schrieb \u00fcber Trotzkis Schriften \u00fcber Deutschland, dass \u201ederen Qualit\u00e4t als konkrete Untersuchung einer politischen Situation in der Geschichte des historischen Materialismus\u201c einzigartig sei. Trotzki konnte seine Analyse entwickeln, obwohl er vom tagt\u00e4glichen Kampf der deutschen ArbeiterInnen abgeschnitten war: \u201eAm internationalistischen Charakter seiner Interventionen, die der deutschen Arbeiterklasse eine Waffe gegen die sie bedrohende t\u00f6dliche Gefahr in die Hand geben sollten, hielt Trotzki auch f\u00fcr den Rest seines Lebens fest.\u201d<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-12\"><strong>[12]<\/strong><\/a>\u00a0Es ist umso erstaunlicher, dass diese Schriften erst 1971 in deutscher Sprache in Buchform herausgegeben wurden.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-13\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Noch heute sind Trotzkis Schriften in Deutschland weitgehend unbekannt. Mit der Herausgabe ausgew\u00e4hlter Schriften im Trotzki-Archiv wollen wir einen Beitrag daf\u00fcr leisten, dass die politischen Schlussfolgerungen, die Trotzki im Kampf gegen den Faschismus und f\u00fcr eine sozialistische Revolution auf weltweitem Ma\u00dfstab zog, einem breiteren Publikum bekannt werden, denn sie sind heute, angesichts der gr\u00f6\u00dften weltweiten Krise des Kapitalismus seit 80 Jahren, relevanter als je zuvor.<\/p>\n<p><em>von Wladek Flakin, Ende Januar 2013<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Brosch\u00fcre wurde von J. Frankel ins Deutsche \u00fcbersetzt und von der Linken Opposition der KPD herausgegeben. Die vorliegende Version entstand auf Grundlage der\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1932\/wasnun\/index.htm\"><strong><em>Transkription von Einde O\u2019Callaghan<\/em><\/strong><\/a><em>\u00a0f\u00fcr marxists.org aus dem Jahr 2008. Wir haben zahlreiche Korrekturen vorgenommen und die Rechtschreibung aktualisiert sowie die Fu\u00dfnoten erweitert.<\/em><\/p>\n<p><em>Weiter zu\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/trotzkismus.wordpress.com\/2013\/02\/04\/was-nun-schicksalsfragen-des-deutschen-proletariats\/\"><strong><em>\u201eWas nun? Schicksalsfragen des deutschen Proletariats\u201c<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-1-backlink\"><strong>1<\/strong><\/a>]. Bis Mitte 1932 wurden rund 67.000 Exemplare der Brosch\u00fcren Trotzkis in Deutschland verkauft. Seine Artikel erschienen in erster Linie in der Zeitung Permanente Revolution, die von der Linken Opposition der KPD mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren pro Woche herausgegeben wurde. Quelle: Anton Grylewicz: Die Entwicklung der deutschen Opposition. In: Annegret Sch\u00fcle: Trotzkismus in Deutschland bis 1933. \u201eF\u00fcr die Arbeitereinheitsfront zur Abwehr des Faschismus\u201c. K\u00f6ln 1989.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-2-backlink\"><strong>2<\/strong><\/a>]. Leo Trotzki:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/tr\/1930\/300926a.htm\"><strong>Die Wendung der Komintern und die Lage in Deutschland<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-3-backlink\"><strong>3<\/strong><\/a>]. Leo Trotzki: Die Trag\u00f6die des deutschen Proletariats. In: Ebd.: Portr\u00e4t des Nationalsozialismus. Essen 1999. S. 292.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-4-backlink\"><strong>4<\/strong><\/a>]. Diese Brosch\u00fcre, Kapitel 13.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-5-backlink\"><strong>5<\/strong><\/a>]. Vgl.: Marcel Bois: Die \u201e(Vereinigte) Linke Opposition\u201c 1930 \u2013 1933. Unver\u00f6ffentlichte Magisterarbeit an der Universit\u00e4t Hamburg. 2003. S. 96-102.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-6-backlink\"><strong>6<\/strong><\/a>]. Die Schmetterlinge: Hitler Blues.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-7-backlink\"><strong>7<\/strong><\/a>]. ALI:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.inventati.org\/ali\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1724:geschichte-wird-gemacht&amp;Itemid=15\"><strong>\u201eHer zu uns!\u201c Zur historischen Antifaschistischen Aktion von 1932<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-8-backlink\"><strong>8<\/strong><\/a>]. Bernd Langer:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.inventati.org\/ali\/pics\/2012\/historisches\/80J_AA_web.pdf\"><strong>80 Jahre Antifaschistische Aktion<\/strong><\/a>. G\u00f6ttingen 2012. S. 7.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-9-backlink\"><strong>9<\/strong><\/a>]. Ver\u00f6ffentlicht in der Brosch\u00fcre\u00a0<a href=\"http:\/\/www.linksjugend-solid.de\/fileadmin\/linksjugend\/Reader\/Brosch_Web_final2.pdf\"><strong>Block fascism!<\/strong><\/a>\u00a0S. 16-26. Auch auf Englisch in\u00a0<a href=\"http:\/\/www.isj.org.uk\/index.php4?id=872\"><strong>International Socialism Nr. 137<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-10-backlink\"><strong>10<\/strong><\/a>]. Marcel Bois und Florian Wilde:\u00a0<a href=\"http:\/\/marx21.de\/content\/view\/260\/36\/\"><strong>Durch gute Arbeit \u00fcberzeugen<\/strong><\/a>. In: Marx21. Nr. 3. Berlin 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-11-backlink\"><strong>11<\/strong><\/a>]. MLPD:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mlpd.de\/2011\/kw50\/vor-30-jahren-errichtung-der-sozialfaschistischen-diktatur-in-polen\"><strong>Vor 30 Jahren: Errichtung der sozialfaschistischen Diktatur in Polen<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-12-backlink\"><strong>12<\/strong><\/a>]. Perry Anderson: \u00dcber den westlichen Marxismus. Frankfurt am Main 1978. S. 141-42.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/#footnote-381-13-backlink\"><strong>13<\/strong><\/a>]. Leo Trotzki: Schriften \u00fcber Deutschland. Herausgegeben von Helmut Dahmer. Frankfurt am Main 1971.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-hatten-die-nazis-gestoppt-werden-konnen-2\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 22. August 2020 <\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nathaniel Flakin. 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