{"id":8457,"date":"2020-09-07T14:54:40","date_gmt":"2020-09-07T12:54:40","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8457"},"modified":"2020-09-07T14:54:41","modified_gmt":"2020-09-07T12:54:41","slug":"die-neue-heimarbeit-als-angriff-auf-die-arbeits-und-lebensbedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8457","title":{"rendered":"Die Neue Heimarbeit als Angriff auf die Arbeits- und Lebensbedingungen"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201cExtrem flexible Arbeitszeiten gehen h\u00e4ufig zulasten der Besch\u00e4ftigten. Dabei sind die Folgen f\u00fcr Frauen andere als f\u00fcr M\u00e4nner, zeigt eine neue Untersuchung der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung*. Was ist f\u00fcr Arbeitnehmer am besten: feste B\u00fcrozeiten,<\/em> <!--more-->Gleitzeit oder v\u00f6llige Selbstbestimmung ohne konkrete Zeitvorgaben? <em>Selbstbestimmung klingt gut, ist aber auch eine Einladung zur Selbstausbeutung, wie eine Analyse von Dr. Yvonne Lott zeigt. <\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/postmodern_times.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8458\" width=\"383\" height=\"339\"\/><\/figure>\n<p><em>Die B\u00f6ckler-Expertin f\u00fcr Arbeitszeiten hat untersucht, welche Zusammenh\u00e4nge zwischen Arbeitszeitmodellen, Verhalten und Arbeitsbelastungen von Frauen und M\u00e4nnern bestehen. Die Auswertung basiert auf Angaben von gut 10.000 Personen aus der Haushaltsbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) der Jahre 2011 und 2012. Es zeigt sich: \u2013 Wer im Homeoffice t\u00e4tig ist, kann abends oft nicht abschalten. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 45 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie bei Besch\u00e4ftigten, die nie zu Hause arbeiten. Offenbar verschwimmen die Grenzen zwischen den Lebensbereichen bei dieser Arbeitsweise besonders leicht. (\u2026) Im Lichte dieser Erkenntnisse sei eine von Unternehmen h\u00e4ufig geforderte weitere Deregulierung der Arbeitszeitbestimmungen \u00e4u\u00dferst kritisch zu sehen, sagt Lott. Neben den negativen Konsequenzen f\u00fcr die Work-Life-Balance versch\u00e4rfen Modelle wie die v\u00f6llige Arbeitszeitautonomie auch die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern\u2026\u201d<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/106575_110305.htm\">Pressemitteilung der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung vom 14. August 2017<\/a>, die Mitteilung bezieht sich auf den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_fofoe_pb_003_2017.pdf\">Policy Brief Nr.003, August 2017 \u201cSelbst organisiertes Arbeiten als Ressource f\u00fcr Besch\u00e4ftigte nutzen!\u201d von Yvonne Lott<\/a>\u00a0\u2013 die Redaktion kein ein Lied davon singen\u2026 Siehe dazu eine neue Studie und mehr:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Teuflisches Homeoffice: Unternehmen k\u00f6nnen sich teure B\u00fcromieten sparen. Besch\u00e4ftigte haben geringeren Arbeitsschutz und sind weniger kampff\u00e4hig\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>\u201cEs gibt hoffnungsvolle und d\u00fcstere Erz\u00e4hlungen dar\u00fcber, wie die Welt nach Corona aussehen wird. (\u2026) Wie am 9.\u2009August das Handelsblatt berichtete, plant der M\u00fcnchner Allianz-Konzern seine Arbeitsroutinen komplett umzubauen. Deutschlands f\u00fchrender Versicherer hatte zu Beginn der Pandemie im M\u00e4rz binnen kurzer Zeit 90 Prozent seiner Besch\u00e4ftigten ins Homeoffice geschickt und s\u00e4mtliche Dienstreisen abgesagt. Was aus der Not geboren war, soll nun zum Standard werden. Man erwarte, dass l\u00e4ngerfristig bis zu \u00bb40 Prozent der Mitarbeiter von zu Hause arbeiten\u00ab, zitierte die Zeitung Vorstandsmitglied Christof Mascher. (\u2026) Ein \u00bbRecht auf Homeoffice\u00ab mag zun\u00e4chst gut klingen. Was aber, wenn der Chef aus dem Recht eine Pflicht macht und auch den zum mobilen Arbeiten verdonnert, der lieber unter Menschen ist oder bei dem zu Hause der Nachwuchs l\u00e4rmt? \u00dcberhaupt ist zu fragen, wo bei dem \u00bb\u00fcberst\u00fcrzten\u00ab Strukturwandel die Mitgestaltung- und -bestimmung der Besch\u00e4ftigten und Gewerkschaften bleibt. Regelungen zum Homeoffice in Tarifvertr\u00e4gen zu verankern ist eine wichtige und richtige Forderung. Nur werden in der anhaltenden Krise bereits Fakten geschaffen, die schwerlich wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen sind. Beispielsweise gilt es als selbstverst\u00e4ndlich, dass der Heimarbeitsplatz auf eigene Rechnung bezahlt und unterhalten wird. Auch fehlt es an Regularien und Werkzeugen zur Arbeitszeiterfassung, wodurch das Leistungsprinzip mehr noch als heute zum Ma\u00df aller Dinge bei Verg\u00fctungs- und Aufstiegsmodalit\u00e4ten wird. Gegenwehr ist schwerer zu organisieren. Streiks lassen sich unter Coronabedingungen nur vereinzelt auf die Stra\u00dfe bringen. Verdi warnt deshalb vor negativen Folgen. Gewerkschaftschef Frank Werneke sagte inmitten der ersten Welle der Coronapandemie laut Augsburger Allgemeinen vom 18. April: \u00bbEine der Hauptlehren aus der Coronazeit ist f\u00fcr mich: Homeoffice muss in normalen Zeiten absolut freiwillig sein. Denn die Arbeit im Homeoffice hat eben auch erhebliche Nachteile: Menschen, die nicht \u00fcber eine 100-Quadratmeter-Wohnung verf\u00fcgen, tun sich schwer, Arbeits- und Privatleben zu Hause zu vereinen, gerade wenn sie Kinder haben.\u00ab In der Zukunft brauche es Arbeitsschutz durch Tarifvertr\u00e4ge. In der aktuellen Tarifrunde f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst plant die Gewerkschaft deshalb einen bundesweiten Homeofficestreik.\u201d<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/385483.coronapandemie-teuflisches-homeoffice.html\">Artikel von Ralf Wurzbacher in der jungen Welt vom 1. September 2020<\/a>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Soziologin Allmendinger: \u201cDas Leben ist keine Videokonferenz\u201d \u2013 sie bef\u00fcrchtet, im Trend zur Heimarbeit liege immenser gesellschaftlicher Sprengstoff\u00a0<br \/><\/strong><a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/verandert-corona-unser-land-fur-immer-soziologin-erklart-im-interview-was-die-krise-mit-der-gesellschaft-macht-MOHJSNIN5JD5THYUSVWW7DPTLY.html\">Im Interview vom 24. Juli 2020 fragt beim RND Tobias Peter die Soziologin<\/a>:\u00a0<em>\u201cFrau Allmendinger, leben wir nach Corona in einem anderen Land als vorher? Ja. Die Menschen sind sich bewusster \u00fcber die Verletzlichkeit des Lebens und verstehen deshalb die Notwendigkeit staatlichen Handels besser. Gleichzeitig haben wir erkannt, welche Bed\u00fcrfnisse und Werte f\u00fcr uns besonders wichtig sind. Das gilt vor allem f\u00fcr die sozialen Kontakte, die wir vorher oft f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich genommen haben. Zwar wissen wir jetzt, dass sich vieles digital organisieren l\u00e4sst. Doch das Leben ist keine Videokonferenz. (\u2026) Unsere Arbeitswelt wird nach Corona nicht mehr dieselbe sein. Auch k\u00fcnftig werden mehr Menschen zu Hause arbeiten. Das wirft eine wichtige gesellschaftliche Frage auf: Erleben wir eine Art Spaltung zwischen denen, die w\u00e4hlen k\u00f6nnen, ob sie zu Hause oder am Arbeitsplatz arbeiten, und denen, die immer an ihren Arbeitsplatz m\u00fcssen? (\u2026) Privilegiert ist, wer sich aussuchen kann, wo er arbeitet. Die entscheidende Frage ist aber: Bleibt dieses Privileg erhalten? Unternehmen werden darauf dringen, dass Menschen zu Hause arbeiten \u2013 schon, um Geld f\u00fcr B\u00fcror\u00e4ume einzusparen. Au\u00dferdem k\u00f6nnte es eine gesellschaftliche Debatte geben, ob die Arbeit zu Hause nicht \u00f6kologisch sinnvoller ist, um die Schadstoffemissionen des Verkehrs zu reduzieren. Das Privileg der Heimarbeit kann ganz schnell zum Zwang werden, ja zu einer Art Entzug f\u00fchren. (\u2026) Entscheidend ist: Wir m\u00fcssen bezahlte und unbezahlte Arbeit zwischen M\u00e4nnern und Frauen gleichm\u00e4\u00dfiger aufteilen. Die Lohnl\u00fccke zwischen den Geschlechtern wird sich nur dann schlie\u00dfen, wenn wirklich beide gleicherma\u00dfen ihren Anteil an der Familienarbeit \u00fcbernehmen. (\u2026) Ich f\u00fcrchte, die Kassiererin und der Krankenpfleger bekommen am Ende nur ein bisschen Applaus, aber wieder einmal keine echte finanzielle Aufwertung\u2026\u201d<\/em><\/li>\n<li><strong>Kapital setzt auf Homeoffice \u2013 \u00bbKostenfaktor\u00ab B\u00fcro: Institut der deutschen Wirtschaft sieht Wandel\u00a0<br \/><\/strong><em>\u201cDie Coronakrise k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von \u00d6konomen Katalysator f\u00fcr mobiles Arbeiten werden. \u00bbArbeitnehmer wie Arbeitgeber haben in der Lockdownphase gemerkt, dass es relativ gut funktioniert im Homeoffice\u00ab, sagte Michael Voigtl\u00e4nder vom kapitalnahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt am Main. \u00bbViele Firmen werden sich auch \u00fcberlegen, wie sie angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage Fl\u00e4chen sparen und damit Kosten reduzieren k\u00f6nnen.\u00ab In einer aktuellen Analyse von Voigtl\u00e4nder und \u00bbArbeitsexpertin\u00ab Andrea Hammermann schreiben die IW-\u00d6konomen, Unternehmen d\u00fcrften \u00bbverst\u00e4rkt \u00fcberlegen, ob sie B\u00fcrobesch\u00e4ftigung dorthin verlagern, wo sie g\u00fcnstiger ausgef\u00fchrt werden kann\u00ab. (\u2026) Bislang h\u00e4tten Unternehmen und Institutionen \u00bbgr\u00f6\u00dftenteils auf eine Optimierung oder Einsparung der B\u00fcrofl\u00e4chen verzichtet\u00ab, referieren die Autoren. \u00bbSollten sich der Anteil der Besch\u00e4ftigten, die im Homeoffice arbeiten, und vor allem auch der Stundenumfang stark ausweiten, k\u00f6nnte sich dies \u00e4ndern\u00ab, schreiben die IW-\u2009Forscher. \u00bbArbeitgeber\u00ab m\u00fcssten dann jedoch aufgrund gesetzlicher Auflagen \u00bbweitreichendere Investitionen in die Arbeitsausstattung durch die Einrichtung von Telearbeitspl\u00e4tzen\u00ab t\u00e4tigen und sicherstellen, dass der h\u00e4usliche Arbeitsplatz einer Gef\u00e4hrdungsbeurteilung standh\u00e4lt. Perspektivisch halten die IW-Forscher es f\u00fcr wahrscheinlich, dass weniger B\u00fcrofl\u00e4chen nachgefragt werden. \u00bbIch erwarte schon, dass es einen R\u00fcckgang der Nachfrage nach B\u00fcrofl\u00e4chen geben wird\u00ab, sagte Voigtl\u00e4nder. \u00bbDer Leerstand in gro\u00dfen St\u00e4dten d\u00fcrfte tendenziell wieder zunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass jetzt nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig neue B\u00fcros gebaut werden.\u00ab Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass die Anzahl derjenigen, die im B\u00fcro anwesend sind, um 15 Prozent sinken und die Nutzung von B\u00fcrofl\u00e4chen dann um zehn Prozent zur\u00fcckgehen wird.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/382544.neugewichtung-kapital-setzt-auf-homeoffice.html\">Meldung in der jungen Welt vom 20. Juli 2020<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeiten w\u00e4hrend Corona: Homeoffice beeinflusst Produktivit\u00e4t, Stress und Konflikte\u00a0<br \/><\/strong>\u201c<em>Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Besch\u00e4ftigte im Homeoffice. Welche Konsequenzen das f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten hat, wurde in einer Studie der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf am Lehrstuhl f\u00fcr Betriebswirtschaftslehre, insb. Arbeit, Personal und Organisation von Professor Dr. Stefan S\u00fc\u00df untersucht. Dazu wurden im Rahmen einer gr\u00f6\u00dferen Erhebung zwischen dem 07.04.2020 und dem 09.05.2020 auch 888 Personen befragt, die im \u00f6ffentlichen Dienst (Bund, L\u00e4nder und Kommunen) arbeiten. (\u2026) In der Studie gaben die Befragten einen selbst empfundenen R\u00fcckgang ihrer Produktivit\u00e4t um durchschnittlich rund 10 % im Vergleich zur sonst \u00fcblichen Arbeitssituation an. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser faktisch sogar gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnte, das aber verst\u00e4ndlicherweise ungern zugegeben oder nicht exakt eingesch\u00e4tzt wird. Wovon h\u00e4ngt der R\u00fcckgang der Produktivit\u00e4t ab? Sie sinkt st\u00e4rker bei \u00e4lteren Besch\u00e4ftigten und in Situationen, in denen es im Homeoffice Probleme gibt, beispielsweise wenn kein ad\u00e4quater Homeoffice-Arbeitsplatz oder geringe Erfahrungen mit dem Homeoffice vorhanden sind und daher aus der ungewohnten Situation \u00dcberforderung resultieren kann. Auch eine gef\u00fchlte soziale Isolation f\u00fchrt zu einem R\u00fcckgang der Produktivit\u00e4t, das hei\u00dft die fehlende M\u00f6glichkeit zum Austausch spielt hier eine Rolle. Auff\u00e4llig ist, dass die Produktivit\u00e4tseinsch\u00e4tzung bei Personen steigt, die technologieaffin sind oder bereits vor Corona Erfahrungen mit der Arbeit im Homeoffice sammeln konnten, was darauf hindeutet, dass Gew\u00f6hnungseffekte die Situation im Laufe der Zeit verbessern k\u00f6nnen. (\u2026) Wie einzelne Besch\u00e4ftigte die Arbeit von zu Hause aus empfinden, h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von der privaten Situation ab, zum Beispiel vom Alter der Besch\u00e4ftigten, ihren Betreuungspflichten gegen\u00fcber Kindern und ihrer empfundenen sozialen Isolation durch das Homeoffice. Neben der sozialen Isolation pr\u00e4gt die Betreuung von Kindern den empfundenen Konflikt zwischen Arbeit und Privatleben am st\u00e4rksten. Insgesamt macht das deutlich, dass eine Doppelbelastung, zu Hause zu arbeiten und gleichzeitig Kinder zu betreuen, eine Situation ist, die die Besch\u00e4ftigten nicht langfristig tragen k\u00f6nnen. Dieser Befund unterstreicht die Notwendigkeit, Betreuungsangebote auch w\u00e4hrend der Corona-Pandemie zu schaffen, nicht nur mit Blick auf die Kinder, sondern auch auf die notwendige Entlastung der Eltern. Wenn Besch\u00e4ftigte und (kleinere) Kinder gleichzeitig zu Hause sind, ist ein produktives und individuell zufriedenstellendes Homeoffice schwer m\u00f6glich.<\/em>..\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++208ac8b4-afb4-11ea-a616-52540088cada\">Artikel von Prof. Dr. Stefan S\u00fc\u00df am 18.06.2020 beim DGB<\/a>\u2013 der Beitrag ist Titel im BM Ausgabe 06\/2020 \u2013 dem Magazin f\u00fcr Beamtinnen und Beamte des Deutschen Gewerkschaftsbundes<\/li>\n<li><strong>R\u00fcckkehr vom Homeoffice ins B\u00fcro trotz Corona: Was darf der Chef verlangen?<br \/><\/strong>\u201c<em>In der Corona-Krise arbeiten viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit B\u00fcrot\u00e4tigkeiten im Homeoffice. Jetzt steht in vielen Firmen die Entscheidung an: Wann kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in den Betrieb, zur\u00fcck ins B\u00fcro vor Ort? Viele fragen sich: Was d\u00fcrfen Chef oder Chefin verlangen? Und welche Corona-Schutzma\u00dfnahmen sind zu beachten?.<\/em>..\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c60477d4-a197-11ea-b1a6-001a4a16011a\">FAQ vom 29.05.2020 beim DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Dann macht doch Heimarbeit \u2026 Ungleiches Arbeiten zu Hause (nicht nur in viralen Zeiten)\u00a0<br \/><\/strong><em>\u201cBei all dem Durcheinander, das sich seit Tagen \u00fcber das Land legt, taucht immer wieder die Botschaft auf, man arbeite jetzt im Homeoffice. (\u2026) Wenn man nur diesen Ausschnitt ber\u00fccksichtigen w\u00fcrde, dann muss man zu dem Ergebnis kommen, das ganze Land arbeitet nunmehr von zu Hause. Das ganze Land und seine Bewohner? Wohl kaum, wenn man beispielsweise nur an die denkt, die jetzt in den Gesundheitseinrichtungen die Stellung halten (m\u00fcssen). (\u2026) Vor diesem Hintergrund hier ein kurzer Ausflug in das, was wir \u00fcber dieses Homeoffice unter Normalbedingungen wissen und warum das auch aus Ungleichheitsaspekten interessant ist. Die Diskussion \u00fcber Vor- und Nachteile der Heimarbeit hat eine lange Geschichte und sie war immer kontrovers. (\u2026) Nach dem Willen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soll es unter bestimmten Bedingungen ein Recht auf Homeoffice geben. Ein Recht auf Arbeiten von zu Hause aus soll per Gesetz festgeschrieben werden. (\u2026) Parallel wurden wir mit Befunden \u00fcber die gro\u00dfe Hoffnung Homeoffice konfrontiert, die einen ern\u00fcchtern sollten: \u00bbFrauen und M\u00e4nner mit Kindern nutzen flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice unterschiedlich: W\u00e4hrend die V\u00e4ter sehr viel mehr Zeit in den Job stecken, machen M\u00fctter etwas mehr \u00dcberstunden, vor allem nehmen sie sich aber deutlich mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung. Damit hilft flexibles Arbeiten zwar bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, es kann zugleich aber auch die klassische Rollenverteilung zwischen Frauen und M\u00e4nnern festigen oder sogar verst\u00e4rken \u2026 Mehr Freizeit haben weder M\u00fctter noch V\u00e4ter durch flexible Arbeitszeiten.\u00ab So diese Studie aus dem gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung (\u2026) Was aber wissen wir wirklich \u00fcber die, die (nicht) zu Hause arbeiten k\u00f6nnen, d\u00fcrfen \u2013 oder auch m\u00fcssen? Es ist gar nicht so einfach, hier valide Daten zu bekommen. In diesem Kontext lohnt ein Blick auf die USA, wo man der angesprochenen Frage nachgegangen ist im Rahmen des American Time Use Survey (ATUS). Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht, u.a. zu den M\u00f6glichkeiten, zu Hause arbeiten zu k\u00f6nnen \u2013 sowie deren tats\u00e4chliche Umsetzung. Die vorgenommene Differenzierung der Befunde nach sozio\u00f6konomischen Kriterien erlaubt einen interessanten Blick auf die sehr ungleiche Verteilung dessen, was als Homeoffice diskutiert wird. (\u2026) Die dargestellten Ergebnisse [je geringer der Bildungsabschluss umso gering die Chance auf Homeoffice] sprechen f\u00fcr sich und f\u00fcr das Fazit, dass wir mit einer erheblichen sozialen Schichtung bei den M\u00f6glichkeiten wie auch der tats\u00e4chlichen Inanspruchnahme von Arbeit zu Hause konfrontiert sind. Man wird plausibel davon ausgehen k\u00f6nnen, dass wir bei allen Unterschieden zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Arbeitsmarkt ein vergleichbares Muster der unterschiedlichen sozialen Schichtung auch bei uns feststellen w\u00fcrde.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/03\/18\/ungleiches-arbeiten-zu-hause\/\">Beitrag von Stefan Sell vom 18. M\u00e4rz 2020 auf seiner Homepage<\/a>\u00a0<\/li>\n<li><strong>Angriff auf das Arbeitszeitgesetz \u2013 diesmal per Homeoffice\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201c<em>Die Forderungen der Unternehmensseite bei Verhandlungen zu einer Betriebsvereinbarung \u201eMobile Arbeit\u201c waren deutlich. \u201eBeginn und Ende der t\u00e4glichen Arbeitszeit sowie die Lage der Pausen\u201c sollen \u201edie Mitarbeiter in eigener Verantwortung bestimmen. Dabei hat jeder seine Arbeitszeit so einzurichten, dass eine effektive Betreuung der Kunden sowie eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Kollegen sichergestellt ist.\u201c Seitdem vor 100 Jahren der 8-Stundentag hierzulande erstmals in ein Gesetz geschrieben wurde, k\u00e4mpfen die Unternehmer dagegen. Jetzt soll es per Homeoffice, das Arbeiten zuhause, erreicht werden. (\u2026) Stand in den 90er Jahren noch die Frage der Umsetzbarkeit im Vordergrund und ging es um die Kl\u00e4rung, wie die Daten in die Wohnung des Arbeitenden \u00fcber- tragen werden k\u00f6nnen, so lautet dank neuer Technik die Frage heute: Soll das, was m\u00f6glich ist, auch umgesetzt werden? (\u2026) Die Risiken des Homeoffice werden inzwischen eher selten dargestellt. Diese Publikation setzt den Schwerpunkt auf die Warnung vor Euphorie. Sie soll auch dazu anregen, Alternativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu er\u00f6rtern und dar\u00fcber zu diskutieren<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/schwarzbach-homeoffice.pdf\">Artikel von Marcus Schwarzbach vom Februar 2020<\/a>\u00a0\u00a0\u2013 wir danken!<\/p>\n<ul>\n<li>Marcus Schwarzbach ist auch Autor des\u00a0<a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/produkt\/wirtschaftsinfo-56\/\">isw-wirtschaftsinfo Nr. 56<\/a>: \u201eHomeoffice: Vom Traum zum Alptraum\u201c<\/li>\n<li><strong>[WSI-Studie] Bessere Vereinbarkeit durch Homeoffice? Nur, wenn Arbeitgeber und Vorgesetzte die richtigen Voraussetzungen schaffen\u00a0<br \/><\/strong><em>\u201c\u2026 Wer die M\u00f6glichkeit hat, einen Teil der Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, ist zufriedener als Besch\u00e4ftigte ohne Homeoffice. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann leichter fallen. Das h\u00e4ngt allerdings stark von den Rahmenbedingungen ab. So kommt es beispielsweise darauf an, wie ausgepr\u00e4gt die Pr\u00e4senzkultur im Unternehmen ist und wie die Besch\u00e4ftigten ihr Verh\u00e4ltnis zum Vorgesetzten einsch\u00e4tzen. Eine wichtige Rolle spielt auch, ob Homeoffice vertraglich geregelt ist oder nicht. Au\u00dferdem sollten f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten die gleichen Regeln gelten, nach denen Leistung bewertet wird. Das geht aus einer Studie von Dr. Yvonne Lott hervor. Die WSI-Forscherin st\u00fctzt sich auf Befragungen des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus den Jahren 2014 und 2015 zu den Erfahrungen von Besch\u00e4ftigten mit Homeoffice. Diese liefern die aktuellsten verf\u00fcgbaren Daten, um detailliert zu untersuchen, von welchen Faktoren es abh\u00e4ngt, dass Besch\u00e4ftigte Homeoffice wirklich als Entlastung bei der Vereinbarkeit empfinden. (\u2026) Ob die positiven oder negativen Erfahrungen \u00fcberwiegen, ist laut Lott in hohem Ma\u00dfe abh\u00e4ngig von den betrieblichen Voraussetzungen und der Unternehmenskultur. (\u2026) Auch die Arbeitszeiten sind wichtig: Homeoffice innerhalb der normalen Arbeitszeit ist der Work-Life-Balance erwartungsgem\u00e4\u00df deutlich zutr\u00e4glicher als in der Freizeit. Und ganze Tage zu Hause zu arbeiten, ist f\u00f6rderlicher als stundenweise. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ausschlie\u00dflich gute Erfahrungen betr\u00e4gt 53 Prozent mit ganzen Tagen gegen\u00fcber 29 Prozent mit einzelnen Stunden im Homeoffice. \u201eBesch\u00e4ftigte, die nur stundenweise zu Hause arbeiten, nutzen Homeoffice wahrscheinlich eher um Arbeit nachzuholen oder vorzubereiten\u201c, schreibt Lott. Bedenklich sei dabei, dass nur 15 Prozent der Besch\u00e4ftigten ganze Tage zu Hause arbeiten und lediglich 22 Prozent innerhalb der normalen Arbeitszeit arbeiten. (\u2026) Was selbstverst\u00e4ndlich klingt, ist in der Praxis nach wie vor oft ein Problem: Vorgesetzte beurteilten Besch\u00e4ftigte im Homeoffice h\u00e4ufig nicht nach ihrer tats\u00e4chlich erbrachten Leistung. Wer zu Hause arbeitet, werde oft als \u201eMinderleister\u201c stigmatisiert und m\u00fcsse negative Bewertungen f\u00fcrchten \u2013 h\u00e4ufig seien davon Frauen betroffen, schreibt Lott. Wichtig sei daher, dass f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten innerhalb eines Betriebs \u2013 egal ob vor Ort oder im Homeoffice \u2013 allgemeing\u00fcltige Kriterien gelten, nach denen die Arbeit beurteilt wird. Betriebsvereinbarungen und ein gesetzliches Recht auf Homeoffice k\u00f6nnten dabei helfen, die Akzeptanz zu steigern \u2013 und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass Besch\u00e4ftigte eine bessere Work-Life-Balance erleben.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_123806.htm\">Pressemitteilung der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung vom 31. Januar 2020<\/a>\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0zum 16-seitigen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_54_2020.pdf\">WSI-Report Nr.54 vom Januar 2020 \u201cWork-Life-Balance im Homeoffice: Was kann der Betrieb tun? von Yvonne Lott<\/a>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li><strong>di: \u201cHomeoffice hat Schattenseiten \u2013 Die Arbeitgeberverb\u00e4nde wollen unter dem Stichwort \u2018Experimentierr\u00e4ume\u2019 die Ruhezeiten verk\u00fcrzen\u201d\u00a0<br \/><\/strong><em>\u201c\u2026 Die Gewerkschaft ver.di warnt vor steigendem Druck auf Arbeitnehmer. \u201cDie Arbeitgeberverb\u00e4nde wollen unter dem Stichwort \u2018Experimentierr\u00e4ume\u2019 im Wesentlichen die Ruhezeiten verk\u00fcrzen\u201d, sagte ver.di-Chef Frank Werneke der Nachrichtenagentur dpa. Er stellte klar: \u201cHeute gilt eine Ruhezeit von elf Stunden.\u201d Wer um 8:00 Uhr im B\u00fcro zu arbeiten beginne, k\u00f6nne nicht verpflichtet werden, um 22:00 Uhr zu Hause noch Mails zu schreiben. \u201cGenau das wollen die Arbeitgeber \u00e4ndern.\u201d Schon heute w\u00fcrden um 22.00 Uhr oft Mails geschrieben, so der Gewerkschaftschef. \u201cAber die Besch\u00e4ftigten entscheiden selbst, ob sie es tun.\u201d Die Einhaltung von Ruhezeiten sei ein wesentlicher Punkt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. \u201cMit Gesundheit macht man keine Experimente.\u201d (\u2026) Werneke machte auch deutlich, dass es bei Arbeit von zu Hause aus, auf die Freiwilligkeit der Besch\u00e4ftigten ankomme. Er warnte vor einer Idealisierung der Arbeit von zu Hause aus. \u201cIch zweifle daran, dass ein Homeoffice-Arbeitsplatz immer so idyllisch ist, wie es manchmal skizziert wird\u201d, sagte er. \u201cVielfach wird dies gew\u00e4hlt, weil es zu pflegende Angeh\u00f6rige oder Kinder mit Betreuungsbedarf gibt \u2013 das st\u00e4ndige Wechseln zwischen Auftr\u00e4gen des Arbeitgebers und F\u00fcrsorge f\u00fcr andere Menschen hat auch seine Schattenseiten.\u201d Eine Homeoffice-Regelung d\u00fcrfe Unternehmen au\u00dferdem nicht einfach dazu dienen, in teuren St\u00e4dten mit hohen B\u00fcropreisen einfach die Mieten einzusparen, betonte der ver.di-Chef\u2026\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitszeit-verdi-101.html\">Meldung vom 2. Januar 2020 bei tagesschau.de<\/a>\u00a0<\/li>\n<li><strong>Mehr Freiheit durch Homeoffice?\u00a0<br \/><\/strong>\u201c<em>Das Arbeiten von zu Hause aus liegt im Trend. Die daraus erwachsenden Probleme und die Unternehmensinteressen, die dahinter stehen, werden aber kaum thematisiert. Wer derzeit in Betrieben der Dienstleistungsbranche oder in Verwaltungsbereichen der Industrie unterwegs ist, wird h\u00e4ufig mit einem Thema konfrontiert, das mit gro\u00dfen Hoffnungen verbunden ist: \u00bbHomeoffice\u00ab oder \u00bbTelearbeit\u00ab, wie es der Gesetzgeber im Betriebsverfassungsgesetz nennt. Es geht um das Arbeiten von zu Hause aus. So erlebte ich es erst k\u00fcrzlich in einem Betrieb: Ein Kollege \u00e4u\u00dferte gegen\u00fcber dem Betriebsrat den Wunsch nach Homeoffice, da es gro\u00dfe Probleme mit dem Vorgesetzten gebe. Das Gremium nahm den Wunsch ohne gr\u00f6\u00dfere Bedenken auf. Die Frage, ob ein Vorgesetzter per Mail und Videokonferenz Besch\u00e4ftigte nicht ebenso schikanieren k\u00f6nne, wurde gar nicht erst er\u00f6rtert. Telearbeit wird zunehmend positiv besetzt. (\u2026) Die Erwartungen sind hoch. Jeder dritte Arbeitnehmer w\u00fcrde gern von zu Hause arbeiten, aber nur jeder zehnte tut es. Das ergab eine Untersuchung des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2016. Es wird darauf verwiesen, dass die Bundesrepublik im europ\u00e4ischen Vergleich zur\u00fcckliege. (\u2026) Am 4. M\u00e4rz \u00e4u\u00dferte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gegen\u00fcber dpa: \u00bbIch werde ein Recht auf Homeoffice auf den Weg bringen, das die Balance von Sicherheit und Flexibilit\u00e4t wahrt.\u00ab Die Gewerkschaften fordern ebenfalls eine gesetzliche Regelung und verweisen dabei auf den Wunsch vieler Angestellter, Familie und Beruf besser vereinbaren zu k\u00f6nnen. Seit dem vergangenen Jahr setzt sich der DGB f\u00fcr einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ein. Die DGB-F\u00fchrung ignoriert dabei die Ergebnisse des hauseigenen Thinktanks. (\u2026) Eine Untersuchung der Europ\u00e4ischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die verschiedene internationale Studien ausgewertet haben, verdeutlicht die Risiken. Die Ergebnisse: Telearbeiter arbeiten l\u00e4nger. Oft ersetzt die Telearbeit die Arbeit in der Firma nicht, sondern erfolgt zus\u00e4tzlich<\/em>\u2026.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354734.arbeit-4-0-mehr-freiheit-durch-homeoffice.html\">Artikel von Marcus Schwarzbach in der jungen Welt vom 31.05.2019\u00a0<\/a><\/li>\n<li><strong>Homeoffice: Irgendwann fehlt sogar die missmutige Chefin\u00a0<br \/><\/strong><em>\u201cViele Arbeitnehmer w\u00fcnschen sich das Homeoffice, die SPD will sogar ein Recht darauf. Unser Autor mahnt zur Vorsicht: Die Heimarbeit kann einen fertigmachen. (\u2026) Ich habe gute acht Monate zu ann\u00e4hernd hundert Prozent im Homeoffice gearbeitet, von September 2017 bis Juni 2018. Diese Zeit war hochgradig produktiv. Obwohl ich eine volle 40-Stunden-Stelle hatte, konnte ich die Erziehungs- und Betreuungsarbeit f\u00fcr unsere zwei Kinder fifty-fifty mit meiner Frau aufteilen. Die Form der Arbeit \u2013 Textbetreuung f\u00fcr ein alle zwei Monate erscheinendes Magazin \u2013 erlaubte eine gewisse Flexibilit\u00e4t. Ich konnte sowohl im Arbeitsleben auf private Notf\u00e4lle als auch im Privatleben auf Arbeitsnotf\u00e4lle schnell und gut reagieren. Dabei habe ich, durchaus branchen\u00fcblich, mehr gearbeitet als 40 Stunden pro Woche. Ich hatte aber nie das Gef\u00fchl, in Anspr\u00fcchen zu ertrinken, weder privaten noch dienstlichen noch in der Kombination aus beidem. (\u2026) Trotzdem hat mich das Homeoffice fertiggemacht \u2013 und ich frage mich bis heute: Warum eigentlich? Warum hatte ich dort so viele k\u00f6rperliche Ausfallerscheinungen wie nie zuvor und nie danach in meinem Berufsleben? Den st\u00e4ndigen Druck auf der Brust, das nerv\u00f6se Zittern, die Magenprobleme, das flaue Gef\u00fchl in den Unterarmen. Gerade wollte ich endlich mal zum Arzt gehen, da nahm das alles ein j\u00e4hes Ende, aus anderen Gr\u00fcnden. Seither habe ich das Homeoffice im Verdacht, bei all seinen Vorteilen auf Dauer eine potenziell brutale Arbeitsform zu sein. Zumindest f\u00fcr all jene, die nicht \u00fcber das l\u00e4ssige Selbstmanagement versierter Freiberufler verf\u00fcgen, sondern in der Ferne dem Rhythmus eines B\u00fcros unterliegen, den sie zugleich nur wenig beeinflussen k\u00f6nnen\u2026\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2019-05\/homeoffice-spd-heimarbeit-stress-produktivitaet-arbeitswelt\">Erfahrungsbericht von Johannes Schneider vom 3. Juni 2019 bei der Zeit online\u00a0<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Freiheit durch Homeoffice?<br \/><\/strong>\u201c<em>Das Arbeiten von zu Hause aus liegt im Trend. Die daraus erwachsenden Probleme und die Unternehmensinteressen, die dahinter stehen, werden aber kaum thematisiert. Wer derzeit in Betrieben der Dienstleistungsbranche oder in Verwaltungsbereichen der Industrie unterwegs ist, wird h\u00e4ufig mit einem Thema konfrontiert, das mit gro\u00dfen Hoffnungen verbunden ist: \u00bbHomeoffice\u00ab oder \u00bbTelearbeit\u00ab, wie es der Gesetzgeber im Betriebsverfassungsgesetz nennt. Es geht um das Arbeiten von zu Hause aus. So erlebte ich es erst k\u00fcrzlich in einem Betrieb: Ein Kollege \u00e4u\u00dferte gegen\u00fcber dem Betriebsrat den Wunsch nach Homeoffice, da es gro\u00dfe Probleme mit dem Vorgesetzten gebe. Das Gremium nahm den Wunsch ohne gr\u00f6\u00dfere Bedenken auf. Die Frage, ob ein Vorgesetzter per Mail und Videokonferenz Besch\u00e4ftigte nicht ebenso schikanieren k\u00f6nne, wurde gar nicht erst er\u00f6rtert. Telearbeit wird zunehmend positiv besetzt. (\u2026) Die Erwartungen sind hoch. Jeder dritte Arbeitnehmer w\u00fcrde gern von zu Hause arbeiten, aber nur jeder zehnte tut es. Das ergab eine Untersuchung des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2016. Es wird darauf verwiesen, dass die Bundesrepublik im europ\u00e4ischen Vergleich zur\u00fcckliege. (\u2026) Am 4. M\u00e4rz \u00e4u\u00dferte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gegen\u00fcber dpa: \u00bbIch werde ein Recht auf Homeoffice auf den Weg bringen, das die Balance von Sicherheit und Flexibilit\u00e4t wahrt.\u00ab Die Gewerkschaften fordern ebenfalls eine gesetzliche Regelung und verweisen dabei auf den Wunsch vieler Angestellter, Familie und Beruf besser vereinbaren zu k\u00f6nnen. Seit dem vergangenen Jahr setzt sich der DGB f\u00fcr einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ein. Die DGB-F\u00fchrung ignoriert dabei die Ergebnisse des hauseigenen Thinktanks. (\u2026) Eine Untersuchung der Europ\u00e4ischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die verschiedene internationale Studien ausgewertet haben, verdeutlicht die Risiken. Die Ergebnisse: Telearbeiter arbeiten l\u00e4nger. Oft ersetzt die Telearbeit die Arbeit in der Firma nicht, sondern erfolgt zus\u00e4tzlich<\/em>\u2026.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354734.arbeit-4-0-mehr-freiheit-durch-homeoffice.html\">Artikel von Marcus Schwarzbach in der jungen Welt vom 31.05.2019\u00a0<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue WSI-Studie: Homeoffice und flexible Arbeitszeiten: V\u00e4ter machen \u00dcberstunden, M\u00fctter auch \u2013 und k\u00fcmmern sich zus\u00e4tzlich mehr um die Kinder\u00a0<br \/><\/strong>\u201c<em>Frauen und M\u00e4nner mit Kindern nutzen flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice unterschiedlich: W\u00e4hrend die V\u00e4ter sehr viel mehr Zeit in den Job stecken, machen M\u00fctter etwas mehr \u00dcberstunden, vor allem nehmen sie sich aber deutlich mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung. Damit hilft flexibles Arbeiten zwar bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, es kann zugleich aber auch die klassische Rollenverteilung zwischen Frauen und M\u00e4nnern festigen oder sogar verst\u00e4rken. Dagegen helfen k\u00f6nnten klarere Regelungen, etwa eine Zeiterfassung im Homeoffice, und st\u00e4rkere Anreize f\u00fcr V\u00e4ter, sich ausf\u00fchrlicher um ihre Kinder zu k\u00fcmmern. Mehr Freizeit haben weder M\u00fctter noch V\u00e4ter durch flexible Arbeitszeiten. Das zeigt eine Studie von Dr. Yvonne Lott, Gender- und Arbeitszeitforscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung. (\u2026) Zus\u00e4tzliche Erholungszeit, also etwa f\u00fcr mehr Schlaf, individuell gestaltete Freizeit oder Sport, haben Besch\u00e4ftigte mit Kindern im Haushalt durch flexible Arbeitszeiten generell nicht. Lotts Fazit ist eindeutig: \u201eEinen Freizeitgewinn mit flexiblen Arbeitsarrangements gibt es weder f\u00fcr M\u00fctter noch f\u00fcr V\u00e4ter.\u201c Grunds\u00e4tzlich f\u00fchren flexible Modelle also bei beiden Geschlechtern im Schnitt zu l\u00e4ngeren Arbeitszeiten im Job, zeigt Lott. Bei M\u00e4nnern sei dieser Effekt deutlicher ausgepr\u00e4gt als bei Frauen. Wobei Letztere gleichzeitig mehr Zeit f\u00fcr die Kinder aufwenden und so h\u00e4ufig doppelt belastet sind. Der Abstand bei den Zeiten, die M\u00fctter und V\u00e4ter jeweils mit Erwerbst\u00e4tigkeit und mit Kinderbetreuung verbringen, w\u00e4chst mit der Flexibilit\u00e4t der Arbeit. Flexibles Arbeiten, das als wichtige Hilfe bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt, hat damit durchaus eine Schattenseite, warnt die Forscherin: Ohne bessere Leitplanken als es sie heute in vielen Unternehmen gibt, kann es die traditionelle Rollenverteilung bef\u00f6rdern<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/117819_118715.htm\">WSI-Mitteilung vom 05.03.2019<\/a>zum\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_47_2019.pdf\">WSI-Report Nr.47 \u201cWeniger Arbeit, mehr Freizeit? Wof\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter flexible Arbeitsarrangements nutzen\u201d von Yvonne Lott vom M\u00e4rz 2019<\/a>\u00a0(16 Seiten) \u2013 siehe dazu weitere Meldungen:\n<ul>\n<li><strong>Homeoffice darf Frauen nicht st\u00e4rker belasten. \u201cM\u00e4nner m\u00fcssen zu Hause nicht nur mehr mitanpacken, sie m\u00fcssen Aufgaben auch komplett \u00fcbernehmen.\u201c<br \/><\/strong><em>\u201cFrauen und M\u00e4nner mit Kindern nutzen flexible Arbeitszeiten sehr unterschiedlich, zeigt eine Studie des WSI der B\u00f6ckler-Stiftung: V\u00e4ter stecken mehr Zeit in den Job, M\u00fctter in die Kinderbetreuung. DGB-Vize Elke Hannack fordert deshalb \u201cmehr Bewegung in den K\u00f6pfen bei M\u00e4nnern und Frauen. (\u2026) M\u00e4nner und Frauen m\u00fcssen die neue Flexibilit\u00e4t auch so nutzen, dass sie die Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung (bzw. Erwerbs- und h\u00e4usliche Sorgearbeit) untereinander partnerschaftlich aufteilen. Denn immer noch leisten Frauen den L\u00f6wenanteil der unbezahlten Sorgearbeit, w\u00e4hrend sie immer \u00f6fter auch einen bezahlten Job haben. Wir wollen, dass sich das \u00e4ndert. Damit mehr Homeoffice nicht zu mehr Doppelbelastung der Frauen f\u00fchrt, m\u00fcssen sich auch die M\u00e4nner einsichtig zeigen. Die M\u00e4nner m\u00fcssen zu Hause nicht nur mehr mitanpacken, sie m\u00fcssen Aufgaben auch komplett \u00fcbernehmen.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++bae461e6-3f2a-11e9-9112-52540088cada\">Elke Hannack zur WSI-Studie beim DGB am 5. M\u00e4rz 2019\u00a0<\/a><\/li>\n<li><strong>Geschlechtergerechtigkeit: Mehr Flexibilit\u00e4t bedeutet mehr Arbeit \u2013 vor allem f\u00fcr M\u00fctter<br \/><\/strong><em>\u201c\u2026 Das Kind mit weniger Zeitdruck zur Kita bringen und es am Nachmittag selbst abholen \u2013 statt es bis zum Abend von einem Babysitter oder einer Babysitterin betreuen zu lassen. Morgens eine halbe Stunde l\u00e4nger schlafen k\u00f6nnen, weil die Nacht schlecht war und der Weg zum Schreibtisch nur wenige Sekunden dauert. Gleitzeit, selbstbestimmte Arbeitszeiten und Homeoffice versprechen, Job und Familienleben besser vereinbaren zu k\u00f6nnen. Besser hei\u00dft: mit weniger Stress und mehr Freir\u00e4umen zur Erholung. In der Realit\u00e4t trifft diese Annahme jedoch nicht zu, wie eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung zeigt. Mehr noch: Das traditionelle Bild der f\u00fcr die Kinderbetreuung zust\u00e4ndigen Frau wird durch flexibles Arbeiten nur noch verst\u00e4rkt. M\u00fctter, die von zu Hause aus arbeiten, investieren demnach pro Woche drei Stunden mehr in die Betreuung ihrer Kinder als M\u00fctter, die t\u00e4glich ins B\u00fcro fahren. M\u00fctter, die ihre Arbeitszeiten selbst bestimmen k\u00f6nnen, k\u00fcmmern sich pro Woche eineinhalb Stunden mehr um ihren Nachwuchs als M\u00fctter mit festen Arbeitszeiten. Mehr Zeit also f\u00fcr Musikschule oder Schwimmkurs. Schafft die Flexibilit\u00e4t folglich einen Mehrwert? \u201cEin Gewinn ist nicht zu beobachten\u201d, sagt Studienautorin Yvonne Lott. Im Gegenteil: \u201cDie Ergebnisse deuten auf eine Doppelbelastung von M\u00fcttern hin.\u201d (\u2026) Durch flexible Arbeitsmodelle k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte neben der Kinderbetreuung auch mehr Zeit f\u00fcr sich selbst gewinnen \u2013 etwa f\u00fcr Sport, Schlafen oder Nichtstun. Die Studienergebnisse zeigen aber, dass die Flexibilit\u00e4t kein Mehr an Freizeit bietet und viel mehr zu Lasten sowohl von M\u00fcttern als auch von V\u00e4tern geht. W\u00e4hrend selbstbestimmte Arbeitszeiten allerdings f\u00fcr beide Geschlechter weniger Erholung bedeuten, sind Homeoffice und Gleitzeit allein f\u00fcr M\u00fctter nachteilig. Sie kommen mit Gleitzeit auf 4,5 Stunden Freizeit in der Woche, bei M\u00e4nnern sind es im Durchschnitt sechs Stunden\u2026\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2019-03\/geschlechtergerechtigkeit-job-familie-kinderbetreuung-flexibilitaet\">Artikel von Sarah Lena Grahn vom 5. M\u00e4rz 2019 bei der Zeit online\u00a0\u00a0<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Damit das Recht kein Zwang wird: Vom Homeoffice w\u00fcrden fast nur Angestellte profitieren. Und l\u00e4ngst nicht alle wollen gerne Zuhause arbeiten<br \/><\/strong><em>\u201cDie Handwerker*innen sollen kommen, das Kind ist krank, oder die lange Anfahrt zum Arbeitsplatz strengt einfach nur an: Es gibt einige gute Gr\u00fcnde f\u00fcr Besch\u00e4ftigte, warum sie Homeoffice nutzen wollen. Nachdem bereits die Gr\u00fcnen und der DGB sich f\u00fcr ein \u00bbRecht auf Homeoffice\u00ab ausgesprochen haben, will nun auch die SPD und Arbeitsminister Hubertus Heil das Thema angehen. Noch in diesem Jahr soll laut Heil ein entsprechendes Gesetz im Bundestag beschlossen werden. (\u2026) Auf nd-Anfrage konnte das zust\u00e4ndige Arbeitsministerium noch keine genaueren Angaben machen, bis wann ein Gesetzesentwurf vorgelegt werden soll. Auch zur Frage, wie geregelt werden soll, dass Zuhause-Arbeitende keine \u00dcberstunden machen, wollte sich das Ministerium noch nicht \u00e4u\u00dfern. Absehbar ist, dass der Umfang des Rechts auf Homeoffice \u2013 ob Besch\u00e4ftigte beispielsweise \u00bbVollzeit-Homeoffice\u00ab machen k\u00f6nnen \u2013 Verhandlungssache bleiben wird. (\u2026) Derzeit arbeiten laut dem Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung etwa zw\u00f6lf Prozent aller Besch\u00e4ftigten gelegentlich im Homeoffice. Bei rund 40 Prozent der Besch\u00e4ftigten w\u00e4ren die technischen Voraussetzungen daf\u00fcr gegeben. Allerdings: Dies trifft vor allem Angestellte. In einer Auswertung des Bundesarbeitsministeriums von 2015 geht hervor, dass w\u00e4hrend 60 Prozent der Angestellten Heimarbeit wahrnehmen k\u00f6nnen, das nur bei zwei Prozent der Arbeiter*innen der Fall ist. Und: Nicht jeder m\u00f6chte das Angebot nutzen. Zehn Prozent der Besch\u00e4ftigten wollen laut Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt und Berufsforschung auch bei vorhandener M\u00f6glichkeit keine Heimarbeit. Die Gewerkschaften sehen das Vorhaben mit gemischten Gef\u00fchlen. Sie m\u00f6chten zwar eine Humanisierung der Arbeit, f\u00fcrchten aber zugleich, dass sie Zuhause Arbeitende schlechter erreichen k\u00f6nnen\u2026\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1113662.homeoffice-damit-das-recht-kein-zwang-wird.html\">Beitrag von Alina Leimbach bei neues Deutschland vom 4. M\u00e4rz 2019\u00a0<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/politik\/alltag\/arbed\/arbed-all\/im-homeoffice-oder-mit-voellig-selbstbestimmten-arbeitszeiten-faellt-abschalten-frauen-besonders-schwer\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 7. September 2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cExtrem flexible Arbeitszeiten gehen h\u00e4ufig zulasten der Besch\u00e4ftigten. Dabei sind die Folgen f\u00fcr Frauen andere als f\u00fcr M\u00e4nner, zeigt eine neue Untersuchung der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung*. 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