{"id":8670,"date":"2020-10-23T14:05:51","date_gmt":"2020-10-23T12:05:51","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8670"},"modified":"2020-10-23T14:05:52","modified_gmt":"2020-10-23T12:05:52","slug":"streikwelle-in-spanien-gesundheitswesen-universitaeten-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8670","title":{"rendered":"Streikwelle in Spanien: Gesundheitswesen, Universit\u00e4ten, Industrie, \u2026"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201e\u2026\u00a0Doch diese Woche f\u00fcllten Hunderte Medizinstudierende in ihren wei\u00dfen und gr\u00fcnen Kitteln t\u00e4glich zentrale Pl\u00e4tze und Kreuzungen der Stadt. Die letzten vier bis f\u00fcnf Jahre der Ausbildung bestehen aus einer praktischen Spezialisierung an einem Krankenhaus<!--more--> (MIR).<\/em> Allerdings <em>w\u00fcrden die Studenten vielmehr als billige Arbeitskr\u00e4fte eingesetzt, als dass sie eine Ausbildung gen\u00f6ssen, beklagt die Chirurgin Mar\u00eda am Mittwoch gegen\u00fcber jW. \u00bbOft dauern die Schichten mehr als 30 Stunden, doch am Ende des Monats gehen wir mit gerade einmal 900 Euro nach Hause.\u00ab Mit der Coronakrise haben sich die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert. <\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/spanien1020aerztedemo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8671\" width=\"529\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/spanien1020aerztedemo.jpg 356w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/spanien1020aerztedemo-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 529px) 100vw, 529px\" \/><figcaption>\u00c4rztedemo vom 20. Oktober in Madrid<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u00bbViele Kollegen von mir haben ihre Spezialisierung ausgesetzt, um gegen die Pandemie zu k\u00e4mpfen\u00ab, erkl\u00e4rt Mar\u00eda. Die Zahl der \u00dcberstunden hat zugenommen, und auch im Sommer\u00a0\u2013 als die Fallzahlen in Spanien relativ gering waren \u2013 hat die Belastung nicht nachgelassen, da all die w\u00e4hrend der \u00bbersten Welle\u00ab der Seuche ausgesetzten Behandlungen und operativen Eingriffe nachgeholt werden mussten. \u00bbDer Applaus hat nichts gebracht\u00ab, kommt Mar\u00eda zu einem ern\u00fcchternden Schluss. Vielmehr sei die Stimmung sogar umgeschlagen. Mittlerweile herrsche Wut auf die Besch\u00e4ftigten des Gesundheitssystems. (\u2026) Der Rettungsdienst wird nicht bestreikt, sondern nur Teile des Krankentransportes. W\u00e4hrend die Besch\u00e4ftigten der Hospit\u00e4ler zumindest einen geringen Pandemiebonus ausgezahlt bekommen haben, wurde das Gehalt im bestreikten Subunternehmen um 80 bis 100 Euro gek\u00fcrzt. Seit dem Outsourcing des Krankentransportes im Zuge der Wirtschaftskrise 2008\/2009 senkte das d\u00e4nische Unternehmen das Grundgehalt von 1.800 auf 900 Euro. Nicht nur bei den Personalkosten wurde gek\u00fcrzt, sondern auch bei denen f\u00fcr Schutzvorkehrungen<\/em>\u2026\u201c \u2013 aus dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/388925.arbeitskampf-geld-statt-applaus.html\">Bericht \u201eGeld statt Applaus\u201c von Simon Zamora Martin am 23. Oktober 2020 in der jungen welt<\/a>, worin auch noch \u00fcber den anstehenden landesweiten \u00c4rztestreik am 27. Oktober informiert wird. Siehe dazu sieben weitere Meldungen aus dem Oktober 2020, die insgesamt die Breite und Dauer dieser aktuellen Streikbewegung quer durch Spanien deutlich machen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.antena3.com\/noticias\/espana\/convocada-huelga-nacional-medicos-octubre-decreto-contratacion-sanitarios_202010075f7de5b4d1afaa00017c6608.html\">\u201eConvocada una huelga nacional de m\u00e9dicos para el 27 de octubre por el decreto para la contrataci\u00f3n de sanitarios\u201c am 07. Oktober 2020 bei Antena3<\/a>\u00a0war die erste Meldung \u00fcber den von der nationalen \u00c4rztevereinigung beschlossenen landesweiten Streiktag am 27. Oktober \u2013 als Reaktion auf das Gesetz 29\/2020, mit dem den Kommunen und Regionen erm\u00f6glicht werden soll 10.000 nicht ausgebildete Helferinnen und Helfer f\u00fcr das Gesundheitswesen einzustellen. Von den beteiligten Verb\u00e4nden habe die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cesm.org\/\">Confederaci\u00f3n Estatal de Sindicatos M\u00e9dicos<\/a>\u00a0(CESM) best\u00e4tigt, dass diese landesweiten Streiks jeden letzten Dienstag im Monat stattfinden sollen, bis das Gesetz zur\u00fcck genommen ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/madrid.ccoo.es\/noticia:521329--CCOO_convoca_movilizaciones_en_la_Sanidad_publica\">\u201eCCOO convoca movilizaciones en la Sanidad p\u00fablica\u201c am 21. Oktober 2020 bei der CCOO Region Madrid<\/a>\u00a0berichtet vom ersten Protesttag im Rahmen der Kampagne der Gewerkschaft \u2013 die sich ebenfalls, unter anderem, schwerpunktm\u00e4\u00dfig gegen das Gesetz 29\/2020 richtet \u2013 und bewertet diesen ersten Tag als sehr erfolgreich \u2013 und weist auf weitere kommende Aktionen und Streiktage hin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/madrid\/2020-10-07\/enfermeros-en-huelga-en-madrid-nos-han-llevado-al-limite-no-podemos-mas.html\">\u201eEnfermeros en huelga en Madrid: \u201cNos han llevado al l\u00edmite, no podemos m\u00e1s\u201d\u201c von Victoria Benayas am 07. Oktober 2020 bei El Pa\u00eds<\/a>\u00a0berichtete vom Beginn des \u2013 andauernden \u2013 Streiks der Pflegerinnen und Pfleger in Madrid, zu dem die Gewerkschaft SATSE aufgerufen hatte, mit dem gegen die \u00dcberausbeutung der Pflegenden in Epidemiezeiten\u00a0 protestiert wird \u2013 und qualifizierte Neueinstellungen sowie bessere Bezahlung und Pausenregelungen gefordert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cnt.es\/noticias\/cronica-de-la-huelga-en-las-universidades-e-investigacion\/\">\u201eCr\u00f3nica de la huelga en las Universidades e Investigaci\u00f3n\u201c am 22. Oktober 2020 beim Gewerkschaftsbund CNT<\/a>\u00a0berichtet von der Streikbewegung an den Universit\u00e4ten (mit Schwerpunkten in Madrid und Valencia), die sich gegen die Arbeitsbedingungen vor allem prek\u00e4r Besch\u00e4ftigter richtet, die in der Zeit der Epidemie nochmals ausgeweitet werden soll, wogegen sich eine gemeinsame Streikfront verschiedener Gewerkschaften gebildet hat, die auch weitere Streiktage vorbereitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lavanguardia.com\/vida\/20201021\/484213819664\/sindicatos-valoran-como-historica-la-huelga-de-la-comunidad-universitaria.html\">\u201eSindicatos valoran como \u201chist\u00f3rica\u201d la huelga de la comunidad universitaria\u201c am 21. Oktober 2020 bei La Vanguardia<\/a>\u00a0berichtet vom Streiktag an der Universit\u00e4t Barcelona, der von den beteiligten Gewerkschaften als gro\u00dfer Erfolg bewertet wurde. Beteiligt waren neben Lehrpersonal und Studierenden auch Besch\u00e4ftigte von Subunternehmen unter anderem f\u00fcr die Reinigung. Neben zus\u00e4tzlichem Personal f\u00fcr verschiedene Bereiche wird dabei vor allem die \u00dcbernahme der in Subunternehmen arbeitenden Kolleginnen und Kollegen gefordert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cincodias.elpais.com\/cincodias\/2020\/10\/04\/companias\/1601804466_382633.html\">\u201eEmpieza la huelga indefinida de la f\u00e1brica de Alcoa en San Cibrao\u201c am 04. Oktober 2020 bei El Pa\u00eds<\/a>\u00a0war eine der ersten Meldungen \u00fcber die sich ebenfalls ausweitende Streikbewegung in Unternehmen, die Entlassungen angek\u00fcndigt haben \u2013 im Falle Alcoas \u201epasst\u201c die Epidemie in die ohnehin bestehenden Pl\u00e4ne der Unternhemensleitung\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cnt.es\/noticias\/la-cnt-convoca-huelga-indefinida-en-alumalsa-para-evitar-despidos\/\">\u201eLa CNT convoca Huelga Indefinida en Alumalsa para evitar despidos\u201c am 21. Oktober 2020 bei der CNT<\/a>\u00a0ist der Streikaufruf f\u00fcr den 25. Oktober 2020 \u2013 an dem bei Alumalsa in Saragossa ein weiterer streik als Widerstandsaktion gegen Entlassungspl\u00e4ne beginnen soll, der unbegrenzt stattfinden wird.<\/p>\n<ul>\n<li>Siehe zum Thema u.a. unser Dossier:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/spanien\/gewerkschaften-spanien\/auch-in-spanien-sind-millionen-in-erwerbslosigkeit-und-kurzarbeit-waehrend-der-druck-fuer-ein-grundeinkommen-waechst-hat-die-rechtsradikale-regierung-in-andalusien-eine-andere-loesung-parat-arbeit\/\">Auch in Spanien sind Millionen in Erwerbslosigkeit und Kurzarbeit: W\u00e4hrend der Druck f\u00fcr ein Grundeinkommen w\u00e4chst, hat die rechtsradikale Regierung in Andalusien eine andere L\u00f6sung parat \u2013 Arbeitszwang<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/spanien\/arbeitskaempfe-spanien\/streikwelle-in-spanien-gesundheitswesen-universitaeten-und-widerstand-gegen-entlassungsplaene\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 23. Oktober 2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u2026\u00a0Doch diese Woche f\u00fcllten Hunderte Medizinstudierende in ihren wei\u00dfen und gr\u00fcnen Kitteln t\u00e4glich zentrale Pl\u00e4tze und Kreuzungen der Stadt. 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