{"id":8766,"date":"2020-11-12T12:09:30","date_gmt":"2020-11-12T10:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8766"},"modified":"2020-11-12T12:09:31","modified_gmt":"2020-11-12T10:09:31","slug":"sektierertum-zentrismus-und-die-vierte-internationale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8766","title":{"rendered":"Sektierertum, Zentrismus und die Vierte Internationale"},"content":{"rendered":"<p><strong>Leo Trotzki analysiert die Rolle dieser Tendenzen in der revolution\u00e4ren Bewegung. Wir ver\u00f6ffentlichen diesen Text vom 22. Oktober 1935 erstmalig auf Deutsch.<\/strong><!--more--><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"890\" height=\"550\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/tro.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8767\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/tro.jpg 890w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/tro-300x185.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/tro-768x475.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 890px) 100vw, 890px\" \/><figcaption>&#8222;Robert Capa 1932 Trotzky Copenaghen&#8220; von Ur Cameras<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es w\u00e4re absurd, die Pr\u00e4senz sektiererischer Tendenzen in unseren Reihen zu leugnen. Sie sind durch eine ganze Reihe von Diskussionen und Spaltungen aufgedeckt worden. Wie h\u00e4tte ein Element des Sektierertums sich nicht in einer ideologischen Bewegung manifestieren k\u00f6nnen, die unvers\u00f6hnlich gegen alle dominanten Organisationen der Arbeiterklasse steht und die weltweit monstr\u00f6sen, absolut beispiellosen Verfolgungen ausgesetzt ist? Reformisten und Zentristen nehmen gerne jede Gelegenheit wahr, um mit dem Finger auf unser \u201eSektierertum\u201c zu zeigen; und meistens haben sie nicht unsere schwache, sondern unsere starke Seite im Auge: Unsere ernsthafte Haltung gegen\u00fcber der Theorie; unser Bem\u00fchen, jede politische Situation auszuloten und klare Parolen vorzubringen; unsere Feindseligkeit gegen\u00fcber \u201eeinfachen\u201c und \u201ebequemen\u201c Entscheidungen, die heute von Sorgen befreien, morgen aber eine Katastrophe vorbereiten. Von Opportunisten kommend, ist der Vorwurf des Sektierertums meist ein Kompliment.<\/p>\n<p><strong>Marx\u2019sche Unterscheidungen<\/strong><\/p>\n<p>Merkw\u00fcrdigerweise werden wir jedoch nicht nur von Reformisten und Zentristen des Sektierertums bezichtigt, sondern auch von Gegnern aus der \u201eLinken\u201c, den notorischen Sektierern, die auch als Ausstellungsst\u00fccke in jedem Museum stehen k\u00f6nnten. Die Grundlage f\u00fcr ihre Unzufriedenheit mit uns liegt in unserer Unvers\u00f6hnlichkeit mit ihnen selbst, in unserem Streben, uns von den infantilen sektiererischen Krankheiten zu reinigen und auf eine h\u00f6here Ebene zu gelangen.<\/p>\n<p>Oberfl\u00e4chlich betrachtet mag es scheinen, dass solche Worte wie sektiererisch, zentristisch usw. lediglich polemische Ausdr\u00fccke sind, die von Gegnern mangels anderer und passenderer Epitheta ausgetauscht werden. Doch sowohl der Begriff des Sektierertums als auch der Begriff des Zentrismus haben in einem marxistischen W\u00f6rterbuch eine pr\u00e4zise Bedeutung. Der Marxismus hat ein wissenschaftliches Programm auf den Gesetzen aufgebaut, die die Bewegung der kapitalistischen Gesellschaft regeln und die von ihm entdeckt wurden. Dies ist eine kolossale Eroberung! Es reicht jedoch nicht aus ein korrektes Programm zu erstellen. Es ist notwendig, dass die Arbeiterklasse es akzeptiert. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass der Sektierer nach der ersten H\u00e4lfte der Aufgabe stehen bleibt. Das aktive Eingreifen in den tats\u00e4chlichen Kampf der Arbeitermassen wird f\u00fcr ihn durch die abstrakte Propaganda eines marxistischen Programms ersetzt.<\/p>\n<p><strong>Die sektiererische Sicht der Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Jede Partei der Arbeiterklasse, jede Fraktion durchl\u00e4uft in ihrer Anfangsphase eine Periode der reinen Propaganda, d.h. der Ausbildung ihrer Kader. Die Periode des Bestehens als marxistischer Zirkel pr\u00e4gt ausnahmslos die Gewohnheiten einer abstrakten Herangehensweise an die Probleme der Arbeiterbewegung. Wer nicht in der Lage ist, die Grenzen dieser umschriebenen Existenz rechtzeitig zu \u00fcberschreiten, verwandelt sich in einen konservativen Sektierer. Der Sektierer betrachtet das Leben der Gesellschaft als eine gro\u00dfe Schule, in der er selbst Lehrer ist. Seiner Meinung nach sollte die Arbeiterklasse ihre weniger wichtigen Angelegenheiten beiseitelegen und sich in einer festen Reihe um sein Podium versammeln: dann w\u00e4re die Aufgabe gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Obwohl es in jedem Satz auf den Marxismus schw\u00f6rt, ist das Sektierertum die direkte Negation des dialektischen Materialismus, der von der Erfahrung ausgeht und immer wieder zu ihr zur\u00fcckkehrt. Ein Sektierer versteht nicht die dialektische Aktion und Reaktion zwischen einem fertigen Programm und einem lebendigen, d.h. unvollkommenem und unvollendetem Kampf der Massen. Die Denkweise des Sektierers ist die eines Rationalisten, eines Formalisten und eines Aufkl\u00e4rers. In einem bestimmten Entwicklungsstadium ist der Rationalismus progressiv und richtet sich \u201ekritisch gegen blinde \u00dcberzeugungen und Aberglauben (das achtzehnte Jahrhundert!)\u201c. Das progressive Stadium des Rationalismus wiederholt sich in jeder gro\u00dfen emanzipatorischen Bewegung. Aber der Rationalismus (abstrakter Propagandismus) wird zu einem reaktion\u00e4ren Faktor, sobald er sich gegen die Dialektik richtet. Das Sektierertum ist der Dialektik (nicht in Worten, sondern in Taten) in dem Sinne feindlich gesinnt, dass es der tats\u00e4chlichen Entwicklung der Arbeiterklasse den R\u00fccken kehrt.<\/p>\n<p><strong>Vorgefertigte Formeln<\/strong><\/p>\n<p>Der Sektierer lebt in einer Sph\u00e4re von Fertigformeln. In der Regel zieht das Leben an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken; aber hin und wieder erh\u00e4lt er im Vorbeiziehen einen solchen Impuls, dass er sich um 180 Grad um seine Achse dreht und oft auf seinem geraden Weg weitergeht, nur \u2026 in die entgegengesetzte Richtung. Aus der Uneinigkeit mit der Realit\u00e4t ergibt sich f\u00fcr den Sektierer die Notwendigkeit, seine Formeln st\u00e4ndig zu pr\u00e4zisieren. Dies geschieht unter dem Namen der Diskussion. F\u00fcr einen Marxisten ist die Diskussion ein wichtiges, aber funktionales Instrument des Klassenkampfes. F\u00fcr einen Sektierer ist die Diskussion an sich ein Ziel. Je mehr er jedoch diskutiert, desto mehr entgehen ihm die eigentlichen Aufgaben. Er ist wie ein Mann, der seinen Durst mit Salzwasser stillt; je mehr er trinkt, desto durstiger wird er. Daher die st\u00e4ndige Reizbarkeit des Sektierers. Wer hat ihm das Salz zugesteckt? Sicherlich die \u201eKapitulanten\u201c des Internationalen Sekretariats. Der Sektierer sieht einen Feind in jedem, der ihm zu erkl\u00e4ren versucht, dass eine aktive Teilnahme an der Arbeiterbewegung ein st\u00e4ndiges Studium der objektiven Bedingungen erfordert und nicht hochm\u00fctiges Bedr\u00e4ngen von der Trib\u00fcne des Sektierertums. F\u00fcr die Analyse der Realit\u00e4t ersetzt der Sektierer Intrigen, Klatsch und Hysterie.<\/p>\n<p><strong>Zwillinge und Antipoden<\/strong><\/p>\n<p>Der Zentrismus ist in gewisser Weise das genaue Gegenteil des Sektierertums; er verabscheut pr\u00e4zise Formeln, sucht Wege zur Realit\u00e4t au\u00dferhalb der Theorie. Aber trotz Stalins ber\u00fchmter Formel erweisen sich \u201eAntipoden\u201c oft als \u2026 \u201eZwillinge\u201c. Eine vom Leben losgel\u00f6ste Formel ist hohl. Die lebendige Wirklichkeit ist ohne Theorie nicht greifbar. So gehen beide, der Sektierer und der Zentrist, am Ende mit leeren H\u00e4nden auseinander und verbinden sich \u2026 in ihrem Gef\u00fchl der Feindseligkeit gegen\u00fcber dem echten Marxisten.<\/p>\n<p>Wie oft sind wir schon einem selbstgef\u00e4lligen Zentristen begegnet, der sich selbst f\u00fcr einen \u201eRealisten\u201c h\u00e4lt, nur weil er ohne jeglichen ideologischen Ballast schwimmen geht und von jeder umherziehenden Str\u00f6mung mitgerissen wird. Er ist unf\u00e4hig zu verstehen, dass Prinzipien kein toter Ballast sind, sondern eine Rettungsleine f\u00fcr einen revolution\u00e4ren Schwimmer. Der Sektierer hingegen will in der Regel gar nicht schwimmen gehen, um seine Prinzipien nicht nass zu machen. Er sitzt an den Ufern und liest der Flut des Klassenkampfes Vortr\u00e4ge \u00fcber Moral vor. Aber manchmal springt ein verzweifelter Sektierer kopf\u00fcber ins Wasser, ergreift den Zentristen und hilft ihm beim Ertrinken. So war es; so wird es sein.<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In unserer Epoche des Zerfalls und der Zerstreuung gibt es in verschiedenen L\u00e4ndern eine ganze Reihe von Zirkeln, die sich ein marxistisches Programm angeeignet haben, meist durch das Ausleihen von den Bolschewiki, die dann ihr ideologisches Ger\u00fcst mehr oder weniger stark in Verkn\u00f6cherung verwandelt haben.<\/p>\n<p>Nehmen wir zum Beispiel das beste Exemplar dieser Art, namentlich die belgische Gruppe unter der Leitung des Genossen Vereecken. Am 10. August k\u00fcndigte der Spartakus, das Organ dieser Gruppe, seinen Beitritt zur Vierten Internationale an. Diese Ank\u00fcndigung war zu begr\u00fc\u00dfen. Aber gleichzeitig muss man im vornherein sagen, dass die Vierte Internationale dem Untergang geweiht w\u00e4re, wenn sie Zugest\u00e4ndnisse an sektiererische Tendenzen machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Vereeckens Vorhersagen<\/strong><\/p>\n<p>Vereecken war zu seiner Zeit ein unvers\u00f6hnlicher Gegner des Eintritts der Kommunistischen Liga Frankreichs in die Sozialistische Partei. Das ist kein Verbrechen: Die Frage war eine neue, der Schritt ein Riskanter, Differenzen waren durchaus zul\u00e4ssig. In gewissem Sinne \u00e4hnlich zul\u00e4ssig, oder jedenfalls unvermeidlich, waren \u00dcbertreibungen im ideologischen Kampf. So traf Vereecken die Vorhersage, dass der unvermeidliche Ruin der internationalen Organisation der Bolschewiki-Leninisten als Folge ihrer \u201eAufl\u00f6sung\u201c in der Zweiten Internationale bevorst\u00fcnde.\u00a0<em>Wir w\u00fcrden Vereecken raten, die prophetischen Dokumente von gestern heute im\u00a0<strong>Spartakus<\/strong>\u00a0nachzudrucken.<\/em>\u00a0Aber das ist nicht das Haupt\u00fcbel. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass sich der\u00a0<strong>Spartakus<\/strong>\u00a0in seiner jetzigen Erkl\u00e4rung darauf beschr\u00e4nkt ausweichend darauf hinzuweisen, dass die franz\u00f6sische Sektion ihren Prinzipien \u201ein einem betr\u00e4chtlichen, man kann sogar sagen, gro\u00dfen Ma\u00dfe\u201c treu geblieben ist. H\u00e4tte Vereecken sich so verhalten, wie es ein marxistischer Politiker tun sollte, h\u00e4tte er klar und deutlich gesagt, wo unsere franz\u00f6sische Sektion von ihren Prinzipien abgewichen ist, und er h\u00e4tte eine direkte und offene Antwort auf die Frage gegeben, wer Recht hatte: die Bef\u00fcrworter oder die Gegner des Eintritts?<\/p>\n<p><strong>Demokratischer Zentralismus<\/strong><\/p>\n<p>Noch unkorrekter ist Vereecken in seiner Haltung gegen\u00fcber unserer belgischen Sektion, die der reformistischen Arbeiterpartei<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/sektierertum-zentrismus-und-die-vierte-internationale\/#f1\"><strong><sup>1<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0beigetreten ist. Anstatt die Erfahrungen aus der Arbeit unter neuen Bedingungen zu studieren und die tats\u00e4chlich unternommenen Schritte zu kritisieren, wenn sie kritikw\u00fcrdig sind, beklagt sich Vereecken weiterhin \u00fcber die Bedingungen der Diskussion, in der er eine Niederlage erlitten hat. Die Diskussion war, wie Sie sehen, unvollst\u00e4ndig, unzul\u00e4nglich und illoyal: Es gelang Vereecken nicht, seinen Durst mit Salzwasser zu stillen. Es gibt keinen \u201eechten\u201c demokratischen Zentralismus in der Liga! Im Verh\u00e4ltnis zu den Gegnern des Beitritts zeigte die Liga \u2026 \u2026 \u201eSektierertum\u201c. Es ist klar, dass der Genosse Vereecken eine liberale und keine marxistische Auffassung von Sektierertum hat: Damit n\u00e4hert er sich offensichtlich den Zentristen an. Es ist nicht wahr, dass die Diskussion unzul\u00e4nglich war; sie wurde mehrere Monate lang m\u00fcndlich und in der Presse gef\u00fchrt, au\u00dferdem auf internationaler Ebene. Nachdem es Vereecken nicht gelungen war, andere davon zu \u00fcberzeugen, dass das Herumstehen an einem Ort die beste revolution\u00e4re Politik ist, weigerte er sich, sich an die Entscheidungen der nationalen und internationalen Organisationen zu halten. Die Vertreter der Mehrheit sagten mehr als einmal zu Vereecken, dass wenn die Erfahrung zeugen w\u00fcrde, dass der unternommene Schritt falsch ist, wir ihn gemeinsam korrigieren w\u00fcrden. Ist es wirklich m\u00f6glich, dass es ihnen nach dem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Kampf der Bolschewiki-Leninisten an ausreichendem Vertrauen in ihre eigene Organisation mangelt, um auch bei taktischen Meinungsverschiedenheiten die Disziplin des Handelns zu wahren? Vereecken hat auf kameradschaftliche und vers\u00f6hnliche Argumente keine R\u00fccksicht genommen. Nach dem Eintritt der Mehrheit der belgischen Sektion in die Arbeiterpartei fand sich die Vereecken-Gruppe nat\u00fcrlich au\u00dferhalb unserer Reihen wieder. Die Schuld daf\u00fcr liegt allein auf ihren eigenen Schultern.<\/p>\n<p><strong>Anpassung an die \u201eLegalit\u00e4t\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir zum Kern der Frage zur\u00fcckkehren, dann f\u00e4llt das Sektierertum des Genossen Vereecken in seiner ganzen dogmatischen Grobheit auf. Was ist das! Rief Vereecken emp\u00f6rt auf, Lenin sprach vom Bruch mit den Reformisten, aber die belgischen Bolschewiki-Leninisten treten einer reformistischen Partei bei!\u00a0<em>Doch Lenin dachte an einen Bruch mit den Reformisten als unausweichliche Folge eines Kampfes gegen sie und nicht an einen Akt der Erl\u00f6sung, unabh\u00e4ngig von Zeit und Ort. Er verlangte eine Spaltung mit den Sozialpatrioten nicht, um seine eigene Seele zu retten<\/em>, sondern um die Massen vom Sozialpatriotismus wegzurei\u00dfen (Hervorhebung der \u00dcbersetzung). In Belgien sind die Gewerkschaften mit der Partei verschmolzen, die belgische Partei ist im Wesentlichen die organisierte Arbeiterklasse. Der Eintritt von Revolution\u00e4ren in die belgische Arbeiterpartei er\u00f6ffnete freilich nicht nur M\u00f6glichkeiten, sondern legte auch Beschr\u00e4nkungen auf. Bei der Propagierung marxistischer Ideen ist es notwendig, nicht nur die Legalit\u00e4ten des b\u00fcrgerlichen Staates, sondern auch die Legalit\u00e4ten einer reformistischen Partei zu ber\u00fccksichtigen (diese beiden Legalit\u00e4ten stimmen, wie man hinzuf\u00fcgen kann, in hohem Ma\u00dfe \u00fcberein). Im Allgemeinen birgt die Anpassung an eine fremde \u201eLegalit\u00e4t\u201c eine unzweifelhafte Gefahr in sich. Das hinderte die Bolschewiki jedoch nicht daran, selbst die zaristische Legalit\u00e4t zu nutzen: Viele Jahre lang waren die Bolschewiki gezwungen, sich auf Gewerkschaftsversammlungen und in der legalen Presse nicht als Sozialdemokraten, sondern als \u201ekonsequente Demokraten\u201c zu bezeichnen. Wahrlich, dies geschah nicht unproblematisch; eine betr\u00e4chtliche Anzahl von Elementen hielt am Bolschewismus fest, die mehr oder weniger konsequente Demokraten, aber keineswegs internationale Sozialisten waren; indem der Bolschewismus jedoch legale mit illegalen Aktivit\u00e4ten erg\u00e4nzte, \u00fcberwand er die Schwierigkeiten. Nat\u00fcrlich erlegt die \u201eLegalit\u00e4t\u201c von Vandervelde, De Man, Spaak und anderen Lakaien der belgischen Plutokratie den Marxisten sehr l\u00e4stige Beschr\u00e4nkungen auf und birgt somit Gefahren in sich. Aber Marxisten, die noch nicht stark genug sind, um eine eigene Partei zu gr\u00fcnden, haben ihre eigenen Methoden f\u00fcr den Kampf gegen die Gefahren der reformistischen Gefangenschaft: ein klares Programm, st\u00e4ndige Fraktionsbindungen, internationale Kritik usw. Die Aktivit\u00e4t eines revolution\u00e4ren Fl\u00fcgels in einer reformistischen Partei kann nur durch die Bewertung der Dynamiken der Entwicklung richtig beurteilt werden. Vereecken tut dies weder in Bezug auf die Fraktion Action Socialiste R\u00e9volutionaire (Linker Fl\u00fcgel in der belgischen Arbeiterpartei \u2013 Hrsg.) noch in Bezug auf die Verit\u00e9- Gruppe. H\u00e4tte er dies getan, w\u00e4re er gezwungen gewesen, zuzugeben, dass die A.S.R. in der letzten Zeit eine ernsthafte Entwicklung nach vorne gemacht hat. Was die endg\u00fcltige Bilanz sein wird, l\u00e4sst sich noch nicht vorhersagen. Aber der Eintritt in die belgische Arbeiterpartei ist bereits durch die Erfahrung gerechtfertigt.<\/p>\n<p><strong>Die Diskussion als Dogma<\/strong><\/p>\n<p>Seinen Fehler ausweitend und verallgemeinernd, behauptet Vereecken, dass die Existenz isolierter kleiner Gruppen, die sich in verschiedenen Phasen von unserer internationalen Organisation abspalteten, ein Beweis f\u00fcr unsere sektiererischen Methoden sei. So werden die tats\u00e4chlichen Beziehungen auf den Kopf gestellt. Tats\u00e4chlich kamen in die Reihen der Bolschewiki-Leninisten in der Anfangsphase eine betr\u00e4chtliche Zahl anarchistischer und individualistischer Elemente, die im Allgemeinen unf\u00e4hig waren organisatorische Disziplin zu \u00fcben, und gelegentlich ein Gescheiterter, der es nicht geschafft hatte in der Komintern Karriere zu machen. Diese Elemente betrachteten den Kampf gegen den \u201eB\u00fcrokratismus\u201c in etwa wie folgt: Es d\u00fcrfen niemals Entscheidungen getroffen werden, sondern die \u201eDiskussion\u201c soll als st\u00e4ndige Besch\u00e4ftigung eingef\u00fchrt werden. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Bolschewiki-Leninisten viel, vielleicht sogar zu viel Geduld gegen\u00fcber solchen Typen von Einzelpersonen und Gruppen bewiesen. Erst seit sich ein internationaler Kern konsolidiert hat, der die nationalen Sektionen bei der S\u00e4uberung ihrer Reihen von interner Sabotage zu unterst\u00fctzen begann, begann ein tats\u00e4chliches und systematisches Wachstum unserer internationalen Organisation.<\/p>\n<p>Nehmen wir einige Beispiele von Gruppen, die sich von unserer internationalen Organisation in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung abgespalten haben.<\/p>\n<p><strong>Ein seltsames Beispiel\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Zeitung\u00a0<strong>Que Faire<\/strong>\u00a0ist ein lehrreiches Beispiel f\u00fcr eine Kombination von Sektierertum und Eklektizismus. Zu den wichtigsten Fragen legt diese Zeitschrift die Ansichten der Bolschewiki-Leninisten dar, \u00e4ndert einige Kommas und richtet schwere kritische Bemerkungen an uns. Gleichzeitig erlaubt sich diese Zeitung ungestraft eine Verteidigung von sozialpatriotischem M\u00fcll, unter dem Deckmantel der Diskussion und unter dem Deckmantel der \u201eVerteidigung der UdSSR\u201c. Die Internationalisten von\u00a0<strong>Que Faire<\/strong>\u00a0sind selbst nicht in der Lage zu erkl\u00e4ren, wie und warum sie nach dem Bruch mit den Bolschewiki mit Sozialpatrioten friedlich zusammenleben. Es ist jedoch klar, dass\u00a0<strong>Que Faire<\/strong>\u00a0mit einem solchen Eklektizismus am wenigsten in der Lage ist, auf die Frage zu antworten, was zu tun ist (que faire). Die \u201eInternationalisten\u201c und die Sozialpatrioten sind sich nur in einem Punkt einig: Niemals die Vierte Internationale! Und warum? Man darf sich nicht von den kommunistischen Arbeitern \u201elosrei\u00dfen\u201c. Wir haben von der S.A.P. das selbstsichere Argument geh\u00f6rt: Wir d\u00fcrfen uns nicht von den sozialdemokratischen Arbeitern trennen. Auch in diesem Fall entpuppen sich die Antipoden als Zwillinge. Das Merkw\u00fcrdige ist jedoch, dass\u00a0<strong>Que Faire<\/strong>\u00a0nicht mit den Arbeitern verbunden ist und, aufgrund ihrer eigenen Natur, auch nicht mit ihnen verbunden sein kann.\u00a0<\/p>\n<p>Noch weniger ist \u00fcber solche Gruppen wie\u00a0<em>Internationale<\/em>\u00a0oder\u00a0<em>Proletaire<\/em>\u00a0zu sagen. Sie abstrahieren ihre Ansichten auch aus den letzten Ausgaben von\u00a0<strong>La Verit\u00e9<\/strong>, wobei sie ihnen kritische Improvisationen beimischen. Sie haben \u00fcberhaupt keine Perspektiven f\u00fcr ein revolution\u00e4res Wachstum; aber sie schaffen es, ohne Perspektiven auszukommen. Anstatt zu versuchen, im Rahmen einer ernsthafteren Organisation zu lernen (zu lernen ist schwierig), wollen diese Ver\u00e4chter der Disziplin und sehr anma\u00dfenden \u201eF\u00fchrer\u201c die Arbeiterklasse unterrichten (dies scheint ihnen leichter zu fallen). In Momenten n\u00fcchterner \u00dcberlegung m\u00fcssen sie selbst erkennen, dass ihre blo\u00dfe Existenz als \u201eunabh\u00e4ngige\u201c Organisationen ein reines Missverst\u00e4ndnis ist.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Field und Weisbord\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten k\u00f6nnten wir die Gruppen um Field und Weisbord erw\u00e4hnen. Field \u2013 in seiner gesamten politischen Zusammensetzung \u2013 ist ein b\u00fcrgerlicher Radikaler, der sich die \u00f6konomischen Ansichten des Marxismus angeeignet hat. Um ein Revolution\u00e4r zu werden, h\u00e4tte Field einige Jahre lang als disziplinierter Soldat in einer revolution\u00e4ren proletarischen Organisation arbeiten m\u00fcssen; aber er begann mit der Entscheidung \u201eseine eigene\u201c Arbeiterbewegung zu gr\u00fcnden. Field nahm eine Position zu unserer \u201eLinken\u201c ein (wo sonst?) und ging kurz darauf br\u00fcderliche Beziehungen mit der S.A.P. ein. Wie wir sehen, war der anekdotische Vorfall, der Bauer widerfuhr, keineswegs zuf\u00e4llig. Der Drang, sich Links des Marxismus zu stellen, f\u00fchrt t\u00f6dlich in den Zentristischen Sumpf.\u00a0<\/p>\n<p>Weisbord ist zweifellos n\u00e4her an einem revolution\u00e4ren Typus als Field. Aber gleichzeitig stellt er das reinste Beispiel eines Sektierers dar. Er ist v\u00f6llig unf\u00e4hig, weder in Ideen noch in Handlungen, Verh\u00e4ltnisse zu bewahren. Jedes Prinzip macht er zu einer sektiererischen Karikatur. Deshalb werden selbst richtige Ideen in seinen H\u00e4nden zu Instrumenten, um seine eigenen Reihen zu desorganisieren.\u00a0<\/p>\n<p>Es ist nicht n\u00f6tig, sich mit \u00e4hnlichen Gruppen in anderen L\u00e4ndern aufzuhalten. Sie spalteten sich von uns ab, nicht weil wir intolerant oder unertr\u00e4glich sind, sondern weil sie selbst nicht vorw\u00e4rtsgehen wollten und konnten. Seit dem Moment der Spaltung ist es ihnen nur gelungen, ihre Unf\u00e4higkeit aufzudecken. Ihre Versuche, sich auf nationaler oder internationaler Ebene miteinander zu vereinigen, haben in keinem einzigen Fall zu Ergebnissen gef\u00fchrt: dem Sektierertum eigen ist nur die Kraft der Absto\u00dfung und nicht die Kraft der Anziehung.\u00a0<\/p>\n<p>Irgendein Spinner hat die Anzahl der \u201eSpaltungen\u201c gez\u00e4hlt, die wir hatten und kam auf etwa zwanzig. Er sah darin einen vernichtenden Beweis f\u00fcr unsere schlechte F\u00fchrung. Das Merkw\u00fcrdige ist, dass es in der S.A.P. selbst, die diese Berechnungen triumphierend ver\u00f6ffentlicht hat, in den wenigen Jahren ihres Bestehens mehr Risse und Spaltungen gab, als in allen unseren Sektionen zusammen. F\u00fcr sich genommen ist diese Tatsache jedoch bedeutungslos. Es ist notwendig, nicht die kahle Statistik der Spaltungen, sondern die Dialektik der Entwicklung zu nehmen. Nach all ihren Spaltungen ist die S.A.P. eine \u00e4u\u00dferst heterogene Organisation geblieben, die nicht in der Lage sein wird den ersten Ausbruch gro\u00dfer Ereignisse zu \u00fcberstehen. Dies gilt in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe auch f\u00fcr das \u201eLondoner B\u00fcro der Revolution\u00e4ren Sozialistischen Einheit\u201c (\u201cLondon Bureau of Revolutionary Socialist Unity\u201d), das von unvers\u00f6hnlichen Widerspr\u00fcchen zerrissen wird: Seine Zukunft wird nicht aus \u201eEinheit\u201c, sondern nur aus Spaltungen bestehen. In der Zwischenzeit wuchs die Organisation der Bolschewiki-Leninisten, nachdem sie sich von sektiererischen und zentristischen Tendenzen gereinigt hatte, nicht nur zahlenm\u00e4\u00dfig, sondern verst\u00e4rkte ihre internationalen Verbindungen und fand auch den Weg zur Fusion mit Organisationen, die ihr \u00e4hnlich sind (Holland, Vereinigte Staaten). Die Versuche, die niederl\u00e4ndische Partei (von rechts, durch Molinar!) und die amerikanische Partei (von links, durch Bauer!) in die Luft zu sprengen, haben nur zu einer internen Konsolidierung dieser beiden Parteien gef\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen mit Sicherheit voraussagen, dass parallel zur Aufl\u00f6sung des Londoner B\u00fcros ein immer schnelleres Wachstum der Organisationen der Vierten Internationale stattfinden wird.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Der Weg zur Neuen Internationale<\/strong><\/p>\n<p>Wie die Neue Internationale Gestalt annehmen wird, welche Etappen sie durchlaufen wird, welche endg\u00fcltige Gestalt sie annehmen wird \u2013 das kann heute niemand vorhersagen; und es ist auch nicht n\u00f6tig: Die historischen Ereignisse werden es zeigen. Aber es ist notwendig, damit zu beginnen, ein\u00a0<em>Programm<\/em>\u00a0zu verk\u00fcnden, das den Aufgaben unserer Epoche gerecht wird. Auf der Grundlage dieses Programms ist es notwendig, die Mitdenker, die Pioniere der Neuen Internationale, zu mobilisieren. Kein anderer Weg ist m\u00f6glich.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Kommunistische Manifest<\/strong>\u00a0von Marx und Engels, das sich direkt gegen alle Arten des utopisch-sektiererischen Sozialismus richtet, weist eindringlich darauf hin, dass Kommunisten sich nicht gegen die eigentlichen Arbeiterbewegungen stellen, sondern an ihnen als Avangarde teilnehmen. Zugleich war das Manifest das Programm einer\u00a0<em>neuen Partei<\/em>\u00a0auf nationaler und internationaler Ebene. Der Sektierer begn\u00fcgt sich mit einem Programm, als Rezept der Erl\u00f6sung. Der Zentrist l\u00e4sst sich von der ber\u00fchmten (im Wesentlichen bedeutungslosen) Formel Eduard Bernsteins leiten: \u201eDie Bewegung ist alles; das Endziel \u2013 nichts\u201c. Der Marxist zieht sein wissenschaftliches Programm aus der Bewegung als Ganzes, um dieses Programm dann auf jede konkrete Phase der Bewegung anzuwenden.<\/p>\n<p><strong>Die Anfangsschwierigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Auf der einen Seite werden die ersten Schritte der Neuen Internationale durch die alten Organisationen und deren Splitter erschwert, w\u00e4hrend sie auf der anderen Seite durch die kolossalen Erfahrungen der Vergangenheit erleichtert werden. Der in den ersten Phasen sehr schwierige und qu\u00e4lende Kristallisationsprozess wird in Zukunft einen ungest\u00fcmen und schnellen Charakter annehmen. Die j\u00fcngsten internationalen Ereignisse sind f\u00fcr die Bildung der revolution\u00e4ren Avantgarde von ungeheurer Bedeutung. Auf seine eigene Weise hat Mussolini \u2013 und das sollte man anerkennen \u2013 der Sache der Vierten Internationale \u201egeholfen\u201c. Gro\u00dfe Konflikte fegen alles Halbfertige und K\u00fcnstliche weg und geben andererseits all dem Kraft, was funktionsf\u00e4hig ist. Der Krieg l\u00e4sst in den Reihen der Arbeiterbewegung nur Platz f\u00fcr zwei Tendenzen: den Sozialpatriotismus, der vor keinem Verrat Halt macht, und den revolution\u00e4ren Internationalismus, der k\u00fchn und f\u00e4hig ist, bis zum Ende zu gehen. Genau aus diesem Grund, aus Angst vor den bevorstehenden Ereignissen, f\u00fchrend die Zentristen einen w\u00fctenden Kampf gegen die Vierte Internationale. Sie haben auf ihre Weise Recht: In dem Kontext gro\u00dfer Ersch\u00fctterungen wird nur jene Organisation \u00fcberleben und sich entwickeln k\u00f6nnen, die ihre Reihen nicht nur vom Sektierertum ges\u00e4ubert hat, sondern die sie systematisch im Geist der Verachtung aller ideologischen Schwankung und Feigheit ausgebildet hat.\u00a0<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><em> Oktober 1935\u00a0<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: New Militant, Vol II No. 1, 4. Januar 1936, S. 3.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Transkription\/Markierung: Einde O\u2019Callaghan f\u00fcr das Trotzki-Internetarchiv (20. M\u00e4rz 2018). Abschrift links: Leo Trotzki Internet-Archiv (<\/em><a href=\"http:\/\/www.marxists.org\"><em>www.marxists.org<\/em><\/a><em>) 2018. Creative Commons (Teilen &amp; Attribut).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/sektierertum-zentrismus-und-die-vierte-internationale\/#f1_text\"><strong>1<\/strong><\/a>. Fu\u00dfnote Anmerkung der \u00dcbersetzung: Gemeint ist die Belgische Arbeiterpartei (Parti Ouvrier Belge)<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/sektierertum-zentrismus-und-die-vierte-internationale\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 12. November 2020 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leo Trotzki analysiert die Rolle dieser Tendenzen in der revolution\u00e4ren Bewegung. Wir ver\u00f6ffentlichen diesen Text vom 22. Oktober 1935 erstmalig auf Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[25,12,13,4,21],"class_list":["post-8766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-arbeiterbewegung","tag-lenin","tag-marx","tag-strategie","tag-trotzki"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8766"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8768,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8766\/revisions\/8768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}