{"id":8818,"date":"2020-11-25T12:33:14","date_gmt":"2020-11-25T10:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8818"},"modified":"2020-11-25T12:33:16","modified_gmt":"2020-11-25T10:33:16","slug":"perry-anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=8818","title":{"rendered":"Perry Anderson und eine kritische Landkarte des Marxismus"},"content":{"rendered":"<p><em>Ariane D\u00edaz.<\/em> <strong>Zuerst war es die Polemik. Das Buch, welches wir heute als \u201e\u00dcber den Westlichen Marxismus\u201c kennen, war eigentlich als Einleitung zu einer Zusammenstellung gedacht, die von der Redaktion des bekannten britischen Magazins<!--more-->\u00a0<em>New Left Review (NLR)<\/em>\u00a0vorbereitet wurde, damals unter der Leitung von Perry Anderson. Das Projekt konnte nicht abgeschlossen werden und der 1974 verfasste Text wurde 1976 als Buch mit einem Nachwort ver\u00f6ffentlicht, das die offenen Diskussionen in diesem intellektuellen Kollektiv widerspiegelte.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f1\"><sup>1<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/pa.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8819\" width=\"280\" height=\"466\"\/><\/figure>\n<p><strong>A hard day\u2019s night<\/strong><\/p>\n<p>Die Hypothesen des Buches hatten viel mit der Bilanz seiner Zeitschrift zu tun. Es gibt einige Beweggr\u00fcnde, die er dort nicht erw\u00e4hnt, die ihn aber motivierten: Andersons Bilanz des britischen Marxismus war nicht besonders schmeichelhaft. Dieser war f\u00fcr ihn von einer Intellektualit\u00e4t gepr\u00e4gt, die in einer konservativen und empiristischen nationalen Kultur stecken geblieben war, und keine systematische Soziologie oder eine marxistische Tradition aufgebaut hatte.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f2\"><strong><sup>2<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Die Aspekte dessen, was er \u201ekontinentalen Marxismus\u201c nannte, erm\u00f6glichten eine umfassende Analyse, die in der britischen Sozialtheorie fehlte. Die Zeitschrift hatte bereits damit begonnen, Texte aus der franz\u00f6sischen, italienischen und deutschen marxistischen Tradition zu ver\u00f6ffentlichen; ab 1966 erschienen u.a. Sartre, Luk\u00e1cs, Adorno, Benjamin, Althusser und Gramsci. Bis zum Ende der 70er hatte der Verlag der NLR mehr als die H\u00e4lfte seines Katalogs diesen Autoren gewidmet.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f3\"><strong><sup>3<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Mit anderen Worten, war es die von Anderson gef\u00fchrte NLR, die die Autoren, die er jetzt kritisieren w\u00fcrde, auf die Insel gebracht hatte.<\/p>\n<p>Die Zeitschrift hatte in den sechziger Jahren als Haupttendenzen des zeitgen\u00f6ssischen Marxismus \u2013 wo die Differenzen zum Stalinismus einen zentralen Platz einnahmen \u2013 den westlichen Marxismus, Maoismus und Trotzkismus betrachtet. Dies hing mit dem neuen Zeitgeist zusammen, der mit dem Aufstieg des Klassenkampfes er\u00f6ffnet wurde, beginnend mit dem Pariser Mai. Somit war f\u00fcr Anderson der Moment der politischen Abrechnung gekommen. Der westliche Marxismus war bereits in einem seiner Artikel als \u201eesoterisch\u201c charakterisiert worden; der Maoismus schien ihm auf die europ\u00e4ischen Verh\u00e4ltnisse nicht anwendbar zu sein und befand sich damals dazu in einem deutlichen Rechtsruck. Stattdessen w\u00fcrde Anderson f\u00fcr die Wiederbelebung einer Tradition pl\u00e4dieren, die durch den Einfluss von Deutscher und Mandel in der NLR an Gewicht gewonnen hatte.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f4\"><strong><sup>4<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0<em>\u201e\u00dcber den Westlichen Marxismus\u201c<\/em>\u00a0ist Teil einer Etappe, die wir bis zur Ver\u00f6ffentlichung von\u00a0<em>\u201eIn the Tracks of Historical Materialism\u201c<\/em>\u00a0im Jahr 1983 ausdehnen k\u00f6nnten, in der Anderson den Trotzkismus als eine Alternative f\u00fcr die strategische Debatte, die die neue Situation aufwarf, betrachtete. Dies wurde jedoch von seinen Kollegen nicht unbedingt geteilt, was eine Reihe interner Debatten er\u00f6ffnete, die Anderson auf seine eigene Weise im Epilog zu beantworten versuchen wird, den er zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung seines Buches hinzuf\u00fcgte.<\/p>\n<p><strong>Let it be<\/strong><\/p>\n<p>Anderson definiert die Hauptmerkmale dessen, was er \u201ewestlichen Marxismus\u201c nennen wird, im Gegensatz zu dem, was er als \u201eklassischen Marxismus\u201c betrachtet, wie folgt:<\/p>\n<p>\u201eEntstanden aus der Niederlage der proletarischen Revolutionen in den fortgeschrittenen Gebieten des europ\u00e4ischen Kapitalismus nach dem Ersten Weltkrieg, entwickelte er sich im Zuge einer immer tiefer werdenden Spaltung zwischen der sozialistischen Theorie und der Praxis der Arbeiterklasse. Die Kluft zwischen diesen beiden, die sich zun\u00e4chst durch die imperialistische Isolation des Sowjetstaates aufgetan hatte, wurde durch die B\u00fcrokratisierung der UdSSR und der Komintern unter Stalin institutionell erweitert und zementiert. [\u2026] Das Ergebnis war die Isolierung der Theoretiker in die Universit\u00e4ten fernab vom Leben des Proletariats ihrer jeweiligen L\u00e4nder und ein R\u00fcckzug der Theorie von \u00d6konomie und Politik hin zur Philosophie. [\u2026] Hinzu kam ein R\u00fcckgang des internationalen Austauschs und der Verbindungen zwischen den Theoretikern verschiedener L\u00e4nder. [\u2026] Zugleich l\u00f6ste die Konzentration der Theoretiker auf die Fachphilosophie zusammen mit der Entdeckung von Marx\u2019 Fr\u00fchschriften eine allgemeine nach r\u00fcckw\u00e4rts gewandte Suche nach den geistigen Vorfahren des Marxismus im fr\u00fcheren europ\u00e4ischen Denken aus und f\u00fchrte zu einer Neuinterpretation des historischen Materialismus in deren Licht. [\u2026] Methode als Ohnmacht, Kunst als Trost und Pessimismus und Regungslosigkeit \u2013 es f\u00e4llt nicht schwer, all dieses Elemente in der Physiognomie des westlichen Marxismus wahrzunehmen. Denn was diese Theorie vor allem gepr\u00e4gt hat, war ihre Entstehung aus einer Niederlage.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f5\"><strong><sup>5<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die Definition des \u201eklassischen Marxismus\u201c und die Kritik an der Trennung zwischen Theorie und Praxis scheinen von Isaac Deutscher \u00fcbernommen worden zu sein, obwohl Trotzkis Biograph sie im Gegensatz zum \u201evulg\u00e4ren Marxismus\u201c, den der Stalinismus verk\u00f6rpert, formuliert hatte.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f6\"><strong><sup>6<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Die Definition des \u201ewestlichen Marxismus\u201c war dagegen von Merleau-Ponty verwendet worden, um einen Marxismus hervorzuheben, der weit entfernt war vom mechanischen \u00d6konomismus, der in der Sozialdemokratie und der stalinisierten Dritten Internationalen an Gewicht gewonnen hatte. Merleau-Ponty hob die Figuren von Korsch und Luk\u00e1cs und eine Rechtfertigung des hegelianischen Erbes hervor.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f7\"><strong><sup>7<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die von Anderson vorgeschlagene Einordnung ist deshalb mutig, weil sie als Teil der gleichen Tendenz die Tradition einschlie\u00dft, die von Merleu-Ponty und anderen hervorgehoben wurde, die sich dieser Lesart von Marx eher widersetzt hatten: Althusser und Colletti betonten zum Beispiel die Notwendigkeit, die Anbiederung an den hegelschen Idealismus durch den Marxismus zu beenden. Die Kritiken versch\u00e4rften sich somit auf allen Seiten.<\/p>\n<p>Auch die Abwesenheit von Marxisten, die die Horizonte des Marxismus in Bereichen wie Kunst, Philosophie und Psychologie erweitert haben, wurde in Frage gestellt: Jay weist darauf hin, dass Anderson Reich, Bloch und Kosik ignoriert.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f8\"><strong><sup>8<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Russell Jacoby hebt im gleichen Sinne Lefort und Castoriadis hervor.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f9\"><strong><sup>9<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Allerdings waren einige derer, die in der Kategorisierung vorkommen, insbesondere Gramsci, noch umstrittener: Anderson selbst weist so oft auf diese Ausnahme hin, dass es nach Fertigstellung des Buches schwer zu erkennen ist, warum er ihn an erster Stelle \u00fcberhaupt dort eingeordnet hat.<\/p>\n<p>Gramscis eigene Definitionen h\u00e4tten es verdient, ihn in den klassischen Marxismus einzuordnen, sowie auch seine Teilnahme an den Aufst\u00e4nden der 1920er Jahre in Italien und der Einfluss, welcher er durch seine Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Hegemonie f\u00fcr die strategische Debatte hatte.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f10\"><strong><sup>10<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Seine Einbeziehung scheint durch Gramscis Ausarbeitungen zu den Fragen der Philosophie und Kultur motiviert zu sein. Anderson argumentiert, dass die Wahl dieser Themen eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr westliche Marxisten \u2013 die sich mit den Kommunistischen Parteien nicht wohl f\u00fchlten \u2013 war, eine direkte Konfrontation mit dem Stalinismus zu vermeiden.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f11\"><strong><sup>11<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Aber von dieser korrekten Beobachtung aus nimmt er eine schlechte Verallgemeinerung vor: Es ist nicht so, dass er ideologische und kulturelle Fragen missachtet \u2013 tats\u00e4chlich erkennt er viele der dort produzierten Neuerungen an -, aber er scheint nicht zu ber\u00fccksichtigen, dass diese auch Anliegen der Klassiker\u201c waren; ohne weiter zu gehen, hebt er Trotzkis\u00a0<em>Milit\u00e4rische Schriften<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Literatur und Revolution<\/em>\u00a0hervor.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Einw\u00e4nde wurden gegen Luk\u00e1cs erhoben, der an den Erfahrungen der ungarischen R\u00e4te in den 1920er Jahren und an der strategischen Debatte in der Dritten Internationale teilnahm. Zweifellos kann er zu jenen Marxisten gez\u00e4hlt werden, die unter dem Einfluss der Fr\u00fchschriften von Marx eine Reihe von Aspekten entwickelt haben, die mit der Entfremdung und den Formen des Klassenbewusstseins, zusammenh\u00e4ngen. Wenn das ausreichend w\u00e4re, w\u00fcrde Althusser jedoch nicht mehr als Teil dieser Gruppe gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Es trifft auch nicht auf ihn zu, einen Weg \u201evon der Wirtschaft oder Politik zur Philosophie\u201c eingeschlagen zu haben, denn Luk\u00e1cs wurde f\u00fcr den Marxismus gewonnen, als er bereits als Intellektueller mit diesen Themen besch\u00e4ftigt war. Das thematische Kriterium schwankt daher sehr oft.<\/p>\n<p>Auf der Ebene der politischen Positionen erw\u00e4hnt Anderson nur ein Merkmal der \u201eersten Generation\u201c westlicher Marxisten: Ihre theoretischen Positionen wurden mit einer Kritik am wachsenden Reformismus der Sozialdemokratie geschmiedet, wodurch sie sich an der Dritten Internationale orientierten (obwohl sie Lenin oder Trotzki gegen\u00fcberstanden). Tatsache ist, dass es zwar wahr ist, dass es eine Einheit zwischen sozialdemokratischer Theorie und Praxis gab, aber es w\u00e4re schwierig, sie als eine tugendhafte Einheit zu klassifizieren. Wenn wir au\u00dferdem \u00fcber die Distanz zum Stalinismus sprechen, sollten wir erw\u00e4hnen, sagt Jay, dass Althusser, der vom Maoismus beeinflusst war, nicht gerade als ein Anti-Stalinist zu verstehen ist.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f12\"><strong><sup>12<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Help!<\/strong><\/p>\n<p>Andersons Sicht der klassischen Tradition stand im Mittelpunkt der Kritik seiner Kollegen in der NLR, die er laut ihnen als homogen und ohne offene Fragen pr\u00e4sentierte. Dies wird eine der L\u00fccken sein, die er in seinem Epilog zu f\u00fcllen versuchen wird, indem er sich selbst f\u00fcr einen gewissen \u201eunverantwortlichen Aktivismus\u201c kritisiert und eine Reihe ungel\u00f6ster Fragen hinzuf\u00fcgt, die er in der Tradition von Marx, Lenin und Trotzki sieht,<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f13\"><strong><sup>13<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0wobei er diese zweifelsohne als notwendige Grundlage f\u00fcr die Entwicklung eines revolution\u00e4ren Marxismus hervorhebt.<\/p>\n<p>Andererseits k\u00f6nnte man Andersons eigene politische Praxis bis dahin durchaus in Frage stellen: Die Trennung zwischen Theorie und Praxis, die die Zeitschrift selbst betraf, ist nicht problematisiert, obwohl sie bereits von ehemaligen Kollegen als Vorwurf erhoben wurde. Der Bruch mit dem ersten Herausgebergremium Anfang der 1960er Jahre, als Anderson die Publikation \u00fcbernahm, hatte auch eine Abkehr von der Organisierung von Studierenden- und Arbeiter:innen bedeutet, die die NLR damals gef\u00f6rdert hatte. Darauffolgend hatte sich die Zeitschrift ausschlie\u00dflich auf die theoretische Debatte spezialisiert, was ihnen den Spitznamen \u201eOlympioniken\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f14\"><strong><sup>14<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0eingebracht hatte, da sie wie Bewohner eines Pantheons fernab der irdischen Politik handelten. Es geht weder darum, zu beurteilen, inwieweit sie sich bei dieser Entscheidung geirrt haben, noch geht es darum, Andersons aufrichtiger Hoffnung zu misstrauen, dass sie selbst Teil einer Wiederbelebung des Marxismus sein k\u00f6nnten, die diese Scheidung zwischen Theorie und Praxis \u00fcberwinden k\u00f6nne. Schwer zu rechtfertigen ist allerdings die Tat, dass Anderson, der so geschickt ein zentrales Problem f\u00fcr den Marxismus aufwirft, so unvorsichtig ist, den Balken in seinem eigenen Auge zu sehen. Die Auslassung des englischen Marxismus scheint auch ein Weg zu sein, um eine Diskussion zu vermeiden, die ihn besonders einbeziehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Don\u2019t let me down<\/strong><\/p>\n<p>Anderson ist der Ansicht, dass die Ohnm\u00e4chtigkeit des westlichen Marxismus auf dem Gebiet der Wirtschaft und Politik damit zu tun hatte, dass die Nachkriegszeit in den wichtigsten kapitalistischen L\u00e4ndern eine Konsolidierung des Kapitals und der repr\u00e4sentativen Demokratie mit sich brachte, die einigen der bis dahin verwendeten Thesen zu widersprechen schien und neue Konzeptualisierungen<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f15\"><strong><sup>15<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0erzwang, die trotz einiger Versuche kein zeitgen\u00f6ssischer Marxist erreicht hatte.<\/p>\n<p>Aber wenn die von Anderson aufgezeigten Charakteristika eine harsche Kritik an dieser Tradition darstellen, dann scheint es weniger ein Vorwurf zu sein als vielmehr die Anerkennung jener \u201eversteckten\u201c Eigenschaft, die sie abgrenzte: Das \u201eProdukt einer Niederlage\u201c zu sein.<\/p>\n<p>Der Kern der Interpretation ist also eine politisch-soziologische Lesart des Verh\u00e4ltnisses zwischen historischem Kontext und theoretischer Entwicklung. Der gleichen Logik folgend, wird \u201e\u00dcber den Westlichen Marxismus\u201c von Andersons Hoffnung auf einen neuen Aufschwung des Klassenkampfes als Voraussetzung f\u00fcr die \u00dcberwindung dieser Sackgasse motiviert. Die Realit\u00e4t sollte ihn bald jedoch entt\u00e4uschen, wie es in seinem kurz darauf erschienenen Buch \u201eIn the Tracks of Historical Materialism\u201c zum Ausdruck kommt. Dort stellt er fest, dass trotz der von ihm erwarteten Wiederbelebung der \u00f6konomischen, politischen und historischen Fragen \u2013 verlagert aus dem lateinischen Europa ins angels\u00e4chsische \u2013 die Trennung zwischen Theorie und Praxis weiterhin vorherrschte, ebenso wie die \u201eMisere\u201c eines strategischen Denkens, das es dem Marxismus als systematischer Theorie erlaubt h\u00e4tte, eine Alternative zum Vormarsch des Strukturalismus und Poststrukturalismus zu sein.<\/p>\n<p>Die Beziehung zwischen den Niederlagen im Klassenkampf und den Ver\u00e4nderungen der marxistischen Theorie ist nicht neu. Lenin stellte fest, dass ebenso wie aus der Niederlage Lehren f\u00fcr neue Schlachten gezogen werden k\u00f6nnten, auch die Versuche erscheinen, den Marxismus eklektisch mit Theorien zu kombinieren, die ihn schlie\u00dflich verleugnen. Er erkl\u00e4rte, dass zum Beispiel ein Bogdanow nach der Niederlage der Revolution von 1905 versuchte, die Erkenntnistheorie des Marxismus mit der Kantianischen zu verbinden. Obwohl er es nicht explizit erw\u00e4hnt, scheint Anderson etwas \u00c4hnliches im Sinn zu haben, wenn er auf den Abdruck einer ebenso tiefen wie tragischen Skepsis im westlichen Marxismus hinweist.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f16\"><strong><sup>16<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p>De te fabula narratur, im Gefolge des gescheiterten Aufstiegs der 1970er Jahre und des Aufkommens des Thatcherismus konnte Anderson dasselbe Merkmal zugeschrieben werden. In einem NLR-Artikel von 1990 gibt er zu, dass seine Lekt\u00fcre des westlichen Marxismus von einer \u201etheoretischen Siegessicherheit\u201c durchdrungen war. Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter hatte der Skeptizismus in einer neuen Phase der NLR Fu\u00df gefasst, die nun verk\u00fcndete: \u201eEs gibt in der Welt des westlichen Denkens keine signifikanten Gegens\u00e4tze, d.h. systematisch entgegengesetzte Perspektiven, mehr\u201c zu einem Neoliberalismus, der \u201eals eine Reihe von Prinzipien den ganzen Globus beherrscht: die erfolgreichste Ideologie der Weltgeschichte.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f17\"><strong><sup>17<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Keucheyan, der eine Typologie zeitgen\u00f6ssischer \u201ekritischer Theoretiker:innen\u201c erstellte, ordnet ihn unter der \u00dcberschrift \u201ePessimisten\u201c ein, obwohl er zugibt, dass der NLR-F\u00fchrer auch seinen kapitalismuskritischen Geist beibehalten hat<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f18\"><strong><sup>18<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0(so wie Anderson gegen\u00fcber den westlichen Marxisten einger\u00e4umt hatte, dass der Skeptizismus sie vor dem Versuch bewahrt habe, in das Lager der Bourgeoisie zu ziehen, auch wenn einige von ihnen dies taten).<\/p>\n<p><strong>Come together<\/strong><\/p>\n<p>Es bleibt die Frage, warum Andersons Hypothesen, die so h\u00e4ufig kritisiert wurden, nicht vergessen wurden, sondern sowohl f\u00fcr die Verteidiger:innen als auch f\u00fcr die Kritiker:innen so einflussreich waren. Wahrscheinlich ist dem der Fall, weil er, obwohl in vielen F\u00e4llen einseitig, die produktive Frage nach dem Verh\u00e4ltnis von Theorie und Praxis aufwarf, die f\u00fcr einen Marxismus, der nicht vorgibt, eine einfache Analysemethode zu sein, immer relevant ist.<\/p>\n<p>Revolution\u00e4re Marxist:innen haben in vielen F\u00e4llen an eine Definition von Theorie als \u201eHandlungsanleitung\u201c appelliert, nicht im Sinne eines politischen Pragmatismus, der f\u00fcr jede Definition eine Theorie anbietet, sondern im gleichen Sinne wie Clausewitz: Die Theorie nicht als Rezepte, die auf jede Situation anwendbar sind, sondern als eine Entwicklung, die als \u201eBr\u00fccke\u201c zwischen der bisherigen Praxis, der gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Praxis dienen kann.<\/p>\n<p>Dies ist eine Frage, die heute noch zu l\u00f6sen bleibt. Keucheyan weist darauf hin, dass der westliche Marxismus sehr wenig \u201eclausewitzianisch\u201c war \u2013 weit entfernt von der strategischen Debatte \u2013 und dass die aktuellen kritischen Theorien, die seine Erben sind, dieser Orientierung folgen.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f19\"><strong><sup>19<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0In der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/an-den-grenzen-der-burgerlichen-restauration\/\"><strong>b\u00fcrgerlichen Restaurationsphase der letzten 30 Jahre<\/strong><\/a><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f20\"><strong><sup>20<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0standen dieser Tendenz nur schwache F\u00e4den der Kontinuit\u00e4t gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Das 21. Jahrhundert begann verbunden mit der reaktion\u00e4ren Ideologie des Neoliberalismus, ohne dass ein offensichtlicher Rivale in Sicht war, sich dennoch in einer Krise befand. Das Aufkommen neuer politischer Ph\u00e4nomene erm\u00f6glichte die Skizzierung neuer theoretischer Ans\u00e4tze als Alternative, wie die verschiedenen Varianten des Autonomismus oder die sogenannten \u201eLinken Populismen\u201c, die sich in verschiedenen Regionen entwickelten: in den zentralen L\u00e4ndern parallel zu den Antiglobalisierungsbewegungen ; in Lateinamerika zu den aufeinanderfolgenden Krisen der neoliberalen Regime; und in Afrika zum Arabischen Fr\u00fchling. Aber selbst bei der Vielfalt der Kombinationen, die sie hervorbrachten und kennzeichneten, kann als gemeinsames Merkmal hervorgehoben werden, dass es in keinem dieser Prozesse bisher eine Entwicklung einer revolution\u00e4ren Arbeiter:innenbewegung gab, auf deren Grundlage eine neue Entfaltung des Marxismus aufbauen konnte. Die Aufgabe, eine Theorie zu schmieden, die die Einheit zwischen Theorie und Praxis des klassischen Marxismus wiederherstellt, die die Bedingungen, unter denen neue K\u00e4mpfe zwischen den Klassen stattfinden werden, ber\u00fccksichtigen kann und die die reformistischen Varianten \u00fcberwindet, die versuchen, einen Kapitalismus in einer historischen Krise zu flicken, wurde vorerst kleinen revolution\u00e4ren marxistischen Gruppen \u00fcberlassen, die noch die Grundlage f\u00fcr jenen Moment vorbereiten m\u00fcssen, in dem, wie Marx sagte, \u201edie Theorie zur materiellen Gewalt wird.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f21\"><strong><sup>21<\/sup><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die kapitalistische Krise und der Bankrott des Neoliberalismus sowie das Fehlen gro\u00dfer reformistischer und b\u00fcrokratischer Apparate wie der Sozialdemokratie oder des Stalinismus k\u00f6nnen diese Bedingungen jedoch \u00e4ndern.<\/p>\n<p>So wie Niederlagen ihre Spuren in der Theorie hinterlassen, so ver\u00e4ndert auch der Aufstieg des Klassenkampfes, oft abrupt, die Subjektivit\u00e4t von Millionen von Menschen und damit die Koordinaten der politischen und theoretischen Debatte.<\/p>\n<p>Trotzki sagte, dass sich das h\u00f6chste theoretische Bewusstsein einer Epoche zu einem bestimmten Zeitpunkt mit der direkten Aktion der tiefsten Schichten der Massen fernab der Theorie fusioniert: \u201eDie sch\u00f6pferische Verschmelzung des Bewussten mit dem Unbewussten ist das, was gemeinhin als Inspiration bezeichnet wird. Revolution ist ein Moment der ungest\u00fcmen Inspiration in der Geschichte.\u201c Aber jede historische \u201eInspiration\u201c erfordert eine vorbereitende Arbeit der Gruppierung von Kr\u00e4ften, der Suche nach einer Verbindung mit der Arbeiter:innenbewegung und der Umwandlung von Erfahrungen in Theorie; jene Aufgaben, die Lenin und Trotzki als Parteiaufbau verstanden. Eine Aufgabe, die laut Trotzki \u201eeine gigantische F\u00e4higkeit der sch\u00f6pferischen Vorstellungskraft\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f22\"><strong><sup>22<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0erforderte. Es wird an den neuen Generationen von Marxist:innen liegen, diese Debatte neu auszurichten und ihre theoretische Vorstellungskraft zu entfalten.<\/p>\n<p>Zuerst erschienen auf\u00a0<a href=\"http:\/\/www.laizquierdadiario.com\/ideasdeizquierda\/anderson-y-un-mapa-polemico-del-marxismo\/\"><strong>La Izquierda Diario\u00a0<\/strong><\/a>am 22.12.2016<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f1_text\"><strong>1<\/strong><\/a>. Die Zusammenstellung wird schlie\u00dflich 1977 als \u201eWestern Marxism. A critical reader\u201c ver\u00f6ffentlicht werden.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f2_text\"><strong>2<\/strong><\/a>. siehe Anderson in NLR 23, 1964; NLR 29, 1965; NLR 35, 1966; NLR 50, 1968.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f3_text\"><strong>3<\/strong><\/a>. Gregory Elliot, Perry Anderson. The Merciless Laboratory of History, Minneapolis-London, Minesotta University Press, 1998, S. 54.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f4_text\"><strong>4<\/strong><\/a>. Duncan Thompson, Pessimism of the intellect?, Monmouth, Merlin Press, 2007, S. 60-67.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f5_text\"><strong>5<\/strong><\/a>. zitiert nach: Anderson, \u00dcber den Westlichen Marxismus, Frankfurt am Main, Syndikat, 1978, S. 135ff.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f6_text\"><strong>6<\/strong><\/a>. Elliot, 1998, S.102.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f7_text\"><strong>7<\/strong><\/a>. Martin Jay, Marxism and Totality, Berkeley, University of California Press, 1984, S.1-2.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f8_text\"><strong>8<\/strong><\/a>. Ebd., S. 4-5.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f9_text\"><strong>9<\/strong><\/a>. Russel Jacoby, Dialectic of Defeat, Cambridge, Cambridge University Press, 1981, S. 108.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f10_text\"><strong>10<\/strong><\/a>. Anderson, 1998, S. 59 und 99.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f11_text\"><strong>11<\/strong><\/a>. Ebd., S. 53.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f12_text\"><strong>12<\/strong><\/a>. Jay,1984, S. 192.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f13_text\"><strong>13<\/strong><\/a>. Anderson, Consideraciones of Western marxism, M\u00e9xico, Siglo XXI, 1998, S. 132 Hobsbawm sagte dann, dass Anderson mit diesem Epilog 90 Prozent des Buches zur\u00fcckgenommen habe (Elliot, 1998, S. 105). Es gab auch Kritiken des englischen Trotzkismus: Callinicos zum Beispiel w\u00fcrde behaupten, dass die von Anderson angebotenen Vertreter des Trotzkismus (Deutscher, Rosdolsky, Mandel) auch weiterer Kritik bed\u00fcrften (International Socialism 99, 1977).<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f14_text\"><strong>14<\/strong><\/a>. Duncan Thompson, 2007, S. 11.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f15_text\"><strong>15<\/strong><\/a>. Anderson, 1998, S. 57 und 61.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f16_text\"><strong>16<\/strong><\/a>. Ebd., S. 110.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f17_text\"><strong>17<\/strong><\/a>.\u00a0<em>\u201eA culture in contraflow\u201d<\/em>, NLR 180 und 182, 1990 und\u00a0<em>\u201eRenewals\u201c<\/em>, NLR II-1, 2000.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f18_text\"><strong>18<\/strong><\/a>. Razmig Keucheyan, The Left Hemisphere, London, Verso, 2014, S. 56.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f19_text\"><strong>19<\/strong><\/a>. Ebd., S. 23-4.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f20_text\"><strong>20<\/strong><\/a>. Mat\u00edas Maiello und Emilio Albamonte, \u201eEn los l\u00edmites de la \u201aRestauraci\u00f3n burguesa&#8217;\u201c, Estrategia Internacional 27, 2011.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f21_text\"><strong>21<\/strong><\/a>. \u201eZur Kritik der Hegel\u2018schen Rechtsphilosophie\u201c, Karl Marx Friedrich Engels Gesammelte Werke, K\u00f6ln, Anaconda Verlag GmbH, 2016, S. 497.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/#f22_text\"><strong>22<\/strong><\/a>. eigene \u00dcbersetzung, Le\u00f3n Trotzki, Mi vida, Bs. As., IPS-CEIP, 2012, S. 349 und 358.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/anderson-und-eine-kritische-landkarte-des-marxismus\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 25. November 2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ariane D\u00edaz. Zuerst war es die Polemik. 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