{"id":9209,"date":"2021-01-29T10:30:58","date_gmt":"2021-01-29T08:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9209"},"modified":"2021-01-29T10:31:00","modified_gmt":"2021-01-29T08:31:00","slug":"generalstreik-in-italien-keine-profite-mehr-fuer-die-superreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9209","title":{"rendered":"Generalstreik in Italien: Keine Profite mehr f\u00fcr die Superreichen!"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, den 29. Januar, wird in Italien ein 24-st\u00fcndiger Streik stattfinden, an dem Arbeiter:innen aus allen \u00f6ffentlichen Sektoren sowie aus allen privaten Sektoren teilnehmen k\u00f6nnen. Er wurde von den Gewerkschaften\u00a0<em>SLAI Cobas<\/em>\u00a0und<!--more-->\u00a0<em>Si Cobas Lavoratori Autorganizzati<\/em>\u00a0ins Leben gerufen und dann erweitert, vor allem im Bildungssektor.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig, allgemein wie politisch. Sie liegen in der katastrophalen Bew\u00e4ltigung der Pandemiekrise und sind mit der aktuellen Regierungskrise verwoben. In ihren \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen fordern die Gewerkschaften eine generelle Erneuerung aller abgelaufenen Tarifvertr\u00e4ge (mit entsprechenden Gehaltserh\u00f6hungen), einen echten Entlassungsstopp, der bis heute, fast ein Jahr nach Beginn der Ausbreitung des Coronavirus, von der Regierung nicht umgesetzt wurde, neue und effektivere Sicherheitsprotokolle am Arbeitsplatz sowie die Forderung nach Mitteln f\u00fcr Bildung und \u00f6ffentliche Gesundheit.<\/p>\n<p>Das Programm beinhaltet auch eine \u201ezehnprozentige Verm\u00f6gensabgabe f\u00fcr die reichsten zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung\u201c und lenkt den Blick auf die soziale Kluft, die sich mit dem Coronavirus dramatisch vergr\u00f6\u00dfert hat. Die soziale Kluft, die dazu gef\u00fchrt hat, dass einige wenige Gro\u00dfbesitzer:innen im internationalen Ma\u00dfstab au\u00dferordentliche Gewinne anh\u00e4ufen, w\u00e4hrend gro\u00dfe Teile der arbeitenden Bev\u00f6lkerung durch Schlie\u00dfungen, Sperrzonen und die bereits erw\u00e4hnten Entlassungen in Armut versinken.<\/p>\n<p>Es ist davon auszugehen, dass der Zustand der Unruhe vor allem den Logistik- und Frachtsektor betreffen wird, der in dieser Woche bereits durch Streiks gegen TNT FedEx aufgeheizt wurde. Dies geschah als Reaktion auf einen Umstrukturierungsplan des amerikanischen Riesenkonzerns, der Tausende von Entlassungen auf europ\u00e4ischer Ebene zur Folge h\u00e4tte. Die Auswirkungen, die der morgige Streik selbst auf das \u00f6ffentlichen Bildungswesens haben wird, sollten jedoch nicht untersch\u00e4tzt werden, da sich neben Lehrer:innen und Sch\u00fcler:innen auch nicht-lehrendes Schulpersonal beteiligen wird.<\/p>\n<p>Andere Sektoren des \u00f6ffentlichen Dienstes wie das NISF (Nationalinstitut f\u00fcr Soziale F\u00fcrsorge \u2013 NISF) und das Gesundheitswesen geben Mitteilungen heraus, die den normalen Gesch\u00e4ftsverlauf f\u00fcr den kommenden Freitag in Frage stellen. Die Forderungen des Streiks beziehen sich auf eine Reihe von Aspekten, die alle Bereiche der Arbeitswelt betreffen. Was noch fehlt, ist eine breitere Einheit der Arbeiter:innen von unten, eine Einheit, die in diesen Monaten mit Geduld aufgebaut werden muss. Denn w\u00e4hrend wir jetzt zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie beginnen, vielleicht in der Ferne, Wege aus der reinen Gesundheitskrise zu sehen, so kann das Gleiche nicht f\u00fcr die Wirtschaftskrise gesagt werden. Diese Wirtschaftskriese betrifft die Arbeiter:innenklasse und alle armen Teile der Gesellschaft und wird jahrelang auf den Schultern der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung lasten.<\/p>\n<p>K\u00e4mpferische Arbeiter:innen m\u00fcssen sich politisieren und organisieren, um ihre Sektoren und Organisationen in Bewegung zu setzen, angefangen bei den Gewerkschaften. Diese werden von einer B\u00fcrokratie blockiert, die Angst davor hat, einen vereinten, massenhaften Kampf gegen das Krisenmanagement der Bosse zu entfesseln: Lasst uns neue Generalstreiks forcieren, in denen sich Arbeiter:innen aus allen Sektoren mit ihren Gewerkschaften zusammenschlie\u00dfen!<\/p>\n<p>Die Arbeiter:innen werden durch die Krise mehr und mehr in die Ecke gedr\u00e4ngt. Daher ist und wird es n\u00f6tig sein zu streiken und zur Zuspitzung der K\u00e4mpfe aufzurufen und zu zwischen-gewerkschaftlichen und selbstorganisierten Diskussionen aufzurufen. Dies ist nur die erste Runde eines Kampfes, der Monate, wenn nicht Jahre dauern wird und der die nahe Zukunft der arbeitenden M\u00e4nner und Frauen in Italien wie in anderen von der Krise verw\u00fcsteten L\u00e4ndern schreiben wird.<\/p>\n<p><strong>FIR \u2013 Frazione Internazionalista Rivoluzionaria (Internationalistische Revolution\u00e4re Fraktion)<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Aufruf\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.lavocedellelotte.it\/2021\/01\/28\/domani-sciopero-generale-basta-profitti-per-i-super-ricchi-salario-servizi-giustizia-sociale-per-tutti\/\"><strong><em>im Original<\/em><\/strong><\/a><em>\u00a0auf der Website unser italienischen Genoss:innen.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/generalstreik-in-italien-keine-profite-mehr-fuer-die-superreichen\/\">klassegegenklasse.org&#8230;<\/a> vom 29. Januar 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, den 29. 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