{"id":9275,"date":"2021-02-16T09:30:28","date_gmt":"2021-02-16T07:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9275"},"modified":"2021-02-16T09:30:29","modified_gmt":"2021-02-16T07:30:29","slug":"zeroentlassungen-streiks-und-mobilisierungen-gegen-entlassungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9275","title":{"rendered":"#ZeroEntlassungen: Streiks und Mobilisierungen gegen Entlassungen!"},"content":{"rendered":"<p><em>Yunus \u00d6zg\u00fcr.<\/em><strong> Ab dem 1. M\u00e4rz sind Warnstreiks in der deutschen Metall- und Stahlindustrie im Rahmen der Tarifrunde zu erwarten. Bundesweit sollen \u00fcber 400.000 Arbeitspl\u00e4tze abgebaut werden. Die Gewerkschaften m\u00fcssen gegen Entlassungen<\/strong><!--more--> <strong>streiken und f\u00fcr Arbeitszeitverk\u00fcrzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich k\u00e4mpfen.<\/strong><\/p>\n<p>Die aktuelle Welle der Weltwirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie gest\u00e4rkt wurde, traf anders als die Finanzkrise 2008 die gesamte Wirtschaft. In Deutschland war besonders der exportorientierte Metall- und Elektrosektor betroffen. Anders als die Darstellung in b\u00fcrgerlichen Medien wurden gro\u00dfe Massenentlassungen im Automobilsektor\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/osram-conti-michelin-fujitsu-bmw-wir-brauchen-ein-notfallprogramm-gegen-schliessungen-und-entlassungen\/\"><strong>bereits Ende 2019<\/strong><\/a>\u00a0vor der Pandemie, als das Wirtschaftswachstum bereits schrumpfte (ein halbes Prozent im zweiten und null Prozent im vierten Quartal) angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>2020 schrumpfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal auf Grund des Lockdowns bis zu etwa 10 Prozent und insgesamt laut den Daten vom\u00a0<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2021\/01\/PD21_020_811.html\"><strong>statistischen Bundesamt<\/strong><\/a>\u00a0um 5 Prozent. Jedoch steckt hinter dem Corona-bedingten Schrumpfen der Wirtschaft die Krise des Strukturwandels im deutschen Exportsektor. Die gesamte deutsche Automobilindustrie steht wegen des Umstiegs der Elektromobilit\u00e4t durch Konkurrenz aus den USA und China stark unter Druck. Eine v\u00f6llige Transformation der Produktion wird 100 Milliarden Euro ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Es wird der Wegfall von \u00fcber\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/autoindustrie-elektromobilitaet-101.html\"><strong>400 Tausend Arbeitspl\u00e4tzen<\/strong><\/a>\u00a0in Deutschland erwartet. Die aktuelle Entlassungswelle im Exportsektor hat ihren strukturellen Ursprung also darin, dass die Automobilkonzerne die Corona-Krise als Anlass nehmen, bereits vor der technologischen Transformation Besch\u00e4ftigte loszuwerden. Dabei ist die niedrigere Nachfrage nach Autos auf dem Weltmarkt ein konjunkturelles Element, was diese Krise verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Ist der Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen die einzige L\u00f6sung? Oder besser gesagt: Nach wessen Interessen und unter wessen Kontrolle soll der Strukturwandel stattfinden? Im Interesse der Arbeiter:innen oder der Kapitalist:innen? Die aktuelle\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/ig-metall-folgt-auf-die-nullrunde-im-fruehjahr-die-naechste-farce\/\"><strong>Tarifrunde der IG-Metall<\/strong><\/a>\u00a0(Metall und Elektro, Textil und Bekleidung, Eisen und Stahl, Holz und Kunststoff) und Streiks, die \u00fcber 4 Millionen Arbeiter:innen betreffen, werden entscheidend sein, wie diese Frage beantwortet wird.<\/p>\n<p><strong>Abwehrk\u00e4mpfe im Schatten der Sozialpartnerschaft<\/strong><\/p>\n<p>Seit 2019 erleben wir eine gro\u00dfe bundesweite Entlassungswelle, wie bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/daimler-abbau-von-bis-zu-30-000-jobs-trotz-3-milliarden-gewinn-fuer-einen-kampfplan-gegen-entlassungen\/\"><strong>Daimler<\/strong><\/a>, BMW, den MAN-Motorwerken oder bei den Voith-Werken, die jeweils tausende Besch\u00e4ftigte entlassen wollen. Die Gewerkschaftsf\u00fchrungen weigern sich bisher, einen erstzunehmenden Kampf gegen die Entlassungen zu f\u00fchren, sondern beschr\u00e4nken sich lediglich auf gelegentliche Demonstrationen und die Aushandlung von Sozialtarifvertr\u00e4gen oder Sozialpl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Diese bedeuten jedoch f\u00fcr Arbeiter:innen meistens eine langfristige Verschlechterung der Lebensbedingungen, aufgrund des Jobverlustes. Die Ausrichtung auf Sozialpl\u00e4ne geht auch einher mit einer Spaltung zwischen den unterschiedlichen Werken eines Unternehmens, wo die Kapitalist:innen die Standorte gegeneinander ausspielen und durch die Angst der Schlie\u00dfung gro\u00dfe Kompromisse durchsetzen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es die Notwendigkeit existiert, in allen Betrieben, an denen Entlassungen stattfinden, bundesweit koordinierte Aktionen und unbefristete oder verl\u00e4ngerbare Streiks zu organisieren, h\u00e4lt der IG Metall-Vorstand sich an die Waffenruhe mit der Regierung und den Kapitalist:innen. Die Kosten zahlen die Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu stellten die Streiks bei den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-konnte-die-ig-metall-den-kampf-bei-voith-verlieren\/\"><strong>Voith-Turbinwerken<\/strong><\/a>\u00a0im April 2020 ein fortschrittliches Beispiel dar. Die Kolleg:innen streikten \u00fcber 33 Tage gegen die Schlie\u00dfung ihres Betriebes und gegen Massenentlassungen und riefen: \u201eVoith kann gehen, wir bleiben hier!\u201c<\/p>\n<p>Die Streiks, die nur durch den gro\u00dfen Druck der Belegschaft auf die Gewerkschaftsf\u00fchrung zustande kamen, endeten leider mit einer Niederlage, da der IG-Metall-Vorstand den Kampf nur auf die Aushandlung eines Sozialvertrags beschr\u00e4nkte und von Anfang an die Entlassungen hinnahm. Die Lehren f\u00fcr die Kolleg:innen in anderen Betrieben sind viele, aber vor allem eines ist klar: Streiks f\u00fcr den Erhalt\u00a0<em>aller<\/em>\u00a0Arbeitspl\u00e4tze sind notwendig.<\/p>\n<p>Angesichts der nationalen Einheit zwischen der Gewerkschaftsb\u00fcrokratie und der Bourgeoisie wurde die aktuelle IG Metall Tarifrunde\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/ig-metall-folgt-auf-die-nullrunde-im-fruehjahr-die-naechste-farce\/\"><strong>Anfang 2020<\/strong><\/a>\u00a0bereits einmal mit einer Nullrunde verschoben. Diese Burgfriedenspolitik war in Worten f\u00fcr das Wohl der gesamten Wirtschaft oder der \u201eAllgemeinheit\u201c, was jedoch in Wirklichkeit nur eine Deckung f\u00fcr die spezifischen Interessen der Kapitalist:innen war: Waffenruhe w\u00e4hrend Massenentlassungen. Der Hintergrund f\u00fcr diesen Frieden ist, dass die Gewerkschaftsspitzen die \u201eStandortlogik\u201c von Kapitalist:innen und Gro\u00dfaktion\u00e4r:innen eins zu eins verfolgen. Die Logik liegt darin, dass es eine \u201egemeinsame Kraftanstrengung\u201c der deutschen Wirtschaft br\u00e4uchte, um sich konkurrenzf\u00e4hig mit den USA und China machen zu k\u00f6nnen. Diese gemeinsame Kraftanstrengung bedeutet in der Realit\u00e4t jedoch nichts anderes, als die Unterordnung der Interessen der Arbeiter:innenklasse unter die der Kapitalist:innen.<\/p>\n<p>Die IG Metall forderte in dieser Zeit staatliche Subventionen f\u00fcr Betriebe, die in finanzielle Schwierigkeiten w\u00e4ren und daher gezwungen seien, ihre Besch\u00e4ftigten zu entlassen. Diese Politik ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Wir sehen, wie viele Unternehmen wie Lufthansa, Tui oder auch Galeria-Karstadt-Kaufhof, die staatliche Hilfen in Milliardenh\u00f6he bekommen haben, trotzdem ihre Besch\u00e4ftigten entlassen, w\u00e4hren sie weiterhin\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/lufthansa-massenentlassungen-trotz-9-milliarden-euro-staatshilfen-wie-der-staat-den-aktionaeren-hilft\/\"><strong>Gewinne an Gro\u00dfaktion\u00e4re<\/strong><\/a>\u00a0aussch\u00fctten.<\/p>\n<p>Die aktuellen Verhandlungen laufen seit November, in der die Arbeitgeberseite dreist neue Angriffe angek\u00fcndigt hat. In der Textilindustrie fanden bereits die ersten Warnstreiks statt, w\u00e4hrend in Metall- und Stahlindustrie mit ersten Warnstreiks ab M\u00e4rz zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Die Forderungen der Gewerkschaftsspitze sind bescheiden:\u00a0W\u00e4hrend es die Notwendigkeit gibt, eine bundesweite Streikbewegung gegen die Schlie\u00dfungen aufzubauen, ignorieren die Gewerkschaftsspitzen die Massenentlassungen und fordern eine Lohnerh\u00f6hung bis zu vier Prozent, w\u00e4hrend die Unternehmen selber entscheiden sollen, ob die Lohnerh\u00f6hung an die Besch\u00e4ftigten gehen wird oder ein Teilausgleich f\u00fcr die Arbeitszeitverk\u00fcrzungen wird. Dies bedeutet eine enorme Flexibilisierung im Sinne der Unternehmen. Die Bosse verlangen eine Aufweichung des Fl\u00e4chentarifvertrags und die IGM-F\u00fchrung erlaubt ihnen genau das.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Streiks und Demonstrationen gegen Entlassungen!<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl die Forderungen der Gewerkschaftsspitzen unzureichend sind, wird \u00fcber das Ergebnis der Runde erst im Kampf entscheiden. In kommenden Versammlungen in Betrieben und an den Streiktagen sollen wir fordern:<\/p>\n<ul>\n<li>Streiks und Demonstrationen gegen die Entlassungen mit dem Ziel,\u00a0<em>alle<\/em>Arbeitspl\u00e4tze beizubehalten! Diese sollten \u00fcber die einzelnen Betriebe hinaus und bundesweit koordiniert stattfinden.<\/li>\n<li>Arbeitszeitreduzierung mit vollem Lohn- und Personalausgleich (30 Stunden) anstelle von Stellenabbau oder Teilausgleich auf Kosten der Lohnerh\u00f6hung. Der Ausgleich muss durch die Gewinne und Verm\u00f6gen der Gro\u00dfkapitalist:innen und Gro\u00dfaktion\u00e4r:innen finanziert werden.<\/li>\n<li>Offenlegung und Kontrolle der Gesch\u00e4ftsb\u00fccher aller Betriebe durch die Belegschaften. Im Falle von angek\u00fcndigten Schlie\u00dfungen sollten die Betriebe unter Kontrolle der Besch\u00e4ftigten verstaatlicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um diese Forderungen stark zu machen, reicht es jedoch nicht, dass wir einfach \u00f6ffentlich unsere Forderungen kundtun. Es braucht eine Organisierung der Besch\u00e4ftigten (Streikkomitees, Streikversammlungen und so weiter) vor und an Streiktagen, um \u00fcber diese Forderungen zu diskutieren und sie als Resolution zu beschlie\u00dfen. Wenn ein Streikkomitee in einem Betrieb einen Beschluss fasst, sollte dieser bindend f\u00fcr alle Gewerkschaftsgremien sein. Ebenfalls kann \u00fcber Hygiene- und Lockerungsma\u00dfnahmen in Bezug auf die Pandemie in solchen Komitees entscheiden werden.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr unsere W\u00fcrde als Arbeiter:innen: Auf zum Kampf!<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Kampf gegen Entlassungen zu f\u00fchren ist, zeigen gerade die Kolleg:innen von \u00d6lraffinerie-<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/30-tage-streik-bei-total-in-frankreich-revolutionaere-sozialistinnen-an-vorderster-front\/\"><strong>TOTAL in Frankreich<\/strong><\/a>, die 700 Besch\u00e4ftigte entlassen wollen, was mit pseudo-\u00f6kologischen Argumenten begr\u00fcndet wird. Die Kolleg:innen haben seit Anfang des Kampfes ein Streikkomitee gebildet, das aus Mitgliedern der Gewerkschaft und Unorganisierten besteht. Es organisiert sich nach zwei Prinzipien: Erstens, kein:e einzige:r Besch\u00e4ftigte:r darf entlassen werden. Zweitens, \u00f6kologische Transformation kann nicht den Bossen \u00fcberlassen werden, sondern die Komitees von Besch\u00e4ftigten m\u00fcssen diese selbst kontrollieren.<\/p>\n<p>Seit Anfang Januar befinden sie sich in einem unbefristeten (und verl\u00e4ngerbarem) Streik. Nicht nur entscheiden sie jeden Tag in Streikversammlungen, wie der Kampf weitergehen soll, sie haben auch auch die Kontrolle \u00fcber die Verhandlungen. Das haben sie gegen\u00fcber der Gewerkschaftsspitzen so durchsetzen k\u00f6nnen, weil sie von Anfang an diese Streikkomitees aufgebaut haben, die die volle Legitimit\u00e4t der Belegschaft besitzen. Falls die Gewerkschaftsspitzen versuchen w\u00fcrden den Kampf abzuw\u00fcrgen, sagen sie, dass sie weiter streiken w\u00fcrden, da es um \u201ealles\u201c ginge \u2013 und um ihre W\u00fcrde als Arbeiter:innen.<\/p>\n<p>Auch in Deutschland erlebten wir heldenhafte K\u00e4mpfe der Arbeiter:innen der Metallbranche, die Hunderttausende erfassten. 2007 beteiligten sich 300.000 Arbeiter:innen an den Aktionen der IG Metall gegen die Erh\u00f6hung des Rentenalters auf 67, viele davon erhoben Forderungen an die Gewerkschaftsspitzen nach einem bundesweiten Streik gegen die Rentenreform, was von dieser jedoch verweigert wurde. Zwischen 1969 und 1973 streikten insgesamt \u00fcber 290.000 Arbeiter:innen der Metall- und Stahlbetriebe in den sogenannten spontanen oder wilden Streiks, die durch Betriebsr\u00e4te und Komitees der Besch\u00e4ftigten organisiert wurden, da sie die Tarifabschl\u00fcsse der Gewerkschaftsspitzen zu niedrig fanden. Ebenfalls gab es in den 60er Jahren Streiks und Demonstrationen der Belegschaften gegen die atomare Aufr\u00fcstung der Bundeswehr und die Ausnahmegesetze der Bundesregierung.<\/p>\n<p>Es geht also darum, diese k\u00e4mpferische Tradition wieder aufzunehmen, sich \u00fcber die einzelnen Betriebe hinweg in Streikkomitees zu organisieren und den eigenen Willen gegen\u00fcber den Gewerkschaftsspitzen durchzusetzen. Auch in Hinblick der angek\u00fcndigten Rentenreform der CDU, die vorsieht, das Renteneintrittsalter auf 70 zu erh\u00f6hen, brauchen wir eine bundesweite Vernetzung der k\u00e4mpferischen Arbeiter:innen und Gewerkschaftsgruppen, um die Gewerkschaften dazu zu bringen, zu bundesweiten Streiks und Mobilisierungen aufzurufen.<\/p>\n<p>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vernetzung.org\/fuer-eine-kaempferische-metall-tarifrunde-2021\/\"><strong>Vernetzung f\u00fcr k\u00e4mpferische Gewerkschaften<\/strong><\/a>, deren Teil ebenfalls die Zeitung KlasseGegenKlasse ist, nimmt sich als Ziel vor, den Kampf der Kolleg:innen in der IG Metall-Runde zu unterst\u00fctzen, sowie dazu beizutragen, dass die Besch\u00e4ftigten \u00fcber ihre K\u00e4mpfe, Forderungen und Streiks selber in Streikversammlungen entscheiden, damit nicht alles vom Gewerkschaftsvorstand diktiert wird. Nur der Druck der Kolleg:innen in der Basis und ihre Selbstorganisierung in Streikkomitees k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass die Gewerkschaften einen Kampf f\u00fcr den Erhalt\u00a0<em>aller<\/em>\u00a0Arbeitspl\u00e4tze f\u00fchren, anstatt den Stellenabbau mitzuverwalten.<\/p>\n<p>Die Position von KlasseGegenKlasse ist, dass wir die Kapitalist:innen und Gro\u00dfaktion\u00e4re durch Streiks und Mobilisierungen dazu zwingen m\u00fcssen, dass sie f\u00fcr die Kosten der Krise mit ihren Verm\u00f6gen aufkommen, die sie durch die Ausbeutung der Besch\u00e4ftigten angesammelt haben. Falls die Unternehmen behaupten, dass sie sich in einer finanziellen Notlage befinden, m\u00fcssen ihre Gesch\u00e4ftsb\u00fccher ge\u00f6ffnet und seitens der Besch\u00e4ftigten kontrolliert werden. Anstelle von Entlassungen muss die Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich reduziert werden. Der Ausgleich darf nicht von Kurzarbeitergeld finanziert werden, sondern durch Verm\u00f6gensabgaben der Gro\u00dfaktion\u00e4r:innen. Falls Betriebe eine Schlie\u00dfung ank\u00fcndigen, m\u00fcssen sie unter der Kontrolle der Belegschaft entsch\u00e4digungslos verstaatlicht werden.<\/p>\n<p>Die<strong>\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/twitter.com\/schmedo\/status\/1333685693676220416\"><strong>zwei Top BMW-Aktion\u00e4re<\/strong><\/a>\u00a0haben w\u00e4hrend der Corona-Krise alleine drei Milliarden an Verm\u00f6gen angereichert, w\u00e4hrend sie 6.000 Besch\u00e4ftigte entlassen haben. Lasst uns das nicht hinnehmen und uns dagegen organisieren.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/zeroentlassungen-ig-metall-muss-gegen-den-abbau-von-400-000-stellen-zu-streiks-aufrufen\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 16. Februar 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yunus \u00d6zg\u00fcr. Ab dem 1. M\u00e4rz sind Warnstreiks in der deutschen Metall- und Stahlindustrie im Rahmen der Tarifrunde zu erwarten. Bundesweit sollen \u00fcber 400.000 Arbeitspl\u00e4tze abgebaut werden. 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