{"id":9360,"date":"2021-03-04T10:52:32","date_gmt":"2021-03-04T08:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9360"},"modified":"2021-03-04T10:52:34","modified_gmt":"2021-03-04T08:52:34","slug":"zu-aktuellen-interpretationen-der-linksregierungen-in-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9360","title":{"rendered":"Zu aktuellen Interpretationen der Linksregierungen in Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<p><em>Helge Buttkereit. <\/em>Von der Krise der Linksregierungen ist in den vergangenen Jahren viel zu h\u00f6ren. Der Putsch gegen die Regierung von Evo Morales war 2019 der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt, der durch die Wahl von Luis Arce vorerst \u00fcberwunden scheint. Die Herausforderungen<!--more--> bleiben. Das gilt insbesondere f\u00fcr Venezuela, dem wichtigsten und wohl auch entscheidenden Land unter linker Regierung. Hier stehen sich die politischen Lager weiterhin unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Dabei versch\u00e4rfen sich neben der politischen auch die soziale und die wirtschaftliche Krise. In Ecuador wiederum sind viele der Errungenschaften der &#8222;B\u00fcrgerrevolution&#8220; unter der F\u00fchrung von Rafael Correa r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht worden. Sie war, wie alle anderen Ver\u00e4nderungsprozesse, in sich widerspr\u00fcchlich und wie es nach der Wahl weitergeht, ist offen. Kurzum ist der linken Wende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts jetzt zu Beginn des dritten eine Ern\u00fcchterung gewichen.<\/p>\n<p>Die Krise hat viele Gr\u00fcnde. Dabei treten innere wie \u00e4u\u00dfere Widerspr\u00fcche vermehrt hervor. Der Verfall der Rohstoffpreise ist ebenso ein Grund f\u00fcr die Probleme wie Fehler der Regierungen, ihrer politischen Organisationen und der Organisierung. Und schlie\u00dflich gilt es auch, einen Blick auf die Basis der Bewegung selbst zu werfen. Was wollte sie, was will sie und wer steht warum immer noch hinter den Regierungen?<\/p>\n<p>Einige der aufgeworfenen Fragen werden auch in zwei aktuellen B\u00fcchern behandelt, die sich mit der Situation in Lateinamerika befassen. An beiden B\u00fcchern \u00fcbe ich im Folgenden sehr grunds\u00e4tzliche Kritik. Sie eignen sich aber in jedem Fall, um die eigene Position und Kritik zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Die Rede ist von Klaus Meschkats j\u00fcngst erschienenen &#8222;Flugschrift&#8220; zu den &#8222;Krisen progressiver Regime&#8220; sowie dem bereits 2016 auf Spanisch, 2019 dann auch auf deutsch publizierten Buch &#8222;Die Macht ergreifen, um die Welt zu \u00e4ndern?&#8220;. Decio Machado und Ra\u00fal Zibechi ziehen darin eine &#8222;Bilanz&#8220; der Linksregierungen.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote1_qawpkya\">1<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Verh\u00e4ltnis von Partei und Staat<\/strong><\/p>\n<p>Klaus Meschkat vertritt die These, dass das Erbe des Marxismus-Leninismus, der lange Arm der Komintern bei der lateinamerikanischen Linken sichtbar werde. Insbesondere in der Partei des Chavismus, der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) mit ihrem Avantgarde-Verst\u00e4ndnis und dem Umgang mit parteiinterner Opposition (Meschkat, S. 14), sowie in den Schriften von \u00c1lvaro Garc\u00eda Linera wirke dieses Erbe. Machado und Zibechi ihrerseits analysieren unter anderem hehre Ziele der Linksregierungen und ihr Scheitern beispielsweise in Bolivien und Brasilien. Dar\u00fcber hinaus sind sie davon \u00fcberzeugt, dass die Welt nicht ver\u00e4ndert werden kann, wenn eine Bewegung die Macht im Staat \u00fcbernimmt. Denn, so argumentieren sie, durch die Verbindung von Partei und Staat entstehe zwangsl\u00e4ufig eine neue herrschende Klasse, die die Gesellschaft unterwerfe (Machadi\/Zibechi, S. 83). An dieser Stelle treffen sich ihre und Meschkats \u00dcberlegungen.<\/p>\n<p>Machado und Zibechi argumentieren, dass Ver\u00e4nderungen im Sinne der unteren Klassen nicht \u00fcber die \u00dcbernahme der Staatsmacht erreicht werden k\u00f6nnten. &#8222;Die repr\u00e4sentative Demokratie ist geschaffen worden, um die Interessen gro\u00dfer Verm\u00f6gensbesitzer zu sch\u00fctzen und um die Zentralit\u00e4t des Staates gegen\u00fcber der Gesellschaft zu garantieren.&#8220; (S. 16) Der Titel der deutschen Ausgabe des Buches von Machadi und Zibechi ist nicht von ungef\u00e4hr an John Holloways &#8222;Die Welt ver\u00e4ndern, ohne die Macht zu \u00fcbernehmen&#8220;<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote2_6eto59b\">2<\/a>\u00a0angelehnt, sie beziehen sich an vielen Stellen dezidiert auf die Zapatisten im S\u00fcden Mexikos, die auch wichtige Inspirationsquelle Holloways sind. Schlie\u00dflich stellen die beiden Autoren die These auf, dass die Vorstellung, &#8222;eine ganze Gesellschaft zu regieren und einen Wandel durchzusetzen, der alle einschlie\u00dft, [m\u00f6glicherweise] eine totalit\u00e4re Haltung voraus[setzt].&#8220; Millionen Menschen regieren zu wollen, sei ein Widerspruch zum Geist der Emanzipation (Machadi\/Zibechi, S. 87).<\/p>\n<p>Konsequenterweise gehen die beiden Autoren davon aus, dass der Kapitalismus nicht \u00fcberwunden werden kann. Er m\u00fcsse zusammenbrechen (S. 86). Volksmacht ist f\u00fcr sie von Gewalt gepr\u00e4gt: &#8222;Die Macht kommt aus den Gewehrl\u00e4ufen und st\u00fctzt sich auf das organisierte und bewaffnete Volk.&#8220; (S. 21) Wenn in Venezuela versucht werde, eine Gegenmacht auf anderem Wege zu institutionalisieren, ist dies also nach ihrer Vorstellung nicht m\u00f6glich. Da sie gleichzeitig die Macht\u00fcbernahme ablehnen, eine organisierte wirkliche Selbstregierung des ganzen Volkes sich auf Basis des Gesagten nicht vorstellen k\u00f6nnen, bleibt letztlich die Kapitulation vor der \u00dcbermacht der Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p>Wenn auch vieles kritisch gegen die tradierten marxistisch-leninistischen Revolutionsvorstellungen eingewendet werden kann, eine Kapitulation kommt aus ihrer Sicht nicht in Frage. Vielmehr gehen sie von der \u00dcbernahme der Macht in Form eines Putsches aus. Nach der Revolution, die f\u00fcr die Marxisten-Leninisten nicht ohne Gewalt zu denken ist, \u00fcbernimmt die Avantgardepartei die Macht und setzt die notwendigen Ver\u00e4nderungen zur \u00dcberwindung des Kapitalismus durch \u2013 notfalls auch mit Gewalt und Unterdr\u00fcckung. Das Modell f\u00fcr diese Form der Politik ist die Sowjetunion. Dort war die \u00dcbernahme der Staatsmacht und die Verstaatlichung der Produktionsmittel unerl\u00e4ssliche Basis f\u00fcr die Herrschaft der Bolschewiki.<\/p>\n<p>Dabei schufen sie allerdings keine wirklich neue Gesellschaft, in der nach und nach der Staat absterben sollte, wie Lenin es 1917 noch in &#8222;Staat und Revolution&#8220; beschrieben hatte. Vielmehr k\u00f6nnen wir heute auf Basis der vielf\u00e4ltigen Analysen und einer fundamentalen Kritik der Oktoberrevolution und ihrer Folgen davon sprechen, dass nach der Revolution die Despotie wiederkehrte, die nur scheinbar \u00fcberwunden war. Diese hatte mit einer &#8222;freien Assoziation der Produzenten&#8220; (Marx) nichts zu tun. Dabei ist die \u00f6konomische Grundlage dieser Tradition die &#8222;asiatische Produktionsweise&#8220;, mit der Karl Marx eine Produktionsweise bestimmt hat, die vor der antiken, dann feudalen und schlie\u00dflich kapitalistischen Produktionsweise existierte. Anderswo bestand sie parallel neben diesen fort. Unter anderem in Russland. Grundstruktur dieser Produktionsweise ist die Existenz von Dorfgemeinden, die weitgehend autark nebeneinander existieren und auf dem Gemeinbesitz an Boden beruhen und einem despotischen Staat, der die Mehrarbeit absch\u00f6pft.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote3_j4xjn2a\">3<\/a><\/p>\n<p>Es ist hier nicht der Platz, diese Kritik des Realsozialismus&#8216; weiter auszuf\u00fchren. Sie steht in der Tradition des westlichen Marxismus und von Analysen wie sie unter anderem Rudi Dutschke und G\u00fcnter Berkhahn geleistet haben.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote4_nbqt5m9\">4<\/a>\u00a0Dabei strahlte der despotische Charakter der Organisationsform des Staatssozialismus weit \u00fcber die Sowjetunion aus, wurde er doch \u00fcber die Kommunistische Internationale in die Welt hinein verbreitet. Das &#8222;Vaterland der Werkt\u00e4tigen&#8220; war das Modell f\u00fcr die internationale &#8222;kommunistischen&#8220; (in Wirklichkeit bolschewistischen) Parteien und sein langer Arm wirkte auch nach Lateinamerika. Dies beschreibt Klaus Meschkat, ohne dabei jedoch seine Kritik am Marxismus-Leninismus zu konkretisieren. Dadurch bleibt seine Analyse der Entwicklung in Lateinamerika blass und dringt nicht zum Kern des Problems vor.<\/p>\n<p><strong>Chavismus als Wiederkehr des Bolschewismus?<\/strong><\/p>\n<p>Meschkat nachvollzieht in seiner knapp 100-seitigen Flugschrift die Wirkung der bolschewistischen Theorie und Praxis f\u00fcr Lateinamerika, wo wie \u00fcberall auf der Welt in der &#8222;kommunistischen Bewegung&#8220; die Sowjetunion als die Zentrale der Weltrevolution verstanden wurde (Meschkat, S. 44) \u2013 \u00fcbrigens auch von Dissidenten. Eigenst\u00e4ndige politische Bewegungen, die sich auf die konkrete eigene Geschichte bezogen, wurden immer wieder unterdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Erst mit der kubanischen Revolution entstand ein neuer Fixpunkt. Das Land n\u00e4herte sich zwar in den 1970er Jahren auch aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden immer mehr dem Ostblock an, behielt aber zumindest in Teilen eine eigenst\u00e4ndige Linie bei (Meschkat, S. 47). Bis heute beziehen sich die Linksregierungen und ihre Vertreter auf Kuba \u2013 in Meschkats Augen ist dessen uneingeschr\u00e4nkte Verteidigung (wie auch fr\u00fcher der Sowjetunion und heute Venezuelas) eines der Probleme der Linken in Lateinamerika (Meschkat, S. 74).<\/p>\n<p>In seiner knappen Darstellung der Geschichte der bolivarischen Revolution legt Meschkat schlie\u00dflich den Fokus auf vermeidliche Parallelen zu den konstatierten Fehlentwicklungen in der Sowjetunion. Dass Hugo Ch\u00e1vez beispielsweise die erste Rede, in der er den &#8222;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&#8220; offensiv vertrat \u2013 2005 beim Weltsozialforum in Porto Allegre \u2013 Konsequenzen aus dem Scheitern des Realsozialismus zog und diese immer wieder thematisierte, kommt nicht zur Sprache. Dass sein Versuch, parallele Strukturen zur Staatsmacht zu schaffen, dabei die Menschen zur Selbstorganisation zu erm\u00e4chtigen und einen &#8222;kommunalen Staat&#8220; zu schaffen, als konkrete Alternativen zur despotischen Praxis des Ostblocks verstanden werden k\u00f6nnen, wird bei Meschkat ebenfalls nicht in den gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang gestellt.<\/p>\n<p>Dabei bezieht er sich sehr wohl auf die kommunalen R\u00e4te in Venezuela, die Consejos Communales. Er beschreibt sie als parallele Staatlichkeit, die heute nicht mehr sind als &#8222;Empf\u00e4nger von staatlichen Subsidien f\u00fcr Projekte, die sie im lokalen Bereich demokratisch verwalten d\u00fcrfen&#8220; (Meschkat, S. 63). Dieser Bewertung kann ich folgen. Keinesfalls jedoch der von Machado und Zibechi, die in der kommunalen Organisation die neoliberalen Maximen der Weltbank sehen, die Dezentralisierung f\u00f6rdert und fordert (Machado\/Zibechi, S. 21).<\/p>\n<p>Denn was bei oberfl\u00e4chlicher Betrachtung gleich aussehen mag, ist noch lange nicht gleich. \u00dcbrigens ist die Demokratie, die es in Venezuela auf allen Ebenen immer noch gibt, ein weiterer Beleg f\u00fcr den Unterschied zum Marxismus-Leninismus in seiner konkreten historischen Gestalt. Dabei sollen die mannigfaltigen Probleme die durch die Praxis sowohl von Regierung als auch der radikalen Opposition stetig zutage treten, nicht unter den Tisch gekehrt werden.<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick nach Bolivien. Die Verteidigung der Ausbeutung der Gasreserven durch \u00c1lvaro Garc\u00eda Linera kann man kritisieren. Seine Begr\u00fcndung, dass der Extraktivismus n\u00f6tig sei, um ihn zu \u00fcberwinden, w\u00e4re mit Blick auf die Stellung Boliviens auf dem Weltmarkt zu diskutieren. Darin eine Parallele zu Stalins Staatsdoktrin in den 1930er Jahren zu sehen (Meschkat, S. 76), verkennt an dieser Stelle den m\u00f6rderischen Charakter des Stalinismus. Denn damals wollte Stalin die Gewalt des Staates auf die Spitze treiben, um diesen angeblich zu \u00fcberwinden. Das Wesen des Stalinismus als historisch konkrete Form der Staatssklaverei trat in den Moskauer Prozessen und der massenhaften Ermordung von (vermeintlichen) Oppositionellen am deutlichsten zu Tage. Mit dem heutigen Bolivien hat das bei aller Kritik an der ehemaligen Regierung von Morales\/Garc\u00eda Linera nicht viel zu tun.<\/p>\n<p><strong>Politik und \u00d6l<\/strong><\/p>\n<p>Fasst man Meschkats Buch zusammen, so greift er vieles auf, das an der Politik der Linksregierung zu kritisieren ist. Seine Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Kritikpunkte in Form von Analogieschl\u00fcssen und seine Fixierung auf den vorgeblichen Marximus-Leninismus in Lateinamerika erm\u00f6glichen aber gerade keine &#8222;Wiedereroberung der eigenen Geschichte&#8220;, die f\u00fcr eine &#8222;politische Orientierung in der Gegenwart&#8220; unentbehrlich w\u00e4re (Meschkat, S. 98). Um dies zu leisten w\u00e4re es n\u00f6tig, auf die Geschichte der L\u00e4nder Lateinamerikas zu schauen und auf dieser Basis zu erkl\u00e4ren, warum bei den Entwicklungen gewisse Analogien zum Realsozialismus bestehen.<\/p>\n<p>Das Hauptproblem der venezolanischen Gesellschaft ist heute wie mindestens in den vergangenen 50 Jahren die Abh\u00e4ngigkeit von der \u00d6lrente.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote5_xjfek2t\">5<\/a>\u00a0Der Gro\u00dfteil der Staatseinnahmen Venezuelas stammt aus dem Verkauf des \u00d6ls. Durch die Abh\u00e4ngigkeit vom \u00d6l ist eine Rentengesellschaft (Stefan Peters)<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote6_upuquf6\">6<\/a>\u00a0entstanden, die der Chavismus geerbt hat. Darauf weisen, wenngleich eher am Rande, Machado und Zibechi hin (Machado\/Zibechi, S. 81). Nur durch das \u00d6l konnte Ch\u00e1vez seine eigenst\u00e4ndige Politik machen, sich zum einen von der Umklammerung der internationalen Organisationen des Neoliberalismus wie dem IWF und der Weltbank befreien und andere Staaten unterst\u00fctzen. Nur durch das \u00d6l entstand ein neues von den USA unabh\u00e4ngiges Staatenb\u00fcndnis in Lateinamerika. Und nur durch die Umverteilung der \u00d6leinnahmen war es m\u00f6glich, dass in Venezuela die bis dahin Ausgesto\u00dfenen, die Menschen am Rande der Gesellschaft, Kraft und Selbstbewusstsein sch\u00f6pfen konnten und lernten, sich zumindest in Teilen selbst zu organisieren. Die Selbstorganisation endete aber immer beim \u00d6l.<\/p>\n<p>Die \u00d6lwirtschaft musste in der Hand des Staates bleiben, weil die politische \u00d6konomie des Landes auf der Ausbeutung der \u00d6lrente beruht. Die ganze Organisation des Staates ist auf das \u00d6l ausgerichtet. Und das politische Bewusstsein der Venezolaner geht von der \u00d6lrente aus, vom eigenen Anrecht an einem Teil dieser \u00d6lrente. Die &#8222;Verteilungsmentalit\u00e4t&#8220; (Dorothea Melcher)<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote7_oe7z8t9\">7<\/a>\u00a0der Venezolaner, die sich aus der Erfahrung des \u00d6lreichtums des Landes ergibt, hat sich nicht grundlegend gewandelt. Wenn Raul Zelik im Nachwort zum Buch von Machado und Zibechi schreibt (S. 215), dass die Revolten in Lateinamerika auf die soziale und politische Teilhabe abzielten, dann dr\u00fcckt er dies mit anderen Worten aus.<\/p>\n<p>Das Bewusstsein der Venezolaner hat sich auf Basis der Renten\u00f6konomie gebildet. Dieses gilt es genauer zu analysieren und die politischen wie organisatorischen Schlussfolgerungen zu ziehen. Ch\u00e1vez und viele aus seiner Bewegung waren sich dessen bewusst, es gab verschiedene Programme zur Selbstorganisation gerade auch im \u00f6konomischen Sektor. Sie scheiterten immer wieder, oft genug am &#8222;Rentenbewusstsein&#8220;, an der &#8222;Verteilungsmentalit\u00e4t&#8220;. Zweifellos gibt es auch andere Probleme, viele stammen auch von au\u00dferhalb Venezuelas, aber die internen Gr\u00fcnde d\u00fcrfen beim Blick auf den Imperialismus nicht kleingeredet werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab und gibt es massive Versuche sowohl von innen, aber vor allem von au\u00dfen, die Regierung zu st\u00fcrzen. In der derzeitigen Krise ist das Land vor allem durch die Blockade der USA in die Armut gest\u00fcrzt worden. Aber ohne einen inneren Wandel, ohne eine Transformation der Rentengesellschaft in eine produktive Gesellschaft, die nur die B\u00fcrger des Landes als Subjekte der Revolution umsetzen k\u00f6nnen, wird es keine nachhaltigen Ver\u00e4nderungen geben. Und das weder in Venezuela noch anderswo.<\/p>\n<p><strong>Viele Aufgaben und offene Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Eine solche Transformation braucht dann aber auch eine politische Kraft, die sie vorantreibt und die die Dialektik von Selbstver\u00e4nderung und Ver\u00e4nderung der Umst\u00e4nde verinnerlicht hat. Dass dies schwierig ist, zeigt gerade das Beispiel der PSUV. Statt zu einer Organisatorin der Transformation des Bewusstsein der Venezolaner \u2013 einer Organisation politischer und \u00f6konomischer Bildung \u2013 und damit auch zu einer wirklichen politischen Kraft der Ver\u00e4nderung (also zu einer revolution\u00e4ren Partei) ist die PSUV zur Staatspartei geworden. Sie kontrolliert letztlich den Zugang zu den zentral verwalteten \u00d6leinnahmen. Das liegt weder am Erbe des Staatssozialismus (auch wenn er fundierter h\u00e4tte aufgearbeitet werden m\u00fcssen) noch ist dies quasi ein Naturgesetz, wie es bei Machado und Zibechi erscheint (S. 83). Wer so argumentiert, macht sich nicht die M\u00fche, genauer hinzusehen. Auf der anderen Seite hat er einfache Bezugspunkte und Erkl\u00e4rungsmuster, mit denen er die gegenw\u00e4rtige Krise relativ schnell erkl\u00e4rt hat und, wie im Fall von Machado und Zibechi, das Problem der revolution\u00e4ren Transformation einer Gesellschaft auch gleich ganz ad acta legt (s.o.).<\/p>\n<p>Um aus der Geschichte zu lernen, um die aktuelle Entwicklung wirklich zu verstehen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, ist ein genaueres Hinsehen notwendig, zu dem ich an dieser Stelle nur Hinweise mit Blick auf die blinden Flecken der genannten B\u00fccher geben konnte. Es gilt eben, die konkreten Umst\u00e4nde, die Gegenwart wie die Geschichte Venezuelas und Lateinamerikas zu verstehen und die aktuelle Gesellschaft in diesem Zusammenhang zu erkl\u00e4ren. Dabei ist die Renten\u00f6konomie die eine Seite, die auch in den historischen Zusammenhang zu stellen ist. Generell ist es wichtig, die Geschichte des Landes und ihr untergr\u00fcndiges Fortwirken zu verstehen. Dabei auf den Caudillismo (Machado\/Zibechi, S. 13) bzw. Hyperpr\u00e4sidentialismus (Meschkat, S. 83ff.) zu verweisen, f\u00fcr den Ch\u00e1vez aber auch Evo Morales oder Rafael Correa Beispiele w\u00e4ren, greift so lange zu kurz, wie diese Ph\u00e4nomene nicht aus der konkreten Geschichte heraus erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Wenn die Analysen der Krise sowohl von Meschkat als auch von Machado und Zibechi in meinen Augen zu kurz greifen, so kann ich an dieser Stelle kaum mehr als dies zum einen konstatieren und zum anderen ein paar Stichworte f\u00fcr eine tiefer gehende Analyse nennen. Denn dass die Linksregierungen nach ihren Erfolgen vor allem im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts im zweiten Jahrzehnt in eine existenziellen Krise geraten sind, ist offensichtlich.<\/p>\n<p>Dabei gibt es neben den hier thematisierten Erkl\u00e4rungsmustern auch solche, die auf die verheerenden Auswirkungen der US-Blockade vor allem gegen Venezuela verweisen.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote8_kk9ylpi\">8<\/a>\u00a0Andere damit verwandte Analysen verweisen auf die Stellung der Rohstoff\u00f6konomie im Weltmarkt und darauf, dass die Verteilung der \u00d6lrente an die \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsgruppen nicht vorgesehen ist und schon deshalb Widerstand hervorruft.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote9_f3g4cl9\">9<\/a>\u00a0All diese Analysen zeigen in meinen Augen einen jeweils spezifischen (und verschieden gro\u00dfen) Ausschnitt der Realit\u00e4t. Sie \u00fcberschneiden sich an einigen Stellen und gehen einmal mehr einmal weniger auf die Geschichte ein. Welche Aspekte einer Analyse fehlen aber, um die Misere umfassend zu verstehen und darauf aufbauend nach Auswegen zu suchen?<\/p>\n<p>Mir stellt sich unter anderem die Frage nach dem Fortwirken der Geschichte, genauer der traditionellen Produktionsweise.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote10_mds9sdo\">10<\/a>\u00a0Sie ist strukturell vergleichbar mit der bereits erw\u00e4hnten asiatischen Produktionsweise, so dass eine historisch-kritische Analyse der Geschichte bis hin zur Krise der Linksregierungen durchaus die Frage behandeln k\u00f6nnte, ob die von Meschkat als blo\u00dfe Analogien behandelten Parallelen der Entwicklung in der Sowjetunion und in Lateinamerika eine Basis in einer \u00e4hnlichen Produktionsgeschichte und damit auch in einer \u00e4hnlichen Klassensituation hat. Dies w\u00e4re vorerst vor allem ein Gedanke, den es weiter zu verfolgen gilt.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote11_djjsngh\">11<\/a>\u00a0Auch m\u00fcssten die zahlreichen \u00dcberlegungen zur kolonialen \u00dcberformung der altamerikanischen Tradition mitbedacht werden, ebenso wie die daraus entstandenen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse, die Herrschafts- und Klassenstrukturen.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote12_k1fuadj\">12<\/a><\/p>\n<p>Die Auswege aus der Krise, die in den beiden hier besprochenen B\u00fcchern im Ansatz genannt werden, sind schon deshalb keine, weil ihnen keine radikale Kritik der bestehenden Verh\u00e4ltnisse zugrunde liegt. Denn f\u00fcr eine radikale Kritik braucht es ein wirkliches Verstehen, ein Durchdringen von Geschichte und Gegenwart, die auf den konkreten Begriff gebracht werden muss, wof\u00fcr Theorien wie die marxistische zweifellos helfen k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnote13_mtsslzl\">13<\/a>\u00a0Dies ist nat\u00fcrlich nicht mal eben so gemacht. Es ist ein langer Prozess. Ebenso wie auch eine Revolution ein langer, lang andauernder Prozess ist (Rudi Dutschke). Beide sind unmittelbar miteinander verbunden.<\/p>\n<p><strong>Fussnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref1_qawpkya\">1.<\/a>Klaus Meschkat: Krisen progressiver Regime. Lateinamerikas Linke und das Erbe des Staatssozialismus, VSA-Verlag, Hamburg 2010, 109 Seiten, 10 Euro; Decio Machado\/Ra\u00fal Zibechi: Die Macht ergreifen, um die Welt zu \u00e4ndern. Eine Bilanz der lateinamerikanischen Linksregierungen, Bertz + Fischer, Berlin 2019, 217 Seiten, 12 Euro. Die beiden B\u00fccher werden im Text k\u00fcnftig abgek\u00fcrzt mit Autorennamen und Seitenzahl zitiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref2_6eto59b\">2.<\/a>John Holloway, Die Welt ver\u00e4ndern, ohne die Macht zu \u00fcbernehmen, Hamburg 2002<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref3_j4xjn2a\">3.<\/a>Vgl. Lawrence Krader, Asiatische Produktionsweise. in: Wolfgang Fritz Haug (Hrsg.): Historisch-kritisches W\u00f6rterbuch des Marxismus (HKWM). Band 1. Hamburg: Argument, 1994, S. 628-638. Die konkrete Auspr\u00e4gung dieser Grundstruktur h\u00e4ngt mit den geografischen, kulturellen und historischen Eigenheiten zusammen, weswegen es auch einen eigenen Artikel zur &#8222;Altamerikanischen Produktionsweise&#8220; im HKWM gibt, der interessanterweise ohne Autorenangabe ist (ebenda, S. 167-177).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref4_nbqt5m9\">4.<\/a>Rudi Dutschke\/G\u00fcnter Berkhahn: \u00dcber die allgemeine Staatssklaverei, in: Carsten Prien: Dutschkismus. Die politische Theorie Rudi Dutschkes, Seedorf 2015, S. 77-138, zuerst ver\u00f6ffentlicht in: L&#8217;76, Nr. 6 &amp; 9 (1977\/8)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref5_xjfek2t\">5.<\/a>Vgl. meine Analyse auf Basis des im vergangenen Jahr erschienenen Buches von Stefan Peters:\u00a0<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/226172\/venezuela-rentengesellschaft\">https:\/\/amerika21.de\/analyse\/226172\/venezuela-rentengesellschaft<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref6_upuquf6\">6.<\/a>Stefan Peters, Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela. Aufstieg und Fall der Bolivarischen Revolution von Hugo Ch\u00e1vez, Stuttgart 2019<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref7_oe7z8t9\">7.<\/a>Dorothea Melcher, Venezuelas Erd\u00f6l-Sozialismus, in: Das Argument 262, S. 513.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref8_kk9ylpi\">8.<\/a>Diese Linie wird vor allem von Vertretern der &#8222;traditionellen&#8220; Linken aus der kommunistischen Bewegung, also dem Marxismus-Leninismus vertreten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref9_f3g4cl9\">9.<\/a>Vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/de.gegenstandpunkt.com\/artikel\/venezuela\">https:\/\/de.gegenstandpunkt.com\/artikel\/venezuela<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref10_mds9sdo\">10.<\/a>Die meisten Arbeiten zum Thema beginnen nur kurz vor dem Amtsantritt oder maximal im 19. Jahrhundert. Eine Ausnahme ist Robert Lessmann, der die bolivianische Gegenwart in einen gr\u00f6\u00dferen Kontext stellt und bis ins Inka-Reich und die dortige Abwesenheit voN Privateigentum zur\u00fcckblick, vgl. Das neue Bolivien. Evo Morales und seine demokratische Revolution, Z\u00fcrich 2010, S. 57ff. Auch Michael Zeuske hat mehr als die letzten 10, 20, 50 Jahre im Blick: Von Bolivar zu Ch\u00e1vez. Die Geschichte Venezuelas, Z\u00fcrich 2008.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref11_djjsngh\">11.<\/a>Vgl. auch meinen Text: Zur Klassenfrage in Lateinamerika. Erste \u00dcberlegungen zu einem aktuellen und historischen Problem, in: Z \u2013 Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Nr. 88 (2011), online:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/article\/293.zur-klassenfrage-in-lateinamerika.html\">http:\/\/www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/article\/293.zur-klassenfrage-in-lateinamerika.html<\/a>. Die Kritik von Dieter Boris im n\u00e4chsten Heft der gleichen Zeitschrift (leider nicht online) gab einige Literaturhinweise und nannte blinde Flecken meiner eigenen noch recht vorsichtigen Argumentation, ohne aber den Kern meiner Kritik aufzunehmen oder zu widerlegen. Erg\u00e4nzend verweise ich auch auf den Lateinamerika-Historiker Michael Zeuske. Er schreibt in einer knappen Analyse \u00fcber die Bedeutung von &#8222;charismatischen Anf\u00fchrern in Lateinamerika&#8220; davon, dass es in Lateinamerika anders als in Europa zu Beginn des 19. Jahrhunderts &#8222;keine klar erkennbaren Klassen&#8220; gegeben habe und soziale Bewegungen in der Folge von Milit\u00e4rs, lokalen Eliten, mithin von mythologisierten F\u00fchrerpers\u00f6nlichkeiten geleitet wurden (Michael Zeuske, Caudillos, M\u00e1ximo L\u00edders und Comandantes, in: Hintergrund 4\/2013, S. 77).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref12_k1fuadj\">12.<\/a>Einen Versuch in diese Richtung, der in eine knappe historische Analyse der Zapatistischen Bewegung in Chiapas m\u00fcndet, haben zum Beispiel Margarete Tjarden-Steinhauer und Karl Hermann Tjarden unternommen: Maya, Inka und Azteken \u2013 Altamerikanische Kulturen und europ\u00e4ische Gewaltherrschaft: Unterwerfung, Anpassung und Widerstand, in: Urte Sperling, Margarete Tjarden-Steinhauer: Gesellschaft von Tikal bis Irgendwo. Europ\u00e4ische Gewaltherrschaft, gesellschaftliche Umbr\u00fcche, Ungleichheitsgesellschaften neben der Spur, Kassel 2004.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik#footnoteref13_mtsslzl\">13.<\/a>An dieser Stelle m\u00f6chte ich noch auf das umfangreiche Werk des brasilianischen Soziologen Darcy Ribeiro hinweisen, der eine Systematisierung des zivilisatorischen Prozesses insbesondere aus Sicht der Unterentwickelten versucht hat und der bis heute anregend ist. Wie wichtig es ist, die eigene Geschichte auf den Begriff zu bringen, um davon ausgehend eine Theorie der Revolution zu entwickeln, fasst er im Gespr\u00e4ch mit Heinz Rudolf Sonntag zusammen, das 1971 erstmals im Kursbuch erschien und in Ribeiros Werk &#8222;Der zivilisatorische Prozess&#8220; abgedruckt ist (Frankfurt a.M. 1971, hier: S. 261ff. Seine knappe Strukturanalyse der Herrschaftsverh\u00e4ltnisse in Venezuela ist abgedruckt in: Amerika und die Zivilisation. Die Ursachen der ungleichen Entwicklung der amerikanischen V\u00f6lker, Frankfurt 1985, S. 350-396.<\/p>\n<p><em>#Bild: Die zwei Leitfiguren der Linksregierungen: Standen Evo Morales und Hugo Ch\u00e1vez einem wirklichen Wandel entgegen oder waren sie dessen Anf\u00fchrer? (Archivfoto aus dem Jahr 2010). <strong>QUELLE:<\/strong>ABI.BO<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/247760\/linksregierungen-analysen-kritik\"><em>amerika21.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 4. M\u00e4rz 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helge Buttkereit. Von der Krise der Linksregierungen ist in den vergangenen Jahren viel zu h\u00f6ren. Der Putsch gegen die Regierung von Evo Morales war 2019 der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt, der durch die Wahl von Luis Arce &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9361,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[115,74,23,105,18,71,45,22,4,101],"class_list":["post-9360","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-bolivien","tag-brasilien","tag-buecher","tag-ecuador","tag-imperialismus","tag-lateinamerika","tag-neoliberalismus","tag-politische-oekonomie","tag-strategie","tag-venezuela"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9360"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9362,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9360\/revisions\/9362"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}