{"id":9483,"date":"2021-03-29T08:48:44","date_gmt":"2021-03-29T06:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9483"},"modified":"2021-03-29T08:48:45","modified_gmt":"2021-03-29T06:48:45","slug":"gemeinsam-fuer-eine-solidarische-alternative-zu-krise-und-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9483","title":{"rendered":"Gemeinsam f\u00fcr eine solidarische Alternative zu Krise und Pandemie!"},"content":{"rendered":"<p><em>BFS Z\u00fcrich. <\/em><strong>Pandemie und wirtschaftliche Krise dominieren nach wie vor unseren Alltag. Es ist Zeit, dass die Linke aus ihrer Lethargie herauskommt. Nach einem Jahr Pandemie sind wir in ganz Europa in einer \u00e4usserst kritischen Lage. Tausende<\/strong><!--more--> <strong>Menschen sterben jeden Tag und noch viel mehr erkranken. Die Pandemie breitet sich aus und wird von den Mutationen sogar noch beschleunigt. Die Massnahmen der Regierungen reichen nicht aus: Sie verl\u00e4ngern die Pandemie, statt sie zu beenden, und gef\u00e4hrden unsere Leben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nationale \u00dcberheblichkeit als Pandemietreiber<\/strong><\/p>\n<p>Die Schweiz gilt als eines der stabilsten L\u00e4nder der Welt. Seit dem Zweiten Weltkrieg blieb das Land von gr\u00f6sseren Katastrophen oder politischen Umbr\u00fcchen verschont. Dadurch \u00fcberlebte die sinnstiftende Erz\u00e4hlung der Schweiz als Sonderfall den Kalten Krieg und bef\u00f6rderte ein nationales Gef\u00fchl der Unverletzlichkeit und \u00dcberlegenheit. Diese \u00dcberheblichkeit war mitverantwortlich daf\u00fcr, dass die politischen Verantwortlichen die Gefahren der Pandemie str\u00e4flich ignorierten \u2013 in gewissem Sinne bis heute. Denn seit einem Jahr sind der Schweizer Bundesrat und die kantonalen Regierungen nicht gewillt, Massnahmen zu ergreifen, welche eine drastische Eind\u00e4mmung der Pandemie erm\u00f6glichen. Obwohl der zweite Lockdown von Dezember bis M\u00e4rz die Neuansteckungen nicht unter 1000-1500 pro Tag dr\u00fccken konnte und offensichtlich drastischere Massnahmen n\u00f6tig gewesen w\u00e4ren, soll es ab April 2021 schrittweise zu Lockerungen kommen. Die Schweiz steuert nun also zum dritten Mal sehenden Auges in eine Ansteckungswelle. Diese Lernverweigerung macht sprachlos.<\/p>\n<p><strong>Oberstes Gebot des Bundesrates: Der Schutz der Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden setzen mittlerweile ihre alleinige Hoffnung auf die Impfungen (obwohl sie bis jetzt nicht f\u00e4hig waren, eine funktionierende Impfkampagne aufzugleisen). Ansonsten orientiert sich die Pandemiepolitik der Schweiz seit Beginn nur an zwei Zielen: Erstens sollen Massnahmen nur so weit ergriffen werden, dass das Gesundheitssystem nicht an den Anschlag kommt \u2013 was nicht nur zu Tausenden vermeidbaren Toten gef\u00fchrt, sondern angesichts der enormen \u00dcberlastung des Pflegepersonals ohnehin nicht funktioniert hat. Zweitens sollen die Profite und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der relevanten Schweizer Unternehmen unter keinen Umst\u00e4nden eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes (Banken und Versicherungen, Gross- und Kleinindustrie, Handel und Logistik) blieben von einschr\u00e4nkenden Massnahmen verschont (abgesehen von der buchhalterisch weniger entscheidenden Homeoffice-Pflicht). Die wirtschaftlichen Einschr\u00e4nkungen betrafen lediglich die politisch weniger einflussreichen Sektoren (Gastronomie, Kultur- und Sportbereich). Die Pandemiebek\u00e4mpfung soll laut den Beh\u00f6rden und den Unternehmerverb\u00e4nden vor allem eine Sache der Eigenverantwortung sein.<\/p>\n<p><strong>Heraus aus der Lethargie: Solidarische Eigenhilfe aufbauen!<\/strong><\/p>\n<p>Die Regierenden und die kapitalistischen Unternehmen richten ein gesundheitliches und soziales Desaster an, weil sie nicht gewillt sind, unsere Gesundheit vor ihre Profitinteressen zu stellen. Je l\u00e4nger die Pandemie sich quasi ungest\u00f6rt weiterverbreiten kann, desto verheerender werden die sozialen und gesundheitlichen Verwerfungen. Das von der rechtsextremen Regierung in Brasilien angerichtete Desaster wird mittlerweile als Gefahr f\u00fcr die gesamte Welt eingestuft, weil die ausser Kontrolle geratenen Virenmutationen die Wirkungen der bisherigen Impfungen umgehen k\u00f6nnten. Sowieso werden die Impfungen fr\u00fchestens in ein paar Monaten ihre gesamtgesellschaftliche Wirkung entfalten k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus werden uns die wirtschaftlichen Folgen noch Jahre begleiten. Es ist also wichtig, nicht nur medizinische, technische, sondern auch soziale, politische L\u00f6sungen zu entwickeln. Das Beispiel Brasilien zeigt auch, dass es keinen nationalen Ausweg aus der aktuellen Situation gibt. Die Pandemie, die unsere radikale Abh\u00e4ngigkeit voneinander zum Ausdruck bringt, l\u00e4sst sich nicht individuell besiegen, sondern nur gesellschaftlich, international und solidarisch. Es ist Zeit, dass die Linke aus ihrer Lethargie herauskommt.<\/p>\n<p><strong>Unsere Leben sind mehr wert als ihre Profite!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pharmaindustrie vergesellschaften und Impfpatente aufheben!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Globale Solidarit\u00e4t statt nationale Sackgassen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4tskomitee \u00abSolidarisch aus der Krise\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Vor kurzem hat sich in der Deutschschweiz das Solidarit\u00e4tskomitee \u00abSolidarisch aus der Krise\u00bb gegr\u00fcndet. Das Komitee ist ein Zusammenschluss von linken Organisationen, Gewerkschaften, Medienportalen und Einzelpersonen. Wir lehnen die un\u00fcberlegte \u00d6ffnungspolitik der b\u00fcrgerlichen Parteien ab und setzen uns f\u00fcr einen solidarischen Ausweg aus der Krise ein. Gesundheit vor Profit!<\/p>\n<p>Werde aktiv:\u00a0<a href=\"mailto:info@solidarischausderkrise.ch\">info@solidarischausderkrise.ch<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/sozialismus.ch\/schweiz\/2021\/gemeinsam-fuer-eine-solidarische-alternative-zu-krise-und-pandemie\/\"><em>sozialismus.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 29. M\u00e4rz 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFS Z\u00fcrich. Pandemie und wirtschaftliche Krise dominieren nach wie vor unseren Alltag. Es ist Zeit, dass die Linke aus ihrer Lethargie herauskommt. 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