{"id":9744,"date":"2021-06-04T13:55:15","date_gmt":"2021-06-04T11:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9744"},"modified":"2021-06-04T13:55:16","modified_gmt":"2021-06-04T11:55:16","slug":"myanmar-kampf-fuer-rechte-der-lohnabhaengigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=9744","title":{"rendered":"Myanmar: Kampf f\u00fcr Rechte der Lohnabh\u00e4ngigen"},"content":{"rendered":"<p>Die Gewerkschaften von Myanmar k\u00e4mpfen f\u00fcr die Arbeitsrechte der Arbeitnehmer, die an der Spitze der Civil Disobedience Movement (CDM) standen und fordern von internationalen Marken die Einhaltung der Richtlinien zur Vereinigungsfreiheit (FOA), Teil der ACT-Initiative (Aktion, Zusammenarbeit, Transformation des existenzsichernden Lohns). Die Industrial Workes Federation of Myanmar (IWFM)<!--more--> setzt die deutsche Supermarktkatte Lidl (ATC Mitglied) unter Druck, Verantwortung f\u00fcr das Union Busting in Sung Bo zu \u00fcbernehmen, wo 135 Arbeiter entlassen wurden, nachdem sie am CMD teilgenommen hatten. Auch wenn teilweise Arbeiter wieder eingestellt und Ensch\u00e4digungen gezahlt wurden, dr\u00e4ngt die IWFM die Act-Mitglieder weiterhin, Einfluss geltend zu machen, u.A. um die Arbeitsvertr\u00e4ge w\u00e4hrend des Umbruchs durch den Staatsstreich zu gew\u00e4hrleisten (\u2026) Die Unterzeichner von ACT und alle globalen Marken, die Material aus Myanmar beziehen, m\u00fcssen viel mehr tun, um sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer, auf die sie angewiesen sind, angemessen gesch\u00fctzt und p\u00fcnktlich und vollst\u00e4ndig bezahlt werden\u2026 So die Zusammenfassung der (englischen)\u00a0<a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Myanmar-trade-unions-fighting-to?lang=en\">Meldung vom 23. April 2021 beim International Labour Network of Solidarity and Struggles<\/a>\u00a0\u2013 dem alternativen gewerkschaftlichen Netzwerk f\u00fcr Solidarit\u00e4t und Kampf (dem auch LabourNet Germany angeh\u00f6rt). Siehe einige weitere aktuelle Informationen und Soli-Erkl\u00e4rungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Widerstand gegen Myanmars Putschregime: Lehrkr\u00e4fte und Uni-Personal streiken, andere greifen zu den Waffen\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>\u201cWie k\u00f6nnen Schulen und Universit\u00e4ten ohne einen Gro\u00dfteil der Lehrkr\u00e4fte funktionieren? Diese Frage stellt sich am Beginn des neuen Bildungsjahres in Myanmar. Nach Angaben eines f\u00fchrenden Vertreters der Lehrervereinigung vor Reportern des britischen Guardian sind aktuell 125 900 Lehrerinnen und Lehrer wegen ihrer Teilnahme an der zivilen Widerstandsbewegung gegen den Putsch vom Dienst suspendiert. Das ist beinahe ein Drittel aller p\u00e4dagogischen Kr\u00e4fte an Schulen, deren Gesamtzahl bei etwa 430 000 liegt. Nicht anders sieht es an den Universit\u00e4ten aus. Die akademischen Besch\u00e4ftigten an den Hochschulen waren neben medizinischen Fachkr\u00e4ften unter den Ersten, die sich gleich im Februar zu Protestaktionen auf den Stra\u00dfen versammelten oder vor ihren Institutionen streikten. Mittlerweile sollen nach Angaben ihrer Verb\u00e4nde 19 500 von ihnen gefeuert sein \u2013 bei insgesamt sch\u00e4tzungsweise 26 000 Dozent*innen ist das eine so deutliche Mehrheit, dass die Universit\u00e4ten de facto nicht mehr arbeitsf\u00e4hig sind. Die Bildungsbeh\u00f6rde, so Betroffene, hatte ihnen zuletzt noch einmal den Druck erh\u00f6ht. Doch viele Lehrende, ganz egal welcher Ebene, wollen sich nicht zum Handlanger dieses Regimes machen. \u00c4hnlich sehen das etliche Eltern, die ihre Kinder vorerst nicht zur Schule schicken wollen, und Studierende, die gemeinsam mit ihren Dozent*innen demonstrieren und streiken. (\u2026) Nach Angaben der Gefangenenhilfsorganisation AAPP sind bereits mindestens 840 Menschen durch die Milit\u00e4rgewalt ums Leben gekommen. Mehr als 5000 wurden festgenommen. Immer wieder ist von schwerer Folter die Rede. Viele sind auf der Flucht. Die Uno hatte bereits im April mitgeteilt, dass in dem s\u00fcdostasiatischen Land bald Millionen Menschen von Hunger bedroht sein k\u00f6nnten. (\u2026) W\u00e4hrend es auch in den vergangenen Tagen erneut K\u00e4mpfe zwischen Milit\u00e4r und Rebellengruppen wie der Nordallianz und der Kachin Independence Army gab, soll der Vizekommandeur der Shanni Nationalities Army angeblich von der Junta ermordet worden sein. Umgekehrt gab es zuletzt Meldungen \u00fcber get\u00f6tete Kader der regimenahen fr\u00fcheren Oppositionspartei USDP oder lokale Zutr\u00e4ger des Regimes. Dass ein kleiner Teil der Demokratiebewegung nun mit gewaltsamen Mitteln agiert, illustrieren auch Explosionen in Yangon und anderen St\u00e4dten \u2013 sowie ein gr\u00f6\u00dferes Waffenlager, das die Sicherheitskr\u00e4fte in Yangon ausgehoben haben wollen. Im Chin State sind regimekritische B\u00fcrgermilizen aktiv.\u201d<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1152763.myanmar-widerstand-gegen-myanmars-putschregime.html\">Artikel von Thomas Berger vom 2. Juni 2021 in neues Deutschland online<\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Trotz Verhaftung von Arbeitsrechtsaktivistin Myo Myo Aye: Myanmars Arbeiter*innen leisten weiter Widerstand<br \/>\n<\/strong><em>\u201c\u2026 Wie gef\u00e4hrlich die Lage f\u00fcr Arbeiter*innen und Menschenrechtsaktivist*innen durch die Macht\u00fcbernahme des Milit\u00e4rs geworden ist, zeigt die Festnahme von Myo Myo Aye. Am 15. April wurde die Gewerkschafterin und Direktorin von STUM (Solidarity of Trade Unions in Myanmar) gewaltsam aus ihrem B\u00fcro entf\u00fchrt und unrechtm\u00e4\u00dfig verhaftet. Bereits w\u00e4hrend eines Deutschland-Besuchs 2018, bei dem sie auch mit FEMNET im Austausch stand, wies sie in Gespr\u00e4chen mit Unternehmensmitgliedern aus dem Textilb\u00fcndnis auf die schon damals prek\u00e4re arbeitsrechtliche Situation der Bekleidungsarbeiter*innen in Myanmar hin. Heute, drei Jahre sp\u00e4ter, sind es Gewerkschaften und Arbeiter*innen, die den Widerstand gegen die Gewaltherrschaft anf\u00fchren. Der Preis ist hoch: Demonstrierende m\u00fcssen Durchsuchungen, Willk\u00fcr und Festnahmen f\u00fcrchten; nicht selten enden die Proteste t\u00f6dlich, wie zuletzt im Industrievorort Hlaing Tharyar in Yangon, wo 60 Menschen der Gewalt zum Opfer fielen. Doch die Arbeiter*innen bleiben stark im Kampf f\u00fcr ein demokratisches Myanmar Mit der Anfang Mai ausgerufenen \u201eSpring Revolution\u201c gehen die Protestierenden weit \u00fcber pro-demokratische Bewegungen der Vergangenheit hinaus. Nicht weniger als eine echte Demokratie ohne Kompromisse, eine weitaus gerechtere, integrativere und geeinte Gesellschaft \u2013 f\u00fcr dieses Ziel streiken die Menschen, protestieren friedlich, boykottieren und f\u00fchren Akte des zivilen Ungehorsams durch. Es sind vor allem Frauen, allen voran die Besch\u00e4ftigten der Textilindustrie, die im Zentrum der Protestbewegung stehen und sich mit viel Engagement, Kreativit\u00e4t und Mut nicht nur den Milit\u00e4rs an sich, sondern auch den durch sie repr\u00e4sentierten frauenfeindlichen und \u00fcberkommenen gesellschaftlichen Normen entgegenstellen. (\u2026) FEMNET steht an der Seite der Textilarbeiter*innen und Gewerkschafter*innen, die ihr Leben im Widerstand gegen eine menschenverachtende Gewaltherrschaft aufs Spiel setzen. Wir sind zutiefst besorgt \u00fcber die Ereignisse und \u00fcber die Verhaftung von Myo Myo Aye. Gemeinsam mit der Clean Clothes Campaign fordern wir ihre sofortige Freilassung.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/femnet.de\/fuer-frauenrechte\/kampagnen\/solidarityworks-unsere-arbeit-in-produktionslaendern\/nachrichten-produktionslaender\/346-nachricht-und-berichte-aus-myanmar\/1824-trotz-verhaftung-von-arbeitsrechtsaktivistin-myo-myo-aye-myanmars-arbeiter-innen-l\">Bericht vom Mai 2021 von und bei FEMNET<\/a><\/li>\n<li><strong>Zwei Gewerkschaftsf\u00fchrerinnen in Myanmar verhaftet<br \/>\n<\/strong>Zwei Gewerkschaftsf\u00fchrerinnen in Myanmar wurden k\u00fcrzlich wegen ihrer Teilnahme an der Demokratiebewegung verhaftet.\u00a0 Gewerkschaften weltweit rufen die Regierungen und internationalen Finanzinstitutionen dazu auf, den Handel und weitere finanzielle Hilfen auszusetzen, von denen die Milit\u00e4rjunta profitiert. Siehe dazu die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Two-Women-Union-Leaders-Arrested?lang=en\">Meldung \u201cTwo Women Union Leaders Arrested in Myanmar\u201d vom 30. April 2021<\/a>beim International Labour Network of Solidarity and Struggles. Siehe auch einen Aufruf der Industrial Workers\u2019 Federation of Myanmar (IWFM):<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Myanmar trade union demands action from international brands to protect workers<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>As International Labour Day approaches, the Industrial Workers\u2019 Federation of Myanmar (IWFM) is calling on international brands and suppliers in the garment industry to protect the rights of trade unionists and ensure that workers will not be dismissed during the ongoing protests against the military junta. The IWFM pointed out that, under martial law, workers run the risk of arrest or even being shot by the military if they attempt to return to work in any of the country\u2019s major industrial zones. Moreover, transport links have been suspended and communications channels blocked, making it almost impossible for workers to contact their employers. In\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/109901467018497\/posts\/469748541033786\/\"><em>a statement issued on 22 April<\/em><\/a><em>, the IWFM said many workers are too afraid to go back to work and thousands have already returned to their home villages. Union leaders are being targeted by the military and have gone in hiding, severely hampering trade union work<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.clb.org.hk\/content\/myanmar-trade-union-demands-action-international-brands-protect-workers\">Aufruf der Industrial Workers\u2019 Federation of Myanmar (IWFM) am 30. April 2021 beim China Labour Bulletin<\/a><\/li>\n<li><strong>In Myanmar m\u00fcssen Demonstranten weiter mit dem Leben bezahlen<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>In Medienberichten ist von mindestens f\u00fcnf Toten die Rede. Angesichts der seit drei Monaten andauernden Gewalt sehen die UN schwarz f\u00fcr die Zukunft Myanmars. In Myanmar haben die Sicherheitskr\u00e4fte\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/asean-staaten-fordern-gewaltverzicht-in-myanmar\/a-57322917\"><em>bei neuen Protesten gegen die Milit\u00e4rjunta<\/em><\/a><em>mindestens f\u00fcnf Menschen get\u00f6tet. Zwei Demonstranten starben in der zentralen Stadt Weltlet durch Kugeln, wie die Nachrichtenagentur Myanmar Now berichtete, zwei Menschen wurden laut anderen Medien in St\u00e4dten im Bundesstaat Shan im Nordosten Myanmars get\u00f6tet. Eine Person sei in der n\u00f6rdlichen Minenstadt Hpakantin Opfer der Sicherheitskr\u00e4fte geworden<\/em>\u2026.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/in-myanmar-m%C3%BCssen-demonstranten-weiter-mit-dem-leben-bezahlen\/a-57402527\">Beitrag vom 02.05.2021 bei der Deutschen Welle<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Konzernverantwortung: Totals Zahlungen an die Junta in Myanmar<br \/>\n<\/strong><em>\u201cSeit dem Milit\u00e4rcoup in Myanmar hat das Regime \u00fcber 740 ZivilistInnen ermordet. Trotzdem f\u00fchrt der franz\u00f6sische Erd\u00f6l- und Gaskonzern Total sein lokales Gesch\u00e4ft weiter. Seine Gasf\u00f6rderplattform vor der K\u00fcste ist derzeit wahrscheinlich die gr\u00f6sste einzelne Einnahmequelle der Putschisten. Die Aufregung war gross, als im Juni 2012 die Nobelpreistr\u00e4gerin und sp\u00e4tere Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, w\u00e4hrend ihrer ersten Europareise seit 24 Jahren in Genf eine Rede hielt. Sie zeichnete ihre Vision eines demokratischen Myanmar und nahm dabei auch die Erd\u00f6l- und Gasindustrie in die Pflicht. Der Sektor m\u00fcsse transparenter und auf internationale Standards verpflichtet werden. Auf die Rolle der Konzerne Total und Chevron angesprochen, die seit den neunziger Jahren im grossen Stil Erdgas im Land f\u00f6rderten, sagte sie: \u00abIch muss sagen, dass ich Total als verantwortungsbewussten Investor in unserem Land wahrnehme.\u00bb Ein Zitat, das der Konzern bis heute wie eine Troph\u00e4e auf seiner Website f\u00fchrt. Doch Suu Kyi erg\u00e4nzte diesen Satz damals mit Worten, die einen anderen Ton anschlugen: \u00abAuch wenn es eine Zeit gab, als wir nicht einverstanden waren, dass sie das Milit\u00e4r durch ihre Investments in Myanmar st\u00fctzten.\u00bb Diese Zeit scheint sich gerade zu wiederholen. (\u2026) Nach dem Milit\u00e4rputsch vom 1. Februar dauerte es nur wenige Tage, bis erste myanmarische DemonstrantInnen auf Plakaten forderten, dass die franz\u00f6sische Total und die US-amerikanische Chevron ihre Zahlungen an die Junta sofort einstellen sollten. (\u2026) 2019 warf die Plattform alleine f\u00fcr Total 85 Millionen US-Dollar Gewinn ab. Damals bezahlte das Unternehmen 257 Millionen US-Dollar an Steuern und anderen Verg\u00fctungen an Myanmar, ein Grossteil davon an das undurchsichtige MOGE. Justice for Myanmar, eine Organisation, die die Verflechtungen zwischen dem Milit\u00e4r und internationalen Unternehmen akribisch dokumentiert, schrieb in einer Analyse kurz nach dem Putsch: \u00abTotal ist heute wahrscheinlich die gr\u00f6sste einzelne Einkommensquelle des Milit\u00e4rregimes.\u00bb.(\u2026) Zwar hat die EU k\u00fcrzlich Sanktionen gegen zwei grosse Unternehmenskonglomerate des Milit\u00e4rs beschlossen. Doch MOGE und Total sind davon nicht betroffen. Sie m\u00fcssen sich keine Sorgen machen: In Frankreichs Politbetrieb ist es ruhig um Totals Aktivit\u00e4ten in Myanmar. Und Christian Lechervy, der franz\u00f6sische Botschafter in Yangon, verteidigte im M\u00e4rz auf France Info den Entscheid des Konzerns, mit der Gasf\u00f6rderung weiterzufahren. Es gebe schliesslich Vertr\u00e4ge mit \u00abdem Staat\u00bb, denen das Unternehmen nachkommen m\u00fcsse.\u201d\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2117\/myanmar-konzernverantwortung\/totals-zahlungen-an-die-junta\">Artikel von Samuel Schlaefli vom 29. April 2021 aus der WOZ Nr. 17\/2021<\/a><\/li>\n<li><strong>Antifaschistische Solidarit\u00e4t mit der Revolution in Myanmar<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>An die Revolution\u00e4r_innen von Myanmar, Wir w\u00fcnschen euch ein revolution\u00e4res Thingyan und einen Ramadan der Befreiung f\u00fcr unsere muslimischen Gef\u00e4hrt_innen, die Seite an Seite mit ihren buddhistischen, christlichen und hinduistischen Nachbar_innen gek\u00e4mpft haben und gestorben sind. Wir stehen in Solidarit\u00e4t mit der Volksrevolution, die gegen das faschistische Tatmadaw (Myanmar-Milit\u00e4r) Regime stattfindet. Wir sehen mit Ehrfurcht zu, wie das Niveau der Kreativit\u00e4t und des militanten Widerstands t\u00e4glich zu wachsen scheint. Unsere Herzen brechen bei den Videos der Eltern und Geschwister, die \u00fcber die blutgetr\u00e4nkten K\u00f6rper ihrer gefallenen Familienmitglieder trauern, die von schwer bewaffneten Soldat_innen ermordet wurden. Wir wissen, dass die Tatmadaw zu viel, viel Schlimmerem f\u00e4hig ist; wir wissen auch, dass ihr, die Revolution\u00e4r_innen, niemals aufh\u00f6ren werdet zu k\u00e4mpfen, bis zum Ende der Welt! Diese Revolution hat sich in der gesamten Gesellschaft Myanmars ausgebreitet; von einem massiven landesweiten Generalstreik bis hin zu kleinen D\u00f6rfern, die sich zusammenschlie\u00dfen, um sich gegenseitig mit Molotows, Schwertern, Steinschleudern und alten Jagdgewehren zu verteidigen; dem sicheren Tod ins Auge blickend mit dem Ruf nach Freiheit und dem Wissen, dass das Leben unter der faschistischen Herrschaft auch nur f\u00fcr einen Moment l\u00e4nger v\u00f6llig unhaltbar ist. \u00c4rzt_innen und Pflegekr\u00e4fte riskieren ihr Leben, um Demonstrierende zu behandeln, w\u00e4hrend einige von ihnen inhaftiert wurden, weil sie sich weigerten, die Familien der Milit\u00e4rs zu behandeln. Gew\u00f6hnliche Menschen haben sich zusammengefunden, um autonome Nachbarschaftskomitees zu gr\u00fcnden, die gegenseitige Hilfe bei der Verteilung von Lebensmitteln und anderen G\u00fctern organisieren. Mutige K\u00e4mpfer_innen haben versucht, Gefangene zu befreien, indem sie mit nichts als Messern und Schilden Angriffe gegen schwer bewaffnete Soldat_innen starteten. Revolution\u00e4re Studentenkomitees haben ihre Solidarit\u00e4t mit den Rohingya und anderen ethnischen Minderheiten ausgedr\u00fcckt, die Opfer von Terror und Genozid sowohl durch das Milit\u00e4r als auch durch das sogenannte demokratische Regime geworden sind. (\u2026) Wir gr\u00fc\u00dfen die ehemaligen Polizist_innen und Soldat_innen, die ihre Posten aufgegeben haben und sich der Revolution angeschlossen haben. Nur durch die Ablehnung deines Postens und die Hingabe an die Revolution kannst du deine Menschlichkeit zur\u00fcckgewinnen. Schlie\u00dft euch der Revolution an! Richtet eure Waffen auf die Gener\u00e4le! Wir ehren die Hunderte von Azani (burmesisches Wort f\u00fcr M\u00e4rtyrer_in), die f\u00fcr ihre Gef\u00e4hrt_innen, ihre Familie und f\u00fcr die Geburt einer neuen Welt starben, einer Welt ohne Faschist_innen und Milit\u00e4rherrschaft<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/schwarzerpfeil.de\/2021\/04\/21\/antifaschistische-solidaritaet-mit-der-revolution-in-myanmar\/\">Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung mit dem multiethnischen revolution\u00e4ren Kampf in Myanmar gegen die Milit\u00e4rdiktatur am 21. April 2021 bei SchwarzerPfeil<\/a>, urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht bei It\u2019s Going Down<\/li>\n<li><strong>\u201cWie in Syrien\u201d. Vielv\u00f6lkerstaat Myanmar am Abgrund<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Die Sorge w\u00e4chst, dass Myanmar nach dem Milit\u00e4rputsch vom Februar in einen B\u00fcrgerkrieg schlittert. In vielen Landesteilen, in denen ethnische Minderheiten leben, eskalieren blutige Konflikte zwischen Armee und Rebellen. (\u2026) Vor den Bombenangriffen hatte der bewaffnete Arm der Rebellenorganisation \u201eKaren National Union\u201c (KNU) einen Au\u00dfenposten des Milit\u00e4rregimes erobert: Der Zeitpunkt war keineswegs zuf\u00e4llig. Denn der 27. M\u00e4rz wurde vom Milit\u00e4r wie gewohnt als der \u201eTag der Streitkr\u00e4fte\u201c mit Paraden begangen. Zugleich war dies der bislang tragischste Tag seit dem Putsch, denn die Milit\u00e4rjunta unter Machthaber Min Aung Hlaing lie\u00df bei landesweiten Protesten mindestens 114 Menschen erschie\u00dfen. Ein Rebellen-Kommandeur erkl\u00e4rte, die \u201eKaren National Liberation Army\u201c k\u00e4mpfe mit Studenten und anderen B\u00fcrgern f\u00fcr den Sturz der \u201efaschistischen Diktatur\u201c, wie das Nachrichtenportal \u201eMyanmar Now\u201c berichtete. (\u2026) Auch im n\u00f6rdlichen Bundesstaat Kachin leisten Rebellen der \u201eKachin Independence Army\u201c erbitterten Widerstand \u2013 mit der Folge, dass das Milit\u00e4rregime dort ebenfalls Luftangriffe fliegt. Wieder wurden zahlreiche Zivilisten der ethnischen Kachin-Minderheit vertrieben, die mehrheitlich Christen sind. In mehreren Kirchen fanden Razzien statt. Im benachbarten Shan-Staat gab es k\u00fcrzlich einen Angriff auf eine Polizeistation mit Toten und Verletzten. Berichten zufolge geht er auf das Konto einer Allianz aus mehreren Rebellengruppen. Die UN-Hochkommissarin f\u00fcr Menschenrechte, Michelle Bachelet, warnt bereits vor Zust\u00e4nden wie in Syrien. Doch f\u00fcr viele Bewohner Myanmars ist kriegerische Gewalt l\u00e4ngst Realit\u00e4t<\/em>.\u00a0<em>(\u2026) Seit dem Putsch massakriert die Junta Kritiker aus s\u00e4mtlichen Bev\u00f6lkerungsteilen. Laut der Hilfsorganisation f\u00fcr politische Gefangene (AAPP) wurden mindestens 738 Menschen bei Protesten get\u00f6tet, hinzu kommen Folter und Massenverhaftungen. Trotzdem setzt die \u201eBewegung des zivilen Ungehorsams\u201c aus Studierenden, Arbeiterinnen und Arbeitern, medizinischem Personal, Staatsbediensteten sowie buddhistischen M\u00f6nchen, Muslimen, katholischen Nonnen und Priestern ihren Widerstand fort<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2021\/04\/23\/vielvoelkerstaat-myanmar-am-abgrund\/\">Beitrag von Nicola Glass vom 23.04.2021 im Migazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Konzerne in Myanmar: Unterst\u00fctzung der Milit\u00e4rjunta beenden<br \/>\n<\/strong><em>\u201cReporter ohne Grenzen fordert noch immer in Myanmar t\u00e4tige ausl\u00e4ndische Unternehmen auf, ihre wirtschaftliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Milit\u00e4rregierung des Landes umgehend zu beenden. In den zweieinhalb Monaten seit dem Milit\u00e4rputsch vom 1. Februar hat sich die Lage der Pressefreiheit dort kontinuierlich verschlechtert. Angesichts dessen m\u00fcssen die Unternehmen endlich ihrer Verpflichtung nachkommen, \u00fcberall auf der Welt die Menschenrechte zu wahren. Zw\u00f6lf von ihnen hat RSF im Vorfeld dieser Pressemitteilung kontaktiert, darunter die Deutsche Post DHL Group, den deutschen Nutzfahrzeuge-Hersteller MAN, das franz\u00f6sische \u00d6lunternehmen Total, das schwedische Kommunikationsunternehmen Ericsson, die franz\u00f6sische Hotelkette Accor und den s\u00fcdkoreanische Stahl- und Energieriesen POSCO. (\u2026) Die Deutsche Post DHL ist durch ein Joint Venture mit der Milit\u00e4rjunta im Gesch\u00e4ft. (\u2026) Berichte aus Myanmar zeigen immer wieder Bilder der Milit\u00e4rtrucks des chinesischen Unternehmen Sinotruk, das zu einem Teil dem deutschen Lkw-Bauer MAN geh\u00f6rt. (\u2026) MAN besitzt 25 Prozent plus eine Aktie \u2013 genug, um mittels Sperrminorit\u00e4t wichtige Entscheidungen zu blockieren. Anders als Deutsche Post DHL und MAN hat der M\u00fcnchner Banknotendrucker Giesecke+Devrient Ende M\u00e4rz alle Lieferungen nach Myanmar ausgesetzt. (\u2026) Einige der Unternehmen sind im Telekommunikationssektor t\u00e4tig und spielen somit eine Schl\u00fcsselrolle beim Zugang zu Informationen, wie der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson, das norwegische staatliche Telekommunikationsunternehmen Telenor und der franz\u00f6sische Fernseh- und Filmkonzern Canal+. Andere stellen der Milit\u00e4rregierung erhebliche finanzielle Ressourcen zur Verf\u00fcgung, entweder indem sie schlicht in Myanmar Steuern zahlen oder indem sie direkte Gesch\u00e4ftsbeziehungen zur Tatmadaw, so der offizielle Name der myanmarischen Streitkr\u00e4fte, unterhalten. (\u2026) RSF hat die Hotelketten Accor (Frankreich), Okura Nikko Hotel Management (Japan) und Lotte Hotels and Resorts (S\u00fcdkorea) aufgefordert, ihre Beziehungen zur Tatmadaw und ihren Gesch\u00e4ftseinheiten zu \u00fcberpr\u00fcfen. Im Energiesektor, einer unverzichtbaren Geldquelle f\u00fcr das Milit\u00e4rregime, dr\u00e4ngt RSF Unternehmen wie das franz\u00f6sische \u00d6lunternehmen Total, den US-Energiekonzern Chevron und den s\u00fcdkoreanischen Stahl- und Energieriesen POSCO, ihre fortgesetzte Beteiligung am Offshore-Gasfeld Yadana zu hinterfragen. (\u2026) Auch das anglo-niederl\u00e4ndische Lebensmittel- und Konsumg\u00fcterkonglomerat Unilever, dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung ebenfalls von RSF kontaktiert wurde, hat bislang keine Konsequenzen aus dem zunehmend blutigen Vorgehen der Milit\u00e4rjunta gezogen. Sein japanischer Mitbewerber hingegen, das Getr\u00e4nkeunternehmen Kirin, beendete seine Partnerschaft mit einer \u00f6rtlichen Brauerei bereits vier Tage nach dem Staatsstreich vom 1. Februar. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Myanmar auf Platz 139 von 180 L\u00e4ndern.\u201d<\/em><a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/pressemitteilungen\/meldung\/deutsche-und-internationale-konzerne-muessen-unterstuetzung-der-militaerjunta-beenden\">Artikel von und bei Reporter ohne Grenzen (RSF) vom 16. April 2021<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/myanmar\/gewerkschaften-myanmar\/die-gewerkschaften-in-myanmar-kaempfen-waehrend-des-militaerputsches-fuer-den-schutz-der-arbeitnehmerrechte-auch-durch-internationale-konzerne\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 4. Juni 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gewerkschaften von Myanmar k\u00e4mpfen f\u00fcr die Arbeitsrechte der Arbeitnehmer, die an der Spitze der Civil Disobedience Movement (CDM) standen und fordern von internationalen Marken die Einhaltung der Richtlinien zur Vereinigungsfreiheit (FOA), Teil der ACT-Initiative &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9301,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[25,87,26,127,49,17],"class_list":["post-9744","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kampagnen","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitswelt","tag-gewerkschaften","tag-myanmar","tag-repression","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9744","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9744"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9744\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9745,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9744\/revisions\/9745"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}