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Warum die Zionisten bewusst den Antisemitismus fördern

Submitted by on 26. März 2026 – 17:11

Thomas Röper.Mit dem Etikett des „Antisemiten“ werden Kritiker der westlichen Politik aus Diskussionen ausgeschlossen. Es ist daher an der Zeit, sich des Themas einmal anzunehmen.

Auf die Idee zu diesem Artikel bin ich durch einen Artikel mit der Überschrift „Anti-Zionismus ist nicht Antisemitismus“ gekommen. Nicht, dass der Artikel viel enthalten hätte, was mir neu gewesen wäre, aber es war interessant, das, was ich schon lange denke, einmal so niedergeschrieben zu sehen. Daher habe ich beschlossen, dem Thema einen eigenen Artikel zu widmen.

Natürlich begebe ich mich damit auf dünnes Eis, weil das Thema Antisemitismus in Deutschland besonders heikel ist. Und natürlich werden mir meine Kritiker wegen diesem Artikel mal wieder vorwerfen, ich sei selbst ein Antisemit. Dabei ist das Gegenteil der Fall, denn dieser Artikel ist alles andere als antisemitisch, er ist im Gegenteil ein Plädoyer zur Verteidigung der Juden, die wegen der Untaten der Zionisten angefeindet werden, obwohl sie selbst nichts für die Verbrechen können, die Leute wie Netanjahu angeblich im Namen und zum Wohle der Juden anrichten.

Die „Antisemitismus-Keule“

Kritik an der israelischen Regierung führt im Westen – und vor allem in Deutschland – dazu, dass man als Antisemit bezeichnet wird. Ich war überrascht, als ich als Kommentar zu einem meiner kritischen Artikel über die Aktivitäten von George Soros gelesen habe, ich sei ein Antisemit, weil ich Soros kritisiere. Dabei war und ist es mir völlig egal, ob Soros Jude ist oder nicht und ich habe das nie thematisiert, sondern mich ausschließlich an seinen Aktivitäten abgearbeitet. Aber es reicht für viele offenbar schon aus, wenn man die Handlungen eines Menschen kritisiert, der zufälligerweise Jude ist, um als Antisemit bezeichnet zu werden.

Der Begriff “Antisemit” wird im Westen benutzt, um Kritiker mundtot zu machen, denn mit Antisemiten darf man nicht reden. Man schließt damit Kritiker aus dem Diskurs aus, ohne auf ihre Argumente einzugehen – und erst recht, ohne sie zu widerlegen.

Jeder, der beispielsweise Netanjahus Vernichtungskrieg in Gaza kritisiert hat, riskierte, als Antisemit bezeichnet und vom Diskurs ausgeschlossen zu werden. Diese Strategie des Westens ist nicht nur bösartig, sondern die Antisemitismus-Keule fördert damit im Grunde das, was sie offiziell doch angeblich verhindern will, nämlich dass jemand die Verbrechen der israelischen Politik als Verbrechen „der Juden“ wahrnimmt, was Antisemitismus befördert.

Die Antisemitismus-Keule fördert also de facto den Antisemitismus, obwohl sie ihn angeblich doch bekämpfen will.

Wie kann das sein? Und ist das ein „Unfall“, oder ist das gewollt?

Um das zu verstehen, müssen wir uns anschauen, was Antisemitismus, Judaismus und Zionismus eigentlich sind und was sie voneinander unterscheidet.

Judaismus, Zionismus, Antisemitismus

Was Judaismus, also das Judentum, ist, ist schnell erklärt. Das Judentum ist die älteste monotheistische Weltreligion, die vor etwa 3.000 Jahren entstand und den Glauben an einen einzigen Gott predigt, während die anderen, vor 3.000 Jahren etablierten Religionen viele verschiedene Götter anbeteten. Das Judentum ist also die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des jüdischen Volkes.

Der Zionismus hingegen ist eine politische Bewegung, die in ihrer organisierte Form beim ersten Zionisten-Kongress 1897 in Basel gegründet wurde. Man muss verstehen, dass es sich dabei um keine religiöse, sondern um eine politische Bewegung handelt, die mit dem Judentum de facto nichts zu tun hat, sondern es für ihre Interessen instrumentalisiert.

Der Zionismus wurde 1897 auf dem Zionisten-Kongress von dem Wiener Journalisten Theodor Herzl gegründet, einem im Habsburger Reich „assimilierten Juden“, also jemandem, der eher als Österreicher denn als Jude lebte. Und mit der Religion des Judentums hatte er nichts am Hut.

Die Ziele der Zionisten waren daher auch nicht religiöser Art, sondern sehr weltlich und machtpolitisch. Das erklärte Ziel dieser politischen Bewegung war die Gründung des Staates Israel. Mit der Gründung Israels als Staat haben sich die Zionisten jedoch nicht aufgelöst, sondern sie haben ihre Ziele entsprechend weiterentwickelt. Heute ist das erklärte Ziel des Zionismus die Schaffung von Großisrael, das den Großteil des Nahen Ostens beherrschen soll.

Zu diesem Zweck hat Netanjahu den Vernichtungskrieg in Gaza geführt und zu diesem Zweck hat US-Präsident Trump, in dessen Umfeld die Zionisten sehr stark vertreten sind, vor einem Jahr gefordert, die Palästinenser sollten Gaza verlassen und in andere Länder umsiedeln. Zu diesem Zweck treibt die israelische Regierung die Zersiedlung des ursprünglich palästinensischen Westjordanlandes voran. Zu diesem Zweck greift Netanjahu gerade den Libanon an und lässt seinen Finanzminister von Annexion des Südlibanon sprechen.

Die abscheulichen Verbrechen der israelischen Regierung in Gaza, bei der Vertreibung der Palästinenser aus ihren Häusern im Westjordanland und bei der Vertreibung der Menschen aus dem Südlibanon wecken bei vielen Menschen Gefühle des Hasses. Aber eben nicht auf die Täter in der israelischen Regierung, sondern leider auf „die Juden“, in deren Namen Netanjahu vorgibt, zu handeln, die aber in Wahrheit nichts dafür können. Schließlich können „die Franzosen“ ja auch nichts für die politischen Fehler von Präsident Macron.

Eine zentrale These der Zionisten ist die These von der Gefährdung der Juden, und die Pogrome in Europa im 19. Jahrhundert und der Judenhass der deutschen Nazis lieferten dafür den Grund. Aber die Zionisten instrumentalisieren das Thema und benutzen es, denn ohne den Antisemitismus würde der Zionismus seinen Existenzzweck verlieren. Und ohne den Antisemitismus würde den Zionisten die Rechtfertigung für ihre Verbrechen fehlen.

Schließlich begründen Politiker und Journalisten in Deutschland ihr Wegsehen bei Netanjahus Verbrechen ja mit der Schuld der Deutschen. Und in ganz Europa wird ähnlich argumentiert: Weil der jüdische Staat in seiner Existenz bedroht sei, habe er angeblich das Recht, sich mit Methoden zu verteidigen, die klar Völkermord sind. Ohne den Antisemitismus als Rechtfertigung für das Vorgehen Israels wäre die Reaktion auf den Gaza-Krieg eine ganz andere gewesen.

Die Zionisten verstecken sich hinter Antisemitismus und Judentum, um ungestraft ihre Verbrechen begehen zu können. Das ist nicht meine krude Fantasie, das hat Theodor Herzl, der Gründer des ersten Zionisten-Kongresses, in seinen Tagebüchern selbst geschrieben:

„Die Antisemiten werden unsere verlässlichsten Freunde werden, die antisemitischen Länder unsere Verbündeten.“

Und das war kein leeres Gerede.

Zusammenarbeit der Zionisten mit Hitler

Als Hitler 1933 an die Macht kam, forderten jüdische Organisationen im Ausland wegen Hitlers offenem Judenhass einen Boykott deutscher Produkte. Aber das hinderte die Zionisten nicht daran, den Kontakt zu Hitler zu suchen, denn sie erkannten, dass sie und die Nazis ein gemeinsames Interesse hatten.

Die Nazis wollten die Juden aus Deutschland vertreiben, um ihren „rassisch reinen arischen Staat“ zu schaffen. Und die Zionisten wollten so viele Juden wie möglich in das damals britisch besetzte Palästina umsiedeln, um dort die einheimischen Palästinenser zu verdrängen und endlich den jüdischen Staat Israel gründen zu können.

Also taten sich Nazis und Zionisten zusammen. Schon am 10. August 1933 unterzeichneten der deutsche Reichswirtschaftsminister und der Direktor der 1902 von Theodor Herzl gegründeten Anglo-Palestine Bank das Ha’avara-Abkommen. In dem Abkommen regelten Nazi-Deutschland und die Zionisten die Umsiedlung von Juden aus Deutschland nach Palästina, wobei sie deren Vermögen untereinander aufteilten.

In Deutschland gab es seit 1931 die Reichsfluchtsteuer, mit der verhindert werden sollte, dass Auswanderer ihr Kapital aus Deutschland abziehen. Nach Hitlers Machtergreifung wurde die Steuer instrumentalisiert, um Vermögen auswandernder, vor allem jüdischer Deutscher per Steuer zu konfiszieren. Das Haʿavara-Abkommen ermöglichte es den Betroffenen, einen Teil ihres Vermögens nach Palästina zu transferieren, während ein bestimmter Prozentsatz des zu übertragenden Vermögens als Reichsfluchtsteuer vom deutschen Fiskus einbehalten wurde.

Und schon waren alle Beteiligten zufrieden: Die Nazis wurden Juden los, die Zionisten bekamen Siedler für Palästina. Die Leidtragenden waren die betroffenen deutschen Juden, die einen großen Teil ihres Vermögens verloren, das Nazis und Zionisten untereinander aufteilten.

Wenn das weiß, dann bekommt der Satz von Herzl „Die Antisemiten werden unsere verlässlichsten Freunde werden, die antisemitischen Länder unsere Verbündeten“ plötzlich einen Sinn, denn ohne Hitlers Antisemitismus wäre die Staatsgründung Israels wohl nicht möglich gewesen. Etwa 50.000 bis 60.000 deutsche Juden haben das Abkommen bis 1939 genutzt und sind nach Palästina gegangen. Und die zweite Auswanderungswelle kam nach dem Holocaust, der auch den moralischen Druck schaffte, um die Gründung des Staates Israel zu ermöglichen.

Das Beispiel des Haʿavara-Abkommens zeigt, dass die Zionisten keine pro-jüdische Bewegung sind, denn wer pro-jüdisch ist, hätte unmöglich mit Hitler zusammengearbeitet und die Vermögen der aus Deutschland vertriebenen Juden mit den Nazis geteilt. Die Zionisten sind eine machtpolitische Bewegung, die das Judentum für ihre machtpolitischen Ziele missbraucht.

Ich unterstelle den Zionisten nicht, den Holocaust gewollt zu haben, aber sie haben zweifelsfrei das Leid der Juden, die in den 1930er Jahren aus Deutschland vertrieben wurden, ausgenutzt, um sich zu bereichern und die Staatsgründung Israels in Palästina zu erreichen. Gleichzeitig haben sie offiziell aber in den 1930er Jahren gegen Hitler und Nazi-Deutschland getrommelt, weil es die Juden unterdrückt hat.

Gibt es ein besseres Beispiel, um einem Unwissenden die Bedeutung des Begriffes „zynische Doppelmoral“ zu erklären?

Wenn Sie von all dem hier zum ersten Mal gehört haben, wundert mich das nicht. Bis heute wird das Thema, wenn es denn überhaupt behandelt wird, stark geschönt. Die Bundeszentrale für politische Bildung beispielsweise leitet ihren Artikel über das Abkommen wie folgt ein:

„Die Zionistische Weltorganisation und das Reichswirtschaftsministerium einigten sich 1933 auf ein Abkommen, mit dem sie das Ziel verfolgten, durch die Erleichterung der Mitnahme von Eigentum die Auswanderung von Juden nach Palästina zu fördern.“

So wird die Ausplünderung der zur Auswanderung aus ihrer Heimat gezwungenen deutschen Juden auf einer offiziellen Seite der Bundesrepublik Deutschland zur „Erleichterung der Mitnahme von Eigentum für die Auswanderung von Juden nach Palästina“. Darauf muss man erst einmal kommen!

Ich denke, das Beispiel zeigt exemplarisch, wie die Zionisten die Juden damals für ihre Zwecke missbraucht und vom Antisemitismus profitiert haben. Und das ist bis heute ihre Politik und Vorgehensweise.

So schließt sich der Kreis: Die Zionisten brauchen den Antisemitismus, um sich als dessen Opfer aufspielen zu können und ihre verbrecherischen Ziele ungestraft umzusetzen. Das erklärt auch, warum so viele Juden Gegner des Zionismus sind.

Das Beispiel Iran-Krieg

Nach dem Beispiel aus der Geschichte können wir uns auch noch anschauen, wie das Prinzip heute funktioniert.

Als der Staat Israel gegründet wurde, wurde mit der gleichen UNO-Resolution auch die Gründung eines Palästinenser-Staates beschlossen, die Israel aber verhindert hat und bis heute verhindert. Das Ziel der Zionisten war nach der Gründung von Israel die Schaffung von Großisrael – und der erste Schritt war die Übernahme der Gebiete, auf denen eigentlich der Palästinenser-Staat entstehen sollte. Und bekanntlich hat Israel die Gründung dieses Staatesdanach immer offen abgelehnt und verhindert.

Auf die Gründung von Israel folgten Jahrzehnte mit Kriegen gegen die arabischen Nachbarn, in deren Verlauf Israel immer mehr Gebiete annektierte. Allerdings begannen die arabischen Staaten irgendwann in den 1970er oder 1980er Jahren, die Existenz Israels zu akzeptieren und es begann eine Phase der Entspannung, was die Gefahr in sich barg, dass „Frieden ausbrechen“ könnte und dass den Zionisten der Feind abhanden kommt, denn nach einer Aussöhnung mit Ägypten, Jordanien und anderen Staaten der Region waren nur noch die staatenlosen und in Flüchtlingslager gezwängten Palästinenser mit ihren Terrororganisationen als Feind Israels übrig, der das Vorgehen der israelischen Regierung hätte rechtfertigen können.

Aber ohne Feinde ist die Gründung von Großisrael auf Kosten der Gebiete ihrer Nachbarstaaten unmöglich. Die Zionisten brauchten also einen Feind, mit dem sie ihre aggressive Politik auch weiterhin begründen konnten.

Da kam ihnen die Revolution im Iran 1979 gerade recht, denn die iranische Führung stellte sich auf die Seite der Palästinenser und wurde wegen deren Unterdrückung zum erklärten Feind Israels und unterstützte die palästinensischen Gruppen, die sich als Freiheitskämpfer ansehen, aber in Israel und im Westen als Terroristen bezeichnet werden.

Obwohl der Iran keines seiner Nachbarländer angegriffen hat, obwohl der Iran gute Beziehungen zu fast allen Ländern außer Israel gesucht hat, wurde er vom Westen zum Feind erklärt, weil der Iran antisemitisch sei. Das stimmt übrigens nicht, denn die iranische Regierung ist nicht gegen die Juden im eigenen Land vorgegangen, die genießen sogar einige Sonderrechte und dürfen beispielsweise Alkohol herstellen, der im Iran eigentlich streng verboten ist. Der Gegner der iranischen Regierung ist das „zionistische Regime“ in Israel, nicht das Judentum.

Aber hier greift wieder Herzls These „Die Antisemiten werden unsere verlässlichsten Freunde werden, die antisemitischen Länder unsere Verbündeten“, denn der Iran wurde zur neuen Rechtfertigung für die aggressive Politik Israels, deren Ergebnis wir in den letzten Jahren erleben mussten und derzeit im Iran-Krieg sehen.

Die Propaganda der Zionisten hat sich im Westen so sehr im Mainstream festgesetzt, dass die hauptberufliche Kriegstreiberin Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 19. März 2026 in der ARD ungestraft sagen durfte:

„Der Iran ist die Pestbeule auf dieser Erde.“

Wenn man „Iran“ durch „Juden“ austauscht, dann ist das exakt die Terminologie, die auch die deutschen Nazis benutzt haben.

Solche rassistischen, ja nazistischen Äußerungen sind Deutschland eigentlich verboten und nicht einmal in Bezug auf Russland wäre so eine Äußerung denkbar, aber wenn es gegen die Gegner der Zionisten geht, gelten andere Regeln.

Dass Strack-Zimmermann so etwas ungestraft sagen darf, ist das Ergebnis der medialen Macht der Zionisten.

Die Macht der Zionisten

Ich will hier gar nicht darauf eingehen, warum das so ist, ich will nur die Ist-Situation beschreiben.

Die USA sind der wichtigste Unterstützer Israels und der zionistischen Pläne. In den USA kann niemand Präsident werden, der Israel kritisiert. Aber in den USA sind nur zwei Prozent der Bevölkerung Juden und im US-Kongress sind von 532 Mitgliedern lediglich 32 Juden, das sind sechs Prozent. Trotzdem wird dort stramm zionistisch abgestimmt.

Darum stellen sich viele die Frage, wer hier das Sagen hat: Ist Israel ein Ableger der USA, oder hat die zionistische Lobby die USA übernommen?

Aber die Frage ist rein rhetorischer Natur, denn Fakt ist, dass Israel und die USA im Grunde als ein geopolitische Gebilde handeln. Wer dabei der Hund und wer der Schwanz ist, ist im Grunde unwichtig. Mal, wie unter der Biden-Regierung, liegt die Dominanz eher in den USA, mal, wie unter Trump, liegt die Dominanz klar bei Israel. Nur trennen lassen sich die USA und Israel nicht.

Die Macht der Zionisten lässt sich aber auch an anderen Beispielen erkennen. Nehmen wir Deutschland. Annalena Baerbock war lange im Stiftungsrat der Leo Baeck Foundation, die nach eigenen Angaben „das Judentum in Europa festigen und ausbauen sowie eine Perspektive des interreligiösen Dialogs schaffen“ möchte. Zu diesem Zweck unterstützt die Foundation diverse Ausbildungseinrichtungen. Laut den auf deren Seite genannten Projekten wird dabei schwerpunktmäßig die Ausbildung „konservativer Rabbiner“ gefördert.

Wie passt die Förderung „konservativer Rabbiner“, die nun wirklich so konservativ sind, dass deutsche Konservative, die die Grünen regelrecht mit Nazis gleichsetzen, im Vergleich dazu Leuchttürme der Progressivität sind, in das angeblich so progressive Weltbild der Grünen und zu der von Baerbock verkündeten „feministischen Außenpolitik“?

Wie sehr der Zionismus die deutsche Politik beherrscht, zeigt sich an dem Satz, Israels Sicherheit wäre „deutsche Staatsraison“, wie Merkel es verkündet hat. Ich bestreite die deutsche Verantwortung für den Holocaust in keiner Weise, aber meine Lehre daraus ist, dass Deutschland sich gegen jede Art von Völkermord stellen muss. Meine Lehre daraus ist nicht, dass Deutschland jedes Verbrechen der israelischen Führung decken muss.

Das sehen aber so ziemlich alle deutschen Politiker anders. Der deutsche Bundeskanzler fährt den zionistischen Kurs ohne Rücksicht auf Verluste und bezeichnet de völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf den Iran kritiklos als notwendig und gerechtfertigt – und kritisiert den Iran dafür, dass er sich gegen den Angriff verteidigt.

Und damit steht er in der politischen Führungsriege nicht allein, das ist dort als unumstößliches Mantra gesetzt.

Dass dieser Krieg weltweit den Antisemitismus befeuert, weil sehr viele (oder die meisten) Menschen eben nicht zwischen der israelischen Führung und „den Juden“ trennen, interessiert all die westlichen Unterstützer der Zionisten um Netanjahu nicht.

Sie beklagen sogar den dadurch wachsenden Antisemitismus, denn offenbar kennen sie das Motto der Zionisten „Die Antisemiten werden unsere verlässlichsten Freunde werden, die antisemitischen Länder unsere Verbündeten“ nicht.

Auch der Iran-Krieg bestätigt dieses von Herzl ausgegebene Motto, denn wieder schließt sich der Kreis: Die Zionisten führen einen brutalen Angriffskrieg, und wenn das jemand kritisiert, dann wird das als Antisemitismus bezeichnet und als Berechtigung des Krieges genommen, weil der Krieg ja den Antisemitismus bekämpfen soll, der angeblich die Existenz Israels gefährdet.

Ich wiederhole es: Dieser Artikel ist alles, aber nicht antisemitisch. Dieser Artikel soll all denen, die pauschal „den Juden“ sie Schuld für Netanjahus Verbrechen geben und vielleicht gegen „die Juden“ demonstrieren oder Juden deswegen auf der Straße anpöbeln oder gar angreifen, die Augen öffnen. Die meisten Juden sind, wie Umfragen zeigen, keineswegs einverstanden mit dem, was Netanjahu tut, aber die Zionisten haben sie gleichsam in Geiselhaft genommen.

Quelle: anti-spiegel.ru… vom 26. März 2026

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